Herzenskttmpfe.
Roman von Helene Cchvtky. geb. von Eersdorff.
1915 by C- Ackermann-Stuttgart.)
3V; Nachdruck verboten.
Als er sie so harmlos lustig sah. härte er am liebsten mit- tzelacht, — nein, so kindlich, so natürlich vergnügt konnte kein Mädchen sein, das sich einer schweren Schuld bewußt war. Das stand bei ihn, fest. Aber um so dringender war es nötig, sie zu warnen, denn er hatte sie doch positiv mehrmals so zu sagen bei der Tat ertappt.
„Liebes gnädiges Fräulein", sagte er plötzlich entschlossen denn was half alles Zaudern? es mußte gesagt werden, „glauben Sie, daß ich cs gut mit Ihnen meine?"
„O ja, das glaube ich sehr gern, alle Leute meinen es gut mit mir", antwortete sie mit Ueherzeugung, „Jedermann ist furchtbar nett zu mir. Sie auch natürlich!"
„Nein, Fräulein Käthe, da täuschen Sie sich leider sehr" »sagte er eindringlich und gar nicht mehr stotternd, „es gibt sehr schlechte Menschen, die es gar nicht gut meinen, auch mit Ihnen nicht"
„Warum sagen Sie mir das?" erwiderte Käthe verdrießlich. „Ach das hört man oft sagen, daß es viele böse Leute gibt, aber ich glaube gar nicht daß es so schlimm ist. Warum soll ich nun mit einem Mal denken, die W^lt wäre häßlich und böse? Denn das wollen Sie. wie es scheint. Das ist gar nicht hübsch von Ihnen."
„Fräulein Käthe, jo tst es nicht gemeint", sagte Gustav betreten. „Gott bewahre mich davor. Ihren Frohsinn uni> Ihren schönen beglückenden Glauben an die Menschen zu zerstören! Nichts liegt mir ferner. Aber eins mllsien Sie doch erfahren, damit Cie nicht in große Gefahren geraten: Ja, Fräulein Käthe, es ist wirklich so. es gibt schlechte, falsche Leute, denen es Vergnüge macht, junge unerfahrene Menschen auf Unrechte Wege, ja. lassen Sie mich das rechte Wort sagen! auf den Pfad der Sünde zu verlocken."
Käthe sah ,hn erschrocken an. Meinte er etwas Bestimmtes. dachte er an den Marquis, oder sprach er nur im Allgemeine,!! Er sprach von Sünde, war es so schlimm, was sie getan?
„Herr von Naundorfs, warum sagen Sie mir so schreckliche Dinge?" fragte sie, „Sie waren doch sonst so anders?"
„Warum? O. Fräulein Käthe, weil ich Sie und die Ihrigen vor einem großen Unglück bewahren möchte, darum sage ich 'Ihnen das", erwiderte er sehr ernst.
„Vor einem großen Unglück? Mich und die Meinlgen?" sagte sie mit vor Erstaunen weit geöffneten Augen. Tr mußte also doch wohl etwas anderes meinen, denn die Dummheit mit dem Marquis konnte doch kein vernünftiger Mensch als ein großes Unglück betrachten.
Er sah. daß sie vollständig aufrichtig war. und ein inniges Mitleid mit ihrer kindlichen Unerfahrenheit ergriff ihn.
"Ja. Fräulein Käthe. Ihnen droht ein furchtbares Un- glillck. wenn Sic nicht noch bei Zetten die Gefahr einsehen und einhätten", sprach er immer gleich ernst.
, , E i--> -wer auch w,„en. um was es sich handelt rief Käthe ungeduldig.
„Sie sollen es erfahren, gnädiges Fräulein, aber ich bitte Sie nochmals, mir nicht zu zürnen. Doch selbst auf die Gefahr Ihres Zornes hin muß ich Ihnen die Wahrheit sagen. Also Horen Cie", er atmete ti»f aus, „ein Zufall lieh mich bemerken.
ü 3 ® . ' ' • 6le b-imliche Zusammenkünfte mit dem
Franzosen. Marquis Reymond. haben."
»"de bei dieser A»kl°a° zusammen- knicken oder doch erschrecken. Aber nichts dergleichen. Sie sah
ihn ganz ruhig an und es zuckte schon wle-der wie verhaltenes Lächeln um ihren Mund.
„Nun. und was weiter?" sagte sie. „Ist das alles? Aber wo ist denn das große Unglück? die Sünde? und ich weiß nicht, was alles?"
Er war zuerst sprachlos, Sie leugnete es gar nicht, sie fand es ganz harmlos
„Käthe. Kind'" rief er dann. „Ist es möglich? Sie tanzen am Rande des Abgrunds und ahnen es gar nichts O gottlob daß ich Sie warnen darf! O. hören Sie auf mich' Der Marquis tst ein ganz schlechter Mensch daß ^re Ar» IrRftfeit mißbraucht, und Sie zu Schritten veranlaß?, die ^ .
nierken Sie es wohl?-kein weibliches Wesen unterneh
men darf, ohne sich für immer ihres schönsten Schmuckes, ihre' reinen makellosen Rufes, zu berauben. Gott verhüte, daß an dcre. weniger wohlmeinende Menschen wie ich. Sie ebensall- beobachtet haben und Ihre Schlüsse daraus gezogen haben' Das wäre schrecklich, Sie armes unschuldiges Kind?" Forttetzttng folat
Krknnntrnnchnnn
Den hiesigen Landwirten wird f Igendes zur Kenntnis gebracht:
Nach der bereits veröffentlichten Deriüoung des Kommunalver- ban?es vom 23. Oktober ds. Is.. müssen bis zum 15. November alle auf Bezugsscheine abzugeben en Kaktoffeln Geliefert e n. Tie bis zu d e e.nTage nicht belieferten Bezugsscheine werden ungültig und es darf auf sie von den Land- w rten nichts mehr abgegeben werden. Letztere haben vielmehr zu ihrer Entlastung die Bezugsscheine am 16. Rovem er der Wir ichafts'artenführuna. Zimmer Nr. -j des Stadt aui'es, adzulie'en.
Arte am 16. Novembeb noch im Besitze des Erzeugers befindlichsn Kai löffeln werden, soweit er sie nicht selbst zur Emährung seiner Familie und zu Saatzwecken benötigt, hierdurch im Interesse einer ausreichenden Versorgung un e-er ftäct. Bevölkerung beschlagnahmt. Sie sind aut Anforderung an den städt. Lebe-s. mittelaus chutz abzuliefein. Bei Weigerung der Anlieferung zum geietzi-cher, Höchstpreis wird un- nachsich ljch zur Enteignung geschritten werden.
Frtedber». den 12. Nov. 1618.
Der Bürgermeister.
2. V .: Dam m.
Vetr.: Zuue, ung von Brennstoffen.
^rümmtmachnng
Bezugnehmend ans meine Ve- kannlmachun i vom 3 '. Sep ember ds. Is. sind berechn zt Brenn toffe sinnen Vorzeigung der Kohlenaus- wciskarte zu beziehen:
Llezirk ZS. Nr. 721 bis 796, je 3 Zentner Kohlen bei Kohlenhandlung David Krämcr. Hanaue straße,
Ich mache hiermit nochmals dcr.rui aumre-kiam.daßdie Brenv- stoffmeneen innerhalb 3 Ta rn bei den Händlern abgeholt ooer obgerufen sein müssen. Nach di-sem Termin nicht abgeholte Brennitoffmengen verfallen ?u ' Gunsten anderer Haushaltungen. Friedberz, den 13. vivo. 191).
Ter Bürgermeister.
I. V.: Da mm.
Nr.
Kelr-rmtt mach trug.
Eamstaq. den 18. November d». Is.
VrotmrteuausnaÄe.
Bezirk ft
Altes Po'tqebäude !. Stock.
(Zimmer 7)
1—150 von «—9 Uhr,
0—10 ..
151—300 3)1—450 451—600 601 u. höher
10-11 „
11-12 ..
1-1 „
Bezirk fiSS.
Schule in Fauerbach.
Nr. 1—150 von 8—0 Uhr
151 u. höher .. 9—10 „
Die vortehende Zeiteinteilung Lebensmittelkar.e it vorzulegen.
Friedberg. den 13. Nooe.noec 1913.
Bezirk IST. i Altes Poffaebäude (Zimmer 4) ' Nr. 1-150 von ^—9 Uhr * 151-300 „ 9—)0 .. 301—450 .. 10—11 ;;
451—643 .. ll—12
Bezirk Ua.
Altes Po lgebäude (Zimmer 4) Nr. 61 i—SO > von 2—3 Uhr
.. 801 —950 .. 3-4 ..
.. 951—1100 4—5
„ 1101—1230 .. 5-6 ”
,2)1 u.höher „ 6-0/z .
ist ge.raa zu beachten. Die
Der Bürgermeister.
2. B.: Damm.
Bctr.: Fleischver orgung.
Krkauntmachttug
Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die mir vom Kommunalverba ;b Zne berg zur Beitet ung an. die Cchwerst- und Schwerarbei-er der Stadt Fued- berg überwiesene Wurit für die Woche vom 11. b s 17. Novr mber am Samstag, den 16. Nov. 1v18. nachmulags von 2 bis 5 Uhr ln dem Geichäsis-cden des Äletzger- meijters Adolf En^el, Kai crftr. B. zum Verkauf kommt. Die Abgabe der Wurst rr;olat nur unter Vorlage der für die Schwer- und Schwerstarbeiter ausgegebcnen Fiel ch-Zufotzrarten.
Der Verkauf des Fleisches für Kranke für die Woche vom 1). bis 17. Nov. 1 W 18 findet am Freilag. den 15. Ncv, nachmittags *on 2 bis 3 Uhr in den Metz «erläd. M " ' seither
Die-
einzuhaiien. Nach Ablauf die er ' die zustehen- ooer Wurst
Keiraunimachung
geben wir im Gioßverkaur nächsten Samsiar. den 16. ds Mts
vormittags in Mengen von 5n u^d 100 Psun) ab.
Breis pro Pfund 9 Pfennig.
. Varausbestellungen und Zah ungen werden von Freitag Nackmiltag ab rm Ge ä üfis^mmer des städt. Lebensmittel-Ausichuffes entgegen genommen.
Friedberg, den 13. November 1918.
Der Bürgermeister
_ _ I. B.: D a n, m.
Kellauntmnchttttl».
Nächsten Freitag, den l5. ds. Mts., findet in der alten Post die Abgabe von
«tatt. Zeiieinteilung wie bei der Bfiterverteiluna.
Die Abmbe er. ol.gr nur gegen Vor ei^unz der Lebcusmiuei- karte. Landwirt chaft lreibenbe und Mitch erzeugende Haushaltungen und Hausrmltungen. die Hallsschtachtuii'en vorgenoininen haben, owte dte ruuell lebende israekuiiche B.'vblker.tng iin d volN Bezug aus:e,chl 0 jsen. 0
Für jede aus der Lebensmittelkarte verzeichnete Person werden 59 Gramm zu 39 P.enniq verabsolgt.
Friedberg, den 13. November 1918.
Der Bürgermeister.
I. 3*.: Damm.
LitWM«rjtchttiW.
Dm Dienstag, den 19. November I9l8, vormAtag^ 11 Uhr. sollen im hiesigen Ra haus die nuchitehend verzetchneten. un Grunb- buche der Gemarkung Friedberg den vetitorbenen Änchaet Höü Ehele ten zugeschrieber en Grundstücke, nämlich
Flur !l Nr. 4-54 — 48 qm. Ho'rai'e in der Stadt, und .. ll », 15— i4>2 qm, Grad arten an derFauerbacherstr.
znm brit en und letz en Male zur öffentlichen freiwilligen Per- stetgerung gebracht werden.
Di- Versteigerungsbedingungen können auf den Geschäftszimmer des Gr. Ortsgerichis während der Geichäfisstnnden emae- ,ehen werden. ^
Friedberg, 1t. November 1915.
Csr.
_ _ 2. V.: Falck. Gerichtsmann.
HslZVeMuf
aus stanÄcsheekrlichen und Ecmeindeforften.
6cn 25 - 1318. vormittags non IN Uhr
ab, int Hotei Viltoria zu Gießen statt.
Die Gebo e. find vei chloffen mit der Aufschrift ..Holzverkaus in Sicken für ieD’ V'k valiunz auf be'onderem Blatt bis Samstag den 23. November 1918, adends
s Stolbergische Ren amt zu Orlenberg (Oberhessen) fönnpi b h' n ^ssgegotssormulare zu haben fino.^Die Gebote
aUr ^ ei J e der einzelnen Lo e beschrMcn. müssen h r hPLVn Enthalten, dag Bieter die Verlaufsbedingungen
der betreffenden Verwrilkun-.. welche letztere ans Verlangen zu-en- ^/dole welche dieses ausdr ckliche Anerkenntnis ,!f enthalten, ooer nach dem 23. b oaember einae' en tonnen zu- 5rn f h? l s)T en n5erben * Bieter haben die gewünschten'Äkatze und die , de Au aroeuun z an-ugeben und bleiben bis £ 1 . Dezember 1918 ein chl eßltch an ihre Gebo e gebunden.
2m gan-en werd n ca. 6 >0 B fm Nutzholz ausgeboten De . raufsliilen find bei Fürstlich S'oldergi chem Rentamt zu Orlenbera Obeiheffen) zu haben Die Fürstlich Solmstsche Obersörsterei zu (Oberbeisen) verkauft dabe.: 20-0 Im E.chen-Sckwellenholz. I 0 Gtchen-Giuoenhol', 7> lm Rolbuchen-Stannnhoiz. 36 Im .^atnbuchen-^'am u oli. 250 lm diesern-ihrubenhol^.
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«erlaben der Rmbsmetzger. rote jeither statt.
Die Verkaufszeiten find genau
eeqr das Anrecht auf die zuslehen- den Mengen Fleisch verloren.
Friebberg, de^ 14. 9(ov. 1918.
Der Bürgermeister 2. Ai.: Damm.
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