Ausgabe 
18.10.1918
 
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In glcidjfaflg sehr eigenartiger Weise macht sich auch ein Mitglied der Regierung des Prinzen Max bemerkbar: der Herr Staatssekretär Exzellenz Trzberger. (Anmerkung der Schrift­leitung: Im Drange der Ereignisse haben wir ganz übersehen, unseren Lesern die wetterschütternde allerhöchste Verfügung kund- xutun. wonach den neuen Staatssekretären Trzberger und Schei­demann das PrädikatExzellenz" beigelegt wird.) Vor einigen Tagen ist in der Gefahrzone unserer Unterseeboote, also da, wo nicht im Dienste der Kriegführung stehende Personen so viel oder so wenig verloren haben wie Herr Erzberger im feindlichen Granatfeuer, ein Pastagierdampfer versenkt worden. Der Fall mag an sich gewiß bedauerlich sein, aber man mutz doch immerHy- davon ausaehen, daß die Schuld daran lediglich diejenigen trttft. die das Pasiagierfchifi in die Gefahrzone lau­fen ließen, letz en Endes also die englische Negierung. Von zu­ständiger Seite ist denn auch ausdrücklich auf die Unverantwortt lichkeit dieses Treibens und auf die Böswilligkeit hingewiesen worden, aus dem Vorgang eine neue Ereuelhetze gegen Deutsch­land zu inszenieren. Aber die Stelle, die das getan, hat offen­bar ahn« die Genehmigung des Herrn Erzberger gehandelt, denn dieser fpricf t jetzt nicht nur. wie es auch jene Seite getan, das Bedauern über die unschuldigen Opfer aus wir glauben, in Deutschland bat es während des furchtbaren Krieges auch sehr, sehr viel unschuldige O"fer gegeben sondern er ver­sichert zugleich holländischen Blättern, daß die deutsche Regie­rung geschlafen auf seinem Standpunkte stehe. Das Bedauern, sagte er. verstärke sich in diesem Fnlle zu aufrichtigem Schmerze. Wir haben alle Achtung vor dem schönen menschlichen Empfin­den. wir selbst aber empfinden den größten und aufrichtigsten Schmerz über die gegeuwärtiae Lage des deutschen Vaterlandes, wir dürfen aber trotzdem nicht vergesten. datz es ein sehr eigen­artiges Eebabren ist. wenn ein einzelnes Negierungsmitglied für die ganze Regierung spricht, obne. wie Herr Erzberger aus­drücklich bemerkt, sich mit dem Kanzler oder auch nur einem seiner Kollegen ausgesprochen zu haben. Wohin soll das führen, nenn ein einzelnes Mitglied der Regierung ohne jede Füh- 1 lungnabme mit dieser, und ohne datz es die Verantwortung tra- .-en kann denn die parlamentarischen Herren Staatssekretäre sind lediglich beratende Faktoren im Regi-rungskörper eine Handlung bedauern kann, dir in das reine Gebiet der militä­rischen Kriegführung gehört? Die; ausführcnden Organe un­serer Heeresleitung sind dadurch entweder in ihrer Handlungs­freiheit. d. h. in der befehlsgemätzen Ausführung ihrer Ob­tiegenbeilen bebinderi. oder sie riskieren, für ihre Pflichterfül­lung vor dem Volke und vor allem vor dem Auslande in ein schiefes Licht gestellt zu werden: sie riskieren vor allem, von den Engländern, die in diesem Falle von dem Verluste des Pasta­gierdampfers betroffen sind, nach Baralong-Art behandelt zu werden, weil durch den Ausspruch eines Regierungsmitglieds ihre Handlungsweise, wenn auch nicht dem Wortlaut, so doch dem Sinne nach als unrechtmäßig gekennzeichnet wird. Datz das ein im. höchsten Grade unleidlicher Zustand ist. liegt auf der Hand. Wenn der Reichskanzler fein Bedauern über den Vor­fall ausgesprochen bätte. so könnte man das in Rücksicht auf die gesamten Zeitverhältniste noch begreifen, aber datz ein Mitglied der Regierung, das keine verantwortliche Stellung innehat. ohne den Kanzler und ohne die Regierung zugleich für diese spricht, das bedeutet doch nichts anderes als eine Verwilderung des ganzen staatlichen Organismus.

Nun Brr /rnnfifütifr Intima.

DieFrankfurter Zeitung" geht es nicht fo ganz gut. seit­dem sie hoffähig geworden ist und sich in der Gunst der Regie- ri'.ng zu sonnen beliebt. Der Brief des Prinzen Max. in dem der von ihr Gefeierte sich so absprechend über das Organ der internationalen Hochfinanz äußert. durfte nicht kommen. Aber auch sonst läuft ibr allerband unter, was üuf eine gestörte Logik schliefen läßt. Seit geraumer Zeit verö''sentlicht das Blatt R-eisceindrücke unter der UeberschriftNordische Tagebücher" von ttnem Herrn Profesior Dr. Stenger. die im übrigen recht interes­sant zu lesen sind. In einem der letzten Briefe, äußert sich ein hwediscker Grotzindnstrieller. nebenbei gesagt ein Israelit. über die deutschen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es darf nicht Wun­der nehmen, wenn sich der Betreffende gegen jedes National- f. fühl, gegen Schutzzoll und alles mögliche ausspricht. Dadurch verbaue sich der Dm-che den Blick ins Freie. Dann sagt er wörtlich:Lasten Sie den wirtschaftlichen Popanz Mittel­

europa so schnell wie möglich in Vergesicnhe-t gleiten: den ame­rikanischer! und den englischen Schutzzollnern. dieser Plage der Welt, schenken Sie damit in blinder Großmut die schärfste Waffe."

Nun ist zu bemerken, datz derPopanz Mitteleuropa" zu dem eisernen Bestand der alten Phrasenaietzkanne Friedr. Nau­mann gehört. Dieser merkwürdige Politiker fühlt das Bedürf­nis, gleichsam wie die wilden Südsee insu lauer sich einen Götzen formen, von Zeit zu Zeit eine neue Phrase zu bilden, an deren fortdauernd-em Gebrauch er sich dann förmlich berauscht. Dazu gehörte auchMitteleuropa" über besten Begriff dieFrankfur­ter Zeitung" ganze Spalten brachte und sich nicht genug in des­sen Beweihräucherung tun konnte. Nun hat Wölkenkuckucksheim Mitteleuropa" mehr wie einen Knix bekommen und jetzt auch noch der Schmerz, daß in derFrankfurter Zeitung" zu lesen ist: Der Propanz Mitteleuropa! Zur Kennzeichnung des großen Politikers Naumann sei hier noch eingeschaltet, datz er vor kur­zem in seinen:Hilfe" Wilson deninternationalen Kaiser der Gegenwart" nannte, weiler die Menschheit mit einigen gro­ßen weiten Zielen sättige und volksverständlich sage, was er will." Was sagt das deutsche Volk heute dazu?

Es lohnt sich überhaupt des öfteren, die früheren Ansichten verFrankfurter Zeitung" mit den späteren zu vergleichen. So schrieb sie vor wenigen Tagen:

.Nur mit Ingrimm kann man auf die Politik im Kriege zurückblicken, kann man Beispiel daran denken, was für Gesellen ihre Stimme für den uneingeschränkten Tauchbootkrieg kn die Wagschale warfen und so das Schicksal des deutschen Vol­

kes. dieses wundervollen, mungen. Mrren. tragbaren, aber zu seinem Unglück bisher so unpolitischen Volkes mitbestimmen durften! Das soll zu Ende sein."

Das ist z. T. jedem vaterländisch fühlenden Herzen aus der Seele heraus gesprochen. Nur mit Ingrimm kann man auf die Politik jm Kriege zurückblicken, die so verheerend auf das Schick­sal des deutschen Volkes, dieses mutigen, wundervollen Volkes hineingehaust hat. um alles, was das Heer in unvergleichlichem Heldentum gesichert, nun vollends gründlich zerstören will. In der Tat. unser deutsches Volk war sehr zu seinem Unglück bisher so unpolitisch, sonst hätte das Herostratentum auflösender Par­teibestrebungen nicht triumphieren können!

Die Sachlichkeit und Sittlichkeit dieser Entrüstung wird nun aber in eine eigentümliche Beleuchtung gerückt, wenn man in derFrankfurter Zeitung" vom 24. März 1915, Nr. 83, zweites Morgenblatt, liest:

Gelingt es den Tauchbeotkrieg so erfolgreich wie bisher weiterzuführen, dann wird es sich zeigen, daß nickt das Deutsche Reich, sondern England den Abschluß dieses Krieges verlangen wird, und zwar zu einem Termin, der näher liett als der. mit dem England sich brüstete, wirtschaftlich ungeschwächt durchhalten zu können."

Das ist also diejenige Prophezeiung, für welche, wie man weiß, dieFrankfurter Zeitung" blutigeAbrechnung" begehrt, und es stellt sich berans. daß zu MiGesellen", die dem unein­geschränkten Tancbbootkrieg das Wart geredet haben, das Son­nemannblatt selbst gehört Jedenfalls hängt das alttestament licke Sprickwvrt: ..Wie kommt S^ul unter die Propheten?" mit dieser Stellungnahme der Frankfurterin zusammen, die nickt ermangeln wird, den Ingrimm über die Politik in diesem Kriege auf ihrem eigenen sündigen Haupt entladen zu lasten.

Alle Nenn!

Mickel, sieh' die Kegel stehen alle Neun in Neih und Glied.

Willst Du da vorübergehen?

Schäm' Dich, wenn's Dein Ahne sieht!

Hast bis jetzt nur acht getroffen

Auf' noch einmal sei's probiert!

Michel, komm' und sag mir s offen: bist Du einer, der verliert? >.

Gelt, das glaubst Du selber nicht!

Wenn Du willst, dann kommst Du auch Auf den Scheffel stell Dein Licht!

Gut gezielt nach altem Brauch!"

Also sprach die Wirtin froh, die da heißt Germania.

Mickel macht nicht so und so eh' sie endet, ist er da.

Dreimal wiegt er auf und nieder seine Kugel in der Hand, summt das schönste seiner Lieder und nun steht er recht in Brand!

Hui! wie donnert durch die Bäht» seine Kugel' Wie ein Blitz scklägt sie alle Neune an. alle Neun auf einen Sitz!

Gellend fallen sie zusammen, und aus ihren Köpfen spritzen unterm Wurf die roten Flammen: also kräftig tat er sitzen.

Michel strahlt. Germania lacht, doch die Feinde kriegen Beine, wer hat das zustand gebracht?

MichelsStile Neun" alleine!

Wald-Michelbach i. Od-w. Karl Rhelnfurth.

Ein Kliff uöh Brr AmMMrl tim v-hrniM

. . . den . . Zuli 1918.

Liebe Eltern!

Wir sind nun wieder von unserer Fahrt zurück, die . . Monate und . . Tage gedaunt hat. Habe Euren Brief vom 24. Juli erhallen, ebenso das kleine Paket und danke Euch recht herzlich dafür, besonders für die Zigaretten, denn das Rauchen ist ein großer Genuß für uns. den wir aber auf der Reife sehr cft schmerzlich entbehren müssen. Doch nun will ich Euch etwas über unsere Fahrt berichten, soweit ich das darf.

Wir kamen also ungehindert über den Atlantischen Ozean, wurden aber schon 500 Meilen östlich der VermUdainseln von einem englischen Dampfer gesichtet und drahttos gemeldet. Wir dachten nun. daß fofcrt olle amerikanischen Funkenstationen die Schiffahrt vor uns warnen würden, aber nichts dergleichen ge­schah. Die amerikanische Station Arlingtown gab immer noch ihre gewöhnlichen Nachrichten aber keine Kriegswarnungen. Zu­erst versenkten wir drei amerikanische Segler, die zumeist mit Negern bemannt waren. Da wir keine anderen Schiffe an­trafen. und der Weg nach dem nächsten Land ziemlich weit war. nahmen wir die Schiffbrüchigen zu uns an Bord. Die Neger wurden für sich und die Europäer mit unserer Mannschaft zu­sammen untergebracht. Zwei Kapitäne waren Schulfreunde. Sie hatten sich zwanzig Jahre lang nicht mehr gesehen und feierten nun auf unserem U-Kreuzer ein rührendes Wieder­sehen. Sie erzählten uns viel über die amerikanische Kriegs­stimmung. die künstlich von den Geldmännern und Kriegsge­winnlern in Amerika geschürt würde. Das nordamerikanische Volk sei im großen ganzen gar nicht für den Krieg, würde aber durch Zeitungen und die Hetze der Regierung gegen die Mittel­mächte beeinflußt. Als wir dann nach zehn Tagen wieder Schiffe sichteten und sechs davon versenkten, wurden die Amerikaner von uns in die Rettungsboote entlasten. Sie sprachen sich bei ihrem Abschied sehr anerkennend über die Behandlung durch

uns aus. Einig« Tage fparer verfenrren wir einen amerika­nischen Dampfer, der 300 Pasiagiere an Bord hatte und diese in ungefähr 20 Rettungsbooten aussetzte. Während der näch­sten Tage haven wir noch mehrere Schitte mit 36 350 Brt., zu* meist mit Zucker beladen, auf den Meeresgrund geschickt. Ein norwegischer Dampfer hatte eine Kupferladung an Bord. Da* von haben wir 1400 Zentner auf unseren U-Kreuzer übernom. men. Dieses Schiff hatte auch noch einen Passagier nebst Frau und einem zweijährigen Kinde. Letzteres bekam von unseren Matrosen Milch und Schokolade geschenkt. Die Frau benutzte ein so starkes Parfüm, daß man es selbst durch den Oelgeruch im Boot merkte. Für sie wurde von dem Dampfer, ehe wir ihn versenkten, ein bequemer Korbstubl herübergebracht. Es wim- melte in dieser Gegend von Haifischen, auf die sehr viel geschos­sen wurde, jedoch ohne Erfolg. Wir haben daaegen einen mit einer großen Angel gefangen und geschlachtet. Wir haben dann die Boote ins Schlepp genommen, um nach einem anderen Schiffe hinzufahren Dieses hielten wir an. nachdem wir unsere Rettungsboote losgewotten hatten A's der Dampfer versenkt war. nahmen wir auch feine Boote in Schlepptau und brachten sie alle zusammen nach einem kleinen Küstendampfer hin. von dem alle Leute ausgenommen wurden. Auf der Rückreise hatten wir sehr viel schlechtes Wetter, doch haben wir den Humor nicht verloren. Vor allen Dingen freuten wir uns darüber, datz wir ein solch schönes Ergebnis auf unserem Kreuzzug an der amerika­nischen Küste erzielt hatten, und datz die Feinde unserer nicht habhaft werden konnten. Wann wir wieder in See aehen. weif ich noch nicht. Ich schreibe Euch noch Näheres darüber. Habt Ihr gute Nachriht aus dem Feldes Wenn Ibr wieder hin- schreibt. so bestellt doch einen schönen Grutz von mir.

Zn herzlicher Liebe grüßt und küßt Euch

Euer Sohn Ernst.

Ans der fjciwit.

Bad-Nauhrim, 16. Okt. Wie wir hören, sind das Grand' Hotel und das Sanatorium Eroedel. die auch in die Schwarz schlachtunqs-Angelegenheit verwickelt waren, bereits gescklosien sodaß verwaltungspolizeiliche Maßnahmen gegen diese z. Zt. uw möglich sind.

Butzbach, 16. Okt. Heute nacht wurden durch Herrn Wacht­meister Liebau hier drei Einbrecher festgenommen. die auf den hiesigen Staatfbahnhof einen Stuckgutwagen erbrochen und qe. plündert sowie Expresgutkörbe, in denen sich Kleider zum Rei. nigen und Färben für die Firma Bravbach und Fischer besaru den, erbrochen hatten. Die Spitzbuben hatten ihren Weg durch ein Fenster des Wartesaales 2. Klasie genommen. Die gestohle. nen Sachen konnten anscheinend sämtlich wieder herbeigeschafst werden. Im Besitze der Diebe befand sich auch ein großer und guter Treibriemen. Die Eigentümer wollen sich auf hiesigem Amtsgericht melden. Anscheinend hatten oie Verhafteten noch weitere unangenehme Besuche, bei denen es sich besonders um Lebensmittel handelte, vor. Die Festgenommenen sind, wenn ihre Papiere stimmen, was erst noch festgestellt wird, fahnen­flüchtige Soldaten.

Darmstadt, 16. Ott. lieber die Milch- und F e 1 t v e r - s o r g u n g im Eroßherzogtum Hessen für die nächste Zeit gai heute vormittag der Leiter der Landesmilch- und Fettstelle t* einer Besprechung mit den Vertretern der hessischen Zeitungen eine Reihe allgemein interessierender Mitteilungen, insbesondere über die Schwierigkeit der Erfassung der Milch bei etwa 63 00E Kuhhaltern, bei dem großen Unterschied der Tage«ablieferungen. der bis zu 86 000 Liter an einem Tage beträgt, und deren Ur­sachen. Von den im Reiche bestehenden Organisationen zur Er, fasiung der Milch darf Hesien als die Beste gelten, da in den meisten übrigen Staaten die Ablieferung eine viel geringere ist. Zn der Butter- und Fettsrage sind wir nicht in de? Lage, uns selbst zu versorgen und sind auf das Reich angewiesen. Durch die Nichtbelieserung von dieser Sette sind in den letzten Wochen die Beunruhigungen in Darmstadt und Offenbach entstanden. Hierbei wird auf den Mangel einer einheitlichen Organisation in Hesien hingewiesen, da durch die Verschiedenheit der Ver. sorgungsstellen nicht mit dem entsprechenden Nachdruck gearbei­tet werden kann. Von großer Wichtigkeit ist ferner, daß im ganzen Lande mit allem Nachdruck sowohl von seiten der De- Hörden, sowie allen Organen, die dazu in der Lage find, die ganze Bevölkerung zum Sammeln von Bucheckern angehalten wird, da wir nur hierdurch in der Lage sind, uns vor weiterer Fettnot aller Art zu schützen. Durch die im vorigen Jahre durch das Reich erfolgte Rationierung der Selbstversorger ist diesen ein viel größerer Spielraum bei der Ablieferung der Milch ge* lasten, sie können größere Mengen von Milch wie früher zur Verbutterung oder sonstigem Gebrauch Zurückhalten und die Ablieferung wird weniger.

Kasiel, 16. Okt. Die Sttafkammer Kasiel hat als Berufungs. instanz in einem Masienprozetz gegen 600 Einwohner aus Kasiel wegen verbotener Hausschlachtungen (sie hatten Strafmandate über je 601500 Mark erhalten) auf kostenlose Freisprechung erkannt. Die Angeklagten hatten ihre Schweine in einem Nach­barort schlachten lasten, ohne dazu die Genehmigung eingeholt zu haben. Sie machten geltend, sie hätten schlachten müssen, um leben zu können: im städtischen Schlachthaus hätten sie aber wegen Uebersüllung nicht schlachten lasten können.

Arieitsmrktö!i!fi?fr^sL:^^'^;^::

Offene Stellen:

10 Knechte. 1 Schüfe:- und 1 Hofmeisterfamilie, 6 Tagelöhner,

1 Fabriischlosier. 10 Dienstmägde. 1 Melkerin. N Hausrnndchen,

1 Kellnerin, 1 Eulsköchin, 1 Wirtschafterin, 1 Majchinenschrelbenn (Stenographie erwünscht).

Stellensuchender

Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Bürofräulein.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otts H i r \ d) e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: R. § e ri n e r. Friedberg. Truck und Verlag derReuen Tageszeitung"» A- G.. Friedberg i. £>.