Dynastisch-frivoler Interessen zu machen imstande wäre. Darum halten wir darauf, die Verhältnisse mft nöglichst großer Kühle AU bettachten. Ob Napoleon vor dem Drängen der öffentlichen Meinung Europas (!!) zurückzuweichen gezwungen wird, oder ob das von einer bismarckifchen Intrige genasführte Preußen Kurücchufen muß, ist mcs durchaus gleichgültig." Als dann König Wilhelm von Ems nach Berlin zurückkehrt, überall von den begeisterten Kundgebungen anfwallenden vaterländischen Stolzes und froher, hingebender Begeisterung begrüßt, da tönt es aus dem Munde der Vertreterin der „europäischen" Meinung zu Frankfurt a. M. folgendermaßen' „Noch ist der erste Ecbuß nicht gefallen und schon steht jene widerliche Pflanze in Krsvt und Llüt-r, D« tznst nur im Sumpf monarchischer Siege ihre Blätter zu entfalten pflegt."
Und als dann utrter den gewaltigen Waffentaten des preußisch-deutschen Heeres, das wir ganz gewiß nicht der „Frankfurter Zeitung" und ihren Staatsmännern verdanken, Frank, reich zusammenbricht, da sehen wir das edle Blatt eifrig an der Arbeit. Wasser in den. Wein deutscher Begeisterung zu gießen, um vor allem das deutsche Volk um die Früchte seiner Vlut- arbeit zu bringen. Auch damals tönt's aus der Eschenheimergasse'. „Nur keine Annexionen." Man lese, wie am 26. 7. 70 das Blatt sich gegen die Einverleibung Elsaß-Lothringens wehrt und beachte dabei vor allem die hinterhälilich abgeformte Art, wie in und zwischen den Zeilen alle Deutschfeinde gegen unser Vaterland aufgohetzt werden. Es heißt: „Aber, sagt man,
Elsaß und Lothringen sind deutscher Boden, nur seit 200 Jahren fast dem Reiche entfremdet! Zugegeben! Ich habe selbst dort Idas Landvolk deutsch, die Stadtebewohncr französisch reden Hörem Aber, möchte ich dann auch fragen, wo ist die Grenze der historischen Reklamierung und Rückerstattung? Geht sie 100, 200 oder noch mehr Jahre zurück? Wir haben im Westen verloren, im Osten gewonnen. Sollen wir den Slawen zurückgeben, was wir ihnen dort abgenommen? Aber die Sprache? Ich habe in Nordschleswig dänisch, bei Danzig, Königsberg, Vveslau und Posen polnisch, in Böhmen und Mähren tschechisch, bei Klagenfurth windisch sprechen hören. . . . Aber Elsaß, Sttaßburg namentlich, wurde doch durch Verrat — Pst! Still! Wie wurden denn die Teilungen Polens ins Werk gesetzt? Werden nicht noch heute die Bezirke Nordschleswigs bei Preußen behalten, trotzdem daß im Jahre 1866 unter Anrufung der Dreieinigkeit ein Wort verpfändet wurde? Seid Ihr toll geworden, daß Ihr historische Gründe anruft, die bei nächster Gelegenheit gegen Euch mit doppelter Wucht gedreht werden können?" Und als dann doch das Einigungswett und die Rückgewinnung der alten Reichslartt« gegen Wunsch mid Willen der frankfurter Zeitung" zustande kommt, da tut sie alles, dem deutschen Volk die Frsude an dem Errungenen zu verekeln. Noch während des Krieges heißt es am 3. 12. 70: „Fast jedes Zettungsblatt, das feit der Publikation der Verträge mit Bayern und Württemberg uns zu Händen kommt, bestätigt unsere Vemettung, daß niemand in Bayern und Württemberg — den Moniteur am Nesenbach etwa ausgenommen — an dem deutschen Einigungswett rechte Freude hat." Und am 21. 1. 71 witzelt unter dem Strich in der sattsam bekannten Weise der Herren von der EsHenbeimcrgasse e.n Herr Isidor Kasten (oder Kaftan"?): „Gerade kurz vor Weihnachten war's, als alle Welt in eiliger Eeschästigksit nach passenden Geschenken für kleine und große Kinder suchte, daß auch dem deutschen Volk sein kaiserliches Weihnachtsgeschenk beschert wurde". Es wird dann spötttsch ge« fragt, was wohl die Antragsteller bewogen habe, „die erstaunte Welt mit einem Kaiser zu überraschen" urrd geantwortet: „Wir wollen darüber nicht weiter streiten. Kurz, wir hatten unfern Kaiser weg. Von großer Begeisterung war im Volke nicht sonderlich viel zu spüren und das darf einen bei der grimmigen Kälte, die im letzten Dezember herrschte, nicht Wunder nehmen. Dezemberkaiser enrhusiasmieren nun ein für allemal nicht." Und am 22. 2 71 beißt cs: .Wenn jemals einem Volke statt des verlangten Brotes ein Stein geboten wurde, so geschah dies durch dir in solcher Weise erfolgte Wiederherstellung der deutschen Kaiferrpurde."
Diese Proben mögen für heute genügen. Wir sind bereit, der Frankfurterin mit weiteren Proben aus dem schier unerschöpflichen Stoffe aufzuwarten, den sie in über 50jähriger Wirksamkeit leider Gottes hat Zusammentragen dürfen. Aber das hier Gebotene genügt ja bereits vollauf zu dem Schlußurteil, daß das Frankfurter Blatt gegen alles Deutsche gewirkt hat. Wie sein Begründer Leopold Sonnemann ein überzeugter Vertreter internationaler Weltanschauung, ein Bekämpfer jeder straffen staatlichen Ordnung, ein Feind der Monarchie, ein erklärter Republikaner zeitlebens gewesen ist, wie er noch 1870 sofort mit Protestlern und Sozialdemokraten zusammen gegen jede Verstärkung des deutschen Einflusses in der Westmatt gekämpft hat, so hat seine ureigenste Schöpfung und seines verneinenden Geistes echtestes Kind, die „Frankfurter Zeitung", immer eine undsntsche Politik getrieben. Ein mächtiges, kraftvoll in sich geschlossenes, monarchisches deuffches Reich ist dieser Zeitung stets ein Greuel gewesen. Wenn in diesem Prozeß die Herren der Eschenheimergasse immer wieder die eigene Vergangenheit zu verleugnen suchten und es für unbillig erklärten, eine Zeitung auf Aeußerungen festzunageln, die über 50 Jahre Ku-rücklägen, so ist das Spiegelfechterei. Der Geist Sonnemanns schwebt auch heute noch, sein wenig glücklich in die Verhandlungen gezerrtes Testament bewies das schlagend, noch immer über den Rebaktio nst inte nfä ü»? n der Eschenheimer gaffe und die Herren rannten nichts, wbrt anib rein gar nichts Sachliches Vorbringen, diese Haltung zu rechtfertigen. Das gelang nicht und konnte nicht gelingen. Wohl kann eine Zeitung irren, ein Politiker eimnal sich verrechnen, wenn aber eine Zeitung dauernd auf der falschen Seite steht, ein Polittker stets auf das falsche Pferd setzt, dann muß das tiefere Gründe haben. Diese tieferen Gründe sind in diesem Fall die naturgemäß undeutschen und weltpolitisch gerichteten Naturtriebe der Herren vom Bau der Tschenheimergasse und der beherrschende ebenfalls undeutsche und weltpolitische Geist des Herrn Leopold Sonnemann. Kein Mensch springt über den eigeRn Schatten. Und so konnte kein Verteidiger der Welt die Sache dieser Klägerin, die in Wahrbeit die Angeklagte war. retten, auch der -große" Herr Konrad
Hrußmann nicht, der eine der schmerzlichsten lleberraschungen dieses erstenWafscnHanges wurde. Denn kann etwas schmerzlicher sein, als ^hvn zu müsien. mit welch dürftigen Mitteln man heute imstande ist. unter die Gattung polittscher Lichter gerechnet zu werden? Irren wir nicht, so ist Herr Harußmann sogar neben seinem „großen" Landsmann Payer als der geeignete Staatsmann für den Vertreter des deutschen Reichskanzlers von fortschrittlich-demokratischer Seite bezeichnet worden. Ist es nicht tiefttaurig. zu traurig, um eine Satire darüber zu schreiben, daß unsachlichste Kampfesweise u^> rückständigste Erundsatzreite- rvi ihren Vertreter in den Geruch staatsmännischer Fähigkeiten bringen können?
Tieftraurig aber ist es vor allem, daß das .Mitmütige deutsche Volk" (um einen Ausdruck der .Arankf. Ztg." von 1870 zu gebrauchen) mit solcher Lammsgeduld sich ein solches Blatt über ein halbes Jahrhundert als Fälscherin der öffentlichen Meinung und Vergifterin des öffentlichen Lebens gefallen läßt, ein Blatt, das nach dieser Vergangenheit den traurigen Mut findet und die eiserne Stirn hat, einen Mann, der mtt Vekennermut deutschen Idealismus vertritt und nichts getan hat. als seinem gebietenden Gewissen folgend, die Gefährlichkeit dieses Blattes öffentlich klarzustellsn, auf die Anklagebank zu zerren, sogar noch Gefängnis für ihn zu schreien, denn eine Geldstrafe hält weder Herr Iustizrat Hertz noch Herr Haußmann für eine ausreichende Sühne für die Beleidigung des „führenden Blattes Süddeutsch lands". Wenn man ganz mild urteilt, könnte man doch nur sagen, oünstioen Falles hot dieses ..Mettblatt". das mit edler Beharrlichkeit stets auf der Gegenseite aller deutschen Belange zu finden ist, sich zeitlebens getttt. Woher nimmt es dann aber die — Unbefangenheit, sich als die gegebene Führerin des deutschen Volles im entfcheidensten Augenblick seiner Geschichte anfzuspielen? Und ihm antwortet nicht ein Hohngelächter vernicbtendcr Verachtung oder flammender Zorn aller durch eine solche Anmaßung beleidigter Deutscher?!
• Wirklich, das deutsche Volk ist, Gott seis geklagt, ein gutmütiges Volk, daß es über 50 Jahre ein solches Blatt erträgt. Hier Wandel zu schaffen, diesem verderblichen Einfluß mit allen Kräften entgegenzutreten, mutz je und je eine der vornehmsten Aufgaben deutscher Männer und Politiker sein.
Wir werden uns dieser Aufgabe, unangefochten durch das erstinstanzliche Urteil, das ffir uns nicht der Weisheit letzter Schluß ist. nach wie vor unerschrocken unterziehen und weiter sachlich, aber unerbittlich den Herren von der Eschenheimergasse ins Handwerk hineinleuchten.
N«m Felde
der Ehre.
Ober-Wöllstadt. Franz Th. Odenwaller, Sergeant der Reserve, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen TapferkeitsmedaMe wurde das Hessische Verdi ensüreuz in Eisen verliehen.
Södel. Der Unteroffizier Heinrich Sommer H. bei einem Artilleröe-Regiment wurde zum Sergeanten befördert und mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. — Der Ersatzreservist Karl Weiß Lei einem Artillerie-Regiment erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.
Rendel. Dem 18jährigen Kraftfahrer Fritz Hardt, Sohn des Bahnsteigschaffners Georg Hardt, der seit wenigen Monaten im Felde steht, erhiett die Hessische TapfetteitsmodaMe. Wir gratulieren!
Ans der Heimat.
FrieLberg. (Segen der Zwangswirtschaft.)' Eine unange- nt^me Erfahrung mußte man bei der letzten Speckverteilung machen. Bekanntlich sollte in der vorigen Woche an die Zivilbevölkerung, als Ersatz fiir das cmsfallende Fleisch, 80—100 Er. Dauerware (Speck) geliefert werden. Für die Stadt Frittrberg war auch die nötige Menge da. Als aber die Landgemeinden ihren Teil bttommen sollten stellte sich heraus, daß nicht weniger als 20 Zentner, sage und schreibe zrvanzig Zentner (ist gleich 2000 Pst».) Speck von dem vorhandenen Vorrat verschwunden war. Wohin sie gekommen sind, weiß der Himmel. Genug, sie waren fort und die Landgemeinden mußten sich mit einer geringeren Menge begnügen. Vollständig das Nachsehen hatten die hiesigen Wirte, denen man mtt einer Zusatzmenge von Speck den Mund fett gemacht hatte. Sie können sich jetzt den Speck im Mond suchen und Gedanken darüber anstellen, warum man mit der Leitung derarttger Geschäfte nicht Fachleute betraut hat.
Friedberg. Es dürfte unsere Mitbürger interessieren daß der hier geborene Komponist Karl Berg, der Sohn des verstorbenen Elfenbeinschnitzers Lorenz Berg, gegenwärtig in der Kurkapelle zu Neuenahr mitwirkt und daß seine Kompositionen dort und in Bad'Wildungen mit bestem Erfolge aufgeführt werden.
Die Haussuchungen ans dem Laude. Die Haussuchungen auf dem Lande machen die Abgeordneten von Brentano und Uebel zum Gegenstand einer Anftage an die Zwette Ständekammer, wobei sie Bezug nehmen auf die betreffenden Artikel in den Zeitungen, die die Anfrage Dr. Roesicke und Gen. im Reichstag bringen. Sie erklären ihr volles Einverständnis damit. werfen darauf hin, daß auch in Hessen von Mitgliedern wohl aller Parteien über die verbitternde Art und Weife der Durchsuchungen usw. berichtet wurde. Wir fragen deshalb an: Wie stellt sich Eroßh. Ministerium des Innern zu diesen Vorkommnissen und was gedenkt es zu tun, um die berechtigte Erbitterung unserer Landleute zu beschwichtigen? Die im gleichen Blatte befindliche Notiz über die Z. E. G., welche Gewinne von vielen Millionen behauptet, ist eine treffende Illustration zur verschiedenen Behandlung deutscher Bauern und der Kriegs- geisellfchaften. Zu den Haussuchungen auf dem Lande heißt es u. A.: „Es widerspricht jedem gesunden Menschenverstände,
wenn der Kriegerfrau auf dem Lande durch Einziehung aller Arbeitskräfte zum Heere die Wirtschaftsführung unendlich er- schwert wird, daß aber noch Soldaten zu solchem Polizeidienft
frei sind. Warum würden solche Haussuchungen nicht in den Städten bei den Kriegswucherern und allen des Hamsterns verdächtigen Personen vorgenommen? Zu den Unregelmäßigkeiten bei der Z. E. E. wird darauf hingewiesen, daß es geradezu unverantwortlich ist, einer einzigen Gesellschaft eine solche Ver» dienstmöglichkeit zu verschaffen, während Hunderttausende vor Betrieben die Berechtigung zur Wciterexistenz in jahrzehntelanger Arbeit bewiesen haben und jetzt einfach zu Grunde gehen müssen? Es ist höchste Zeit, daß ein Gesetz kommt, das dem Bundesrat die Möglichkeit nimmt, die Kriegsgesellschaften nach freiem Ermessen weiter schalten zu lassen.
Die Buchcckernernte. Die heuer in Aussicht stehende Buck- eckernernte kann bei sachgemäßer Ausnutzung, wie Sachverständige mitteilen, den Speiseölbedarf Deutschlands auf Jahre hinaus decken, denn die Mast ist in diesem Jahre yi ganz Deutschland derartig, wie seit MenschengeSenken nicht.
FC. Frankfurt o. M.,- 26. August. In dem Hause Am Schützenbrunnen 5 dahier wurde bei einem Fliegeralarm eine Geheimschlächterei entdeckt. In der Waschküche war kurz zuvor eine Kuh geschlachtet worden. Das Fleisch und 70 Pfund Fett fand man noch vor. Von einem Viehhändler aus Bergen soll die Kuh stammen und das Fleisch für eine Fabrik in Höchst bestimmt gewesen sein.
FC. Frankfurt a. 26. August. Ein Frauenzimmer wurde mcf dem hiesigen Hauptftiedhof festgenommen, die von den Gräbern Blumen geraubt hatte. In einer Pappschachtel hatte sie etwa 100 der schönsten Blumen, die sie von den Gräbern mit einer Scheere abgeschnitten hatte.
or. Hanau, 22. August. Ein Gänsehandel beschäftigte das hiesige Schöffengericht. An einem Samstage kam der Metzger- msister August Nikolaus aus Hancru nach Wachenbuchen, wo er bei einer Lanwdirtsffau drei Gänse kaufte und für das Stück 45 Mark zahlte. Der Höchstpreis für Gänse betragt aber nur 14 Mark. Er brachte die Gänse nach Hanau und gab in der Zeitung bekannt, daß er Ganse zu verkaufen habe. Da er viel abwesend war, beauftragte er seinen Schwiegervater, die Ganse zu verkaufen und für das Stück 55 Mark zu fordern. Es zeigten sich auch Liebhaber. Bevor es aber zu einem Verkaufe kam, schritt die Polizei ein und beschlagnahmte die Gänse. Die Folge war. daß durch richterliche Sttafbefehle die Bauersfrau mit 100 Mark, Nikolaus mit 70 Mark und fein Schwiegervater mit 10 Mark bedacht wurden Von der Bauersfrau wurde der Mehrerlös von 93 Mark ei umzogen, bei Nikolaus die Beschlagnahme der Gänse verfügt. Endlich sollte dieser Beschluß veröffentlicht werden. Nikolaus und fein Schwiegervater erhoben Einspruch, erzielten aber bei dem Schöffengericht nur den Fortfall der amtlichen Bekanntgabe in der Presse.
Aus Hessen.Nassau.
Usingen, 26. Aug. (Schließung bet Taunus-Luftkurorte?) Das Hamstern der Kurffemden in den Luftkororten des Kreises Usingen hat nach einer Bekanntmachung des Landrats einen derartigen Umfang angenommen, daß wenn nicht sofort eine Wendung einttitt, die Kurbetriebe ge» schlossen werden. Die Bürgermeister der betteffenden Luftkurorte wurden angewiesen, sofort Anzeige beim Land- ratsamt zu erstatten, wenn das Hamstern fortgesetzt wird. In Bettacht kommen vor allem die vielbesuchten Luftkurorts Altweilnau, Arnoldshain. Brandoöerndorf, Grävenwiesbachl. Emmershausen. Neuweilnau, Niederreifenberg, Oberreifew borg. Niederems, Rod a. d. W., Schmitten, Neichenbach usw.
FC. Ans dem Rheingau, 26. Aug. Während eines Gewitters schlug der Blitz in die Scheune des Jakob Mehrlein in Mittelheim und zündete. Das Feuer legte in wenigen Minuten das mit Fruckt und Futtermitteln voll gepfropfte Gebäude in Asche. Das Wohnhaus und der Stall konnten gerettet werden.
FC. Hachenburg, 23. Aug. Das Fremdenheim der Geschwister Lang dahier wurde wegen der dortselbst aufge- deckten Schwarzschlachtung behördlich geschlossen. Die da- selbst wohnhaft gewesenen Sommergäste sind zum größten Teil von hier abgerejst.
Aus Kurhessen.
FC. Bad-Orb, 26. Aug. Die Milchablieferung an die hiesige Molkerei ist in der letzten Zeit in solchem Umfange, zuriick gegangen, daß die abgelieferten Milchmengen nicht die Milchversorgung der Bezugsberechtigten Kinder, Frauen und Kranken ermöglichen.
FC. Aus Niederhessen. 26. August. Die Scheune des Ortsdieners Schmidt in Obersuhl geriet wahrscheinlich durch mtt Feuer spielenden Kinder in Brand und war im Nu in Asche gelegt. Sämtliche Hen-- Sttoh- und Getteidevorräte, die hier unter Dach lagen, sowie eine Futtermafchine imib die sämtlichen Ackergeräte wurden ein Raub der Flammen. Der AG gebrannte war nur gering versichert
FC. Vom Kre'^berg, 26. Aug. Die Gendarmerie ew wischte hier mehrere Personen, die Misch eines geschlachteten Rindes nach Frankfurt a. M. schmuggeln wollten. Unter den Schmugglern befand sich der steckbrieflich verfolgte Taglöhner Johann Metz aus Longenleiten. Er wurde verhaftet.
Aus der Pfalz.
FC. Aus der Pfalz, 26. Aug. Während des Dreschens auf dem Hofgut in Ruchheim singen die Garben Feuer, so- daß in kurzer Zeit das ganze Ernteergebnis, tausend Hmrfen Korn, samt dem Dreschwagen in Asche gelegt waren. — Auf dem Wochenmarkt in Landau kamen zum erftenmale gestern Weintrauben zum Verkauf. Das Pfund kostete 1.50 Mark.
— Erschossen hat sich in Kaiserslautern der Studienrat Tillmann, der zuletzt als Hauptmann im Heeresdienst stand.
— In Pirmasens stieß auf der Sttaße ein Feldgrauer emern Vizeseldioebel ohne jegliche Veranlaffung ein Messer in den Hinterkopf.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: OttH Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyne Friedberg. Truck und Verlag der ^Nepen TageZzeituns^ A. G., Friedberg IJfJ


