gegeben hat, «nb daß mit weiteren Großangriffen gerechnet werten muß.
Die Räumung Vapsumes
Berlin, 31. August. (WB.) Die planmäßige Rückverlegung unserer Front beiderseits Bapaume war seit längerer Zeit gründlichst vorbereitet. Während unsere Truppen' zwischen Lougueval über Bapaume und Eroisilles hinaus bis zur Scarpe den Großangriffen des Gegners seit dem 21. einen eisernen Wall * entgegensetzten, so daß es ibm nicht gelang, unsere Linien auch nur an irgend einem Punkte zu durchbrechen, wurde im alten Sommegebiet alles durchgeführt, um unsere Hauptkampflinie zurückverlegen zu können. Die Loslösung vom Feinde und die Aufgabe von Bapaume und Eroisilles ist befehlsgemäß und ohne Einbuße an Gefangenen und irgend welchem Material vor sich gegangen. Noch am 29. August vormittags wurde Bapaume vom Feinde, der die Räumung nicht bemerkt batte, beschossen. Schon seit vielen Tagen wurden die Depots in aller Stille nach rückwärts verlegt, um dem Feinde in dem schon verwüsteten So negebiet nichts zu überlassen, was thm in seiner Kriegführung von Nutzen sein könnte. Wir geben einen Gelände Greifen auf, welcher für die Sommerzeit trotz der Verwüstungen während der früheren Sommekämvfe durch neu angelegte Eisenbahnlinien, durch Urnladebahnen, durch die Anlaae von großen Ma- gannen, Munitionsdepots. ArtilleriewerMätten. Wagenparks. Wc llsr- und Elektrizitätswerken, durch rastlose Mühe und eisernen Fleiß in ein Operationsgebiet verwandelt worden war. in welwem unsere Truppen den Sommer Liber fechten konnten. Seit Tagen ist mit dem Abbau aller dieser Anlagen begonnen wor- de^ Der Feind wird für die Winterzeit einen vollkommen verlassenen und verwüsteten Landstrich voftinden. in dem er sich ernrichten muß. Die Hauptrolle jn diesem verwüsteten Gelände spwlte die äußerst schwierige Wasserversorgung. Aus großen rV!? 5 hegten Wasser- und Pumpwerken bei Bapaume. Croml es, Mary. Favreml. Sapignies. Ermllers usw. wurden , Lokomobilen zurückgeschafft und die großen Schachtbrunnen gesprengt. Auch die elektrischen Maschinen und Motoren aus den Elektrizitätswerken, welche die Truppe bis zu sechs bis c*M V ° Z bt>r gtont mit ^cht versorgten. zu-'^
geführt und werter rückwärts eingebaut. Seit 14 Tagen sind ferner die umfangreichen Munitionsdepots und das Material der Ausladebahnhöfe zurückverlegt worden. So z. B. wurden die ^pots rn Leducguiere, Frenicourt. Courcelette ufw. entleert, -te Benzlnvorräte sind ausgetankt- der wertvolle Inhalt wurde vach rückwärts ubergeführt Die wohlgefüllten Verpilegungs- maga^rne wie Rocquigny und andere wurden geräumt, alle La- -are.te abtransportiert und die Baracken abgebaut. Die Dör.
Zvrt'tes, welche in den letzten Tagen unter schwerstem feindlichen Feuer lagen, bestehen nur noch aus Schutt-
der Feind kaum mehr Deckung findet. Heute lvegen diese Orte im Bereich unserer schweren Artillerie. Die Aufgabe d;s zerschossenen und durchgewuhlten vorderen Kampf-
tn Tchlet 3r5fetcn nur fünf Kilometer rT 3 *' ?te ^ t Tur uns eine gradlinige Front her und zwingt daher den Gegner, falls er beabsichtigt, weiter anzugreifen, seine Angnne frontal zu führen. Neben der Kräfteersparnis unserer Trrwpen durch diese Frontverkürzung liegen unsere rückwärtigen Stellungen nunmehr in einem für die Unterbringung der Truppe vor allem in Anbetracht des kommenden Winters — günstigeren Gelände. Vergeblich fragt man stch. womit der Ena- .anoer ferne unendlich schweren Vlutopfer rechtfertigen will. Der
dneS ^ maIcn ’ vollkommen verwüsteten Gelände,ttrchs, rn dem auch nicht mehr ein Stein auf dem an-
^v^blieben ist. ist sein einziger und ein noch dazu aus freien Stücken rhm überlassenen Gewinn.
Englische Dankverluste.
2r " Ll - f5m) ® ei de« Grobkämpfen der letzten aeftf Tage wurden vor der Arme- Otto v Below S r *°^ e Tankmassen von den Engländern der- wandt. Nach den bisherigen Meldungen' der einzelnen Korps sind vom 21. August bis 28. August allein hier nicht weniger wie 2v3 Tanks einwandfrei zusammengeschosffn P° T ^ n - Löwenanteil hat das südlich der Searpe
« Tanks, die b-iden anderen melden
70 und 52 ^n der Haupisache wurden sie von unserer Ar-
erledigt ^ 0udj durch. Hilfswaffen der Infanterie
?og sich auf die Parallelstraße von Scarckin zurück und konzentrierte seine Kräfte beim Bahnhof von Berzi«.
DK Engländer an der transkaspischen Dahn?
?9, August. (WB.) Die Zeitung ..Kiewskaja Myfl" schreibt- Laut glaubwürdigen Nachrichten ist die transkaspische Dahn zwischen Krasnowdosk und Aschabat in der Gewalt von aufständischen Dan d en, die von den Engländern in Persien geleitet werden. Angeblich seien die Engländer in Krasnowodsk gelandet.
Die Kampftage.
Moskau. 29. August. (WB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Im Wzirk von Zarizin wurde ein An- griff des Feindes abgeschlagen. Unser Vorgehen im Zentrum entwickelt sich erfolgreich. Wir nahmen nach einem Kampf die Hohen auf dem User des Tsckerwlenoj-Flusses. Das Dorf Va- sunowka und die Stationen Karnowka und Katluban wurden besetzt An der nordkaukasischen Front trugen unsere Trupven
l a ll^ a ^ ten V ? m ^ August große Erfolge davon. Wir besetz.en -schoretzkaja, Jekaterinodar und Armavir. An der östlichen Front nahmen wir südöstlich von Akapajewsk das Dorf
s ^ m bcr fi * Sur-Ückziehende Feind auf dein Kampffelde gegen 200 Tote und Verwundete liegen. In der Richkuna auf Loywensk wurde Ilim von uns besetzt. Der Gegner geht zurück. In der Richtung auf Bugulma gehen wir von
“T™-"!! m * n *** ^udrejewka vor. In der Richtung auf Wiatka wurde die Stadt Urschum von der Weißen Garde gesäubert.
Verhaftung Brussiloms.
30 - tWB i Nach Melden, der Zeitung
,,.lw soll General Vrussilow verhaftet und in den Kreml über- gem rt worden sein. General Brussilow befindet sich, seiner bei deN-U„nw-n im Dezember erlittenen Verwundung weq-n
Zr* 2 ?fr ^Eung. Seine Gefangennahme trägt an- geh ich den Gharnkier einer Schutzhaft. Die ..Jswesiijg" be- r,» et d-aeaen. daß er der Zugehörigkeit zum geg°nrengluti°- narcn Verbände berichtigt werde. Es feien Beweise für leinte C'.iuTung vorhanden, die jedoch nicht veröffentlicht werden ronnr-en.
D e Kämpfe in Sibirien.
w' Ä 31 :,. ? lT fL ”® aiIt ’ Mail" erfährt au- Eharbin:: D,° Bvl.chewrk. haben beim llssuri eine schwer- Niederlage er- ff-t°n. Nach -wem Kampf, der drei Tage dauerte, wurden sie M t einem Verluste van tvoo Taten zurückgetrieben. Sie flüchteten in der Richtung Chabarowsk, 400 Meilen nördlich vonWla. iwostoff Die Japaner besetzten Jman. dar an der Eisenbahn auf halbem Wege zwischen Wladiwostok und Chabarowsk liegt.
Gegen die Unterdrücker.
StU3 ' ( ® S) Nach Blättermeldungen J T Gouvernement Woronesch eine starke Agitation
Bauern zu Gunsten der Regierung gegen die Engländer lind Franzosen statt. Jn Stadt Und rl h!Urf ’ a 6te Mobilisation der gesamten männ
lichen Intelligenz von 17 bis 45 Jahren zu Forttfikations- orbNten verfilmt.
, . Em der „Pmwda" Zirgegangenen Telegramm beterligt sich die Bevölkerung von Wladiwostok aktiv an dem Kampfe gegen die Unterdriicker durch Bildung bewaffneter Ädterlungen gegen die Japaner, durch Errichtung von Tele- grapbenleitungen, fowie Erschießung japanischer Telegraphisten.
„Prawda" veröffentlicht einen von Swerloff unterzerP neten Aufruf an die Arbeiter, in dem er sie auffordert, sic6 ruhig zu Verhalten und in dem es heißt: „Wir Zweifel»
nrcht daran daß die Spuren des Mordanschlags auf die rechten Sozialrevolutionäre sowie auf Mietlinge der Engländer und Franzosen führen werden. Auf Anschläge gegen chre Führer wird die Arbeiterklasse mit einem schonungs- losen Massentekror gegen alle Teile antworten."
Nach einer Bekanntmachung des stellvertretenden Chefs der außerordentlichen Kommission Peters hat die Komnris- sion sofort nach dem Attentat auf Lenin alle Maßnahmen zur Feststellung der Schuldigen getroffen. Das erste Verhör soll ergeben haben, daß die Attentäterin eine Sozialrevolutionärin sei; die Kommission besitze angeblich Matenul welches auf einen Zusammenhang des Attentuts mit den bolschewikifeindlichen Elementen in Samara hinweist.
Kiew, 31. A^lg. (MB.) Das Attentat gegen Lenin verübte die aus Kiew stammende bekannte Terroristin Dorar Kaplan. Sie hatte im Jahre 1917 in der Untersuchungshaft ber ihrer Vernehmung durch den allgemein gefürchteten und bei den Revolutionären verhaßten Gendarmerischef Nowitzki auf diesen mit einem Taschenmesser einen mißglückten Mordanschlag gemacht und wurde dafür zu 13 Jahren Zwangs- arbeit verurteilt.
Z!I dk^ MfgNMgNfk!! ßüf KMlMiMl'l.
Konstantmopel, 30. August. (WB.) Bei der Desprechurtz der wiederholten feindlichen Fliegerangriffe auf Konstantzinopel tritt das Blatt „Vukit" dafür ein, daß man zu Repressalien greife. So sollte man die Abreise von Zivilangehörigen derjenigen Mächte, mit denen Austauschvereinbarung-en abgoschlos. sen werden, nicht erlauben, bis die bestimmte Versicherung ein- getroffen sei. daß derartige Angriffe nicht crneu-ert werden wür- den. Ferner möge man die Angehörigen der feindlichen Mächte, die in der Türkei viel zu out behandelt würden, in Konzentra- tionslager außerhalb der Stadt schaffen und ihre Hauser de« von Luftangriffen Betroffenen zur Verfügung stellen.
Dag dtllÜch-dvlMüche Äm
Attentat auf Lenin.
10 000 Tonnen veefenüt.
Berlin. Zg. August. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden von unseren U-Vooten 19 000 Vrt. versenkt.
Der Chef des Adm trat stades der Marine.
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Nnteryang eines amerikanischen Kriegsschiffes.
Washington, 31. Aug. (WB.) Marin..'.kretär Daniels ordnete an, daß d^s Kohlen Schiff „Cl^clop" aus dem Marine- Wie beichtet wird, fuhr „Cyclop"
4. April von Barbados nach den Vereinigten Staaten ab.
^en Cyklon kam und sank.
Ofjrzlece, —1 Mann und 27 Passagiere ertranken.
Anßland.
Die Kampfe in Ostasien.
Basel. 31. August Havas meldet aus Wladiwostok: Der Feind grisi mit einer großen Streitmacht am 24. August die Us- suri-Front an. Alle Streitkräste der Alliierten, mit Ausnahme der Amerikaner, beteiligten sich am Kampfe. Der Feind hatte 300 Tote. Die Japaner hielten den Hauptstoß aus und erbeu. leien zwei Panzerzügc und mehrere Geschütze. Die Japaner wuroon wütend, ihre Kameraden verstümmelt zu sehen. Sie grrsfen den Feind entschieden an und schlugen ihn in die Flucht.
lach einer Havasmcldung aus Charbin hat Oberst Se- menow sich bei seinem weiteren Vorrücken des Bahnhofs Daucia an der straße parallel von Hammer« bemächtigt. Der Feind
Lenin verwundet, Volkskommissar Urizky ermordet.
Berlin, 31. Aug. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet: Heute nackt erhielten wir die telegraphische Mrttelhmg von einer neuen VerAweiflungstat der Bourgeoisie und ihrer Anhänger. Beim Verlassen einer Arber rerDersammlung der Fabrik von Michelson wurde der Führer des russischen Proletariats, Genosse Lenin, durch ztvei heimtückisch abgefeuerte Schüsse hinterrücks getroffen und' derwundet. D«r Volkskommissar für innere Angelegen- hcitcn der nördlichen Kommune. Genoss? Uritzkr, wurde er- mordet. -v>n Moskauer Arbeiter- und Soldatenkreisen herrscht ungeheure Erregung.
Nachträglich wird mitgcteilt, daß k-in edles Organ der- letzt ist. Der Patient fühlt sich wohl und ist heiterer Stimmung. Die Attentäter sind verhaftet.
Berlin, 31. Aug. Die Petersburger Telegraphen-Agen- tur meldet weiter über das Attentat auf Lenin aus Moskau: Bei eLnin sind zwei Schrlßwunden konstatiert worden. Die eine Kugel drang über das Schulterblatt in die Brusthöhle ein, wo sie die obere Lungenspitze verletzte und eine Blutung in der Br-usthöhle hervorrief. Die Kugel ist in der-rechten Halsseite über dem rechten Schlüsselbein stecken geblieben. Die andere Kugel drang in die linke Schuter ein, zersplitterte den Knocken und ist unter der Haut der linken Schulter sestgelanfen. Erscheinungen eines Blutergusses sind vorhanden. Puls 104. Der Verwundete ist bei voller Be- ffnnung.
Moskau, 31. Aug. (WB.) Nach einer heutigen Meldung der ,Prawda" ist gestern abend um 9 Uhr gegen Lenin ein Attentat verübt worden. Er hatte in einer Arbeiterversammlung der Michelsonscken Fabrik in einem jenseits der Moskwa gelegenen Stadtviertel geredet. Als er die Versammlung verließ, wurde er von zwei Frauen cmfgchalten, die ibn in ein Gespräch über das letzte Dekret bezüglich der L^bensmitteleinfuhr nach Moskau verwickelten. Während des Gespräches sielen drei Schüsse, durch die Lenin am Arm i nd im Rücken verletzt wurde. Die Schüsse wurden von intelligenten Kreisen angehörenden jungen Mädchen abgegeben. Die . Mädchen sind festgenommen. Der Zustand Lenins, der im Kreml untergebracht wurde, verursacht nach Meinung der Aerzte keine Befürchtungen. Zur Behandlung wurden die besten Chirurgen herangezogen.
Großes Haoptquartker, 30. August. (WV. Amtlich.) Der Kaiser wurde gestern bei seiner Ankunft in Nauheim vom König von Bulgarien und dem Pttnzen Kyrill am Bahnhof be. grüßt. Die Monarchen blieben bis zum Mittagessen allein und nahmen sodann die Mahlzeit gemeinsam mit den Kindern des Königs ein. Nach Tisch setzten sie ihre Besprechung unter vier Augen fort. Um %4 Uhr begaben sie sich im Kraftwagen nach dem Schloß Homburg v. d. H., von wo aus der Kaiser die Rück, reise antrat, bis Nauheim vom König begleitet.
Die mehrstündige Aussprache der beiden hohen Verbünde, ten erstreckte sich auf die gesamte militärische und politische Lage. Die Aussprache war gettagen von dem festen Entschluß zum gemeinsamen Ausharren in dem Derteidigungskampfe des Dier- bundes und von dem Geiste treuen Festhaltens an dem bewähr- len Bündnissystem. Sie Lestätigte aufs neue die Uebereinstim- mung der beiden Monarchen in der Auffassung der schwebende» Fragen.
Der Kaiser hat dem König seine -Bildnisstatuette und den Töchtern des Königs, den Prinzessinnen Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien, den Luffenorden überreicht. Dem Militärbevoll- mächtigten Bulgariens im Großen Hauptquartier und General L 1a 8uite des Königs, General Ganichew, wurden vom Kaiser die Brillanten zum Kronenorden zweiter Klasse mit Stern und Schwertern verliehen.
W\t dnMe An-MMt in)
mit MknM-llnM?i.
Berlin, 30. August. Zur Frage eines handelspolitischen Bündnisses mtt Oesterreich-Ungarn hat der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft folgenden Beschluß gefaßt:
Die Verhandlungen über die Hcrbeifiihrung eines Wirt- fchaftsbiindnisses mit Oesterreich-Ungarn haben in der gesamten Landwirtschaft und besonders in Süddeutschlaud die größte Beunruhigung hervorgerufen. Daher steht sich der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft veranlaßt, erneut zu erklären, daß die Zweckmäßigkeit einer handelspolitischen Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn erst nach Klarlegrmg der sich aus dem gegenwärtigen Weltkrieg für die deutsche Handelspolitik ergebenden Folgen mit Sicherheit beurteilt werden kann. Die in weiser Voraussicht von den höchsten Stellen beabsichtigte Festigung und Stärkung des politischen und militärischen Bündnisses ist daher zu begrüßen. Zu weitgehende wirtschaftliche Vereinbarungen würden aber, abgesehen von den hier nicht MM erörternden rein politischen Folgen, bei der Ungleicharttgkett der wirtschaftlichen Interessen und der Verschiedenheit der nattonalen kulturellen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse sowie der natür. lichen Produttionsbedingungen der beiden Reiche eher eine Ge. fährdung als eine Kräftigring eines solchen Bündnisses zur Folg« haben. Sie würden ferner die Neuregelung der deutschen weit, wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Staaten, die für den schnellen Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft von höchster Wichtigkeit ist, in Frage stellen können. Allgemeine wirtschafts. politische Angelegenheiten wie Verkehrswesen, Handels- und Zoll^ recht, Patent- und Musterschutz. Sozialversicherung, Geldwährung- usw. können schon jetzt ohne Rücksicht auf die späteren Handels« politischen Bechältnisse geregelt werden.
Vor allem erhebt der Kriegsausschuß der deutschen Landwirts schaft auf das entschiedenste dagegen Einspruch, daß das geplant« Wirtschaftsbündnis durch Zugeständnisse auf Kosten der deutschen Landwirtschaft erkauft werden soll. Gemäß dem in unserer Er- klürug vom 9. Januar dieses Jahres aufgestellten Grundsatz, daß die deutsche Landwirtschaft nach dem Kriege mindestens desselben Schutzes bedürfen wird, den sie vor dem Kriege genofz, müsse« auch Oestorreich-Ungarn aeaenüber die Zölle, vor allem fiir Ge-


