Trbeirer or> t?rm Levensnerv verletzen. Diese PropaMEr mutz bekämpft werden und es mutz den Arbeitern die volle Wahrheit über die wirtschaftlichen Schwierigkeit«! des Reiches mutig vorgetragen werden."
Die beachtenswerten Ausführungen schließen:
„Die Not ist so groß, die Gefahr so ernst, daß sie alle Bedenken und Einwände zum Schweigen bringen. Selbstdisziplin vnd klare Erkenntnis dessen, was ihnen als Einzelperson wie der Gesamtheit allein zu dauerndem Nutzen dienen kann, müssen ven^Arbeftern den Weg zeigen, der zur Wiederbelebung' unserer xn Tode ermatteten Wirtschaft und damit zur Rettung des aan- Len Volkes führt."
^.n bürgerlichen Kreisen hat man das alles ein-gesehen und die Mehrheitssozialdemokraten können sich gewiß nicht darüber beklagen, daß ihnen von dieser Seite Schwierigkeiten gemacht rverden. Im Gegenteil, wo es gilt, die Ordnung auftecht zu erhalten und wo bestrebt wird, unser Vaterland wieder besseren Zeiten entgegenzuführen. da sind sie unserer Mitwirkung sicher. Auch wir wollen den Volks st aal, aber keinen sozialistischen ^und alle Declamatronen der Sozialdemokraten beweisen nur, daß entgegen allen früheren Behauptungen das deutsche Volk für den Sozialismus nicht reif ist.
Das große Lernen der Sozialdemokraten beginnt aber auch auf anderem Gebiete. Früher war ihnen der konseroativ-preu. tzische Londrat das Urbild eines Volksbedrückers und Freihett- feindes. Heute müssen wir im „Vorwärts" lesen:
„Sicher aber ist. daß Deutschland, so lange es besteht, Wahlen wie die der letzten Woche noch nicht erlebt hat. Gegen die Schiebungen und Mogeleien, die der Spartakusbund dabei verübt, sind alle früheren Streiche ostelbischer Landräte das reine Kinderspiel. Auf unseren Schreibtischen Haufen sich die Proteste gegen angebliche Wahlen, die den Namen von Wahlen über. Haupt nicht mehr verdienen. Ueberall geht die Spartakus-Taktik dahin, ein möglichst großes Tohuwabohu zu erzielen und dann die Wähler mit einem Kandidaten, den sie gar nicht kennen und den sie. kennten sie ihn. entschieden ablehnen würden, zu über, mrmpeln. So kommen manche „Wahlen" zustande, wie sie selbst
tri einem Kegelklub nicht mSgNH wären und über &t* jeber et» fahren« Praktiker der Arbeiterbewegung einfach die Hände über dem Kopf zusammenschlagen muß."
Auch diese Ausführungen verdienen festgehalten zu werden; sie beweisen, daß die Sozialdemokraten auch einsehen lernen, daß Freiheit ohne Schranken zur Freiheit führt, die schließlich zur Gewalt übergeht und alle Freiheit ruiniert. Deshalb verlangen wir, daß die gegenwärtige Regierung gemäß dieser Ein. sicht handelt. Herr Scheidemann erzählt. Liebknecht sei zweifellos nicht normal und damit steht auch das Programm der Spar- takusgruppe im Einklang, in dem u. a. gefordert wird: Entwaffnung der gesamten Polizei, sämtlicher Offiziere,-sowie der nichtproletarischen Soldaten, Entwafftrung aller Angehörigen der herrschenden Klasse, sofortige Beschlagnahme aller Lebensmittel zur Sicherung der Vottsernährung, sechsstündiger Höchst, arbeittztag, Anullierung der Staats- und anderen öffentlichen Schulden, sowie sämtlicher Kriegsanleihen, ausgenommen Zeichnungen von einer bestimmten Höhe cm, Enteignung des Grund und Bodens aller landwirtschaftlichen Groß- und Mittelbetriebe. Enteignung aller Banken. VerUverre, Hütten und aller Großbetriebe in Industrie und Handel durch die Räterepublik, Kon. fiszieruirz aller Vermögen von einer bestimmten Höhe an.
Wer in einer Lage, wie sich das deutsche Volk eben befindet, solche Forderungen stellen kann, der ist entweder ein Vater- landsverräter oder ein Narr. In beiden Fällen aber muß die Staatsgewalt einschreiten und sie unschädlich machen. Es nützt nichts, wenn hin uni wieder eine Warnung nach der äußersten Linken ergeht, die aber regelmäßig mit einer Drohung gegen die „Reaktion" verbunden ist. Nachdem sich die Monarchen selbst aufgegeben haben, denken wir nicht mehr an deren „Reaktion": wir haben einzig das Bestreben, mitzuhelfen. unser Vaterland herauszuheben ous dem Sumpf, in dein es sich befindet, aus dem Chaos, in dem es unterzugehsn droht. Dazu fft uns jedermanns Hilfe, doppelt die der Sozialdemokraten, willkommen. aber sie müssen auch durch Taten einen entschiedenen Strich Zwischen sich und dem Umsturz machen.
Ans der Heimat
/ Aus Ctarkenburg.
FC. Roßdorf b. Darmstadt. 12. D^. An der Chans,
see wurde ein PHrrd von einem Kraftwagen überfahren. Dem Trer wurde nachträglich der Hals durchschnitten Da sich um das tote Tier niemand bekümmerte, zogen viel- hiesige Einwoh. na nach der Unfallstell« und schnitten sich von den Tierkörprr einen Braten ab.
AuS Rhffnsiessen.
FC Vom Uvtertaunus, 12. Dez Der Landrat von Trotha, der vor mehr als vier Jahren freiwillig in den Krieg zog. hat heute sein Amt als Landrat des Untertaunuskreises wieder übernommen.
Kirchliche Dnchrichtr ,.
Gottesdienst in der Vurgkirchs Mittwoch, den 18. Dezember. abends 8^ Uhr: Advents- andackj. Herr Pfarrer Dreh!.
AlgtÜtNsrküEi^r * il7r
Offene Stellen:
58 Knechte, 7 Tagelöhner. 1 verheirate^r oder lediger Kutscher, 3 Tagelöhnerfamilidn. 2 Gartenardeiter. l Vorarbeiter mit 12Leuten,
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Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten was man Mutz scheiden.
Nach 4y 2 tä<-iriget iteuefier Pflichterfüllung ent chlief nach fünftägiger, schwerer Lungenen: ü:dung auf der Heimreise in einem Feldlamrett in Plauen im Vogtland mein innigstge'iebter, her;ensguter Ga te. der treube orgte Vater seines Kindes, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Ontel
Gefreiter HllKZ ||€f§
im blühenden Alter, von 29 Jahren.
Dies zeigen im tiefen Schmerze an
Zie taiiik Min Wr Kch
nebst Kind.
Leidhecken, den 1b. Dezember 1913.
^ Die Beerdigung findet nach erfolgter Ueberführung in Leidhecken statt.
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Verwalter
der selbst mit Hand anlegt, für 1. Januar 1N19 ge ucht.
Ge äülge Offenen an
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Dis Wahllisten
für die am 19. Ianur 1919 stattfindenden Wahl zur verfassunggebenden
Volkskammer der Republik Hessen
liegen vom Samstag, den 21. Dezember ds. Is.. bis Samstag, den 28. Dezember ds. Is. beide Ta^e einfchttctzlich, auf dem Stadthaus. Zimmer Rr 4 zur Einsicht offen.
Die Offenlegung erfolgt von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmit a^s; am Sonn.ag. den 22. Dezember, sowie an den Weih- nachis eierta cn. am 25. und 20. ds Alts., jedoch nur von 8 bis 12 Uhr vorm.lta s.
Innerhalb die es achttägigen Zeitraums können Einwendungen geaen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Wählerliste schriftlich oder mündlich zuPro>okoll bei her Bürgermeisterei erhoben weiden.
Berechtigt zur Erhebung von Einwendungen sind alle Personen männlichen und weiblichen Ge.chlechrs, die zur Zeit der Wa l das 20 Lebensjahr zurückgelegt haben, und zwar bezüglich aller Eintragungen in die Wählerliste.
Wer die Eintragung eines Wählers verlangt, muß für diesen die in Artikel 3 ,ür die Stimmberechtigung angesühtten Erorder- nissen Nachweisen. Werden diese Rachwei e bis zum Abläufe der Einspruchsfrist nicht oder nicht vollständig vorgelegt, so bleibt die Anmeldung unberücksichtigt.
Ueber die vorgebrachten Einwendungen ist von der Bürgermeisterei binnen drei Ta^en Entscheidung zu treffen und diese den Beteiligten bekannt zu machen.
Gegen die Entscheidung findet Beichwerde an den Kreisaus- 'chuß statt. Sie muß innerhalb einer unerstreckiichen Frist von 3 Tagen, vom Tage nach der Bekanntmachung der Entscheidung an gerechnet, bei Vermeidung des Verlustes bei der Bürgermeisterei unier Beibringung der Bewelsmitiel an ereigt werden, worauf die Listen mir den dazu gehörigen Verhandlungen unverzüglich, jedoch nicht vor Ablauf der Offenlegungsfrist. an das Kreisamt zur Herbeiführung der enlgüttigen Ent cheidung des Kreisausichusses ein- '.usen^en sind. Die e Entscheidung hat längstens innerhalb drei Wochen, von Beginn der Offenlegung der Wählerlisten an gerechnet. zu erfolgen und ist dwch Veunrttlung der Bürgermeisterei den Berellig en belannt zu machen.
Personen des Soldatenstandes owie aus dem Mil tärdienst entlassene Personen, die m rer Zeit von der Mobilmachung bis zur Demobilmachung zum Heeresdienst einge o.;en waien. sind an die E>n>pruchsir>st (Art 10. Ao. 1j nicht gebunden. Sie sind a s ihren Antrag nach Ablauf dieser Frist bis zum Tage vor der Wahl nachirä l>ch in d»e Wählerliste aufzunehmen, fosern sie die in Art 3 für die Stimmderechligung angeführren Erfordernisse nachweifen.
Friedberg, den 10. Dezember 1918.
Der Bürgernreistet.
2. V.: Damm.
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Ein chwarze.
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vnd verschied. Anderes wegen Platzmangel ab 16. Dez. z» oerlau,en.
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