Ausgabe 
4.10.1918
 
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Uummer 333 EiiMek-LWLL Freitag. den 4. Oktober 1918

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erhoben. G r all imeson Jvricöbctq. Schriftlcitnny itttJ» Verlag vrieDberq iHeiseni. nanauertraße 12.

Zeigen oon ausroans werden durch Boilnachna m, Fern'precher 48. Pastr Heck. Lonto Rr. 4859, Umr Frankfurt a. M.

des irisifcii lim wi Aide« p RkitzkilsKr.

flnic Angriffe des Leindes in Flandern» bei Kt. Ouentm und in der Champagne unter schweren Verlust, n für den Feind gescheitert. Lens und Irmcnttercs geräumt. §erat in Albanier» dem Feinde überlalieu.

Tonnen versenkt.

Der deutsche Generaistab _____ meidet: ---*

m, r. K. f't-oije* 3. Glrtsder Amtlich.

Kkrtr^rquarLiex. den

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und B o e h n.

In Flandern wurden feindliche Angriffe nördlich von Steden, nordwestlich und westlich von Roesclare abgewiesen. Wir machten hierbei etwa 200 Gefangene Ebenso scheiterten am Abend Teilangriffe des Gegners beiderseits der Strafe Dpern-Menin. Armsntiares und Lens wurden in der Nacht vsm 1. zum 2. 10. kampflos geräumt. Wir bezogen rückwärtige Stellungen östlich dieser beiden Städte. Der Feind ist tm Laufe des Abends teilweise nach starker Artillerievorbereitung auf verlassene Stellungen über die Linie Fleurbaix-La Bassöe-Hul- luch gefolgt. Vor Cambrai ruhiger Tag. Teilangrisfe des Gegners aus der Schelde Niederung bei und südöstlich oon Ru- milly wurden abgewiestn. Stärkere Angriffe und Vorstöße gegen unsere neuen Linien nördlich und südlich von St. Quen­tin scheiterten.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von Anizy le Ehrten, und nördlich von Filain schlugen wir Tellangriffe des Gegners ab Schletzwiq-Holstei- nische Regimenter verteidigten ihre Stellungen auf dem Rücken des Ehemin des Dames gegen starke feindliche Angriffe. Dor- feldkämpfe vor unseren neuen Linien nordwestlich von Reims. Der Feind stand hier am Abend in Linie ChaudardeZ-Eormicy und dicht vor dem Aisnc-Kanal. .

In der Champagne setzte der Franzose mit starken Kräften feine Angriffe östlich der Suippes gegen Ct. Marie L Py. sowie Zwischen Somme-Py und Mouthois fort. Qertliche Einbruchs- stellen südlich vom Qrfeuil wurden in Gegenstößen verkleinert. Auf der übrigen Front sind die Angriffe vor unseren Linien ge­scheitert. Auch beiderseits der Aisne und in den Argonnen blieben TeAnangrtffe des Feindes ohne Erfolg.

Ter Erste Ejenernfguartiermeister: Ludendorff.

Adend^erichk.

DerNu. 3. Okt.. abends. sWTB Amtlich) H e f t i g e A n - griffe des Feindes nordwestlich von Roesclare und auf breiter Front nördlich von St. Quentin und In der Champagne find unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert.

ffrftr Ta [fr ist ein Rekrut.

Die Rfichöbank lehrt ihn gecien den ^ei'nd marschieren. Daruin zeichnet!

fi ttv österreichische Generatstab jj

===: Meldet: . :^r- -- U

Wien, 3. Oft. sWTB. NichtamMch.) Amtlich wird verlaut- vart:

kämpfe" ^ordhang des Monte Tcmba erfolgreiche Vorfeld-

In Albanien nahmen wir. durch die Ereignisse an der bul­garischen Front genötigt, unsere Divisionen zurück. Berat ge­langte hierdurch kampflos in Feindeshand.

^ Der Ehrf des GkneralftabeS.

32000 Tonnen versenkt.

Berlin, 2. Lkt. (WB. Amtlich.) Fm Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 32 000 Vruttoregister- können, darunter einen amerikanischen Truppentranspart- vampser von etwa 7000 Br..Neg.-T(Miien. Außerdem wurde

- Amerikanisclre TruvventransportdanwlerMont Vec-

non", der frühere Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd ..Kronprinzessin Cecilie", torpediert. Ein Erfolg konnte jedoch nicht beobacküet werden. Nach feindlichen Pressenach­richten ist der Dcmipfer beschädigt in den Hafen eingebraclst.

Der Chef des Admiralftabcs dcr Marine.

Alk Emm«g dcs

B e r l i n, 3. Okt. (WTB. Ni. ^amtlich.) Prinz Max von Baden ist heute zum Reichskanzler und preußischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt worden. Er wird am Samstag, den 5. Ätobcr, in der für 1 Uhr nachmittags anbera«mten Vollsitzung des Reichstags sein Ne- gierungsprogramm entnsickeln. Zu Staatssekretären ohne Portefeuille sind die Neichstagsabgcordncten Gröber und Scheide mann bestimmt. Der Staatssekretär des Innern Wallrnf hat seinen Abschied erbeten. Sein Nachfolger nchrd ein Zentrumsabgcordncter wer- drn. An der Spitze eines durch Abtretung vom Neichswirt- schastsamt ne» zu gründenden Nckchsarbeitsamtes soll der 2. Vorsitzende der Gcneralkornmission dcr Gewerkschaften, Neühstagsabgcorducter Bauer, treten.

Die Frage, ein vom Auswärtigen Amt unabhängiges ReickSpresscamt unter einem weiteren Staatssekretär aus dem Parlament erriet werden wird, ist noch in Behandlung

Die Ernennung mehrerer Unterstaatssekretäre aus der Volksvertretung steht bevor.

Ncber die Auswahl der Persönlichkeiten sind die Ver­handlungen noch nicht abgcss hlossen.

Das preußische Handelsministerium wird anstelle des ausscheidcnden Staatsministcrs Cydow der Ncichstagsabge- ordncte Fischbcck übernehmen. -

Die neue Uegiernng.

DerVorwärts" stellt die voraussichtliche Liste der neuen Regierung auf. Sie bringt einige Ileberroschuiwen. Dar­nach wird Scheide mann Staatssekretär ohne Portefeuille der Reichskanzlei werden. Die Reichskanzlei soll ferner einen zweiten Staatssekretär ohne Portefeuille erbalten, für den ein Zentrumsabgeordneter in Aussicht genommen ist, fer­ner ein parlamentarisches Unterstaatsfekre^riat. für das ein Sozialdemokrat bestimmt ist. Die Reichskanzlei wird also drei sozialdemokratische Minister baben. In das neu zu gründende Reichsarbeitsamt wird als Staatssekre­tär ein Sozialdemokrat eintreten. ferner wird das Amt zwei Unterstaatssekretäre erhalten, einen Fortschrittler und einen Zentrumsmann. Staatssekretär des ReichSamts des Innern soll ein Zentrumsabgeordneter werden. Staatssekretär des neu zu gründenden Reichspresieamts der Zentrumsabgeordnete Erz- berger. dein ein Fortschrittler und ein Sozialdemokrat als parlamentarische Unterstaatssekretäre zur Seite stehen sollen. Staatssekretär des Reickswirtschaftsamtes bleibt Herr v. Stein: er erbält einen Unterstaatssekretar aus der Sozialdemokratie'. Der Staatssekretär des Reichsschatzamtes bleibt Graf von Rö­dern, dem ein Zentrumsabgeordneter als parlamentarischer Un­terstaatssekretär an die Seite gestellt wird.

Crnst, aber Uertranen!

Schweres Ringen tobt zwischen dcr Meeresküste und der Mosel, ja. es ist möglich, daß damit die Anstrengungen der Entente ihre Grenze noch nicht gefunden haben, daß selbst bet Fortführung der bisherigen Angriffe neue Kämpfe im alten Bogen von St. Mihicl. vielleicht auch (mit deutlich politischer Spitze) im Elsaß auslodern werden.

Mehrere Brennpunkte der Eeneraloffensive Fochs sind jetzt deutlich erkennbar: und zwar englisch-belgischer Ansturm in

Flandern, englischer Sturm zwischen Cambrai und Ct. Quentin, französischer Angriff zwischen Aitzne und Vesle und franko ame- rikunische Offensive beiderseits der Argonnen. Alle diese Hand­lungen zielen in großem Maßstabe auf den Durchbruch ab. und zwar brs zur Aisne-Vesle-Front in östlicher, beiderseits der Argonnen tn nördlicher Richtung. Foch plant also eine große Umklonimcrung und Vernichtung der deutschne Armeen, die ihm allerdings nur gelingen kann, wenn der Durchbruch voll gelänge: wobei strategisch per Durchbruch in nördlicher Richtung der gc-

führlichere wäre, da er ein Abdrangen von vnseren Verbin» düngen bedeuten lönnle. Zu Liejem Zwecke hat die Entente unter rücksichtslosen Opfern alles ln Front geworfen, was sie kann und wird dies fortjetzen. bis die Ereignisse selbst sie be­lehren, daß unsere Abwehr unüberwindlich ist. Eine gelegent­liche Geländcausgabe, verjchieoenlliche Einbrüche, die uns die Wahl einer neuen rückwärtigen Stellung auinötigen, ändern an dieser Tatsache nrchts. Bleibt der strategische Zusammenhang unseres ganzen AbwehrsystemZ denn es ist ein tiefgeglieder- les System, leine Lnrre! geu-ahrt, so kommt der Feind nicht durch.

In Flandern werden infolge der Wahl unserer neuen Stel. lunz vom Hundzame-Adschnitt über Ledegem-Verwik bis nörd- lick. Armenliercs allerdings einige wertere Orte dem Wüten des feindlichen Feuers zum Opfer fallen, so Roulers und Menin, die in den näheren Feuerbereich gerückt sind. Von Interesie ist, daß dort nun auch Franzosen gefangen wurden, ein Zeichen, daß Foch dcrt neue Kräfte zur Erweiterung der - Einbruchsstelle hinein- ttopft. Ob zwischen diesem Frontabschnitt und dem Cambrai- Schlachtfeld sich die Lage noch ändern wird, steht dahin; An­zeichen sind vorläufig nicht erkennbar.

Bei Cambrai selbst hat der Feind entschieden einen Miß^ "folg gehabt, trotzdem ihm Tilloy nach vielem vergeblichen An­stürmen in die Hand fiel. Ursere Truppen haben sich glänzend t-eschlagen und sind, das sieht man aus den Berichten, der Lage gewachsen: jeder Äbwehrersslg wird 'hrer Stimmung zugute

komnren.

Day die Trümmerstä^te ,on St. Quentin in die Hände des Feindes fiel, ist bedauerlich, kann aber höchstens als moralischer. Nicht als strotegifcher Verlust gewertet werden. Die Angrifre beiderseits Le Eatelet mißlangen: auch zwischen AiZne und

Vesle nahm der Franzose seine Angriffe wieder auf. konnte Lllecdkngs nur bei Vreuil einen örtlichen Erfolg buchen. Im- merhir mrisien wir mit weiteren Anstürmen gegen den Riege' zwischen beiden Flüssen rechnen, denen aber zweifellos geeig. nete Maßnahmen entgegengesttzt werden.

Beiderseits der Araonnen hat es den Anschein, als ob der Feind sich nickt mehr fo ganz zu einheitlicher Handlung aufzu. raffen vermöchte. Die an sich starken Teilangriffe blieben ohnr Erfolg, die Amerikaner erl-tten besonders schwere Verluste. Sa ruht augeubNcklrch der Schwerpunkt der Handlung mehr im Norden, in Flandern und bei Cambrai. Ob er dort infolge dauernden Nachbohrens Fock.« an den Brennpunkten der Schlach­ten bleibt oon sich neuen Stellen zuwendet, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls können wir der Ueberzeugung fein, daß unsere Abwehr, unsere brcven Truppen im Westen, tun, was sie können.

Unsere Kombengelchwader.

Declln, 2. Okt. lWB.) Die ungünstige Witterung vermag heute weder bei Tage noch tei Nackt unsere Luftstreitkräfte a» erfolgreicher Töllglert zu bindern Das bewiesen unsere Vom. bengejchwader, die in dcr Nacht zum 29. September trotz eines Sturmes von 20 bleiern in der Seluude und starker Bewölkung das feindlich; Hinterland mit 75 975 Kilogramm Bomben be­legten. Ein Geschwader w.rf allcin in mehreren Flügen 32 925 Kilogramm Bomben ab Eine Besatzung flog in dieser Skacht viermal, eine andere scgar fünfmal. Die unermüdliche Arbe t unserer Bombenslleger beweist am besten die Tatsache, daß ein Geschwader fett dem 1 Januar bi« zu dieser Nacht über 700 000 Kilogramm abwarf. Von neun Uhr abends bis fünf Uhr mor­gens wurde das gesamte Kampfgebiet in Flandern zum Teil aus sehr niedriger Höhe du^ch Masieneinsatz von Maschinenge- wehrmunition in Atem gehalten Der Abteilungsverkehr aus den Straßen und Züge auf mehreren Strecken wurden erfolgreich mit Bomben beworfen und unter Maschinengewehrfeuer genom­men. Feuernde Batterien wurden zum Schweigen gebracht. Scheinwerfer und Flugadwehrkaronen wurden lange Zeit nie« dergehalren. In Ortvunlerkünsten und Waldlagern um Ppern, Arras, Bapaume und St. Qventi« erzielten unsere Bombenge­schwader einwandfreie Treffer

Die Km,bestreue Oesterreichs.

Hatten die lieben Tschechen schon während der Rede des Ml- nisterprästdcnten ihrer Abneigung gegen das Bündnis mit dem Deutschen Reiche wütenden Ausdruck gegeben, so übertraf bk Rede des Obmanns des Tschechenklubs alles bisher dagewesene. Er bezeichnete es als ein Verdienst der tfchcchisck>en Verräter, daß Frankreich nicht mehr von deutschen Truppen ausgeraubt wurd«, «nb. dad day Her^ von Frankreich. Part», und die Haupthafen-