fteit in Syrien müssen befreit werden. Roosevelt forderte auch die Bildung unabhängiger Staaten der Tschecho-Slowaken mH der Südslawen, u
Nochmals die Rede Payers.
Treffend beurteilt die „Deutsche Tageszeitung" den Erfolg der Rode des Vizekanzlers, indem sie schreibt:
„Diesmal nun ist uns der Vizekanzler außenpolitisch, hochpolitisch gekommen, und dementfprecheitd ist der Erfolg nach der negativen Seite größer, tiefgreifender, unverwischbarer und bedauerlicher. Unterstellt man selbst die Möglichkeit, daß die Rode des Vizekanzlers sich wesentlich bester angchört hat als sie sich liest, so ändert das doch bezüglich ihres sachlichen Inhalts nichts an der Tatsache, daß der Erundton durchweg auf müde Resignation gestimmt ist, daß kaum irgendwo ein Emporreißen der Stimmung, ein Appell an die reichen Kräfte deutschen Ge- miites, ein Anfeuern, Starken und Stützen versucht wird. Auch Herr v. Payer ist doch durch seine Exzellenzwerdung nicht so weit den Empfindungen und Stimmungen des Volkes entrückt, daß er nicht wrsten könnte und müßte, welcher Art diese sind, daß er sich nicht sagen dürfte und sollte, nach wie ganz anderer geistiger Nahrung die deutsche Volksseele in diesen Tagen und Wochen hungert als nach den Steinen, die gestern in Stuttgart ihm geboten wurden. Der Kaiser in seiner Essener Rede traf den rechten Ton, wußte an die Seele des einzelnen zu greifen, auf dem Instrumente der Volksstimmung zu spielen; der aus dem Volke Erwachsene, vom Volke Erwählte, nach den Anschauungen der Anhänger parlamentarischen Regimes in und mit ihm nach wie vor Verwurzelte und Verankerte wußte es nicht. In einer Zeit, da selbst im Radikalismus unserer Linken die Erkenntnis von der Notwendigkeit restlosen Zusammenraffens der physischen und seelischen Kräfte dämmert und man auch dort nur die erste und eine Aufgabe vor sich sieht, die feindliche Welt von der ehernen Festigkeit deutschen Widerstandes zu überzeugen, weiß der Vizekanzler des Deutschen Reiches nichts besseres, als mattherzig die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung zu Konzessionen und Verzichten zu verkünden. Und nebenbei Gründe für die Berechtigung jener Stimmungsdepression herbeizusuchen, deren tatsächliche Unbegründecheit dem deutschen Volke vor Augen zu führen durch den Hinweis auf den Gang der Ereignisse der rückliegenden Kriegsjahre wahrlich nicht allzu schwer und ein Ziel ist, dem neben Hindeirburg auch führend sein wollende und sollende Staatsmänner zuftreben dürften.
Herr v. Payer hat es für seine Aufgabe erachtet, in diesem Augenblick vor süddeutschen Zuhörern die Frage der preußischen Wahlreform in einer Weise zu traktieren, wie sie von ihm nach seiner politischen Vergangenheit nicht anders zu erwarten war. Er hat dabei die Bedenken gegen die Entfesielung eines Wahlkampfes mitten im Kriege auf die leichte Achsel genommen, was ihm sicherlich den Beifall der Sozialdemokratie eintragen wird, worüber man aber noch ein sehr ernstes Wort wird sagen müsien. Et hat dann, übergehend zu den Friedensfragen, über die Zukunft Belgiens und die Gestaltung der territorialen Ver- hältnisie Ausführungen gemacht, die fraglos vom Auslande als eine Erweiterung der Iuli-Auslaffungen des Reichskanzlers betrachtet werden und damit den Charakter eines neuen, wenn auch indirekten Friedensangebotes haben, das um so mehr, als er an sie den Verzicht auf jegliche Kriegsentschädigung angeschloffen hat, der in dieser bedingungslosen Form nicht verfehlen wird, in der deutschen Oeffentlichkeit den niederdrückendsten Eindruck zu machen, bei unsereir Feinden aber die Ueberzeugung unseres bevorsteheitden Ausgepumptseins zu festigen. Ueber all .das wird im einzelnen noch zu reden sein; für heute genügt es, die allgemeinen Grunktzüge des Auftretens des Vizekanzlers ,charakterisiert zu haben. Er hat zu der Unersreulichkeit der 'Solfschen Rede eine weitere schwere hinzugefiigt. Der Stimmung im deutschen Volke abermals einen empfindlichen, kaum auszugleichenden Stoß versetzt, den Flau- und Miesmachern Waffer auf ihre Mühlen geleitet; und über die Wirkungen seiner Rede auf das feindliche Ausland werden wir in den nächsten Tagen aus der Verbandsmaffe das Nötige entnehmen können." (Das ist inzwischen in reichlichem Maße eingetroffen, in den Ententestaaten wurde die Rede allgemein mit Hohn und Spott, als ein Beweis der Ohnmacht Deutschlands aufgenommen. D. Schrift!.).
Mmlnmiffe auf MniWe SMc.
Frankfurt, 17. Sept. (WB.) Gestern abend nach 10 Uhr fand ein erneuter feindlicher Fliegerangriff auf Frankfurt statt. Die Alarmierung erfolgte rechtzeitig. Die abgeworfenen Bomben richteten Sachschaden an.
Mainz, 17. Sept. (WB.) Die Stadt Mainz wurde am 16. September nachmittags und in der Nacht zum 17. September wegen drohender Fliegerangrifse alarmiert. Während Mainz nicht.angegriffen wurde, verursachten die feindlichen Flieger heute nacht in Oppenheim und Gau Odernheim durch Bombenabwurf Sachschaden. Menschen sind nicht verletzt worden.
Karlsruhe, 17. Sept. In der Nacht vom 15. zum 16. September wurde Rastatt von feindlichen Fliegern mit einer größeren Anzahl Bomben belegt, die auch hier meistens auf freies Feld fielen. Lediglich an einer Stelle wurde größerer Schaden ange- richtet. Personen wurden nicht verletzt.
Karlsruhe, 17. Sept. Gestern nachmittag zwischen zwei und drei Uhr wurden Mannheim und Ludwigshafen in drei Wellen ron einer größeren Anzahl feindlicher Flieger mrt Bomben angegriffen. Durch Flakfeuer und Kampfflieger stark behindert, mußten sie ihre Bomben wahllos auf Stadt und Umgebung abwerfen. 'Eine Person wurde schwer, acht leicht verletzt. Der Sachschaden ,ist im allgemeinen gering. Zwei feindliche Flugzeuge wurden ab- geschoffen.
Stuttgart, 17. Sept. Die schon gemeldete Zerstörung eines Privathauses durch eins englische Fliegerbombe bei dem Angriff vom Sonntag vormittag hat leider mehr Opfer gefordert, als bis .Sonntag abend bekannt geworden war. Bei den Aufräumungs- arbeiten lind noch fünf weitere Tote geborgen worden. Zwei
von den Schwerverletzten find im Spital gestorben. Zwei Personen werden vermißt.
Feindliche Flieger gelandet und gkflüchlet.
Frankfurt tu M., 17. Sept. (WB.) Heute nacht ging zwischen Hähnlein uird Zwingenberg i. H. ein feindliches Flugzeug nieder. Dis beiden Insassen, möglicherweise auch drei, sind entkommen. Im Betretungsfalle möge die nächste militärische oder polizeiliche Diensfftelle schleunigst benachrichtigt werden. Für die Ergreifung ist von dem stellver- tretenden Generalkommando des 18. Armeekorps eine Belohnung aus gesetzt.
Parlamentarisches ans Kesten.
Darmstadt, 16. Sept. Zur Frage der Kartoffelversorgung hat der Abg. R e u m a n n an die Zweite Kammer eine dringliche Anfrage gerichtet, die lautet:
Rach Zeitungsnachrichten soll die diesjährige Kartoffelration wieder auf sieben Pfund pro Kopf und Woche festgesetzt werden. Es ist unmöglich, mit einer derartigen Nation auszukommen. Die Folge einer solchen Festsetzung wäre erhöhter Schleichhandel und im Zusammenhang damit eine schwere Belastung der Eisenbahnen. Hat die Eroßherzogliche Negierung Kenntnis von der Absicht dieser Festsetzung und was gedenkt sie zu tun, um der Bevölkerung eine höhere Ration sicherzustellen.
Uom Felde
der Ehre.
Nieder-Florstadt. Dem Landsturmmann Richard Schau- bach, z. Zt. im Landst.-Bataillon Friedberg, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen! Unseren herzlichen Glückwunsch !
Aus der Htirnak.
Friedberg. 19. Sept. (B ea m t e n v e r e i n i g un g.) Di- hiesige Beamtenvereinigung hat als einen wichtigen Punkt ihrer Satzungen die beamtenpolitische Schulung ihrer Mitglieder bezeichnet. Damit sollen durch Vorträge und in Aussprachen die Fragen behandelt werden, welche den Inhalt der Veamtenpolitik nach der wirtschaftlichen und sozialen Seite ausmachen. Es ist die Einführung in die eigenen Interessengebiete und deren \ gründliche Durcharbeitung im engsten Zusammenhang mit den die Gesamtheit bewegenden großen innerpolitischen Fragen. Der erste Vortragsabend mußte daher grundlegender Art sein. Es galt die Beamtenfragen in ihrer geschichtlichen Entwicklung zu erfassen und zugleich nutzbare Ausblicke in die Zukunft zu gewinnen. Herr Lehrer Jung aus Darmstadt löste diese Aufgabe in bester Form. Jede große Staatsumwälzung hat ihre bedeutenden Wirkungen auf die Gestaltung des Beamtentums aus- geübt. Don der griechischen Geschichte bis zu den großen innerpolitischen Umwälzungen, welche das Erlebnis unserer Tage sind, ließ der Redner an markanten Beispielen diesen Zusammenhang erkennen. Aus dem mittelalterlichen Staate, der durch rein kirchliche Beamtenschaft verwaltet wurde, entstand durch die Wehen der Reformation und des 30jährigen Krieges der weltliche Staat mit rein weltlichen Beamten, die allerdings nur als Diener der Fürsten erschienen. Der Beamte als Staats- diener und dann weiterhin auch seine Ausstattung mit Staats- bürgerrechten bedeuten neuere Stufen der Entwicklung. Die kommenden Staatsreformen, welche als Folgeerscheinung der jetzigen Weltkrisis sich vorbereiten, werden auch auf die Stellung aller Beamtengruppen im Staatskörper besonders aber in der Frage des Beamtenrechts von weittragendem Einfluffe sein. Es werden auch neue Formen in der sozialen Stellung und der gehaltlichen Wertung des Beamtentums geschaffen werden müffen. Bei allen Hörern hinterließen die wiffenschaftlichen und großzügigen Ausführungen, die dazu noch in klarer anschaulicher Form geboten wurden, eine tiefen und sicher nachhaltigen Eindruck. Herr Landtagsabgeordnete Bach gab als zweiter Redner einen Ueberblick über die bisherige Tätigkeit des hessischen Beamtenverbands und des Reichsbundes deutscher Beamten. Die hier bezüglich des Besoldungsproblems geleisteten Arbeiten wurden besonders eingehend behandelt. Die Schwächen der seitherigen Be- amtenentlohnung wurden klar gezeichnet und die Richtlinien entwickelt, welche die Beaintenorganisationen in ihren Forderungen zu gehen haben. Es sind Grundsätze, welche dem sozialen Frieden dienen wollen und von den verantwortlichen gesetzgebenden Faktoren beachtet werden müffen, wenn die Beamtenschaft ohne besondere Gehaltskämpfe eine ihrer Kulturbedeutung, den wirtschaftlichen Verhältnissen und dem Geldwerte entsprechende Entlohnung finden soll. In treffender Weise verstand es Herr Direktor Strecker, beide Vortage als sich ergänzende Darbietungen nebeneinander zu stellen. Geschichtliche und volkswirtschaftliche Orientierung und klare, bestimmte Herausarbeitung der Zukunsts. aufgaben müffen auch bei der Lösung der Veamtenfragen die Leitlinien sein. Es gilt daher als dringende Pflicht der Beamtenschaft, sich in allen Fragen der Politik im besten Sinne zu orientieren, damit sie wachse an Weite und Tiefe der politischen Auf- faffung und in Kraft und Geschloffenheit der politischen Betätigung im eigenen Jntereffe und zum Vesten der Volksgesamtheit. Treue in der Pflichterfüllung und ideale Auffassung des Berufes, das sollen für alle Zeiten die Zierde und der Stolz des deutschen Beamtentums sein. Es wurden zwei Stunden ernster Anregung, welche die Teilnehmer verlebten. Man schied mit der Erkenntnis, daß noch reichliche Aufklärung in den Fragen des Beamtentums notwendig ist und daß die Fülle von Aufgaben nur ersprießliche Bearbeitung und Lösung finden kann, wenn in den lokalen Veamtenvereinigungen reger Geist und eifriger Wille zur Tat die gemeinsamen Veranstaltungen beseelen.
Das Jagdschloß Kranichstein, deffen großartige Eeweihsamm- lung von verschiedenen unserer jagdliebenden Eroßherzöge her- ■ rührend, das schon immer ein großer Anziehungspunkt von Iagd-
liedhabern war, ist nunmehr, nach -teuordnung und Ergänzung der Bestände aus anderen hessischen Schlöffern durch wertvoll« Icvgdgemälde und Geweihe durch den Eroßherzog zur Besichtigung freigegeben und gegen ein Eintrittsgeld, das zu Wohl- fahrts- und Unterstützungszwecken bestimmt ist, vom 19. d. M. ab täglich zu besichtigen ist.
Aus StarkenburK.
Darmstadt, 16. Sept. Wegen Postdiebstahls wurden hier verschiedene Personen festgenommen, welche sich während ihrer Beschäftigung Unredlichkeiten aller Art haben zu schulden kommen lassen.
FC. Eberstadt, 15. Sept. Der Eemeinderat beschloß di« Kriegsteuerungszulagen für die Gemeindebeamten je nach der Gehaltsklaffe von 25 bis 60 Prozent zu regeln und bewilligte den Betrag von 2395 Mark für Wechnachtsliebesgaben für die Truppen im Felde.
Aus RheinheffeNc
Mainz, 15. Sept. Eine Versammlung des „Mainzer Gast- wirte-Vereins" sprach sich einsttmmig dafür aus, den Preis des Weines im Glas, den halben Schoppen auf 2 Mark 50 Pfg. (mindestens 2 Mark 20 Pfg) festzusetzen. Infolge der am 1. Oktober eintretenden Biersteuer von 5.50 Mark auf den Hektoliter und eines Vefchluffes der vereinigten Brauereibesitzer von Mainz und Umgebung den Bierpreis um 6 Mark den Hektoliter zu erhöhen, wurde eine Erhöhung des Schoppen Vieres um 5 Pfg. das ist ein Aufschlag von 25 auf 30 Pfg. in Aussicht genommen. Mit dem Vierauffchlag wird sich-die Preisprüfungsstelle zu beschäftigen haben.
FC. Mainz, 15. Sept. 14 Viehhändlern aus 13 verschiedenen Orten Rheinheffens wurden die Ausweiskarten entzogen und ihnen ^der Handel mit Vieh untersagt.
FC. Mainz, 16. Sept. Die 20jährige Köchin Klara Meh- ling aus Wald-Algesheim geriet am Hauptbahnhof zwischen zwei elektrische Straßenbahnwagen und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. — Die Einbrüche und Diebstähle nehmen fortgesetzt zu. So wurden nachts in der Leibnizstraße zwei Gänse, sieben Enten und ein halbes Dutzend Hühner, in der Rheinstraße drei Enten und mehrere Hühner gestohlen. In einer Villa im Stadtpark drangen Einbrecher in ein Zimmer, in dem zwei Jungen von 11 und 16 Jahren schliefen und stahlen mehrere Anzüge, Stiefel, Uhr und dergl. Der Diebstahl wurde derart geräuschlos ausgefühtt, daß die Jungen nicht in ihrem Schlaf gestört wurden.
FC. Gonsenheim» 15. Sept. Die Eheleute Sekretär Neu- gebauer dahier begehen morgen das Fest der Goldenen Hochzeit.
Ans Hessen-Raffan.
FC. Wiesbaden, 16. Sept. „Mei Säuche hat nett gefreffe, deshalb Hab' ichs abgestoche und notgeschlachtet" mit dieser Entschuldigung, die jetzt allgemein bei den Schwarzschlächtern Gang und Gäbe ist, suchte der Hausdiener Walter Bath dahier eine Geheimschlachtung zu entschuldigen. Die Schöffen ließen dies nicht gelten, setzten ihm aber den Strafbefehl von 200 M. auf 100 Mark Geldstrafe herab. — Da sie Suppenwürfel, ein Gegenstand des täglichen Bedarfs, die noch obendrein zur Täuschung geeignet waren, mit einem sehr hohen Gewinn verkauft hatte, nahm das Schöffengericht die Händlerin Marie Hausmann in eine Geldstrafe von 50 Mark.
FC. Wiesbaden, 16. Sept. Auf ein Huldigungstelegramm der Freiherrlichen Familie von Stein-Liebenstein in Varchfeld in Kurheffen an den Kaiser mit dem erneuten Treugelöbnis zu Kaiser und Reich, sandte Kaiser Wilhelm durch das Geheim« Zivilkabinet von Schloß Wilhelmshöhe aus an Amtsgerichts, rat Dr. Freiherr von Stein-Liebenstein in Wiesbaden ein Dank-- telegramm, das auf den Jahrestag des sechshundertjährigen Familienbesitzes in Barchfeld bezugnehmend die Wünsche für weitere Jahrhunderte kräftigen Blühens und Gedeihens der Familie im Frieden in einem glücklichen Deutschland ausfpricht.
FC. Wiesbaden, 16. Sept. Gestohlen wurden in einer hiesigen Fabrik zwei Treibriemen von achteinhalb Meter Länge. Vom Dieb keine Spur. — Die Glocken der Marktkirche sind nach neuester Entscheidung in die erst in letzter Linie in Anspruch zu nehmende Klaffe der Glocken eingereiht worden, sodaß ihre Beschlagnahme bis auf weiteres nicht in Frage kommt.
FC. Aus dem Westerwald, 16. Sept. Drei mit Säcken beladene Spitzbuben wurden nachts in Freirachdorf von der Polizei abgefaßt und bis zum Eintreffen der Gendarmerie in dem Spritzenhaufe inhaftiert. Einer der drei Spitzbuben wurde schon seit längerer Zeit als Fahnenflüchtiger verfolgt und kam nach Limburg ins Militärgsfängnis. Die beiden anderen wurden dem Amtsgerichtsgefängnis nach Höhr-Grenzhaufen zugeführt.
FC. Dotzheim, 15. Srpt. In die Fauth'fche Oelmllhle waren in der vergangenen Nacht drei junge Burschen eingedrungen und waren im Begriff, eine Kanne mit Oel zu Men, als sie von Arbeitern dabei abgefaßt wurden.
FC. Flörsheim, 15. Sept. Das sechsjährige Töchterchen der Familie Josef Volmer spielte gestern an einem Rollwagen, wobei der Wagen sich in Bewegung setzte und mit voller Wucht gegen das am Ende der Rollbahn vorbeiführende Bahngeleise rannte. Durch den Anprall wurde das Kind an einen dort stehenden Eisenbahnwagen geschleudert, wodurch es so schreckliche Verletzungen daoontrug, daß es kurz danach verstarb.
FC. Wetzlar. 15. Sept. In der Scheune des Mühlenbesitzers Peter Amend in Werdorf brach Großfeuer aus. Die reich gefüllte Scheune drängte vollständig nieder.
FC. Schierstein, 15. Sept. Die beiden Opfer der schauerlichen Familientragödie dahier, Heinrich und Elisabeth Thiele, wurden heute nachmittag unter großer Beteiligung von der Leichenhalle des hiesigen Friedhofs aus zu Grabe getrager?-
FC. Vom Spessart, 15. Sept. Ein Großfeuer vernichtete in Rothenbuch die Anwesen von fünf Landwirten, die sämtlich nicht versichert sind. Die Entstchungsurfache des Brandes ist noch nicht aufgeklärt.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung, < A> G., Friedberg iz.H.


