bie in dem Beförds rungsschein angegebene Zahl der Tiere mit der Zahl der abgelieferten übereinstimmt.
Die Vordrucke für die Bescheinigungen werden den Bür. germeistereien von dem Viehhandelsverband in Buchform geliefert. Die Bürgermeistereien haben von jeder Defchei- nigung eine Abschrift auf dem, in dem Buche verbleibenden Abschnitte 1>es Formulars zurückzubehalten. Die Bücher sind den mit schriftlicher Ermächtigung versehenen Be. auftragten des Diehhandelsverbandes jederzeit zur Einsicht vorrulegen und mit den Abschriften an den Viehhandelsverband nach Verbrauch der darin enthaltenen Vordrucke zurücftuaeben.
b) dei Schafherden eine Bescheinigung, die den Begleitern der Herde vom Viehhandelsverband für die Zeit von je 3 Monaten unter Angabe der Zahl der getriebenen Schafe ausgestellt wird.
cl in allen übrigen Fällen der Erlaubnisschein zum Eriverb oder zur Veräußerung, oder der Erlaubnisschein zur Ausfuhr aus Hessen, oder aus Liner Provinz Hessens in eine
andere.
Zu a. b und c* Der Treiber ebfP Gefchirrführer hat den Beföröecungsschein mit sich zu führen und den mit schriftlicher krmächtitzung versehenen Beauftragten des Viehhandelsverban. des und den Polizeibeamt-en auf Verlangen oorzuzeigen.
8 Zur Beförderung auf der Eisenbahn gilt als Beförde- rungsfchein ein vom Viehhandelsverband ab'estlwpefter Frachtbrief. Die Abstempelung geschieht durch einen Vermerk, der unter Angabe der Zahl und der.Art der zu verladenden Tiere von dem damit beauftragten Beamten des Viehhandelsverban. des zu unterschreiben, und mit dem Amtsstempel des Viehhandelsverbandes zu versehen ist
ft) Handelt es sich um Vieh, das zur Schlachtung an die Samm-'lstellen des Viehhandelsverbandes oder von da verladen wird, so werden die dazu nötigen Frachtbriefe von dem Vertrauensmann des Viebhandelsverb.rüdes dem Verlader auf An. fordern übergeben. Der Vertrauensmann hat zu prüfen, ob die auf dem Frachtbrief angegebene Zahl der verladenen Tiere mit der Z"bl der abaelieferfen übereinsiimmt.
b) In allen übrigen Fällen wird ein abgestempelter Frachtbrief von dem Viehhandelsverband gleichzeitig mit dem Erlaubnisschein zvm Erwerb oder zur Veräußerut^ oder Ausfuhr über, geben.
Nicht verwendete Frachtbriefe sind im Falle a dem Vertrauensmann, im Falle b dem Viehhandelsverband zurückzu-
tzeben.
Darmstadt. Gießen, Mainz, den 8. November 1918.
Der Startenburger Viehhandelsverband B a l s e r.
Der Oberhejsilche Viehhandelsverband Dr Rosenberg.
Der Rheinhessische Viehhandelsverband Dr B e i l i n g.
(frtrf fmüiit fcrr KarloffrlbMIagiialMl.
D^r Staatssekretär des Knegsernährungsamtes hat unter dem 30. Oktober 1918 eine Rundverfügung an sämtliche ^unde> 7 r'»aie'".:ngen ertasten, nach der eine erweitmt? „Er^asi'tva" der bestände angeordnet wird. Be
gründet w"-d d'7 Maßnahme mit einer eingetretenen Stok- kuug der L2:ntereind-?cfung der Bedarfsverbände mit Kartoffeln. Ten Gl und zu die^r Stockung erblickt die Verfügung ?inn,al in dem 'ta'ken Mangel an Eisenbahnwagen, dann aber arch in etn^r Nc.be,. schätz:: ng der Kartoffelernte, die in einzelnen Teilen des Reiches nicht die erwarteten Erträge ergeben haben ^oll. Durch die zurückgebliebenen Lieferungen tollen einzelne Bedarfsverbande in Mitleidenschaft gezogen sein.
Um nun die Eindeckung des Winterbedarfs noch vor Eintritt der Frestpeliode nach Möglichkeit sick-erzustellcn, hat der Staatssekretär felgende Anordnung getroffen:
1. Die Voi'ckwift. wonach Kartoffeln, welche eine Mindestgröße von \y± Zoll (3,1 Ztm.) nicht erreichen, verfüttert werden dürfen, wird dahin abgeänderl, daß die Mindestgröße auf 1 Zoll herabaesez-t wird.
2. Die 'oaenannte ..Ausgleichsreserve", welche bei Durchführung der Umlagen d^'r Reichskartoffelstelle den Erzeugern zunächst belasten und bisher auf 20 Prozent der Erntemenge beniest-n war. wird auf 10 Prozent herabgesetzt. Die Entscheidung. ob die^e restlichen 10 Prozent den Erzeugern zum unbcfchränlttn Verbrauch freicftgeben werden können, bleibt Vorbehalten.
3. Die Reichskartoffelstelle ist angewiesen, die den Brennereien für den BrennereibeirieH freigegebenen Kartoffeln in Höhe von 2ö Prozent der freigegebenen Menge zur Deckung des Syeftekartoftelbedarfs heranzuziehen, so daß den Brenncreibrsitzern zu Brenne reizwecken nunmehr soviel Karto^ftln belassen werden, als zur Herstellung von 67.6 Prozent de- allgemeinen Durchschnittsbrandes bei einem Verbrauch von 18 Zentner für den Hektoliter reinen. Alkohol erforderlich sind.
Von den, den Trocknsrejen und Stärkefabriken vorläufig freiqegebenen oder Angewiesenen Kartoffeln kann die Neichskartoffelstelle 500 000 Tonnen zur Deckung des Spei'e- kartoffelbodarfs heranziehen.
Durch diese neue Verordnung, zu der sich der Staatssekretär. wie es heißt, nur schweren Herzens entschlossen hat, wird in erheblich erweitertem Maße als bisher in die £ac= v'ffelbeftände der Erzeuger eingegriffen. Ob das notwendig war, oder m diesem Umfange notwendig war, scheint uns aus der Begründung nicht recht hervorzugehen. Einmal wird für die Stockung der Lieferung der Waggoninangel als Grund angeführt, dem wird aber nicht durch eine umfang- reich-Lre Erlassung abgehoben. Was nun den verminderten Ernteertrag anbelangt, so fragt es sich, ob man hier nicht ^urs geringerer: Ablieferung auf kleineren Ertrag schließt.
Wenn nn Oktober, insbesondere tn der zweiten Hälfte Oktober, die Kortcffelanliefervngen nicht den Erwartungen eist, sprechen haben, so braucht man sich darüber nach Lage der Dinge doch nicht zu wundern. Die Landwirte waren vielfach mit der Bestellung noch zurück und sie haben das dann ein- setzende günstige Wester benutzt um zunächst einmal die Winterkornsaat in die Erde zu bringen. Dann aber hat doch die allerwärts auftretende Grippe die schon an und für sich sckiwierigen Arbeiterverhältnisse noch ungünstiger gestaltet. Alles das hat naturgemäß die Kartoffelernte verzögert. Nackst dem aber nunmehr die Bestellung in der Hauptsache erledigt sein dürfte und die Grippe im Rückgänge begriffen ist. wären die Anlieferungen wohl auch ohne diese erweiterten ..Erfassungen" bald wieder stärker geworden, wenn nur für Vermehrung der Arbeitskräfte auch aus städtischen Vevölkerungs- kreiftn endlich gesorgt würde.
Die neuen Minister in Kesten.
Daemstadt. 13. Nov. Das neue Ministerium wurde heute. folgendermaßen zusammengesetzt'. Erstminister (Staatsminisier) ! und Auswärtiges Ulrich, Leiter der Mrnisterialabtcilung des Inneren Dr. Fulda (Sozi. Leiter der Ministerialabteilung des Ernährunaswefens Neu mann. Leiter der Ministerialab- teilung der Justiz Geh. Iustizrat v. Brentano (Ztr.). Leiter der Ministsrialabteiluug für Finanzen Beigeordneter Henrich (Forlfchr). Leiter der Mintsterialabteilung für Bildungs- wesen Prof. Urft a dt (Fortschrist).
VirhMliiN a", 4. Prff^fr 19IS.
S*it dem 1. März 1917 werden auf Beschluß des Bundesrats vierteljährlich Viehzählungen vorgenommen, deren Ergebniste für die Beurteilung sowohl der Fleftchverwi g,,ng wie der Fustermittelverteilung wichtig und unentbehrlich sind. Die Zählungen erstrecken sich aus Pferde Rindvieh. Schafe. Schweine. Ziegen Gänse Enten. Hühner und zahme Kaninchen. Die nächste Zahlung hätte am 1. Dezember ds. Is. stattzufinden Da dieser Tag ftdoch ein Sonntag ist. und da ferner durch Bnndesratsbesck'luß eine allgemeine Volkszählung für Mittwoch, den I D^zmeher ds. Is. angeordnet ist. wurde bestimmt. daß auch die nächste Viehzählung an diesem Tage stattfinden soll. Durch die Zusammenlegung beider Zählungen aus einen Tag wird das Zählgeschäft, die Austeilung und die Wiedereinsammlung der Zählpapiere in den Haushaltungen usw für alle beteiligten Stellen, sowohl kür die Behörden wie kür die Zähler und die gesamte Bevölkerung, wesentlich erleichtert und vereinfacht.
Ans der Heimat.
Friedberg. 14 Nov. (Ehrenvolle Berufung). Der Direktor de? hiesigen Prsdigerleminars. Herr Geh. Kirchenrat Profesior Dr. 7). Scho eil, hat einen höchst ehrenvollen Nus in den Dienst seiner württemberqischen Heimatkirche erhalten und an. genommen. Mit Wirkung vom 1. Dezember d. I wird er Prälat und Generalsuperintendent der Diözese Reutlingen mit dem Sitze in Stuttgart: als solcher ist er Mitalied der obersten Kirchen. und Schulbehörde. Wir beglückwünschen den in der evangelischen Gemeinde wie in der ganzen Stadt hochgeschätzten Mann herzlich zu der Auszeichnung: welch' schmerzlicher Verlust freilich sein Weggehen aus unserer Mitte bedeutet, mag einer späteren Würdigung seines verdienstvollen Wirkens Vorbehalten bleiben.
Brolkartenausgabe. Es wird darauf aufmerksam gemacht daß in der Art der Brotkartenausgabe Aen-derungen eingetre- fen sind. Für die Bezirke 1 und 2 werden die Karten im Lebensmittelausschuß ausgeqeben Die Ausgabe der Nummern von 646 an aufwärts des Bezirks 2 erfolgt am Nachmittag.
Ober-Nosbach. 14. Nov. Der Wildprethändler Ioh. Loos und seine Gattin Elisabeth aeb Feeder feiern am 16. November tn voller Rüstigkeft und Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit.
Aus Starkenburg.
Darmstadt, 11 Nov. Ein lebhaftes Treiben herrscht fortgesetzt an den: Eingang des streng bewachten, in den Innenräumen stark mit Maschinengewehren und Geschützep versehenen Ständehauses. Auch auf der Gallerte des Sitzungssaales hat man ein Maschinengewehr aufgestellt. Der Arbeiter- und Soldatenrat hielt beute nur eine Sitzung ab, in der hauptsächlich die Wieder- einstellung der Offiziere zur Debatte stand, die viele sehr interessante Momente bot. Der Grundgedanke ist der, daß man nur solche Offiziere wieder einstellev will, die sich verpflichten, die Behandlung der Untergebenen im Dienste in loyalster Weise auszuüben und in keiner ZVeise gegen die Bewegung zu arbeiten. Heute vormittag waren sämtliche Offiziere, einschließlich der Kommandeure, welche sich der Bewegung abgeschlossen haben, zu einer Besprechung der sog. Parole im großen Ausschußzimmer versammelt, und gab hier der gestern zum Kommandant der Stadl ernannte frühere Offizier-Stelloertreter Elsässer eingehende Anordnungen Über den Wach- und Sicherheitsdienst usw. bekannt. Die bisherigen Offiziere der Kommandantur ver- sehen ihren Dienst weiter. Bisher haben sich nur wenige Offiziere geweigert, auch fernerhin ihren Dienst zu versehen. Wer rcn den Offizieren keinen Dienst versieht, soll auch keinen Lohn mehr erhalten. Bon Intereste ist auch die Frage, was mit den Offizieren geschieht, die sich zur weiteren Mitarbeit erklärt haben, aber wegen ihres früheren Verhaltens von den Soldaten abzelehnt werden. In der Sitzung wurde u. a. nock bekannt gegeben, daß der Polizeidirektor Neinhart sich mit seinem Be- amtenapoarat bereit erklärt hat, den Polizeidtenst weiter im Sinne der neuen Negierung zu übernehmen und werden nunmehr die Polizribeamten den öftentlichen Sicherheitsdienst wieder ausüben In den sog. Regierungssälen der Zweiten Kammer tagten heute weiter die Mitglieder des am Freitag von der alten Ständekammer gewählten Staatsrates, um bei der Bildung her neuen Negierung mitzuwirten. während in einem
anderen Beratvngszimmer sich die Mitglieder der fozialdemokra-" tischen Fraktion eingefunden hatten, um d?n Auftrag des Ar. beiter, und Eoldatenrates, das neue Min'.sterium zu bilden, auszuführen. Zunächst wurde man dahin einig, nur einen Mi. nister zu wählen, während die Leitung der anderen Nestorte, wie dies unter früheren Ministerien schon war. durch Ministerialdirektoren geleitet werden, die der Minister ernennt und die ihm unterstellt sind. Zum Staatsminisier und Minister de? Innern wurde der bisherige Abg. Ulrich ernannt, von -der sozialdemokratischen Partei treten weiter die seitherigen Abge- ordneten N e u m a n n für die Ernährung und Naab für di« soziale Wirtschaft und Landesarbeitsamt als Ministerialdirek« toren in die neue Negierung ein. Die übrigen Nesiorts sollten den bürgerlichen Parteien Vorbehalten bleiben. Diese Frage bol aus verschiedenen Gründen große Schwierigkeiten, da eine Par- tei allein kein Amt übernehmen wollte. Wie wir Horen, ist nunmehr eine Verständigung dahin erzielt, daß der Abg. H e n . x i ch das Finanzministerium und der Abg. U r st a d t die Schul- Abteilung übernehmen wollen, wenn der Abg. v Brentano das ihm angebotene Iustizportefeuille übernimmt. Dieser ist grundsätzlich dazu bereit, erbat sich aber bis zum Abend Bedenkzeit- aus. Es ist zu erwarten, daß die Frage bis dahin erledigt und das Ministerium gebildet ist. als wahrscheinlich darf man aber annehmen, daß noch ein weiterer Sozialdemokrat eintritt. Der Staats, und Iustizminister sowie Mruisier des Innern sagten schriftlich zu, ihre Tätigkeit in die Hände des neuen Ministers zu übergeben und die Beamten auf^ifordern. auch fernerhin im Dienste des neuen Ministers ihre Pflicht zu tun, Staatsminister a. D. Ewald wird vorläufig im Ministerhotel in der Neckarstraße wohnen bleiben und s?'n Nachsolner Ulrich wird zunächst nur 2 —3 Räume als Arbeits- und Wohnzimmer benutzen
FC. Groß-Cerav, 12. Nov. In der Hofraite des Herrn Marx dahier wurde in der vergangenen Nack-t eingebrochen und eine Anzahl Gänse und Lebensmittel gestohlen Ein unbekannter Täter entwendete aus dem Garten des Landwirts Neinbeimer in Klein-Gerau eine große Zahl zum trocknen aufgehängte» Wäschestücke vou bedeutendem Wert.
Aus Hessen.Nallan.
FC. Usingen, 12. Nov. Eine große Volksversammlung ln Anspach i, Taunus hat die Bilduna eines Arbeiter, und Vauern- rats vorgenommen und in Gemeinschaft mit einem später ins Leben gerufenen Arbeiter- und Dauernrat in Wehrheim dem hiesigen Landratsamt den Arbeiter- und Dauernrat als voll, ziehende Gewalt vorgestellt. Der Landrat von Bezold hot sich den Forderungen unterworfen und wird die Entlastung besonders mißliebiger Beamten vornehmen. Der Arbeiter, und Bauernrat fordert die Gemeinden des Kreises Usinaen auf. ebenfalls solche Räte zu bilden, aus denen sich einige Abgeordnete dem Kreis-Arbeiter, und Bauernrat zugesellen werden. Die Polizeioraane und Bürgermeister des Kreiles bleiben in ibrem Amt und unterstehen dem Arbeiter- und Dauernrat des Kreises Usingen.
FC. Obcrursel, 11. Nov. Die Zahl der Grippe-Erkrankungen die vor acht Tagen noch 108 betrug, ist auf 46 zuruckaegangen
FC. Vom Obertaunus, 11. Nov. Das Notgeld der Städte Frankfurt und Höchst hat auch tm LbertaunuskreiZ volle Gültigkeit.
FC Dem blutkrtountts. 11. Nov. Dem Händler Ifak Leb.
recht in Laufeafelten wurde die 2lveweiskarte des Vichhandels- oerbandes auf die Dauer von drei Monaten entzogen.
FC. Wiesbaden. 11. Nov. In einem ersten hiesigen Pelz- wcrengefchäft erschien im Nevcmk-er v. I. der Kaufmann Eduard Iakier aus Berlin-Schöneberg und licß sich einen kostbaren Pelzmantel verlegen. Er kaufte den Mantel, zahlte 60 Mk. darauf an und gab d'e Weisur.g, ihm den Mantel per Nachnahme zu^zuseuden. Man war hiermit einverstanden, gewahrte jedoch, als Herr Iakier weg war. daß ein Skunksmuff im Werte von 800 Mk. fehlte. Das Wertpaket mit dem Pelzmantel kam nach kurzcr Zeit Zurück • Der Verdacht, den Muff entwendet zu haben, lenkte sich auf Iakier Im F'bruar d. I. kam aus Verlin-Echö- nebera ein Paket m't einem fingierten Absendsv an, in dem der r-eischwawdene Muff der Firma wieder zugestellt wurde. Dis Ermifteluuaen ergaben, daß Fakier den Muff gestohlen. Dir Schöffen verurteilten heute den Dieb zu einem Monat Gefängnis .
FC. Wiesbaden, 11 Nov. Die Weinlese in den hiesigen städtischen Weinbergen erbrachte einen halben Herbst. Das Mofb gewicht ergab bis zu 88 Grad Oechsle.
FC. Wiesbaden. 11. Nov. Heute nachmittag gegen 3 Uhr fand hier auf dem Marktplatz eine Volkskundgebung statt, in der vier Redner. Anaehöriae des hiesigen Arbeiter- und Sol- datenrotes, unter großem Beifall der nach tausenden zählenden Zuhörer einen dkeberblick gaben über den Lauf der Dinge, die das jetzt erreichte Ziel Zeitigten und die Aufgaben der jetzigen Regierung. Regierungspräsident Dr. v. Meister und Oberregie- ' runasrat Springerum wohnten der Volkskundgebung an. Nach der Versammlung formierten die Zuhörer einen Zug, der sich unter Vorantritt einer Militärkapelle durch die Straßen der Studt bewegte Keinerlei Zwischenfälle kämm vor.
FC. St. Eoarshausen, 7. Nov. Der seit kurzem, seit zehn Monaten hier tätige Landrat Dr. Wolfs ist plötzlich im 37. Leben?-jc'b''e gestorben.
FC. Oberlahnstein, 7. Nov. Die Grippe fordert hier auch' große Opfer. Am letzten Sonntag lagen hier neun Tote, die der tückischen Krankheit erlagen, aufgebahrt. Ein rwch niemals hier dagewcfener Fall.
FC. Riederlohnstein, 7. Nov. Ein in Schifferkreisen sehr bekannte Persönlichkeit, der Schleußenmeister Eauf, ist hier im Alter von 69 Iabren gestorben.
FC. Wcilburg, 12. Nov. Der „Weilburger Anzeige:" sticht unter Vorzensur des Arbeiter, und Soldatcnrates.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otte Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: R Henne r. Friedbera. Druck und Verlag der ..Reuen Togeszeitung^ A- QL Friedberg i L.


