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bin anderes Urteil.
Nus Kristiania meidet Wolfs: In der norwegischen Zelt- hrlft Ukens Ncvy schreibt der bekannte norwegische Schrift. Zeller Nolf Hjort Schorven unter der Ueberschrift „Das moralische Urteil" u. a:
Die englisä>e Presse erblicke fn der Auslieferung der deutschen Flotte das moralische Urteil der Welt über Deutschlands Bestrebungen als Weltmacht. Den Gegner als morallsch minderwertig hinzustellen, ihn en cannille zu behandeln, sei der häßlichste Zug der englischen Mißgunst. anstatt ihn als den verlierenden Teil in einem Interessenkonflikt zu betrachten, wie sie die Wlt schon vielfach gesehen und noch viele sehen werde. Tie. selbe Neigung bestimme Englands Forderungen auf Auslieie- rnng Kaiser Wilhelms und ferne Verurteilung. England führe keine Kriege, sondern strafe nur seine Gegner. Im Namen der Moral mache es Anspruch darauf, die Rolle der Weltpolizei zu spielen, was sich unleugbar als sehr einbriugend erwiesen habe. Je heftiger der Widerstand gegen diese englische Weltpolizei sei, desto strenger falle bekanntlich die Strafe aus Deshalb fei die Jungfrau von Orleans verbrannt und Napoleon deportiert worden uub nun solle auch Kaiser Wilhelm im Namen der gekrankten Morn! geopfert werden Wer Krieg gegen Airion führe, sei kein ebenbürtiger Gegner, sondern ein Missetäter der verurteilt, bestraft nnd gebraudmarkt werden müsse. Vier Jahre lang sei das rechtbenkepds englische Volksgewissen eifrig drmit beschäftigt gerr-esen, den Kaffer in die Hove zu schicken: fetzt schlage man die Teufelsinse! vor. ein (Eebcrnfe. der nickt schlecht sei wenn man bedenke, daß ein Ort gewählt sei, der daran erinnert, daß es auch moralische Justizmorde gebe.
fcftktdit m k?t ^§mtee!en!im!'
$jct f :n, 13. Dez. _ In der elften Stunde trafen f)'V'c an der Siegessäule von allen Nietungen her Züge feiernder Arbeiter der Deutschen Waffen- und .Munitionsfabrik ein. Der Zug bewegte sich zum Ab- qeordnetcnhans. Hier hielt Liebknecht, auf den, Gesims über dem prosten Eingang stehend, eine Ansprache, in der er A. a. erllärte, daß die Arbeiter- uno Soldaten- räke allein die Macht haben müssten. Die Ralional- rersa;n'.nlunss wo vte Verqewalligunq der Aioeiter- klasse und die Riedckrwerftmg der Revolution, Fort mit Ebert uns Scheidemann! Er verlangte die Entwaffnung aller Geo.enrevolrttionäre, vor allem a. er £1fh ere und Soldaten und die Lewaffnung der Ar- Lcileimaffen. außerdem die Aushebung der Kommando- gewalt. Die Reichskonserenz der A.- und S.-Räte habe sich zu entscherken, ob sie d'.e Front für oder geoen die Revolution nehmen wolle. Wer die NaLionalr-erSammlung beschließe, wolle die Vergewaltigung der Arbcüer- nia^e.. Während der Rede rroch hatte sich eine Abordnung in das Abgeordnetenhaus begeben, um dem Zen- tialrat d:e Forderung der Verfamnrlung zu überreichen. 9iach geraumer Zen erschien em Riitglied der Abgeordneten und teilte über den Erfolg seiner Sendung folgendes mit: Man habe beim Zenlralrat im Rainen von mindestens 250000 Berliner Arbeitern verlangt, Deutschland solle eine einheitliche sozialistische Republik werden. Dieser Punkt sei vom Zentralrat einstimmig angenommen worden. ,!) Weiter habe man die sofortige Beseitigung der Regierung Ebert-Scheidemann verlangt. Der größere Teil des Rates sei auch mit dieser Forderung einverstanden (?), während eine gewisse Minderheit heftig widerstrebe.
Der „Vorwärts" schreibt dazu:
„Das Organ des Spartakusbundes überraschte heute Morgen die Oefsentttchkett mit folgender Ankündigung: „Heute. Montag, große Massendemonstration! Arbeiter, Senog en Berlins! Heraus aus den Betrieben. Es gilt.
den Zentralrat der SL* und S.-Räte ganz Deutschlands würdig zu begrüßen.- 2n der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik folgten von 5000 Arbeitern 150 Mann der Parole. In einzelnen Abteilungen wurden die Arbeiter mit oorpehaltenem Revolver aus den Betrieben herausgeholt. Wie lanae will sich die Arbeiterschaft noch den Terror solcher Raufbolde gefallen lassen?"
DikRerWMrknz da ^.rbr lirr» n. Solt)atf nrätf
wurde Montag früh im Saale des alten preußischen Abgeordnetenhauses eröffnet. Unter den Delegierten bemerkte man sehr viele Soldaten, die ihre Abzeichen und ihre Auszeichnungen trugen, auch eine Anzahl Offiziere. Ter Vorsitzende des Kölner Soldatenrates, Richard Müller, eroffnete die Tagung. 2m Namen der Votks- beaufrraglen begrüßte Ebert die Tagung. Er pries die Republik der Freiheit und führte u. a. aus: „Das siegreiche Proletariat errichtet keine Klassenherrschaft. Es bcsei.igt zunächst die politische und dann die wirtschaftlich^ alte Klassenherrschaft und stellt die Giess' heit a' er. die Menschenantlitz tragen, her. Das ist das große Ideal, das ist der große ideale Gedanke der Demokratie. (Lebhafte Zustimmung.) Wer sich restlos auf diesen Boden stellt, der ist Ein vollgültiges Mitglied der Familie der freien D.mokraie. Freie Demokratie und Na ionalversammlung, endgültige Beseitigung der Wiükürberrichast und Selüstregierung des ganzen Voltes, das muß unsere Hauptso ge sein. Die Demokratie ist der Fett', aus den allein die Arbeiterklasse die Zukunft des deutschen Volkes stellen kann. (Lebhafte Zustimmung.) Arbeiter und Soldaten! Errichtet hier ein großes Werk der Freiheit und Demoiratie uns der deutschen- Volksrepublik, dann können wir trotz aller Gefahren einer glücklichen Zukunft entgegengehen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Richard Müller besprach eingehend die
F nanzwirLsisaft des Vollzugsrates rrnd sucht den Vorwurf der Verschwendung zu widerlegen. Er wendet sich gegen die Angriffe des Reichss.hLtzsekre- lärs Schiffer auf die Arbeiter- und Soldptenräte. (Zuruf: Absetzen!) Gerade die Räte waren es. die der Verfchwerrdung entgegen"!earbei1et haben. Obwohl das Reichsschatzamt und der Rat der Bolksbeauftraglen dem Vollzugsrnt noch keinen Pfennig überwiesen h den, setzt die bürgerliche Presse den Schwindel fort. Aus 800 Millionen sind jetzt sogar 1800 Millionen gewor- den. Insgesamt baden wir bisher 450 000 Mark aus- gegeben. (Hört. Hört!) Wir laben se^r sparsam ae- wirtlchaftet. Er beklagt sich dann gegen die Mehrheits- sozialiften, - die insgeheim gegen die Erfolge der Revolution a beiteten. Wir haben, so sagte er. die Enl- wosfni'.ng der Fronttruppen verlangt, damit diesen zum Teil politisch unerfahrenen Leuten . . . (Großer Lirm und heftiger Widerspruch.) Wir haben für gründlich Aufklärung gesorgt, aber es gab .Frontsoldaten, die noch unter dem Einfluß ihrer Offiziere standen. Ansere Forderung der Entwaffnung wurde nicht erfüllt.
Maynz vom Vo izv.gsral erstattet den Ka zenbericht. Er teilte u. a. mit, daß ein Fonds von 450 000 Francs für 519043 Mark verkauft wurde. (Zuruf: 3I3o stammt das Geld her?) Es wurde uns von einem gewitzen Em ch überwiesen. (Zuruf: Wer ist das?) Darüber kann rch keine Auskunft geben. (Hört! Hört!) Ferner wurden bei Oberleutnant Waltz und der Eollin Roß mehrere Beträge beschlagnahmt. Einige kleinere Beträge gingen im Laufe der Zeit e n. Ausgegeben wurden für die Diäten an Vollzrrgsratsmitgliedern 28800 Mark, für Gehälter der Angestellten bis 15. Dezember 414178 Ml.
(Hört! Hört!) Dis Gesamtausgaben bis Mttte De^ betragen 613 96145 M. Vorbanden sind noch 36 600 M.
Die Debatte blieb nicht auf der Höhe, was dem Delegierten Limbertz aus Essen Veranlassung gab nt :<neu. Uns in der Prov^steht der Berliner Vollzugsrat bis zum Halse. (Sehr ricbtigl) Den Beweis, daß er organisieren kann, hat der Vollzugsrat bis jetzt nicht erbracht. Das geschieht auch nicht dadurll, daß er uns für dieser Kongreß Materialien bis zum 25. Dezember aushändial Wir wollen in zwei Tagen fertig sein, denn um, brennt der Boden unter den Füßen. (Sehr richtigir Auch die 50 Mark TagesLiiiten können uns nicht locken Wir weisen diese Zumnnmg mit Entrüstung zurück. Wir müssen uns gegen die Berliner Mißwirtschaft wenden. Als ein Antrag Liebrns.hr und dm Rosa Luxemburg zu den Verha»dlÄnsen zuzulaTm abgelehnt wurde, gab' es heftigen Auftritt.
Vor orm ASp-orsMLerryasje.
In olge einer v?n Lieblnecht ausgegebenen Parole setzten sich pro'e Massen unter. Vorantra ^ung DL.'. Fahnen und Plakaten, auf denen die Uebertragung der gesmn en Macht an die Arbeiter- nnd Soldatsnräte, die Beseitigung des Rotes der Volksbsau'tragten, die Bildung einer Roten Garde, die Bewaffnung des Proletariats usw. gefordert wird, zum Abgeordnetenhaus in Bewegung. Liebknecht hielt eine Rede,
Worten schloß: Wer d>.c RationalverssMmlung beschließe die Vergewaltigung der Arbette-lttr Lionaloeriammlung bedeute die Entrechtung des arbeitenden Volkes, die Niederwerfung der Revossriron. Vorder russischen Botschaft sprach er'uoch einmal; „Hier ist der Platz, wo die rujüschen Abgeordneten, unsere rus k- schen Brüder, mit Polizeigewalt hinaus gejagt worden sind. Vis zum heutigen Tage sind die russischen Vertreter nicht zurückgekehrt, trotz der offenen Arme, rnss denen das deutsche Proletariat sie wieder avszurrehmen wünscht. Wir sorden, daß sofort die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der deutschen Republik und der russischen Sowjetregierung wieder ausgenommen werden. Wir fordern weiter, daß die russischen Freunde so'orteingeladen werden zur RäLekonserenz. Die russische Republik, unsere rrisfischen Fremnve, sie leben ho hl"
Der Zug setzte sich dann nach dem Friedhof in Bewegung, wo ein Herr Leoi an den Gräbern der Märzgefallenen eine Ansprache hielt, die mit den Worten schloß:
Wir geben uns keinen Illusionen hin. haben wir doch soeben gehört, daß Liebknecht und Rosa Luxemburg von der Beratung im Kongreß ausgeschlossen wurden. (Pfuirufe.) Viele hängen noch an den Verrätern unserer Sache, an Ebert und Scheidemann. (Ruse: Nieder mit ihnen!) Das deutsche Proletariat muß sich klar werden bis in die Letzte Hütte, was eigentlich seine Pflicht ist, und was die Stunde von ihm verlangt. Wir ru en den Räten zu: Genug mit
dem Treiben des Kapitalismus, kein weiteres Paktieren nlit ihm. Die Arbeiter sind die größte Macht. Es kann sein, daß die Räte beschließen, daß die Ratisnal- versammiung einberusen werde. Sache des Proletariats wird es dann sein, sich dagegen zu rüsten. Wir sind ferttg geworden mit Fürsten und Potentaten, mit dem Reichstag und anderen Mächten, wir werden auch die Rationalverfammlung überwinden." (Anhaltender Beifall.)
Berlin, 16. Dez. (WB.) Spartakus-Jugend:
Dreizehn- bis siebzehnjährige Mädchen und Jungen zogen lärmend unter Hochrufen aus Liebknecht und Rosa Luxemburg nach dem Abgeordnetenhaus. Sie sordettrn Sechsstundenaroeit für Jugendliche unter 16 Jahren,
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Siürrun dch Helene S £fc fi i f t), peb. von g-ersdcrfs. (Copyright 1915 by C. Äckermana-Ltittl. 1 «l.)
RachdrvcL verboten.
WehrscheinliH handelt es sich «m irgend einen Auftrag der Königin, vielleicht wieder um irgend eine Hoffestlichkeit.
Um die angegebene Zeit, nachmittags 5 Uhr. begab er sich ins Schloß und wurde von der Ecafi« aufs freundlichste begrüßt.
In ihrem behaglichen, hohen, altmodischen Boudoir waren alle Portieren und Vorhänge zugrzogen, auch die in das anstoßende Zimmer, das sonst meistens offen zu stehen pflegte. Die Gasflammen verbreiteten ein angenehmes Licht, im ^Kamin praüelte ein luftiqes Holzfeuer und auf dem kleinen Tisch brodelte ein Spintuslämpchen unter dem Teekessel.
..Nun wollen wir es uns mal ganz gemütlich machen und ungestört plaudern", sagte die alte Dame und lud Neinhold ein. sich zu ihr an den Teelisch zu setzen, wahrend sie selbst das aromatisch- Getränk in die kleinen zierlichen Meißner Porzel. lanlaßchen ein;chenkte. „Ich habe S'e ja schon eine wahre Ewigkeit mchr mehr gesehen, Eermshöffck>en. habe förmliche Sehnsucht nach Ihnen gehabt!"
„Er 7 ^lle?rz sind zu gütig!" erwiderte Reinhckd.. „Darf ich fragen, womit ich Ihnen dienen kann? Welchem Umstand ich die Ehre verdanke, herbefohlen zu sein?"
„So. so", lacht die alte Hofdame, „meine Sehnsucht genüg; Ihnen augenscheinlich nicht? Ja. wenn ich 30-40 Jahre jünger tDäre. dann würde der junge Herr nicket nach anderen Gründen suchen. MN dein meine Sehnsucht allein gern gelten lassen, wie?"
Nun mußte Reinhold auch lachen, trotz seiner trüben Stimmung.
„Nein. Exzellenz gestatten, ich fühl« mich von Ihrer S sucht, wenn sie echt ist. viel mehr beglückt, als wenn sie von einem jungen Wesen entgegengebracht würde."
„Schmeichler!" erwiderte die Gräfin, ihn mit ihrer Hi °uf die Hand schlagend „Aber so ganz . rchlieHttch bringen Sie doch nicht dem Alter Ihre Huldigur «rr. denn die tou7w erräblt ganz andere Dinae von dem lckü
Leutnant von Germshoffsetzte sie hinzu, lhn pfiffig mit ihren kleinen klugen Augen anblitzelnd.
Also da wollte sie hiMvs? Neugier! Sie hatte jedenfalls auch von dem allgemelnen-Stadtklcrtsch gehört und wollte wissen, was tan war. Am liebsten wäre er ohne Antwort aufgestanden, um sich zu verabschieden, so'sehr widerstrebte ilpn dies Ver- hör über feine intimsten Herzensangelegenheiten. Aber dann fiel ihm ein, wie wahrhaft gütig das alle Fräalein stets zu ihm gewesen war und wie sich ihm hier Gelegenheit bot, etwa auch bis hierher gedrungene falsche Gerüchlr über Hill-e der Wahrheit gemäß klarzustellen.
„Darf ich Ew. Exzellenz bitten, sich noch ein rvenrg deutlicher auHzudrücken?" erwiderte er dal)er, sich fassend.
„Ja. lieber Freund, das will ich mit Dernnüsen tun", versetzte die Gräfin. „Es ist mir nämlich um eine richtige, auf. richtige Beichte zu tun. die Sie Ihrer alten mütterlichen Freundin hoffentlich nicht verjagen werden."
„Gnädigste Gräfin, ich- bin mir, offen gestanden, keines Vergehens bewußt, bas eine Perchte erfc rderk". antworteLe Nt inhold. doch bin ich sehr gern berrtt. Ihnen alles mitzuteilen. was Sie etwa zu wissen wünschen, und fühle mich sehr geehrt, durch Ihre Teilnahme an meinin Angelegenheiten."
„Nun denn, Germshöffchen, so sagen Sie mir ehrlich, was zwischen Ihnen und der schönen Mlllionenprinzessin, Fräulein Anlelmann geschehen ist? Die ganze Stadt ist ja voll von den tollsten, obenteurrlichstcn Gerüchten, die, wie Sie sehen, sogar bis zu uns in's Schloß gedrungen sind Nun. und da wir Sie immer besonders bevorzugt und in die Nähe ta allerhöchsten Personen gezogen haben, so kann es uns nicht gleichgültig jeiu. was von Ihnen gejprcchen wird."
Das Gesicht der Gräfin das nicht schön, aber meistens von einem sonnigen Humor mit eiirer Beimischung von gutmüttz spöttelnder Ironie verklärt war. war ganz ernst geworden und ihre Augen richteten sich unwillkürl'ch auf die in das Neben, zrmmer führende Portiere, die sich leise zu bewegen schien.
„Was zwtfck>en uns geschehen ist, gnädigste Gräfin^" erwiderte Neinhold, jetzt vollkommen ruhig und entschlossen. „Nun, da» ist ganz einfach «ch natürlich: Fräulein Anlelmann und
ich ttafen uns häufig im Haust des Kommerzrenraks Aniel« mann, ihres Onkels, wir lernten uns lieben und verlobten v".s zunächst heimlich, doch mit Bewilligung ihrer Verwandten, mik einander."
„Nun, das ist allerdings nicht nur einfach und natürlich, sondern auch sehr erwünscht", sagte die Palastdame beifällig, „konnte nlir gar nichts Passenderes denken, als diese Part'e! Kann Ihnen sogar im Vertrauen verraten, daß Ihre M-aj.sstäi, die Ihnen ja sehr redt* will, sich van vornherein, als sie 2as reizende Mädchen lei dem Hoffest sah, für das Z«standeksm». men dieser Partie sehr rnteressicrt hat. „Das wäre etwas für unfern Eermkhsffss bemerkte sie öfters.
„Ihre Majestät war auch eigentlich die positive Derarttasi sunch daß wir uns näher traün", erwiderte Neinhold uncmT. kürlich.
„Ja, wie denn das? nodurch ? ich bitte Sie. das ist wirklich originell rief tie Gräfin lebhaft, während die Portiere noch stärker bebte.
„Erinnern sich Erz^-llenz der Polonaist beim letzten Gatten- Hoffest? Wie Sie mir den Befehl Ihrer Majestät ausspracheTi, mit Fraulein Anlelmann den Eröffnungstanz cnrszuführen?"
Gräfin Vlessen nicktc mehrmals mit dem Kopfe. ‘
„Freilich, freilich* Nun. und was weiter?" rief sie auf's Neuß erste gespannt.
„Nun, das war der erste Mal, daß ich mich mtt Fräule'm Antelmann eingehender unterhielt, und da wrr es um mich ge^ fchehen", erzählte Reinho'.d. „Denn rigmtlrch wollte ich mich aus Prinzip gairz fern von ihr halten."
Und nun berichtete er ausführlich die ganze Entstehungsgeschichte seiner Liebe, ihren Lauf uird ihr trostiosts Ende. Mit. oielan beredten Worten schilderte er alles, was er und Hilde erlebt und gelitten hatten; bejonders bei Hilde's mutigem klugem Handeln, ihrem ernsten, gewissenhifften Denken und Fühlen verweilte er lange und eingehend. Es war ihm stlllft eine Befriedigung, eine Erleichterung, sich vor einer mitfühle'rta- Zuhörerin altes von der Seele reden zu können,
Fertfetzun^ tolgt.
G-


