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Verlag der „«liefteaet Zeituna " <8. m. b. H
iTif- 8. Telephon: Nr. 362.
Lu Haifers Geburtstag.
veröffentlichten die Organe die bundesstaatlichen Regierungen Festartikel. In dem Glückwunsch der „Nord d. A l l g. ZI g." heißt es:
Gleich dem großen Ahnherrn fühle sich der Kaiser und König als er st er Diener seines Volkes, Für jede seiner Entschließungen sei maßgebend, daß sie
Mittwoch. den '28. Januar 1914.
geren Besuch ab, alsdann besuchte er den Reichskanzler, hierauf wurde er von der auf Besuch cm Kaiserhof weckenden Königin der Helenen empfangen und abends war der Ministerpräsident zum Galadiner bei dem Kaiser geladen.
* Der Thronfolger von Rumänien, Prinz Ferdinand, stattete dem Reichskanzler einen längeren Besuch ab.
der Nation fromme. Nur einer außerordentlichen Willenskraft und einer unermüdlichen Wirksamkeit konnte es I gelingen, nach allen Seiten eine so snichtbringende Tätigkeit zu entfalten. Das Uebcrkommene sei in einer , Weise gebessert worden, wie es niemand habe vorahnen können. Eine solche Fülle von Pflichten, wie sie unsereni Kaiser obliegen, vcrniochtc nur eine Herrscherpersönlich- ' keit zu tragen, die von den h ö ch st e n Auffassungen über den Sinn des irdischen Daseins für den Einzelnen wie für ein Volk beseelt ist. Aus den Ereignissen vor 100 Jahren, entnahm der Kaiser die dringende Mahnung, daß nicht kriegerische Lorbeeren, nicht Wohlstand, Macht mrd Ansehen am letzten Ende das Schick' sal und die Zukuinft eines Volkes sichern, sondern a l - lein die sittlichen Kräfte, die in ihm wohnen. In diesen Worten liegt eine tiefgreifende Erläuterung zu den Beinühungen des Monarchen, allen wertvollen Le- bcnsäußerungen der Nation die Bahn zu ebnen. Sie sollen insgesamt im Dienste zugleich nationaler und sittlicher Ideen stehen und in der Ehrfurcht vor der über allem waltenden Vorsehung wurzeln.
Namens der bayerischen Staatsregierung sagt die „Bayerische Staatszeitun g":
Am 25. Regiemugsjubiläuin, dem auch das Ausland seine sympathische Anteilnahme bezeugte, ist das Bewußtsein der uiüöslichen Zusammengehörigkeit, in dem die deutschen Fürsten und Stämme sich verbunden fühlen, klar und freudig zum Ausdruck gekommen. Der Ernst, mit dem die gesamte öffentliche Meinung sich zu diesem nationalen Empfinden bekannte, bewies auch, daß die auf den Schlachtfeldern der Jabre 70-71 in gemeinsamem, opservollem Ringen erstrebte Eintracht im tiefsten Bewußtsein des deutschen Volkes verankert ist, daß nichts und niemand diese Eintrach, je mit Aussicht auf mehr als einen Eintagserfolg wird stören können. Die feierlichen Worte, in denen Kaiser Wil- l,elni an seinem Iubiläumstag betonte, an den verfassungsmäßigen Grundlage» des Reiches festzuhalten, die Entschiedenheit, mit der er seine Achtung vor den ver- brieslen Rechten der Einzelstaaten bekundete, haben im deutschen Volke freudigen Widerhall gesunden. Deutschland hat sich gewöhnt, im Kaiser den treuen Hort nicht nur unserer nationalen Einigung, sondern auch der verfassungsmäßigen Selbständigkeit der Bundesstaaten zu erblicken.
Politifcbe Rundfcbau
Deutschland.
* Der griechische Ministerpräsident u. Kriegsminister Eleutheros V e n i z e l o s ist, nachdem er aus seiner Rundreise bei den europäischen Regierungen Rvm, Paris und London besucht hatte, am Montag in B e r- l i n eingetrvffen. Vormittags stattete er dem Staats - sekretär des Auswärtigen Amts v. I a g o w einen län-
* Im Reichstag hat der Abg. K e i n a t h (ntl.) in seiner Rede zum Etat des Reichsamts des Innern in eindringlichen Worten auf die schweren Gefahren hingewiesen, die einem wichtigen Gebiet der deutschen Volkswirtschaft, nämlich der gesamten Tabak-, Zigarren- und Zigaretten-Industrie, von dem amerikanischen Tabaktruft drohen. Sehr zeitgemäß kommt da eine zusammenhängende Darstellung der ganzen Trustsrage in ihrer Entstehung, Entwickelung und ihrem jetzigen Stande, die von den „Vereinigten Tabak-Zeitungen", Berlin, unternommen wird. Die Veröffentlichung des gesamten Materials wird zwei eigens zu diesem Zweck erscheinende SondernuNrmern der „Vereinigten Tabak-Zeitungen" in Anspruch nehmen. Die Herausgabe erfolgt in enger Fühlung mit maßgebenden deutschen Jndustriekreisen, Um noch rechtzeitig den Bestrebungen des Trusts, der in Deutschland bereits weiter vorgedrungen ist, als die Oeffentlichkeit ahnt, einen Damm entgegensetzen zu können.
* Eine Besser st ellung der Unter-Offiziere wird bekanntlich dadurch erreicht werden, daß vom 1. April d. Js. ab die Dienstprömie nach 12jäh- riger Dienstzeit von 1000 aus 1500 Mark-erhöht wird und im Falle des Weiterdienens diese Dienstprämie mit 4 Prozent verzinst wird. Um den Wünschen der Unteroffiziere noch weiter entgegenzukommen, wird zurzeit erwogen, ob es möglich sei, diese Dienstprämie in der Höhe von 1000 Mark bereits nach vollendeter gjähriger
> Dienstzeit zu gewähren und den Zivilversorgungsschein in beschränktem Maße bereits nach lOjähriger Dienstzeit zu erteilen.
Türkei.
* Der Konstantinopeler Zeitung „Jeune Turc" zufolge äußerte der Ersultan Abdul Hamid den Wunsch, für die türkische Flotte eine Million PfuNd (gleich 18 Millionen Mark) in vier Raten zu spenden.
Amerika.
* Der amerikanische Senat hat mit 46 ge- | gen 16 Stimmen das Alaska-Eisenbahn-Ge-
s e tz angenommen, durch welches Präsident Wilson er- ! mächtigt wird, den Bau einer tausend Meilen -langen ! Eisenbahn in Angriff' nehmen zu lassen. Die Kosten sol- ! len den Betrag von 160 Millionen Mark nicht über- | schreiten. Bisher befinden sich alle Bahnen in den Ver- ; einigten Staaten in den Händen großer Gesellschaften.
Xus Stadt und Land.
* KornblUmentag der „Hasst a". Das j Großh. Ministerium des Innern hat dem Landesver- ! band der militärischen Vereine im Großherzogtum Hes- ! sen gestattet, im Juni d. Js. zum Besten des Unter- j stützuUgsfonds für bedürftige Kriegsveteranen einen ! Kornblumentag abzuhallen. Mit der Durchführung sollen die lokalen militärischen Vereine beauftragt werden.
n Gießen, 25. Jan. Der hiesige Krieger- > verein feierte gestern Kaisers Geburtstag und sein 40jähriges Bestehen in Steins Garten. Der ' Saal war dicht besetzt, das Offizierskorps und d,e obersten Zimlbehörden waren durch ihre ersten Repräfentan- i
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Telephon Nr. 362. 26 JahNl.
tcn vertreten. Der Gesangverein „Liederkranz^ leitete die I Feier durch das eindrucksvolle Lied „LanderkennUug" ! ein. der Vereinsvorsitzende Staatsanwalt T r ü m p e r t begrüßte namens des Vereins die so außerordentlich zahlreich erschienenen Festgäste und brachte das Hoch auf den Kaiser aus, in das die Anwesenden begeistert ein- stimmtcn. Oberlehrer Schmoll hielt die Festrede, die treffend und echt vaterländisch war. Provinzialdirektor Eeheimrat Dr. 1l s i n g e r zollte dem Kriegervereinswesen und dessen Vorkämpfern Worte der Anerkennung und überreichte im Auftrag des Großherzogs dem Mitbegründer des Kriegervcrcins und früheren langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden desselben. Herrn Postsekretär a. D. Carl Meyer die Krone zum Ritterkreuz Philipps des Großmütigen. Den vier noch lebenden Gründern, Kommerzienrat E m m e- l i u s. Privatier I. Baiser, Postsckrctär a. D. Carl Meyer und Kaufmann Wallach wurden Auszeichnungen und den Kameraden Kaufmann Aug. G a - b r i e l, Kcknrad Graulich, Mehgermeister H e ß l e r, Wcinhändler Schwan, Mehgermeister TrinkaUs und Schreinermeister V o l l m ö l l e r für 25jährige treue Mitgliedschaft das dafür bestimmte Ehrendiplom durch den 1. Vorsitzenden mit einer Ansprache überreicht. Post- sekretär a. D. M e y e r dankte im Aufträge der anderen Mitglieder, welche Auszeichnungen erhalten halten und ermahnte alle Kameraden dem Kriegervereinswesen treu zu bleiben. Nach mehreren Gesängen des Gesangvereins „Liederkranz", einer Gratnlationsansprache des Rechtsanwalts Kaufmann im Namen der anderen Haffia- Vereiue Gießens (der 116er Verein ließ auch einen Fahnennagel überreichen) nud den munteren Musikstücken der Regimentskapelle wurde das Theaterstück „Einer von der alten Garde" gespielt. Man muß den Darstellern (alles Vereinsmitgliedcr oder Angehörige von solchen) für ihr flottes und geschicktes Auftreten nur Anerkennung habcnf und der Fest- und Vereinsieitung Dank zollen für eine so abwechselungsreiche und famose Abwickelung des ganzen Festes. Ein Bail hielt die Fcstteilnehmer bis zur frühen Morgenstunde beisammen. Der Krieger- vcrein Gießen kann sich aber sagen, daß er sein 40jäh- riges Stiftungsfest würdig gefeiert hat und darf getrost seinem goldenen Jubiläum entgegenoehen.
n Gießen, 26. Jan. Sonntag vormittag brannte in der Bleichstraße der Dachstuhl des Oppenhcimerschen Wohnhauses; er wurde vollständig zerstört. Die Habe der Dienstmädchen im Hause wurde vernichtet. Sie konnten, da auch das Treppenhaus in Brand geraten war, kaum das nackte Leben retten.
n. Gießen. Im Interesse möglichst frühzeittger
Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren AukbaU der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechcknschlüffe spätestens bis zum 5. März den Kaiserlichen Telegraphenanstalten vorliegen. Verspätet angemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur init Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne rc.) herzustellen siUd, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann aUsgesührt, wenn die Antragsteller zu den entziehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mark leisten, oder wenn diese Mehrkosten den Betrag von 30 Mark übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag erstatten.
o AUS dem Vogelsberg. Bei Frischborn stürzte einer der Tannenzapsenbrecher, die gegenwärtig
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