Höchstpreise überhaupt, die Erzeugung emschränken und die ®in* Schränkung wirkt automatisch preisverteuernv.
Die Löhne -er Wßungsarbeiler.
£cz Deutsche Metall arbeiterverband veröffentlicht eine Stai* ^lsttk über Me Löhne in der Rüstungsindustrie, an vor 509 945 Arbeiter und 259 061 Arbeiterinnen beteiligt waren. Die Statistik kommt schließlich zu folgenden Ergebnissen: „Die Wochenverdienste für die 509 945 an der Statistik beteiligten Rüstungsarbeiter bewegen stch in folgender Höhe. Es verdienen die Woche 1 18 Mark, 112 18 bis 25 Mark, 2668 25 bis 30 Mark. 21671 30 bis 35 Mark, 23733 35 bis 40 Mark, 57 864 40 bis 45 M., 52 428 45 bis 56 Mk., 110 474 50 bis 60 Mk.. 113 609 60 bis 70 Mk., 113 956 75 bis 100 Mk., 10 428 100 bis 125 Mark und 3003 über 125 Mark.
Es ergeben sich demnach für sämtliche an dieser Erhebung beteiligten Männer folgende Wochenoerdienste: 156 477 - 31 r l v. H., verdienen unter 50 Mark, 224 083 - 43,9 v. H. verdienen ! 50 bis 75 Mark. 113 956 - 22,4 v. H. verdienen 75 bis 100 Mark und 13 429 - 2,6 v. H. erreichen Verdienste von über 100 Mark.
Die Wochenverdienste der 259 061 beteiligten Arbeiterinnen betragen' 3761 12 bis 15 Mk.. 13 031 15 bis 18 Mk., 6995 18 bis 20 Mark, 13513 20 bis 22.50 Mark, 17 463 22.50 bis 25 Mark. 48 729 25 bis 30 Mark. 28 851 30 bis 35 Mark, 51164 35 bis 40 Mark, 53 882 40 bis 45 Mark, 15 628 45 bis 50 Mark, 5517 50 bis 60 Mark und 524 über 60 Mark.
Demnach verdienen:
Dis 20 Mark die Woche 23 790 Arbeiterinnen - 9,2 v. H.
bis 30 Mark die Woche 79 705 Arbeiterinnen - 30,8 v. H.
bis 40 Mark die Woche 80 015 Arbeiterinnen - 30,9 v. H.
bis 50 Mark die Woche 69 510 Arbeiterinnen - 26,8 v. H.
Ueber 50 Mark die Woche 6041 Arbeiterinnen - 2,3 v. H.
Rur in Berlin und Rheinland-Westfalen wurde eine größere Zahl Arbeiterinnen festgestellt, die über 50 Mark die Woche verdienen. In allen übrigen Lande, teilen bleiben die Verdienste der Arbeiterinnen unter 50 33i~.rf die Woche.
Der Bericht meldet zum Schluß, daß die Löhne „für Hunderttausende von Rüstungsarbeitern durchaus unzureichend feien und verlangt statt Abbau Erhöhung der Löhne. Er fügt hinzu, daß „diese Verdienste durchweg festgestellt worden seien für Betete mit gutor.gcmifiert-r Arbeiterschaft und mit Hilfe der Organisation erreichten wesentlichen Lohnerhöhungen. In Betrieben, in denen wegen schlechter Organisation der Arbeiter Lohnbewegungen nicht hätten durchgeführt werden können, lägen die Verhälttnffe natürlich noch ungünstiger."
Auch aus dieser Statistik ergibt sich, daß mehr wie zwei Drittel der männlichen-Rüstungsarbeiter mehr als 50 Mack die Woche verdienen und daß etwa ein Viertel ein Wochenein- kcmmen von 75- 100 Mark hat, also ein Monatseinkommen von 350—450 Mark hat. Außerdem muß man bedenken, daß in sehr vielen Fällen mehrere Familienmitglieder in der Rüstungs- inMiftrie arbeiten, gewisse Arbeiterfamilien also sehr hohe monatliche Einkünfte haben. Außerdem ist die Statistik offenbar ganz unvollständig, vor allem scheinen die anßevordentlichen hohen Akkordlöhne garnicht berücksichtigt zu sein, da immer nur von Stundenlohncn die Rode ist. Es kann auch gar nicht bestritten werden, daß die Löhne der Rüstungsarderter weit höher sind, als die Einkünfte vieler Schichten des selbständigen Mittelstandes und der mittleren und unteren Beamten.
Jlu joMWeu Mrt-chaftgjmnpf.
Wie die Ueberlastung der Gerichte entsteh?. Etwas mehr Mäßiigumg bei der Festsetzung der Höhe der Straf, befehle empfahl mit Recht der VerteiiMger in einer Verhand- .lung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte, vor welchem eine 65jährige Frau wegen Uebertretung der ReichsgetreS>eordnung und der einschlägigen Magistratsvervrdnung über den Verkehr mit Futtermitteln angeklagt war. — Die Angeklagte ist die Ehefrau eines bald 70jährigen schwerkranken Molkcreibesitzers und hat die gesamte Arbeitslast, welche eine Molkerei mit dem Frühaufstehen ufw. mit sich bringt, auf ihren Schultern, da ihre drei Söhne im Felde stehen. Ihr „Verbrechen" bestand nun darin, daß sie es vergaß, die Zuweisung von Futterhafer bei dem Magistrat anzumelden, als sie von dem heute besonders schweren Unglück heim gesucht wurde, daß ihr einziges Pferd erkrankte und schleunigst einem Pferdeschlächter zur Notschlachtung übergeben werden müßte. Da sie für ihr Geschäft unbedingt ein Pferd brauchte, unterließ sie die Anmeldung auch fernerhin tn der Hoffnung, bald wieder ein Pferd erwerben zu können. Inzwischen hatte die Behörde von dieser Unterlassungssünde Kenntnis erhallen, und die Folge war, daß die alte Frau eines Tages einen Strafbefehl über die Summe von 4000 Mark eo.
1 Jahr Gefängnis zugestellt erhielt. Gegen diesen außerordentlich hohen Strafbefehl erhob Rechtsanumlt Gurzeit Widerspruch und wies vor Gericht auf einen kurz vorher verhandelten Fall nls Gegenstück hin. in welchem zwei Angeklagte, welche sechs ^rotkarten gebruft halten, nicht wie sonst wegen Hehlerei, sondern nur wegen Uebertretung zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt vorder seien, die Anfiihrung dieses Gegensatzes ge,rüge. Notwendig im allgemeinen Interesse aber der Hinweis, daß die bieterörterte Überlastung der Gerichte zum großen Teil darauf zurückzuführen sei, daß wegen ganz geringfügiger Uebertre. tungen Strafbefehle erlassen würden, die gleich in die Dausende vehen. — Das Gericht ermäßigte auch die Strafe von 4000 Mk wif 160 Mk. Geldstrafe..
Sammeln von Sncheckern.
Zur Förderung der Sammlung von Bucheckern hat der Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes durch eine im Reichgefetzblatt Rr. 104 veröffentlichten Verordnung die Bundesregierungen verpflichtet. Vorschriften über das Sammeln von Bucheckern zu treffen. Insbesondere werden Sammelstellen \ «richtet werden, bei denen die Bucheckern gegen eine Entschä- [!
abgegeben werden können. Um einen möglichsten Anreiz i «um Sammeln und Abliefern von Bucheckern zu schaffen, wer- *
den die Sammelstellen einen Preis bezahlen, der zwischen 1.70 Mt. und 1.80 Mk. für das Kilogramm liegen dürfte; das Nähere wird seitens der Landes-Zentralbehörden bekanntgogeben werden. Als weiterer Anreiz für die Ablieferung gesammelter Bucheckern ist die den Ablieferern zu erteilende Erlaubnis vorgesehen. aus den von ihnen gesammelten Bucheckern bis zur Höhe der von ihnen abgelieferten Menge selbst Oel Herstellen zu lassen, zu welchem Zwecke ihnen ein Schlagschein ausgehan- digt werden wird. Soweit die Ablieferer fertiges Oel beziehen wollen, sind sie berechtigt, statt des Cchlagscheins Speiseöl in einer bestimmten Menge zu verlangen.
Um eine mißbräuchliche Ausnutzung der Bucheckernernte zu verhindern und eine gewisse Gewähr zu schaffen, daß es nicht zu einem Schleichhandel mit Bucheckernöl kommt, ist das Schlagen von Oel nur in den vom Krlegsausscb".ß für pflanzliche und tierische Oele und Fette zugelassenen Oelmüblen gestattet. Ferner ist jede anderweitige Verarbeitung vom Bucheckern, soweit sie gewerbsmäßig erfolgt, verboten.
Ans der Heimat.
Kolcnial,Kriogcrfpeude. Man schreibt uns: Unsere Kolonien sind in Feindeshand. Neu-Deutschland, das der Heimat köstliche Rohstoffe gab, ward darum eine Beute englischer Krämergier. Bitter fühlbar hat uns dieseir Krieg vor Augen geführt, daß unsere gesamte Volkswirtschaft auf Gedeih und Verderb von den Rohstoffen abhängig ist. Gewiß Hai deutscher Er- srndOigeist es fast überall vermocht, an Stelle der Rohprodukte Kunsterzeuginsfe zu setzen. Aber die Haltbarkeit z. B. der Pa- pieranzüge und Kleider ist vorläufig noch ein Problem. Wir wollen es dem obersten Kolonialbeamten des Reiches danken, daß er als Leitsatz künftiger Kolonialpolitik die Rückgabe des früheren Kolonialbesitzes vertritt. In diesem Zusammenhang ist es zu begrüßen, ruemt die amtlich verwaltete Kolonialkrieger- Spende, deren Reinertrag den schwer geschädigten Deutschen in den Kolonien zufließt, in der nächsten Woche mit einer Sammlung an 2 Opfertagen hervortritt, deren Ergebnis die noch un. vernarbten Wunden heilen soll, die der Krieg allen Kolonial- deutschen geschlagen hat. Wir wenden uns an unsere Mitbürger mit der Bitte: Wenn Euch am 17. und 18. August die
Sammelbüchsen entgegengestrcckt worden. Euer Scherflein aus dem Altar des Vaterlandes zu opfern, dann spendet reichlich. Die Braven und auch so Unglücklichen da drüben — um Deutsch- larcks Ruhm und Ehre — sie Habens hundertfach verdient. Da- num die Parole für den Opfertag der Kolonialkrieger-Sponde: „Ein treudeutsches Herz und eine offene Hand für unsere tapferen KoloniaLdeutsche-n."
Bad-Nauheim. Durch Verfügung des Ministeriums des Innern ist dis Verordnung über die Regelung des Fremdenverkehrs in Bad-Nauheim mit Wirkung vom 1 . August aufgehoben worden Es besteht danach keine Aufenthaltsbeschränkung für die Kurgäste mehr.
Frankfurt a. 9JL, Z. August. Am Hauptbahnhof wurde eine Taschendie-öin, ein Mädchen von 20 Jahren, auf frischer Tat fostgeuommen. Man fand bei ihr mehrere gestohlene Geldbörsen und einen Barbotrag von annähernd 1000 Mark. — Aus der Wohnung eines Kolonialwarenhändlers in der Moselstraße wurden 7000 Mark bares Geld gestohlen, vermutlich von Einbrechern, die schon zweimal die Ladenräume beraubt haben.
Aus Starkcuburg.
Darmstadl, 3. August. Ein nach Kranichstein ausfahrender Gütcrzug überfuhr vergangene Nacht das vor einem sogenannten Leergeleise stehende Haltesignal. Die Lokomotive und fünf Wagen stürzten in den am Ende k<s Gleises befindlichen Viadukt. Der Mafchinonführer Philipp Nettig und der Heizer Gg. Schneider von hier, beide verheiratet, wurden getötet. Sechs Personen des Zugpersonals wurden leicht verwundet.
Darmstadr, 2. August. Das Eiserne Kreuz am weißen Baude wurde dom Provinzialdirektor Geh. Regierungsrat Fey dahier verliehen. —
Groß-Gerau. 1. August. Die Frau des Landwirts Johannes Schad I. zu Nauheim, die Ehefrau des Bernhard Ackermann IV.. ebendaher, und die Ehefrau des Christoph Jakob Schneider zu Dornbeiin wurden ivegen MilchMschung von dem hiesigen Schöffengericht in Geldstrafen von je 200 Mark bezw. 20 Tagen Gefängnis genommen.
Eroß-Kerou, 3. August. Das hiesige Schöffengericht verurteilte in seiner letzten Sitzung 3 Milchfälscherinnen zu je 200 ®£ßil Geldstrafe. Die Ehefrau Ioh. Schad I. zu Nauheim hatte 27,36 Prozent, die Ehefrau Bernhard Ackermann I. zu Vordach 25,67 Prozent und die Ehefrau Christoph Jak. Schneider zu Dornheim 24,54 Prozent Wasser der Milch zugesetzt. In allen Fällen ordnete das Gericht den Aushang des Urteils an der Gemeindetafel an. Recht so!
Heppenheim. 3. August. In der Nacht vom letzten Dienstag auf Mittwoch wurden in dem Gebäude der Oberrealschule dahier aus sämtlichen Klassenzimmern 60 Zugvorhänge geraubt. Ter oder die Diebe öffneten mit einem Nachschlüssel die Ein. gangstüre zu dem Gebäude, hatten eine im Keller aufbewahrte Leiter geholt und machten sich an ihr Handwerk.
Aus dem Odenwalde. Das fortwährende Steigen der Aus- fchonkpreife der offenen Weine und auch der Obstweine, die fast nicht mehr zu haben sind, sowie die geringe Qualität der Biere, ebenso dir Unmöglichkeit bei Verabreichung von Speisen hat zur Schließung zahlreicher Wi-vtschaften geführt, so daß nun manche Dörfer ohne Wirtschaften sind. Der Ausschankpreis der Weine ist vielfach für das Viertelliter auf 1.60 gestiegen und scheint immer noch mehr zu steigen; bald wird man nur noch mit Flaschenweinen zu rechnen haben. Dann hört natürlich das Weintrinken für viele auf!
Aus Nheinhesseu.
FC. Mainz, 2. Aug. Etwa 15 Zentner Zucker.wurden unlängst von einem hier vor Anker liegenden Schiffe gestohlen. Nunmehr wurde ein Dieb verhaftet, der angab, daß der Zucker nach Wiesbaden verkauft worden sei. — Um an einem Schalter am Hauptbahnhof dahier eine Fahrkarte zu lösen übergab ein Dienstmädchen einer ihm unbekannten
Frau ihren Koffer. Fm Nu war Frau und Koffer be* | schwunden.
FC. Mainz, 31. Juli. In der letzten Zeit wurden hi« aus dem Rhein drei männliche und eine weibliche Leiche ge landet, die bis jetzt noch nickt agnosciert werden konnten.
FC. Worms, 30. Juli. Im Laufe der kommenden Woch« beginnt in Weisenheim die Ernte der Frühzwetschen. Sie vev spricht int allgemeinen recht gut zu werden.
FC. Aus Rheinhcssen, 30. Juli. Das in der Gemarkung Bechtheim gelegene Gut des Rittmeisters Eoebel in Eroß-Robr. heim, enthaltend 31 Morgen Weinberge und 42 Morgen Ackerland, eine Hofraite und Kellerei, ist an eine Reihe Bechtheims» Bürger getrennt für 440 000 Mark verkauft worden.
Aus Hessen-Nassau.
FC. Wiesbaden, 30. Juli. Der Deserteur Konstantin Halm der vor acht Tagen den Schutzmann Böttcher dahier erschosser hat, ist im Festungslazarett Mainz gestorben. Halm, der aus Erbach a. Rhein stammt, hatte bei seiner Verhaftung dreima» aus einem Revolver auf sich geschossen.
FC. Usingen, 30. Juli. Der Metzgereibetrieb des Loui-. Philippi dahier wurde wegen Unzuverläßlichleit des Inhaber, bis 1. Oktober d I. geschlossen. — Bei der stattgefundenen Er satzwahl eines Stadtverordneten der erster Wählerklasse ca Stelle des verstorbenen Forstmeisters Birkenauer wurde Kreis tierarzt Schlichte einstimnttg gewählt.
FC. Schierstem, 31. Juli. Hier wurde die Leiche des ir dem Rhein ertrunkenen, seit einigen Tagen vermißte«. 17 jährigen Spenglers Paul Dick aus Rambach von einer Pionier-Abteilung geländet. Aus Furcht vor Strafe weger eines geringfügigen Vergehens hatte Dick den Tod in der Fluten des Rheins gesucht.
Sulzbach i T. In einer der letzten Nächte wurde dem Av beiter Lnckenhauer dahier der ganze Viehbestand, ein nahez» fettes Schwein und ein seister Ziegenbock, aus dem Stalle g» stöhlen.
FC. Niederaula, 31. Juli. Infolge eines Krampfanfallet stürzte der ehemalige Schäfer Borneis von dem Scheunenboden so unglücklich auf die Tenne, daß er an den erlittenen schweren Verletzungen verstarb.
FC. Aus Hessen-Nassau, 31. Juli. Die Getreideernte im Rheingau fällt heuer besser aus als im Vorjahre, be- sonders der Strohertrag übertrifft das Ergebnis von 1917 in außerordentlichem Maße. Er wird auf das Dreifache geschätzt. Die Aehren sind lang und voll, sodaß der Körnerertrag ein befriedigender werden wird. Die Gerstenernte ist gleichfalls als sehr gut zu bezeichnen. Im Ederthal wird der Roggen einen besseren Körner- und Strohertrag bringen als im Vorjahre. In den einzelnen Gemeinden bemißt mau das Ergebnis auf . fünf bis neun Zentner pro Morgen. Etwas weniger günsttg steht der mehr zum Anbau gelangte Weizen, ileber die Sommerfrucht, der um Pfingsten eine Mißernte drohte, läßt sich sagen, daß ihr Stand mehr noch befriedigt, als man nach dem Regen zu hoffen wagte. Auch der Hafer hat stch günstig entwickelt. Der Raps, heuer in großen Flächen angebaut, ist geerntet und liefert befriedigende bis gute Erträge, man schätzt pro Aar zehn Pfund.
FC. Diez, 28. Juli. Der hier zusommengetretene Kreistag faßte den einstimmigen Beschluß, auf sein Wahlrecht zu verzich- ton und die zuständige Stelle zu bitten, dem derzeitigen kommissarischen Larrdrat Dr. Thon die Verwaltung des Kreises end- gülttg zu übertragen. Als Vertreter für die Landwirffchafts- karnmer anstelle des verstorbenen Landrats Duderstadt wurde Bürgermeister a. D. Lanafchied aus Birlenbach gewählt.
FC. Niederscelbach, 30. Juli. Ein Arbeiter mit einem Stelzbein und zwei Frauen aus Griesheim a. M. wurden in der Frühe dabei abgefatzt, als sie drei Säcke Frühkartoffeln, die sie in der Gemarkung widerrechtlich ausgemacht, zur Bahn bringen wollten. Das Triumvirat erhielt von den bestohlene« Landwirten noch eine gehörige Tracht Prügel.
FC. Nievern. 30. Juki. Der bekannte Besitzer der Gastwirtschaft ,',Zur Stadt Ems", Julius Sabel, ist im 52. Lebensjahr nach längerer Krankheit gestorben.
FC. Braubach. 30. Juli. Der älteste Bürger Braubachs, Spengler Meister Wilhelm Heiler 1. ist im 90. Lebensjahre ge» storben.
FC. Büttelborn. 30. Juli. Auf dem Bahnhof Dörnberg» Groß-Gerau wurde der Metzgermeister und Gastwirt Schilling von hier von einem Schlaganfall tödlich gettoffen.
FC. Aus der Pfalz, 30. Juli. Der Postwagen, der von Alsenz durch das Münstertal fährt, wurde, während der Postil-' lion ahnungsvoll kutschiert, seiner auf dem hinteren Gefährt lagernden wertvollen Postsendungen beraubt.
Kirchliche Rachrichte».
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Mittwoch, 7. August, abends 8% Uhr: Kriegsandacht. Herr Direktor Schoell,
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.
Mittwoch, 7. August, abends 9 Uhr: Kriegsandacht.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A- G., Friedberg i H
Offene Stellen:
1 5kutscher (auch Kttegsbeschädigter), 6 Tagelöhner, 4 Knechte, 2 Verwalter, 1 Schäferfamilie, 1 Schwetnefütterer, 1 Müller. 1 Molkereigehilfe, 3 Schuhmacher. 1 Bäcker. 1 russischer Dolmetscher, 5 Dienstmägde. 10 Hausmädchen, mehrere Fabnkarbeiter und -Arbeiterinnen, Hilfskräfte aller Art für besetztes vebiet (auch jugendliche über 17 Jahre).
Stellensuchen des
Mehrere Melkeffamllien und ledige Melker, 2 Melkerfamilien (Mutter und Tochter), 2 Büroftäuleins, 1 Küchenmädchen vde« Ordonnanz2 Lausbülterilmeu-


