He geeignet erschein*, große wirtschaftliche und politische Werte zu gefährden stellen wir noch einmal mit aller Deutlichkeit fest- Keine der deutschen Funkenstationen befindet sich in den Händen irgendeiner besonderen politischen Gruppe: alle sind nach wie vor im Betrieb der Männer, die ihre technische Verwaltung auch schon während des Krieges inne hatten. Ebenfalls unwahr ist das Gerücht, Amerika habe wegen des Ueberganges unserer Funkenstationen in die Hände einer bestimmten politischen Rich- tunq den funkentelegraphischen Verkehr mit uns abgebrochen. Dieser Verkehr besteht nach wie vor. Die organisatorische Aus- gestaltung des Funkdienstes, die schnellstens zu Ende geführt werden fotl wird den Beweis erbringen, daß dieses wichtigste Instrument im Verkehr mit dem Ausland der Reichsregierung vollständig zur Verfügung steht. Dis dahin behält die Zentralfunkleitung die Führung in den Dienstbetrieben ihrer Funkstationen und den angegliederten Dienststellen.
Berlin. 2. Dezember 1918. gez. Lbert. Hanse.
(Pin Prufrt dkg DMglaWrMk!ilk?>.
Freiburg i. Br„ 2. Dez. (WB.) Der Reichstaqspräsident Fehienbach erhielt vom Reichstagsbüro heule folgerrdes Telegramm:
Von der Reicksregierung ist uns folgende? Schreiben zugegangen: „Die Rerchcregrerrng hat verfügt Sie zu beauftra,
gen. am 1. Dezember 1918 an -ie Herren Reichstagsabgeordne- ten nur dis Diüt-n auszahlen zu wollen, die im Falle einer erfolgten Reichstagsauflöfung bezahlt werden müßten. Zugleich bea.rftragen wir Sic. die Einziehung der Eisenbahnfahrkarlen der Herren Reichst agsabgeordneten veranlassen zu wollen
Ebert. Haase.*
Daraus hot der Re-.chstagspräsident an die Reichsregierung vnv das Reichstagsbüro folgendes telegraphiert:
An die Reicksleitung Berlin.
d 6aut telegraphischer Mitteilung haben Sie das Reichstags- küro angewiesen. am 1 Dezember 1918 an die Reickslagsabge- ordneten nur die Diäten auszuzohlen. die im Falle einer erfolgten Re ickstag«ouslosung bezahlt werden müßten, sowie die Einziehung der Enenbahnfahrkarten zu veranlasien. Diese Anordnungen pnd aesrtzwrdrkg. Die freie Eisenbahnfahrt ist durch dos Gesetz vom 22 >ni d. I. für die Dauer der Legislatur- periode die noch andauert, gewährleistet, und die Auszahlung der Dezemberdiätenrote darf nickt abhängig aemackt werden von der Fiktion einer Reickstaasauflösung Der Reichstag ist nicht aufgelöst und ich protestiere namens des Reichstags geaen diese Gejetzn rdrigkeiten. Die Regierung ist auch nickt berechtigt, dem Rerckslogeburo mir Umgehung des Präsidenten Weisungen zu- gehne zu lasten Ich habe dem Büro verboten der jetzigen Ver. fügung nachzukomme«. Fehrenbach. Reichst agsproside nt.
An das Reichstaasbüro. Berlin.
Die Verfügung der Rcichsregierung bezüglich der Diäten vnd der Frekiahrkarten ist. solange der Reichstag nickt aufgelöst ist. gc'etzn.'drig Die Regierung Hof auch nickt das Reibt mit Umgebung de? Präsidenten Ihnen direkte Weisungen zrckommen zu lassen. Ich habe gegen diese Gejetzwidrigkeiten protestiert.
Die Spnrtnkrrsgrnppe.
Berlin, 2. Dez. Ebenso wie die Sozialdemokratie und die dentlche demokratische Partei hielt auch der Spartakusbund gestern eine Reihe von Versammlungen ob. die zum Teil einen lärmenden Verlaus nahmen. Karl Liebknecht fand mit seinen Ausführungen stark-n Verfall zum Teil aber auch lebhaften Widerspruch. Er wandte sich gegen die Einberufung der Nationalversammlung. Die Verschwörung gegen das Proletariat und geaen die Sozialisierung sei gegeben. Was werde denn eine solcke Nationalversammlung anders sein als die Fort- fetzuna der Reicks^chwatzerdande. Auf die Soldaten sei ga: kein Verlaß Die meisten von ibnen machten die Revolution eben mit und warteten bestere Zeiten ob. — Rosa Luxemburg stellte fest, dar sogar d-e Unabhänaiaen nichts mehr mit der Svarta- kr-sgrl'vpe gemein halten und forderte dazu auf. die Waffen ,u ergrenen gegen die jetzige Regierung. Die Ziele der Spartakus- gruvve feien Vernichtung des Kapitalismus. Nichtiakeitserklä- rung sämtlicher Krieasanleihczeichnungen. Sozialisierung der Gkstv^boft Konfiskation sämtlicher Lebensmittel zum Zwecke der Verteilung. Heranziehung der ulten Regierung zur Rechenschaft über die bisher verfolgte Politik Als weiterer Redner und Rednerinnen sick gegen Rola Luxemburg wandten, wurden st? nkedergesckrien. In einer Versammlung erklärte ein Redner. um die Diktatur aufreckt zu erhallen, dürfe man vor de« schlechtesten Mitteln nicht zurückschrecken.
dürfe nicht glauben, sich dadurch weiß zu machen, daß es den Eharakter seiner Verbündeten anschwärze und die Eckuld oder die Sühne für die gemeinsamen Verbrechen auf die Schauester- staalen abwälze. Im gleichen Sinne äußert sich auch das „Zour- nach des Debets".
Aene Stellen.
Kurt Cisner.
?ln den letzten Toaen schien es. als ob die Tage Ei?ners seren. Seine Reden 'ander, lebhaften Widerspruch und bei erner Rcvolulionsseier wurde er sogar ausgepfiffen. In- fanden eifriae Besprechungen statt, als deren Ergebnis die Be.tat.aunq der Eisner'schen Diktatur anzuseben ist. Wäh. rend der Taae d7r Krisis soll es in Münck<.n ausgeschen haben He am ersten Tage der Revolution Bewaffnete durchzog ).e Strgnen und namentlich ist das Auslauchen zahlreicher Ma- xoK>n ausgefallen.
30. flcv. Sa? SVrti«fT 3*ofrrm?ornon, bl, „05et. nrniio babaurf., in tineir, üb^au? Tcficrrfen Artikel ffeaei, den baa,r>!».bn Mini-l,rprSsid,nf,n Kerl m*ntt. daß dieser Samuel Rormanowsky h-ih, uni au6 ßembcrg stamme.
Kein, SeparaisrlebcnKschliisse.
e ' r,i "' 3 - Tei - Der Frieben-schlns, mit den einzelnen beut* Wen Bundesstaaten wird ln ena.lilchen und franrästjch-n Auz. Iastun-en abaelehnl. die fich besonder, «,z,n Bayern richten. In „nem Leilar,ile, de, ..Time," wird Cidner Hab.
burdi bl, Derossentlichung nur den Nachweis erbrach!, dak IMDera der Mitschuldige Skalas uni Wiens war. Bayern
Berlin, 27. Non. Der unabhängige Sozialdemokrat Dr. HerzfeHd der im Reichstag den Wahlkreis Rostock vertrat, ist dem Staatssekretär des Innern, Professor Hugo Preuß. beige- crtnet worden' Herzfeld hat feine Tätigkeit bereits ausgenommen.
Berlin. 3. Dez. (WV.) Der Reichstagsabgeordnete Dr Ouarck ist zum Beigeordneten im Reichsamt des Innern ernannt worden und bat gleichzeitig den kommissarischen Auftrag erbalten, im Auswärtigen Amt gemeinsam mit Kautsky die Prüfung des Archivs vorzu nehmen.
Kämpfe in Oesterreich.
Budapest, 2 . Dezbr. Bei Theb?n-N?udors in der Nähe von Marckeag. wo die Tschechen gestern abend einem Per- fonenzug «überfielen, kam es zum Kampf zwischen ungarrschen, österreichischen und tsch>echlstf>6n Truppen. In den.Kanrps arftftn auch eben aus der Durchreise im Marcheaa beftndst^e deutsche Abtm.lunaen der Arnzee Mackensen ein. Nach mestr- stimdickem Kampfe wurden die Tschechen in die Flucht gejagt.
Budapest, 2 . Dezbr. (WB.) Das Dreffcbnr^au de? Krieasinittksterknms meldet- Die im Waatal pordringenden Tt-uppen griffen Iptvar und ^gsgoe an und gelanaten mit -bren Vorstufen bis Zeleniee. Sie begannen aus der ^nepd um Boestpen auch aus den nach Neutra führenden Wenen vorzudringen wurden aber pon Unfern National- aard"n zersprangt. Den ein getroffenen B-richten- zutolae beaeben die tschechischen Truppen an einzelnen Orten Plünderungen und Räubereien. Die bei Tvrnan stehenden l^chechischon Kräfte baben neuerlich ibr Bardrinaen flegen (5ifter beaonnen. Sie wurden aber non Presthuraer Truppen mit (^enebr- und Maschinenaewebr- und Artilleriefeuer zur'"'ckwfch.sggen. Cine tw Mgrortal vordringende nrnia* nische Kolonne erreichte Sachf.-Regem
Jndenverfolgung in Prag.
Prag, 2. Dezbr. (WB.) Wiener Korr-Bur. Um die Mittagsstunde sammelten sich auf dem traben mehrere b?mdert Personen an die vor einigen Däusern, in denen sich Geschäftsleute befanden, die Herausgabe der jüdischen De- stfter verlangten, mit der Begnindung. daß die Juden an dem seiend schuld ftien. das der f^rieg gebracht bab-. gelang ilmen auch mebrewr Geschäftsleute babbaft zu werden. Diese wurden tätlich in<utiest. Das rasche Eingreifen von Soldaten und Soko's verhinderte weitere Ausschreitungen. Man brachte die betreffenden (^schüst^leute in Schutzhaft, llm IV. Nbr wurde der Iosefsplah abgesperrt. Die Menge wo "nter stürmischen Rusen- Richtet die ^«denf Hängt ste anst Sperrt ste ein! (V>^{ ibnen (Traut zu Hessen als Kriegsbrckt^ vor das Deutsche Saus, in dem stch angeblich mehrere jüdische Geschäftsleute verhornen halten sollten. Dem Mi'itär gelana es. die Menge wiederum gegen den Pulverturni zurückzudrangen und den Graben abzusperren.
llik Jüdl'Ml'rs'"e in und Kalijikv.
Berlin, 30. Nov ^(WB.) Die Gesandtsck-aft der pol- Nischen Nepublik übermittelt uns folgende amtliche Meldung aus Krakau:
Augenblicklich ist fast überall im Lande die Ruhe wiederhergestellt. In Przemysl war das Banditenunwesen nur gering und wurde von polnisck^er Seite sofort erstickt. Die Urtock)e der Vorkommnisse in Lemberg ist die Auflösung der Miliz durch die Ukrainer, weil dadurch während und gleich nach den Kämpfen keine Sicherheitsorgane vorhanden waren. Ferner setzten die Ukrainer über fünfhundert Verbrecher aus den Lemberaer Gefängnissen in Freiheit. Diese plünderten Teile des jüdischen Viertels und zahlreiche christliche Ge- lckvifre und Gebäude. Amtlicherseits wurden sofort energisck« Gegenmaßnahmen getroffen und eine Hilfsaktion eings- leitet. Gegen fünfzig Banditen sind standrechtlich erschossen worden. In Lemberg und dem ganzen Lande wurde das Standrecht erklärt. Die Verleumdung gegen das polnisä« Heer, besten Anteil an der Bekämpfung der Räubereien auch jüdischerseits zahlreich anerkannt wird, werden entschieden zurückgewiesen.
Mit dcr Jsr i,?id friiif fnmilif frwM mnrbr.
Das Blatt „(Kolos Kiewo" berichtet, daß bei der Freiwil. llgev Armee der General Erischon Almasoff ankam. der folgende Einzelheiten über die Ermordung der Zcrrenfamilte berichtet: Die ganze Fonrilie wurde erschosien. der Zar. der Thronfolger, die Erzarin Alexandra Feodorowna. die Großfürstinnen Tatjana. Olga. Maria und Anastasia. Zugleich mit der Zaren- somilie wurden Dolgorkoff. der Leibarzt Botkin. die Leibvor- lesertn Schneider und andere Personen des Gefolges erschosien. Der Kammerdiener des Zaren wurde kurz vorher von Bols.che. misten verhaftet und kam ins Gefängnis. Dank diesem Um- stand gelang es ihm, sich vor der Erschießung zu reifen und werwolle Aussagen zu machen, die die Welt über dieses Er- eignis aufklären. Die letzten Wochen vor der Ermordung wurde die ganze Familie des Zaren in einem Zimmer gefangen gehalten, wo ihnen ein einziges Bett, zur Verfügung stand, auf dem Alexandra Feodurowna schlief. Die übrigen Mitglieder der Famrlte wäre« gedrungen, aus üartem Boden ohne jede Unter-
lag- zu schlafen. Im Zimmer defand sich Tag und Nacht ein« Wache der roten Armee. Die Gefangenenaufseher setzten die Gefangenen.unausgesetzt Beleidigungen aus. Keinen Augenblick blieb weder der Zar noch feine Familie ohne Aufsicht. Oft. weckten die Wächter die Gefangenen misten in der Nacht und zwangen sie aus die frechsten und zynistjschen Fragen zu antworten. Den unerträglichsten Beleidigungen waren besonders die Großfürstinnen ausgesetzt. Bei leinen Aussagen vor der Untersuchungskommission sagte der Kammerdiener des Zaren, daß der Tod für die ganze Familie eine Erlösung sein würde. Die Hinrichtung verlief folgendermaßen: Zn der Nacht zum
17.^ Juli teilte der Kommisiar Awdejest den Gefangenen mit. daß sie erschosien werden wiirden. worauf sie in einen Keller gebracht, an die Wand gestellt und erschosien wurden. Auf die letzte Bitte des Zaren wurde er mit dem kranken und und ermatteten Thronfolger auf dem Arm erschosien Die Großfürstin Tatjana Nikolajewna, die durch mehrere Kugeln verwundet worden war. wurde mst dem Gewehrkolben erschlagen. In der gleichen Nacht brachte man die Leichen aus Iekaterine'nburg, wo die Tat begangen wurde, weg und verbrannte sie 40 Werst van der Stadt entfernt. Der Kammerdiener des Zaren fand unter der Asche einen großen Diamanten, der der Großfürstin Olga gehörte Dieser Stein war von dem Kammerdiener des Zaren in die Wasche der Großfürstin esngenäht worden. Die näheren Umstände dieser schrecklichen Tat wurden durch eine von der sibirischen Regierung ernannte Untersuchungskommisston fest gestellt. Zu dieser Kommission gehörten zwei Universitäts- Professoren aus Tomsk, sowie Vertreter der Gerichtsbehörden aus Tomsk und Iekaterinenburg. Die Bolschemiki selbst berichteten schon am nächsten Tag von der Ermordung des Zaren; der Tod der übrigen Familienmitalieder wurde geheimgehalten. Im Keller, wo die §rsckies-«ng stattgefunden hatte, war das Blut vom Boden weggewilcht nn-d die Spuren der Kugeln an der Wand Lberiüncht worden. Desienunoeachtet gelktng es der Kommission alles zu entdecken. Ungefähr um dieselbe Zeit wurden in Wolopajewsk und in P-rm di- Großfürsten Johann und Igor Konstantinowitsch. Sergej Michaelomitsch uwd eine große Reihe ihnen nahestehender Personen ermordet. Es ginge» Gerückte um daß die Großfürstin Elisabeth Feodorown« lobt und sich im Ural aufhalte Ueber den Verbleib des Großfürsten Michael Al-xandrowitsch sind wsder im Ural noch in Sibirien Nachrick)ten vorhanden.
O Ktrntzvnrg, o. KtraWnrg!
. Ans Kehl bei Straßburg meldet man d^r Straßburger Zeitung: In Straßburg wurde in der Nacht zum Sonntag non Bürgern und Soldaten die Sckmtzhülle. die das Kaiser- denkmal umgab, erbrock^n und das Denkmal mittels eines St"ins vom Sockel gestürzt. Mit Hammer und Meißel wurde Stück um Stück von dem vielen Zentner sck)weren Denkmal abgeschlagen. Die Schar schleppte alsdann an ein-m langen Seile den Bronzekopf vom Denkmal Kaiser Wilhelms l. über das Pflaster und legte ihn zu Füßen des Standbildes des Generals Kleber. Etwas später zog die Menize vor das Hanptpostgebäude. um dort den Kaiser- slandbidern der Hauptfassade das g!eick>e Schicksal zu bereiten; indes standen an diesen Stellen die Monarcki-n viel zu stoch über dem Volk und waren a«ch mit Leitern nicht zu erreichen.
Verschiedene Vachrichtc».
Diebstahl im Berliner Schloß.
Berlin, 2ß. Nov. Wie eine hiesige Korlespondenz mifteilt, ist die gesamte Wäsche des Kaisers und der Kaiserin mit der Garderobe aus dem Schloß verschwunden. Die Spitzbuben habe» nur die StaatZgarderoben der Kaiserin in zerrisirnem Zustand zurückgelosien. Auck Kostbarkeiten und historische Gegenstände sind nicht auszusinden. Sie sollen ebenfalls gestahlen sein. Das Silberzeug und die Weinvorräle konnten in Sicherheit gebracht werden.
Verwertung des frei werdenden Armeematerials.
Berlin, 80 Nov. (WB. Amtlich.) Eine Hauptvoraus- setzung für die Wiederaufrichiung der heimischen Volkswirtschaft ist die restlose Erfasiung und Verwertung des ganzen durch die Dcmobilisation freiwerdeiden Arm-ematerials jeder Art. Wer Heeres- oder Marinegut verschleudert, schlecht beaufsichtigt, sich aneignet oder unbefugt veräußert, schädigt ebenso wie der Käufer solcher Güter unseren wirtschaftlichen Wiederaufbau. Er entzieht die Güter den Volksgenosien. die ihrer am dringendste» bedürfen, verhindert die Abbürdung unserer Schulden, zu der der Erlös aus dem geordneten Verkauf dieser Güter beitragen soll, und vermehrt die finanziellen'Lasten des gesamten Volkes. Es ergeht daher an jedermann der Aufruf, dazu mltzuhelfen, daß von diesen Milllardenwerten nichts durch Nachlässigkeit oder Untreue r~ T oren geht. Dabei darf nichts als zu geringfügig angesehen werden. Zur Durchführung einer geregelten Verwertung des frei werdenden Heeresaeräts itzder Art ist das im Bereiche des Reichsschatzamtes errichtete Derwertungsamt für fret werdende Heeres-. Marine- und sonstige reichsetgene Güter, Berlin NW. 7. Unter den Linden 78. ausschließlich bestimmt. Das Verwertungsamt wird Zweiganstalten in allen Bundes» staaten und an größeren Plätzen des Reick-es gründen. Alle Stellen werden ausgefordert, das Amt in seinen Arbeiten zq. unterstützen.
Ende des oberschlesischen Bergarbeiterstreiks.
Breslau, 2. Dez. (WB.) Der oberschlesische Bergarbelter- strrik kann als erloschen angesehen werden. Bei der heutige» <^rüstschicht wurde nur auf der Heduüg-Wunsch-Grube gestreikt. Dort fehlten von 660 Mann unter Tage 113 und von 888 Man» über Tage 440 Mann. In allen übrigen Gruben ist dir Arbeiß ! überall wieder ausgenommen worden.
Die Armee Mackensen.
Berlin. 1. Dez. (WB.) Die Waffenstillstandskommissto^ in Spua befaßte sich in ihrer gestrigen Sitzung mit der Frags, der Fnternierung der Armee Mackensen, über welche werter«.


