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binnen: Amerika und Japan. Während die Besorgrns vor der amerikanischen Konkurrenz schon zimnlich unverblümt in der ganzen englischen Presse zum Ausdruck kommt, waltet gegenüber Japan eine aus Vorsicht und Mißtrauen gemischte Zurückhaltung. Um so aufmerksamer wird man die Zeichen -es unvermeidlichen Gegensatzes in einem Artikel der British News" vom 11. September wahrnehmen, der Japan" betitelt ist, und aus dem hier folgende Sätze wieder- gegeben seien:Keinem Land der Welt gegenüber ist all­gemeine Unkenntnis so sehr mit Mißtrauen geinisä-t wie Japan. Die Wurzel dieser Empfindung ist der Glaube, daß Japan seine große Kriegsmacht im Osten nach Willkür ge­brauchen kann. Man kann nickst leugnen, daß gegen Japan in Amerika, Australien und bei den Europäern im Osten eine gewisse Feindseligkeit besteht. Diese Feindseligkeit wird genährt durch zwei Dinge: einmal durch die Tatsache, daß der Japaner im Handel sich zu seinem Nachteil vom Chinesen unterscheidet, uird sodann durch die britcnfeindliche Be­wegung in der japanischen Presse seit 1915." Es wird sodann auf das Buch von Frederic ColemanDie Wahrheit über den fernen Osten" (The Far East Unveilrd) hingewiesen und betont, daß Japan keine Demokratie ist:Die Freiheit um­faßt nur fünf bis sechs Prozent des Volkes, die Massen sind politisch unreif und gleichgültig. Der Kaiser besitzt die Re- gierungsgewalt und seine Minister entnimmt er dem

Kriegerade!_Der Verdacht gegen Japan wurde genährt

durch die Chinapolitik des Marquis Okuma, der 1915 die 21 Forderungen an China stellte, die ausgedehnte Wirt- schaftS- und Verwaltungszugeständnisse erstrebten."British News" meint resigniert:Es wäre eine sehr schlechte Politik von Japan, »nenn es sich auf eine aggressive Politik einließe, wodurch es das Vertrauen Englands und seiner Verbündeten verlöre..

Aus NnH-md.

Auch Nikolai Nikolajervitsch?

Kiew. 26. Sept. (WB.)Nowosti Daja" meldet: Groß­

fürst Nikolai Nikolajervitsch erklärte einem Mitarbeiter unseres , Blattes, eine Neubildung der Ostfront würde Rußland zu Grunde richten. Er verurteilte die Einmischung der Entente in die inneren Anoelegenbeiten Rußlands und die Besetzung russischer Gebiete. Die Rettung Rußlands könne nur durch die Russen kommen. Sei auswärtige Hilfe nötig, dann solle man sich an Deutschland wenden, dessen Interessen den russischen näher stünden.

Schwerer Kirchenfrevel in Moskau.

Wien. 28. Sept. (WB.) Die Politische Korrespondenz meldet aus Moskau: Ein in Moskau verübter Kirchenfrevel

unerhörter Art rust in allen dortigen Kreisen die höchste Empö­rung hervor. Das größte Heiligtum der Stadl, das weltbe­rühmte Bild der Mutier Gottes von Kalan. dessen Iuwelen- schmvck einen kaum schätzbaren Wert darstellt, wurde während des Gottesdienstes gewaltsam dem durch Nevoloerschüsie schwer Verwundeten Priester entrisse».

Sammlung!

Wie wir schon betonten, stehen wir nicht nur mitten in schweren Kämpfen, sondern haben gerade an der Westfront eine Steigerung derselben, wohl zu noch nie gekannter Wucht, zu er­warten.

Vorläufig zeigt sich allerdings erst nur ein Druckpunkt, und das ist zwischen dem Omignon-Vache und der Somme, wo der Engländer gestern wiederum vergeblich anrannte. Spannung aber besteht an der ganzen Westfront genug. Nördlich der Scarpe. an der ganzen bisherigen Schlachtfront, von der Cham­pagne bis herüber nach Verdun und zwischen dieser Festung und der Mosel kann es plötzlich zu heftigen Großangriffen kommen, die vielleicht zeitlich kurz, stoßweise gehalten werden, um sofort an anderer Stelle erneut einzusetzen und so ein dauerndes Rüt­teln und Zerren an unserem Verteidigungssystem bis in den Herbst oder gar Winter hinein bezwecken. Wir müssen also bei aller Zuversicht und dem grenzenlosen Vertrauen, das wir in Führung und Truppe haben, uns der Schwere und Größe der kommenden Ereignisie durchaus klar sein. Müsien alle den eiser­nen Willen haben und zeigen, daß wir bis zum letzten Bluts­tropfen. in der Heimat bis zum letzten Pfennig entfchlosien sind, der Lage Herr zu bleiben und den Kriegs- und VernichtunaZ- willen der Feinde an unserer äußersten Entschlosienheit zerschel­len lasten.

Dazu tut eins not: Sammlung aller Kräfte in der nüch­ternen Erwägung, daß die Zeit für uns fetzt viel zu ernst ist. sich m't kleinlichem Hader und inneren Zwisten abzugeben, son­dern daß wir alle die Phalanx nach außen bilden miisten. Hin- denburq bat unlängst gesagt, daß die Heimat das Rückgrat des Heeres ist. So ist es, steifen wir dieses Rückgrat, zeigen wir nickt nur unserer Front, sondern auch den Feinden, daß wir stark, unbeugsam und erschlossen sind. Weshalb macht denn der Feind soviel Propaganda durch Lügen, durch Verhetzung, durch Stimmungsvergiftung? Weil er glaubt, hier und da den Boden dafür bei uns gefunden zu haben Nährboden, auf dem feine giftige Brut schnell weiterwuchert. Schädlinge am deutschen Heer und Volk sind deshalb alle die, welche gerade jetzt den Kops bangen lasten wollen, welche mehr oder minder heimlich durch Flaumocherei und Pessimismus den Brunnen unserer zu­versichtlichen Volksstimmung vergiften helfen. Hinweg mit Ihnen: es sind Schwächlinge, wenn nicht manchmal noch viel Schlimmeres!

Große Zeiten brauchen große starke Menschen; die Lage braucht ein einig starkes Volk, das sich im Selbstbewußtsein sei­ner Unüberwindlichkeit ganz selbstverständlich zur Sammlung aller Kräfte zusammenschart. Sollen wir uns des Erbes unse­rer Väter nicht würdig zeigen? Können wir weniger als die Freiheitskämpfer von 1812? Das Vaterland braucht unsere 6«nze Kraft, braucht unser Geld zur Kriegsanleihe, braucht vor allein unseren großen, starken Willem Ihn gilt es zu bekunden!

Da hört doch alles auf!

In der Bremerhaven er S tad wer ord net enversamm lung ge­langte folgendes Schriftstück zur Verlesung:

A. Ludewigsche Cutsverwaltung Margaretheuhof, Neumüuster, Holstein.

Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich auf eine Einrichtung aufmerksam zu machen, die ich für private Milchversorguno Hamburger Bürger getroffen habe. Ich kaufe für Sie eine erstklassige Ieverländer Herdbuchkuh zum Preise von 3000 M.. die ich. falls der Vertrag nach einem Jahre gelöst wird, zum selben Preise zurücknehme. Die in Ihrem Eigentum stehende Kuh wird bei mir als Pensionskuh eingestellt und gefuttert, und gegen Zahlung eines Futtergeldes von 0,80 Mark pro Liter liefere ich Ihnen die in hygienisch einwandfreier Weise gewonnene Milch täglich frisch ins Haus, und zwar je nach Ihren Wünschen bis zu neun Liter garantierter Tagesmenge. Dieses Verfahren ist gesetzlich zulässig. Als Aktionär eines Kraftfutterwerks habe ich ein Bezugsrecht auf ein zwar sehr teures, aber erftklassiaes Kraftfutter, das mir gestattet, die Haltung van Pensior^kühen zu - vergrößern. Falls Sie In­tereste an der Sache haben, bitte ich um gefl. Ausfüllung der j Einlage und Rücksendung an Herrn Gustav Erundstedt, Ham- . bürg, Elisenstraße 8, der die Verteilung der Milch in Ham- ! bürg leitet. Da mit Bestimmtheit in kürzester Zeit mit enor- ! mem Mangel an Milchvieh und infolgedessen mit einer Stei- 1 geruna der Milchknappbeit zu rechnen ist, so empfehle ich Ihnen möglichst umgehende Entschließung Mit vorzüglicher Hochachtung

(Unterschrift).

Man traut seinen Augen kaum, daß so etwas nur möglich fein kann Dem Landwirt ist es bei Strafe verboten, feinen hart arbeitenden Taglöhnern auch nur einen halben Liter Milch abzugeben und hier können sich Leute, die über den nötigen Geld­beutel verfügen,neun Liter Vollmilch" leisten. Zu was haben wir denn übrigens Höchstpreise, wenn sie derartig öffentlich und unverfroren umgangen werden können. All die schönen Gesetze werden doch in Berlin 'ausgeheckt, haben denn die nicht im ganzen Reich Geltung oder ist bei uns Reichtum der Schlüstel, der alle Türen öffnet?

Cholera in Merlin.

Berlin, 30. Sept. (WB.) In Berlin sind in den letzten Tagen 7 Fälle von asiatischer Cholera vorgekommen, von denen 6 tödlich verlaufen sind. Die Erkrankten waren in Krankenhäusern abgesondert. Die erforderlichen Maßnah­men sind getroffen. Ein Grund zur Beunruhigung liegt nicht vor.

? iro der Oeimat.

FC. Nidda, 29. Sept. Sein 59jährige» Jubiläum beging ! der Kreisinspektcr Vetzberger dahier heute als aktiver Feuer­wehrmann. Der Jubilar Hot sich um das Feuerwebrwesen in Oberhesten ganz besondere Verdienste erworben. Er steht heute noch als Kommandant an der Spitze dar hiesigen freiwilligen Feuerwehr und gehört der Brandversicherungskammer als Aus­schußmitglied an. Seit 1909 ist er Kreis-Feuerwehr-Jnspektor des Kreises Büdingen.

Ans Starkenburg.

FC. Eberstadl b. Darmstadt, 29. Sept. Der Gemeinderat beschloß einen Kinderhort dahier zu errichten, lehnte aber einen Besuchszwang vorläufig ab.

FC. Dieburg. 29 Sept. Im hiesigen Bahnhof verunglückte ; der 59jährige Maurer Johannes Insinger von hier. Schwer verletzt kam er ins Spital. |

Aus Rheinhesten.

FC. Worms, 29. Sept. Der 23jährige Philipp Ebert und der gleichalterige Tüncher Lorenz Eaffert beide von hier gebür- j tig. wurden bei einem Einbruch von zwei hiesigen Hilfsschutz- leuten überrascht in dem Augenblick, als sie Zigarren. Zigaretten j und Zucker, sowie sonstige Gegenstände in Säcke verpackt weg­bringen wollten. In der vergangenen Nacht wurde ein Ein­bruch verübt, bei dem Zigarren im Werte von 12 900 Mark und Kleider rm Werte von etwa 2000 Mark gestohlen wurden.

Aus Hksien-Nasiau.

FC. Wiesbaden, 27. Sept. Vor einiger Zeit wurde von der Polizei in Schierstein festgestellt, daß sich eine ganze An­zahl dortiger Frauen und Mädchen in unwürdiger und unsitt­licher Weise mit den Kriegsgefangenen eingelassen hatte. Am 26. Sept. beschäftigte sich das Schöffengericht mit einigen, näm­lich drei dieser Fälle. Angeklagt ist die Frau Anna Becker dortselbst, die 19jährige Arbeiterin Lina VaM um, die Arber- terin Anna Engelmann, alle von Schierstein. Sämtliche Ange­klagte standen in intimem Verkehr mit den Gefangenen, schenkten ihnen Bilder oder ließen sich Ehokolade und Biskuits schenken. Die Schöffen nahmen jede der Angeklagten in eine Gefängnis­strafe von je einem Monat. Der Vorsitzende hob hervor, daß es sehr traurig sei, wie sich die Bevölkerung von Schierstein benommen und trotz aller exemplarischen Strafen und Verwar­nungen die Frauen nicht zurückschreckten, sich so würdelos zu be­nehmen.

FC- Wiesbaden. 27. Sept. Weil er seinem Geschäft nach unD nach über 50 Zentner Kohlen unterschlagen hatte, wurde der Fuhrmann Emil Fluck in eine Gefängnisstrafe von einem Monat von den Schöffen genommen.

FC. Wiesbaden, 27. Sept. Das Eiserne Kreuz erster Klasse hatte der Mann einer Einwohnerin von Kloppenheim Ende März bekommen. Das sollte durch einen Kuchenschmaus ge­feiert worden. Dieserhalb begab sich die Frau zu dem Landwirt und Müller Wilh. Esaias dortselbst und bekam von diesem auch 10 Pfund feinstes Vorzugsmehl zum Preise von 35 Psg. ausge- händigt. Als die Frau die Mühle freudestrahlend verließ, ver­trat ihr vor derselben der vom Landratsamt entsandte Krcis- lekretür Pilf den.Weg. Das Lorrdratsamt hatte den Beamten.

beauftragt, in der Mühle, über die fortgesetzt Anzügen übs Unregelmäßigkeiten einliefen, zu revidieren. In dsg Anzeige hieß es, daß wer Geld habe, in der Mühle von Esaias in Klop. penheim alles haben könne, Brot, Mehl. Gries usw. Es wurde festgestellt, daß Esaias das hier in Frage kommende Mehl au- Beständen von Selbstversorgern entnommen hatte. Da diel?» Mehl Esaias billiger kommt, als solches das aus den Beständen entnommen wird, die ihm vom Kreis zugewiesen, wurde gegen den Müller auch Anklage wegen übermäßiger Preissteigerung erhoben. Esaias, dem bereits wegen Unregelmäßigkeiten die Bäckerei für die Dauer des Krieges geschlosien wurde, der auch schon oft mit seinem Mühlenbetrieb mit den Verordnungen in Konflikt geraten war, wurde von den Schöffen in eine Geld- strafe von 300 Mark genommen.

FC- Wiesbaden, 27. Sept. Um zehn refp. 10 Zentimeter faß für den Landwirt Philipp Fries in Himmighofen der Grenzpfahl verkehrt. Es wurde ein vierjähriger umfangreicher Prozeß geführt, der zu Ungunsten des Landwirts ausfiel, denn die hierzu herbeigezogenen Professoren konnten mit dem besten Willen dem Landwirt seinen Grenzpfahl nicht anders setzen. Hierüber regte sich nun der Schlosier Heinrich Fries in Biebrich, ein Bruder des Landwirts, so auf. daß er einen geharnischten Brief an das Landratsamt in St- Goarshausen aufsetzte und hierin den Bürgermeister Wilh. Wiegenadt von Himmighofen grober Amtsverletzungen bezichtigte, ferner lalle sich der Bürger­merster für jedes abgelieferte Ei einen Pfennig extra zahlen. Da sämtliche Beschuldigungen haltlos find, wurde Fries wegen Beleidigung in eine Geldstrafe genommen.

FC. Crerrzhausen, 27. Sept. Freundliche Aufnahme in Freiendiez erhielt der vor einigen Tagen in der Gastwirtschaft in Holler abgestiegeneHerr", der durch das Fenster unter Mit­nahme der ganzen Wäsche des Zimmers verschwand. Er wurde auf der Bahnstrecke MontabaurLimburg fefwenommen.

FC. Oberlahnstein, 26. Sept. In einer vom Kreisverbonv der Bäckermeister des Kreises St. Goarshausen abgehaltenen Versammlung wurde eine Väckerzwanos-(Pfticht)-Innung ge, gründet. Zum Vorstand wählte man Th. Waldorf-Oberlahn« stein, Ioh. Allmang-Riederlahnstein wurde Schriftführer und Nik. Kalkofen übernahm die Kallengefchäfte

FC. Nastätten, 26. Sept. Wegen Eeheimfchlachtung wurde der Landwirt Anton Holzhausen in eine Geldstrafe von 300 M. genommen, sein jugendlicher Sohn kam mit 10 Mark davon. Die Witwe Johanna Iacoby aus Tasdorf verkaufte im Herbsi v. I. ein 100 Pfund schweres Schwein zu einer unerlaubten Schlachtung für 200 Mark. Hierfür erkannte das Gericht auf eine Geldstrafe von 20 Mark, ferner wird der über den Höchst­preis gehende Betrag eingezogen. Ein Militärpferd für 280M erwarb im vorigen Herbst die Witwe Gasteyer. Jetzt verkaufte die Frau ein Füllen von diesem Pferd für 1600 Mark. Eine ren­table Zucht

FC. Rinteln, 26. Sept. Durch vorzeitiges Aussteigen aus einem Eifenbahnzug und dazu noch auf der verkehrten Seite kam ein Fahrgast von hier unter einen vorbeifahrenden Schnellzug und wurde gelötet. Zwei weitere mit ausgestiegene Fahrgäste wurden schwer verwundet.

Aus Knrhellen.

sr. Kassel, 25. Sept. Aus den östlichen Nachbarstaaten stro, wen zur Zeit größere Mengen von Familien deutscher Stammes' zugehörigkeit nach Deutschland, der Heimat ihrer Vorfahren, zu­rück. Sie wollen zumteil sich ansiedelrt, zumteil sind sie auch geneigt, als landwirtschaftliche Arbeiter in Diensten der größe­ren Güter zu treten. In der letzten Sitzung des Vorstandes der Landwirtschaftskammer war die Frage aufgeworfen worden, ob die Landwirtschaftskammer für diese Rückwanderer eine beson« dere Fürsorgestelle einrichten könne. Diese Frage wurde vom Vorstande mit Rücksicht auf die geringe Möglichkeit der Ansiede­lung im Bezirk Kasiel verneint. Im übrigen aber ist die Land- wrrtschaftskammer bereit, nach Kräften die Rückwanderung durch Aufklärung zu fördern. Es kann den Landwirten des Bezirks nur empfohlen werden, ernstlich zu prüfen, ob sie nicht Rück- Wanderer aus Rußland und den Randstaaten als Arbeiter« familien aufnehmen können und sich gegebenenfalls an den Für« sorgeverein für deutsche Rückwanderer in Berlin W. 35 zu wenden.

sr. Kassel, 25. Sept. Wie in der Borstgndssitzung der Land« Wirtschaftskammer mitgeteilt wurde, hat eine Rundfrage über die Erfahrungen beim Bezüge von Saatkartoffeln aus dem Osten im Frühjahr 1918 ergeben, daß die gelieferten Pflanz, kartoffeln vielfach recht minderwertiger Qualität waren und in nicht wenigen Fällen die Lieferung mit sehr geringer Sorgfalt ausgeführt war. Der Vorstand der Landwirtschaftskammer hat nun beschlossen, beim Ausschuß ffir Pflanzkartoffeln Beschwerde hierüber zu erheben. Ferner wurde beschlosien. sich am Saat, kartoffelgeschäft für 1919 nur noch Bedorf zu beteiligen und sich gegebenenfalls für die Abwickelung der Geschäfte der genossen- schaftlichen Einrichtungen zu bedienen.

Kirchliche Nachrichten.

Gottesdien st in der Stadtkirche.

Mittwoch, 2. Oktober, abends 8^. Uhr: Kriegsandacht. Herr Pfarrer Ritter.

Offene Stellen:

7 Knechte, 1 Tagelöhner, 2 Hofmeister, 1 Schäfersamilie. 1 junger Bursche für leichte Arbeit. 1 Melkerin, 12 Dienstmägde 6 Hausmädchen, 1 Kellnerin, 1 Schneiderin für Bataillone

Für besetztes Sediet: Männer, Frauen und Mädchen aller Berufe.

Stellensuchender

Mehrere Melkeifamilien und ledige Melker, 1 Haushälterin.

1 Vürosräulein.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedberg-, für den Anzeigenteil: R. H e y n e r. Fiiedberg. Druck und Verlag derNeuen TageszeiluM*. A- G., Lriedbera i.