z, „Miner 2 91 LL'L §«««»<>«. den 14 . Dc,k«>>-r 1918 _ 11 . Jahrgang
Dt- ’ tut Lllnco-cit«»»" -ilchiint ,-d-n Werlta?. Nexelmatz.ge B-ilag-n „Ser Ka»er an» Hellen». „Sie Spinnstnbr«. Se,ugs«r«,s: «ei den .«oitanitaiten °,-r,eI,«hrl>ch Ml 2.7l b # «äeiteUne«»- »«> oen «nenten mono,«» 1.00 Mk. etnlchliehlich Xtägerlolm. An,eigen: iütunöicUe 2b Pig.. lotolc 20 «rg. Ln,eigen von answans werden durch «oünachna.-,,.
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Dalimmm dk4 p.iWHnaiOf'i.
Trier. 13. T<r b . tMV) Der 9ba?f-: »7t iüT*onterertrag wurde heute bis zum 17. Januar 1010 o»r1nn»wrt. D es- Verlänqs- rung wird vcibchattlick der Zust>m"n,ng der cNiierten Rett-- runsien bis zum Alscklüß dr-s Prälimir^rfriedens ansarÄ-hnt werden Das Ob^rkommm.do d-'? AlNi-rten b-läll sich v-ir die neutrale Zcn-e cuf dem rechten Rheinuffr nördlich des Kölner Brückenlvpies bis zur htlländischrn Grenze zu besehen.
Zu Beainn der S'tzunq te.lt? Marschall Fach im Namen des amerikanischen Lebensmittellantroll-urs Haove m t. daß dir in Teuli.bland lieoenden 2.5 Millionen Donnen Schiffsraum unter Kontrolle der Alliierten zur Versarqunri Deutschlands zur Ver. füaung pesiellt werden müssen wobei die Schifte selbstverständlich deutsches Eifentvm verbleiben und mit deut-cher Besatzung versehen werden können. Diese Bersorpuna mit Lebensmitteln wird von zwei Kommissionen qereaelt werden, eine die die Le benKmittel auskonft. bat ibren Sitz »n Paris wahrend die mit der Verteilung und dem Transport bearislragte, ihren Sitz in London hat.
Iraakfnrt finßwfüfti nidit br?M.
Frankfurt o M.. 13. Dez. (Wl.) Das hiesige Nachrichten, anrt des Arbeiterrotes bat von der Neichsleijung die Nachrickn erhalten, daß Foch bri den A-rffenstiNstandsverhandluno-n in Trier erklärte daß die Entente wegen unrure'chsnder Erfüll der Wa^fenstillstandsbedingungen sich auch die Besetzung der neutralen Zone Vorbehalten muffe Wie weiter mitgeteilt wird ist nach dem augcrblicklicherr Stand der Waffenstrllstandsver. Handlungen mit einer Besetzung Frankfurt? nicht zu rechnen Besetzt wird nur der neutrale Streifen von Köln bis an die holländische Grenze.
Die Deschttug UhembrAcns.
Die Besatzungsstärke von Mainz wird voraussichtlich den Friedensstand (etwa 10 000 Mann) nicht übersteigen. Bis zur endgültigen Regelung der Besatzungs- Verhältnisse ist der Oberbürgermeister verantwortlich für die Ausrechterbaltung der Rübe und Ordnung innerhalb der Sladt. Die fremden Truppen übernehmen den militärischen Wachdienst; die Bürgerwehr wird nach und nach aufgelöst, dafür aber die Polizeimannsthaft verstärkt. Die weiteren Verhandlungen erfolgen, sobald die damit betraute Kommission eingetroffen ist. Teilnehmen werden daran außer dem Provinzialdirektor Geheimrat Best die von der hessischen Negierung be«- stimmten Vertreter, u. a. Beigeordneter Adelung, ferner der Wiesbadeuer Regierungspräsident v. Meister und Vertreter der Eisenbahn- Post- und Telegraphenverwaltung. Auf der Straßenbrücke ist der linke Brückenkopf von französischen Posten besetzt, während der rechte von Bürgerwehr bewacht wird. Der Telegraphen-, Fernsprech- und Postverkehr hat noch dieselben Beschränkungen wie vorher. Die Vesatzungstruppen werden in bestimmter Frist abgelöst und durch anders ersetzt werden. Das 21. Armeekorps unter Führung des Generals Mangin soll Mainz besetzen. Hierauf wird . erst der Gouverneur von Mainz bestimmt, dem noch zwei weitere Generale unterstehen. Als Gouverneur soll General Tatin bestimmt werden. Am Dienstag nachmittag fand an der Straßenbrücke eine große Truppenparade statt. 2m Hauptverkehr auf dem linken Rheinufer ist der Zugverkehr am Dienstac^mittag wieder ausgenommen worden. — Alle aus deutschen Heeresbeständen geplünderten Cegenstünde uno Lebensmittel müssen unverzüglich, bei Androhung schwerer Strafen zurückgegeben werden. Von heute ab müssen Quartiere für Offiziere des Generalkommandos der Besatzungs- truppcii in dem Stadtteil zwischen der Großen Bleiche und Kurfürstenstraße nebst Nebenstraßen in Anspruch genommen werden. — t. 2n ganz Rheinhessen haben die Franzosen den Preis für einen Liter Wein auf 1,60 Mk. festgesetzt, Hühner bezahlen sie das Stück mit 2,50 Mk. Den Franken bewerten sie mit 53 Pfg.
frasilmdjs PerlMM tzsch da WiMmr.
Bern, 12. Dez. (WV.) Ir näher der Kongreß für den Prülimilrarfrieden heranrückt. tim fs energischer wird in einige?: sranzösijchen Vlätjern. deren Zahl sich nach und nach vergrößert, der Rhein als natürliche Grenze Deutschlands bezeichnet. Der „Temps" veröffentlicht den Brief eines höheren Offiziers, in dem erklärt wird, daß nur der Rhein eine genügende Garantie gegen einer: militärischen Ueberfall auf Frankreich und Belgien jeitens Deutschland biete. Renaude! bemerkt im „Temps", daß diese Forderung mit den Wilsonschen Grundsätzen in Einklang gebracht werden könne. Wie die Rheinlande über sich selbst oer- ftigen sollen, so beabsichtige Frankreich keineswegs ihnen ihr Schicksal innerhalb der französischen Grenzen amira>eifcn. Die
für den Wolffrieden notwendigen Garantien seien: Kein Rhein- Monopol für irgendeine Nation kein Preußen am Rhein. Die militärischen Grenzen Deutschlands sind hinter den Rhein zurückzuverlegen uno keine Festungen von Basel bis Köln. Der „Gaulois" verlangt dieselbe Sicherstellung durch die Rheingrenze. Die Friedenskonferenz werde darüber zu entscheiden haben, ob die Pfalz und die Rheinprooinz zu annektieren seien. Jedenfalls dürften in den genannten Provinzen nie wieder knitsche Garnisonen stehen Aehnlich schreibt der ..Petit Pari- ffen". Er sagt, die Friedenskonferenz werde darüber zu entscheiden haben, ad die Alliierten als Eroberer oder nur als vorübergehende Besatzung in Mainz eingezogen seien.
pif PslheiiuiWn in da nknirnlkn Mk.
Berlin. 13. Dez. (WB.) Die deutsche Waffenstillstands' kcmmiffion teilt mit' Marschall Foch hat felgende Anordnungen über die Poli-eiorganisation in der neutralen Zone Deutschlands getroffen'
Zur Aufrechterhaltung der Ordnung dürfen deutsche Truppen. die grundsätzlich Polizeitrupprn sind in d<r neutralen Zone unterhalten werden Das alliierte Oberkommando behält sich da? Recht vor. die Gesamtzahl diesr Truppen zu begrenzen uno ?u kcntrcll'eren Dennoch muß die Ordnung normalerweise durch die Ortsgendarmerie, ausnahmsweise durch Sicherheitsgarnisonen in besonders wichtigen Orten, aufrecht erhalten werden. Die Polizertruppen unterstehen den Zivilbehörden die für ihre Verwendung verantwortlich sind. Im Falle von llnrnhen dürfen die deutschen Behörden Vorschläge zur Verstärkung dieser Garnisonen dem Lberlo.nmando der Alliierten einreichen. Al? Verstärkungen bür»'n Kavallerie, im Notfälle Infanterie - dienen. Die Polizei, und. Sicherheilsgarnisonen dürfen keinesfalls in da? besetzte Gebiet eindrin.ren, sondern muffen sich zwei Kilometer von deffcn Grenze entfernt Hallen. Ausgenommen von dieser Bttckränkuna sind die großen Städte, die an der Grenze des besetzten Gebietes liegen. Das deutsche Oberkommando setzt die Kommandanten der Polizeitruppen ein. die mit den gegenüber liegenden alliierten Militörbebörden verkehren und alle Verleounoen der Garnisonen oder Einheiten durchfuhren. die die Kontrolle der Alliierten notwendig macht Die Kommandanten der Polizeitrugpen unterstehen gleichfalls der Sicherbeitsgarniionen ihres Abschnitts. Die Gesamtbestande der Dicherheiieoorr.isonen dürfen 10 Bataillone Irfanter'e und 10 Eskadronen Kavallerie n'cht übersteigen. Sie werden von den deutschen Behörden nach Bedarf verteilt, wobei keine Garnison- einhe't den Umfang zweier Bataillone übkisteiaen darf Die endgültige Regelung der Gesa ml bestände der Sicherheitsgarni. Ionen in der neutralen Zone wird durch Abmachungen in Trier erfolgen.
Zweck? Durchführung dieser Maßregeln wird die neutrale Zone von Norden nach Süden in Abschnitte geteilt, deren Grenzen die der Abschnitte der Alliierten verlängern. Die Neiben- kolge der neutralen Abschnitt? ist also von Norden nach Süden: Belgischer englischer, amerikanischer und französischer Zoneab- scknilt Die Kommandanten der alliierten Armeen regeln mit den gegenüberliegenden deutschen Kommandanten der Polizei- truppen alle Frrgen insbcsond.re die der Kontrolle der nel.traten Zone, und die Truppenvcrstärkung bei Unruhen. Die Ostgrenze der neutralen Zone ?nuß baldmöglichst gemeinsam von den geqen- iiberliegcnden Kornmandanten der alliierten Armeen und der deutschen Abschnitte.festgelegt werden. Alle Mitglieder der Polizeitruppen erhalten besonder«? Abzeich
Die VerhMnß der rlifinOrfirn Grch'ndüßriellkn
Berlin, 12. Dez. (W. B.) Zur BerhasLunq der rheinischen Großindustriellen bringt die „B. Z. am Mittaq" Darstellungen von Fritz Thyssen und Stinnes. Fritz Thyssen erzählt u. a.: „Erst im Moabiter Untersuchunqs- gefängnis, wo sie.vom Polizeipräsidenten Eichborn vernommen wurden, erstrhren die Verhafteten, wessen sie beschuldigt wurden. Sie boten sofort den Beweis dafür an, daß sie an dem fraglichen Tage gar nicht in Dortmund gewesen sein könnten und daß August Thyffen sen. sogar am Bahnhöfe in Mülheim festgenomnien wurde, als er gerade von einer mehrtägigen Reise zurückkam. Die angebotenen Zeugen, unter denen sich auch der Oberbürgermeister von Mülheim, Lemke, befand, wurden erber vom Polizeipräsidenten abgelehnt und nicht befragt." Wie Stinnes u. a. mitteilt, war er erst am Tagr seiner Verhaftung als Leutnant aus dem Felde heimgekehrt und wurde zu feiner großen Ueberrafchung aus feinem Arbeitszimmer geholt, da die Beauftragten des Arbeiter- und Soldaiemates ihn zu sprechen wünschten. Diese erklärten ihrr sofort für verhaftet und führten ihn ohne Federlesen in dar Mittheimer Gefängnis. In Mülheim seien weder Schriftstücke noch sonst irgendwelche Urkunden beschlagnahmt worden. Es lag offenbar eine Verwechslung
ei^.er Versammlung von Zementintereffenten, die am 4. Dezember in Dortmund stattgefunden hatte, vor. Die Henen baltn dem Arbeiter- und Soldatenrat so
wohl die Präsenzliste wis das Protokoll zu den Ver Handlungen zur Ver ügung gestellt; daraus hat sich er geben, daß keiner der Verhafteten in Dortmund ge wesen ist.
Frnstcrer Mahlkermin?
Berlin, 18. De?. Der ,,Vorwärts" schreibt heute an Jur Spitze feiner Abendausgabe: Infolge der allgemeinen Lag' und eines stürmisch geäußerten Wunsches der Bevölkerung werden vermutlich die Wahlen zur Nationarversammluna »r einem frühern als ursprünglich angenommenen T stattfinden.
Kämpfe in der Ukraine.
Kiew, 12. D^z. (WB.) Das deutsche Obepkommand- gibt eine ül'ebersicht der militärischen Ereignisse der letzte; Tage bekannt. In Shmerinka endete der Versuch der Trupx pen Petlzuras, deu-fscbe Truppen zu enttvafsnen, mit da' Niederlage der ersteren. In Berditichew erfolgte im Ziffam menhang mit den Ereignissen in Shmerinkn die En^mgfs pung der Truppen Vetljnras. In Iniza lehnten di? Deut scheu die Forderung nach Räumung der Stadt ab. I? Shitomir fanden Kämpfe statt; der Bahnbof und die Süd stadt sind in den Händen der Deutschen. In Sarnv besetzte: die Deutschen nach Kamps erneut den Babnbof. 2000 Soldaten Vetljnras wurden entwaffnet. In Miionowka murd ein Angriff der Truppen Vetlsuras abgewiesen Die Ur fache der Zusammenstöße ist wohl die Unkenntnis der Watten stillstandsbedingungen zwilchen den beiden Parteien, infolge der Unterbrechung des Telegraphen und Behinderung des Abtransportes der Deutschen durch die Truppen Petlsura? Eine Sitzung de^ deutschen Soldatenrates in Kiew sprach ffä für möglichste Vermeidung ven Zusammenstößen und möa I?chste Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes zwecks Sicher^ stellung der Heimkehr d?r deutschen Truppen aus.
Türk \ scher Staats h ankero 1 ?
Genf, 13. Dez. Die „Morningpost" meldet aus Ken- stantinopel, daß die Erklärung des türkischen 2^. rottos wahrscheinlich geworden ist.
Wülons
London, 12. Dez. Der Dampfer ..George ist heute mittag um 12 Uhr 7 Min. in Brest eingetroffen
Karlsbad von den Tschechen ':ckM
Karlsbad. 17 Dez. sWB.) öeule abenv w>:r?e Karlsbad von 800 tschechischen Soldapen und .".0 Offizieren besetzt.
Der deutsche Tap in Ualen.
Berlin, 12. Dez-. Nach Berichten aus Posen hat sich der heute dort abaehaltene deuts e Tag zu einer großen Kundgebung der Delegierten der deutschen Volksräte der ganzen Provinz, der Solda cn, der Garnison und tausender von lännern und Frauen für das DeutschtuiN gestaltet. Rach mehreren Reden wurde einstimmig folgende Entschließung angeno nmen:
„Viele Tausende deutscher Männer und Frauen. Vertreter und Mitglieder der deutschen Volksrnte aus Stadt und Provinz Posen haben heute in uns machtvollen Kundgebungen ibren Zusammenschluß zu einem Provinzialvolksrar beschlossen. Auf dem Vpden der neuen staatlichen Ordnung will dieser Provinttalvolks- rat die Interessen der 850 000 Posener Deutschen schützen und fördern. Er ist weder eine politische Parker noch eine Kampforganisation gegen die Polen. Wir verwerfen jede Politik, die geeignet ist, zwffcken der deutschen und der polnischen Bevölkerung Haß und Zwietracht zu säen. Wir fördern alle Bestrebungen, die unter Wahrung der nationalen und kulturellen Interessen beider Bevölkenmgsteile ihre gemeinschaftliche Arbeit für das Glück unserer gemeinsamen Heimat in versöhnlichem Sinne ermöglichen. Der Geist des Hakatismus wird in unseren Reihen niemals lebendig werden. Mit steigender Sorge haben wir deshalb in den letzten Wochen das Vorgehen der Polen verfolgen müssen, das in den Beschlüssen d^s Teilgcbietsland- tages vom 3. bis 5. Dezember seinen Höhepunkt fand. Wir verwahren uns gegen jede Bevorzugung der Polen in den von der Revolution geschaffenen Aemtern und Vettretungskörpern und fordern völlige Gleichberechtigung für die Deutschen im Volksstaate. Wie verwahren uns vor allem gegen die Entschließung des Teilaebietslandtages. die Wortlaut und Sinn des


