nicht unbedingt allein aus der taktischen oder strategischen Bedeutung des Abschnitts abgeleitet werden müßten. Eine mehr oder weniger freiwillige Operation, vielleicht der erste Schritt zum Gegenmanöver, liegt offenbar vor. Auch der gegenwärtige Ruckzug von der Vesle gleicht im jetzigen Augenblick eher einer planmäßigen Maßnahme, deren Ursachen erst durch die weiteren Maßnahmen ersichtlich werden können. Die Ausdehnung der allgemeinen Nückzugsbewegung nach Norden, andererseits bis gegen Reims muß im gegenwärtigen Augenblick jedenfalls als eine Erscheinung aufgefaßt werden, die nicht so sehr einer direkten Einwirkung des Druckes der Entente, als vielmehr einer bestimmten Absicht der deutschen Heeresleitung zuzuschrei- Len ist. Am einfachsten würde sich die Maßnahnre dadurch er. klären lassen, daß die beiden äußersten Flüaelpunkte, Armen- tieres und Reims, die Eckpfeiler einer neuen Verteidigungsbasis bilden sollen, die als Sehne zu dem ganzen Vogen in der ungefähren Linie Armentieres—Lille—Douai—Cambrai—St. Quentin—Reims zu suchen wäre und damit die kürzeste Front dar- siellen werde. Eine größtmöglichste Ersparnis an Verteidigungskräften könnte durch diese radikale Streckung erzielt werden.
Doib darf andrerseits nicht nur mit bloßen Defensivabsich. ten der Deutschen gerechnet werden. Die Rückkehr zur Offensive im gegebenen Moment ist nicht zu bezweifeln. Gewiß liegt auch schon in der Ersparnis von Kräften eine Vorbereitung zum Angriff. Wenn nun aber die RückzugLfront beiderseitig sich oer- breitert, so wird auch das Kräfteverhältnis des bisherigen Angreifers beeinflußt, und zwar in anderem Sinne. Durch eine freiwillige Ausdehnung der Rückzugsfront zieht der Verteidiger die vom Angreifer schwächer mit Kräften ausgestatteten Anschlußabschnitte gleichsam gegen dessen Willen in den Bewegungskriegs hinein und damit in eine Situation, für die das bisherige Stärkeverhältnis nicht bestimmt war. Die Folge davon wird sein, daß Fach diesen Abschnitten durch Reserven nachhelfen muß. Wenn er es nicht tut, bietet sich dem Verteidiger eine günstige Gelegenheit, mit den Kräften. die er zum Schutze seiner Nachhuten wieder bereitgesiellt hat, eine schwache Stelle des Gegners vernichtend zu treffen und dadurch einen Umschwung in der ganzen Situation einzuleiten. Im elfteren Falle, wenn der Verfolger die Anschlußabschnitte auf Kosten seines Gros verstärkt, dient er den Absichten des Verfolgers auf zwei Arten: entweder wird dadurch die Verfolgungsoperation im ganzen geschwächt und verlangsamt oder, wenn die Mittel so gewaltig sind, daß diese Kräfteausgabe auf die Hauptaktion nicht sofort einen Einfluß auszuüben vermag, so wird wenigstens ein aröße-res Kröftequantum der Abnühungswirkung des Ludendorfffcben Ruckzuges ausgesetzt und damit der Zeitpunkt des Auslaufens der Verfolgung nähergerückt. Aber auch die Tiefe des Geländeverlustes, der erforderlich ist, um den Kräfteausgleich zu erzielen, vermindert sich. Mit dem beschleunigten Auslaufen der Verfolgung gewinnt der Verfolgte die Chance, den Gegenschlag gegen verhältnismäßig geringere Kräfte ausführen zu können, bevor weitere amerikanische Truppen an der Font eintreffen. Die verkürzte Verfolgungsttefe sichert das eigene Land vor der Invasion. Eine Verbreiterung der Rück- zugsfront um etwa ein Drittel ihrer jetzigen Ausdehnung, wie sie gegenwärtig in Vorbereitung zu fein scheint, wird kaum ohne Einfluß auf diese Verhältnisse bleiben können."
Der Hetman im Hauptquartier.
Berlin. 8. Cept. (WB.) Der Hetman der Ukraine hat sich abends mit seiner Begleitung in das Große Hauptquartier begeben.
Ner Großweür in Deriiu.
Berlin 8. Sept. (WB) Der türkische Eroßwesir Talaat Pascha hielt heute in seiner Wohnung im Gasthof Adlon mehrere Besprechungen ab. Um K2 Uhr folgte er einer Einladung des Staatssekretärs v. Hintze zum Frühstück im Kaiserhof. Hierzu waren u. a. geladen: der türkische Botschafter Rifcmt Pascha, der österreichisch-ungarische Botschafter in Konstanttnopel Markgraf Pallavieni. der Reichsschatzsekretär Graf Rödern, der Botschafter Graf Bernstorff, der stellvertretende Chef des Reichsmarineamts Ritter von Mann, der ungarische Geschäftsträger Rikipherof. General v. Lossow aus Konstanttnopel. Emin Seid Bey, türkischer Major Fower Bey, Major Dürksberg vom Kriegsministerium. ferner die Unterstaatssekretäre v. d. Bussche und v. Stumm und andere Herren des Auswärtigen Amtes.
Wien. 8 Sept. Der Großwesir Talaat Pascha machte während seiner Durchreise durch Wien einem Mitarbeiter der „R. Freien Presse" folgende Ausführungen: „Ich möchte die Lage
dahin kenn-eickmen, daß wir vor dem Winker Frieden haben düifttn. Der Krieg hat sich in seinen Leistungen so ziemlich erschöpft. Alles, was aus einem Kriege herausgeholt werden kann ',t gesä-eken. Unsere Feinde werden alle — und ich schli re davon Amerika nicht aus — binnen kurzem zur Erkenntnis kommen daß es keinen Sinn hat, den Krieg fortzu-
seven. Ich glaube fest, daß diese Wendung vor dem Winter kommen wird.
llin prglck gegen die
f :vM\ m-WW.
23cm, 7. Sept. (WB.) Der Deputierte Longuet protestiert tm „Pn""laire" enercisch gegen die Knock out- (Kampf bis zum Ende) Aeußerungen Tafts und Churchills, die das Todesurteil gegen die Jugend der Welt seien. Dagegen müsse das inter. nationale Proletariat mit allen Kräften Stellung nehmen. Die englischen Gewerkschaftler hätten der kriegverlängernden Politik Havelock Wilsons. Lord Roberts und sonstiger Krtegsver- langerer eine klägliche Niederlage bereitet. Dies gehe auch daraus hervor, welchen Weg die Arbeiterklassen tm vergangenen ^ahre zurückgelegt und wie sie sich vom blinden Chauvinismus vnd von Ausrottungssophismen entfernt hätten. Es sei Pflicht der Arbeiter und Bauern Frankreichs, durch ihre Vertreter im
Parlament bto3J Anstrengungen W ihren! politischen und wirtschaftlichen Organisationen nunmehr mit aller Kraft ihren Standpunkt in dieser Frage zum Ausdruck zu bringen.
- Rußland.
812 Erschießungen.
Petersburg, 1 . Sept. (WB.) Meldung der Wiener K. K. Tek.-Korr.-Vur. Amtlich wird mitgeteilt: Bisher wurden für die Ermordung Uritzkis 512 sogenannte Gegenrevoluttonäre, darunter 10 rechte Sozialrevolutionäre, erschossen. Die Namen der Erschossenen wurden bisher nicht veröffentlicht.
Die erste Liste der im Falle von neuen Mordanschlägen zu erschießenden Geiseln wurde veröffentlicht. Sie umfaßt 121 Namen, meist vormalige Offiziere, darunter die Großfürsten Di- mirri Konstantinowitsch, Paul Alexandrowitsch, Nikolaus Mi- chailowitsch, Georg Michailowitsch, ferner Werchowiti (Kriegs- minister unter Kerenskij), PaltschinM (Minister unter Kerenskij), Fürst Schechowikai, einige bedeutendere Bankiers, einige serbische Offiziere und rechte Sozialrevolutionäre, der ehemalige Oesterreicher Pooper (Herausgeber der Börsenzeitung), der Karalleriekorpskommandant Nachitfchewleniki, der Kommandant des 16. Artilleriekorps General Baranzew, der Kommandant des ersten Gardekorps Graf Potak. Graf Sabello, Generalleutnant Komavow und die Generäle Nintulow und Toll.
An der Murmanküste.
Basel, 9. Sept. „Morning Post" meldet aus Archangelsk: Die Bolschowiki haben im Gebiet der Murmanküste außerord'nt- lich starke Streitkräste zusammengezogen. Die Ententetruppen sind jetzt in der Minderheit und beginnen, ihre Stellungen bei Archangelst und an der Murmanküste zu befestigen.
Kämpfe der Noten und Weißen Garde.
Tokio, 31. August. (Neuter.) Wie die Blätter aus Blago- weftschensk berichten, eröffneten Weiße Gardisten und Kosaken unter Alcxejew am 25. August die Feindseligkeiten gegen die Bolschewik:. Die Sowjettruppen flohen.
Kriegserklärung der sibirischen Negierung an Deutschland. .
Havas meldet aus London: Die sibirische Regierung in
Omsk hat Deutschland den Krieg erklärt.
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FrrUaffung der Zarin?
Genf, 9. Sept. Das „Journal" meldet aus Madrid: Der königliche Hof hat die Bereitstellung einer Flotte für die Zarin angeordnet. Rach offiziösen Meldungen hat die Zarin die von den Bolschewik! geforderte Berzichtleistting auf den Nachlaß des Zaren im In- und Auslande ausgesprochen.
Pfräirömiwii in der RM-muminn.
Heber Wien her gelangten in den letzten Tagen Nachrichten in das Reich, wonach in der Leitung der Neichsgeschäfte wichtige Aenderungen bevorständen, vor allen Dingen sei ein Rücktritt des Reichskanzlers Grafen Hertling wahrscheinlich. Heute beschäftigt sich auch die „Frankfurter Zeitung" mit diesen Gerüchten und bemüht sich ihnen den Anschein zu geben. als ob sie nicht ganz grundlos wären. Sie geht dabei so weit, schon gewisse Personen zu nennen, die als die kommenden Männer zu gelten hätten u,rd nennt den Staatssekretär Dr. Solf der wohl als Kandidat der Freisinnigen uNd der Sorte von Echeimräten zu gelten hätte, die schon der Fürst Bismarck als seine größte Plage bezeichnet hatte. Weiter weiß die „Franks. Ztg." anzudeuten, daß auch für das par nobile fratrum, Erzberger und Ccheidemann gekommen sei. Dem Frankfurter Organ unserer Hochfinanz beliebt es. die Sache in ein mystisches Dunkel zu hüllen, sie läßt aber durchblicken, daß eine derartige Veränderung der Reichstags Mehrheit entsprechen würde.
Der Sklniß argen die Zkkhandlnnß.
Freiburg, 9. Sept. In Sachen der unterschlagenen 600 000 Mark bei der Preußischen Staatsbank (Königlichen Seehandlung) Berlin wurden bei der hiesigen Städtischen Sparkasse entsprechende Nachforschungen durch Vertreter des genannten Instituts und Beamte der Berliner Kriminalpolizei geführt. Dabei konnte die Summe von ungefähr 500 000 Mark beschlagnahmt werden. In einer Stahlkammer fanden sich in zwei Wertpaketen Geldscheine in Höhe von 575 000 Mark. Weitere Beträge waren auf die Sparkassenbücher der Mutter und der Schwester des verhafteten Angestellten der Bank, Ziegler, hier eingezahlt worden.
lisch einige nofgelsrnngene Oeiträae jur NalMelch'chle der „frankfurter Jcknng".
Von Prof. August Gebhard (Friedberg).
Wir bitten unsere Leser um Entschuldigung, wenn wir uns notgedrungen abermals mit dem Frankfurter Blatt hier beschäftigen müssen, denn wir können es sehr wohl verstehen, daß die Gefühle, die in vaterländischen Kreisen die bloße Nennung des Handelsblatts vom Main erregt, wenig erfreulich sind. Auch wir haben bei der leider notwendigen Beschäftigung mit den Auslassungen des zufällig in deutscher Sprache abgefaßten Blattes Empfindungen, die wir zu höflich sind, näher zu bezeichnen. Das alles ober kann uns nicht der Pflicht überheben, immer wieder weiteste Kreise aus die Gemeingefährlichkeit dieses in ollen Fragen grundsätzlicher Bedeutung auf Seiten der Gegner gesunder deutscher Entwicklung stehenden Blattes eindringlich hinzuweffen.
Heute sei mm zunächst festgestellt, daß meine Ausführungen in Nr. 419 d. Bl., die mir mehrfach fteudige Zustimmung aus dem Kreise der Leser gebracht haben, wofür ich auch hier öffentlich danken möchte, der großen Frankfurterin für längere Zeit den Atem verschlagen haben. Sie, die sonst so behende und gut bediente, hat von Sonntag bis Freitag Zeit gebraucht, um ein
Wort der Erwiderung zu finden. Dieses Wort der Erwiderung, schämig versteckt in einer etwas längeren Ausführung unter der Ueberschrist „Das Uttetl gegen Chamberlain" findet' sich in Nr. 233 (1. Morgenblatt vom Freitag, den 23. August) und verdient in seiner stammelnden Verlegenheit hier im Wortlaut festgehalten zu werden. Das „Weltblatt" läßt sich also vernehmen: „Die „Deutsche Zeitung"; das Blatt, in dem Chamberlains Schmähartikel gegen uns zuerst erschienen ist. veröffentlicht einen langen Aufsatz eines Professors August Gebhard aus dem hessischen Nachbarstädtchen Friedberg, der die Schlechtigkeit der „Frankfurter Zeitung" mit willkürlich ausgesuchten Stellen aus Ar, tikeln der sechziaer Jahre des vorigen Jahrhunderts Nachweisen möchte. Wir werden dem Herrn nicht den Gefallen tun. mit ihm über seine Ausgrabungen zu streiten, während sein Freund Chamberlain uns heutigen Landesverrat vorwirst."
Ist das nicht köstlich? Ein obskurer Professor Gebhard (aber, liebe Frankfurter in, wir kennen uns doch!) wagt es aus dem Landstädtchen Friedberg (was kann von Friedberg Gutes kommen!) dos „führende Blatt Süddeutschlands" in der großen Weltstadt Frankfurt am Main mit einigen willkürlich ausgesuchten Stellen aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts (welch olle Kamellen) zu behelligen. Zur tatsächlichen Berichtigung übrigens die Bemerkung, daß meine „Ausarabungen" (wie anaedeutet nur ein sehr bescheidener Bruchteil eines gewaltigen Stoffes) sich auch bis in die siebziger Jahre erstrecken und gerade da einige der widerlichsten Giftblüten einer durch und durch undeutschen Gesinnung festhielten.
Daß im übrigen die große Frankft'rterin keine Nei''"ng verspürt, mit mir über meine „Ausgrobunaen" zu streiten, ?a-n ich ihr nachsühlen Es ist da schlechthin nichts zu streiten. Wns ich in meinem Aufsatz festgestellt habe, das steht fest und beweist klipp und klar, daß der Geist der Eschenheimergasse — eben der Geist der Eschenheimergasse ist und durch keine noch so gewaa- ten Deutungsversuche in den Geist des deutschen Volkes umae- logen werden kann. Leider aber darf dieses gemeinMädkkche Blatt dank der Instinktlosigkeit unserer Leitenden und der Waschlappigkeit des deutschen Michels sich immer noch als Sprachrohr der deutschen (wohlgemerkt der deutschen?) öffeM. lichen Meinung auffpielen. Daß es dazu nicht berechtigt ist. sollten meine „Ausgrabungen" erweisen und tun das unwiderleglich. Daß den durch und durch „modernen" Herren der Eschenheimergasse, die heute so gute Beziehungen zu Berlin haben, solche „Ausgrabungen" unangenehm sind, ja das ist mensch. lich begreiflich, wer gestern noch mit Katzenfellen und altem Eisen handelte, erinnert sich dieser Vergangenbeit auch nicht mehr gern, wenn er morgen im eigenen „Palais" wohnt und über Millionen gebietet.
Wir graben diese Vergangenheit ganz gewiß nicht zu unserem Vergnügen aus, es gibt unterhaltlichere und reinlichere Beschäftigungen, aber wir halten diese Arbeit für dringend notwendig, um dem deuffchen Volk die Augen darüber zu offnen, wie diese Hüterin des Volkswohls im Lichte vorurteilsloser, sachlicher Bettachtung auSsieht, wir möchten zu Nutz und Frommen der durch sie Irregesührten ihre Raturgeschichte schreiben und dazu gehört eben die Vergangenbeit, denn jede Gegenwart ist doch irgendwie ein notwendiges Erzeugnis der Vergangenheit. Wir verstehen darum sehr gut die Scheu der vornehmen Dame aus der Eschenheimergasse, von ihrer nicht immer ganz einwandfreien Vergangenheit reden zu hören, können ihr darum ober nicht den Gefallen tun, über diese ihr nicht immer ganz genehme Vergangenheit den Mantel der Vergessenheit zu breiten. Wir beurteilen schließlich jeden Charak'.er aus seiner Vergangenheit, und so wenig die .Franks. Zeitung" Neigung haben dürfte, einen Manu, dessen Vergangenheit mit einer ausgesprochenen Vorliebe für silberne Löffel ftemder Herkunft belastet ist, zu ihrem Kassenoerwalter zu machen, so entschieden muß es sich das deutsche Volk verbitten, wenn ein Blatt mit der Vergangenheit und von dem Stammbaum der „Franks. Zeitung" die schlechthin lächerliche Anmaßung erhebt. Führerin der deutsche;, öffentlichen Meinung spielen zu wollen.
Darum werden wir noch öfter in die Lage kommen, dem schlechten Gedächtnis der Herren v^n der Eschenheimergasse, die in ihrem eigenen Archiv anscheinend so schlecht Bescheid wissen, etwas aufzuhelfen. Für heute nur ein kleines Geschichtchen, dessen sich die älteren Herren der Redaktionskonferenz vielleicht, wenn sie sich ein bißchen anstrengsn, noch erinnern. Es war zu Beginn der achtziger Jahre. Man feierte das 25jährige Be. stehen des wichtigen Handelsblattes, damals schon „Weltblat- tes". Auf dem Kommers wurde eine Zukunftsnummer der Zeitung verlosen. die sich in scherzhafter Weise damit beschäftigte, wie es in abermals 25 Jahren in Deutschland aussähe. Es verdient festgehalten zu werden, daß Deutschland in diesem Zeitpunkte natürlich längst Republik war, daß vor allem die verhaßten Hohenzollern beseittgt waren Bemerkenswert ist auch noch folgender kleine Zug. Ein Bauersmann findet beim Pflügen im Acker ein Stück seltsam geformtes Eisen, kein Mensch im ganzen Dorf weiß etwas daraus zu machen, bis ein hinzu- kommender Altertumsforscher feststellte. das sek ein „Schwert" ein Werkzeug, mit dem einst in glücklich überwundener Vorzeit Menschen im Krieg sich mordeten. Vorwitze! wird man sagen! Jawohl, aber doch unendlich bezeichnend. Doch auch das ein Stück Naturgeschichte des „Pettefakts" aus der Eschenheimer, gasse, das schlagend zeigt, wohin die Hochziele dieser Pressevertretern weisen. Deutscher Geist ist das nicht!
Und mm zum Schluß ein weiterer Beitrag zur Denkungs- weife des Frankfurter Blattes, der ganz besonders deutlich die Kluft zeigt, die zwischen Eschenheimergasse und deutschem Emv* finden klafft.
In Nr. 421 der „Deutschen Zeitung" Hat der stellvertt. Vorsitzende des Alldeutschen Verbandes, General der Kavallerie Frhr. v. Gebsattel, einen Aufsatz unter der Ueberschrist „Burg- ftiede?" veröffentlicht. Man mag über die polittsche Zweckmäßigkeit dieser Ausführungen im gegebenen Zeitpunkt denket wie man will, jeder, der den Auffatz gelesen hat, wird sagen müssen, hier spricht ein vvrnchmer Mann, ein wirklicher Edelmann, der im Ernst dieser schweren Zeit nur die eine Sorge hat,- den zermürbten nnd zerrütteten Siegeswillen des deutschen Bol-- kes neu zu beleben und.die ko. bitter notwendige Einbeit tm Siw.


