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Montag, den 2. September 1918
11. Jahrgang«
Plp ^ eue v aaesreituna" che ml ,eden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Oer Kauer aus Hessen". ^Die Spinnssnde". Kerugspreia: Bet den Poitanitalten vleneffährtich Mk. 2.40
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Fortgesetzte feindliche Offensive.
Langsames ^orrücken der Le.ude bei lchmer en Verlulteu. — Der Kemmel kampflos dem Feinde Äverlajfen.
19 000 können versenkt.
Fier deutsche Generalstab —" meidet: r.-— ■ ■
I
W. T. 31. Attgnst
K. (rotzes Amtlich.
Harrplqrrariier, den
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n.
Vorseldtämpfe beiderseits der Lys. Feindliche Erkundungs- ubteilungen, die über die Larve vorstießen, wurden zurückgeworfen.
Auf der Schlachtfront südöstlich von Arras suchte der Eng. länder gestern erneut den Durchbruch zu erzwingen. Unter starkem Einsatz von Panzerwagen brachen am frühen Morgen auf einer Fronrbreite von 20 Kilometer englische-und kanadische Divisionen zwischen der Straße Arras—Eambrai und südöstlich von Bapaume zum Angriff vor. Württembergs schlugen südlich der Straße den Feind vor ihren Linien ab. Im Verein mit rheinischen Bataillonen warfen sie den nördlich von Hendecourt ei »gedrungenen Feind wieder zurück. Südlich von Hendecourt brachten Kavallerieschützenregimenter den feindlichen Ansturm -wischen Vauly-Vraucourt und Frenicourt zum Scheitern. Sie nahmen Hendecourt, das vorübergehend verloren ging, wieder: gingen nach Abwehr des Feindes selbst zum Angriff vor und warfen ihn beiderseits von Vullecourt über den Westrand des Ortes wieder zurück. Südlich von Tcoust schlugen wostpreußische Regimenter in erbittertem Kampfe mehrfache Angriffe des Feindes ab. Eelöftändiges Eingreifen des Oberleutnants Mann mit Kompagnien des Infanterie-Regiments 175 ermöglichte die Wieder nähme des vorübergehend verlorenen Ortes Ecoust.
Beiderseits von Bapaume brachten preußische, sächsische und bayerische Regimenter den feindlichen Ansturm zum Scheitern.
Am Nachmittag warf der Feind beiderseits der Straße Arras—Eambrai frische Divisionen in den Kampf. ' Erneuter Masseneinsatz von Panzerwagen und Infanterie sollten die Entscheidung herbeiführcn. Am späten Abend war die Schlacht zu unseren Gunsten entschieden.
Die auf den Senseegrunde heraus über Eterpigny-Haucourt und südlich der Straße aus Vis-Eherisy anstürmenden dichten Linien des Feindes brachen in unserem Feuer und in erbittertem Nahkampf zusammen. Seine Panzerwagen wurden zerschossen. Die Infanterie des Feindes erlitt außergewöhnlich schwere Verluste.
Nördlich der Somme wurden englische Angriffe zwischen Morval und Clery abgcwiesen. Wo der Feind unsere Linien erreichte, warf ihn unser Gegenstoß in seine Ausgangsstellungen zurück.
Nördlich der Oise griffen Franzosen den Kanalabschnitt zwischen Bibermont und nordöstlich Noyon mit starken Kräften an. Ihre Angriffe kamen meist schon auf dem Westufer in unserem Feuer zum stehen. Aus Chevilly. auf dem östlichen Ufer, wurde der Feind nach hartem Kampfe wieder geworfen. Mehrfache aus Noyon heraus geführte Angriffe scheiterten im Feuer und durch Gegenstoß.
Heftiger Artilleriekampf und Infanteriegefechte an der Alette. Nördlich von Soissons nahmen wir den zum Paslikopf . vorspringender Frontabschnitt in die kürzere Linie Iuvigny- Bucy-le Lang zurück. Iuvrgny blieb bei den gestrigen Angriffen des Feindes in seiner Hand.
Wir schossen in den beiden letzten Tagen 52 feindliche Flugzeuge ab. Oberleutnant Lörcer errang seinen 32. und 33., Leutnant Könnecke seinen 32., Leutnant Laumann seinen 28. Luftsieg.
Dcr Erste Gcncralquariicrmcistcr: Ludendorff.
Alrerrdlrericht.
Berlin, 31. August, abends. (WB. Amtlich.) Der Engländer hat heute die seit einigen Tagen erfolgte Verkürzung un. serer zwischen Ppern und La Bassoe auf Hazebrouck vorspringenden Front bemerkt und ist unseren am Feinde belassenen Erkundungsabteilungen über den Kemmel—Bailleul—Neuf Berquin und über die Lame gefolgt.
Südöstlich von Arras sind englische Teilangriffe gescheitert. Kämpfe nördlich der Somme.
Beiderseits von Noyon und zwischen Oise und Aisne haben stch am Nachmittag nach stärkstem Artilleriekampf französische Angriffe entwickelt.
W. T. S. Großes Hanpiquarrier, den 1. September Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n.
Zwischen Ppern und La Basste verkürzten wir unsere Front durch Ausgabe des auf Hazebrouck vorspringenden Vogens. Wir überließen den Kemmel dem Feinve. Die vor einigen Tagen durchgcführten Bewegungen blieben ihm verborgen. Gestern stieß der Engländer mit stärkeren Kräften gegen uns-re alte:: Linien vor. Unsere im Vorgelände der neuen Stellungen belassenen gemischten Abteilungen stehen mit ihm in Eefechtsfüh- lung. Der Feind hat den Kemmel besetzt und ist über Bailleul— Neuf Berquin und über die Lawe gefolgt.
An der Straße Arras—Eambrai brachen englische Insante- ricangrisfe vor unseren Linien zusammen. Starke bis zum Abend mehrfach wiederholte Angriffe des Feindes zwischen Do- court und Vaulx—Vraucourt scheiterten. In wechselvollen Kämpfen blieben Bullecourt und Ecoust in Feindeshand. Zwischen Morval und Peronne griffen englische und australische Divisionen nach heftigem Feuer an. Bei Morval und südwestlich von Bancourt wurden sie abgewiesen Bouchavesnes wurde durch Gegenangriffe gehalten. Weiter südlich verläuft unsere Linie nach Abschluß der Kämpfe an der Straße Bouchavesnes— Peronne. Uebergangsverfuche des Feindes über die Somme bei Brie und St. Ehrist wurden vereitelt.
Starke Angriffe der Franzosen zwischen Somme und Oise, gegen die Kanalstellung und den Höhenblock nordöstlich von Noyon. Französische Divisionen, die am Abend beiderseits von Nesle vorstießen, blieben im Feuer vor unseren Linien liegen. Bei Rouy wurde der Feind im Gegenstoß zurückgeworsen. Gegen Mittag zwischen Beaulicu und Marlincourt einheitlich geführte Angriffe brachen unter scknveren Verlusten für den Feind zusammen. Am Abend erneut angesetzter Angriff zersplitterte sich in Einzelvorstößen, die überall abaewiesen wurden. Stärkere feindliche Kräfte, die nördlich von Baresnes und über die Oife bei Vretigny vorstießen, wurden zurückgeworsen.
Zwischen Olle und Aisne hat gestern abend nach stärkstem Arttlleriefeuer die Infanterieschlacht von neuem begonnen. Dicht südlich der Oise kamen Angriffe des Feindes im Artillerie- und Maschinengewehrfeuer nickt vorwärts. Beiderseits von Ehamps stieß der Feind mit starken Kräften aus der Ailette-N^ederung vor. Durch Gegenangriff wurde die alte Lage wiederhergestelli. Zwischen Ailelte und Aisne gingen den Angriffen Teilvorstöße des Gegners voraus. Hierbei setzte Vizefeldwebel Haas der 'Maschinengewehr-Kompagnie Ersatz-Regiment Nr. 29 4 feindliche Panzerwagen außer Gefecht und nahm ihre Besatzung ge. fangen. Ain-Abend brach der Feind mit starken Kräften zu einheitlichem Angriff vor. Bei und südlich Crecy au Mont schlugen wir den Feind teilweise im Gegenstoß zurück. Oestlich von Zuvigny stieß er bis Torny-Sorny vor. Dort brachten ihn ört- l.che Reserven zum Stehen. Südlich anschließend bis zur Aisne sind die mehrfach niedergehaltene Angriffe des Feindes vor unseren Linien gescheitert.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Abcndlier-cht.
Berlin, 1. Sept., abends. (WB. Amtlich.)
Kampf zwischen Scarpe und Soinnle. Englische Angriffe sind hier iin großen gescheitert. An einzelnen Stellen drückten sie unsere Linien örtlich zurück.
Zwischen Oise nnd Aisne wurden Teilangriffe der Franzosen abgewiescn.
seine Schlappe mit dem Verlust von mehr als 200 Toten mch etwa 100 Gefangenen.
Albanien: Nichts Neues.
Der Chef des Generalstabes.
Wien, 1. Sept. (WB.) Aintlich wird verlautbartt Keine besonderen Ereignisse.
Der Ehks deS Generalstabes
Der bulgarische Gcncralstak \\
meldet: —
Sofia, 29. August. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsl richt.
Mazedonische Front: Im oberen Ckumbi-Tale zerstreuten wir durch Feuer französische Erkundungs-Abteilungen. Zwischen Ochrida- und Prespa-See drangen unsere Sturmtrupps in fetnv- liche Stellungen, aus welchen sie mit französischen Gefangenen zuruckkehrten. Oestlich der Tscherna, bei den Dörfern Eradasch, nitza und Tarnava sowie westlich vom Dobropolje kurze Feuer, angriffe auf beiden Seiten. Von Huma bis zum Wardar lebte das Artilleriefeuer abwechselnd auf beiden Seiten auf. Feind» liche Abteilungen versuchten zweimal, sich unseren Posten bei Altschak Mahle zu nähern, wurden aber blutig zurückgeschlagen. Auf dem Ostufer des Wardar, südlich der Dörfer Bogoroditza und Sjoyakovo war das feindliche Artilleriefeuer ziemlich heftig. Bei Matohoubewo machten unsere Erkundungstruppen mehrere englische Gefangene. Auf dem Vorgelände westlich von Serie: waren Patrouillemmternehmungen für uns günstig.
Sofia, 30. Auy (WB. Nichtamtlich.) GeneralstabZ» bericht.
Mazedonische Front: Westlich vom Ochridasee verjagten wir durch Feuer feindliche Abteilungen, die sich unseren Posten zu nähern versuchten. Im Cernabogen war das Ar- tilleriefeuer beiderseits ziemlich heftig. In der Mogleua- gegcnd wurden verschiedene feindliche Sturmabteilungen ab« gewiesen. Südlich von Hnma und Altschak Mahle auf beiden Seiten länger andauernde Feuerüberfälle. Eine englische Kompagnie versuchte sich zweimal unseren Posten bei Altschak Mahle zu nähern, wurde aber durch unser Feuer abgeschlagen Auf dem südlichen Ufer des Wardar war die Fliegertätigkeit auf beiden Seiten von Zeit zu Zeit hefttger. Bei den: Torfe MaEschoukovo zerstreuten unsere Posten Erkundungsabteilungen.
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Das türkische Hauptquartier j - meldet: ; _
Konstantinopel, 30. Aug. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht.
Palästinafront: Auf der ganzen Front erhöhtes feind» liches Artilleriefeuer, das von uns mit kräftigen Artillerie-, Infanterie- und MaWnenlgewehrfeuerüberfällen erwidert wurde. Aufklärungs-Abteilungen des Gegners wurden beiderseits der Straße Jerusalem—Nablus von uns Vertrieben. Zwischen Aneze und Dschardun westlich Aala vereitelten unsere tapferen Postierungen Anschläge der Rebelst'*' gegen die Hedschasbahn.
Auf den übrigen Fronten nichts Neues.
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j Der österreichische Generalstak j]
1 - meldet: = ! J
Wien, 31. August. (WB.) Amtlich wird vcrlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: In den Iudicarien erfolg
reiche Erkundungsgesechte. Der Monte Majo köstlich des Pa. subio) war gestern vorübergehend im Besitz des Feindes. Mehr als zweistündiges Artillerie- und Minenfeuer verschüttete unsere Besatzung, worauf es den Italienern gelang, in nufere Gräben einzubrechen. Unsere ALschiiittsrescrve, Abteilungen des 3. Regiments der Tiroler Kaiserjäger und des Kaiserjäger-Sturm- bataillons, traten sofort zum Angriff an und warfen, durch die Batterien der Kaiserjäger-Division und der 40. Honved-Artille- riebrigade trefflich unterstützt, den Feind in kurzem, erbittertem Ringen wieder hinaus. Das 20. Derfaglieri-Regiment büßte
Die Schiacht im Westen.
Berlin, 1. Sept. (WB.) Wie voranszujehen war, ließ der Feind auch am 31. August auf der ganzen Front zwischen Arras und Soissons seine Divisionen entiveder zu starken Teilvorstößen oder zu einem einheitlichen Großangriff zn- sanunengefaßt gegen unsere Front anrennen. An keiner Stelle der Front brachten ihm seine Anstrengungen den gewünschten großen Erfolg. Eine mehrfack)e Wiederholung der feindlichen Sturmlänfe bis in den Abend hinein mußte der Feind erneut mit schweren Opfern bezahlen, die ihm unser erfolgreiches Abwehrfeuer nnd unsere wuchtigen Gegenstöße augefügt haben. Die unentwegte Fortsetzung der durch die deutsche Frontverkürzung zu einem fast reinen Fron: angriff gewordenen Ententeofsensive läßt klar erkennen, d>- ; der Feind den Karnpf um die Entscheidung noch nicht


