Herzerrskiimpfe.
Roman non Helene S -tu 11 q, flc&. von Gersbotff, (Copyright 1915 by C- Ackermann.-Stuttgart.)
31) Nachdruck verboten.
Run nurd-e noch alles Nötige besprochen, auch das Telegramm an Hilde, welches sic schon morgens um 6 Uhr aus ihren süßesten G-ücksträumen reinen sollte. Dann verabschiedete sich der Marg' s mit überschwänglichen Dankbarkeitsäußerungen l:nd d'm Versprechen, jeden Augenblick jedes Winks gewärtig m sein, von seinem zukünftigen Schwiegervater, — äußerst zufrieden w't sich selbst und seinem Tagen erk.
14. Kapitel.
5i!de fuhr init ihrer Jungfer allein in eineni Abteil erster 5vlasse und hart; dadurch Zeit und Muße, sich ihrem AbschiedZ- sckmeiz nd ihren bangen Sorgen für die Zukunft hinzugeben. Wie würde alles gehen? was stand ihr bevor? Wenn es wirklich zu einem Kampf mit ihrem Vater kommen sollte, wie ihre ieehl untrüglichen Ahnungen »hr zuslüsterten, so würde sie ganz allein denr gegenüberstehen. Sie wußte niemand, der ihr hätte lCHC-en wollen oder können. Ihr geliebter und verehrter Pfarrer Meinhardt und seine Familie, die eiitzigcn Menschen, auf d:c sie sicher rechnen konnte, wohnten nicht in G.. wo sich Antel- nur im Sommer aufhieltrn, sondern in der großen Rheinstadt E., wo Hildes Vater ein palaisartiges Wohnhaus, nebst vielen anderen Häusern und Liegenschaften befaß. Also diese lieben und wahren Freunde konnten in einem Notfall ebenso wenig schnell zu Hilfe eilen, wie Onkel Bernhard und Tante Ella. Nein, es galt allein alles durchkämpfen, fest hinstehen und sich durch nichts einschüchtern lassen. Bei dem Gedanken, ihrem Vater moglücherweise mit eisernem Widerstand gegen- LHertreten zu muffen, überfiel sie ein Zittern, eine Angst, daß ie positw am ganzen Körper bebte und flog. Dann aber schalt sie sich selbst'
„Pfui' wie feige? Ist Rcinhold nicht wert, daß ich für ihn leide? Und dann .... gibt es nicht Tinen, der mich nicht ver
lassen wird? Gott, gib du mir Kraft und iüftrt, mit deiner Hilfe wird alles gut werden!"
Sie fühlte, wie ihr mit diesen Gedanken neue Kraft zuströmte. Und dann suchte sie sich zu ttösten. Es brauchte ja gar nicht zum Aeußersten. vielleicht überhaupt nicht schlimm zu kommen. Es war ja möglich, daß der Vater Reinholds Werbung nicht abwies. Er war ja so unberechenbar, man konnte nie vorher wiffen, wie er eine Sache aufitehmen würde. Sie nahm sich vor, sehr ruhig, sehr geduldig, ja, wenn möglich, liebevoll zu sein.
Als sie in E. ankam, stand Fräulein Lehmann, sie erwartend, auf dem Perron; sie war wie gewöhnlich sehr elegant und etwas auffallend gekleidet.
„Willkommen, Kind, willkomnren! Schön, daß du wieder da bist!" begrüßte sie Hilde sehr lebhaft. „Es ist doch gar zu langweilig zu Hause, wenn du fort bist. Keine Musik, keine Gesellschaft .... Alles öde und st'.ll! Nur deines Papas Launen und Brummen zur Unterhaltng."
Als langjährige Leiterin des Hauses und Hildes Erzieherin durfte sie sich diese vertrauliche Sprache erlauben.
Sie fuhren in des Geheimrats eigner Equipage bis zu seiner ziemlich entfernt gelegenen Villa.
Als sie dort ankamen, wurden sie nur von der Dienerschaft empfangen. Der Eeheimrat fand cs nicht der Mühe wert, fein Zimmer zu verlaßen, um feine Tochter zu begrüßen. Hilde war solche Liebenswürdigkeiten von ihm auch gar nicht gewöhnt und wunderte sich deshalb auch keineswegs darüber.
Leichtfüßig sprang sie aus dem Wagen, eilte in das Haus und die Treppen hinauf in ihres Vaters Zimmer.
„Da bin ich. Pava" sagte sie eintretend und ihm, wie er es liebte, nach altvaterischer Art die Hand küssend, die er ihr entgegenstreckte, „du hast gerufen und ich bin gekommen."
„Du wärst wohl gern noch länger fprt geblieben?" fragte er lauernd.
„Allerdings, es war diesmal besonders nett bei Onkel und Tante" gab sie arglos zurück.
„So? fragte er. „Warum denn so besonders?"
„Nun, Hans Verlobung bringt doch allerlei mit sich was lustig und amüsant ist. Seine Braut ist allerliebst, wir haben uns sehr angefreundet. Und dann fand auch gerade ein Hof. fest statt, zu dem wir alle eingeladen waren. Die Königin selbst war sehr liebenswürdig, sehr freundlich, und außerdem habe ich auch viele interessante Leutnants dort kennen gelernt."
„So, so, das ist ja sehr schön. Und du hast dir von einem ganzen Regiment Leutnants die Kur machen lasten, das war wohl das Allerintereffanteste". höhnte der Eeheimrat scheinbar freundlich. „Da war es dem gnädigen Fräulein natürlich nicht angenehm, zu dem aften kranken Vater zurückkommen zu nrüsten!"
„Ach, lieber Vater, geht es dir nicht gut?" fragte Hilde teilnahmsvoll, deren Mitleid sogleich erwachte, wenn sie glaubte, daß jemand litt.
„Die alte Geschichte", brummte er. „Schmerzen überall, kein Appetit, wenig Schlaf, ein elendes Leben! Uebrigens hast du den Marquis oft gesehen? Er ist ja doch auch in K.?"
„Ja wohl. Papa, wir heben fast täglich musiziert. Tantc und Onkel haben ihn uns zu Liebe sehr freundlich ausgenommen. Besonders in den ersten Wochen meines Aufenthalts war er sehr viel bei ihnen."
„Warum denn später nicht mehr?*
„O, er kam auch später noch oft. Aber die Familie unternahm häufig Ausflüge in die Umgegend zu Wagen, mit de: Dahn, da war er selten dabei."
„War da überhaupt nie jemand anders als die Verwandten dabei? fetzte der Eeheimrat fein Znquisttorium fort, sich immer mehr dem Kernpunkt dessen nähernd, was er erfahren wollte.
Hilde war erstaunt, d-atz ihr Vater soviel Intcreffe an ihren Erlebnisten zeigte. Das war sie gar nicht bei ihm gewöhnt; bisher war ihm stets alles gleichgültig gewesen, was nicht feine eigene Person betraf. Sollte sie nicht diese gute Stimmung und Gelegenheit benutzen, um Reinbold wnigstcns flüchtig zu erwähnen? ^ a, es konnte nicht schaden, hören muß er ja doch von ihn:
Fortsetzung folgt.
U!ld Schwager
Qurs Vaterland starb am 15. Oktober dss. Is. nach vierjähriger treuer Pflichterfüllung an seiner schweren Verwundung durch Granatsplitter unser guter hoffnungsvoller Sohn, mein heißgeliebter Bräutigam, mein treuer Bruder, Enkel
Feldhilfsarzt Albert Fmk
Pionier-Kompagnie 112,
Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl. und des Hessischen Sanitätskreuzes.
Wölfersheim. (Sieben. Neustadt i. O.. Beienheim, den 6. November 1918.
In tiefem Schmerz:
Heinrich Fink, Lehrer Auguste Fink geb. Stein
Emmy Krauße
Frieda Weber geb. Fmk
August Stein, Altbürgermeister
Richard Weber, PfarmMent.
Es wird gebeten, vom Beileidsbesuchen absehen zu wollen.
Für die uns anläßlich unserer Verlobung' erwiesene Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst
Marie Wentzell August Reß.
Niedcr-Erlenbach
Nieder-Wöllstadt.
Anläßlich meiner Versetzung; von Echzell nach Gönnern allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl.
W. Bender, ßahnhofsverwalter,
Gönnern. und Familie.
Bekanntmachung.
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Nach den: Beschluß des Schul- uud Siadrvorsiandes oal;ier sollen im kommenden Winterhalbjahr diejenigen forlbildungsschulpflich- tigen Knaben hiesiger Stadt, b e Ockern 191s aus der Schule entlasten worden sind, au», Besuch der Fortbildungsschule herangezogen werden.
Dieselben haben sich zwecks Anmeldung Donnerstag, o. 7. Nov., nachmittags 5 Uhr im städtischen Schulhaus. Auqustinergaste 10 . pünttlich einuifinden.
2m Sradtieil Fauerbach oll di« Aflmelvung Freitag, d. 8. Nov . nachmittags 5 Uhr. im neuen Schulhaus daselbst erfolgen. Friedberg, den 4 . Nov. 1918 Der Schulvorstand.
2. 93.: D a mm.
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