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numg, etne Preisechöhimg von nur 2 Pf». aWmommm. mUchproLuzierenven Landwirten im Erotzh. Hessen mehr als SM« Mk. kostet! Zn Frankfurter Blattern lesen wir, daß dort Höhung des Milchpveifes auf 60 Pfennig bevorftände. Das wäre eine Erhöhung um 8 Pfennige. Soweit wir unsere Bürokraten kennen, sind sie kaum damit einverstanden, daß die Landwirte soviel mehr bekommen tmid so wird des Rätsels Lösung die sein, daß die Frankfurter Milchversorgung mit 14 Pfennig Verdienst — der Einkaufspreis für Frankfurt ist 38 Pfg-, der Verkaufspreis 52 Pfg.! — nicht auskommen kann urü> sich eine weitere Erhöhung zubilligt. Früher hatten die Mtlchhandler > einen Verdienst von 6 Pfg. und konnten damit auskommen. | Es lebe unsere Zwangswirtschaft!
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Bereiliigtkn Llnidwirte m Frkntsmt a. M. u. Um.
Die für Mittwoch von den Vereinigten Landwirte einbe- hevufene Versammlung gab deutlich Kunde von der Mißstimmung. man kann sagen von der Erbitterung, die in den Kreisen der Landwirte gegen die Art und Weise der Behandlung herrscht, die man ihnen angedeihen läßt. Trotz des ungünstig gewählten Zeitpunktes — Mitten in den Erntearbeiten! — waren dre Gemeinden Staden, Ilbenstadt, Rodheim v. d. Petterweil Ober- mtlb Rieder-Nosbach, Melbach, Büdesheim, Ober- und Nreder- Wöllstadt, Kloppenheim, Fauerbach, Friedberg, Ober-Erlenbach, Burg-Gräfenrode, Bauernheim, Dorheim, Osienheim, Rieder- Florstadt, Wisselsheim und Beienheim vertreten, außerdem war der Gofamtvorstand der Genossenschaftsmolkerei zu Rieder- Wöllstadt und die Besitzer bzw. Pächter mehrerer Höfe anwesend, auch der neugewählte Landtagsäbge. Bürgermeister Drehl- Hochweifel wohnte der Versammlung bei. Landtagsabg. Oek.-Ral .B re id e nba ch-Dorheim eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Begrüßung- Herr Sir sch el- Frtedberg gab die Tages, ordnung der Versammlung, die auf ausdrücklichen Wunsch zahlreicher Mitglieder einberufen worden war, bekannt und besprach die einzelnen Punkte. Zunächst die Maßnahmen der Milchkontrolöre; fest müsse er vor allem stellen, daß die Versammelten die Pflicht der Milchablieferung anerkennten, ebenso sei grundsätzlich gegen das Umlageverfahren mchts ein. zuw enden. Man hätte aber doch annshmen muffen, dieses Verfahren würde sich gegen die säumigen Milchablieferer, gegen die Drückeberger auf diesem Gebiet Achten, statt deffen würden diejenigen, die ihrer Pflicht vollauf genügten, mit Strafan. drohungen schikaniert und die schlechten Lieferanten drückten sich nach wie vor. Man höre eben in Darmstadt nicht auf die Stimmen der Vernunft und auf die Praxis. Auf die Kontrolle und Revisoren könne man vielfach den Vers aus dem Schiller'schen „Mädchen aus der Fremde" anwenden „Sie war nicht in dem Tat geboren, man wußte nicht woher sie kam." Veffer als alle weitere Worte, werde die Lage durch den Brief eines Oekonomie- rats aus der Gegend von Altenstädt gekennzeichnet, der zeit, lebens zu den loyalsten Staatsbürgern gehört habe und gegenwärtig auf den Kopf einer Kuh 8.9 Liter Milch zur Ablieferung bringe. Man habe es fertig gebracht, diesem hervorragenden Landwirt, unter Verhunzung seines Namens eine Auf forderung zur Milchablieferung bis in den November hinein bei Strafe von einem Jahr Gefängnis oder 10 000 Mark Geldstrafe zu Aufenden. Der betreffende Landwirt schreibt, daß er diesen Zettel unter Glas und Rahmen aufbewahren wolle, als ewige Erinnerung für spätere Zeiten, wie man im Weltkrieg in Deutschland mit den Landwirten umgesprungen sei. Wie könne es solchen Leuten beikommen, über die ganze Milchversorgung in Hessen zu verfugen, die noch nicht einmal wüßten, daß die Milcherzeugung von der Güte. der. Trockenheit oder Raffe des Futters, der Jahreszeit, der Wärme oder Kälte und allem möglichen abhänge. Wenn die Milchproduktion nachlaffe und schließlich nicht mehr die nötige Milch erzeugt werde, dann möge man sich bei diesen Herren bedanken. Der Redner ging dann auf die Preisfrage ein, er ging über Berechnungen hinweg, da es ja sattsam bekannt sei, daß der milchproduzierende Landwirt mit Verlust arbeite. Wenn man sich mit Ach und Krach zu einer Erhöhung entschließe, so würden 2 Pfg. bewilligt, eine Kleinig keit, die keinen Anreiz zur Mehrproduktion gebe. Die Reichsfettstelle hat nun endlich, wie ihm von dom Regierungspräsiden- ten in Wiesbaden bereits zu Anfang Juli mitgeteilt worden sei, Zu einer Preiserhöhung ihre Zuftimnrung gegeben, in Hanau, Raffau ufw. sei diese auch bereits erfolgt, in Heffen hinke man noch und käme jetzt erst mit vertraulichen Besprechungen. Redner ging dann noch auf das Verhältnis zu Frankfurt ein. Der jetzige Berater der Stadt in den Milchfragen glaube auch, am besten zu fahren, wenn er den Bauern mit Gewalt käme die Erfahruirg werde ja lehren, wie weit er komme. Bedauerlich sei, daß den Landwirten, denen Zuschüffe zu den Kühen versprochen worden seien und die nur auf Grund ausdrücklicher Zusagen solche bestellt hätten, die Zahlung verweigert werde. Ein gemeinsames Vorgehen werde eingcleitet. Der Redner schloß mit der Mahnung, trotz aller Widerwärtigkeiten die Pflicht zu erfüllen. Die Zeit sei sehr ernst, mögen die Herren, die die Ber. antworbung tragen, den Vogen nich überspannen. (Lebhafter Beifall.) Oekonomierat Bleidenbach erkennt an, daß es schwer sei, die richtigen Controlöre zu bekommen, manche davon hätten sich in einer Weise benonrmen, die den Landwirt geradezu empören muffe. Vielfach sei unsere Regierung ohnmächtig, sie müsse tun, was von Berlin ungeordnet werde. Mehr Rückgrat muffe verlangt worden, in dieser Beziehung muffe uns Bayern als Vorbild dienen. Zwar abschließen gegen die anderen Staa len könnten wir uns nicht, so auch nicht g.gen Frankfurt, das uns in Friedenszeiten unsere Erzeugnisse abgenommen habe und das wir jetzt nicht trocken sitzen laffen wollten. Was der Vorredner gesagt habe, unterschreibe er. Was den Milchpreis anbelange, so müffe man Gott danken, daß es noch Landwirte gebe, die auch an die Allgemeinheit denken, wenn sie mw ihren Geldbeutel im Auge hatten, so schassten sie ihre Kühe ab. Leider geschehe nichts, um die Produktion zu fördern, zu wünschen wäre nur, daß die Herren Geheimröte usw. selbst einmal beim Dresche«
zcho. mtchelfen würden. bona würden sie m Einsicht komme«. (Beifall.) Molkerei-Dirottor Preusche - Rieder-Wöllstadt hebt hervor, daß es die Landes-Milch- und Fettsielle mit ihren Maßnahmen fertig gebracht habe, daß heute der Landwirt im Vogelsberg inehr bekomme für seine Milch als in der Wetterau, trotzdem dort die Produktionsverhältnisse teurer seien. Die Mol- kereigenossenschaft Niederwöllstadt sei heute der Stadt Offenbach auf Gnade und Ungnade eusgeliefert worden. Beschwere er sich in Darmstadt, so werde mit Schließung des Betriebes ge- droht. Ihm werde zugemutet, daß er bei allen Unkosten, Tiefkühlung, Pasteurisieren usw. mit 3 Pfg. Spannung arbeiten solle, die Milchhändler in Ofsenbach verdienten 6 Pfg.! Alle Anstrengungen hätte er gemacht, einen Preis zu erlangen, der mit den Produktionskosten in Einklang stände, vergebens! Es sei Überhaupt nicht am Platze, daß einem Verbraucher, wie es die Stadt Offeirbach fei, die Leitung eines Milchgebiets übertragen werde, aber alle Vorstellungen in Darmstadl feien fruchtlos' die Herren kämen erst dann zur Einsicht, wenn es zu- spät sei. H e r b e r t - Obererlenbach: Der Bauer solle allemal der
Sündenbock sein. Gewiß gäbe es auch Sünder unter ihnen, die aber verurteile er gerade so wie jeder Andere. Man solle die Arbeit des Bauern richtig lohnen, daran aber fehle es. Es sei nicht zu empfehlen, das Vieh abzuschaffen, dagegen solle aber die Viehhaltung nicht erschwert werden. Auch bei den Zufchußkühen könne von einem Verdienst keine Rede sein. Die Stadt Frankfurt solle nicht so sehr aus den Preis sehen, denn sie wiffe doch, was die Milch in eigener Wirtschaft koste (Zurufe 2 bis 3 Mark!) Wenn die „Wische" von Darmstadt kämen, sollte man sie nicht ruhig hinnehmen, sonst meinten sie dort, man ließe sich alles gefallen. Er empfahl ein energischeres Auftreten, sonst könne man nichts erreichen. S a m e s - Melbach gibt die Zustimmung von ganz Melbach zu der Versammlung bekannt. Oekonomierat Alles- Niederflorstadt meint, daß das Umlegeverfahren geradezu ohne Sinn gehandhcvbt werde, er habe gch über diese Zettel nicht aufgeregt, sondern sie einfach ad acta gelegt. Es verstoße geradezu gegen die gute Sitte, wenn man strafen wolle, wenn die Kühe keine Milch gäben. Eine Milchpreiserhöhung hätte man nicht gebraucht, wenn der Schlachtviehpreis ein besserer wäre und die Spannung bez. der Verlust zwischen Einkauf des Milchtieres und Verkauf des Schlachttieres nicht zu groß wäre. Aber alle Eingaben hülfen nichts. Gegen alle Kleiderordnung habe man im Jahre 1917 sogar die Preise für Schlachtvieh ermäßigt. Der Karren sei verfahren, statt fleischlose Tage habe man jetzt fleischlose Wochen und keine Milch, die Herrschaften sähen es zu spät ein. (Zustimmung.) M i ck e l- Offeiiheim verlangt ebenfalls mit aller Entschiedenheit, daß bei dem Umlegeverfahren Rücksicht auf die Verhältnisse genommen würden, sonst werde das Gegenteil erreicht. Herr Hirsche! wurde darauf mit der Abfaffung eiltet Entschließung beauftragt, die folgenden Wortlaut hat: Die von den „Vereinigten Landwir. ten" nach Friedberg einberufenen Versammlung erkennt die Pflicht der Landwirte zur Milchlieferung uneingeschränkt an, sie ist auch mit dem sogen. Umlegeverfahren grundsätzlich ein- verstanden: sie erhebt aber mit aller Entschiedenheit Einspruch dagegen, daß Laivdwirten, die in vollem Maße ihre Milchabliefe- mrngspflicht erfüllen, unter Androhung von Gefängnis- und hohen Geldstrafen eine Milchlieferung auferlegt werde, die sie nicht erfüllen können. Die Versammlung verlangt weiter, daß die von der Landes-Milch- und Fettstelle angestellten Kontrollore angewiesen werden, sich in Ausübung ihres Amtes aller unnötigen Härten zu enthalten und ihre Maßnahmen erst zu treffen, wenn sie sich mit den zuständigen Stellen in Verbindung gesetzt haben, damit die örtlichen und zeitlichen Verhältniffe berücksichtigt werden. Im übrigen ist die Versammlung mit einem Vorgehen gegen Milcherzeuger, die ihrer Pflicht aus Böswilligkeit oder Gewinnsucht nicht Nachkommen, durchaus einverstanden. Die Versammlung verlangt weiter, daß endlich einmal die Milchpreise in Einklang mit den über alle Verhältniffe gesteigerten Erzeugungskosten gebracht werden. Eine Erhöhung um nur ein paar Pfennig ist zwecklos und bildet nur eine Schraube ohne Ende.
Die Versammlung muß die Verantwortung auf die Landes- Milch- und Fettstelle zuschieben, falls sie sich diesen Darlegungen verschließen sollte und dadurch die Landwirte zu einer weiteren Verminderung der Milchviohhaltung gezwungen würden.
Außerdem wurde beschlossen, auch der Stadt Frankfurt eine enffpnrechende Eingabe wegen des eingehaltenen Geldes über die Zuschußkühe zu richten.
Hoffen wir, daß die Versammlung an der Stelle gehört werde, wohin die Mahnung gerichtet war!
Ans der Heimat.
Die Speckverterlung. Für die allgemeine Verteilung von Speck und Dauerware aus den Vorräten des Kommnnalver- Landes ist zu bemerken, daß die Dauerware nur gegen Fleischmarken ausgegeben werden darf und zwar für je 20 Gramm Dauerware eine Fleischmarke (ein Zehntel Abschnitt) für 100 Gramm, also 5 Feischmarken, für 80 Gramm 4 Marken und für 60 Gramm 3 Marken.
FC. Frankfurt a. M., 21. August. Der Milchpreis soll in Kürze auf 60 Pfennig pro Liter erhöht werden
Aus Starkenburg.
Darmstadt» 21. August. Zur Frage der Entschädigung der durch feindliche Flieger entstandenen Schäden wird amtlich milgeteilt, daß der heffische Staat für die im Großherzogtum festgsstellten Schäden, vorbehaltlich d«s Rückgriffs auf das Reich volle Entschädigung aus eigenen Mitteln leistet. Für die Feststellung der Schäden sind besondere Bundesvorschriften erlaffen. Der Ersatz für die durch den Krieg verursachten Beschädigungen an Leib und Loben wird durch besonderes Reichsgesetz geregelt. Für die Feststellung von Fliegerschäden nach dem Gesetz vom 3. Juli 1916 hat das Ministerium einen Bestellungsausschuß ernannt, dessen Vorsitzender Oberregierungsrat Dr. Wörner und Stellvertteter Regierungsrat Dr. Reitz.Offenbach ist. Der Antrag des Beschädigten ist beim Kreisamt Darmftadt einzureichen. Der Oberbürgenneistec hat ein« besondere Beratung?-«
stelle eingerichtet, welche die Beschädigten über ihre Anmet- düngen belehrt. — Die Beisetzung der Fliegeropser fand am Dienstag nachmittag unter sehr lebhafter Beteiligung statt. (Frau Weber war in aller Stille beigesetzt worden). Pfarre, Gunkel sprach die letzten Worte am Grabe der Frau Zahlmeister Kraft, deren Mann schwer verwundet, aber außer Gefahr sei, worauf im Namen der Stadt Darmstadt Herr Bürgermeister Müller auf den tragischen Heldentod der jungen Frau hinwies, deren Namen in der Kriegsgeschichte der Stadt unvergeßlich bleiben werde. Kurze Zeit darauf hatte sich eine große Trauer- geme'mde auf dem neuen Waldftiodhof eingefunden, wo man den im Alter von über 70 Jahren dahkngöschiedenen Postdirektor a. D. Fuldner zu Grabe legte. Rach tief erschütternden Worten des Pfarrers Vogel, worauf Beigeordneter Hanrich warme Worte im Namen der Stadt widmete, folgten noch die üblichen Nosen- grüße der Loge „Zu den drei Rosen" und der Loge „Limburg"
Aus Hesscn-Naffau.
FC. Wchrheirn, 20. August. Die Brückenmühle, De- sitzer Müller Christian Will, dahier, wurde infolge der bei der Revision durch den Revisor der Getreidestelle vorge. fundenen Mängel bezw. Übertretungen der Verordnungen bis auf Weiteres geschlossen.
FC. Wiesbaden, 19. August. Geheimer Kirchenrat D. Ed bach und Frau dahier begehen das Fest der goldenen Hochzeit. Geheilmat Eibach wirkte von 1895 bis 1915 als Seelsorger in Dotzheim.
FC. Wiesbaden, 21. Aug. In der Röderstraße wurde am 9. Februar einem Fuhrmann ein Ballen mit Leder, während er in einem Hause zu tun hatte, vom Wagen herunter gestohlen. Der Arbeiter Heinrich Wüst und der inzwischen zum Heeresdienst eingezogene Heinrich Lenz, die das Leder gestohlen, brachten es in die Wohnung von Wüst, wo es geteilt wurde und der Schwager der Schneider Friedrich Schmidt auch etwas von der Leute ab- LeLam. Wüst hatte sich heute wegen Diebstahl und Schmidt wegen Hehlerei vor der Sttafkammer zu verantworten. Wüst bekam ein Jahr Gefängnis, fein Schwager Schmidt wegen Hehlerei sechs Monate Gefängnis.
FC. Wiesbaden» 21. Aug. Heute Mittag geriet ein vier- jähriger Knabe in der Bleichstraße unter die Elekttische und» evlttt sehr schwere Verletzungen.
FC. Flörsheim, 21. August. Nachts wurden aus dem Garten des I Stein dahier am Mickerer Weg die sämtlichen Zwiebeln, etwa zwei Zentner, sowie auf dem Acker des Fritz Schiermeister 131 Stöcke Kartoffeln gestohlen. Die beiden Bestohlenen haben eine Belohnung von 100 Mark ausgesetzt demjenigen, der die Täter namhaft macht.
FC. Schierstcin. 21. August. „Es pressiert nit so", so werden viele Herren Vorstandsmitglieder hiesiger Vereine am Samstag Abend gedacht haben, da sie der an sie von führenden Herren in der EingemeindungsftiLge ergangenen Einladung zu einer Besprechung in dieser Sache nicht folgten. Es sollte aähmlich eins Besprechung und ein Meinungsaustausch über die in Aussicht stehende Eingemeindungsftage der Nachbarorte von Wiesbaden stattfinden. Es waren nur sieben Herren erschienen, um sich darüber zu unterhalttn, wie die Frage den Schiersteiner Zn- tereffen entsprechend zu lösen sei. Eine demnächst geplante Einwohnerversammlung mit in der Eingemeindungsfra-ge erfahrenen Referenden, soll, wie die Schiersteiner Zeitung berichtet, den hiesigen Bürgern aller Stände Gelegenheit geben, ihre Ansichten in dieser Sache zur Geltung zu bringen.
FC. Johannisberg, 20. Aug. Der Dreher Joseph Lohr heging in der Maschinenfabrik Johannisberg fein 50 jähriges Arbeitsjubiläum.
FC. Aus dem Taunus, 21. August. In Reckenroth hat ei« Hausbesitzer eine Tafel an seinem Hause über der Eingangstür anb ringen laffen, die folgende Inschrift ttägt: Dieses Haus erbauten wir Eheleute Jakob Schmidt und Luise geb. Schauß im Jahve 1914. Bald darauf zog unser einziges Kind Heinrich hinaus zum Kampf fürs Vaterland und starb in seinem 21. Lebensjahr den Heldentod am 3. Juli 1915 bei Szumlany in Galizien. Im heftigen Kampf, im fremden Land, traf dich die Todeswunde. Die Lieben drin im Heimatland, ttaf schwer di« btttre Kunde.
FC. Bom Westerwald, 21. Aug. Der Frau Karl Schneider in Mudenbach wurde nachts der größte Teil der Achren des auf Hausen gestellten Weizens abgeschnitten. Es wird eher et« Racheakt als ein Diebstahl vermutet.
Aus Kurhcssen.
FC. Kassel, 20. Aug. Ein hiesiger Oberpoststhaffner war dabei ertappt worden, als er ein Postpacket mit Cigarren «nb Lebensrnittel in der Packkammer eines hiesigen Postamts stibitzen wollte. Die Strafkammer verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis.
FC. Kirchhain, 21. Aug. Der älteste Einwohner der Stadt, der fett langen Jahren erblindete Schneidermeister Lauer, vollendet« gestern sein 85. Lebensjahr. — Der 61 jährige Bahn- wätter Vorn wurde auf dem Bahnkörper von einer Mafchin« erfaßt und so schwer verletzt, daß der Tod sofort eintrat.
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2 Knechtefamilien. 1 Kutscher. 7 Tagelöhner, 3Knechte 1 Ver- valter, 1 Schäierfamilie. 1 Tagelöhnerfamilie, 1 Müller, 1 Nacht- vächterfamilie, 1 Melkerin» 5 Dienstmägde, 10 Hausmädchen. L Küchenmädchen. 90 Fabrikarbei'erinnen
Fürs besetzte Gebiet: Hilfsdienstpflichtige in nicht wehrpflichtigen Alter, außer Jugendliche, Frauen und .Mädchen.
Stellenfuchender
Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Heizer» 3 mt> 'räuletns.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otta Hirschel, griedberg-. für den Anzeigenteil: R. Heyner. Fxiedberg, Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, A- G., griedberg t S.


