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tann unv eilte Diktatur in Berlin anskommen sollte, die süd­deutschen urd die glelchgesinnten norddeulschen Arbeiter- Dauern- und Soidcitenräte gemeinsam mit den Negierungen die Einberufung der Nationalversammlung in einer jüddeutjchen Hauptstadt Oeranlasjen sollen.

Kiel gegen Kerlin.

Kiel, 23 Nov. (WB.) In einer heute nachmittag von 800 Vertrauensleuten aller Formationen der Schiffe besuchten Versammlung schilderte Gouverneur Noske die politisch Lage und besprach danach die Versuche, die Reihen der Arbeiter und Soldaten durch Zwietracht zu zersplittern. Seine Aufgaben über die letzten Handstreiche d-r Sparta- küsse in Berlin versetzten die Versammelten in lebhafte Ent­rüstung. die keinen Zweifel darüber bestehen ließ, daß sie die Anmaßung des sogenannten Berliner Dollzugsrates, neben oder über der Negierung seinen Willen durchzusetzen Und dem deut'clvn Volke aufzuzwingen, aufs entschiedenste zurückzuwerfen entschlossen sind. Es wurde sodann mit allen gegen vier Stimmen folgende Entschließung angenommen: Mit Entrüstung haben die Vertrauensleute der Kieler Marine von den Vorgängen in Berlin Kenntnis genommen. Sie verurteilen die GtzMaltstreicke kleiner Minderheiten auf das allerentschiedenste. Tie große revolutionäre Bewegung darf nicht zersplittert werden, sondern ihre Ein­heitlichkeit und Geschlossenheit ist zu bewahren. Die Regie­rung ist bei ihrer Politik zu unterstützen, die bezweckt, den darbenden Dolksmassen möglichst rasch Frieden. Brot und Arbei» zu sichern. Dazu ist die Einberufung der National­versammlung aus einen Zeitpunkt erforderlich, an dem ord­nungsmäßige Wahlen möglich sind. Den Gedanken an die Ausrechterhaltung einerGenxiltherrschast und darüber hinaus- lehnen die Vertrauensleute aufs nachdrücklichste ab.

Gegen Kerlin.

Karlsruhe. 23. Nov. Die Volksregierungen in Bayern un<d Württemberg. sowie die maßgebenden Stellen in Köln und Düsseldorf haben sich mit der badischen Dolksregierung dahin verständigt, daß sie unter ollen Umständen gewillt sind, gegen­über den Forderunoen der Liebknechtgruppe zusammen zu gehen und tm äußersten Falle nicht vor der selbständigen Regelung der Geschicke Süddeuticklands und der rheinischen Städte Halt machen wurden. Die Gefahr, die der Entwicklung der Volks freiheil von Berlin drohen könnte, würde dadurch ausgeschaltet da bei einer Selbstandigmachunq des deutschen Südens wahr­scheinlich Frankfurt der Vorort des neuen deutschen Staa­tes werden würde.

Üie Sfrfliina ürr DUonnAibrrglkn

tVrliit, 21. Nov. Der Zentralvorstand der national« liberalen Partei richtet einen Aufruf an seine Parteifreunde, in dem zunächst die Verhandlungen mit der Fortschritt! ickum Volkspartei über eine Vertretung der beiden liberalen Paiteien geschildert werden und dann wird gesagt, durch daS Dazwischontreten der neuen demokratischen Partei seien die Verhandlungen gescheitert. Denn die nationalliberale Partei könne die von dieser neuen Partei aufgestellten Forderungen nicht vertreten. Deshalb sei die nationa-- liberale Partei genötigt, selbständig in den Wahlkampf ein« zutreten, und zwar werde da« geseluchen mit einem neuen Programm, besten wichtigste Forderungen seien: Ruhe und Ordnung im Innern und deshalb Unterstützung aller Be­strebungen der Regierung, die auf dieses Ziel gerichtet seien. Weiter sei zu verlangen- Schleunige Einberufung der ver­fassungsmäßigen Körperschaften .ohne deren Zustimmung alle Aenderurrgen unserer Staatsverfostung und unseres Wirt- schaftsverhältnisses ungesetzlich bleiben und ungesetzlich bleiber. wüsten, und endlich eine schleunige Herbeiführung des Friedens, drmit die neuen Aufgaben des deutsck^n Staates und der deutschen Wirtschaft sofort in Angriff ge­nommen werden könnten. Zum Schlüsse bittet der Zentral- docstand um Treue und Unterstützung der atten Partei

Gegen den Bolschewismus.

DieSozialistische Korrespondenz" erkennt sehr deutlich:

».Di- Entente läßt auch nicht den mindesten Zweifel, daß sie eku llebergreifen des Bolschewismus auf Deutschland mit allen Mitteln verhüten will, And die Leichtsinnigen, die alle d'.ese Warnungen nicht achten zu müssen glauben, müssen doch vor der neuesten Note Halt machen, die Lansing im Aufträge Wilsons an die deutsche Regierung gerichtet hat und in der die Sendung von Lebensmitteln ausdrücklich davon abhängig gemacht wird daß in Deutschland nachweislich die öffentliche Ordnung besteht und fortbestehen wird und daß eine gerechte Verteilung der Lebensmittel nachweislich verbürgt werden kann." Diese aus­drücklichen Erklärungen bestätigen die vertraulichen Nachrichten die der Reichsregierung aus denr neutralen Auslande seit Sonn­tag zagegangen sind und in denen mit äußerster Schärfe die Erleichterung der deutschen Volksernährunq von der Vermeidung des Bolschewismus abhängig gemacht wird. Diese Informatio­nen gehen soweit mit dem Einrücken der ententisttschen Truppen :m Falle eines Sieges Liebknechts zu drohen und diese furcht­bare Möglichkeit sogar dann schon in Aussicht zu stellen, wenn *ie russische Gesandtschaft unter Joffes Führung aus Minsk nach Deutschland zurückkehren sollte. Charakteristischerweise wird hin- ?ugefüat. daß die ententistiichen Vesatzungstruppen das Leben der bostchewsttstchen Vertreter in Deutschland nicht verbürgen Wanten."

Dir.Times" melden aus Newyork: Lansing erklärte im

.Kongreß, die Alliierten feien bereit, mit Deutschland einrn Dorfrieden abzuschlicßen. Ein endgültiger Friedensfchlnß fei Llber erst nach Herstellung der vollkommenen staatsbürgerlichen

Freiheit durch eine allen Parteien gerecht werd»nde Reichsver- fasiung möglich. Weder eine kapitalistische noch eine soziali­stische Republik sei der Ausdruck des deutschen .Dolkswillens sondern eine Republik, die alle Staatsbürger umfaßt. Experi­mente dürften bei den Alliierten auf Widerstand stoßen. Dem Daily Expreß" zufolge haben Lloyd George und Valfour in Besprechungen mit Mitgliedern des Unterhauses keinen Zweifel darüber gelosten, daß die Alliierten keine sozialistische Republik in Deutschland anerkennen könnten und mit dieser keinen Frie­den schließen würden. Die Alliierten verlangten auch für Deutschland die Gleichberechtigung aller 'Parteien und eine Verfastung. die für alle Zeiten den Terrorismus einer ein-» zelnen Klaffe verhindere. Durch Rußland gewarnt, würden die alliierten ohne Sicherstellung der absoluten Freiheit in Deutsch­land nicht an einen Frieden, auch nicht an einen demokratischen Frieden denken können.

Ein Acvostttiousgericht.

In einer der letzten Sitzungen drß Arbeiter- und Soldaten- rntes berichtete Dt. Wolf im Namen des N^chtsausschusies über seinen Antrag brtr. die Einrichtung eines Neoolutionsgericklles daß stch aus den Bürgern Melior. Delp. Loos, Nordmonn. Mül­ler. Elsäster und des Antragstellers zufammensetzt Die Ver­brechen des Raubes. Mordes, der Plünderung, gegen die Sitt­lichkeit und gewaltsames Vorgehen gegen die jetzige Regierungs» gewalt sollen ^nit dem Tode bestraft werden.

In der Aussprache bringt Bürger Müller formelle Be­denken vor.

Bürger Queffcl: Wir wollen, bah Hellen der Schauplatz

weder bolschewistischer noch monarchistischer Umtriebe wird. Es muß alles getan werden, um unser Land vor. einer solchen Ka­tastrophe wie in Rußland zu schützen. Das Gericht ist nur für die kurze Zeit bis zur Wahl der verfastunasgebenden Versamm­lung gedacht Wir wünschen alle daß das Gericht nicht ein einziges Urteil zu fällen gezwungen ist. daß es überhaupt nicht in. Tätigkeit tritt. Es soll ein Wornungssignal sein. Bürger Müller und Bastian batten es für b'denklich, in besten selb­ständig vorzugeben. Man soll ein entsprechendes bTAuch an das Reich richten Nachdem Vüraer Wolf nochmals die bestehenden Bedenken zu zerstreuen versucht hatte, wurde der Antrag gegen drei Stimmen angenommen.

Der Krmdesrnt besteht ;u Decht.

DerReichsanzeiger" veröffentlicht unter dem Datum des 14 November folgende Verordnung über die Ermächtigung des Bundesrats zur Ausübung von Verwaltungsbefugnisten:

§ 1. Der Bundesro.t wird ermächtigt, die ihm nach den Gesetzen und Verordnungen des Reiches zustehenden Verwal- tungsbefuaniste auch fernerhin ausznüben.

§ 2. Diese Verordnung hat Gesetzeskraft und tritt mit Verkündung in Kraft.

- Der Rat der Volksbeauttragten: Eberl, Haafe.

Der Staatssekretär des Innern i. D : Dr. L e w a l d.

Damit stellt sich die gegenwärtige Neichßleitung auf den begrüßenswerten verfassungsmäßigen Standpunkt, daß der Bun. decret nach wie vor zu Reckt und Kraft besteht.

Was das Schicksal des Reichstages anbelangt, fo siehr die Regierung nach wie vor auf dem Standpunkt, daß sie den Reichstag als gesetzgebende Körperschatt nicht mehr anerkennen 9 kann. Die Belastung besonderer Defugniste beim Vundosral ist darauf zurückzuführen, daß der Vundeßrat neben seiner gesetz­geberischen Tätigkeit W ci : von Verwaltungs­

ausgaben hatte, die ebenso verbleiben sollen, wie andere mit der Verwaltung beauftragte Instanzen und Beamten.

Die Wiche des EiitiOilhuiluMs Lei Kg mront.

Köln, 20. Nov. Tl 2Kölnische Zeitung" meldet aus München-Gladbach:

Von den Lazarettzügen, die von der Explosion bei Ham« mont betroffen worden sind, sind zwei durch Holland nach Münck-en-Gladbach gebracht worden. Die Züge befinden sich in einem unbeschreiblichen Zustand. Keine einzige Scheibe ist mehr ganz: im Innern herrscht völliger Wirrwarr. Tie geretteten Soldaten erzählen, daß ein dritter Lazarettzug völlig verbrannt ist. Die Meinungen darüber, ob Belgier mit Handgranaten oder Maschsinengewehren geschossen haben, gehen auseinander. Es ist jedoch bestimmt, daß der Muniiionszug in die Luft flog und dadurch die vier in der Nachbarschaft befindlichen Lazarettzüge so schwer betroffen wurden.

Dkrmtttlung des Papstes.

München. 23. Nov. (WB.) Auf die Bitte des Erzbischofs Faulhaber, der Heilige Vater möge sich bei den Ententeregie, rungen um die Aufhebung der Blockade bemühen und sich für die Einfuhr von Lebensmitteln nach Deutschland verwenden ist nachstehende Antwort auf dem päpstlichen Staatssekretariat eingelaufen: Seine Heiligkeit, welcher sich bereits bei dem Prä­sidenten der Vereinigten Staaten um eine Milderung der Be­dingungen des Waffenstillstandes und für die Lebensmittelver­sorgung verwendet hat. hat auch jetzt sogleich bei dem amertta- nischen und französischen Epifkovat sowie bei der englischen Ne­gierung Schritte getan.

Billige Maren.

Der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat erließ Aufrufe, wo. noch der Zivilbevölkerung der Ankauf von Militäreffekten und Ausrüstungsgegenständen aufs strengste verboten ist. Gewiß soll

nicht tleurUch gebandelt werden' aber welche Verstöße gegen

dieses Verbot Vorkommen, zeigen Vorfälle. Ve sich in der gegend von Friedberg bisher ereignet haben. Würde es sich um Nahrungsmitteln handeln, die in geringer Menge gekauft/ würden, so würde der Arbeiter- und Soldatenrat sicher nichts dagegen eingewandt haben. Dagegen macht er sich zur Pflicht.^ im Intereste des Ganzen, gegen schlimme Verstöße einzuschreiten. die in Kaichen sich vor einigen Tagen ereignet haben. Es mag^ hintzugefügt werden, daß Kaichen nur eines unter vielen Bei. spielen ist Wie unverantwortlich man dort gehandelt hat/ mag aus folgender Zusammenstellung hervoroehen: Mehl war

besonders billig. Die Kaichener Landwirte bezahlten den Höchst-' preis von Rtk. 50. für zwei Sack [VA Ztr). Eine große Zen«. Iriiuge kostete M. 50. Strohsäcke waren für Mk. 1. zu haben. Zwei gute Milchkühe wurden für Mk. 1250 erworben.' 160 Säcke Zwieback wurden kostenfrei abgegeben. Ein tadel­leies Pferd mit gutem Wagen wurde für Mk 300. gekauft. Dies sind nur einzelne Beispiele. Im ganzen wurden gegen 50 Personen ermittelt, welche Militärgut auf diese Weife sich an­geeignet hatten. Meistens waren es Landwirte Selbst ange­nommen. daß diese die Verbote nicht gekannt haben, so war es ihnen jedoch bekannt, daß dec"l"ichen Sachen nicht verschleudert rr erden dursten. Der richtige Wer auch kür Militärverfonen ist der. daß man sich an Behörden wendet. Dort würde eine gerechte Verteilung garantiert und die Gegenstände würden wahrscheinlich bester bezahlt werden als von Zivilpersonen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern. Es darf dies auf keinen Fall zugelasten werden. Allein in Kaichen sind hunderte Zentner Mehl geblieben. Und dies bei Landwirten, die seither keine Not zu leiden hatten. Dieses Mehl wurde vom hiesigen Arbeiter- und Soldrtenrat nun beschlagnahmt Es wird der Allgemeinheit zu gute kommen. Besonders soll noch hervorqe- hoben werden, daß die wenigen Beispiele, die genannt wurden die Preise zeigen, wie sie von Landwirten angeblich bezahlt wur-den. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß in Wirklichkeit die Waren noch zu weit billigeren Preisen verschleudert wurden. Es gibt eingeweihte Leute, die auf dem Gebiete der Dolkser- vährung den völligen Zusammenbruch für unvermeidbar halten. Wir hoffen, daß diese Leute die Lage zu schwarz sehen. Jeden­falls aber tragen solche Vorfälle, wie sie sich in Kaichen ereianet haben, dazu bei. die Schwierigkeiten auf dem Gebiete der Volks- ernährunq bis ins Angemessene zu steigern. Jeder billig Denkende wird es daber dem hiesigen Arbeiter- und Soldaten­rat zu Dank wisten. daß er schnell und energisch durchgreift.

Arbeiter- rrnd Soldateurat Friedberg i. H.

Ans der ^eunat.

Pferdevcrsteiaervnaen. Von Donn-rstog. den 28. November ab finden auf dem Trieb in Gießen (Ererzierplatz) täglich Pferdeversteigerungen durch die Pserdekommifsion Gießen statt. An der Versteigerung dürfen sich in erster Linie nur Landwirte und Gewerbetreibende beteiligen, die durch Bescheinigung der örtlichen Behörden (Baucrnrrt ufw.) Nachweisen, daß sie Pferde an die Heeresverwaltung abgegeben haben und noch nicht an­derweitig ihren Bedarf an Pferden decken konnten. Händler werden nicht zugelosten. Nähere Auskunft wird durch die Geschäftsstelle des Provinz-Bauernrat's in Gießen. Friedrich- stroße 6 (Telefon 166) oder durch die Pferdekommission in Gie­ßen (Garnisonkommando) Telefon 2115, erteilt.

Schotten 21 Nov. Auf Einladung des Banernraies Schot­ten versammelten sich heute morgen um 11 Uhr im Gasthaus Zur Traube". Schotten. Vertreter aus fast allen Gemeinden de» Kreises zur Gründung eines Kreis-Dauernrates; Herr Land­wirt Eellarius, Sckotlen eröffnete die Sitzung und eu teilte Herrn Sekretär Wagner. Gießen das Wort für das auszustellende Programm. Er b 'tonte die Notwendigkeit des Z'.-sammenschlustes der Dauern und ländlichen Arbeiter. Herr Zv i l i a n - Meickes erweiterte dag bereits bekannt gegeben^ Programm. Auch feine AuLiührungen fan-ben allgoweine An» nabme. Da noch nicht in allen Orten des Kreises Vauernräte gearündet sind, wurde nur ein vorläufiger Kreis-Bauernrat ge. wählt, dem folgende Herren angchöron: Kilian-Meiches. Q

Jung Ill-Freienfeen, Forstmeister Klingelhöfer-Gedern. Jakob Groll Vl.-Rninrod. Th Eellerius-Schotten. L Fischer IV.* Sichenhausen, I. Dörr.Stumpertenrod. L. Jakob-Alfa. F. Pfann- stiel- Ulrichstein. Als vorläufiger Vorsitzender wurde Th. Cet« larius-Schotlen bestimmt. Das festg-legte Programm für den Kreis Schotten lautet: 1. Sicherstellung der Ernährung der

Bevölkerung: 2. Nachdrückliche Bekämpfung des Schleichhandels »nd der Hamsterei: 3. Sicherung der Landwirtschaft gegen un- leruiene Uebergrisfe: 4. Arbeitsvermittlung: a) menschliche

Arbeitskräfte b) tierische: 5 Kontrolle über die abgelieferten Nahrungsmittel bei den zuständigen Verbänden durch Kommis, llonen aus Bauern. Bürgern und Arbeitern bestehend: 6. Engste Fühlungnahme mit den Arbrtter-. Soldaten- und Dürgerrät-'n; 7. Beseitigung der Wirtschaftsausschüste und Aebernah'me der Vefugniste auf den Bauernrat: 8. Alle seither durch Kommissio­nen ausgeübten Rechte gehen auf den Bauernrat über (Vieh- kommisswa usw.): 9. Bekämpfung der Prooisionswirtschgft.

Ä«< Starkrnburg.

Darmstodt, 22. New. Wegen fortgefetzfer Anterschlagvnz' van Feldpost Paketen aller Art. die er sick besonders im Frühfabr 1918 zu Schulden kommen ließ, wobei ihm Gelder. Lebensmittel aller Art, (tleiber, Wertsachen in ziemlich bedeutendem Um­fange in die Hände fielen, sodaß er viele Familien geschädigt und den feldgrauen Kämpfern die ihnen zugedochlen oft mit großen Opfern zusammengebrachten Geschenke usw. in gemein« fter Weise entzogen hat, wurde heute von der hiesigen Straflanr- mer der 46 Jahre alte verheiratete Postschaffner Ludwig Kleine in Neu-Isenburg bei Frankfurt zu acht Monaten Gefängnis ver. urteilt. Auch wird ihm auf drei Jahre die Befugnis zur Be­kleidung öffentlicher Aemter abgesprochen.

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Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otitl H i r s ch e l. Fr iebberp; für den Anzeigenteil: R Leon er. Fiiedberg, Truck und Verlag derNeuen Lageszeltung"s A- G., Friedbera L H.