Ausgabe 
14.12.1918
 
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Punttes 18 der M^densvokfchast des

fon vom 8. Januar 1918 vergewaltigen. Cie haben der Entschließung des Friedenskongresses vorgegrtffen, einen Staat im Staate geschaffen und Gebiete bean­sprucht, die in jahrhundertelanger deutscher Arbeit zu lebensnotwendigen Bestandteilen des Deutschen Reiches geworden sind. Wir fordern die schleunigste Einbe­rufung der Nationalversammlung, von der allein wir bis zur Entscheidung des Friedenskongresses den Schutz der Deutschen im Osten erwarten.*'

480 Miirsk» Lr'kMsrMWNtz!

Der erotische Mi wiftzer Präsident Lloryd George erinnerte in eÜL«r Wäh'^rversammlurrg zu Glagvw haum, daß ui allen Län­dern bei t *i Prozeß der Verlierende die Kosten bezahlen «äffe 7: -tunst würden, so hoffe rc, zwischen den Nationen

dieselben Grundsätze vor, Recht und Unrecht gelten wie zwischen Privatpersonen, und dann würde eine Natron, die ein Unrecht beding und einen Prozeß veranlaßt«. die Kosten bezahlen müssen. Aber es gebe noch einen anderen Grund, weshalb Deutschland die Rechnung bezahlen müsse. Der Krieg habe Deutscblard we- i Niger gekostet als England. Die eigenen Kosten schätzte Lloyd j George auf 8000 Millionen Pfund Sterling, die deutschen gegen auf 67000 Millionen Pfund Die übr'gen 1000 Millio. non w.üßren ne:teilt werden auf ein« Bevölkerung von 45 Mil­lionen. während die deutsche Bevölkerung 70 Millionen betrage. Deutschland muß bezahlen dis zur äußersten Grenze seines Ver­mögens. Vor dem Kriege' wurde Deutschlands Reichtum auf 15 b's 20 Milliarden Pfund geschätzt. Die Rechnung befrage 24 Milliarden Pfund, sodaß. wenn die Schätzung richtig sei. der ganze Reichtum Deutschlands nicht genüge. Vor einigen Wochen habe daß Kriegskabinett eine Kommission ernannt, um die finanzielle Kraft Deutschlands zu untersuchen. Der Minister ist der Meinung, daß man den Reichtum Deutschlands früher zu niedrig geschätzt habe Lloyd George will mrc zwei Beding­ungen stellen, erstens, daß nicht wahrend unbestimmtes Zeit eine große Besatzung in Deutschland gehalten werden müsse, und zweitens. daß man in England keine Waren auf den Markt bringe, die mit Hungerlöhnen bezahlt find. Nich Recht und Billigkeit hätten wir da« absolute Recht, die ganzen Kriegs, kosten von Deutschland zu verlangen, und wir haben vorge- schlagen, fie zu verlangen.

Nachdem Lloyd George nochmal? cwseincmderfktzte. daß der Kaiser und Kronprinz und ihre Mitschuldigen zur Berantwor- runq gezogen werben sollten, und alle Deutschen England ver­lassen müßten und nicht mehr zurückkehren dürften sagte er schließlich, daß das Friede ns Programm der englischen Regierung ein Progrcsnm voll grimmigen Ernstes sei. Es müsse eins strenge, gerechte Strafe für diejamgen, die den Krieg begonnen und fortgesetzt haben, angesetzt werden. Deutschland müsse es ,für immer unmöglich gemacht werden, eine Armee von vier brs fünf Millionen Mann zu bilden. Er muß Gerechtigkeit Ab­rüstung nach jeder Beziehung fein, aber wir müssen unsere Flotte Haben. Ich würde keinem einzigen der Herren vertrauen, wenn wir nicht den zuverlässigen Wachthund hätten, der die Meere abscbnüffclt. Wir würden uns einer großen Dummheit schuldig machen, wenn wir die Flotte aufaeben würden. Von wo auch ein Ersuchen in dieser Richtung kommen möge, wir werden den Schutz unserer Flotte nicht preisgeben.

Wilhelm H.

Berlin. 12. Dez. Wilhelm TT. hat seinem Zweiten Sohn. Prinz Eitel Friedrich, eine Vollmacht erteilt, die folgenden Wortlaut bat:

.,Mtt Rücksicht auf die polittschen Verhältnisse und meinen Aufenthalt im Auslands sowie bei der derzeitigen Abwesenheit meines ältesten Sohnes, des Kronprinzen, beauftrage ich meinen zweiten Sohn, den Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, mich in meinen Funktionen als Oberhaupt des König!, preußüch- brandenburgifchen Hauses und des Fürstlich-Hchenzollernschen Hauses in allen Familien- und Vermögensangelegenheiten in rollern Umfange zu vertreten mit der Ermächtigung, sich im Falle seiner Verhinderung durch einen seiner Brüder vertreten zu lassen und zu einzelnen Akten auch einen anderen geeigneten Bevollmächtigten zu bestellen.

Gegeben Amerongen, den 22. November 1018.

Wilhelm."

Girr Htmnnmwsbi'd.

In einem Berliner Blaff lesen wir:

Der gestrige Einzug unserer siegreichen Truppen stellt als Ganzes ein Bild dar. wie es in Ansehung der Massen seit dem Tode und der Beisetzung Kaiser Wilhelms I. nicht wieder in Berlin gesehen worden ist. AlleDemorrstrationen der revolu. tionären Massen" schrumpfen dagegen zur Bedeutungslosigkeit Zusammen. Mitunter, so auf dem Pariser Platz, nahm die Zu­sammenballung der Zehntausend« und Aberzehntausende lebens­gefährliche Formen an..

Nach der Begrüßung setzten die Kolonn-n sich tn Bewegung, die Offiziere zu Pferde voran. Die Musikkapellen intonierten: Deutschland, Deutschland über alles." Zurrst zieht daß Fußvolk vorüber, dann folgt die Kavallerie und der Troß der Wagen. Jeder Soldat trägt einen Busch Blumen und Grün an der Brust, en Stahlhelm und Feldmütze. Jede Kompagnie führt ihre Fahne, ihre Fahne schrvarz-weiß-rot. Jeder trägt seine Achselstücke und Kokarden. wie es einem ehrlichen Soldaten geziemt. Jeder trägt leine Ehrenzeichen. Man sieht keine roten Schleifen und Lap­pen. Eine Gruppe Matrosen, die mit rotem Aufputz unter den Gaffern steht, muß sich die Frage gefallen lassen: »Die Kieler Hungerkommffsion will wohl zum Karneval?" Dann geht der Zug weiter. Sächsischs, bayerische, badische, württembergische, hanseatische, preußische Fähnlein und deutsche Fahnen wehen durch den düstern Nebelmtttag.Das Ganze halt!" Die Re- -imenter ziehe, »ach ihren Katrinen. Mit Pankenschall und

sch we nke n überall. Man braucht die Augen nicht $a schließen. man träumt am wirklichen, naßkalten Mittag: D«ttfchla»d ist wieder auferstan-den. Sie find wieder da, die uns gegen eine Welt von Feinden geschirmt haben! Unbesiegt kommen unsere Kämpfer zurück, sie wollen, daß ein Friede werde, drinnen und nach draußen, wie sie ih» verdient haben und trotz alledem nock» heute fordern dürfen.

" fi a n » __

Girr bezeichnender Vorgang.

Danzig, 11. Dez. (W. B). Wie kürzlich m'üge- teilt worden ist, hat der Geheime Kommerzienrat August Dentzki in Eraudenz seinen canzen Betrieb zwecks Sozialisierung seiner Arbeiterschaft zur Verfügung ge­stellt. Nach einer Meldung derDanziger Zeitung" haben nunmehr die Arbeiter beschlossen, dieses Angebot abzulehnen, weil sie eine herabgehende Konjunktur be­fürchten und es für besser halten, wenn das Unter­nehmen in einer starken Hand bleibe.

Eisntr bittet um Duhr!

MTachea, 12. Drz. In einer a narch'stisck> kommurösiffchen Dersrmmlung bat EiZner seine Genossen um Ruhe. Sie sollten ebsehen von ihrem Wahnsinn, damit die Entente nicht eiirmarschiere. Die Einberufung der Nationalversammlung er­klärte er für unbedingt nötig, Die Versammlung forderte in einer Resolution: Sofortige Einsetzung eines Revolutionstribu­nals. sofortige Absetzung der Negierung Ebert-Sckeidemann und Hindenburgs Stellung aller dieser Personen vor ein Revolü- tionstnibunal. U.ebergabe der gesetzgebenden Gewalt an die Ar­beiter- und Sotdatenrate.

drn AnMmkZö'l» in KritMsleihe

schreiben dieD V N.":

Gegenwartrg schweben Verhandlungen darüber, mit welchen j praktischen Mitteln der Rückstrom der Kr.easanleihen einge­dämmt werden kann. Diese Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluß. Die Bekanntgabe weittragender Maßnahmen, die für die weitesten Kreise des deutschen Wirtschaftslebens von besonde­rer Bedeutung find, ist bereits in den nächsten Tagen zu er- wort-n. Es kann also nur .ruf das allerdringendste davon ah. geraten werden Kriegsunleibe zu einem weit unter dem Emis­sionspreise liegenden Kurse zu verkaufen. Die Besitzer der Kriegs­anleihen seren darauf hinqewiesen, daß die Kriegsanleihen be. reit? jetzt bei der Entrichtung der Kriegssteuer und beim An­kauf von Heeresgerät zum Nennwert an Zahlungsstatt ange­nommen werden Diele Bevorzugung der Kriegsanleihen wird aller Vorarissickt nach auf weitere Steuern, insbesondere auch auf eine Vermögensabgabe ausgedehnt werden. Wer also fetzt zu niedrigem Kurse verkauft, schädigt sich selbst in enrvnndlich- ster Weise indem ec sich um den Vorteil bringt, den die In. zahlunggobe von Kriegsanleihe bei der Entrichtung von Steuern und bei Ankäufen aus öffentlichen Beständen gewahrt.

Die SM sriitk der fllfiimifsiatjn.

Von Dr. K. v v n Mangold t.

Ilnfsre ganz radikalen Kreise, Herr Liebknecht und Ge­nossen. ersehnen die Weltrevolution. Sie ist ihnen das große Ziel. dem sie ibr Leben gAveiht haben und für das sie Kopf und Kragen ein setzen.

Aber sehr geschickt fangen sie ihr Einwirken auf die ande­ren Länder, in denen doch auch die Revolution ejntreten soll, nicht gerade an. das muß man sagen.

Es ist an und für sich wohl mit Sicherheit zu erwarben, daß auch in den Ländern der Entente in einiger Zeit, nach t-e-m F rieben sich!. menn der erste Sieges- und Freuden­rausch verflogen 'ist, ein bitteres, grollendes und schmerz- lick^s Fragen und Prüfen anhehen wird, wie der Krieg ge­kommen ist und wer an ihm schuld hat. Denn wenn auch nach dem Gange, den die Tinge genommen haben, die Mittelmächte die Zeckn zu bezahlen haben, so bleibt doch auch für die anderen, insbesondere für Italien, Frank­reich nnd England, ein gerütteltes Maß zu tragen übrig. Die ungeheuren Blutverluste und des Meer schmerzlicher Emp­findungen. das sich mit ihnen verbindet, bleiben; die Ver­stümmelungen und Krankheiten ungezählter Hunderttau­sende bleiben 'ebenfalls, und ein großer Teil der drückenden materiellen Einbußen und Lasten bleibt sicher auch. Nimmt j man dazu den in diesen Ländern doch ohnehin reichlich aus- \ gehäuften sozialen Zündstoff, so erscheint es in der Tat als j sehr möglich, daß es früher oder später zu grundstürzenden revolutionären Vorgängen dort kommt. Man muß bedenken. ! wie gespannt z. B. in Italien die sozialen Verhältnisse säpn seit langem sind, und man muß weiter bedenken, daß infolge der Kriegslasten und der Kapitalverluste, die es in Rußland Rumänien, der Türkei rffw. erlitten hat, ein großer Teil des so ausgÄ>ehnten und so wichtigen Standes der kleinen Renb ner in Frankreich wahrscheinlich ins Elend versinken wird.

Aber eine Voraussetzung ist freilich zu machen: die Volksmassen in Frankreich, England und Italien müssen zu der Ansicht kommen und glauben, daß, wenn nicht die ganze, so doch wenigstens ein sehr großer Teil der Schuld bei ihren eigenen Führern und Staatslenkern liegt. Glauben sie das nicht, halten sie dauernd ihre führenden und herrschenden Schichten und die maßgebenden einzeelnen Personen für un­schuldig, so wird der revolutionären Erregung der Nähr­boden entzogen. Es kann dann leicht so kommen, daß all dos Elend und alle Verluste, wenn auch mit Murren und Auf- bäumen, so doch ohne eigentliche Revolution getragen werden, weil sie eben als eine unverfchuldete Schickung erscheinen, und man keinen Einheimischen dafür glaubt verantwortlich machen zu koanen.

^iLirö hier ist e-, wo das ungehem» Nngefchük unfers» rMkalen Kreise, der Eisner, Liebknecht eingesetzt. Dies» Kreise, die doch die internationale Weltrevol»tion so hoiH ersehnen, beschuldigen zugleich unausgesetzt Deutschland den Weltbrand anqestrftet und verursacht zu haben, und möchten am liebsten den Kaffer und seine maßgebenden Leute vop einen Staatsgerickcksho* gestellt und verurteilt sehen. lieber die objektive Unrichtigkeit und Verzerrtheit dieser Behaupt tupgen und über das Wahnsinnige und Verbrecherische die­ses Treibens vom vaterländischen Standpunkte aus ist la teirs Wort zu verlieren. Sehr möglicher Weise wird das deutsch, Volk dieses Vorgehen mit vielen Milliarden Lasten mehr und einer gewaltigen Verschärfung der sonstigen Friedensbe­dingungen zu bezahlen haben. Aber in ihrem blinden. Fanatismus sehen diese Leute gar nicht, daß sie mit diesem Vorgehen auch ihr eigenstes Ziel, die'Weltrevolution. a.ufL schwerste schädigen upd gefährden. Wenn Deutschland durch j den 'Mund deutscher Politiker selber die Schuld am Kriege j auf sich nimmt, und vollends, wenn wir uns durch Liebknecht,

' Eisner und Genossen wirklich verleiten lassen sollten, dieient i Wahnsinn der Selbstbeichuldignng noch weiter n ach.', u geben i io rst das doch das allerbeste Mittel für dis io geschickten l Staatsmänner der Entente, sich vpr ihren Völkern rein 3® waschen.Wir sind unschuldig'", werden sie triumvbierentz in allen Tonarten und mit allen Mitteln rifien:Seht her. Deutschland sagt ja selber, daß es schuldig ist!" Und stellt man sich vollends vor. es geschähe das Undenkbare, es gslän^ der Entente, den Kaiser und andere hervorra,7ende deutsche Staatslenker und Militärs als Schuldige am Ki:ege zur Verurteilung zu bringen. e? würde sich lvahrscheinlich wii. r-ine schwere §>npnose aut die'ker der Entente senken, un^ die Nachforschung nach den eiaenen Schuldigen und du revolutionäre Energie, mit ihnen abzurechnen, würde ei* stickt und der Rwolufion in diesen Ländern der beste Zünd^ stoff genommen.

Das aber wäre dann znm großen Teil das Werk de Liebknecht. Eisner und Genossen, dieser Selbstmörder de? Weltrevolution k

schweres Eilenbatznnnnl 4i.

Plauen (Vogtland). 13. Dez (WB.) Heute vormittag er eranete ssch. dem ..Vrgtlär.d. Anz." zufolge, auf der Strecke Hof. Plauen in der Nähe der St-tien Svrau. lrohrfchemliL infolc'. Reißens einer Kurpelung eines Militärzuges, ein schrvereL Eisenbahnunglück Der Zug war mit Mannschaften der 11 Arme« und der 8 Reservedivision. die ihren Standort in Brandenburg und Ab er,stein haben, besetzt. Unter ihnen befanden sich auä viele Berliner Silben Wagen des Zuges find zertrümmert worden, davon wurden fünf in? und übereinander gelwoben. Bisher sind zwölf Tote, d irnnter za ei Offiziere, neun Schwer«- verletzte und viele Leichtverletzte geborgen worden.

Pevointronäre Mikurttirchcrft.

Mit dem Selbstbewutztsein des Siegers verschärft Ma^.chall Fach immermehr die erdrückenden Bedingungen des Waffenfiilb standsvertrages. Weder der Buchstabe nock, der Sinn jenes Der» träges, mcht der Geist der Völkerverjöhnung und der internatio­nalen Gerechtigkeit, wie W'.lson ihn noch letzthin vor dem Kon. greß in Washington gepredigt, regieren die Stunde: nein, einzig und allein die Faust des Siegers triumphiert, vollstreckt das Urteil, das sich unser unglückliches Volk m unseliger Verbleu, düng und in restlosem Nervenzusammenbruch durch seine jetzige revolutionäre Regierung sprechen ließ.

Während alledem erhebt die von begreiflicher Schodensreud« erfüllte Mitwelt das traurige Schauspiel der deutschen sozia­listischen Revolution Hätten wir Frankreich und England wie den übrigen Teilnehmern des Vlelverbandes jemals einen grö­ßeren Liebesdienst erweisen können, als diese bengalische Beleuch­tung unseres unsaobar kläglichen inneren Zusammenbruchs? Germania, zur Somnambule geworden, einer die furchtbare äußere Lage nichtachtenden Massensugestion hilflos preisgegebenk

Brennende Scham mischt sich in der Brust jedes ehrlieben, den Deutschen mit tiefftem Schmerz und heiligem Zorn über die ungeheuerliche Selbstvernicktung unserer Natton. Wie unf-^ - den obwaltenden Umstanden der ..Vorwärts", das Sprachrohr der drei mehrheit-sozialistischen Do'tt-beaurtragten, noch de« Mut findet, zu schreiben:Mit überraschender Schnelligkeit

setzt fick die neue Ordnung durch" (Abend-Borwarts" 23. 11. 18). ist einfach urWrfindlich.

Den guten Willen derleitenden" Männer. Ordnung ßu schaffen, verkennen wir nicht itn mindesten. Aber immer nur schöne Worte uwd abermals schöne Worte für Taten nehmen zu solleir. das muß schließlich auch die Gutgläubigsten zu verzweifel­ter Hosfnungslostgkett tteiben.

Horen wir doch Leute, die mithandelnd im Geschehen dieser Tage stehen, wie es um die vomVorwärts" gepriesene Ordnung tatsächlich bestellt ist. So sagte in der Versammlung des Eroh- Berliner Soldatenrats am 28. 11. 18 ein Mitglied dieser Kör­perschaft, Leutnant Heyne-Potsdam, einem Bericht imBerl- LokobAnzeiger" (Nr. 607 vom 27. 11. 18) zufolge:

Bei der allen Regierung mag vieles schlecht geganzseltz sein, jetzt geht es aber noch schlechter."

Als weiteren Kronzeugen führten wir Herrn Julius Kal'iskt ins Treffen. Aus seiner im Groß-Berliner Arbeiterrat am 29. 11. 18 gehaltenen Rede nur die wenigen Satze:

Draußen werden Milliardenwerte vergeudet. In uner4 härter Weise wird Material, das doch dem Reiche gehött, ver-- pulvert. (Rufe: Wer verschleudert das?) Willkürlich gebil­dete Arbeiter, und Coldatenrate." (Aus dem Bericht des v Vorwärts" Nr. 326 vom 30. 11. 18).

Gibt es denn auchurrwillkürlich" gebildete A.- und S.-Rate, möchte man hierzu vorweg fragen? Nun aber Horen wir weiter * in dem oben angezogenen Leitauffatz desAbend-VorwSrtr" eiv Lobes Loblied darüber ankllmme n. daß sich ei« so tief greifend