f
Dic Monarchie m Deutschland, und mit ihr außer unserer Ehre auch noch unsere Einheit und Stärke, soll zerbrochen wer- den Dazu die Hand ZU bieten, wäre nicht nur Untreue und Nr-dank, sondern auch schmähliche Selbstaufgabe. In dieser Lao.e kann unser Platz nur an der Seite der Hohenzollern sein, nicht nur aus Treue und Ehrgefühl, sondern vor allem aus Liebs und Pflicht gegen Reich und Volk."
Diese Darlegungen treffen im wesentlichen den Standpunkt, den auch wir dem Kaiser gegenüber einnehmen. Wir hätten vielleicht gewünscht, daß der Gegensatz, in dem wir zu der Wilsonschen Politik standen und die kurz gesagt als der „neue Kurs" bezeichnet wird, etwas schärfer betont worden wäre. Jedenfalls ist es lächerlich, wenn sich die „Volksstimme" abermals in Anrempelungen gegen uns gefällt und es so darzustellen beliebt, alZ hätten wir früher: Hosianna! und heute:
Kreuzige ihn! gerufen. Wir haben es nirgends an freimütigen Worten gegen die Politik des „Neuen Kurses" fehlen lassen und sind ihr, wo es erschien, entgegengetreten. Sie hat aber stets den „Beifall links" gefunden. Das darf uns aber nicht veranlassen, die Sache , mit der Person zu verwechseln. Wenn uns- ein Hemd nicht paßt, so brauchen wir deshalb nicht zu sagen, wir tragen fetzt überhaupt kein Hemd mehr. Aus welchen Erün- ccii mir trotz alledem zur Monarchie halten, ist im obigen Auf- 'atz treffend dargelegt. Diese Meinung kann nur noch verstärkt werden, wenn wir in den Berichten über Versammlungen der llnabhäneigen lesen, welche Geister für die Abdankung des Kaisers die lautesten Nufer im Streite sind.
In einer Versammlung des sozialdemokratischen Vereins sprach, nich einer Meldung der „Voss. Zeitung", der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Warum über die politische Lage und dabei auch über die Abdankung:frage. Er führte dazu aus' !l'ber den Kaiser werden im Nuslande sowohl wie auch im Inlande Stimmen laut, daß seine Abdankung zur Erlangung des Friedens notwendig fei. Bei der Behandlung dieser Frage sollten wir uns nicht von Stimmungen leiten lassen. Gewiß, wir Sozialdemokraten sind Republikaner und haben als solche keine Veranlassung, uns als Cchutzwall vor dic Hoheneollern zu stellen, aber darüber dürfen wir uns lei- ner Täuschung hrngeben: die Mehrheit des deutschen Volkes ist heute noch monarchisch gesinnt. Auch wenn man heute vielfach unbedachte Aeußerungen über den Kaiser zu hören bekommt. von Leuten, die vordem gewaltige Patrioten waren und von denen man solches zuletzt erwartet hätte — für uns üt? Sozialdemokraten handelt es sich darum, daß wir einen Rechtsstaat bekommen. Die Frage mit oder ohne Monarchie ist von untergeordneter Bedeutung. Mir können aber richtige Politik in einem Rechtsstaat nur mit der Mehrheit und nicht \ «egen die Mehrheit des Volkes machen, wenn wir nicht ruf- ßsche Zustände bekommen wollen. Verlangen müffen wir. daß die Monarchen nicht mehr die autokratische Rolle spielen wie bisher.
In der Aussprache dankte der sozialdemokratische Stadtrat Dr. Dich dem Referenten für die taktvolle Behandlung der Hchenzollernfrage. Es fei unwahrbaftig. jetzt im Kaiser den Sündenbock linden zu wollen. „Gewiß", so sagte der Redner wörtlich, „wir haben vordem nicht auf dieser Seüe gestanden und haben ihn bekämpft, aber der Kaiser hat umgelernt, wie so viele umlernen müssen. Er hat uns am 4. August 1914 die Hand geboten und wir haben eingeschlagen, und es hat sich ge- zciat, daß während des ganzen Verlaufes der harten Kriegszeit der Kaiser ehrlich zum Volke gehalten hat. Staatsverfasiung und Monarchie sind auch bei uns ebenso wie in anderen Ländern der natürlichen Entwicklung unterworfen."
Mit bemerkenswerter Schärfe
verlangt die „Frankfurter Zeitung" in ihrem heutigen „Zweiten Morgenblatt" den Rücktritt des Kaisers. Die furchtbare Lage des Vaterlandes erfordere Wahrheit: „Diese Wahrheit ist: daß seit dem 30. September an dem das alle Regime ab- gefetzt wurde und die deutsche Umwälzung begann, und noch mehr seit dem 5. Oktober, an dem die neue deutsche Negierung genoligt wurde, ihr Ersuchen um Waffenstillstand und Frieden an Wilson zu richten, Millionen und Abermillionen von Deutschen die feste Erwartung hegten, es werde der Kaiser (und mit ihm selbstverständlich auch der Kronprinz) freiwillig abdankeu — freiwillig, bevor es gefordert wurde, einfach aus dem Gefühl der eigenen Würde und der natürlichen Konsequenz. Denn, was in diesen fünf Wochen vor sich gegangen ist, das ist, nach innen und nach außen, die Liquidation der dreißigjährigen Reaie- rungszeit Kaiser Wilhelms II., oder dessen, was von ihr noch übrig geblieben ist in der fürchterlichen Katastrophe dieses Krieges. die eben auch die Katastrophe des Kaisers ist. Was wir jetzt erleben, ist Ende und Abschluß- unmöglich schien der Gedanke. daß der Anfang des Neuen, das nun kommen muß. unter demselben Zeiten der Regierung Wilhelms H. (ober seines Sohnes) begonnen werden könnte."
Es wird dann weiter auseinandergesetzt, daß ein Verbleiben des Kaisers die Zersetzung des Reiches in Eiuzelstaaten nach sich ^ehen komne und dann würde das deutsche Volk gezwungen sein
Frage sehr ernsthaft aichurveeserr, ob es wirklich heute noch Me ZmeiundzwaAzig Dynasten nötig hatte!
An anderer stelle bespricht die „Frankfurter Zeitung" die Gtcllungsnahme der Entente zur Kaiserfrüge. Es gäbe zwei deutlich erkennbare Meinungen, die einen die es ehrlich mit Deutschland meinten, verlangten den Rücktritt des Kaisers, weil nur auf biefe Art geordnete Verhältnisse entstehen könnten«. Das Blatt glaubt, Wilson dazu rechnen zu können, wenn er sich aucy grundsätzlich nicht in die inneren Verhältnisse anderer Staaten mischen wollte. Die andere Richtung, zu dem Elemen- teau gehöre, sei von'einem teuflischen Haß gegen Deutschland beseelt und erstrebten dessen völlige Vernichtung. Diese werde aber erfolgen, wenn der Kaiser bliebe. Deshalb seien die ein- geschwcrenen Feinde Deutschlands für ein Verbleiben des Kaisers. Die Absicht, in dem diese Darlegung geschrieben ist. ist doch etwar, zu durchsichtig!
:
Einigung tu der Sozialdemokratie
Die „Frankfurter Ztg." bringt die auffallende Meldung, daß in München, wo sich gerade eben bei einer Ersatzwahl zum Reichstag, die beiden sozialdemokratischen Gruppen erbittert bekämpfen, der Verbuch zu einer Einigung der beiden Achtungen gemacht werde. Es sei eine Kommission gewählt worden, die eine Einigung auf folgender Grundlage erstreben solle: Rücktritt des "Kaisers. Vereidigung der Armee auf die Verfassung, Ablehnung der nationalen Verteidigung und Ausschaltung der reaktionären Elemente bei der Verwaltung, vor allem in Preußen.
Gkgkil die Mschmg von MWar.
Einen Antrag betr. die in neuerer Zeit erfolgte Schließung von Mühlen hat der Abo. G r ü n e w a l d an die Zweite Kammer gerichtet. Darin wird Beschwerde geführt, daß in der letzten Zeit wiederholt auf Betreiben der Reichsgetreidestelle in Ber !in Beauftragte, deren Person, Herkunft und Zuverlässigkeit nicht kontrolliert werden kann, in den oberhessischen Mühlen erscheinen. meist in hohem Maße selbstbewußt und scharf auftrejen irgendwelche Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen fest- ftellcn, mit dem Erfolge, daß sie nach Berlin berichten und die Reichsgetreidestelle an die zuständigen Kreisämter das Ersuchen auf Schließung der Mühlen richtet. Diesem Ersuchen wird meist entsprochen
Das Rechtsmittel der Müller gegen dieses Vorgehen ist ein recht kümmerliches. In den meisten Fällen sind die Ver- schlangen nieist ganz geringer Natur, auch in schwereren Fällen ist eine Geld- oder Freiheitsstrafe berechtigt, gegen die Schließung der Mühlen, eine so scharfe und einschneidende Maßregel die nicht nur die Mühlenbesitzer ruiniert, sondern auch die landwirtschaftlichen Kreise schädigt, müsse energisch Einspruch erhoben werden. Diese Maßregel wirkt außerordentlich verbitternd und der Umstand, daß fremde Sendlinge, deren Herkunft aus Berlin nicht ohne weiteres als Empfehlung für ihre Zuverlässigkeit ausgenommen wird, zudem sie alle Verhältnisse durchschnüffeln und weittragende Fcststellungen treffen, vevstärkt dieses Gefühl ganz bedeutend. Auch die öffentliche Brandmarkung der Mühlenbesitzer als unzuverlässige Personen" wirkt kränkend und herabsetzend.
Die Kammer niöge die Regierung um eine Aeußerung ersuchen. ob ihr die geschilderten Verhältnisse bekannt sind und welche Schritte sie beabsichtigt, um sie zu verbessern.
Dieselben Klagen, die hier gegen die Kontrolleure der Nekchsgetreldestelle in Berlin laut werden, richten sich auch, wie wir wiederholt feststellen konnten, gegen manche Kontrolleure der Landes.Milch- und Fettstelle. Auch hier handelt es sich vielfach um Personen, deren „Person, Herkunft und Zuverlässigkeit nicht kontrolliert werden", was die Betreffenden aber nicht hindert, oftmals recht anmaßend gegen dis Landwirte vorzugehen, sc daß man sich förmlich darnach sehnt, daß die Zeit kommen möge, wo man von diesen Stall- und Scheuer-Ratten befreit wird.
Perlchärste AhiieferZmgsMicht.
Die „Deutsche Parlaments-Korrespondenz" berichtet:
Der Staatskommissar für Volksernährung hat, um Wandel zu schaffen, angeordaet, daß die Landkreise ihre Ablieferungs- schuldigkeit unbedingt erfüllen, d. h. die ihnen auferlegte Kartoffel- und Getreidemenge auf jeden Fall abzuliefern haben. Sollte durch den Schleichhandel eine Kürzung dieser abzuliefernden Mengen Eintreten, so sind die Rationen der Selbstversorger und Besorgungsbercchtigten zu kürzen. Die Bestimmung wird in Zukunft unnachsichtlich durchgefühtt werden.
Weitere Zngrinschra«kmrg.
Das Zusammentreffen verschiedener ungünstiger Umstände macht energische Maßnahmen notwendig, irm größeren Verkehrsstockungen vorzubeugen. Da die in jüngster Zeit, zuletzt am 1. November vorgenommenen Zugeinschränkungen hierfür noch nnbt ausreichen, nuissen vorübergehend noch Züge Wegfällen, ungeachtet der großen Unannehmlichkeiten, die daraus für den Verkehr, namentlich auch den Berufsverkehr entstehen. Das Publikum wird erneut ersucht nur uuaufschjebliebe Resten zu unternehmen, zumal mit der Erreichung von Anschlnßzügen nicht sicher gerechnet werden kann.
Vom Fr!de
der Ehre.
Dersdorf. Dem Schützen Huga Pfeffer, bei einem badischen Grenadier-Regiment wurde für bewiesene Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse der- liehen.
Ans der Hermat.
FC. Bad Nauheim, 3. Nov. Die Bürgermeisterei gißt on die minderbemittelte Bevölkerung Brennholz zürn Preise von drei Mark pro Zentner aus den Vorräten der Stadt ab.
Frau Heinrich Pfeffer II. Witwe beging gestern ihren 90. Geburtstag
Nus Hessen.Nassau
FC. Nus Nassau, 3. Nov. In der letzten Sitzung dsZ Di-! reltoriums des Vereins nassauifchsr Land- und Forstwirte wurde j berichtet, daß neuerdings unter der landwirtschaftlichen Bevölkerung des Taunusgebietes große Erregung darüber entstanden fei, daß die Landräte der Kreise Usingen und Untertaunus, entgegen der Verfügung des Staatssekretärs des Kriegsernährunas-
amtes. die ländlichen Oelmühlen ihrer Kreise för die Oelfrucht- erzeuger geschlossen und restlose Ablieferung aller angebauten Oelfrüchte unter Ankündigung späterer Oelverteilungen angeordnet hätten. Von mehreren Sitzungsteilnehmern, insbesondere dem Reich-'tagsabgecrdneten Bürgermeister Hepp-Seelbach und Landwirt Georg Eifel II.-Mcntabaur, wurde sehr nachdrücklich auf die Gefahren hingewiesen, die dem nassauischen Oel- sruchtanbau durch Maßnahmen, wie sie seitens der Kommunalverbände Untertaunus und Usingen ergriffen worden seien, drohen Beinahe noch bedenklicher als die Schädigung des Oeb fruchtanbaues sei im jetzigen Stadium des Krieges die erneute unnötige Belastungsprobe., der die Stimmung der bis zum äußersten verärgerten landwirtschaftlichen Bevölkerung ausgesetzt werden. Dabei erwähnte Landwirt Eise! den Fall, daß Landwirteirauen zwei bis drei Tage lang im Regierungsbezirk herumgereist feien, um ihre Oelfrucht bei einer ländlichen Oel- mühle geschlagen zu bekommen. Es wurde beschlossen, die Landwirtschaftskammer zu ersuchen, daß die ländlichen Oelmühl-n den Oelfruchterzeugern wieder zugängig gemacht werden.
FC. Wiesbaden, 1. Roo. Aus dem Garten des Ehr. Voh. uenberger in der Sonnenberger Gemarkung wurden im Juli d. I. Mirabellen und Pfirsickre in erheblichen Mengen gestohlen. Eines Tages legte sich Bohnenberger deshalb mit dem Flurschützen auf die Lauer und beobachtete, wie der Arbeiter Eg. Ullrich mit seinen Brüdern Philipp und Paul aus Wiesbaden den Feldweg herankamen und den Garten „abluxten". Die drei wurden gestellt, bestritten irgend je im Garten etwas gemaust zu haben und dort stehlen zu wollen und gaben an. auf der Pilzsuche zu sein. Auch heute vor der Strafkammer beteuerten die drei ihre Unschuld, doch deponierten einige Zeugen, die Brüder angeblich wieder zu erkennen durch mehrmalige ge^ meinschastlichs Trambahnfahrten, die sie mit ihnen von Sonnenberg brs Wiesbaden gemacht, wobei die drei an verschiedenen Tagen Körbe schwer mit Obst gefüllt mit sich führten. Trotzdem die Frau des Georg Ullrich einen schwunghaften Handel mit Obst, besonders aus dem Hessischen betrieben hat, war das Gericht der Ansicht, daß die Angeklagten als Täter in Frage kommen und erkannte gegen Georg Ullrich auf ein Jahr Gefängnis, gegen Paul Ullrich, der zurzeit Soldat, aber dem bürgerlichen Gerichtej$ur Aburteilung überwiesen wurde, auf drei Monate Gefänanis; Philipp erzielte einen Freispruch. Der Staatsanwalt hatte die Freisprechung sämtlicher Angeklagtem beantragt.
FC. Flörsheim, 1. Rov. In einem Hause der Eddersheimcr. straße,. im Anwesen Reith, ereignete sich eine Gasexplosion Frau Reith und ein anwesender Herr erlitten schwere Brandwunden im Gesicht.
FC. Aus dem llrstertaiinus, 1. Rov. Kälberhe.usschlachtun- gen werden mit Rücksicht auf die dem Untertaunuskreise aufge- gebenen bedeutenden Fleischlieferungen von jetzt ab nicht mehr, gestattet. Die nicht zur Zucht verwendeten Kälber müssen an den Viehhandelsverband abgeliesert werden. Rinderhaus- sch lach Lungen werden im allgemeinen auch nur in solchen landwirtschaftlichen Betrieben im Untertaunus zugelassen, in denen diese Schlachtungen auch vor dem Kriege üblich waren.
FC. Limburg, 4 . Rov. Auf der Viehweide deZ Viehhändlers Ferd. Levi wurde von Gaunern eine Kuh abgefchlachtet und mitgenommen. Rur ein.Stückchen Kuhhaut zeugte auf dem Schlachtplatz von verschwundener Pracht. Von den Tätern fehlt jede Spur.
Aus Stalkenburg.
Aus dem Rodqan, 1. Nov. Ueber eine kleine Köpenickrade berichtet die „Oberh. Volksztg.": Stellte sich da am Samstag auf der Bürgermeisterei zu Weiskirchen ein gewisser Herr Gahr von Dörnigheim vor, versehen mit einem Ausweis der Landes-Milch- und Fettstelle zu Darmstadt, und wollte hier als Beamter dieser Stelle bei den Knhhaltern Revision abhalten, ob dieselben nicht zuviel Butter und Rahm in Besitz dätten. Mit Hilfe der Gendarinerie wurden verschiedene Häuser besucht und eine Menge Butter beschlagnahmt. Un* geachtet der Sonntagsruhe wurde auch noch am folgenden Tage die Butteriagd fortgesetzt. Montag früh ging dann nach Jügesheim und Dudenhofen, wo der Bnttermarder ebenfalls eine größere Menge Butter 'mitgehen hieß. Montag nachmittag wurde die Tätigkeit im Rodgau beendet und der Revisionsbeamte fuhr mit gefüllten Taschen weiter, versehen mit einer Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei zu Weis" kirchen, Jügesheim, Dudenhofen, daß er seine Tätigkeit dahier ansgeübt habe. Zu,n Abend hatte der Herr Revisor die beiden Herren Gendarmen und den ^errn Milchvertrauensmann zum Abschiedsschoppen eingeladen. Durch irgend eine bis jetzt noch unbekannte Tatsache war einer der hiesigen Gendarmen stutzig geworden, und wäre gern zur Verhaftung des Herrn geschritten, wenn er feiner hätte noch habhaft werden können. Zum Glück stellte sich der bis jetzt noch ahnungslose Beamte am Dienstag nachnnttag wieder ein, um die übrige Butter abZuhostn. Wo er nämlich zuviel Rahm antraf, mußten die Bauern rasch Butter Herstellen und dieselbe in das Gasthaus bringen, wo der Herr abgestiegen war Diesmal aber kam er nicht auf verrostetem Zweirad, sondern in elegantem Wagen. Fast überall, besonders in Oberhessen, wurden ihm Wagen und Pferde nach Belieben zur Ver- stignng gestellt. Ter Herr Revisionsbeamte machte aber große Augen, als der gleich anwesende Wachtmeister entgegen seinem früheren Benehmen, ihn ziemlich unsanft an? dein Wagen herausholte und für verhaftet erklärte.
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Mittwoch, 6. Nov. abends 8*4 Uhr: Kriegsandacht.
Herr Direktor S ch o e l l.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedbsrg-. für den Anzeigenteil: N. Heyner. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung".
A G., Zriedbera * Ä


