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Nummer 223 Einzelpreis d,° LmL Moutus. den 23. September 1918 11. IahrgunA.

DieUrue Tageszeitung" erscheint reden Werttag. Regelmäßige BeilagenDer Kauer aus Kessen",Die Spinnstube". Kezugspr-is: Bei den Postanstalten vierteljährlich Mk. 2.4<- hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den Agenten monatlich 90 Psg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 2d Psg., lokale 20Pjg^ Anzeigen von auswätts werden durch Postnachnahmg erhoben. Eriüllungsori Friedbsrg. Schriftleitung und Verlag ^riedberg (Hessen), Hanaueritratze 12. Fernsprecher 48. Postjcheck-Lonto Nr. 4859. Amt Frankfurt a. M.

Tschechenslomaken geschlagen. 14000 Tonnen versenkt. Gin französisches ll-Koot vernichtet.

Der deutsche Generalstab

- meldet:= s

M. T. S. Gvstze« Hauptquartier» de«

21. September Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprechtz

Oestlich von Merkem - wurde ein belgischer Teilangriff abgewiesen. Rege Erkundungstätigkeit zwischen Lys und Scarpe. Bei Abwehr englischer Bataillone, die nördlich von La Bass6e vorstießen, machten wir 50 Gefangene.

Heeresgruppe Boehn.

Zwischen Gouzeaucourt und der Somme zeitweilig starke Artillerietätigkeit. Ein englischer Leilangriff nord- westlich von Bellicourt scheiterte vor unseren Linien. Süd­lich der Somme nahmen wir unsere noch weit vor der Stel­lung belassenen Vortruppen auf diese zurück und räumten somit auch Efsigny-le-Grand.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Vauxaillon und Jouy folgten am Abend hef­tigem Feuer feindliche Angriffe. Aus dem Höhenrücken westlich von Jouy faßte der Feind Fuß; im übrigen wurde er abgewiesen.

Von den

Heeresgruppen Gollwitz und Albrechk. keine besondere Gefechtstätigkeit.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorfs. Alierrdberrcht.

Berlin, 21. Sept., abends. (WB. Amtlich.^ Vor unse­rer Siegsriep-Front zwischen dem Walde von Gouzeau<ourt und Hargicourt sind große einheitliche Angriffe der Eng­länder unter schwersten Verlusten für den Feind gescheitert.

M. T. S. Großes Hauptquartier, den

22. September Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Westlich von Fleurbaix und südlich von Havrincourt wurden englische Teilangriffe, nördlich der Scarpe starke Vorstöße des Feindes abgewiesen. Eigene Unternehmun­gen bei Moeuvres brachten 45 Gefangene ein.

Heeresgruppe Boehn.

Nach den vergeblichen Teilangriffen der beiden letzten Tage holte der Engländer gestern wieder zu großem ein­heitlichen Angriff aus. Sein Ziel war der Durchbruch südlich von Cambrai. Unter dem Schutze einer dichten Feuerwelle trat die englische Infanterie, von Panzerwagen und Fliegern begleitet, zwischen dem Walde von Gouzeau­court und Hargicourt am frühen Morgen zum Angriff an. Wir hatten in Erwartung des feindlichen Angriffs in der Nacht vom 19. zu,n 20. die Verteidigung von dem freien Gelände östlich von Epehy in die alten englischen Stellun­gen zwischen Villers Gmslain und Bellicourt verlegt. Als der zum Angriff tiefgegliederte Feind die Höhen hinab gegen unsere Linien anstürmte, empfing ihn das vorberei­tete Abwehrfeuer unserer Artillerie, Infanterie und Ma­schinengewehre. Ter Angriff blieb vor unseren Linien lie­gen. Nach stärkster Feuervorbereitung setzte der Feind zu erneutem Angriff an. Auch dieser zweite Ansturm scheiterte völlig. In den Südwestteil von Villers Guislain und in das Gehöft Onennemont drang der Engländer vorüber- gehend ein. Hier warf ihn sofortiger Gegenstoß wieder zu­rück. Am Abend und während der Nacht folgten stärkstem Artilleriefeuer nochmals heftige Angriffe, die abgewiesen wurden.

Der gestrige Kampftag war in dem schweren Ringen an der Westfront ein besonders erfolgreicher Tag. Deutsche Jäger und Kavallerieschützenregimenter, oft- und westpreu- ßische, posensche, niederschlesische, westfälische, rheinische, bayerische Regimenter und Gardetruppen haben dem Eng­länder gestern eine schwere Niederlage zugefi'igt. An sei­ner ganzen Angriffsfront hat er schwerste Verluste erlit­ten. Unserer Artillerie fällt ein Hauptteil an hem vollen 'Erfolge zu.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Ailette und Aisne blieb die Artillerietätig­keit tagsüber in mäßigen Grenzen. Sie lebte am Abend in Verbindung mit heftigen Teilkämpsen östlich von Vauxaillon, am Gehöft Vaurains und nordwestlich von Vailly auf.

Der erste Ceneralquartiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin, 29. Sept.,'abends. (WB. Amtlich.) Von den Kampffronten ntchv- Neues.

Der nrunke Gang

zu den Altären des Vaterlandes!

Leg dein Scherflein in die Opferschalen!

Oie anderen.

Größere wke Du, Herrliche. Glorreiche,

füllten sie mit ihrem Blute.

Sie zu ehren, gib zurNeunten".

teidigten, erlitt der Feind außerordentlich schwere Verluste an Toten.

Sofia, 22. Sept. (WB.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: Nördlich von Bitolia und trrt

Eernabogen zerstreuten unsere Einheiten durch Feuer meh­rere feindliche Abteilungen, die nach Artillerievorbereitung gegen unsere Stellungen vorzurücken versuchten. In der Gegend von Morrhovo wurden heftige feindliche Angriffs abgewiesen. Unsere Einheiten machten serbische und fran­zösische Gefangene. Oestlich der Cerna dauern die erbit­terten Kämpfe an. Unsere Front wurde mehr nach Norden verlegt. Südlich von Gewgheli suchten englische Bataillons llch unseren Gräben zu nähern; sie wurden blutig abge­wiesen. Bei Doiran erneuerte der Feind nach seiner Nie' Verlage in den letzten Tagen seine Angriffe heute nicht. Im Laufe des Tages wurden drei feindliche Flugzeuge ab-, geschossen.

Das türkische Hauptquartier | = s==^= meldet: == *

Der österreichische Geueralstak meldet: --

Wien, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Eine feindliche Unter­

nehmung gegen Stellungsteile im Tonale-Abschnitt wurde durch unser Vernichtungsfeuer im Keime erfüllt.

In den Judicarien, im Concei-Tale, bei Morr wrd auf der Hochfläche örtliche Kleinkämpfe.

Zwischen Brenta und Piave beschränkte sich der Italie­ner nach den Mißerfolgen der letzten Tage aus schwäck-ere Vorstöße gegen unsere Tasson-Stellungen nordöstlich des Monte Pertico, die alle restlos abgewiesen wurden.

Westlicher Kriegsschauplatz: Bei den k. und k. Truppen nichts von Bedeutung.

Albanien: Keine nennenswerte Gefechtstätigkeit.

- Dcr Chef des GenernlstabeS.

Wien, 22. Sept. (WB.) Amtlich wird verlautbart:

Jtalienlscher Kriegs) chauplatz: Gestern überfielen auf

dem Tosso Alto unsere Sturmtruppen einen von tschecho­slowakischen Legionären verteidigten Grabenabschnitt. Der größte Teil der Besatzung erlitt sein verdientes Schicksal. Sonst an zahlreichen Stellen der italienischen Front Erkun­dungsgefechte.

Westlicher Kriegsschauplatz: Bei den k.. und k. Trup­

pen keine besonderen Ereignisse.

Albanien: An der Küste wurden abermals italienische Angriffe abgeschlagen.

s! Der bulgarische Generalstab - meldet:--

Sofia, 21. Sept. (WB.) Generalstabsbericht vom 19. September.

Mazedonische Front: Auf Cervena Stena und in der Gegend von Bitolia zeitweilig lebhafteres beiderseitiges Artilleriefeuer. Nördlich Bitolia und im Eernabogen wur­den feindliche Sturmabteilungen, die nach Artillerievorbe­reitung in unsere Gräben einzudringen versuchten, durch unser Feuer abgewiesen, westlich der Cerna fanden den ganzen Tag über schwere Kämpfe mit wechselndem Erfolge statt. Zwischen der Ortschaft Gewgheli und dem Doiran- see erneuerte der Feind seine erbitterten Angriffe, denen ziemlich heftige Artillerie- und Gasvorbereitung voran­ging. Nach hartnäckigem Kampfe gelang es dem Feinde, zeitweilig in manche unsere vorgeschobenen Stellungen ein­zudringen, aber durch schneidigen Gegenangriff unserer Truppen wurde er mit für ihn bedeutenden Verlusten ver­trieben und ließ Gefangene in unseren Häirden, darunter mehrere griechische Offiziere. Auf diesem Schlachffeld, auf dem seit zwei Tagen unsere tapferen Rgimenter ihre Stel­lungen in erbitterten Kämpfen Mann aeaen Mann der-

Konstantinopel» 20. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ge­nera lstabsbericht.

Palästinafront: Geringe Gefechtstätigkeit im Küsten­

abschnitt. Beiderseits der Straße JerusalemNablus lag auch gestern gesteigertes feindliches Artilleriefeuer aus un­seren Stellungen. Eckundungsvorstöße des Gegners wur­den abgewiesen. Rege feindliche Fliegertätigkeit. Unsere Artillerie nahm feindliche Lager im Raume von Jericho- Wadi Audscha-Brückenkopf und in der Gegend von Men- desse unter wirksames Feuer. Unsere Truppen der Tafile- Expedition haben die Rebellen nach Süden getrieben und stehen vor Schobak. Sonst nichts Neues.

Konflantinopcl, 21. Sept. (WB.) Generalstabsbericht.

Palästinafront: Der erwartete Angriff der Engländer hat begonnen. Nach heftigstem Artilleriefeuer fetzte am 18. September abends der Kainpf östlich der Straße Jeru)alem- Nablus in breiter Front ein. Der erste Ansturm des Geg­ners zerschellte an der tapferen Gegenwehr unserer Trup­pen. Um Mitternacht führte der Feind neue Truppen zum Angriff vor. Der- Kampf mit dauernd verstärkten Kräften wütete die ganze Nacht mit äußerster Heftigkeit. Bei Ta­gesanbruch war die Kraft des Angreifers gebrochen, der Stoß in der Linie DiboledRadiAbuZerka aufge­fangen. Inzwischen eröffneten die Engländer auch im Küstenabfchnitt starkes Artilleriefeuer, in das ihre Schiffs­geschütze von der: See aus angriffen. Nach zweistündiger Feuervorbereitung und erbittertem Nahkamps gelang es ihnen, in unsere Stellungen zwischen der Küste und der Eisenbahn LidtulKeim einzudringen. Dem Druck des an Zahl weit überlegenen Gegners ausweichend, nahmen wir unsere Truppen in die TulKerm-Stellung zurück, in der weitere Angriffe des Gegners erwartet werden. Am Jor­dan nahmen wir feindliche Truppenbewegungen in Wadinü- scha in der Gegend von Jericho unter wirksames Feuer. An­der Straße JerichoTellNenrin lebhafte Patrouillen und Fliegertätigkeit, Aus den übrigen Fronten nichts von Bedeutung.

14000 Tonnen versenkt.

Berlin, 21 .Sept. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden von unseren U^öooten 44,000 Brt. versenkt.

Der Chef deS Admiralstabes der Marine«

Paris, 21. Sept. (WB.)' Der DampferAdmiral Charner" wurde auf dem Wege von Biserta nach Malta mit 174 Mann an Bord und einer Ladung Pferde und Ma^ terial am 13. September torpediert. Bis auf sechs Perso' neu wurden alle gerettet.

Berlin, 21. Sept. DerLokal-Anzeiger" undB. Z.* melden aus Bern: Deutsche Unterseeboote versenkten hrt

Atlantischen Ozean an der Küste der Vereinigten Staaten die DampferLake Adon", dessen Tonnage nickst angegeben ist, txnbWestbridge" (8900 Tonnen)',Ebere" (7300 DH Von den Besatzungen sind 19 Mann mnaekonmr^n.