Das Umsatzsteuer-Gesetz.
Mit dem 1. August l I. ist das neue llmfatzsteuergefeß i« Kraft getreten. Dasselbe tritt an Stelle der seitherigen Be* stimm» ngen über den Warenumsatzstempel und ist es für alle Geschäftsleute von besonderer Wichtigkeit, sich mit dem Bestim. mungen dieses Gesetzes vertraut zu machen. Der Umsatzsteuer liegen alle im Inland gegen Entgelt angeführten Lieferungen und Leistungen solcher Personen, die eine gewerbliche Tätigkeit mit Einschluß der Urerzeugung und des Handels aus- üben. Es fallen also wie seither Landwirtschast und Handel daneben aber auch, und das ist neu und wichtig, alle Leistungen der Handwerker ufw.. die ohne Warenlieferung erfolgen, unter die Steuer. Neu ist auch, daß Entnahme aus dem eigenen Betrieb zum Gebrauch oder Verbrauch steuerpflichtig und mit dem Preis, den Wiederoerkäufer zahlen, einzusetzen sind (mit Einschränkung des § 3 für Klehllbetrisbe.) Lieferungen, die auf Eramtd einer Versteigerung erfolgen, sind auch dann steuerpflichtig, wenn der Auftraggeber eine selbständige gewerbliche Tätigkeit nicht ausübt. Diese Bestimmung gilt nicht bei Versteigerungen im Wege der Zwangsvollstreckung, Versteigerungen unter Miterbcn -um Zwecke der Teilung des Nachlasies, Ver. steigerungen von Grundstücken. Der Versteigerer hat innerhalb 2 Wochen dem Finanzamt eine Steuererklärung abzugeben. Im übrigen wird die Steuer in der Regel nach dem Gesamtbetrag der Entgelte berechnst, die das Unternehmen im Laufe eines Kalenderjahres fiir steuerpflichtige Leistungen erhalten hat und sind die Steuererklärilngen innerhalb eines Monats nach Ablauf des Steuerabschnitts also in der Regel des Kalenderjahres abzugeben.
Besondere Bestimmungen und eine erhöhte Steuer kommen für den Handel mit Luxusgegoirftänden in Betracht. Während -ach § 15 des Gesetzes, und das ist ebenfalls neu und wichtig, alle Steuerpflichtigen verpflichtet sind zur Feststellung der Steuer Aufzeichnungen zu machen, bestehen für die Händler mit den erwähnten Luxusgegenständen noch weitergehende Buchfüh- rungsvoifchriften. dieselben haben rnsbeserchere ein Lagerbuch und ein Steuerbuch zu sichren und zwar vom 1. August ab, sowie ferner bis 15. August chren Lagerbestand aufzunehmen. Die Führung der Bücher wird durch Revision des Finanzamts schon in allernächster Zeit nachgeprüft und besteh m strenge Strafvorschriften für die Uebertretungen der Gesetze.
Zunächst haben also alle den Bestimmungen des alten Gesetzes unterliegenden Personen, also insbesondere alle Landwirte, Kaufleuts ufw. nach dem seitherigen Warenumsatzftempel- gesetz gemäß bereits erfolgter Bekanntmachung ihren Umsatz fiir die Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli, den Tag der Geltung des neuen Gesetzes, alsbald abzugeben. Weiter haben sie und die außerdem neu unter das Umsatzsteuergefetz fallenden Personen, insbesondere also die Handwerker, vom 1. August soweit dies noch nicht geschehen. Aufzeichnungen zu machen. Die Händler mit Luxusgeg erständen haben die erwähnten Bücher zu führen und ihre Lagerbestände auszunehmen. Soweit sie unter die Verordnung wegen Sicherung einer Umsatzsteuer auf Luxus- gogenstände fallen, also verpflichtet waren, vom 5. Mai ab eine Rücklage auf die verkauften Luxusgegenstände zu machen (d. h. also im wesentlichen die Händler mit Edelmetallgegenständen, Kunstwerken und Antiquitäten haben sie alsbald Steuererklärungen über die rucklagepflichtigen Verkäufe für die Zeit vom 5. Mai bis 31. Juli anzugeben. Für diese Zeit entfällt die Verpflichtung zur Entrichtung des Warenumsatzstempels. Für die vorhergehende Zeit vom 1. Januar bis 5. Mai sind aber für di« rücklogopflichtigen Gegenstäitde noch Erklärungen nach dem Warenumsatzstempelgesetz abzugeben, sodaß falls in ihren Geschäften neben rücklagepflichtigen Gegenständen noch andere geführt werden. jetzt 3 Umsatzsieuererklärungen abzugeben sind, nämlich für die rucklagepflichtigen Gegenstände fiir die Zeit vom 5. Mai bis 31. Juli, nach dem neuen Gesetz und nach dem alten Gesetz für die Zeit vom 1. Januar bis 5. Mai, für die Verkäufe von nicht rucklagepflichtigen Gegenständen für die .Zeit vom 1, Januar bis 31. Juli.
Vom Felde
der Ehre.
Redhejm v. d. H. Der Schütze Richard Enders, bei Emern Infanterie-Regiment im Westen, Sohn des Philipp En- ders, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe.
Aus der Heimat.
Fricdbcrg. Nachdem seit dem 1. April d. Zs. der Postscheckverkehr wesentlich verbessert und namentlich im Heber- weisunugsverfahren völlige Porto- und Gebührenfreiheit 'eingetreten ist, liegt es im Interesse aller Geschäftsleute, Gewerbetreibenden, Aerzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Gutsbesitzer, Vereine, Genossenschaften, Krankenkassen usw., ein Postscheckkonto zu besitzen. In den nächsten Tagen wird durch die Postanstalten an dis hiernach in Frage kommenden Kreise, soweit sie dem Poftscheckverkehr noch fernstehen, ein Werbeblatt „Nimm Dir ein Postscheckkonto" mit beiliegendein Antrag auf Eröffnung eines Postscheckkontos verteilt werden. Nähere Auskunft wird von den Postanstalten bereitwilligst erteilt. In Friedberg befinden sich jetzt 128 Post- Hheckkunden. .
Genossenschaftliches. Im Laufe dieses Mollais wurden in Elrnsha.in und Kirtorf im Kreise Alsfeld, im Kreise Gießen in Ober-Bessingen und im Kreise Friedberg in den Ortschaften Ockstadt und Rockenberg Bezugs- und Absatz-Genostenschaften errichtet, welche sämtlich Anschluß an die Landw. Zentralgenos. sonschaft Darmstadt genommen haben. Wie wir vernehmen, ist bei der Landw. Bezugs- und Abfntz-Genoffenfchaft Friedberg nach 1p-jährigem Bestehen die Mitgkiederzahl auf 200 gestiegen.
Dreschkommandos betreffend. Das Kriegswirtschasts- oant Frankfurt a. M. hat am 7. d. Mts. folgendes Rundschreiben erlassen: „In den letzten Tagen wurden mehrere Lalle bekannt, wo Dreschmafchinenbesitzec Mannschaften von
Druschkolonnen nt ÄrSglebigek Werst, sdm einem Falle auf 12 Tage, eigenmächftg beurlaubt haben. Wiederholt wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Urlaubsbefugnis nur den Truppenteilen zusteht und daß die Arbeitgeber der Kommandierten zur Urlaubserteilung, sei es auch nur auf einen Tag keinesfalls berechtigt sind. Es wird dringlichst ersucht, allen beteiligten Stellen nochmals nachdrücklichst die Beurlaubung von Kommandierten zu untersagen. Zuwiderhandlungen haben die Entziehung der Kommandos zur Folge."
Die Walnuhernte ist freigegeben. Das Grotztz. hessische Ministerium des Innern hat verfügt, daß das Verbot des Ab- erntens unreifer Malnüffe vom 1. September d. I. ab aufgehoben ist, und daß mit Rücksicht auf den schlechten Ausfall der Ernte in diesem Jahre von einer öflentlichen Bewirtschaftung der Walnußernte durch das Großh. Ministerium abgesehen sei.
Frankfurt a. M. Der Polizübericht meldet: „Bon der
Kriminalpolizei wurde im Büro der Remington-Schreibmaschi- ncn-Gefellschaft, Goethestvaße 25, eine Schiebergesellschast aus- gehcben, die sich mit Saccharin- und Lebensmittelfchmuggel befaßte. Der Bürokeiter Wilhelm Zopf und einige Komplizen wurden festgenommen. Jntereffant ist, daß die Schieber sich gegenseitig begaunerten. Einer Berliner Schieberin hat Zopf und Eenoffen für etwa 20 000 Mark Saccharin unter geheimnisvollen Tricks abgeknüpft. — Im D teilst bestohlen wurde eine Straßenbahnschafsnerin der Linie 10 von Vornheim. Auf der letzten Fahrt in später Abendstunde war ihr Wagen wie üblich stark überfüllt, so daß sie sich kaum hindurchzwängen konnte. Diese Gelegenheit hat ein Gauner benutzt und der Schofinerin aus der offenstehenden Geldtasche dos Notizbuch mit den darin befindlichen Papiergeld gestohlen. Für den Verlust über 50 M. muß die arme F?au aufkommen.
Frankfurt a. M. .Die Magergänse, die bei der städtischen Lobensmittelstelle vor einigen Wochen bestellt worden sind, werden nicht geliefert werden können. Die zur Regelung der Einfuhr von Gänsen aus den besetzten Gebieten des Ostens gegründete Gänsehandelsgesellschaft, von der die Tiere bezogen werden sollten, erhielt schon im vorigen Jahre statt der von ihr bestellten 800 000 Stück nur etwa 375 000. In diesem Jahre ist es ihr nicht gelungen, bis jetzt mehr als ungefähr 42 000 Stück einzuführen. Der weitere Auftrieb stockt vollständig.
Frankfurt a. M., 16. August. Die 3jährige Tochter des Kaufmanns Vüdinger in der Mörfeldevlandsttaße wurde von einem Waldbahnzuge erfaßt und getötet. — Das Schöffengericht verurteilte den Bäckermeister Schnabel, dem in der Zeit vom Mai 1917 bis Februar 1918 3600 Vrotscheine gefehlt, zu einer Geldstrafe von 300 Mark. Ein Sachverständiger deponierte, daß Schnabel Brot ohne Brotscheine sicher abgegeben hätte.
Hanau. Durch starke chemische Verunreinigung der Kinzig kamen in den letzten Togen an der Wilhelmsbrücke unzählige tote Fische angeschwcmwen. Sie wurden von Kindern und Erwachsenen auf gefischt. Auch die noch lebenden Fische ließen sich sehr leicht einfangen. Dem Schauspiel wohnte eine große Menschenmenge bei Die Ursache dieser Vergiftung der Fische wird wohl durch die Behörde aufgeklärt werden.
Aus Starkenburg.
Groß-Gerau. Das hiesige Kretsamt steht sich veranlaßt, die unterstellten Bürgermeistereien vor dem Ankauf von Kartoffeln durch militärische Stellen zu warnen. Wie das Kreisamt in einer Verfügung ausführt, baten in neuester Zeit militärische Stellen in verschiedenen Gemeinden versucht, Kartoffeln bei den Landwirten aufzukaufen. Ta aber nur die von der Geschäftsstelle der Kommunalverbandsvereinigung für Kartof- felbezug beauftragten Aufkäufer zum Kartoffesaufkauf berechtigt sind und jeder anderweitige Kartoffelauflauf strafbar ist, so fordert das Kreisamt die Bürgermeistereien zu besonderer Wach, samkeit und unverzüglicher Anzeige aller nichtberechtigten Kar- tcflelaufkäufer auf
Vensheim. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde tu a. bekanntgegeben, daß die Straßenbeleuchtung bis 15. Sept. in Wegfall kommt. An die Einwohner sollen 200 Ztr. Faselhofdünger zum Preise von 1.50 Mark für den Zentner zum Verkauf kommen. Für jede abgelieferte Menge soll zur Bekämpfung der Feldmäuse-Plage 1 Pfg. vergütet werden. Innerhalb drei Tagen wurden bereits 3000 Stück abgeliefert. Der Voranschlag für 1918 wurde genehmigt. Er schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1 784 222 53 Mark unter Beibehaltung des Steuersatzes ab.
Lindenfels i. Odenw. Unsere Kursaison ist nun auf ihrem Höhepunkt angelangt. Die Zahl der Gäste ist auf nahezu 600 angewachsen. Alle Hotels und Gasthäuser sind belegt, viele von den Gästen sind noch aus quartiert. Die Kurpreife stellen,sich je nach Lage der Zimmer und Verpflegung auf 6.50 bts 18 Mark für den Tag. Auch in den meisten umliegenden Dörfer sitzen die Sonlmerftischler haufenweise.
Zwingenberg. Bei dem Fliegerangriff auf Frankfurt n. M. wurde der 60 Jahre alte, verwitwete Ludwig Simon von hier getötet. S war an dem Tage nach Frankfurt gefahren, um mit seiner Verlobten den Ehevertrag zu regeln
AuS Rhemhesten.
Mainz. Eine vielsagende Mitteilung ergeht gegenwärtig an die Bevölkern irg der hiesigen Stadt. Hiernach ist es bis jetzt der städtischen Verwaltung nicht möglich, die iu dieser» Jahre in ihrem eigenen (eingeineindeten) Stadtteile Mombach eittsal- lende Stangenbohnenevnte zu erfaffen. Der Bevölkerung wird daher empfohlen, sich unmittelbar bei den Erzeugern einzudecken. Daß die Bekanntmachung gleichzetttg den Hinweis auf die fest, gesetzten Höchstpreise bringt, begegnet allgemeinem Kopffchütteln, denn man weiß, daß kein Mensch zu dem Höchstpreis auch nur 1 Pftlnd Dohnen erhält.
FC. Mainz, 16. Äug. Irr ein Zigarrengeschäft der großen Bleiche wurde eingebrochen und Zigarren im Werte von 2000 Mark gestohlen. — Der 70 jährige Invalide Job. Vogler in Kostheim wurde bei Rückkehr von der Feldarbeit vom Herzschlag getroffen und war sofort tot. Die Leiche
des 12 jährigen Bopp aus Kastel der von der Brücke in Rhein gestürzt war, wurde bei Amöneburg gelandet.
Maiuz-Kastel. Beim Spielen stürzte hier der 12jährige Schüler Bopp in den Rhein und ertrank. Der Fall ist umso ttagischer, als vor Jahresfrist ein anderer Sohn der Familie seinen Tod durch Verschüttung in einer Kiesgrube fand.
Aus Hesscu-Nassau.
Griesheim a. M., 15. Aug. (Schwerer Unfall in der chemischen Fabrik Elektron.) Die polnische Arbeiterin Rappolski, die in der Abteilung „Aktive-Kohlen" beschäftigt war, ist in eine Mis'chpfanne gefallen und hat sich fürchterliche Brandwunden am ganzen Körper zugezogen. Die Bedauernswerte wurde nach dem Städt. Krankenhaus in Höchst a. M. gbracht. wo sie kurz nach der Einlieferung an den Folgen des Unfalles starb.
FC. Wiesbaden, 16. August. (Erittecmssichten für Obst ruld Gemüse im Regierungsbezirk Wiesbaden.) Die Ernteaussichten im Bezirk geben zurzeit für Kern- und Steinobst einen ziemlich genauen Ueberblick Bei Aepfeln kann man im Durchsch tt mit einer schwachen Mittelernte rechnen. Der Behang der einzelnen Bäume und in den einzelnen Gemarkungen ist sehr wechselnd. Allgemein wird die Erirte ausreichen, in den einzelnen Kreisen den eigenen Bedarf zu decken. Bei Birnen sind die Aussichten nach wie vor gering. Es find nur einzelne Sorten, die einen nennenswerten Behang aufweisen, wie Witnams Ehristbirne. Die Ernte der Birnen wird wohl zum größten Teil fiir den eigenen Bedarf verbraucht werden. Bei Mirabellen, Pflaumen und Zwetschen fällt die Ernte durchschnittlich mittel aus. Die Frühzwetfchen dagegen weisen allgemein eine recht gute Ernte auf. — Bei dem Spätgenrüse dürfte der Regen der letzten Zeit auf die Entwicklung recht günstig einwirkrn, sodaß sich trotz der ungeheueren, schon fett diesem Frühjahr herrschenden Plage durch Erdflöhe, Moll- und Blattläuse die Ernteaussichten wesentlich bessern werden. Die Vohnenernte bleibt in diesem Jahre im Regierungsbezirk hinter einer Normalernte wesentlich zurück.
Cronberg. Die Stadtverwaltung kaufte in der letzten Woche eine große Partie ausgezeichneter grüner Dohnen ein und gab diese am Samstag und Sonntag für 80 Pfg. pro Pfund an die Bevölkerung ab. Die Nachfrage nack den Bohnen mar aber so gring, daß etwa 45 Zentner übrig blieben. Um diese Bohne» nicht verderben zu lasten, muß die Stadt sie jetzt selbst eiiffalzen. Schon im vorigen Jahr hatte die Stadt ein ähnliches Pech mit Weißkraut, das auch nicht von der Bürgerschaft gekauft wurde und deswegen teilweise verfaulte und teilweise von auswärtige« Gemeinden mit Dank angenommen wurde.
Hofheim i. T. In der Reumannschen Gerberei brach Dienstag früh ein Brand aus, der ein mtt Lohrinde dichtgefiillte» Gebäuoe völlig zerstörte. Zur Hilfeleistung wurde eine Autospritze aus Mainz alarmiert, der es gelang, die Weiterrerbrei. tung des Feuers auf die Fabrikanlagen zu verhindern. Der Bettieb erleidet keine Unterbrechung.
Sulzbach a. T., 15. Aug. (Gemästet für andere.) Aus einem hiesigen Bauerngehöft wurde nächtlicherweise ein drei Zentner schweres Schwein gestohlen, im nahen Felde abge- schlachtet und dann in der Richtung nach Zeilsheim fortge- fahren.
FC. Eröenheim, 16. August. Heute früh boach in eine« Holzschuppen des Lakwwirts Koch in der Gartenstraße Feuer aus. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer auf seinen Herd )» beschränken.
IC. Biebrich, 16. August. Ein Kaufmann aus Wiesbaden» der einen Sack mit Aepfeln auf dem Rücken hatte, wurde hier angehalten. Er gab schließlich nach langem hin und her zu. daß er die Aepsel gestohlen und seinen Namen falsch angegeben hab^ Die Aepferl wurden beschlagnahmt und der Kanrfmanu nach Feststellung feiner richtigen Personalien entlasten.
FC. Langenseifen, 16. Aug. Der Schlachtflieger Vize» feldwebel Herder, Lehrer dahier, wurde durch das Eiserne Kreuz erster Klasse, das Fliegerabzeichen und die Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.
FC. Limburg, 16. Aug. Bei dem Kommunalverband stand ein Metzger in Offheim schon lange im Verdacht der Geheimschlachtung. Als er vorgestern im Begriffe war einen Korb nrit Schövarzgeschlachteteni sortzuschaffen, wurde er von einen: Polizisten angehalten, dem er sich widersetzte. Er wurde den: hiesigen Amtgericht zugeführt. Die Erhebungen ergaben, daß der Metzger in den letzten drei Kriegsjahren einen schwunghaften Fleischfchleichhandel getrieben hatte.
Staffel (Kreis Limburg). Der 48jährige Landwirt Opel wurde im Walde an der Staffel-Elzer Grenze erschosten aufge. fundon. Er hatte sich am Sonntag mit einem Freunde auf die Jagd begeben und sich im Walde von demselben getrennt. Al» Opel am Montag nicht nach Hause kam, begab man sich auf die Suche und fand ihn als Leiche vor. Der Schuß ist aus nächster Nähe auf den Toten abgegeben worden, vermutlich von Wilderern.
FC. Staffel, 15. Aug. Die Leichenöffnung des im hiesigen Walde erschossen aufgefundenen Jägers Opel von hier hat niit Sicherheit ergeben, daß an Opel ein Verbrechet begangen worden ist und Selbstmord demnach ausgeschlossen ist. Vom Täter fehlt bis jetzt noch jede Spur.
FC. Vom Westerwald, 16. Aug. Zum Vorsitzenden des 2. landwirtschaftlichen Bezirksverein Dillkreis wurde an Stelle des seitherigen Vorsitzenden Landrat von Sitz^ütz- Dillenburg, der Land rat von Sybol-Dillenburg geivählt.
FC. Hachenburg, 16. Aug. Der Fuhrmann Jung von hier wurde unter dem Verdacht ein von seinem Verhältnis, der M. Venner geborenes Kind getötet und beiseite geschafft zu haben, verhaftet. Die Kindesleiche NMrde von RechnungS». rat Minch und Gericlstdiener Mohr in: hiesigen Walde auf- gefunden.
> -L. . ■ -J- 1 '!- 1 —-- --- M- .. ' 1 '■ !
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ot tch H i rsche l, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen TagLözeitung^ A- G.. Friedbera i L.


