Ausgabe 
2.1.1918
 
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Mittwochs Sen S. Jännar 191^

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ii neuen Tuten und fl;

GelättLegeminn bei Marcoing. 44000 Tonnen versenkt.Eine Friede,isknndgrlrnng in Peters nrq.

Zts KÜsttS MlljchSMÄ.

An das deutsche Heer und die deutsche Marine!

Ein Jahr schwerer, bedeutungsvoller Kämpfe ist zn Ende gegangen.

Gewaltige Schlachten, die vom Frühjahr bis zum Herbst auf belgischer und französischer Erde tobten, sind zugunsten Eurer ruhmreichen Waffen entschieden. Zm Osten brachte der Angriffs­geist unseres Heeres durch wuchtige Schläge große Erfolge. Jetzt ruhen dort die Waffen. Glänzende Siege, vernichteten in weni­gen Tagen jahrelange Angriffsrüstungen der Italiener.

' Im Zusammenwirken mit der Armee hat Meine Flotte aufs neue bei kühnen Unternehmungen ihre Tatkraft bewiesen. Un­beirrt leisten die Unterseeboote ihre schwere, wirkungsvolle ( Arbeit.

Soll Stolz und Bewunderung blicken wir auf die helden­mütige Schar unserer Schutztruppe.

So hat dag deutsche Volk in Akrffen überall, zu Lande und zn Wasser, Gewaltiges errungen.

2^rer noch hoffen unsere Feinde mit Hilfe neuer Dundes- ' genossen Euch zu schlagen und dann für immer Deutschlands in harter Arbeit erkämpfte Wsltstellung zu zertrümmern. Es w^rd ihnen nicht gelingen! Zm Vertrauen auf unsere gerechte Sache und unsere Kraft sehen wir mit fester Zuversicht und stählernem Willen aus das Jahr 1918.

Darum vorwärts mit Gott zu neuen Taten und zu neuen Siegen!

Großes Hauptquartier, den 31. Dezember 1917.

gez. Wilhelm I. R.

Per deutsche Generaistab - meldet:

M. T. S. Großes Kattptqrravtiee, dorr 31. Dezember. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Unter starkem Feuerschutz stießen englische Abteilungen nord- lich von der Bahn VoesingheStaden vor. Unsere Trichter- besatzung warf sie zurück und machte einige Gefangene. Bei Beselaere steigerte der Feind tagsüber fein Artilleriefeuer.

Heftige Minenkämpfe bei Hulluch und Lens. Südlich von i Graincourt wurde ein feindlicher Vorstoß im Nahkampf abge­wiesen.

Durch sorgfältig vorbereiteten Angriff setzten sich Sturm­iruppen hannoverischer, oldenburgischer ^und braunschweigischer Verbände südlich von Marcoing in den Besitz der vorderen eng­lischen Gräben. Rheinische Bataillone stürmten nördlich von La Vacquerie 'Teile der englischen Stellung. In mehrfachen verlustreichen Gegenstößen konnte der Feind verlorenes Ge­lände teilweise zurückgewinnen. An Gefangenen wurden 10 Offiziere und 365 Mann eingebracht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

( Auf dem östlichen Maasufer beiderseits von Ornes erhöhte Artillerietätigkeit.

r Heeresgruppe Herzog A l b r e ch t.

Zn Erkundungsgefechten auf den Maashöhen wurden einige Franzosen gefangen. Auf dem Westufer der Mosel war das Feuer gesteigert.

Oestlrcher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Lebhafte Artillerietätigkeit zwischen Wardar und Doiran-

. Cee.

Italienische Front.

Heftige Artillerie- und Minenkämpfe dauerten tagsüber am Tombarücken an. Am Nachmittage griff französische Znsante- i kie an und drang in Teile der Tombastellung ein.

Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff.

*

Akrendberichl.

Berlin, 31. Dez. (WTB. Amtlich.) Zm Westen verliefen ( Grabenkämpse südlich von Marcoing für uns erfolgreich.

Am Monte Tomba hielt tagsüber gesteigerte Feuertätig-

.keit an. - ,

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p. T. B. Großes AairptquarUer. den 1. Januar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Am Houthoulster Wald und bei Pasfchendaele war das Artilleriefeuer vorübergehend gesteigert Gin starker englischer Erkundungsvorstoß südöstlich von Monchy scheiterte.

Südlich von Marcoing wurde in kleineren Kämpfen der Geländegewinn vom 30. erweitert. Die Gefangenenzahl hat sich um einige Offiziere und 70 Mann erhöht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

und Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nördlich von Fresnoy und beiderseits von Ornes, sowie nördlich und östlich von St. Mihiel war die Artillerietätigkeit zeitweilig lebhaft.

Ocstlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Keine besonderen Ereignisie.

Italienische Front.

Zm Tomba - Gebiet dauerten tagsüber heftige Feuer­kämpfe an.

Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin, 1. Jan. abends. (WTB. Amtlich.) Bon'den Kriegs­schauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Gcueralstab I! = meldet:

B>ien, 31. Dez. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Waffenstillstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Nach heftiger Artillerie- und Minenwerfervorbereitung ging- gestern nachmittag französische Infanterie gegen unsere Stellungen am Tomba vor. Nach schwerem Kampfe gelang es dem Gegner, an einigen Stellen in unsere Gräben einzudringen. Gegenmaßnahmen sind im Gange. An den übrigen Frontab­schnitten vielfach rege ArLillerietätigkeit.

Der Ehef des Generalstabcs.

Wien, 1. Jan. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Ocstlicher Kri-gsschauplag

Waffenstillstand.

Ztalienischcr Kriegsschauplatz.

Auf der Hochfläche von Asiago und im Gebiet des Monte Tomba herrschte tagsüber heftige Feuertätigketi.

Der Chef des Generalstabes.

Der. bulgarische Grncralstnk !!

meldet:--

Sofia, 30 Dez. (WTB.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See vertrieben wir Mehrere starke feindliche Erkundungoabteilungen. An der Cervena Stena, an mehreren Stellen im Cernabögen und zwischen Wardar und DoirawSee mar das Artilleriefeuer im Vorfelde ein wenig lebhaft. Zm StrUma-Tale die gewohnte Artillerietätigkeit.

Dobrudfcha-Front: Waffenstillstand.

Sofia, 31. Dez. (WTB.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: An der Tschervena Stena und bei Erstin lebhaft^ Tätigkeit unserer Artillerie. Mehrere erfolg­reiche Feuerüberfälle auf feindliche Bewegungen nordwestlich von Bitolia. Unsere Angriffsabteilungen drangen in die feind­lichen Gräben ein und kehrten mit Beute zurück. Südwestlich von Doiran verstärkte sich die Artillerietätigkeit auf kurze Dauer. Südwestlich oon Dolni Porci wurde eine englische Znsanterie- abteilung, die an unsere Posten heranzukommen suchte, vertrie­ben und zog sich in Unordnung zurück, indem sie verschiedenes Feldgerät in unserer Hand ließ. - v v v* y

Dobrudfcha-Front: Waffenstillstand. I

Das türkische Hauptquartier jj - meidet: -- 11

Konstantincpel. 30. De;. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht.

Palästinafront: Bor unserem KüstenaLschnitt setzt der Feind seine Schanzarbeiten fort. Feindliche Vorstöße bei Zbst und gegen di- Höhe 811 wurden abgewiesen, ebenso ein ' Angriff überlegener Kräfte auf unsere Stellungen bei Elbipe. Sonst keine Ereignisse.

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Englischer Bericht aus Palästina vom 31. Dezember.

Gestern besetzten unsere Truppen Boitin (Bethel, zwei Meclen nordöstlich Birkh), E, Balua (1 Meile nördlich Bireh an^ der Straße nach Nablus), Kah el Buri (etwa 1 Meile westlich El Balua, Jcmina und Raukerker (6 bezw. 7 Meilen nordwestlich Bireh). Im Küstenabschnitt erreichte eine Pa- trouille Kaleh (12 Mei en östlich Jaffa), sie fand dort ein feindliches Artillerie-Munitionslager und zerstörte es. Neuerliche Berichte melden, daß die Unternehmungen vbm 28V29. Dez. zu einer ernstlichen Niederlage des Feindes ge­führt haben. Es hat den Anschein, dast am 27. mit deutscher Unterstützung ein entschlossener Versuch gemacht wurde, Jerusalem wieder zu nehmen. Der Angriff wurde mit Wucht geführt und dauerte vom 26. bis zum 27., 26 Stunden lang an. General Allenby richtete zeitig einen Gegenangriff gegen den west ichen Flügel der türkischen Angriffstruppen. Arn 27. schritt dieser Angriff 2 % Meilen vorwärts trotz aller SchlEr igkeiten ^des Geländes. Tie Engländer rückten an der Straße nach Nablus nach Norden, und Truppen zu ihrer Linken rückten nach Osten vor: sie trieben den Feind vor sich her. Am Morgen des 29. sicherte General Allenby die Linie BnrkahRüsel, TahnnichRam, Allah el TirahWadi el Kelb. So ist das Ergebnis des türkischen Angriffs der Wie- dererobernng Jerufalems, daß wir in nordwestlicher Rich- tung 4 Meilen Boden gewannen und setzt wieder eine starke S 'llung zwischen dem Feinde und Jerusalem an Stelle, der alten haben. Die- Türken erlitten schwere Verluste an Totey und Verwundeten. Tie Toten allein werden auf 1000 geschätzt. Bisher wurden 600 Gefangene und 20 Ma­schinengewehre gezählt.

44000 Tonnen versenkt.

Berlin, 30. Dez. (WB. Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England 19 000 Bruttoregistertonnen vernichtet. Drei Dampfer wurden im Aermelkanal trotz stärkster feindlicher Gegenwirkung inner­halb vier Stränden von einem U-Boot versenkt, darunter der englische DampferAlice Marie" (2210 Tonnen) mit Kohlen'adnng von Newcastle nach Rochefort. Unter den übrigem versenkten Schiffen befanden sich der englische Seg-' lerBritannic" auf der Fahrt von Granville. nach Fewey und ein großer englischer bewaffneter, tief beladener Dampfer.

Ter Chef des Admirälstabs der Marine.

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Berlin, 31. Dez. (WB Amtlich.) Neue U-Bootserfolgv in der Biscaye, im englischen Kana' und der irischen See: 25 000 Br.-Neg.-To. Unter den verfenkten Schiffen befand sich die französisch fcfym bewaffnete BarkChili" (1318 T.) mit Sa'peter für Frankreich, , sowie ein englischer, mit mehreren Geschützen mittleren Kalibers bewaffneter Damp­fer, anscheinend ein Hilfskreuzer vom Aussehen und Größe, desCorsiman", der unter einer Kesselexplosiön sofort unter- ging. Zwei tief beladene größere Dampfer wurden aus ge­sicherten Geleitzügen herausgeschossen.

Der Chef des Admiratstabs der Marine.

Unsere Dezemderdente.

Berlin, 31. Dez. Im Monat Dezember machten wir über 44 000 Gefangene, erbeuteten 243 Geschütze. 981 Maschinen-^ gewehre und 85 Minenwerfer und eroberten 164 Quadrat­kilometer Bodens in Europa. Die Beutezahl des gestrigen Vorstoßes bei Cambrai ist in diese Zahlen nicht c ungerechnet. Demgegenüber betragen bei unseren Feinden die Zahlen wie folgt: 1027 Gefangene. 2 Geschütze,'28 Maschinenge­

wehre und in Europa kern Golündegewmu. v v v * %