Ausgabe 
15.11.1918
 
Einzelbild herunterladen

Republik auirichten zu helfen. Die militärische Wache vor dem Palast ist durch Polizei verstärkt. In Amsterdam, Rotterdam und dein Haag waren weitgehende militärische Vorkehrungen Irgffen. In Amsterdam sprach in einer der für heute angekiln- digten Volk-Versammlungen Troelstra

Amerikanische Ernährnngshilfe.

Voraussetzung: Ansrechterbaltung der Ordnung,

Haag. 1!. Nov. Hollan-dsch Rteuwsbureau meldet aus Wa­shington vom 13. November: Der schweizerische Geschäftsträger in Washington übermittelte dem Staatssekretär Laustng folgen­des Telegramm des deutschen Reichskanzlers:

Die deutsche Regierung bittet den Präsidenten der Der- einigten Staaten, dem deutschen Reichskanzler drahtlos mit- Avlerleir, er damit rechnen darf, daß die Negierung der Vereinigten S.m-afen bereit ist. ohne Zeitverlust Lebens­mittel nach Deutschland m schicken, falls die öffentliche Ord­nung in Deut'chland aufrecht erhalten und eine gerechte Der. teilung d'r Lebensmittel verbürgt sei.

Hierauf hat der Staatssekretär L an sing geantwortet:

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie folgende Ant­wort der deutschen Regierung zukornmen ließen:

In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser des Konereffes hat der Präsident der Vereinigten Staaten am 11. November mitgeteilt, daß die Vertreter der assoziierten Regierungen in der Sitzung des Obersten Kriegsrates in Der- failkes durch einstimmigen Beschluß den Völkern der Zentral- :t.'che die Versicherung gegeben haben, daß unter den gegen- wattigen Umständen alles, was mrr möglich ist. getan wird rm diese Völker mit Lebensmitteln zu versorgen und die un­geheure Not. die an vielen Stellen Menschenleben bedroht, zu lindern, und daß sofort Schritte unternommen werden, um diese Hilfsversuche in der gleichen systematischen Weise zu or­ganisieren. wie dies im Falle von Belgien geschehen ist Weiter hat der Präsident seine Ansicht dahin geäußert, daß es durch die Veninsung der stilliegenden Tonnage der Zentralmächte gegenwärtig möglich fein muß. die leidende Bevölkerung von der Anast ror dem übergroßen Elend zu befreien, fodaß ste ihre Vernunft und ihre Tatkraft für weitere Aufgaben des poli­tischen Wiederaufbaus znrückgewinnt, denen sie jetzt überall entgegensteht. Deshalb bat der Präsident mich beauftragt, ku erklären, daß er gewillt sei, die Ausschickung von Lebens­mitteln nach Deutschland im günstigen Sinne zu erwägen und diese Angelegenheit sofort den alliierten Regierungen anheim­zustellen unter der Bringung, daß nachweisleick in Deutsch­land dre ökfenrliche Ordnung besteht und fortbestehen wird vnH daß eine gerechte Verteilung der L^ensmittel nachweis­lich garantiert werden kann. Genehmigen Sie bitte den Aus­druck meiner erneuten Hochachtung.

Robert Lansing.

- llme MjchrsnkMW m ffrncrrRfljr.

j d ^krlin, 14 .Nov. Wie Me Staatsbahndirektion Berlin milteilt, kann zur Durchführung der Demobilisierung nur noch eil', geringer Teil der bisherigen Züge für den öffent­lichen Verkehr gefahren werden. Für die nächste Zeit, viel­leicht schon für die nächsten Tage, muß sogar mit einer völ­ligen Einstellung des gesamten, nicht zum Militärverkehc dienenden Personenverkehrs gerechnet werden. Der Be­völkerung kann daher nur angeraten werden. Reisen jeder Art zu unterlassen, zumal die Reisenden keine Gewißheit haben, daß sie Gelegenheit zur Rückreise finden.

Was uns fehlte.

Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist mit der Ein­fuhr von holländischen Austern durch die Z. E C. wieder be­gonnen worden. Für die gegenwärtige Saison ist im Klein- verkauf der Höchstpreis auf 2.75 Mk. für 10 Stück festgesetzt worden. Dieser Höchstpreis bezieht sich, auf Austern ohne Zu­taten wie Eis, Zitrone, Zitronenersatz. Tunke oder Gewürz. Auf Verlangen find die Austern zu öffnen. Dagegen beträgt der Höchstpreis einschließlich aller Zutaten 3 Mk für 10 Stück. Dieser Preis kommt demnach auch für die Berechnung in Gast­wirtschaften in Betracht.

Ans dev Äerurrt.

* Wer feine Schuhe arrsbessexu lasten will, wendet sich cm besten an einen Schuhmacher. der geschickt mit Ersatz­sohlen fertig werden kann. Wer möchte nicht gern Leder an­statt Ersatz habenl Die harte Kriegszeit zwingt aber jeder­mann zu der Einsicht, daß in erster Linie unsere Soldaten ( o reichlich wie möglich mit bestem Lederzeug ins Feld ge­schickt werden müssen. Dann aber bleibt für die Heimat nicht viel übrig. Wir müssen uns nicht nur während des Krieges mit Ersatzstoffen für Sohlen behelfen, sondern wer­den auch noch lange Zeit nach Friedensschluß Erfatzsohlen ttagen müssen. Das Hort sich weit schlimmer an, als es wirk­lich ist. Von den Sohlen verlangen wir in erster Reihe Wärme. Wasserdichtigkeit und Dauerhaftigkeit. Es gibt auch Ersatzsohlen die die^e wichtigsten Eigenschaften des Leders besitzen. Die Reichsregserung hat ja eine eigene dem Reichs- wirtfchaftsgmt unmittelbgr unterstellte Kriegsorggnisation geschaffen, die glle Erfghstoffe für Leder autzproben muß. bevor sie in den Verkehr kommen. Im Bunde mit der io erfinderischen deutschen Technik ist es ihr geglückt, einen sicheren Ausweg aus der Soblennot zu ftnden. Das war nicht so einfach da die deutsche Zivilhevölkerimg im Jahre wenigstens zweihundert Millionen Paar Sohlen durchläuft. Die Deckung dieses gewaltigen Bedarfes ist nur durch stärkste Verwendung von Holz für Sohlen möglich. Holzsohlen liegen bereits in bequemer und gefälliger Form vor. Holz tsi a M*r doch etwas anderes als Leder. Da? hat schon

mancher Schuhmacher ersahen. Deshalb mußte m Berlin eine Lehrwerkstätte eigens für Schuhmacher errichtet werden, in der diese mit der Verarbeittingsweift der Ersatzsohlen be­sonders der Holzsohlen, bekannt gemacht wurden. Auch vom Schuhmarcherhandwerk verlangt der Krieg, etwas neues zu lernen. Und das Neue hat sich bewährt. Tie in Berlin au-5- gebildeten Sch-uhmacker haben die Kenntnis der Perar- beitungsweise der Ersatzsohlen auch an ihre Fachgenossen in der Heimat weitergegehen und verarbeiten die Holzsohlen nunmehr ebenso zuverlässig wie die Ledersohlen Sie babem mündlich und schriftlich bestätigt, daß ihre Kundschaft in Land und Stadt mit den Ersatzsohlen jetzt durchaus zufrieden ist,

Aus Hesieu-Nssiau.

FC. Wiesbaden, 12. Nov. (Wie wird jetzt Recht gesprochen!) In einer Sitzung des hiesigen Schöffengerichts machte gestern vor Eintritt in die Verhandlung ein Angeklagter geltend daß in­folge der veränderten Verhältnisse der Vorsitzende ein Urteil we­derIm Namen des Königs" nochIm Namen der nroviso- rischen Regierung" fällen könnte, Ä-s rechtskräftig sei. Die Be­denken des Angeklagten konnte der Vorsitzende. AmtsgerichtsraZ Kayser. nicht von der Hand weisen und vertagte die Verhäng lung. Bei den übrigen Strafsachen in der Sitzung wandte der Vorsitzende die Formel an: Es wird für recht erkannt. Wie

wir hören, ist es den Richtern, da Anweisungen über die Hand­habung und Ausführung der Recktssyrechung noch nicht erlas­sen sind, anheimgestellt. die Urteilsfällung in der von ihnen für richtig erachteten Form vorzunehmen.

FC. Wiesbaden. 12. Nov. Im Kurhaus wurde einer Dame eine silberne Handtasche gestohlen mit einer silbernen Geldbör'e als Anhang. Die Tasche enthielt 070 Mark Bargeld. 30 Reise- brotmarken. 8375 Mark in Koupons von der Kriegsanleihe usw. Diebe brachen in das Geschäftshaus des Vüroer- n. Be.-'^ften- konsumvereins in der Emserstraße ein. Sie erbeuteten Mein Zigarren, Lebensmittel und 900 Mark in bar.

Aus Rhkinliesicn.

FC Worms. 12. Nov. Ein deutsches Flugzeug stürme gestern mittag in der Nähe der Stadt ab Der Beobachter blieb tot der Apparat wurde nur wenig beschädigt.

ArbtiiSiizir^snreigtt

des ^reisaubeitsunch-ueires n. Kilfsdirrrstmeldefleile Frieddsrg.

Offene Stellen:.

3 Knech'e. 3 Tagelöhner. 2 Ta^rikstb'oster und 2 Hilfsarbeiter (Kriegsbeschädigte). 2 Unterbeamten für Bost. 1^ lowwin'cha'tlickie Di-nstmägde. 2 Wirtschafterinnen. 10 Hg>, smüdchen, 1 La aiett» Köchin, 1 Melkerin, 1 Weitz^eugbe'chließerin.

Stellensuchende:

Mehrere Melkerfamilien vnd ledige Melker, 1 Pflegerin in Krankenhaus. 1 erste Verwallerfamilie.

Verantwortlich fiir den politischen und lofafen Teil: Otto Hirschei. Friedberg: für den Anzeigenteil R Oenner Friedberg. Truck und Verlag derReuen Tageszeitung" A lA Friedbera » ^

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Großvater, Urgroßvater, Schwiegervater unv Onkel

Herrn Philipp Faber

in seinem 91. Lebensjahre zu sich zu rufen.

Dorheim, den 14. November 1918.

Die trauernd Hinterbliebenen:

2. d. N.: Wilh. Fr. Faber.

Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 1 Uhr statt.

Detr.

Zuarei unz von Brenn- iioifen.

Kelranutmachnng

Bemonehmend auf meine Be­kanntmachung vom Zit. September ds. Is. sind berechtig Brenn toste gegen Vorzeigung der 5Lohtenaus- wetstarte zu beziehen:

Bezirk II, Nr. 79l bis 940, je

3 Zentner Stückkohlen bei Kohkenhandkung Gustav Sn war; & Sinne, G. m. b. H., Fa^er- bacherslraße.

Ich mache hiermit nochmals icrm, au meitja>n,daß bic Breni - floii mengen innerhalb 3 La cn bei den Händlern abqeholt oder fogerufen sein mäßen. Nach siejem Termin nicht abgeholte orennstossmengen verfallen zu Dunsten anderer Hausgaltungen.

Fkledberg, den 14. Nov. 191 .

Ter Bürgermeister.

2. V.: D a mm.

FostMiW-LW.

, Der Beginn des Unterrichts in der Fortbildungsschule hier und tm Stadtteil Fuuelbach muß bis aus weiteres verschoben werden.

. Friedberg. den 14. Noo. 1918.

Für den Schulvorstand.

.Damm. Vorsitzender i. L.

Danksagung.

Für die Beweise herzlicher Teilnahme Lei dem Hinscheiden und der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Eroßvalers, Schwiegervaters, Bruders und Ontels

Herrn

C'fiürii Peter Weiltest

sowie für die trostreiche Grabrede des Herm Pfarrer Vogel von Reichelsheim jagen wir unjeren herzlichsten Tank.

Stammheim, den 13. Pooember 1918.

Familie Weickert.

Rechnungen

in allen Formaten

liefert jchneU um» billig Neue..Lakcoiejlulla- A.-K.

Am Dienstag, den 19. November 1918, vormittags II Uhr.

sollen im hiesigen Ra haus die nachstehend verzeichnelen. im Grund­buche der Gemarkung Friedberg den verstorbenen Michael Höü Lhele ten ^geschriebenen Grundstücke, nämlich

Flur ll Nr. 454 48 qm, Hoftaike in der Stadt, und .. ll 15= 14)2 qm. Grab ar.en an der Fauerbacherftr.

znm drit en und letz en Mate zur öffentlichen freiwilligen Ver­steigerung gebracht werden.

Tie Velsteigcrungsbediriguugen können auf dem Geschaf s zimmer des Gr. LNtsgerichis während der Gejchäsisstunden emae- ,ehen werden.

Friedberg, 11. November 1918.

Cr. Orlssorlrhl.

_ ____ 3. V. a 1 ck. Gerichlsma nn.

Bekanntmachung.

Am 16. November d. AS. um 9 Uhr vormittags wird im

hiesigen Olfisiers-Lesangenen.ager

fert»! kkstchickm Lchtü

(iiißörjoiiörrc Haushaltungsgegenstäude)

Der gefangenen O.siziere stattfinden.

Ast Grund der Verordnung der Lager-Kommandantur wird auch Zivil-Bevölkerung mgelessen weiden.

seine Kiffenbez'iqe. Un ertaille, Beinkleider, Tag- u. Nachthemd, abzugeben

ßaagstr. 1^. l. 13 und 68. Gtn gedrauchles

Oefchen

zu kaufen gesucht. Angebote unte lllr. 100 an die Eeichäusstelle der ^eueu Tages^eitun z".

Gute trächtige

zweites Kalb in vier Wochen kalbend, steht zu verkaufen.

Wilhelm Pieh Ww., Illkldach.

Gme trächltge junge

Fahrkuh,

die r)älfte getragen.hat pleisroeu abzugeven

Landwirt Heinrich Schmidt IX., Veisiadl (Wetterau>

LZWMls

aecmhalriger deutscher Tee von Nt e ß m e r,

in Paketen ä l()u ©ramm 1.10 Mk. empfiehlt

Friedrich Michel, Meuter 5

Zum Waschen

emp ehle kaitensreies

Wasflijmlvcr,

io e und in Paketen.

§ainnal 4 s;ois(.

^ MliiüiiitelEtleiweiss,

di 0 . von Schmitz, ^ onu,

Sumlls. ?3nsgignnäe,

Wi nlülizl. Ofiius BeiHiniittei

lotme gegen Karlen

B&.-A.-Se fenpiilver, .-Seife

und andere Artikel.

Fp. Hilbpecht,

Lriedderg in Lesien.

Sckanntmachnne

Es ist den Vemühunien de» Stadtverwaliuna gelungen, einig« taulend Quadratmeter nahe der Stadt gekegenes

Acker-Gelände

-ur Verfügung *n erhalten zuw Zwecke der pa htwei en Abgabe an £ic Bürger chaft und zwar rp erster Linie an AtindeidemittettL Es können vorerst nur okche:>{& Uclianten in Fra ',e om>uen. die onsti ezAcker-undGartengetände nicht besitzen.

D e Grundstücke werden in Ab- teiiun'en mir je ungefähr 4 bis 5H) Quadra metein auigeteilt. Wer eine ,okche Fläche zu pachten gedenkt, wolle dies bis '.us 30. ds. Mts. auf Ziminer vtr. 4 des Sladthauies anmeloen.

Frrcd^erg. den 13. Itoo. 1^18..

Der Bürgermeister.

L. B : -Oaium.

llcstann machnng

Lch bringe hierdurch zur öffenr- ltchen Kenntnis, daß für den Be­irr der iLladr , riedberg der ÄZ»ll!cr>n ottha ar Weller von Illodheim v. o. H. als Revisor für Mttchtühe seitens der Landes-Mtlch und Fettstelke bestellt worden rft. Friedderg. den 14. 'Noo. 1918t Der Bürgermeister.

I. B.: r) a in m.

Mure fertige Hüter,

plante!, ßriEifs aiisr firotn

in gioßer Auswahl, noch guien Slos,eu, gebe noch billig ab.

Einzelne Hofen, Aoppen, rrlrbcilsivcsten lojor^ bei

Schneiderei Wolf,

Frank urt a. iüi., Ble ch tr. 6. I.

1 Waggon Tlunleiltzolz

und

1 Wtißifolk Wcchlz

ab^ugeben von

Theod. Ludw. Braun,

Bad-kllaubeim.