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beite 22 und 24/28'Früh oder spät wird aus irgend' eurem Grunde an einem Punkt der Welt ein Konflikt ans­brechen. In diesem Konflikt wird England Japan zum Ver­bündeten haben, dessen Interessen dermalen den seinigen nicht widersprechen, und dem es als Einflußsphäre den Stillen Ozean abtreten kann, sich den Indischen vorbehaltend ... In diesem harten Kampf hat Frankreich ersichtlich Alles zu befürchten und Nichts zu gewinnen . . . greift es abermals für England zum Schwert, so setzt es seine nationale Unabhängigkeit aufs Spiel.

Wenn in 20 bis 30 Jahren die Zerftützelung des britischen Reichs nicht vollzogen ist, so kann sie nicht mehr von Europäern herbeigefiihrt werden. Indem England das japanische Bünd­nis sogar winziaei- ^-^ereffen wegen gesucht hat, hat es bewie­sen, daß es mar einer europäischen Nation, die ihm zu Willen wäre, ohne Zögern die gelbe Raffe seinen Krieg be­sorgen laffen würde. Ehe 20 Jahre um find, wird China von Japan militarisiert fein. Angenommen, es setze sich von den Ufern des Stillen Ozeans aus eine Menschenwoge in Beweg­ung, stürze auf das durch eine, wohl minder spontan als man denkt entstandene, Anarchie zur Ohnmacht verurteilte Rußland; angenommen, sie wälze sich über dieses Hindernis weg, oder reiße es als Sturmbock mit sich, wie bei' Ueberschwemmungen die Waffer Balken von den zerstörten Dämmen, und treffe dann auf Deutschland, wer kann den Ausgang einer solchen Schlacht Vorhersagen? Wenn Attila auf den katalaunischen Feldern unterlag, infolge, welcher Zufälligkeiten und welcher Einigkeit ist es geschehen! Heute fände er die Engländer dort, bereit ihm mit Spionen und Waffen beizuspringen."

Wie nun? Appellieren wir vom kriegsbefangenen Maffon von heute cm den objektiven der Friedenszeit, oder von diesem an jenen?

Eine Stimme am btm Volke.

In derBayr. Landesztg* macht ein Konsument seinem Leguälten Herzen folgendermaßen Luft'

Die BezeichnungKrregswucheramt" ist an und für sich zweifelhaft; es ist aus dem Titel nicht zu ersehen, ob dieses In- I stitut den Krieaswucher bekämpfen oder fördern soll. Jeden­falls will man das elftere und erreicht das letztere. Nachdem, wie unbestritten feststeht, die Bewohner der Städte mit den ihnen durch die Karte zugewiesenen Lebensmitteln ihr Leben nicht fristen können, so werden die Leute dadurch, daß man ihnen das Wenige abnimmt, was sie von ihren Angehörigen erhallen sollen und was sich diese oft selbst vom Mund abge­spart haben, den Kriegswucherern crus geliefert. Ich muß z. B. hier (Mülheim), wenn ich und meine Familie nicht elend dar­ben wollen, Butter das Pfund für 30 Mk. kaufen; mein Vater muß es für 1,90 Mark rrbgeben. So wie es mir geht, geht es allen anderen. Durch die scharfen Besch lagn ahmebest im mungen der Bayr. Behörden, insbesondere der Anordnung betr. Oeffnen der Postpakete wird das Volk in seinem Rechtsempffnden und Pietätsgefühlen empfindlich verletzt, die Verbitterung ins gren­zenlose gesteigert und der Radikalismus gefördert. Was wird mit dieser rücksichtslosen Beschlagnahme praktisch erreicht? Den Leuten wird es unmöglich gemacht, sich ein Postpaketchen schicken zu laffen, die Rot zwingt sie, Schleichwege einzuschlag-en, die Sache ist mit Schwierigkeiten und oft mit großen Kosten ver­bunden und das Ende vom Lied ist: Die in Betracht kommen­den Personen führen auf verbotenen Wegen mehr Lebensmittel aus, als sie für ihren eigenen Bedarf nötig haben, um sich an dem Ueberfchuß, den sie hier zu Wucherpreisen verkaufen, für die entsprechenden Mühen und Kosten schadlos zu halten. Wenn so ein Hamsterer auch einmal geschnappt wird, das schreckt nicht ab. Der nächste Zug. der umso größer und vorsichtiger organi­siert wird, muß den Schaden wieder decken. Das sind unbestreit­bare Tatsachen! Darum kann man es nicht verstehen, warum man der landwirtschaftlichen Bevölkerung nicht gestattet, daß sie ihren unter dem Mangel an Lebensmitteln off schwer lei­denden Angehörigen in der Stadt nicht kleine Paketchen schicken kann, besonders, wenn die Leute ihren Verpflichtungen gegen den Kommunalverband Nachkommen. Wenn die Bayr. Regie­rung will, daß ihr Aufruf, in dem sie das Volk zur regen Teil­nahme an den Kämpfen gegenden inneren Feind", die Hamste­rer und Schleichhändler auffordert, ernst genommen wird, dann nnrß sie erst dafür sorgen, daß sich nicht, wie dies heute der Fall ist, jeder Bayr. Staatsbürger erst selbst zur Anzeige bringen müßte. Dann müßte unser Ernährungssystem einer ein­gehenden Reform unterzogen werden, denn mann man sagt, der Schleichhandel muß heute aufhören, dann muß man dabei sagen, von was diejenigen weiten Dolkskreise morgen leben sollen, die auf den Schleichhandel unbedingt angewiesen sind. Zwei Ober­bürgermeister rheinischer Großstädte haben vor einigen Wochon erst im preußischen Herrenhaus erklärt, daß wir ohne den Schleichhandel heute nicht mehr auskommen können, bezw. daß nur durch den Schleichhandel Englands Vorhaben, uns durch Hunger zu bezwingen, vereitelt wird. Hier ist also der Schleich. Handel Englands Feiitd, dort wird er als Englands Freund be­zeichnet.

Niedriger hängen!

Dem durch seine gehässige Art, die Landwirtschaft zu verunglimpfen, von jeher bekanntenUlk" (Wochenbeilage 3 umBerliner Tageblatt") ist es jetzt Gelungen, im Punkte frer Verhetzung von Stadt und Land den Vogel abzuschießen.

Man betrachte das Titelbild der Nummer 32 (vom 9. Aug. d.Js.) dieses, den übrigen Druckerzeugnissen der Mosseschen Presse ebenbürtigen, sogenannten Witzblattes. Hier hat sich der Sttft des Zeichners in den Dienst einer an Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbietenden Demagogie gestellt, und wenn es sich um ein Preisausschreiben gehandelt hätte, zu dem .Zweck, Haß und Unfrieden in unserem Volke Lu säen, so gebüHrte diesemehrenwerten Künstler" unbedingt

Palme.

Kaulbachs berühmtes Bild: Werther und Lotte hat ihm zu einer widerwärttgen Verzerrung herhalten müssen: ein dralles Landmädchen, dessen überüppige Formen offenbar den nach Meinung der Jerusalemer Straße im Bauernhause trotz der Kriegsnot noch immer herrschenden Ueberfluß ver­sinnbildlichen sollen, füttert eine Schar Ferkel mit einer Pfanne voll Spregeleier(l); ein weiteres Ferkel sitzt in einem Kinderstühlchen, behaglich aus einer Milchflasche saugend: durch die geöffnete Tür starrt ein Wanderer mit hungernder Miene auf die Szene. Darunter in kleiner Schrift der Satz: lOeffentlich wurde mitgeteilt. daß auf dem Lande Eier und Butter au die Ferkel verfüttert werden.") Die Quelle dieses faustdicken Schwindels wird klüglich verschwiegen. Jugendpflege" ist das ganze betitelt, unt/ da. dieUlk- Schriftleitung der Meinung gewesen zu sein scheint, in ihrem Leserkreise mit ungewöhnlich starker Begriffsstußig- keit rechnen zu müssen, hat sich noch den witzig sein sollenden Tert hinzugefügt:

Der hu, cige Wanderer: O welch ein Schwein, ein Schwein zu sein!"

Die deutsche Landwirtschaft kann natürlich durch ein Machwerk so niedriger Art und zumal von dieser Seite nie­mals beleidigt werden, darüber ist sie, der das Vaterland sein sieggewisses Ausharren im vierjährigen Völkerringen mit zu danken hat, hoch erhaben. Offen aber bleibt in An­sehung der Wirkung auf die Qeffeutlichkeit die Frage, wie es sich mit der Veranttvortlichkeit der amtlichen Stellen ver­trägt, daß sie zu solch unerhörter Hetze gegen einen hoch­achtbaren B^rufsstand Stillschweigen beobachten konnten.

MH mfiii U) jfDrMbttMihung" 0uifit lasse»?

Vor 14 Tagen war die Ehefrau des Amts- und Gemeinde­vorstehers Holle in Mariendorf auf der Straße von seinem sog. Konttolleur der Fettstelle Groß-Berlin angehalten worden, als sie in einem Topf eine geringe Menge Milch bei sich hatte. Die Frau war in der Annahme gewesen, daß die Milch von einem Selbstversorger markenfrei an sie habe abgegeben werden dürfe; der Kontrolleur war anderer Ansicht, und mit ihm jener Teil der Berliner Preffe. der in demokratischer Bescheidenheit die polizeiliche Konttolle der andern von der Wiege bis zum Grabe für das erste Erfordernis aller demokratischer Staats- wirtschaff hält. Der Bürgermeister von Mariendorf hatte seine Frau gegen den Kontrolleur in Schutz genommen und diesen entsprechend belehrt, gegen die Preßhetze aber das Disziplinar­verfahren gegen sich beim Landrat beantragt. Darauf hat, wie wir Horen, der Landrat des Kreises Teltow durch Bescheid vom 24. August es abgelehnt, das von dem Bürgermeister Holle be­antragte Disziplinarverfahren gegen ihn zu eröffnen, da es an jsder gesetzlichen Voraussetzung für ein solches Verfahren fehlt. In den: Bescheid an Bürgermeister Holle heißt es ferner:

Das in meinem Aufttage geführte Ermittelungsverfah­ren hat, soweit dies durch uneidliche Zeugenaussagen möglich ist, ergeben, daß die von der Fettftelle Groß-Berlin in den Zeitungen veröffentlichten Feststellungen soweit sie Ihre Per­son betreffen, unrichtig sind. Es ist danach unzutreffend, daß der Gastwirt Mittig gemeinde- oder Ihrerseits' ausdrücklich ermächtigt worden ist, die Milch der der Gemeinde gehörigen überwiesenen SchlachtKihe zu behalten und auch zur Fütte­rung von Schweinen zu verwerten.

Ihre Auffaffung, daß die markenfreie Abgabe von Milch für Selbstversorger zulässig sei, mag zwar in der Oeffentlich- keit vielfach verbreitet sein, läßt sich aber mit dem Wortlaut der Verordnung der Fettstelle vom 30. Oktober 1916 nicht ver­einbaren. Immerhin liegt für mich kein Anlaß vor, falls Ihre Gattin markenfreie Milch bezogen hat, hieraus einen Grund zu einem disziplinarischen Einschreiten gegen Sie zu ent­nehmen.

Endlich läßt sich auch Ihr Verhalten gegenüber dem Kon­trolleur der Fettsielle nicht beanstanden. Auch ich bin der Ansicht, daß der Kontrolleur nicht berechtigt ist, Personen auf der Straße anzuhalten und zu untersuchen. Ich werde Der- anlaffung nehmen, darüber, ob Ihre und meine Auffassung in dieser Beziehung zutrifft, eine Entscheidung an höherer Stelle herbeizuführen."

MMiilsMkrlkWN v. Vsllmr's.

Wie dieMünchner Post" meldet, hat der Reichstagsabge­ordnete Georg v. Vollmar den Bureaus des Reichstags u,rd des Bayerischen Landtags n»gezeigt, daß er feine Mandate nieder­lege. Der betagte Sozialistenfiihrer ist seit längerer Zeit schwer leidend.

Uon der Leipziger Weste.

Leipzig, 26. August, Unterstützt durch günstiges Wetter, imhm der Geschäftsverkehr auf der Leipziger Herbst-Mustermeffe weiter einen außerordentlich regen Verlauf. Die Musterkollek. tionen siird vielfach reicher zusammengestellt als auf der dies­jährigen Frühjahrsmeffe. Dementsprechend tritt das Angebot an Waren aus einer Reihe von Gebieten dringlicher in Erschei­nung, was für die Einkäufer den Vorzug einer erleichterten E n- deckung hat. Gleichwohl können keineswegs alle Wünsche der Einkäufer Befriedigung finden, wobei freilich zu berücksichtigen ist, daß Aufträge infolge der erschwerten Herstellung und Liefe­rung von Waren häusig weit über den Bedarf hinaus erteilt werden. Der Besuch der Meßpaläste ist sehr lebhaft, doch kön- die Verhandlungen über Geschäftsubschlüffe zwischen Ausstellern und Einkäufern besser als früher geführt werden, weil das Meß- amt angemeldete Aussteller und Einkäufer, nicht aber Schau­lustige die Kaufhäuser betreten können. Die Feststellung, daß zur diesjährigen Herbstmesse etwa 190 00V wirkliche Interessen, len gekommen sind, hat eine feste Grundlage in den Bescheinig- ungen, die für die FahrprelsennäßiMma auf den Eisenbahnen

aufgestellt worden sind. An solchen Bescheinigungen, die den Geschäftsleuten gewährt werden dürfen, sind bis heute vormit­tag 92 100 herausgegeben worden, dazu kommt eine erhebliche Anzahl von Ausstellern, bezw. Einkäufern aus der näheren und weiteren Umgebung Leipzigs, die die Vergünstigung für die Fahrpreisermäßigung nicht in Anspruch nehmen. Einen gleich regen Besuch hat, besonders wenn man die Art der zahlenmäßi­gen Erfaffung der Interessenten berücksichtigt, nie zuvor eine in- oder ausländische Meffe gehabt.

Vom Felde

der Ehre.

Wohnbach. Dem Pionier Hugo K n ö ß, Sohn des Landwirts Karl Knöß wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

Ans der Heimat.

Nette Zustände bei der Eisenbahn. Wir lesen in der

FrankfurterVolksstimme": Von einem Sanitätsfeldwebel wird uns geschrieben: Man ist heutzutage, wenn man in die Not­

wendigkeit versetzt wird, die Eisenbahn zu benutzen, schon aller- band gewohnt, aber manches geht einem doch über die Hutschnur. Ich versuchte am vergangenen Samstag am Südbahnhof in den Zug Nr. 805 Frankfurt-Bebra-Berlin einzustetgen. Der Zug war dermaßen überfüllt, daß ich ttotz eiffigem Bemühen und nach langem Hin und Her nicht mal einen Stehplatz mehr bekommen konnte. Von einem vollständig leeren Abteil wurde ich durch eine junge Schaffnerin, Frl. Ruppert, mtt dem barschen Be­merken:Dienstabteil" mehrmals abgewiesen. Erst im letzten Augenblick gelang esmir, noch unter Lebensgefahr einen Platz in einem Abteil zu erlangen, das neben diesem für die Schaffnerin reservierte Abteil lag. Auf der weiteren Fahrt beobachtete man, wie noch eine Anzahl Reisende an dem Betreten desDienst­abteils" gehindert wurde, in dem die genannte junge Schaff­nerin mit einem ebenfalls noch jungen Schaffner in ungestörtem tete-ä-tete lustig durch die Lande fuhr. Es ist doch wirklich eii; starkes Stück, daß bei der außerordentlichen Einschränkung des Reiseverkehrs in einem übervollen Zuge ein Abteil vollständig freigehalten wird, in dem gut noch ein Dutzend Personen Platz gefunden hätte. Ueber das Verhalten der Schaffnerin, deren Impertinenz, wie mir von Leuten, die die Strecke täglich fahren, versichert wurde, schon hinreichend bekannt ist, waren sämtliche Mitreisende welche die Vorgänge zu beobachten Gelegenheit hatten, natürlich sehr erbost. Es wäre drigeNd nötig, daß sich die Eifenbahnbehörde um solche Vorkommniffe bekümmerte und baldigst Abhilfe schaffte. Wir bringen diese Bettachtung deshalb, weil uns neulich fast ganz genau dasselbe begegnet ist. Es wäre überhaupt zu wünschen, daß sich die Vorgesetzten Behörden mehr und eingehender um das Benchmen mancher Schaffnerinnen selbstverständlich bezieht sich der Vorwurf nichk ans alle Schaffnerinnen kümmern und nach dem Rechten sehen würden.

Dortelweil. (Vereitelte Einbrecher.) In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen K3 Uhr hörte die Tochter des Landwirts PH. Brückmann ein verdächtiges Geräusch, sie öffnete das Fenster und konnte im Dunkeln einen Mann bemerken, während die Schweine aus dom Stalle waren. Als auf Anruf keine Antwort eeffolgte, weckte sie ihren Vater, der sich in den Hof begab. Dort machte er die Wahrnehmung, daß die zum Hof führende Tür des Gartens, ebenso die in's Feld führende Tür offen standen, eine Leiter war so an die Stall­türe angebracht, daß der Zugang zum Hof versperrt war. offen­bar sollten die Schweine, die schon aus dem Stalle gelaffen wa­ren, durch den Garten abgetrieben werden, aber der ooer die Diebe, von denen nichts mehr zu merken war, find rechtzeitig in ihrem Vorhaben gestört worden. Es wurde später festgestellt, daß zuvor der Versuch gemacht worden war, bei dem Landwirt L a n z Vieh zu stehlen, sämtliche Türen waren dort aufge- broc^n, durch einen schaffen Hund ist der Diebstahl vereitelt worden. Von da aus begaben sich die Spitzbuben zu dem Lairdwirt Ph. Mohr, wo ein Wolfshund ihrem Beginnen im Wege war. Aus dem Mohr'fchen Anwesen gelangten sie dann in den Vrückmannschen Garten. Die Vorgänge sind ein Zeichen, wie unsicher heute die Derhältniffe geworden sind.

FC. Nordensladt, 27. Aug. Der Heizer einer Dreschmaschine Ferdinand Abraham ölte hier, entgegen den polizeilichen Vor­schriften, die Maschine, während sie sich im Gange befand. Seine Kleider gerieten in das Schwungrad und Abraham wurde wieder­holt herum geschleudert und dadurch seine Glieder mehrcremale gebrochen, sodaß er nur als Leiche aus seiner schrecklichen Lage befreit werden konnte.

FC.Maiuz, 28 Aug. In die Wurstausgaöestelle am Kaiser-Karl-Ring dahier brachen mehrere Soldaten nachts ein und stahlen mehrere Zentner Wurst. Die Polizei bekam rechtzeitig Wind und die Einbrecher wurden auf der Straßen­brücke angehalten und ihnen ein Teil der Wurst abgenommen Die Soldaten entwichen aber und nahmen den Weg nach Wiesbaden hin, einen erheblichen Teil der gestohlenen Wurst mit sich führend. Als sie vor den Toren Wiesbadens waren, wurden sie festgenommen. Die Wurst war verschwunden. Kurz darauf erschien ein Gemüsewagen von Mombach. Der Kutscher war im Besitz eines Durchfuhffcheines, trotzdem wurde der Wagen einer Besichtigung unterzogen und siehe da, die verschwundene Wurst wurde hier aus Weißkraut und Rüben herausgescbnlt. Als bei einem Wirt in der Schott- siraße dahier zwei Stück scbwarzgeschlachtetes Großvich abge^ laden werden sollten, erschien plötzlich die Polizei und nahmt Las Fleisch in Empfang.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner^' Friedberg. Druck und Verlag derNeuen TogeSzeituns^ A <&, Lriedherg t Ö * '