Ausgabe 
1.12.1918
 
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iMjjlcn soll befugt fein. alle jene Persönlickkeiten zu vernehme^ die zur Zeit des Kriegsausbruches die Geschicke der einzelnen Lüud.'i bestimmt haben, sowie alle Zeugen, deren Aussagen für dir BeweiZerh tung von Bedeutung sein könnten.

Seid stostl

Koblenz. 28. Nov. Der Regierungspräsident macht zur Besetzung des Regierungsbezirks Koblenz folgendes bekannt:

D-er Bevölkerung ist im Verkehr mit dem Feinde ein ruhiges angemessenes Verhalteil zu empfehlen. Nur wenn pe dem Feinde mit deutsck/Sm Sto^e begegnet, wird sie auch von ihm diejenige achtungsvolle Behandlung erfahren ans die sie nach den Heldentaten unserer Truppen Anspruch hat. Leder Mann, jede Frau mufe die deutsche Ehre und Würde Hochhalten. Jeder möge zur Anftechlerhaltng der Ordnung und Ruhe beitragen.

Weiter wird amtlich bekannt, daß die deutschen Polizei- trvppen in der neutralen Zone bleiben dürfen, jedoch behält sich das Oberkommando der Verbündeten das Recht vor. ihre Stärke zu bestimmen. Wegen Belastung der Gendarmerre in, Räomungsgebiete steht die Entscheidung noch aus. Wehr­pflichtige deutsche Arbeiter und Beamte sind nicht zurück- L'rziehen. Arbeitskräfte haben an ihren Arbeitsstellen zu bleiben.

Herr Kurt Msnrr.

3Vt bekairnts Dichter Otto Ernst richtet an Herrn Cisner hi München, der bekanEch durch Vcrösfentlcchnng aus dem kanarischen Slaatsarch'v o?c deutsche Regierung mit der Kriogs- fckulb zu belasten droht. ».inen ostenen Brief, der vortreffliche Wahrheiten enthält. Uns scheint die folgende Stelle besonders benierkensa ert:

Sie scheinen allen Ernstes zu giauben. daß Grey ehrlich den Frieden wollte. Fragen Sie einmal Ihren englischen Partei­genossen Bernord Shaw. Er lacht sich einen Ast über den Gimpel Lichnowskn der auf dce englischen Vorspiegelungen hmeinfiel. Wie lauter und rein Ihre Schützlinge, die Fran- zssen. Engländer. Italiener. Polen usw. sind, das sieht Ihr un- gemem klarer, offener und scharfer Blick offenbar an der kind­liche Unschuld, mit der diese Edetvö.ter fetzt nach ollem langen. tt>c§ ihnen sicher nicht gehört Ich iraue Ihnen felbstversiänd- ltch ntif>r die bodenlose Gemeinheit zu. dag Sie diese Völker Leißbrennen wollen, um Ihr eigenes zu besudeln. Sie bilden sich csserbar etn, daß die Fei nee urs mit Achtung. Liebe und Brüderlichkeit behandeln werden, nenn wrr uns recht klein und verächtlich macken. Bespucken melden sie vor uns: st' tuns \d schon: das ist Ihr Erfo g. R-den S.e einmal die evtgegenge- setzte Sprocke m.'t unirren Feinden sagen Sie Ihnen: ..Wenn

eure Friedeusbedrngvngen auch nur annähernd das Gesicht eurer Wafsensiillitarwsüedingungcn tragen, dann ,st der erste Tag des Friedens der erste Tag de- Rache Die Franzosen haben uns ja gelehrt, wie man U Jahre lang die Rache vorbereitet. Dann ist die runze kommende Geschickte eine ununterbrochene Blut­rache nach korsischem Muster. nicht, weil die Deutschen rachsüchtig wären, sondern weil dann die Rache e-ne historische. nein, eine Naturgesetz licke Notwendigkeit und Seckstrersrcndiichkeit ist. Ihr Fe ndr seid nur furchtbar w.it siebenfacher U ebermacht und mit Hilfe vierfachen Verrats wir Teuricken sind unseren Fein­den auch dann furchtbar geworden, wenn wir allein standen und noch viel kleiner waren als fetz: *

Reden Sk diese Sprocke, und S'e werden wenigstens dos eine bei unseren Feinden erzielen'. Achtung.

*

Ueber die Verhaftung eines nach W'en bestimmten Ku, riers der Rercksregrernng in München terlt die ^Germania" «ach folgende bemerkenswerte Cinrelheitc^u. mit:

..Ter Kurier war von unserem A"Lwärtrgen Amt in jeder Weile k»rnurrgsmatzig mrt Legitimat'cuspnprcren usw. ausgs* rüstet. Seine A5renta>che. von der sich eia diplomatischer Ku­rier «re trennen darf, »oar tu der ribl'chen Weise versiegelt, kn«zum. es war alles ge-hehen. den Maarr für alle Behörden, snit denen er »n R.rüoruru. Ictiacuw konnte, einwandfrei aus- ßuweisen. Trotzdem ist er in München verhaftet worden und zwar unter voller VeranLn-rrlmkü des Volksbeauftragten Eis­ler. Die Aktenrasche vmrae dem Kur.cr abgenommen, das Verchsfiegel derselben wurde erbrochen, und wicht anders verfuhr Sran mit Len Briefen, die die Tasche enthielt. Darunter befand stch e.n Kuvert mit 000 Marc. d:e für Löhne des diploma­tischen Per/onals rn Wien bestimmt waren Eisner hatte noch dir Kühühe.t gehabt in diraw Tagen das Berliner Amt darüber zur Rede zu stellen, wie es 3cim komme, solckre Gelder fortzu- schlcken Ist rm sozialistischen Start der Arbeiter denn nicht des Lohnes wert?"

Das Matt meint, unter normalen Derhältniffen bedeute e'n dciartiaes Vor zehen im Völkerrechts!.': rkehr den Casus belli. Jedenfalls ist di: ganze Auzelegercheir be-erchnend für di« Wirt- f«i-c , : t die Herr Eisner in Deutsch'.and etablieren möchte, und solange die Reichsregierang derartige Ungeheuerlichkeiten hin- plrau.t. werden sie nicht ab; lauen. sorckerw sich noch steigern.

Verschiedenes.

Die Besetzung der Brückenköpfe.

Genf. 30. Nov. Das Presiedureau des französischen Kriegs- Alinisterlums hat folgende Mitteilung veröffentlicht:

Die Besetzung der Brückenköpfe auf dem rechten Rheiwufer A endgültig wie folgt geregelt: Die Belgier werden die

legend von Düsseldorf besetzen von der holländischen Grenze v»is zur englischen Zone, die die Gegend von Köln umfaßt mit fcen Hinterländern zwischen der belgischen Grenze und dem IU-ein. Die Amerikaner)ließen sich südlich an die Engländer «n. Sie besetzen Koblenz und das Hinterland bis zur luxem­burgischen Grenze. .Rechts von ihnen besetzen die Franzosen Mainz, das Gcoßherzogjum Luxemburg und die Pfalz.

Belgien gerSumt.

Haag, 29. Nov. Hollarrdfch Nieuwsbureau meldet aus Lon­don: Belgien ist nunmel)r von deutschen Truppen geräumt.

Oestlich von Bergen sind nur sehr wenig Verheerungen und Zer­störungen festgestellt worden. Im Gebiet zwischen Mous und Eharleroi sind die Fabriken und Bergwerke wieder in Betrieb. Die französischen Heere haben die deutsche Grenze überschritten, die britischen Truppen heben die deutsche Ereirze erreicht.

Ter englische Vormarsch.

Hott. Grenze, 30. Nov. LautNieuwe Rotterdamsche Eonrant" meidet Neurer: Tie britischen Truppen haben die deutsche Grenze bei Starelot und Behn erreicht. Seit dem 11. November sind über 1400 deutsche Geschütze in die Hände der enaliichen Truppen gefallen.

König Albert hielt heute seinen Einzug in Lüttich. Es wird ein Besuch Poincarös und Fachs in Brüssel ange­kündigt.

Die Kämpfe in Estland.

Helsingsors, 29. Nov. (WB.) Von den Kämpfen in Est­land liegen neue Einzelheiten -vor. Nacktem die Bolsche­wisten Narwa nickt nur vom Lande aus. sondern auch von der Seeseite zu beschießen begannen und die dortig« Ar- beiterbwokerung aus dem Hinterhalt zu beschießen begann, räumte die dortige deutsche Division gestn'n die Stadt plan- ncäßig und befindet sich auf dem Rückmarsch noch Wesenberg. Bei Pleskau sollen deutsche Truppen erfolgreich Widerstand leisten. Tie Nachricht, daß Tünaburg von den Bolschewisten genommen wurde, entbehrt jeder Grundlage. Tie Esten sind um das Schick'a! ihres Landes in großer Sorge. Sie sehen sich aüßerstande, sich niit eigenen Kräften der vorgringenden Bossckewisten zu erwehren und wenden sich mit dringenden Bitten um Hilre hierher. Gegenwartia hält sich hier ein Mitglied der estnischen Negierung auf, um nicht nur bei den Vertretungen dep Entente, sondern auch hei der finnischen Regierung für eine Hilfsaktion zu Gunsten Estlands zu wirken. Es verlautet, daß auch «in Entsendung finnischer Truppen gebeten sei.

Erptosr^n von Munitionswagen.

Haag, 29. Nov. Von der belgischen Grenze meldet bas Vaterland": Wie wir vernehmen, ist bei Als in der Nähe von Lüttich ein Zug mit 60 Munitionswagen explodiert. Man spricht von SO Toten und einer großen Anzahl Ver­wundeter. Ter Materialschadeil soll ungeheuer groß sein.

Ans der Leimal.

Fricdbcrg. 2. Doz. Am 3. Dezember feiert Herr Willy Schönberg und desien Ehefrau daß Fest der silbernen Hoch­zeit. am gleichen Tage feiert das Mädchen Elise Wien ihr 25- jähriges Di-»rftjubUäum im Haufe des Herrn Willy Echöuberg.

Friedberg. 1. Dez. Die Delegierlen-Versammlung der Ar­beiter- und Vauermäte aus dem Kreije Friedberg, di« gestern hier im Ratskeller ftattfand. war von über 109 Teilnehmern besucht. Der erste Redner, Otto H r r s ch e l - Friedberg führte einleitend die Gründe auf. die zu der raschen Umwälzung der bestehenden Verhältnisie geführt hatten. Das Sehnen des gan­zen Volkes, aus dem Sumpf von Blut und Tränen herauszu- tommen. der völkerverderbende Mamnlonismus, der allmälig die weiLeften Kreise ergriffen habe, die Auswüchse der zivilen vnd militärischen Bürokcatie hätten die Wege geebnet. . Jetzt gelte es vor allem, alle Bestrebungen zu uwerstützen. die darauf Hinausliesen. Rlche und Ordnung im Lande zu bewahren, um unser Doterland vor dem schlimntsten zu bewahren. Deshalb folge man der Mahnung der Reichsleitung und der führenden landwirtschaftlichen Organisationen zur Gründung von Vauern- räten. die Hand in Hand mit den bestehenden A.- und S.-Räten zu arbeiten hätten. Wenn dabei ein gegenseitiges Verstehen erzielt werde, so fei schon viel gewonnen. Es gelte, die Er­nährung des Volkes zu sichern, da müßten die -Arbeiter- und Bauernrüte auf dem LmÄre einig gehen. Das alte Haus sei kingestürzl, nun müsse an seine Stelle ein neues Haus gebaut werden, mit wohnlichen Räumen und Werkstätten, aber auch mit Stallungen und Scheuern. Der Dorsitzends Nepp- Fried- berg tonnte im allgemeinen seine Zustimmung zu diesen Aus­führungen aussprechen, n rückte ab von den Bestrebungen, die sich außerhalb der Wirkl'chkert setzten. Die folgende Aussprach« war eine recht rege. Hoferberth - Vilbel brachte die Mllch- versorgung zur Sprache, ebenso W o l f-Wölfersheim, Schäfer- Niedererlenbgch forderte, daß die Arbeiter- und Vauernräte selbst die Kontrolle au:übten. Ausführlich ging Herbert- Obererlenbach auf die Milchsrage ein. Die Hauptschuld an dem Milchmangel treffe nicht dre Dauern, sondern die Landes-Milch- und Fettstelle mit ihren verkehrten Maßnahmen, ganz falsch sei das sog. Umlageoorfahren. wo vielfach Leute, die nichts da­von verständen, Vorschriften machten, wieviel MUch die Kühe geben sollten. Auch die hohen Preise der Diilchkühe trügen zu dw geringen Mllchli '' ung bei. Man muffe bei der Milch, bei Kartoffeln und überall d i e Bakwrn beim Ohr nehmen, dre nichts oblieferten Auch Oek.-Nat Hensel besprach eben­falls eingehend die Milckfrage, die eine der schwierigsten fei. Es seien verschiedene Ursachen, warum die Produktion zucück- gehe, bei der schlechten Fütterung gaben die Kühe nur noch 50 Prozent der Milch gegen früher, dann die hohen Preise der frisch­melkenden Kühe, zwischen Ankauf dieser Tiere und dem Ver­kauf der Fettgemachten liege ein Verlust von ungefähr 1400 Mk. Es käme ferner dazu, daß die Stadt Frankfurt bei weitem nicht in dem Maße Kühe einsielle wce früher, ihr sei der Verlust zu groß, sie mute aber den Bauern zu, daß sie ihn tragen sollten. Direktor B i 1 l - Riederweffel stellt fest, daß es e'ne Pflichtliefe­rung ven 2 Liter nicht mehr gebe, die ganze Milch, abzüglich der für den Haushalt gebrauchten, müsse abgeliesert werden. Die Hamster selbst seien oielfuch Schuld an den hohen Preisen. Mi der Umformung des Obrigkeits- in den Bolksstaat müßten alle helfen. Kötter-Großkarben zeigte, wie der Arbeitcr- Baukrn- und Soldatenrat in Ecoßkarben erfolgreich vorgegan­gen jei. Ro h l - Rodheuz» v. d. H. erklärte, daß die Arbeiter-,

Bauern- und SoldatenrLie z. B. die hockffte Instanz seien. Rach all' den Ausfüh.unqcn frage N'.an sich, wie so was bei dem gro­ßen Beamten.Apparat möglich gewesen sei Der Bürokratismus und der Militarismus hörten uns so weit gebracht. Die Schäd­linge im Belksleben müßten beseitigt werden. Die Männer dcr schwieligen Faust müßten sich verstehen. F a tz - Oberxosbach meinte, daß die Arbeiter- und Vauernräte geschaffen feien, unr. Ordnung zu schaffen. A'a l z - Niederwöllstadt bringt örtliche! Beschwerden vor. Der Vorsitzende des Soldatenrats vom Erf> Regt. 117, M e u r e r. erc'ärte, daß die Vauernräte ein Lebensa oedanke von ihm gewesen seien. Die Arbeiter- und Bauernräte müßten die Verteilung der Lebensmittel besorgen. Die gegen­seitigen Infereffen müßten ausgeglichen werden. Unsere Zeit erfordere Gerechtigkeit. Die dringlichste Frage für die Unter­bringung der Entlaffenen. also Schaffung von Arbeitsgelegen­heit jeder Art. Das Ordnungsgefüge muffe unbedingt erhalten bleiben. H i: rf ch e l - Friedberg dankte dem Vorredner für feine Ausführungen. W id c r ma n n-Dad-Rauheim forderte, daß die Kontrollkommissionen einwandsfrei seien. Neuland- Klcinkarben rügte die früheren Mißstäwde, auf die Bezahlung dos Specks habe man fast ein Jahr warten muffen. Reg.-Affes- sor Waller-Friedberg spricht siir ein Zusammenarbeiten aller Kreise. Er hält es für erwünscht, wenn auch die Arbeiter­und Vauernräte die Verwaltungsbehörden unterstützten. Als weiteres Ziel muffe der Abbau der Preise gefordert werden. Die Zeiten der Bürokratie feien hoffentlich vorbei. An den weiteren Verhandlungen beteiligten sich noch die Herren Herbert-Ober- erlenbach. Nehl-Rodheim und Henstl-Dortelweil. Meurer-Fried- berg. Kühn-Friedberg und Repp-Friedberg. H i r f ch e l - Fried- berg hob in seinem Schlußwort da; ernste Vestreben hervor, tat­kräftig zu arbeiten vnd stellt als Ziel der Bauernrale. deren Organlfativn im Kreis und in der Provinz vorbereitet werde, felgendes mit:

1. Mitnül-kung und Beratung bei Erfassung und Schutz dep vorhandenen Lebensmittel, bn der Regelung ihrer Ab­lieferung an die be^gsberecktigten Stellen und bei der Be« kämp^u.na des Schleichhandels.

2. Erhaltung der landwirtschaftlichen Betriebe. För­derung der Erzeugung, insbesondere durch Sicherung von Saatgut und Steigerung des Anbaues, Wiederaufbau der Viehzucht. Förderung des Genossenschaftswesens.

3. Mitwirkung bei der Aufnahme der entlassenen Kriegs- leilrrehmec und der Besckxiffung von Arbeit und Wohnung für diese gemäß den Bestimmungen der Demobilmachungs^ behörde.

4 Gegenseitige Hilfe beim Schutz von Personen und Eigentum.

Damit wird die Versammlung geschlossen.

Der Verkehr zwischen links- und rrcht-rheinffchem Gebiet. In einer Sitzung des Beirats, der dem Staaistommiffar für die wirtschaftliche Demcbllmckchung bewe.gebcn i»t. wurden von Ver­tretern der Landwirtsckast und der Indnstrie Befürchtungen ausgesprochen, daß dre bevorstehende Vesetzrmg des linken Rbein- vf^rs die unzureichende Versorgung der Landwirtschaft mit in linksrheinischen Betrieben erzeugten Düngemitteln und der In- dl'strie M't Saare.sen und chempchen Rohstoffen zur Folge haben könne. Di« hessische Gesandtschaft in Berlin hat dazu den Staatssekretär Erzberger, Vorsitzenden der deutschen Waffenstill- standskommission, gehört, der mitteilte, der Verkehr zwischen linksrheinisck)em und rechtsrheinischem Gebiet sei durch die Waf- fenstrllstandLkommifsion gewährleistet.

FC. Vad-Nauheim. 2. Dez. Die Stadtverordneten beschlos­sen die Ecnfilhrur.g der achtstündigen Arbeitszeit für die städti­schen Arbeiter und stimmten der Errichtung einer Erwerbslosen- Fürforg, zu.

Nicdcr-Mörlen, 26. Nov. Am verfloffeaen Sonntag fand bier in einem unserer Schulsa!« eine von zahlreichen Landwir­ten urcd sonstrgen Bürgern besuchte Versammlung.statt, in der als Vertreter in den Vauund Bsirgerverein nachstehende Personen genaht^ werden. R-.',''ou- Langsdorf, P^.r Sre- phan König. Josef Kremer. Phiupp Kiffel. Ludwig Keßler. Hch. Witz'l. Wilhelrn Wer.tzel, PH'.»pp Schweitzer und Franz Weil.

FC. Butzbach. 28. Rov. fDie neue Zeit?) Im nahen Pohl» göns wurde Frau Luise Dersch Witwe als Wiegemeister-Stell­vertreter der Gemeinde eidlich rn Pflicht genommen.

Budiken, 2. Dez. Das hiesige Kreisbkatt enthält folgende öffentliche Aufforderung:Das Krersamt Büdingen hat un.

längst im hiesigen Kreisblatt die Mitteilung veröffentlicht, daß die Landwirte im Kreise ihre Ablieferungspflicht nicht ge^ nügend erfüllt hätten. Es ergeht deshalb hierdurch an diese die Aufforderung, öffentlich zu erklären, inwieweit diese Be­hauptung begründet ist, umsomehr, da ander« Blätter, wie ,.Dor> wärt?" und ..Frankfurter Zeitung" diese Mitteilung weiter ver­öffentlicht haben. Der Kreis-Bauernrat Budingen.E

Aus Starkenburg..

Darurftadt, 27. Nov. Di« Strafkammer verhandelte heute in dem seltenen Fall eines Sittlichkeitsoergehens gegen eine weibliche Person, die jetzt 19 Jahre alte Dienstmagd Dina Karth eus Schönberq, die unbestraft und beschuldigt ist. in den Jahren 1911 und 19l8 mit zwei damals 12 und 11 Jahren alten Kna­ben in Auerbach, wo sie bedienstet war, unzüchtige Handlungen fchl-.mmster Art getrieben zu haben. Cie ist geständig und wird zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Höchst i. Odw., 28. Nov. Hier wurde in ihrer Dehaußm- db' schon betagte Frau Fr. Dietz tot aufgelunden. Der Arzt stellte Vergiftung fest. Die Leiche wurde deshalb bis zur Aus^ klärung der Angelegenheit durch die Gerichtsbehörden befchlag« nahmt. Da die in geordneten Derhältniffen lebende Frau schon'n-gece Zeit in ernstlichen Zwist mit ihrem 35 Jahre alten Sehne steht, wird ein Verbrechen oermulet. Untersuchung ist im Gange. >

Veronkwortlicv für den politischen und lofölen Teil: Otto Hirfchel. Friedberp: für den Änzeigenkeil: b Je e 0 n e

Frzedberg. Truck und Verlag derNeuen Tugeszeltunt?", A- Friedberg i. L