Kttegsgefcn^owen die Lügen glauben zu machen, die man ihne« «zählt. Mtt diesem schurkischen Vorfahren erzielten di« Italiener zwar einige Erfolge, wobei es sich meist um Mannschaften aus den Kreisen der sogenannten Intelligenz handelt, die ihren Fahneneid brechen, während die aus dem Bauernstand« rekrutierten Leute sich von den Derführungskünsten nur ausnahmsweise beeinflussen lassen. Tadellos verhalten sich insbesondere die Ukrainer. Die sogenannte rumänische Legion besteht vorläufig fast nur ans Offizieren, denn die Mannschaften wolle» von dom Uebettritt unter die italienischen Fahnen nichts wision. In die polnische Legion sind beinahe nur ehemalige polnischs Legionäre eingetreten, die in italienische Gefangenschaft geratenen Offiziere polnischer Zunge hielten dagegen an ihrem Eid» fest. Dieser Propaganda kann Oesterreich.Ungarn nicht länger untätig zuseh en, nicht weil wir befürchten mutzten, datz die Jta- Ibaiez unsere slawische Bevölkerung abtrünnig machen könnten; abgesehen von wenigen Fällen haben sich unsere Slawen tadellos geschlagen, was gegenüber den lügnerischen Anstrengungen der Northcliffe-Propaganda nicht oft genug betont werden kann. Um die Offiziere und Soldaten slawischer Nationalität zum Verrat zu voranlasien, hat man sie in förmliche Verbrecherlager zusammengepfercht, um sie dort mit allen möglichen Mitteln so lange zu bearbeiten, bis sie kirre werden, Oesterreich-Ungarn würde, falls Italien dieses Treiben nicht baldigst einstellt, gezwungen sein, zu Repressalien zu greifen, die für Italien umso empfindlicher wären, als wir bedeutend mehr italienische Kriegsgefangene besitzen als Italien solche österreichifch-ungari. scher Staatsangehörigkeit.
Die Rede des Ltaalslelitttiirg Dr. Silf
findet bei den Blättern der soz. Mehrheit ungeteilten Beifall. Aber auch die Gnseroative „Kreuzzeitung" äuhert zustimmend:
Es ist erfreulich, daß endlich einmal ein Vertreter der Regierung der Anregung gefolgt ist» den Staatsmännern Englands in der Oeffentlichkeit Antwort zu erteilen. Geschickt .zog Dr. Sols ; das Gleichnis zwischen deutscher und engliscker Auffassung der I Moral. Er lehnte eine Po.ittk ab, die die Gegensätze von heute beibohalten will, und setzte sich so in Gegensätze zu Balfours Auffassung. Wir wissen nicht, ob die noble Kampfesweise, wie sie unser Kolonialstaats-sekretär vertrat, gegen die englische Art am Platze war. Bis jetzt haben die englischen Staatsmänner alle derartigen Asutzevungen als Schwäche unserer Lage aufge- fatzt.
Abweisend stellen die „Bert. Neuesten Nachrichten" fest: Wir sollten mchr an die große Not unseres Voltes denken und darauf sinnen, die Schwachmütigen stark und fest zu machen, sie mit größerem Mut zu erfüllen und die deutschen Herzen auflebeu zu lasten, statt an einen Wortstreit mit feindlichen Staatsmännern, denen unsere eigenen doch nicht gewachsen sein können, da sie die vergiftete Waffe politischer Dum-Dum-Gefchosse verschmähen. Außerdem: Jede Propaganda ist verfehlt, die sich nur an den kühlen Verstand wendet, nicht an das Gemüt.
Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: „Die Rrde Solfs
trieft von Moral und wenn Solf vom großen Gedanken des Völkerbundes spreche, so müsse das politisch bedenklich stimmen, denn er winke anscheinend über den Ozean hinüber. Es macht den Eindruck, als ob die Regierung mit dieser Rede in erster Linie der Derzichttnehvheit gegenüber deligentiam prüft ietten
wolle." .„Alles in allem glauben wir nicht, daß der
moralische Eroberungszug des Herrn Staatssekretärs eine tatsächliche Wirkung zeitigen werde. , Die Verwirklichung einer Versöhnung der Völker ist letzten Endes eine Machtftage, eine Frage der Macht auf einer, der Ohnmacht auf der anderen Seite: Daran werden die schönsten Phrasen nichts ändern. Wenn der Staatssekretär schließlich Kant anführt: Man muß irgend ein Vertrauen auf die Deckungsart des Feindes im Krieg übrig behalten, so entspricht eine Verwendung dieses Satzes gewiß den Anfcharmngen der „Frankfurter Zeitung". Im Rahmen der Zukunft des Deutschen Reiches gesehen und auf der Grundlage aller bisherigen tatsächlichen Erfahrungen, entbehrt die Anwendung des Grundsatzes der, um mit Kant zu reden, Einheit der Apperoeptton,"
Keine Einbmitnng des Reichstags.
Berlin, 21. August. (WB. Amtlich.) Der Stellvertreter des Reichskanzlers hat heute im Beisein des Staatssekretärs v. Hintze die Führer der Reichstagsfraktionen zu einer mehrstündigen Beratung empfangen. Es wurden zunächst die deutsch- russischen Zusatzverträge zum Brester Friedensschluß und deren geschäftliche Behandlung erörtert. Die Mehrheit der Abgeord- neten vertrat dabei die Ansicht, daß auch nach Abschluß der zurzeit noch schwebenden Verhandlungen mit Rußland von einer sofortigen Einberufung des Reichstags abgesehen werden könnte.
Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes gab im An- Wuß daran nähere Auskunft über die außenpolitische Lage und über die Ergebnisse der Beratungen, die vor kurzem im Beisein von österreichisch-ungarischen Staatsmännern und nach Anhörung von Vertretern Polens im Großen Hauptquartier stattgefunden haben.
Wen der Ceilt des Kleinmuts btlchieichen will..
Den Ungeduldigen in der Heimat, denen Hindenburgs Hammerfchläge nicht rasch genug einander jagen oder die gleich Loibdrücten bekommen, wenn dem Feind einmal ein Anfangserfolg glückt, denen spricht Professor Philipp Zorn im „Tag" in's Gewissen, und er erinnert sie an eine Tatsache, auf die wir Feldgrauen stolz sein dürfen: „Wen der Geist des Kleinmuts beschleichen will, der gehe hinaus auf unsere Felder und Fluren und gedenke dabei des Zustandes, in dein die herrlichen GeZilde Nordfvankreichs sich heute befinden: zertrümmerte
Städte und Dörfer, auf Jahrzehnte hinaus zur Unbrauchbarkeit vernichtetes Land, verwüstete Wälder, die Bevölkerung im (Efeofe der troekvigften Not. das aanze Leben des Volkes weit- *
hin ein großes Trümmer- und Leichenfeldl Davor hat un» Gott durch den Heldenmut unserer herrlichen Heere tn Gnaden bewahrt."
Noch tobt der wilde Kampf im Westen, und niemand vermag zu ermessen, wann er sein Ende finden wird. Aber weit von unseren Grenzen, im tiefen Innern Frankreichs», fast vor den Toren der Stadt, die als Mittelpunkt der Welt sich zu brüsten gewohnt war, steht unser siegreiches Heer, und so schwer und wechselvoll der Endkampf auch sein mag, das eine wissen wir im festen Verttauen: Der eiserne Wall, der uns und unser deutsches Land und Volk vor der Ueberflutung und Zerstörung durch die Feinde schützt, wird nicht durchbrochen werden.
Nicht die Franzosen und Engländer mit den zahllosen Hilfs- ttuppen, die sie aus aller Welt gegen uns herdngeschleppt hatten, haben ihn zu brechen vermocht, nicht die Australier und Kanadier, die Marokkaner und Inder, die Neuseeländer und die Menschenftesser von Dahomey, nicht die Buren und Algerier — und die Söldlings des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten werden ihn auch nicht zum Wanken bringen?"
Uorahnnnften eiurs Schweirers.
Der im Jahre 1909 verstorbene Berner Vundesstaatsrechts.. lchrer Prof. E. Hilty gehörte unstreitig zu den bedeutendsten Männern des letzten Jahrzehntes Wie treffend, klar, wett- bNckend und folgerichtig Hilty die Weltereignisse beutteilte, das zeigen Ausschnitte aus dem Jahrbuch 1905, in denen sich Prof. Hilty über Deutschland. England. Amerika und Japan äußerte. Wir entnehmen dem „Berner Tageblatt", das an Hiltns Be-, merlungen erinnett, die markantesten Ausschnitte aus Hiltys Jahrbuch.
Das Deutsche Reich, so statt es äußerlich erscheint, ist doch ron Einigen Seiten her in seinem Wachstum und Gedeihen ziemlich schwer bedroht und noch keineswegs am Ende seiner „Prüfungen" angelangt Don außen her droht ihm zu allernächst Englands stets wachsamer und gefahrdrohend wachsender Handelsneid und der ungeschwächte fortbestehende Groll Frankreichs über eine nicht verschmerzte und nicht verschmerzbare Erniedrigung. Einen ganz zuverlässigen Freund und Alliierten hat und findet es dagegen nicht, sondern bleibt im we- , sentlichen auf sich selbst gestellt. (S. 339.)
Alle Wogten, welche das deutsche Land durchstürmen, werfen herkömmlich ihre letzten Ausläufer über unsere Grenzmarken hinüber, und wir können uns nur schwer davon gänzlich frei halten. Deutschland hat daher an uns (der Schweiz) stets einen ganz sicheren Alliierten in allen guten Dingen, der ihm auch alles Gute wünscht' während wir an ihm jetzt ein gefährliches Vorbild und Nachbarland für alles haben, was der Zeitgeist dott Schlechtes erzeugt. (S. 340.)
Deutschlands Zukunft führt noch durch Gefahren und mut. mählich selbst durch Unglück hindurch. Aber daß Deutschland der geistrge Mittelpunkt der Welt und das Land ist, in welchem die großen geistigen Kämpfe ausgefochten werden und mit einem Sieg ^res Guten enden, das wird nirgends bester, als bei uns, eingesehen. (S. 360 )
Jung-Anerika. das wir auch jährlich in der Schweiz zu sehen bekommen, flößt kein unbedingtes Vertrauen ein. Die glattrasierten, oder ohnehin schon bartlosen, scharfgeschnittenen Gesichter und kalten, aber unruhig herumspähenden Augen bei den jungen Männern und das sehr selbstbewußte Auftreten der Mädchen und Frauen ohne entsprechend großen weiblichen Reiz können nicht das Ideal einer Zukunftsmenfchheit sein, und auch die Bildung dieser Jugend steht, im allgemeinen gesprochen, unter der deutschen, wenn nicht der europäischen überhaupt. Aber — „we arc a great country". Dieses Bewußtsein ist auch eine Kraft, und Europa muß sich jetzt zusammennehmen, um nicht gang in den „Altenteil" hinübergoschobon zu werden. (S. 420.)
Das Land, welches mutmaßlich gegenwärtig in der Welt auf der Sonnenhöhe feines Einflusses steht, und sich daher naturgemäß zum Niedergänge wendet, ist England. Und während man noch vor einigen Jahren, wenigstens von l'beraler Seite, eine solche Bettachtung mit großen Bedauern beglettet hätte, ist den Engländern seit dem Burenkrikg auch diese Sympathie stark ebhanden gekommen. Wmn irgendwo heute das Geld- tnreresie unbedingt maßgebend ist. so ist es in diesem Zentrum des modernen Mammondienstes; dem würde nur ein neuer Crcmwell ein Ende bereiten Tonnen. (S. 441.)
In England bereitet man sich auf den kommenden Krieg mit ziemlicher Offenheit vor, nimmt es aber den Deutschen sehr übel, nenn sie es auch tun. Das ist eben die Eigenschaft des Kaufmannsgeistes. Jhin ist alles erlaubt, was Gewinn bringt. Aber andere Nationen sollen es sich nicht einfallen lassen, die gleichen Wege zu gehen, das muß mit der ganzen Staatsinacht verhindert werden. Das ist englische Polittk, wie es karthagisch-, genuesische, venetianische gewesen ist; das Ende ist aber immer der Zusammenbruch. Dermalen schon kann England bei seiner mangelhaften Wchrverfassung seinen ausgedehnten Besitz nur durch Allianzen erhalten, und alle Bemühungen seiner Politiker werden in der nächsten Zeit dahin gehen, sich solche um jeden Preis zu verschaffen. (S. 451, 452.)
England ist durch das Abkommen mit Japan fortan der Klient dieses Landes in Asien geworden und hat einer asiatischen Macht zu einem maßgebenden Einfluß auf die Weltgesckicke verhaften, Damit hat England sich von der europäischen Seite eigentlich getrennt und sicht fortan auf der Seite der Asiaten gegen uns. Die Japaner freuen sich vorläufig dieses Erfolges und werden später je nach Umständen handeln. Wenn sie einmal Indien auf englischen Hilferuf „geschützt" hätten, würden sie es schwerlich so bald zmückerstattcn und vollends in China werden sie nicht für England, sondern für sich arbeiten und damit schließlich doch eher zu Rußland neigen, von dem sie mehr Vorteile erhalten können. Jedenfalls werden sie sich diese Gegenbewogung offen zu halte» wissen, dessen kann man sicher sein. (S. 454, 45
Aufdämmernde Einsicht.
Schon lange ist von unserer Seite immer wieder darauf hingewiesen worden, daß die dem Produzenten gewähtten Preise für Milch bei weitem nicht einmal zur Deckung der Produktions, kosten ausreichten, und datz darin naturgemäß eine Produktion»- Hemmung statt einer -anrogung liege. Trotzdem in verschiede- nen größeren Städten angchellte Versuche, die Milcherzeugung durch eigene Kuhhaltung in Angriff zu nehmen, auch in diesen ftädttschen Kreisen die praktische Erfahrung gewinnen ließen, daß unsere agrarische Rechnung vollkommen zutreffend ist. wurden unsere Demokraten nicht müde, die zuständigen Ernährungs- behörden von jeder ausreichenden Milchpreiserhöhung mit dem Schreckgespenst „sterbender Großstadttinder" abzuhalten. Diese Drohung hat laivge gewirkt, obwohl es doch klar sein mußte, daß es gerade für die Kinder- und Krankenernährung vor allem auf eine möglichst statte Förderung der Milcherzeugi'ng ankam, während der Milchpreis hier gar keine bedrohliche Rolle spielen kann.
Nun hat der imnnr größer werdende Milchmangel die Behörden doch endlich zu einer kleinen Preiserhöhung genötigt, und die dieser Maßnahme' beigegebene Begründung hat selbst in einem fortschrittlichen Großstadtblatt die Einsicht aufdämmern lassen, daß der Milchpreis unzureichend gewesen sei. und daß die Milchwirtschaft sehr unter dem Mißverhältnis zwischen Ei zeugungskosten und festgesetztem Höchstpreis zu leiden hatte.
Unter Hinweis auf die im Schleichhandel gezahlten Preise, von 2—3 Mk. pro Liter Milch und bis 25 Mk. für das Pfund Butter fühtt die „Voss. Ztg." (Nr. 409) u. a. folgendes aus:
„Die Sinnlosigkeit eines „Systems", das dem gesetzlich handelnden Erzeuger für diese etwa ein Zwölftel, für jene ein Fünftel bis ein Sechstel dieser Hintenherumpreise bietet, liegt klar zutage. Es gibt für den Bauern — und auf der Kleinlandwittschaft beruht im wesentlichen unsere Versorgung mit Milcherzeugnissen — unter diesen Verhältnissen überbaupt keine schlechtere und verlustreichere Verwertung dieser Ware, als die. sie ehrlich und brav abzuliefern. Wenn er die Milch selber trinkt, wenn er sie seinem Jungvieh gibt, das er zum Teil ftei verwetten darf, verfuttert, wenn er sie zur Ernäh. rung feines Gesindes verwendet — immer wird er ganz ungemein wirtschaftlicher arbeiten. Verkauft er sie im Schleichhandel. so wird er reich."
Diesem von seinen Parteikolleginnen freilich oft schon durch objektiveres Urteil ausgezeichneten Fortschttttsblatt erscheint die Vorgenommene Preiserhöhung sogar ebenfalls noch zu gering, denn es schreibt weiterhin:
„Es ist zu befürchten, ja es ist fast sicher, daß die gering« fügige Erhöhung des Milchpreises die Mißstande nicht nen- nenswett beeinflussen wird. Die Schleichhandelspreise sinh unsittlich und verdammenswert, aber sie sirü» zweifellos ein untrüglicher Wertmesser des Bedarfs, nach dessen Deckung die Bevölkerung schreit. Daß gesetzliche Preise jemals auch nur annähernd dis ungesetzlichen erreichen können, ist ausgeschlossen, ist auch unnötig, denn in jenen steckt der Wucher, der übermäßige Gewinn, die Waren Zurückhaltung. die Preistreibe« rei und die Gefängnisgefahr, aber ebenso sicher ist, daß ungenügende Höchstpreise für die Erzeugung den Wucher sowohl wie die Knappheit geradezu züchten."
Diese Ausführungen des Fortschrittsblartes können seinen Parteigenossen, die zusammen mit der übrigen Demokratte noch unentwegt auf dem Standpunkt stehen, daß das Verbraucher« Interesse am besten durch gewaltsame Niederhaltung der Erzeugerpreise für Nahrungsmittel gedient werden könne, nur zur Beachtung empfohlen werden. Sehr bitter werden sie es aber wohl empfinden, daß ihnen von fo nahestehender Seite auch noch folgendes vorgchalten wird:
„Unterernährtes Dreh abzuschlachten, nur um die Fleischrate zu halten, ist volkswirtschaftlich ohne Vernunft. Noch unvernünftiger aber ist es, um des gleichen Zweckes willen, die Milchkühe zu vermindern, die ein viel höherwertiges Nahrungsmittel liefern, als es das Fleisch ist. Wir tun das scho» seit längerer Zeit."
Alle diese Vorwürfe — auch des verderblichen Schweine- mordes wird gedacht — sollen sich wohl gegen die Ernährungspolitik unserer behördlichen Zwangswirtschaft richten, sie treffen aber tatsächlich viel mchr unsere demokratischen Politiker, dis die eigentlichen Tttebkräfte für diese in der „Voss. Ztg".- V> streng verurteilten Maßregeln waren.
Dieses zu besserer Einsicht gelangte L'mkenblcvtt weiß zum Schluß auch ein erwägenswertes Mittel aarzugeben, um die zur Erhöhung der Nahrurrgsmitttlpwdultion erforderliche Festsetzung besserer Erzeugerhöchstpreise auch für die wittlich unbemittelten Verbraucher erträglich zu machen. Der Schlußsatz des Artikels lautet nämlich:
„Die auf der schwächeren Seite fehlenden Mittel rväreie von der stärkeren, also von dorr Vennttelten, auf dein Wege einer nach Einkommen und De-'nögon abgestuften Ernährung sirmla ge aufzubringen."
Dieser Vorschlag dürfte selbst für die davon bettoffene« ..Bemittelten" kein allzu schwer empfundener sein, denn sie zah- len heute eine sehr hohe Umlage in die Taschen der Schleichhändler und würden an bi-öfc nach besserer Anpassung der Höchstpreise an die Erzeugungskosten künftig sehr viel weniger zu zahlen haben.
' —-—.
Milchpreisevhohitng.
Die Neichsfettstelle in Berlin mit dom Major Seidler cm der Spitze, der den Landwirten ein leuchtendes Beispiel des Durchhaltens gegeben hatte, ist jetzt endlich Zur Einsicht gekommen, daß der Milchpreis erhöht werden muß, soll die Erzeugung nicht rrotleiden. Bereits hat men in unserer Nachbarschaft mtt der Erhöhung begonnen, so ist im Kreis Hanau der Erzeugerpreis auf 40 Pfg. für den Lttor Milch festgesetzt, also um 2 Pfg. erhöht worden. Unsere Landes-Milch- und Fettstell« im Grotzh. Hessen steht noch im Stadium der Erwägunge» Witz


