Verhandlungen geführt werden. Nach dem deutschen Waffen- stillstandsabkommen darf die Armee Mackensen nicht interniert werden, sondern muh sich unverzüglich hinter die deutsche Grenze zurückziehen. — Nicht transportfähige Kranke und Verwundete, die in zu besetzenden deutschen Gebieten Zurückbleiben, werden zurückgegeben, sobald sie transportfähig sind, die Transportfähigen dagegen werden gefangen gesetzt. Kranke und verwundete Soldaten in Kurorten müssen, sobald sie transportfähig sind, rvellerbefördert werden.
fcitif Dchlaßnahm tum ZaMrkssklK.
Berlin, 3. Dez. )WB. Amtlich.) Veschluh des Reichsausschusses.
An alle Arbeiter- und Soldatenräte des Reiches!
Das Reichssrnährungsamt beklagt sich darüber, daß Vre Fälle sich mehren in weichen die Arbeiter- und Soldatenräte Eingriffe in die Saatkartoffelbestände vornehmem An alle Arbeiter- und Eoldatenräte ergeht daher die dringende Mahnung. allen Anordnungen der Reichs- bezw. der Provinzial-Kar- tofselstellen sowie der Saatstellen Folge zu leisten und den un- berechtigten Eingriffen in das gesamte Ernährungswesen mit allen Mitteln vorzubeugen.
Dcr Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrates Groß-Berlin, gez. Richard Müller. Molkenbuhr.
Werden die Zigarren billiger?
schreibt aus Kreisen des Zigarrenhandels: Wie be
kannt. lind alle Zigarrenfabrikeu in ihrer Produktion stark eingeschränkt und außerdem zu außerordentlich hohen Heeresliefe- rnngen herangezogen worden. Für den fieiöd Handel blieb nux noch ein kleiner Teil (5 Prozent der Friedcneproduktion) übrig, so daß die Fabriken absolut keine Vorräte in Zigarren besitzen. Den günstigen Fall aug».iommen, die Heereslieferung würde bei Frietensschlnh sofort ans jede neitere Belieferung ihrerseits rerwckchen. so würden doch erst rnsg->samt 20 Prozent der Frie- densprndukl'on für den krr'en Handel verbleiben, wobei aber zu beackten ist. daß hiervon auch dre heinrkehrenden Millionen Krieger mrt zu v 'rsorgen sind. Die Fabriken wüsten, wie von fachmännischer Seite gejchrleben n rrd. im Interesse der Betriebe w-iter kontingent'^*t bleiben und leider voraussichtlich auf sehr lange Zeit noch Holland, das als Rohtabaklieserant in erster Linie in Frage kommt. Hot rm Mutterlands selbst keine Rohtabakvorräte mrhr. es wüsten die Zufuhren aus den Kolonien abgewartet werden. Schiisroummangel und Bevorzugung der Lebensmittel wird d'e; verzögern. Ganz Europa ist in Ta- krk ausgehungert, und erst vie'e Monate noch Friedensfchluh wird eine Erlei.l'terung zu verjpüren fein. Auch die Valuta wird hierbei ^itzusprechr \ haben. Die Tabakpreise werden durch Nachfrage und Angebote festgcsttzt und deshalb sicherlich hoch ble*ben. Gewißlich ist. daß wir die früher so beliebten 10—20 Pfg.-Oualitäten auf ab'ebbare Zeit dreien Preislagen nicht zu gewärtigen haben. Nachdem in den letzten Tagen in Stut- gart von einzelnen Firrren billigere und anscheinend auch größere Bestände Zigar 'n zum Verkauf gebracht worden sind, ist in weifen Kreisen die Meinung ausgckomwen. daß dies der Anfang der Verbillig urg von Zigarren sei. Dies dürfte nicht de^ Fall fein, sondern es handelt sich bier nur um eine plötzliche Erscheinung. da diese Z^arren zweifellos von Schiebern abgestoßen worden sind oder aus Beständen von Heeresgruppen, welche diese Zigarren unter den gegenwärtigen Umständen schnellstens Zum Verkauf bringen, höcrühren.
Am 19. Jamm Wahltag in Mn.
Dermstadt. I Dez. (WB.) Das Wahlgesetz für die gesetzgebende hessische Volkskammer ist nunmehr beschlosten. Die Volke kanlmer wird aus 58 Abgeordneten gebildet. Die Wohl- rechtsbestimmungen entsprechen denen für die Nationalversammlung. Die Abgeordneten werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Das ganze Land bildet einen Wahlkreis.
Die Volkskammer tritt am 8. Tage nach der amtlichen Ermittelung des Wahlergebnisses in Darmstadl im Sländehaus vormittags 11 Uhr unter dem vorläufigen Vorsitz des ältesten Mitgliedes Zusammen und wählt die Leitung. Die Geschäftsordnung gibt sich die Kammer selbst. Die provisorische Negierung. die allein die Vollzugsgewalt in Hesten ausübt. ist nach dem Zusammentreten der Volkskammer ausschließlich dieser ver- Lvtwcrllich. Sie bleibt solange im Amt. als sie das Vertrauen der Volkskammer genießt. Entzirhl die Volkskammer der Regierung das Vertrauen, so ist aus der Volkskammer eine neue Negierung zu bilden. Als Wahltag ist der 19. Januar 1919 in Aussicht genommen.
Nieder-Ingelbeim, 30. Nov. Herr Pfarrer Korell schreibt uns- Das Wolfsbureau verbreitet die Meldung, meine Behauptung, mir fei das Kultusministerium im hessischen Ministerium angeboten worden, sei nicht zutreffend. Das Amt fei mir von keiner zuständigen Stelle angeboten worden. Ich erkläre, daß am Montag, 11. November, der Ministerpräsident Ulrich im Kammergebäude, nachdem der Abgeordnete Bach mit ihm verhandelt batte, zu mir sagte: „Dann übernehmen Sie die Stelle." Ferner Hut der Abge- Adnexe Aeppich eine halbe Stunde später — und er hatte mit Ulrich wegen der Besetzung der Minsterialstellen verhandelt
mich ailsgefordert. Nachfolger Süffelts zu werden. Als ich ab lehnte, bot Henrich dem Abgeordneten Urstadt die Stelle sn. Ich halte darum an meiner Behauptung fest.
' Ans der ficiumt.
LrkcvLcrg. 4. Dcz. (D. S ch o e l l.) -$ei Abschiedsgruß für vcrru Euch Kirchenrat I). Scho eil wurde durch ein Versehen der Druckerei verstümmelt. Wir bringen deshalb den Artikel noch einmal zum Abdruck: Mrt dem 1. Dezember scheidet Herr »sch.ncat Pr-tfrstor D, Schoell, der Direktor des Predlger-
femlnars. aus seinem Dienste, um in seiner schwäbischen Heimatkirche das hohe Amt eines Prälaten und Gcneralsuperintenden- len zu übernehmen. Pfr,:gsten 1907 wurde er als Nachfolger feines Landsmanns D. Wurster zum Professor am Friedberger Predigerseminar berufen. Ostern 1913 wurde er Direktor der Anstalt. Herr I) Schnell gehört zu der Reche ausgezeichneter, unoevgestencr Vrofcstoren am Predigerseminar, die durch ihre Tätigkeit auf der Kanzel und in der Seelsorge, im Vereins- leben und im persönlichen Verkehr sich ein bleibendes Denkmal gesichert haben. Wir reden vielen aus der Seele, wenn wir ihm ber feinem Scheiden von Herzen für seine Predigten danken, die durch die Klarheit der Gedanken, die Tiefe menschlicher Erfahrung und die Echtheit religiösen Erlebens Kopf. Herz und Wrllen der Zuhörer gleichzeitig packten und befruchteten. Das gilt besonders für die 50 langen, schweren Kriegsmonate, in denen w'r so oft Licht im Dunkeln. Trost und Kraft zum Tragen und Aeberrrinden brauchten und uns von seiner gefestigten, charaktervollen Persönlichkeit holen konnten. Wer beispielsweise die schlichte Lulherfeier am denkwürdigen, trüben 10. November dieses Jahres mitcrlebt hat, wird sie nie vergessen, so alt er wird. Auch im evangelischen Vereinsleben werden wir Herrn D. Schoell schmerzlich vermissen. Der Evangelischen Vereinigung war er lange Führer und Berater. Wie viele wertvolle Vorfräge hat er dort geballen, auch in letzter Stunde stets bereit zum Einlpringen. Darum um# es für btc Vereinigung eine selbstverständliche Pflicht der Dankbarkeit, daß sie den Scheidenden zum Ehrenmitglied ernannte un>d ihm ein Album mit Friedberger Erinnerungen überreichte. Die im Rahmen der Evang. Vereinigung entstandenen Männeroersammlungen mit kurzen Vorträgen und anschließender Aussprache sind Herrn D. Schoells eigenste Gründung. Sie haben der Gemeinde schon den einen' oder anderen praktisch wertvollen Dienst geleistet. Ohne die hier gegebene Anregung hätten wir gewiß heute noch nicht unter Gemeindeblatt. Und wenn demnächst, wie wir 'Grund habvn zu hoffen ein Gemeindehaus unser einen sein wird, dann ist das nicht, zuletzt Herrn P. Schoells Verdienst. Auch der kurz vor dem Kriege gegründete Evang Frauenverein verdankt dem Ha'nje Schnell jeine Entst-bung. Wir sagen, dem Hause Schnell. Denn hier hat bei der Gründung und bei der Leitung Frau Geh. Kirchenrat Schoell mit ganzer Seele und mit der ganzen FrUche und Freundlichkeit ihres Wesens mit- pear'oeitel. So wrrd Herrn Geh. Kirchenrat D. Schoell wie seiner Familie rsiel freundliche Gesinnung aus unserer Gemeinde in sein neues Amt Nachfolgen. Gott segne sein Wirken ln der Kirche der geliebten Heimat, wie er es auch unter uns sichtbar gesegnet hat.
Friedberg. 4. Nov. fTaubstummengottesdienst.) Nächsten Sonntag um 2 Uhr nachmittags findet in der Burgkirche Taubstummen goltesdienst mit Feier de? hl. Abendmahls statt. Prediger: Herr Professor D. Dr. Diehl.
FC. Schotten, 1 . Dez. Ein bemerkenswertes Ergebnis hat die vom Kreis.obstbauverein durchzeführte Erfasiung der Wildfrüchte im hiesigen Kreise gezeitigt. Ez wurden im Laufe dieses Herbstes abgeliefert: 134 Zentner Hagebutten, 105 Zentner Mehlbeeren. 400 Zentner Schlehen. 264 Zentner Himbeeren. 101 Zentner Brombeeren, 372 Zentner Hollunderbeeren und 1604 Zentner Vogelbeeren. Den Sammlern wurden hierfür insgesamt 1l4 815*Mark ausbezahlt.
sr. Bergen. 30. Nov. Der Gastwirt Gustav Oesterle. der Inhaber des bekennten Lokales „Zur schönen Aussicht" in Bergen, stand vor dem Schöffengericht unter der Anklage, am 14. Juli 1918 französische Kriegsgefangene mit Wein. Sekt, Zi- garren und Kucken bewirtet zu haben. Die Herren Gefangenen hatten eine Zeche von 326 Mark gemacht. Bekanntlich ist jeder unbefugte Verkehr mit Gefangenen und so namentlich auch die Abgabe von Alkohol an sie verboten. Der Angeklagte leugnete nickt, die Gefangenen in der angegebenen Weise bewirtet zu haben. Er habe sich dazu für befugt gehalten. Es wäre Sonntag und die Gefangenen unter Aufsicht eines Wachmanns auf einem Spaziergänge begriffen gewesen. Der Wachmann wäre mit ihnen bei ihm eingekehrt. Er glaube auch daß nur der deutsche Soldat die Bestellungen gemacht und auch die Zeche be- zab.'t habe. Genau könne er das allerdings nicht sagen. Auch wäre ihm unter der Hand mitgeteilt worden, daß das Generalkommando es N'cht ungern sehe, wenn die Gefangenen einen Teil ihres Geldes ausgeben würden, um nicht zuviel davon über die Grenze zu bringen. Der Gerichtshof h-elt den Ange- klagten des Vergehens gegen den bekannten Generalkommandobefehl für schuldig, rechnete ihm aber den Umstand. daß die Gefangenen unter Aufsicht und mit Einwilligung des sie beglei. Icnden deutschen Soldaten bei ihm. eingckehrt wären, als erheblichen Milderungsgrund an und erkannte auf 25 Mark oder 5 Tage Gefängnis.
Griesheim a. M. 27. Nov Dienstag abend versuchte eine Frau mit ihrem 9jährigen Sohne sich in den Main zu stürzen. Die Wache wurde durch das Geschrei des Knaben aufmerksam ae. macht und es gelang durch gütiges Zureden, die Frau von ihrem Vorhaben abzubring.'n. Die Ursache zu diesem Verzweiflungsakt konnte nicht festgestellt werden.
AuS Starkenburg.
FC. Vom Odenwald. 1. Dez. Gemäß Beschluß des Arbei- ter-. Bauern- und Soldalenrats in Erbach sind die im Kreise Erbach wohnhaften feindlichen Ausländer von der polizeilichen Meldepflicht befreit.
Aus Hessen-Nassau.
FC. Höchst a. M.. 1 . Dez. 70 Pfund Rind- und Kalbfleisch wurden von den Wachmannschaften hn hiesigen Bahnhof beschlagnahmt. Daß Fleisch kam aus der Limburger Gegend.
t C. Wiesbaden, 27. Nov. (Eine interessante Entscheidung.) Bei einer Milchprob^ntnahme bei dem Landwirt Josef Dadios in Eltville wurde fest Mellt. daß die Milch gewässert war. Hierauf bekam der Gendarm den Austrag, eine Stallprobe zu nehmen. Dreß geschah. Diese Milchprobe wurde vorschriftsmäßig verpackt, dem Rahrungsmitteluntersuchungsamt Frankfurt a. M zur Begutachtung eingeschickt. Hier stellte sich heraus daß die unter den Augen des Beamten gemolkene Milch ebenfalls einen Wassergehalt von 10—15 Prozent zeigte, <rber auch
Salpeter, der nie in Milch, auch nicht in der magersten, dagege» stets in den natürlichen Wäsiern vorkommt. Wie dies vor sich gegangen, blieb unaufgeklärt. In der Abwesenheit des Land» wirt Josef Badtos erhielt dessen Ehefrau wegen MilcbfälschunH von den Schöffen in Eltville eine Geldstrafe von 200 Mk. Hiergegen hatte sie Berufung eingelegt. Die Strafkammer sprach heute die Angeklagte kostenlos frei. Der Frau konnte nicht ein« 'wandfrei nachgewiesen werden, daß S i e die Milch gewässert wandfret nachgewiesen werden, daß sie die Milch gewässert
FC. Wiesbaden, 28. Nov. Geschlachtet aufgefunden wurde in den Parkanlagen am Kurhaus ein Hund, der seinem Besitzer entlaufen war und einen Wert von 300 Mark hatte. Die Polizei fahndet eifrig nach dem Täter.
FC. Wiesbaden, 28. Nov. „Ich Hab' doch de Hawer em königliche Gaul gewe", erklärte heute der Landwirt Becht aus Nordenstadl vor den Schöffen, der gegen einen Strafbefehl, den er erhalten, weil er von feinem Bestand sechs Zentner Hafer zu wenig abgeliefert. Berufung eingelegt hafte. Becht. der ein Pferd des Artillerie-Depots Mainz zur Benutzung erhalten und den Hafer dem königlichen Gaul gegeben hatte, erhielt heute die Geldstrafe auf 50 Mark herabgesetzt
FC. Wiesbaden. 1. Dez. In der gestern abend im großen Saal der Turngefellschast abgeha^«,nen öffentlichen FrauenVer- sammlung sprach Dr. Olga Knisckewsky über die Frauen als wahlberechtigte Bürgerinnen. Dis Versammlung war überaus stark besucht, hunderte mußten wieder umkehren Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die in der Turnballe versammelten Frauen aller Berufe, aller Stände und aller Parteien setzen sich für die unverzügliche Durchführung aller zrrr schleunigen Einberufung der Nationalversammlung erforderlichen Maßnahmen ein. Nur wenn dwch die Nationalversamm, lung die dauernde Grundlage für einen Rechtsstaat geschaffen wird, können die jetzt als verantwortliche Staatsbürgerinnen anerkannten Frauen am deritfchen Volksstaat mitbauen.
FC. Wiesboden, 1. Dez. Nach eintägigem Bestehen ist die hier errichtete Bürgerwehr wieder aufgehoben worderr. Frontsoldaten haben den Wachtdienst übernommen.
FC. Idstein. 28. Nov. Die von dem hiesigen Arbeiter- und Soldateurat gebrachte Meldung über die Hamsterei des Dr. Spengler entspricht, wie derselbe mitteilt, nickt den Tatsachen. Ee erklärt: Die beschlagnahmten Lebensmittel sind Eigentum der aus 22 Teilnehmern bestehenden Speisegemeinschaft der Kriegs- Nachrichtenstelle Antwerpen des Generalstabes des Feldheeres, die Spengler laut schriftlichem Ausweis nach Frankfurt zu über, bringen hatte, von wo aus sie nach dem neuen Sitz der Nachrichtenstelle weitergeleitet werden sollten. Die Vorräte sind seil längerer Zeit in belgisch-chollandischem Grenzzonengebiet recht, mäßig käuflich erworben. Der Transport ist von Aachen bis Idstein von allen Arbeiter- und Soldatenräten vngehinderl durchgelassen worden. Die bei Sanifätsrat Dr Klein aögela- denen Koffer sind vom hiesigen Soldatenrat revidiert worden und enthalten lediglich Vrivatsack>en.
FC. Aus dem Untertounvs. 28. Nov. Dem Händler Salomen Strauß aus Kemel ist die Ausweiskarte des Viehhandels- verbandes auf die Dauer von sechs Wochen entzogen worden.
FC. Nastätten, 1 . Dez. Die Kalksleinbeförderung auf der Kleinbahnsirecke Zahlhaus-Nastätten-St. Goarshausen ist wegen Streik auf der Gewerkschaft „Hibernia" bei Hohlensels eingestellt worden. Streikposten verhindern den Zutritt neuer Ar- beifer.
FC. Dotzheim, 28. Nov. Die Gemeindevertretung bewilligte dem Vorsitzenden des hiesiaen Arbeiter- und BauernratA für seine Tätigkeit den Betrag von monatlich 240 Mark.
FC. Engenhvhn. 27. Nov. Im hiesigen Walde wurde eiv Mann im bewußtlosen Zustande aufgefunden. der noch der Bür. germeisterei gebracht wurde, wo er sich bald etwas erholfe. E, gab an. Johann Jung zu heißen und in Wiesbaden in der Mo. ritzftraße oder Mauriziusstraße 7 zu wohnen. Er sei verbeirat« und habe Kinder. Die in Wiesbaden angestellten Ermittv' lungen hoben ergeben, daß.in keinem der bezeichneten Hause, ein Mann gleichen Namens anaemeldel. bekannt ist oder mißt ist. Wer ist nun der Anbekannte?
FC. Bus dem Dillkreis, 28. Nov. Oberhalb von Allendorf verlor der Führer eines mit Soldaten und einigen ArbeiteriTr- nen der Geschoßkobrik Würgendors besetzten Lastautos die Ge- wnlf über das Fahrzeug. An einer Kurve stürzte der Motorwagen nebst dem Dnhängewagen um und ein nachfolgende- Personenauto fuhr in den Trümmerhaufen. Ein Feldarauer und eine Arbeiterin waren sofort tot. ein weiterer Feldgrauer und eine Arbeiterin starben auf dem Transport nach dem Krankenhaus, während zehn Feldgraue und Arbeiterinnen mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Das Unglück soll auf dar Versagen der Bremse zurückzufübren sein.
AvS Nbeink,essen.
FC. Mainz. 28. Nov. Das Gouoernementsgericht wird fcu} die Tauer der feindlichen Vosetzvng von hier nach Bad.Nauheim verlegt.
FC. Mainz. 1. Dez. 5000 Zentner Kohlen für die Armerr hat die Firma Hch. Kalfe dahier der hiesigen Stadt gratis überwiesen.
FC. Kostheim. 1. Dez. Der 13jährige Sohn des Volenti« Müller dahier wurde beim Durchzug der Truppen von einem Krümverwagen überfahren und sehr schwer verletzt.
FC. Osthofen, 1. Dez. Der 16jährige Bernstoff stürzte vom Scheunengerüst in die Tenne und war sofort tot.
FC. Alzey. 1 . Dez. Der achtjährige Sohn des Arbeiters Kneib wurde von einem Militärauto überfahren und sehr schwer verletzt.
FC. Worms. 1. Dez. Der soeben aus dem Felde zurückge- ke>hrte Franz Bullinger aus Harxheim wurde auf dem Bahn- dämm fot aufgefunden. Der Verungl'Ückte hat wahrscheinlich den Bahnkörper betreten in dem Augenblick, als ein die Strecke passierender Abendzug heranbrauste und ihn erfaßte.
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Verantwortlich für den politischen und lokalen Otto
Hl r schel , Friedberg: für den Anzeigenteil: C. S ch m i d t, Filedberg, Truck und Verlag der „'Neuen Tageszerluns^ A- G., Friedberg i. &


