Ausgabe 
18.9.1918
 
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Wilson gegen eine Besprechung.

3* ö l tt, 17. Sept. Der amerikanische Staatssekretär Lau­stvH jäßt nach einer Meldung derKöln. Ztg." folgende Er­klärung veröffentlichen: Ich bin von Präsident Wilson ermäch­tigt. zu erklären, datz unsere Regierung aus die österreichisch- ungarische Note, worin zunächst eine nichtamtliche Besprechung der kriegführenden Länder vorgeschlagen worden ist, wie folgt antworten wird:

Die Regierung der Bereinigten Staaten ist der Ansicht, datz sie nur eine Antwort auf den Vorschlag der k. und k. österrei­chisch-ungarischen Negierung erteilen kann. Sie hat wiederholt und in voller Aufrichtigkeit die Bedingungen bekauutgegebea» unter denen die Vereinigten Staaten den Frieden erörtern wer­den, und sie kann und will sich nicht mit einem Besprechungsvor­schlag btzü-glich einer Angelegenheit beschäftigen, worin sie ihren Standpunkt und ihre Ansicht sehr klar dargclegt hat

Italien.

Die Anregung Durians wird als eine neue Falle hinge­stellt und das Volk aufgefordert, sie nur mit Mißtrauen aufzu­nehmen.

DerCorriere della Sera" schreibt: Es hat ganz den An­schein, daß der Vorschlag die Krönung des Friedensfeldzuges der Zentralmächte bilden soll. Da die Reden auf die Masie einen unmittelbaren Endruck nicht ausübten, war eine kurze wir­kungsvolle Formel nötig. Dieser Versuch unterscheidet sich jedoch von ähnlichen der früheren Jahre nur durch seine feierliche diplomatische Art. In diesem Schriftstück findet sich jedoch kein Wort, das im geringsten auf irgend eine grundsätzliche An­nahme des Friedensprogramms für das der Vierverband unge­heure Opfer gebracht und für das Amerika feine Heere nach Europa schickt, hinweist.

Der österreichische Vorschlag ist ohne Zweifel von der einzig wirklichen Macht ausgegangen, die in Oesterreich besteht, näm­lich von der deutschen Regierung. Diesem Umstande muß man Rechnung tragen und muß dem Vorschläge von vornherein das größte Mißtrauen entgegenbringen. Der listige Vorschlag sucht außerdem den Papst ins Spiel zu ziehen, in der Hoffnung, daß seine versöhnliche Antwort wenigstens in einem der Entente­länder die frühere Wirkung der päpstlichen Note wiederholen könne. Zum Schlusie ermahnt das Blatt Heer und Zivilbevöl­kerung nachdrücklich, daß die erste Pflicht fei, zu mißtrauen.

Bern, 16. Sept. (WB.)Perseveranza" erklärt, daß einige Monate vergehen müssen, bevor das feindliche Friedenspro­gramm dem Ententeprogramm so nahe sei, um die Eröffnung ersprießlicher Verhandlungen zuzulassen. Die Entente werde erst verhandeln, wenn die Mittelmächte sich darin fügten, den Frieden von Brest-Litowfl als nicht abgeschlossen anzusehen, den Balkan, Venetien, Frankreich und Belgien, zu raumen, minde­stens die Schäden in Belgien wieder gut zu machen und die na­tionalen Probleme zu lösen, die im italienischen und franzö­sischen Jrredentismus bestunden.

Neutrale Auffassungen.

Schweiz.

Bern, 16. Sept. Es gibt, soweit sich im Augenblick schon ubersehen läßt, in der deutsch-schweizerischen Presse kein Blatt, das die Friedensnote Oesterreich-Ungarns nicht aufs Wärmste begrüßte. Bei allen begreiflichen Zweifeln will man auch vor­läufig die Hoffnung auf einen Erfolg nicht aufgeben. Die Neue Zürcher Zeitung" schreibt: Die Neutralen, die selbst

unter dem Kriege immer mehr leiden, werden den Schritt der Leitung der Donaumonarchie begrüßen, hoffentlich ohne sich gegen den Vorwurf parteiischer Gesinnung verwahren zu müssen, denn sie ersehnen einen Frieden, der auf das Recht gegründet ist, einen Zustand, der nicht im trügerischen Gleichgewicht der Völker, sondern in der starken Einigkeit der Staaten ruht, im 'Bunds gleicher und freier Völker. Die Lage fei ja ganz anders, als beim Friedensangebot oom 12. Dezember 1916. Heute habe einer, der damals neutral gewesen sei, als Beteiligler zu sprechen. Mit banger Sorge blickten Millionen auf den Lenker einer Welt, der sie gegen und nach ihrem Willen regiere, auf den Präsidenten Wilson.

DerBund" meint, es werde der österreichischen Anregung förderlich sein, daß es dieses Mal allein vorgegangen sei, ebenso datz die Anregung nicht unmittelbar auf Friedensverhandlungen abziele, sondern bloß auf Besprechungen.Oesterreich-Ungarn"

\o schreibt das Berner Blatt, ist für die Vermittlerrolle berufen. Widerstände, die Deutschland bei der Entente findet, bestehen gegenüber Oesterreich-Ungarn nicht. Es begegnet nicht dem Ver­dacht, daß es Eroberungen machen wolle. Die Note richtet sich an Freund und Feind. Sie stellt nicht die Kriegführenden einander gegenüber, sondern spricht zur Menschlichkeit, zur gan­zen Well.

DieZüricher Post" schreibt:Selbst wenn eine Aussprache nicht zu wirklichen Friedensverhandlunqen führen würde, so wäre es ein Verbrechen, den Versuch nicht gewagt zu haben."

Holland.

Amsterdam, 17. Sept. (WB.) Die holländischen Blätter widmen der östrrreichischcn Friedensnote, die hier das größte Aussehen erregt, ausführliche Besprechungen. DerNieuwe Notterdamshe Tourant" schreibt, die Friedensfreunde müßten mit größter Spannung der Wirkung des österreichisch-ungarischen Vorschlages, die Vertreter der kriegführenden Mächte zu einer gemeinsamen Besprechung zu vereinigen, entgegensehen. Dieser Vorschlag bietet jedenfalls Gelegenheit dazu, binnen absehbarer Zelt zu Friedensverhandluugen zu gelangen, die, selbst wenn sie mißglücken sollten, dazu beitrügen, daß der Friede etwas weniger unerreichbar würde. Wird man aber in Amerika genug Idealismus besitzen, um die hingehaltene-Hand zu erfassen?

Die joziakdemokratische ZeitungHet Volt" schreibt: Sicher besteht aller Anlaß, die Erwartungen nicht zu hoch zu spannen, denn z» große Erwartungen könnten nur zu großen Enttäusch­ungen &ibr*^

Schwede«.

Stockholm, 16. Sept. Die in den ersten Nachmittagsstunden bekannt gewordene Nachricht von der österreichffchen Friedens­initiative wird hier mit der größten Bewegung ausgenommen. Ueberall wird davon gesprochen. Man empfindet den Schritt der österreichischen Diplomatie als eine große Tat. Mit äußer­ster Spannung erwartet man die Antwort der Entente. Eine Ablehnung würde dieser bei der heutigen Stimmung des schwe­dischen Volkes aufs stärkste schaden.

Dänemark.

Kopenhagen, 16. Sept. (WB.) Die dänische Presse wid­met heute dem österreichisch-ungarischen Friedensschritte aus­führliche Besprechungen. Sie spricht sich im allgemeinen bezüg­lich der Aussichten eines wirklichen Erfolges ziemlich zweifelnd aus.

DiePolitiken" schreibt u. a.: In den neutralen Ländern sollte man sich keine allzu großen Hoffnungen darüber hingeben, daß dieser sehr kräftige und bedeutungsvolle Friedensschritt zu einem unmittelbaren baldigen Ergebnis führen wird, so bren­nend der Wunsch in der neutralen Welt auch sein mag. den Ab­schluß des Wahnsinns zu sehen, der weite Gebiete Europas in rauchende Trümmerhaufen verwandelt und unseren ganzen Weltteil zu vernichten droht. Auf deutscher Seite wird hervor- gehoben, daß die Note als ein Sondcrschritt aufgefaßt wer­den müsse. Förmlich ist sie dies auch unzweifelhaft, da sie sich an beide Parteien wendet, sowohl an den Freund als an den | Feind. In Wirklichkeit kann man jedoch annehmen, daß Oester- j reich-Ungarn den epochemachenden Schritt nicht unternommen hat, ohne sich vorher zu vergewissern, daß der mächtige Bundes­genosse ihn nicht abweist. Wenn er abgewiesen wird, so geschieht I dies durch den Verband, jedoch wird er nicht vergebens getan worden fein, so sicher, wie keine Handlung, die im Namen des j Friedens getan worden ist, kein Wort, das für den Frieden ge­sprochen wurde, vergebens gewesen ist. Alles trägt dazu bei, den Willen nach dem Frieden zu stärken, bis er so stark ist. daß er durchdringt und siegt. Die Frage ist. ob der Augenblick hier- ! für gekommen ist. Wir hoffen es, wissen es aber nicht mit! Sicherheit. Mit größter Spannung wird die Welt die Antwor­ten aus Paris und London und Washington erwarten.

Dir ..Berlrngske Tidende" stellt die Frage: Ist die

Lage für einen Friedensschritt der Mittelmächte günstig? Das Blatt gibt folgende Antwort darauf: Vielleicht, da die Mittelmächte unzweifelhaft geneigt sind, bedeutend größere Zugeständnisse zu machen als früher. Die Verbandsmächte werden wahrscheinlich mit der Forderung antworten, daß die don ihnen wiederholt verkündeten Friedensziele die Grund­lage für die unverbindlichen Verhandlungen lein müßten. Darauf iss man in Dutschland und Oesterreich-Ungarn up. zweifelhaft vorbereitet. Daß Oesterreich-Ungarn trotzdem den Schritt unternommen hat, ist eine Tatsache, die vielleicht »üner kleinen Friedenshoffnnng Raum geben könnte.

Der ..Socialdemokraten" schreibt: Mit der gleichen

großen Aufmerksamkeit, mit der die Welt die österreichische Friedensnote anfnahm, wird sie nun die Antwort der Ver- ! bandsmächte abwarten. Diese haben nun die Wahl, ent- j weder das Blutvergießen fortzusetzen oder den Versuch zu machen, ihm ein Ende zu bereiten, wie es die Friedensnote vorschtzigt. Und man sollte meinen, daß es kaum einen ver­antwortlichen Staatsmann gibt und geben wird, der diese Note zurückweisen kann. Die Mittelmächte werden nach dem Vorschläge sittlich stark dastehen, während die Verbands­mächte, wenn sie ibn zurückweisen, eine sittlich schwache Haltung einnehmen. Weisen die Verbandsmächte den Vor­schlag zurück, so werden die Mittelmächte sich zum Kampfe um ihr Bestehen enger zuwmmenschließen und der Krieg wird furchtbarer und erbitterter werden als bisher. An­dererseits werden weite Kreise der Bevölkerung der Ver­bandsmächte sich in Gegnerschaft gegen ihre Negierungen erheben, weil sie die Friedensmöglichkeit zurückwiesen, was vermutlich auch nicht ohne Einfluß ans die Haltung der Soldaten sein wird.

Das Äe-peUschreUen rttt den Papst.

Wien, 16. Sept. (WB.) Der Minister der auswärtigen An­gelegenheiten Graf Burian hat an den apostolischen Nuntius Monsignore Valsre di Vonzo am 14. September eine Note gr- richtet, welche in deutscher Uebersetzung lautet:

Nach vier Jahren eines unerhörten Ringens und ungeheurer Opfer hat der Kampf, der Europa verheert, noch keine Ent­scheidung zu bringen vermocht. Die k. u. k. Regierung, stets von dem Geiste der Versöhnlichkeit geleitet, der schon in ihrer Note vom 12. Dezember 1916 zum Ausdruck kam, beschloß an alle krieg- führenden Staaten heranzutreten und sie einzuladen, durch einen vertraulichen und unverbindlichen Gedankenaustausch einem für alle Teile ehrenvollen Frieden die Wege zu ebnen. Hierbei ge­denkt die k. u. k. Negierung voll Dankbarkeit des ergreifenden Appells, den Seine Heiligkeit der Papst im verflossenen Jahre an alle Kriegführenden mit der Mahnung richtete, eine Ver­ständigung zu suchen und wieder in brüderlicher Eintracht zu le­ben. Zn der sicheren Ueberzeugung, der Heilige Vater ersehne auch heute noch, daß die leidende Menschheit bald wieder der Seg­nungen des Friedens teilhaftig werde, hoffen wir zuversichtlich, datz er unseren Schritt mit Sympathie begleiten und mit seinem auf der ganzenErde anerkannten moralischen Einfluß unterstützen werde. Von diesem Gedanken geleitet, bitte ich Eure Exzellenz, den beiliegenden Text der Note Seiner Heiligkeit unterbreiten zu wollen.

Der gßkrreichijche Kriegsimnister über die fw.

Wien, 15. Sept. (WB.) Meldung des k. k. Wiener Korre­spondenz-Bureaus: Im Laufe der dem Vertreter derNeuen Freien Presse" gewährten Unterredung erklärte der Kriegs­minister v. Stöger-Steiner u. a.: Durch den Friedens­schluss mit Russland fanden wobl die Kampfhandlungen im ora-

tzen an dieser Front ein Ende, aber die auch heute noch unge­klärten Verhältnisse und fortdauernden Wirren im Innern Russlands zwingen uns, wachsam zu sein und «^sehnliche Kräfte an dieser Front weiter zu erhalten. Die trotzdem an der Ost« grenze freigewordenen Formationen mußten aber der Südwest­front Angeführt werden, um Vas dort bis dahin sehr zu unseren ungunsten vorhandene Kräfteverhältnis auszugleichen. Ein« tatsächliche Reduzierung der Armee im Felde konnte also nicht eintreten, wohl aber wurde die Kampffront kürzer. Die stets zunehmende Intensität der Kampfführung ließ aber keine Ma­terialersparnis zu. Auf die Frage, welches Urteil der Kriegs­minister über die militärische Lage im Westen habe, erwiderte er:Der französische Angriff zwischen der Ancre und der Avre war zweifellos sehr geschickt vorbereitet worden und hat die deutschen Truppen einigermaßen überrascht, dementsprechend auch einen Anfangserfolg gezeitigt, den auch mein preußischer Kollege gelegentlich alsSchlappe" bezeichnet hat. Diese Aufrichtigkeit rechtfertigt schon die größte Zuversicht. Die Deuschen zogen ra­dikal aus der eingetretenen Lage die günstigste Konsequenz. Bei steter und intensivster Abnutzung der fortgesetzt schwer angreifen­den feindlichen Massen nahmen sie ihre Hauptträfte auf die starke tiefgegliederte Minterstellung van 1917/18 zurück, wodurch nicht nur erhebliche Kräfte durch die kürzere Linie frei wurden, sondern auch dem Feinde ein Kampfgebiet aufgezwungen wurde, in dem das voraussichtliche Ueberwintern umsomehr Schwierig­keiten bereiten wird, als es den Deutschen meisterhaft glückte, bei dem planmäßigen Zurückweichen sämtliches Material zu eigenem Nutzen zu bergen. Bei diesem Manöver gelang es der deutschen Zährgkeit, dieselbe Strecke durch die Nachhuten vier­mal solange zu behaupteu, als die Hauptkräfte des Feindes im Frühjahr dies unfern Verbündeten gegenüber vermochten. Aus dieser kurzen Darlegung der letzten großen Ereignisse kann wohl jeder sehen, daß die Initiative nach wie vor bei den Deutschen verblieb, und zwar in taktisch vorteilhafter Art, da die empfind­lichen Ausbauchungen der ganzen Front wegsallen. Nun steh^r beide Parteien vor neuen Entschlüssen. Ich glaube, man brouckn kein Stratege zu sein, um mit einem Blick auf die Karte zu er. kennen, daß unsere Bundesgenossen hierbei den hoffnungsvolle, ren Einsatz haben.

Hinrichtung Kiichomlinows»

Wien, 17. Sept. Wie die Blätter indirekt aus Petersburg melden, ist der frühere Kriegsminister Suchomlinow am 8 September vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am gleichen Tage erschossen worden.

Was liniere Feinde mit \m nor|n!ieii!

Für unsere Friedenswinsler um feden Preis sind zwei Kundgebungen von Wert, die erst dieser Tage erfolgt sind und die wieder einmal den Beweis liefern, was man drüben für Pläne gegen uns schmiedet, falls wir besiegt am Vodeu liegen sollten.

Bei einem Frühstück der britischen Seemannsvnicm, an dem tausend Personen teilnahmen, waren Hughes und Gompers Ehrengäste. Hughes hielt eine Rede, in der er nach abfälligen Worten über den Patriotismus der Seeleute darauf hinwiss. daß Henderson zugegeben habe, daß er sich über das, was Schei. demann meine, getäuscht hätte; sowohl die Deutschen wie ihre Agenten, die Holländer, lögen Deutschland habe versucht, die Welt zu zermalmen. Jetzt, wo es in gleicher Münze zurückbe­zahlt bekomme, winsele es nach Frieden. Gewisse Elemente feien für einen Derständigungsftieden. aber es gebe nur eine Hoffnung für die Arbeiterschaft, nämlich den Sieg über Deutsch­land Außerdem müsse Deutschland für die Ermordung der See- leute bestraft werden. Unter großem Beifall schloß Hughes: Strafe muß fein und beim Himmel, laßt uns Zusehen, daß Deutschland sie zahlt"

Gompers, begeistert empfangen, führte aus: Amerika habe nicht am Kriege von Anfaug teilgenommen und einige Ameri­kaner seien höchst ungeduldig geworden. Aber das Urteil des Mannes, der am Steuer der Vereinigten Staaten stehe, sei dag richtige gewesen: er habe auf die Einheit des Volkes hingear­beitet und im psychologischen Augenblick die Anklage gegen das mörderische Deutschland dem Kongresse unterbreitet. Die Ar­beiterschaft aber trage aus freiem Willen ihr Bestes für den Kampf bei. Ich glaube die einstiinmige Ueberzeugung der ame­rikanischen Arbeiterschaft und Bürgerschaft auszudrücken, rief Gompers aus, wenn ich sage, daß der Krieg gewonnen und bis ans Ende dnrchgefochten werden muß. Lieber würde iff im Kampfe ftir das Recht sterben als nicht kämpfen und wenn wir uns treu bleiben, kann der Krieg nur ein Ende habem

Die zweite Kundgebung leistete sich der ehemalige Präsi. dent der Vereinigten Staaten. Roosevelt. Er hielt in City Hall anläßlich der Feier des Jahrestages von Lafayette eine Ansprache und erklärte, daß die Alliierten beim Friedensschluss die völlige Wiedergutmachung aller Verbrechen fordern müssen, die Deutschland gegen die Welt vollbracht hat. Die deutschen Kolonien, die von Großbritannien und Japan erobert wurden, dürfen nicht mehr zuruckgegeben werden. Im einzelnen sagte Roosevelt in bezug auf die Friedensbedingungen: Was Bul­garien, Serbien und Rumänien genommen hat, mutz diesen Ländern zurückerstaitet werden. Oesterreich-Ungarn und die Türkei müssen aufgeteilt werden. Alle unterworfenen Völker-, schäften müssen befreit werden. Die Türken müssen aus Europa vertrieben werden. Das Effatz muh Frankreich zurückgegeben werden, Belgien mutz wieder hergestellt und entschädigt werden. Die italienischen Provinzen Oesterreichs müssen Italien und die rumänischen Provinzen Ungarns müssen Rumänien gegeben werden. Polen mutz als ein wahrhaft unabhängiger Staat wieder hergestellt werden, wobei Preußisch-Polen vereinigt werden sollen, und wobei diesem Staate ein Zugang zur Ostsee gewährt werden sollte. Die Freiheit Lithauens, Livlands und Finnlands muß garantiert werden. Kein Teil des früheren rus­sischen Reiches darf unter deutschem Joche bleiben. Nordschles­wig muß zu Dänemark zurückkehren. Armenien muß befreit werden. Valästina mutz ein jüdischer Staat werden. Die Cbr!--