Ausgabe 
17.10.1918
 
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Ueberzeugung bvigebracht werden, es sei mutwillig von den Deutschen verwüstet worden. Don feindlichen Fliegerbomben -getroffene Magazine und in Brand geschossene Munitionsdepols bezeichnen in den Augen der in London und Paris sitzenden ..B.-eich-erstatter" mit ihren Rauchsäulen die angeblich von uns in Brand gesteckten Orte.

Die Verlogenheit, ja die Dummheit der Behauptung, datz unsere Soldaten nun auf einmal onfangen sollten, ihre eigenen Quartiere in Brand zu stecken, kümmert die Verfasser wenig. Sie ignorieren die Tatsache, datz Tausende von Franzosen, die ruhig unter der deutschen Besetzung gelebt haben, nunmehr vcrzwcif- lnngsvoll aus Augst vor dem Feuer der Geschütze ihrer ..Be- freier" aus den Städten Nordfrankreichs nach Belgien flüchten.

Diese Berichte sind glatt erfunden und lediglich zu dem Zwecke verbreitet, um die Krieosleidenfr*'asten aufs Neue zu entfachen und. wenn irgend möglich, den Frieden, den wir an- strebcn, zu verhindern. Denn es ist wohl wahr, daß Städte wie St. Ouentin, Cambrai, Douai und Laon stck; in rauchende Trüm­merhaufen verwandeln. Die Derostworrung d-'sür aber tragen die feindlichen Flieger und Batterien, die seit Wochen diese Ort­schaften mit Granaten und Brandbomben belegen.

Zn diesem Grcuelfeldzug gehört auch die Erregung über die Versenkung eines japanischen und eines englischen Passagier- dampfcrs. die mit größter Anstrengung von den feindlichen Te- le-graphenagenturen gesä-ürt wird. So sehr auch der Tod am Kriege nicht direkt beteiligter Zivilisten bedauert werden mutz, fo mutz doch gegenüber der feindlichen Pressemache betont wer­den. datz für ein U-Boot ein Unterschied zwischen eitk'em Passa­gierdampfer und einem Transportschiff unmöglich ist. Genau so. wie es dem englischen Flieger unmöglich ist. zu unterscheiden, ob seine Bomben in Brügge deutsche Soldaten oder bel'stche Bürger toten. Nur bei der immer häufiger werdenden Bonr- bardierung offener deutscher Städte am Rbein kann der Eng­länder so gut wie sicher fein, daß er lediglich die Zivilbevölka «ra tötet und verwundet.

furchtbaren Schlag gegen England zu führen. Gedbes schloß: So grotz die Erfolge unserer Heere und so vorzüglich unsere Aus- sichten sind, so haben wir doch noch nicht gewonnen. Wir kön­nen noch durch lange, schwere Monate hindurchzugchen haben.

Auch in den neutralen Ländern, die vor der Beendigung des Krieges, unter dem auch sie zu leiden haben, zu stehen hoff­ten. ist die Enttäuschung gewaltig. Vielfach wird PräsidentWilfon gewarnt, den Vogen nicht zu übersvannen. Würde das deutsche Volk zum Kamps bis auf das Messer gezwungen, dann würden jene dunklen Elemente aus dem allgemeinen Chaos und der allgemeinen Vernichtung aufsteigen, die der kommenden zivili­sierten Welt den Krieg erklären würden und dann werde nicht nur Deutschland der leidende Teil jeL

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Die halbamtliche . Nordd. Allg. Ztg." schreibt:

Die Note führt die Diskussion teils weiter, teils erweitert sie dieselbe. Es wird also eine neue Geaenäurerung der deut­schen Regierung notwendig werden. Die Ausstellung de 5 Prin­zips ist neu, daß die durch die Räumung zu schaffende Laue die fetzige militärische Ueberlegenbeit der Entente unangetastet las­sen müsse. Im Zusammenhang nril dieser Frage erhebt die Rote gegen die deutsche Kricgführuvg den Vorwurf der ITn = Menschlichkeit und beschuldigt sie ungesetzlicher Handlungen. D Vorwurf ist unberechtigt und übersieht zum mindesten die mili­tärischen Notwendigkeiten. unter deren Zwang die deutsche Hee­resleitung handelt. Die deutsche Regierung hat die Hand dazu geboten. nm die Leiden zu mildern und den Verwüstungen des Krieges überhaupt Einhalt zu gebieten. Es ist also unbillig, ihr die alleinige Schuld an dem jetzigen gewiß bedauernswerten Zustand der bewohnten Kampfzone .zuzuschieben. Die V ant- wortung der amerikanischen Note erfordert eingehende Bera­tungen. Dabei wird die deutsche Regierung sich weiter von dem Geist der Versöhulichkeit und dem Wunsch noch Beendigung des Blutvergießens leiten lassen und ihren Entschluß unter Wah­rung der Interessen des deutschen Volkes fassen.

Während man nach diesen Aeußerungen glauben tonnte, die deutsche Regierung würde noch weiter zurückweichen, lauten die neuesten Nachrichten zuversichtlicher. Es fanden La­stern Beratungen aller in Frage kommenden Organe der Ne­gierung und der Volksvertretung statt, die teilweise bis in die späten Abendstunden währten. Auch die Regierung scheint nicht gerade gesonnen zu fein, sich ohne weiteres den demütigenden Bedingungen Wilsons zu fügen. Dafür spricht, datz ohne An­kören der Obersten Heeresleitung kein entscheidender Schnitt ge­tan werden soll und datz zu diesem Zwecke Feldmarschall von Hindenburg nach Berlin abgererst ist. Man nimmt an, daß die deutsche Antwort heute noch serliggöstellt sein werde.

Den Blättern der Mehrheitsparteien scheint augenblicklich die Erkenntnis gekommen zu sein, datz mit einem einsei­tigen Friedens- und VerftandigungsWillen der Krieg noch nicht beendet ist und daß bei unseren Feinden ganz andere Dirwe als Menschheitsglück und ewige Gerechtigkeit mitspielen. Es ist be­zeichnend. datz die..Frankfurter Zeitung" den von uns an ande­rer Stelle gebrachten Aufruf der Konservativengewiß vielen zu Herzen aehend" nennt und ihn auch sonst nicht unabfullig be­wertet. Wir sagen aber ausdrücklich, daß diese Stimmuna nur augenblicklich so ist. heute wrechen die Mehrheitspolitikcr unter dem Druck der Verhältnisse, die ihren Ansichten Macht gegeben hat. Morgen können sie auch wieder anders reden.

Wie die Note ansonsten zu bewerten ist, zeigt ein Blick in dke feindliche Presse Die Kriegshetzer jubeln und preisen W!l- wn als ibren Helden Alle sprechen so, als. wenn Deutschland bereits völlig besiegt am Boden liege, selbst das elende Itali-m meldet seine Ansprüche an. Trotzdem finden sich noch immer edle Seelen, die fürchten es könnte am Ende zu einem Schluß kommen und die darum ihr Volk aufzuhetzen suchen. So sagre der englische Staatsmann Eeddes in einer Rede zu Portsmouth Deutschland wisse jetzt, daß es den Krieg nicht gewinnen könne, habe aber noch große Hoffnung, einer Niederlage zu entgehen. Er empfehle jedermann, der wissen wolle, was noch zu tun bleibe, bei jeder Siegetznachricht die Karte zu studieren, dann werde er bescheidener denken .... Ein Teil des deutschen Bluffs fei das Ersuchen um Waffenstillstand der neuen Regie­rung des Prinzen Max von Baden, in die einige zahme So- LaNsten. sogar mit dem Prädikat Exzellenz, eingetreten seien.

utschlands Lage kritischer als die vorliegenden l'ssen andererseits lägen aber Beweise dafür und selbst nicht an seinen Fall glaube. Es be- altigeren Tauchbootfeldzug denn je vor, und feine Heere feien bisher nur auf fremdem Boden geschlagen wor­den. Daran, daß die Deutschen wirklich ihre Gesinnung geän- vert hatten, sei nicht zu denken, sie versuchten lediglich, den Frie-

Tagung des Londoner Kritgskabinctts.

Gens, 16. Okt. ..Daily Mail" meldet, daß am 14. Ok­tober ein dringliches Ersuchen Amerikas eingegangen sei zwecks Herbeiführung eines Meinungsaustausches wegen der weiteren Kriegssihiung. Das Kriegskabinett tagt in London fast ohne Unterbrechung.

FriedenskÄNdgebilirgerr in Frankreich.

Genf, 16. Okt. .In Lvon. Marseille und anderen Städ­ten Südfronkreicks fanden am Sonntag Friedenskund­gebungen statt. In Lyon ^orderte der Präsident der Gewerk- sckaften zu einem zwvlfstündiaen Sympathiestreik für den Frieden auf.

Der Eindruck in der Schweiz.

Zürich, lg. Okt. Der erste Eindruck der Antwort W'ssons auf die deutsche Note vom lg. Oktober wirkte hier etwas pessi­mistisch. Die Antwort Wilsons scheint als wenig geeignet, die Verhandlungen zu einem.raschen FricdeusschUch zu führen. So schreibt die ..Züricher Post":

Die Antwort des Präsidenten Wssson auf die Rote der deutschen Regierung vom 12 Oktober ist nicht geeignet, die Hoffnung zu einem raschen, dauernden und eine Beraewaltigung des deutschen Volkes ausschlietzendcn Friedens zu stärken. Frei­lich ist zu sagen, datz niemand bei einiger kühler Ueberleaung onnehmen konnte, die furchtbare Maschine dieses Krieges würde durch den Austausch weniger Fragen und Antworten zum Stehen gebracht werden können. Es wird in diesem Anstausch von mit äußerster Bebutsomkeit formulierten Ro^en vielleicht noch mehr als einmal eine Stockung, ein mächtiges Anfüeigen der Hoff­nungen. ein jäber Abstnrz dazu kämmen Aber wir können auch n- i nach der festigen Antwort des.Präsidenten Wilson nicht daran er zweifeln datz diese Auseinandersetzung mit dem Frieden enden mutz. Wir gründen diese Hoffnung nach wie vor ans die poli­tische Weitsicht und Gerechtigkeit des Präsidenten Wilson und auf die nnbedin^e Friedenoberer'schaft der neuen deutschen Ne­gierung. Es kommt fet-t alles daran* an. datz das Vertrauen zu der menen d-ntichen Reo-ernna in Wnfh'natan gestärkt wird. Das Blatt sck-licßt Die Befürchtung ist vorbanden, kmtz der Präsident Wilson auch in anderen wichtigen Fragen zuträglich ist, den Stimmen in Paris und London nachgibt.

Die Anffassung in London.

5-aaq. 16. Okt. Reuter meldet: Der komplette Wortlaut

von Wilsons Antwort kam am 15. morgens früh in die Hände der Mitglieder der Regierung Es fand ein Kabinettsrat kurz nach 11 Ahr morgens statt. Augenblicklich könnte keine Ent­scheidung getroffen werden, aber die Antwort des Präsidenten gibt anscheinend auch die Ansicht der anderen assoziierten Mächte vollkommen wieder. Der Hinweis des Präsidenten auf Oester­reich-Ungarn wird als bezeichnend angesehen. Man erblickt in Wilsons Bedingungen über die verantwortlichen Männer in Deutschland einen deutlichen Hinweis an das deutsche Volk, was Wilson von ihm verlangt.

Winston Churchill hat in Manchester eine Rede gehalten, in der er sa^t«: Wilsons Antwort an Deutschland wird in allen

alliierten Ländern mit großer Befriedigung genehmigt werden. Die erste und wichtigste Bestimmung ist, datz der Feind geeig­nete Garantien gibt, ehe darin zugestimmt wird, den Druck unserer siegreichen Heere zu erleichtern Wir wünschen kräftige Garantien, die es Deutschland unmöglich machen, den Kampf wieder aufzunehmen. Deshalb wäre der erste, der über die Frage dieser Garantien initreden soll. Marschall Foch. Eben­falls werden wir Garantien zur See verlangen und diese wer­den durch den Befehlshaber der britischen Admiralität festge- stellt werden. Ein zweiter Punkt wäre, daß die Deutschen ihre Grausamkeiten einstellen müßten, che wir mit ihnen reden kön­nen. Wir verlangen keineswegs die Vernichtung Deutschlands, aber die Deutschen müssen ihren Traum einer Weltherrschaft ausgeben. Es ist besser jetzt einen Kampf bis zum Ende dvrch- zuführen als ein Kompromiß zu schließen, wobei wir sämtliche Früchte desjenigen, was wir erzielt haben, wieder verlieren

Vielleicht Bewe ise erkenn er Dor. daß Deutsch! reite einen acm

würden.

de« zu erhalten, um einen neu-« Krtea vorzuberciten und

ernen

Einunabhängiges" Arabien.

Konftantinopel, 13. Okt. Die augenblickliche politische Lage in Konftantinopel läßt sich sehr schwer überschauen. Es sind ziemlich bedeutende Strömungen im Gange, die darauf hin­arbeiten. das frühere deutsch, und bündnisfreundliche Kabinett unter Anklage zu stellen. So arbeiten gewisse Kreise darauf hin, den früheren türkischen Marineminister Djemal Pascha und den Ex-Gcueralissimus Enver Pascha vor ein Kriegsgericht zu bringen. Ferner trägt sich die jetzige türkische Negierung mit dem Gedanken, das schon seit Jahren in der Schw-ebe befindliche arabische Problem zu lösen. Bekanntlich verlangten die der Türkei angegliederten arabischen Stämme und Provinzen Sy­rien und Palästina seit langem ihre Unabhängigkeit. Diese Frage, die kurz vor Ausbruch des Krieges ihrer Lösung ent­gegensah, wurde durch den Krieg selber aufgeschoben und hat jetzt infolge der letzten Ereignisse für Syrien und Palästina ihre Lösung dahzn gefunden, daß England und Frankreich den Ara. bern eine Schein-Unabhängigkeit versprochen, und zumteil auch

gewährleistet haben. Bezeichnend für die englisH -franzöfischerff

Machenschaften in dieser Hinsicht ist die Besetzung von Damas­kus durch englische Truppen. Kaum war Damaskus von de« Engländern besetzt, als die englische Besatzung sofort wieder ab- rückte, um dem Lande den Schein einer Unabhängigkeit zu be­kunden. Selbstverständlich gehen die Engländer und Fr?, zoser» nur auf eine versteckte Besitzergreifung des Landes hinaus, möchten aber, ehe der Friede abgeschlossen ist. die Araber voll, kommen auf ihrer Seite haben. Infolge dieser Sachlage wurd, auch der augenblicklich sich in Berlin befindende Führer der arabischen Gruppe im Parlament. Erz. Emir Schekib-Arslau drahtlich nach Konstantinopel zurückgerufen, um an den Vera- tungen der türkischen Regierung über die arabische Frage teilzi» nehmen.

Ein neues Attentat auf Lenin?

Leipzig, 16. Okt. (WB.) Der Sonderberichterstatter derLeipziger Abendzeitung" in Kiew drahtet, daß in Kursk ein neues Attentat auf Lenin verübt wurde. Der Täter ist der der Rncheliga von Witebsk angehörige Registrator des Informationsbüros der Sowjetpresse Dwanitzki, der Lenin durch Revolverschuß an der Schulter verwundete. Er wurde verhaftet.

Danstg. deutsch.

Dauzig, 16. Okt. (WB.) Der Magistrat sandte an den Reichskanzler, sämtliche Staatssekretäre, den Reichstag, den Gauptaussck> und den Reicbstagsabgeordneten Weinhauwn folgendes Telegramm: Präsident Wilson will alle Länder unzweifelhaft polnischer Bevölkerung zu einem unab­hängigen neuen polnischen Staat vereinigen. Demgegen­über stellen wir fest, daß Danzig nimmermehr diesem Polen angehören darf. Unsere alte Hansastadt ist durch deutsche Kulturkraft entstanden und gewachsen. Sie ist kerndeutsch. Wir nehmen für uns das Selbstbestimmungsrecht der Völker in Anspruch: wir wollen deutsch bleiben immerdar.

Der Magistrat: gez. Dr. Bail, Bürgermeister.

pfHiid)lante miüföriiriif Kraft m kNliichku ilrikil.

Den Kleinmütigen, die bei uns einen schlechten Friede« oder gar eine militärische Niederlage glauben befürchten z» sollen, wird folgendes, offenbar von einem feindlichen mili­tärischen Sachverständigen stammende Urteil eine Herzensstar» kung fein. Die Londoner ZeitungDaily Ehronicle" schreibt:

Wenn auch die Berliner leitenden Stellen jetzt der wach­senden Verbandserfolge inne werden, so wissen sie doch auch, datz sie noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte find. Deutsch­land ist immer noch frei von Invasion: obgleich die feindliche Front ihm immer näher rückt, wird die deutsche Front doch auch beständig verkürzt, was für den an Zahl Unterlegenen stets günstig ist. Außerdem besitzt Deutschland dauernd den unschätz­baren Vorteil, daß bei ihm die Macht in einer Hand liegt, wah­rend beim Verbände sie auf mehrere Genossen verteilt ist. Die, ser Vorteil im Kriege sehr bedeutend wird noch großer bei Verhandlungen, und die Verbündeten können ihn nur durch Einigkeit und volle Aufrichtigkeit unter sich avsgleichen. Dazu gehört, daß ffe dauernd vorwartsdringen und sich nicht durch deutsche politische Manöver beirren lassen*

5 ne kfliilrruatioe Kundatdun?.

Der Vorstand der Konservativen Partei chat im Einver- ständnis mit der deutsch-konservativen Fraktion des Reichs­tages an die Vertretungen der Partei im Lande eine Mit- teilung ergehen lassen worin es heißt:

Die Bedingungen, die der Präsident stellt, lassen in Ver. bindung mit seinem ganzen Verhalten nur folgende Auf­legungen . zu.- Er will seine Forderungen bis zur vollen Kapitulation, bis zur Auslieferung unserer U-Boote und unserer Rüstung zu Lande und bis zur Ver­nichtung der deutschen Kaisermacbt weiter emporschranben. um uns den Frieden der vollen Unterwerfung mit Slblren- r.ung von Elsaß-Lothringen und von Teilen der Ostmark und Ucbermchme vernichtender Kriegsentschädigungen aufzu- erlegen. Freiheit wird 6$ in deutschen Landen nicht mehr geben. Nocb aber ist o* nickt an der Zeit, einen solchen Frie­den ohne Widerstand anzunehmen. Noch steht unsere West­front in Feindesland, noch leisten unsere Truppen Tag für Tag Ungeheures. Auch die Kräfte des Feindes sind nicht un­begrenzt. Eine Wahl aber bleibt uns nicht. Der Kampf muß ailsgefochten werden.

Aiyiiilhe Kritik an der amtlidim EricksiaiM.

Man schreibt uns:

Wir haben uns seinerzeit schon mit der plötzlich aufgetanch« ten Entdeckung beschäftigt, datz die amtlichen Zahlen der Ernte* statistik 30 Jahre lang um 20 oder gar 25 Prozent zu hoch an­gegeben seien. Diese Entdeckung wurde vom Königlichen Sta­tistischen Landesamt gemacht, das an der Erntestatistik nicht ganz unbeteiligt ist. Mit der Behauptung, die Erntefläche sei um 10 Prozent überschätzt, haben wir uns schon befaßt. Wir planten weiter, die Ansicht dieses Amtes zu erörtern, es sei auch der Hektarertrag um 10 Prozent überschätzt. Da wir es dann mit dringenden, praktisch bedeutsamen amtlichen Anordunge« zu tun halten und das Papier für unsere Gedanken zu knapp war, nahmen wir einstweilen davon Abstand, diese Angelegen­heit weiter zu verfolgen. Ueberraschendermeise hören wir nun, datz man regierenderseits Wert darauf legt, die Meinung der bestens Negierten in dieser Sache genauer zu vernehmen. Wir verfehlen nicht, dieser Aufmunterung uns folgsam zu erweisen. Es wurde vom Kal. Slot. Landescrmt richtig errechnet, daß