Ausgabe 
3.12.1918
 
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Italien Gefahren g-rroyr unÄ ihr Blut geopfert hatten. Zn strammer Haltung zogen sie vorüber. Offiziere und Mannschaf­ten. Infanterie. Netter. Artillerie und Train Mag guck manches Ma'l'ihre Uniform abgerissen ausgefehen haben, die Fülle von Blumen und Kränzen, mit denen die Soldaten geschmückt wur- L-en. ließ das leicht übersehen und Allen. Allen sah man die Freude an.-wieder in der Heimat zu weilen, die ihnen einen so herzlichen Empfang bereitet. So kehren keine Besiegten heim, das waren unbesiegte Helden, die stets den Sieg an ihre Fah­nen gefesselt hatten, die aber schließlich bezwungen durch die Uebermacht des Feindes, dessen Ueberlegenheit an Material und Munition, den Rückzug in bester Ordnung antreten mußten. Die siegesberauschten Legionen der Feinde können keine besiere Haltung bwcrhren, als-die Soldaten der 213. Division, die unter den Klängen der Marschlieder, die sie so oft zum Sieg geführt haften, ihren Einzug in die alte Kaiserstadt am Mainesstrom gehalten haben. Aber eins muß hcrvorgehoben werden: kein einziges rotes Abzeichen war bei den Truppen zu erblicken, wohl aber flatterten in unzähligen Fahnen und Bannern die Farben fchwarz-weiß-rot und mit Blumen und Fähnlein jeder Art waren Mann und Roß geschmückt, aber nicht einmal sahen wir die rote Farbe allein

Am Opernhaus fand die erste Begrüßung statt, die den Fehler hatte, zu lang zu sein. Zuerst sprach ein Vertreter des Soldaten rats und dann der Oberbürgermeister von Frankfurt. General von der Marwitz antwortete:

An der Spitze der fünften Armee, die fast vier Jahre an 0er Verdunsront dem Gegner getrotzt hat. ist die 213. Divi- sion, eine kampferprobte. ruhmvolle Division in den Mauern Frankfurts eingezogen. Es folgen ihr die übrigen Teile der fünften Armee die über den Rhein marschiert sind. Wir finden die Heimat in einem neuen Kleid, aber darunter schlägt das alte .Herz. Deutschland kann mir Stolz auf sein Volksheer blicken. Nur dem übermäßigen Drange einer Welt von Feinden weichend, ziehen wir bier ein. Dem Ar­beiter- und Soldatenrat gebührt Tank für seine Mitarbeit, die er schon für uns geleistet hat. Ferner gebührt Dank dem Stellvertretenden Generalkommando in Frankfurt, den staat­lichen und städtischen Bebörden. Besonders Ihnen, Herr Oberbürgermeister. gebührt besonderer Dank, da von Ihnen die Anregung gekommen ist. daß hier ein geschlossene'' Truppenkörper einzog. Mit besonderer Freude begab ich mich an die Spitze der Truppen, da mir Frankfurt noch aus meiner früheren Tätigkeit bekannt war. Seien Sie über­zeugt. dak meine Truppen einen starken Eindruck von der Kraft und dem Gebalt des .reuen deutschen Volkes haben! Wenn nachher die Glocken läuten werden, dann werden wir derer gedenken, die ihre Treue durch den Tod oder lange Krankheit b'.megeln mußten. Möge die schöne Stadt Frank' furt der Mittelpunkt geistigen und kommerziellen Lebens werden und ihr beschieden sein, die Stelle einzunehmen, die ihr an denk westlichen Teil des deutsä^n Vaterlandes gebührtl Auf eine glückliclv Zukunft der altebrwürdigen Stadt Frank­furt und ihrer Bewohner brachte der General ein Hoch aus.

Nach den Ansprachen ertönten die feierlichen Klänge von Beethovens: »Tie Himmel rühmen", gesungen vom

Opernchor über den Platz.

lieber die Zeil die mit ihrem Schmuck und den un­zähligen Mensck-en. die bis hoch auf den Dächern und auf allen Gesimsen und Vorsprüngen der Häuser Platz genommen hatten und die Einziehenten mit wehenden Tüchern und Will­kommrufen begrüßten, einen »nbeschreibbaren Anblick ge­boten hat. ging der weitere Einmarsch.

An der Friedberger-Anlage fand dann eine Parade statt, bei der nach Ansicht von Sachverständigen alles klappte, wir in den besten Zeiten von früher.

Veber das Ganze nur noch ein Urteil der demokratischen Frankfurter Zeitung" die sich zu allen Zeiten in der Be­kämpfung des Militarismus nicht genug tun konnte:

Vieles mag man gegen den preußischen Militarismus zu sagen haben, aber die pom Siegestaumel erfaßten Heere unserer Feinde mögen nicht in strengerer Zucht in ihre glück­lichere Heimat zurückkehren als unsere vom Schicksal hart ge­prüfte Armee nach diesen letzten Monaten der Irreführung und Enttäuschung in ibr mißhandeltes Vaterland, lind das ist Verdienst deutscher Männererziehung seit Generationen. Man mag ihre Schaitense'iten beklagen, aber man muß sie gelten lassen." Sapieuti satl Tem Einsichtigen sagt das genug!

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A"s der * e'umt.

Fr'edüerg, 3 Dez. Gestern mittag zog zum ersten Mal? die W che der Sicherheitstompagnie nach altem Brauch auf. Den entert Ortsdienst übernahm ein aus dem Felde gekommener Angehöriger des aktiven Infanterie Regiments Nr. 117, Herr Leutnant Hcok. Ohne Zweifel war der Eindruck den die Leute machten, ein recht guter, fodatz die Ko.mpagnie unter Führung des f"wrn Leutnants Blum, der sich ebenfalls an der Front des öfteren hervorragend ausgezeichnet bat. sich des Vertrauens der B>,-vclkerung erfreuen dürste Hotten wir. daß das Bestehen -er Sickerbeitskomprgnie uns der Serge um Nutze und Ord­nung enthebt.

Vom Generalkommando. Dos Generalkommando des 18. -Irmee'crps wrrd vorläufig seinen Sitz nicht wieder in Frank­furt nehmen, sondern in Bad Nauheim. Das Stellvertre­tende Generalkommando des 18. Armeekorps dürfte demnächst aufgelöst werden. Das Franlfurter Lrndstnrm-Infan1cr:e-Er- lletz-Bataillon IS« 21 wird nach Dillendurg verlegt, das Insan. Serie-Regiment 81 nach Braunfels bezw. Wetzlar, das Feldart.. Regiment 63 nach Schlüchtern bezw. Sarnau. Dos Frankfurter Kommando der Luftstreitkräfte erhall fernen Standort in Dad° ^arche-m. Die Verlegungen sind notwendig, da Frankfurt in kne vom Militär zu räumende Zone fällt.

Mitteilung der städtischen Dekleibungsstelle. Nach der am 27. November d. I. tu Kraft getretenen Bekanntmachung der

f Relchsbekleidungssteste brauchen für nachstehend «rufgeführte Gegenstände keine Bezugsscheine mehr ausgestellt zu werden.

Handschutze, Bettüberdccken, Wachstuche, Leinenstickereistoffe und leinene undichte Gewebe, Gamaschen. Herren-Schlafröck« und -Westen, imitierte Pelzwaren. Korsetten. Gürte! jeder Art. ob- gepaßte gewebte und bedruckte Tischzeuge, Kragen und Man- fd^tten, Einsätze und Vorstecker. Taschentücher. Spielwaren. Scheuertücher sowie Stoffstücke bis 50 Ztm. lang ohne Rücksicht auf den Kleinhandelspreis. In der Bezugsschein-Erteilung sind noch einige Erleichterungen eingetreten, insbesondere eine, wonach für die Zeit bis 8. Januar 1919 für jede weibliche Per- fon zwei Bezugsscheine für Frauen und Mädchen Oberkleidung aus Antrag erteilt werden kann. Der eine kann lauten nach Wahl entweder aus fertige Waren oder auf Stoff auf ein Kleid beliebiger Art oder Teile desselben. Der zweite Bezugs­schein ist auf einen Mantel zu erteilen. Für jede zu versor­gende männlick)e Person ist wahrend dieser Zeit auf Antrag ein Männer- oder Knaben-Wintermantel, oder Stoff dazu zu er­teilen. Eine gleiche Erleichterung fiir sonstige Männer-Ober- kleidung ist nach Lage' der Dinge vorläufig nicht angängig.

Die Viehzählung am 4. Dezeml>er, deren Unterlassung vom Kriegsernährungsamt beantragt war. findet nunmehr doch statt. Sonett die Zählpapiere nicht rechtzeitig in den Gemeinden ein- treffen, ist die Zählung unmittelbar nach Eintreffen der Zähl­papiere vorzunehmen.

Staats dorlchn. Die Landeskommission für Kriegsdarlehen gibt bekannt, daß vom Kriege betroffene Kriegsteilnehmer Staatsdarlehen erhallen können, deren wirtschaftliche Gefähr­dung eine Folge des Krieges ist. Voraussetzung ist selbstver­ständlich die Kreditvürdigkeit. namentlich persönliche Tüchtigkeit. Rückzahlung des Dorlehns soll am Ende des dritten.-vierten und fünften Jahres erfolgen. Ar trage können an die Krcdilgcnossen- schaften, an die Sparkasien des Bezirkes, die Landeshvpotheken- bank. an die Handwerker Zcnfralgenostersckaft oder auch an die Landeskommifsion für Kriegsdarlehen selbst,-Wilhelminenstr. 3, in Darmstadt gerichtet werden.

G'cchen, 27. Nov. In Gießen Haffe sich am 12. November ein vorläufiger Kreisbauernrat gebildet. Nachdem nun in fast allen Gemeinden hes Kreises Bauernräte gewählt sind, war dre Möglichkeit gegeben, den Kreisbauernrat endgültig zu konsti­tuieren. Zu diesem Zweck hatte der Vorsitzende des vorläusigen Kreisbauernrats. Herr Landtagsabg. W. Fenchel, Obec- Horgern. d'e Ortsbauernrc'te des Kreises Gießen zu einer Be­sprechung nach Gießen geladen. Nahezu sämtliche Gemeinden 'des Kreises narcn durch Bauernräte vertreten Der Vorsitzende und Sekretär W a g n e r - Gießen gab"n zunächst der Versamm­lung über die seither unr-rnommenen Schritte Ausschluß. Haupt- auhrabe jedes einzelnen in dieser schweren Zeit ist es. dazu beirutraaen daß in erster Linie die Ernährung der Bevölkerung sichergestellt wird und Nutze und Ordnung aufrecht erhalten bleibt Die Landwirtschaft hol also große Pfl'.chten zu erfül­len ihr müsien ober auch Rechte zugebilliat werden. Die

Bauern müssen willen, was mtt den von ihnen obgelieferten Erzeugnissen geschieht und müsien Ecnfiuß hoben auf die Preis­gestaltung kn-r landwirtschaftlichen Erzeugnisie. Deswegen ist der Zusammenschluß der ländlichen Bevölkerung dringend not­wendig gewesen, um Hand in Hand mit den Arbeiter- und Soldatenräten diese Fragen zu regeln. Bei der daraus folgen­den Diskussion wurden lel-bafte Klagen laut über das zur Zeit bestehende Wirtschaftssystem. Es wurde unter anderem Klcue geführt, dnß die Bezahlung für die abgelieferten Erzeuanisie oft lange auf sich warten ließe, über ungerechtfertigte Abzüge, über Druschprämien und vieles andere. Sekretär Wagner betonte daß die mangelhafte Auszahlung erne Folge des Fehlens der Zahlungsmittel lei. Gegen dte widersinnige Druschprämie ba­den sich Landtag und Landwirtschoftskommer gewandt, doch wurde von Berlin anders verfügt Auch wurde die Frage ge­stellt. ob es denn notig sei. daß die Mühlenkontrolle von Ber­lin ausgeübt würde und cb Hetzen nickst in der Lage sei. ver­trau ensrr ürdtge Personen zur Kontroll'» der Mühlen selbst zu stellen Die Milchverlorgung würde bester werden, wenn die örtlichen Bauernräte die Kontrolle über die Milchablieferung in Händen hätten. Das vorläunge Broaromm des K^eisbauern- ratz wurde mit einigen Zusätzen (Punkt 79) gutgeheißen. Es lautet' 1. Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung. 2. Nachdruck!ist,-' Bekämosimg des Schleichhandels und der Hamste­rei 3. Sicherstellung der Landwirtschaft gegen unberufene Neberqriffe. 4. Arbeitsvermittlung: a) menschliche Arbeits­kräfte: b) tieristbe. 5. Kontrolle über die abgelieierten Nah­rungsmittel bei den zuständigen Verbänden durch Kommissionen aus Bauern. Bürgern und Arbeitern bestehend. 6. Engste Fühlungnahme mit den Arbeiter-, Soloaten- und Bürgerrcffen. 7. Eintritt für eine gesunde Flnonzwirtschast. 8. Alle seither durch Kommissionen ausgrführten Neckte gehen auf den Bauern- rat über. (Viehkommissioneu usw.) 9 Regulierung der Preise für die Lebensmittel Eine Erweiterung des Programms wird bei Bedarf späterer Beschlußfassung Vorbehalten. Darauf wurde zur Vornahme der Wahlen geschritten. Herr Fenchel fi'hite aus. daß die Gczchöfte des Kreisbauernrots seither durch ihn, Sektretär Wagner. Fr. Nazcrenus und die beiden Vertteter des Gießener Vauernrats G o 1 t m a n n und W i n n geführt worden seien. Tue Versammlung wählte die drei erst- genannten Herren in den geschaitsführenden Ausschuß und ist damit emverstonden. daß die beiden Gießener Herren nach wie vor dcm geschäftsführenden Ausschuß ongehcren. Dem ge- jchäftkführenden Ausschuß wurde das Recht zugesprochen, bei Bedarf u eitere Mitglieder her anzuzi eher,. Dem Kreishauern, rat gehören als Mitglieder an. Wilhelm Weckmann-Eber- stadt. Lehrer Iakob-Ober-Bessingen. Gg. Fr. Müller-Belle's. heim. Krd Hannack Sleinbcrg. Karl Iöcko! VI. Grünberg. Hch Meier I-Großen-Bujeck. Eemerndercchner Berlin-Londorf. Hch. Mohn.Grünrngen und Hauptlebrer Bach-Großenlinden. Außer­dem wurde noch ein Ernährungsausschuß gebildet, dem folgende Mitglieder angeboren: Bürgermeister Schmidt-Trohe. Heinr.

Gg. Scheld-Hungen. Lehrer Weisel-Garbenteich. Ph. Sckmidt- Albach. Krd. Seibert-BirNar, Hrch. Zikann-Lindenstruht. Friedr. Deibel 1 ^ .-Wieseck. Bürgermeister Knauf; Stangenrod. Wilh.

Decker-Bersrod, Karl Iung-Hoizhcim und Landwirt Prerß,

Gießen. Das Geschäftszimmer des Kreisbauernrats befiidef sich in Gießen. Friede rchstcaße 6 p und ist unter Nr. 166 t^le* fcnisch zu erreichen.

Gießen, 29 Nov. Heute tagte in Gießen eine Versammlung t<r Kreisbaucrnräte der Provinz Oberhesien. Es wurde ei» oorläuf'ger geschäftsführender Ausschuß gewählt, dem die Her« ren:' Landtagsabg. W. F e n ch ? l - Ober-Hörgern. Sekretär Wagner- Gießen und Laiidwirtschastslehrer N o s-Düde!sheim angehören Das bekannte Programm des Provinz-DauernratG wurde um zwei Punkte erweitert und zwar: 1. Aufhebung der Fldeikcmmisie und Verteilung allen in toter Hand befindliche» Grundbesitzes zum Zwecke der Gründung kleinbäuerlicher Ansied­lungen. 2. Beseitigung der Patronate und oller Vorrechte und Berechtigungen der Stai'dcsherrn. insbesondere auch der Jagd und Flsdiereiberechtigangen, die nicht ans einem jedem Bürger zugänglichen Wege erworben sind. Rach der endgültigen Kon- siituierung der Kreiöbauernräte sollen diese je zwei Vertrete» als Mitglieder für den Provinzbausrnrat namhaft machen. Diese sollen in einer übernächste Woche stattfindenden Versamm­lung über die endgültige Konstituierung des Provinz-Vauern- rates Beschluß fasten.

Dre juristische Fa?ultai der Universität Gießen wird vom 3. Februar bis 29. März 1919 einen Ferienkurs für Kriegsteil­nehmer abhalten. Es werden die Hauptqebiete des Rechts und womöglich der Staatsmisienichaften behandelt werden. An­fragen sind an das Sekretariat der Universität zu richten. Es wird dann der genaue Studienplan zugesendet.

st. Hanau. 29. Nov. Für den Regierungsbezirk Kasiel ist unter finanzieller Beteiligung des Staates und öffentlicher Verbände nach dem Vorgehen anderer Provinzen und Regie* runosbezirke die Bildung einer Siedlungs Gefellichaft mit be­schränkter Haftung geplant. Der Zweck dieser Gesellschaft ist in erster Linie die Beschaffung und Erhaltung von Wohnstätten und zwar besonders Kleinsiedlungen, namentlich für Kriegsbe­schädigte. Daneben soll die Gefellichaft Zusammenlegungen und Meliorationen von Grundstücken fördern, Hypotheken- und Grundstücks-An- und Verlaufe vermitteln, Auskünfte in Güter- vermittlungs- und Erundftücksfragen erteilen, und in alle» sonstigen die Kleinsiedlung betreffenden Fragen den Interesten­ten zur Hand gehen. Es handelt sich nlso um eine Gesellschaft. deren Ziele und Zwecke im allgemeinen Intereste liegen und die witbin als ein gemeinnütziaes Unternehmen anzusehen ist. Die Stadt Hanau ist der Gesellsdmst mit einem Betrage von 10 000 Mark beig-etceten. enrs;wechend dem Vorgehen anderer Städte und Kreise des Regierungsbezirkes Kostet. Gezeichnet haben bisber nach einer Mitteilung des Herrn Oberpräsidenten: die Stcrdt Kaste! 100 000 Mark, der Landkreis Kastei 2.' 000 M.. der Kreis Ziegenhain 20 000 Mark, der Kreis Elchwege 15 0rw3 Mark, die Stadt Efchwege 15 000 Mark, der Kreis Homburg 15,000 Mark, der Kreitz Fulda 10 000. der Kreis Kirchhain 10 000 Mark, der Kreis Rotenburg 5 000 Mark, der Kreis Schmalkalden 5 000 Mark.

FC. Aus dem Landkreis Wiesbaden. 28. Roo. In Dotzheim sind 180 Einwohner auf dem Felde der Ehre gefallen, in Son* »enberg 120. in Nambach 60.

nv Heimkehr.

Euch grüstt die Heimat so innig und warm.

Denn treu war das Herz und stark Euer Arm

Der's Vaterland hat behüttt

Vor Kriegesgrenel. vor Elend und Tc^

Ihr littet lieber die bitterste Not Damit der Krieg hier nicht wütet

Was hieltet Ihr aus wohl,übep vier Jahr,

Was galt Euch Entbehrung, was Euch Gefahr?

Ihr lerntet den Tod verachten.

Für Vater für Mutter, für Frau und Kind Wart tapfer Ihr wie es Germanen sind

Und Sieger in hundert Schlachten.

Wie lieben wir Euch. Ihr Helden von Stahl.

Wie preisen wir Euch viel tausendaial.

Wie können wir es Euch danken.

Daß Ihr gestritten, gehungert, gewacht In Hitz und Kälte hei Tag und Naä)t,

Wenn viele dabei auch sanken.

War auch zum Schluffe nicht mit Euch das Glück Ihr dürft doch mit Stolz erheben den Blick;

» In Wahrheit seid Ihr die Sieger.

Kein Auge darf leuchten so l>ell und frö Denn Ihr wart in Not und in Tod dabei.

Ihr tapferen, deutschen Krieger!

Franz Hax, Frankfurt a. M.

Kirchliche Nachrichten.

Gottesdienst in der Burgkirche. ^Mittwoch, den 4. Dezbr.. abends 8% Uhr: Advent? andacht. Herr Pfarrer Ritter.

C \rbtffi'Hflrktanifilff des frrrjsar-l.eitsnackiu-rise, u. *. ^UfU9dlflllUU!!|fl$lTKjlfsdieustmrld-Zrlls Frledberg.

Offene Stellen:

10 landwirifchastliche Tagelöhner. 4 Fuhrleute, 81 Knechte,

1 Knechtefamilte. 10 Tagelöhner zum Weiden d)neiden. 1 Der- waller, 1 wäitner. 2 Bäcker, 1 Hausbu che, 22 Dientzmosde. 1 Wienerin, 3 Wirt,cha,lerinnen, 0 Hausmädchen, 1 Mouarsflau bet guter Bezahlung.

Stellensuchende:

Mehrere Melkeriamilien und ledige Melker, 2 Bllrofräulein.

1 Dürogehilfe. 1 Verkäuferin oder Kaisiererin.

VeramworNlch für den poitischen und lokalen Teil: Otto H i r i d) e l. Fijedberg; für den Anzeigenteil R. ferner, FNedderg. Truck und Verlag txiNeuen Tageszeitung*,^ A- G., Friedberg i, H.