Ausgabe 
6.8.1918
 
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Moskau, 4. August. lWB.) Die hiesige Presse meldet: Di» Stärke der Serben auf Murman wird mit 3000 Mann ange­geben.

Wegen der Uebergabe von Simbirfk wurde von Trotzki eine Untersuchung anbefohlen.

In Wologda wurde eine gegenrevolutionüre Verschwörung entdeckt; 40 Offiziere wurden verhaftet.

Trotzki ist mit Extrazug in Petersburg eingetroffon.

15 000 Personen, die bei dem Vormarsch der Ewtentetrnp. pen an der Murman-Bahn flüchteten, werden nach den Gouver­nements Saralow und Woronesch gebracht.

Der Rat der Volkskommissare genehmigte in einer Sitzung 300 Millionen Rubel zum Kampf gegen die Tschecho-Slowaken und die Ententetruppen auf Murinan.

Russische Reichsangehörige, die eine andere Untertanschaft annehmen, müssen Rußland sofort verlassen.

Die Cholera in Moskau nimmt zusehends zu.

Rach rinem Befehl des Murinanskcr Sowjets ist die An­nahme und Weiterbeförderung aller Telegramme ins Ausland eingestellt.

Moskau. 4. August. (WB.) Englische Truppen sollen Rescht Eiljak mit vorläufig sehr schwack-en Kräften besetzt haben. Bei der Beschießung von Archangelsk durch englische Kriegsschiffe sind die russischen Batterien an der Sewernaja Dwina vernich­tet worden.

Der UitzerßlNid der Sowjei-Ukßmlnig.

Moskau, 3. August. (WB.) Heute erscheint die erste Num­mer der neuen ZeitungM i r" (Friede), des Organs der Pa­zifisten. Im Leitartikel führt das Blatt aus: Erschöpft durch einen dreijährigen. Zwecklosen Krieg und innere Wirren find wir jetzt nicht in der Lage, mit heiliger Entschlofienheit auf die Fortführer des Krieges, alle diese philosophistischen Wilsons, eisernen Hindenburgs, hartköpfigen Lloyd Georges und hyste­rischen Elemenceaus einzuwirkcn. Aber verteidigen dürfen wir »ns gegen den Krieg, in den man uns abermals hineinziehen will. Wiederum stehen wir am Abgrund eines Krieges für fremde überseeische Interessen. Es ist nicht schwer vorauszu­sehen, was für Folgen dieser neue Krieg fiir das hungernde, verarmte, zerrissene Rußland halten würde. Angesichts dieser grausigen Perspektive müssen wir entscheidender denn je sagen: Die russischen Hände haben schon genug Kastanien aus dem Feuer geholt für ihre aufgeklärten Freunde, jetzt sind ihre Hände verbrannt. Unsere Seele dürstet nach Ruhe und Frieden.

Moskau. 3. August. (WB.)Prawha" ftagt: Was ist

der allgemeine nationale Krieg gegen die Deutschen? und ant­wortet: 1. ist es ein Krieg für die Eroberung Kleinasiens. Per- siens und Teile der deutschen Kolonien durch England, für die Eroberung Elsaß-Lothringens und die übrigen deutschen Kolo­nien durch Frankreich, 2. ist es kein Krieg, sondern eine Waffen­streckung vor den Blutegeln französischen Kapitals, 3. zusammen mit England und Frankreich Krieg führen heißt mit denjenigen gemeinsame Sache macheir, die Irland unterdrücken, heißt gegen die französischen und englischen Arbeiter kämpfen, heißt den Ast absägen, aus dem die russische Revolution sitzt, heißt mit den Freunden des Zaren Zusammengehen, heißt die Sache der Vour- geosie, der Gutsbesitzer und der Kapitalisten besorgen; 4 . ein nationaler Krieg gegen die Deutschen heißt' englischen und französischen Fleischern Millionen russischer Bauern hingcbe-n, damit sie wieder aus ihnen Kanonenfutter machen; 5. ein na­tionaler Krieg gegen die Deutschen heißt die russische Revolution vernichten, den Hord des Weltbrandes auslöschen, internationa­les Kapital unterstützen. Deshalb: Nicht einen Soldaten,

nicht ein Gewehr, nicht eine Kopeke zur Unterstützung der eng­lischen und französischen Blutsauger und Henker.

Prawda" bespricht ferner die neue Gefahr, die der Sow­jet-Republik durch das Eingreifen Japans und Amerikas in Sibirien droht, und schreibt:Infolge der großen räumlichen Entfernung ist die direkte Gefahr wohl nicht groß, aber es be­steht die Drehung, daß die Ententefront der deutschen Front entgegenrücken wird. Rur sehr ungern werden sich die deutschen Annexion isteir, die sich sattgegessen, hierzu verstehen, da die neue Front große Truppenmassen erfordert^ doch wird ihnen vielleicht kein anderer Ausweg bleiben'. Die Sowjetregierung wird jedoch deren Hilfe nicht annehmen. Die Deutschen werden über den Leichnam der Sowjetrepublik sich selbst helfen müssen. Für die Sowjetrepublik gibt es nur »in Mittel: Schnell und entscheidend gegen die Tschecho-Slowaken vorzugehen, solange sie noch schwach sind und die japanisch-amerikanische Hilfe noch aussteht.

Gn GrheiMrllgg S!ülononi 0 und Mgttrm.

Moskau. 3 August. (MB.)Mir" veröffentlicht einen Auszug aus dem russisch-japanischen Geheimvertrag vom 3. Juli 1915 gegen England und Amerika. Der Vertrag ist unter­zeichnet von Ssasonow und Motono. Der Vertrag stellt sich zur Aufgabe: Den Schutz Chiuas vor der politischen Herrschaft

irctfrtb einer anderen Macht mit Verpflichtung zu gemeinsamem bewapneten Eingreffcn. wobei die Vertragschließenden sich an. herschig maxien, keinen Separatfrieden mit dem gemeinsamen Feind- zu schließen. Der Vertrag ist gültig bis 1921. Die Ac bersch rift des Vertrages lautet: Geheimvertrag zwischen

Rußland und Japan betreffend bewaffnetes gemeinsames Ein­greifen gegen Amerika und England im fernen Osten vor dem Sommer 1921.

Take Jonescn in Kandon.

Nach einer holländischen Meldung derDeutschen Zei­tung" ist Take Joneseu, aus Paris kommend, in London erngetroffen. Während feines Aufenthalts in London wird tx Besprechungen mit den britischen Ministern über den Stand der Angelegenheiten in Rumänin und im Südosten Europas führen. In einem Interview hat Jonescu gesagt: ^.Der Krieg ist zu einem Kreuzzuge geworden für das. Recht.

Ich bin dessen sicher, daß Deutschland nicht nur vollständig besiegt wird, sondern, daß der Krieg auch für alle uatioua- leu Wünsche Erfüllung bringen wird.

Die nShmn Umstünde der Ermordung des Eknernlfeldmarjchaüs von Eichhorn.

Aus Kiew wird gemeldet:

Am 30. 7., nachmittags t.501.56 Uhr ging der General, feldmarschall v. Eichhorn mit seinem persönlichen Adjutan­ten, Hauptmann v. Dreßler, wie täglich vom gemeinsamen Mittagstisch nach Hause. In Höhe der Lipskistraße überschrit­ten sie die Iekaterinenstraße. Als beide Herren gerade den westlichen Bürgersteig erreicht hatten, warf ein Mann, der als unauffälliger Passant auf der Straße ging, plötzlich eine Bombe, die mit großer Kraft explodierte und beide Herren schwer ver­letzte. Dieses geschah so schnell, daß die Mannschaft der in un­mittelbarer Nähe befindlichen Wache, die nach erwiesener Ehren­bezeugung gerade abtrat, trotz sofortigen Eingreifens die Tat nicht mehr verhindern konnte. Im Augenblick der Tat fuhr auf dem östlichen Fahrdamm der Iekaterinenstraße in Richtung auf die Elisabelhstraße eine einspännige Droschke ohne Fahr­gast. Der Täter versuchte in diese zu springen, um zu entkom­men, wurde aber von herbei eilenden Mannschaften der Wache festgenommen und niedergeschlagen, als er einen Revolver her. verziehen wollte. Ob der Droschkenkutscher, welcher verhaket wurde, beteiligt ist, steht noch nicht fest. Die Untersuchung der Cprengstücke und der Unglücksstelle ergab, daß es sich wahr­scheinlich um ome besonders angeferti.tte Bombe handelt. Die­selbe war nur handgroß, dünnwandig mit Aufschlagzünder und mit Bleistücken gefüllt. Der Täter behauptet, neben dem be­reits bekannten Geständnis, die Adresse des Generalfeldmar- fchalls durch Ortseinwohner erfragt zu haben. Das Gesicht des Generalfeldmarschalls will er nach einer Photographie, die er in einem Journal gesehen hat, wiedererkannt haben. Trotz wiederholten Befragens bleibt er dabei, daß er in Kiew mit niemandem zufammengekommen sei und mit niemandem ge­sprochen habe. Er behauptet, die Tat allein begangen zu haben. Weiters Ermittelungen sind im Gange.

5'panijcht Intttveniisn für die

Haag, 3. August. Reuter meldet aus Madrid: Der Mi­nister des Aeußern teilt mit, daß die spanische Regierung auf Veranlassung des Königs bei den Kriegführenden angefragt habe, ob sie geneigt seien, die Witwe und die Tochter des Ex-- zaren nach Spanien überstodeln zu lassen.

Genf, 5. August. DerTemps" meldet, dvß die Bol­schewik: ihre Zustimmung zu der Ueberführung der Za­rin und ihrer Tochter nach Spanien gegeben haben.

Erfolge stttsv-Uorbecks in Kortngikßjlh-Aflikll.

Haag, 5. August. Hollandsch Nieuwsbureau meldet aus London: Das britische Kri-egsamt veröffentlicht folgenden Be­

richt über die Vorgänge m Ostafrika: Die feindlichen Streit, freifte unter General v. Lettow-Vorbeck bewegten sich, obwohl sie unter Verlusten und Krankheit schwer zu leiden hatten, Ende Juni und Anfang Juli in südwestlicher Richtung durch Mozam. bique, und zwar durch die Baraga- mrd Licungotäler. Sie zer­störten oder erbeuteten große Vorräte an Gummi, Hanf und anderen Erzeugnissen aus portugiesischen Plantagen. Am 1. Juli erreichte der Kommandant Rhrmacura, wo er eine kleine Gruppe Pottugiesen und Bitten auf seinem Wege fand. Ein dreitägiger Kampf entspann sich, aber schließlich gelang es dem deutschen Kommandanten, int waldreichen Gelände Deckung zu finden und in östlicher und spater in nördlicher Richtung abzu­marschieren. Auch bei Ociba, Tibe und Namirroe versuchte eine britische Abteilung die Deutschen am 24. und 28. Juli fest­zuhalten, aber leider ohne Erfolg

Die österreichische Wirtschaft.

wird durch folgendes Inserat in den Triester Blättern be­leuchtet'

Taus ch. Für jedes Kilogramm Roh- oder gebrann­ten Kaffee gebe ich Dienstag fünf Kilogramm Weizenmehl Doppelnull" oder kaufe ich den Kaffee gegen bar. Vorzu­merken heute 3 bis 12, morgen 8 bis 6, Torrente 12, Hof."

Wie heißt der Mann, der im Tauschweg Mehl, anscheinend in unbegrenzten Mengen, verhandeln kann, zu einer Zeit, da in Wien kaum ein Pfund Brot auf den Kopf der Bevölkerung trifft? Und das Angebot geschieht öffentlich unter den Augen der Behörden!

Wahrzeichen.

Wie bekannt, finden sich in zahlreichen Städten Elsaß-Loth­ringens noch französische Denkmäler, von denen eines der be­kanntesten wohl das Standbild des napoleonifchen Generals Kleben auf dem nach ihm benannten Platz in Sttaßburg ist. Zum großen Mißvergnügen zahlreicher deuffcher Elemente sind diese französischen Denkmäler seitens der deutschen Regierung mit einer Pietät behandelt worden, die vom polittschen Stand­punkt aus kaum als glücklich bezeichnet werden kann und die auch in den ftüheren zahlreichen Demonsttationen der Welsch- linge vo/ diesen Denkmälern kaum eine ausreichende Erklärung findet. Man sollte mm der Meinung fein, daß die in ganz Deutschland bevorstehende Einschmelzung der Bronze- und Kupferdenkmäler, die für so viele Städte Opfer und Härten mit sich bringt, vor den überlebten und gegenstandslos gewordenen französischen Standbildern in den Reichslanden keinesfalls halt­machen, sondern gerade mit diesen dauernden Erinnerungszeichen an die zweihundertjährige Franzosenherrschaft aufräumen würde. Doch weit gefehlt! Wie mvtgetettt wird, verfallen in den Reichslanden zwar die nach 1870 gesetzten deutschen Denkmäler, soweit sie nicht einen hohen Kunstwert aufweisen, der Einziehung

und Eirrschmelzuag, die französischen Standbilder jedoch bleib«^ weit in der Mehrheit vor dem als Grenzlinie angenommene» Jahve 1850 gesetzt, als Altertümer der Nachwelt erhalten. als Altertümer und, wie man berechtigterweise hinzusetze« könnte, als Wahrzeichen dafür., daß die Michelei in Deutschland anscheinend unausrottbar ist Wie man im feindlichen Au», lande diese und ähnliche Fragen behandelt, ohne sich in der gleb chen Zwangslage zu befinden wie wir, zeigt zur Genüge wohl die Einschmelzung des Standbildes Friedrich des Großen ft» Washington.

Gin offizieller Irrtum.

DieRordd. Allg. Zig." hat zum 31 Juli dem Grafen Hertling einen Geburtstaosartikel gewidmet und hat sich.dabei um einen Monat geirrt, der Reichskanzler vollendet am 31. August nicht an, 31. Juli, sein 75. Lebensjahr. Man kann sich denken, welche Menge unzeitiger Glückwünsche dieses Versehen verursacht hat. Es ist eine Kleinigkeit, aber bezeichnend für den Grad von Zuverlässigkeit, mit dem zurzeit im amtlichen Berlin die Geschäfte besorgt werden.

Die Auszeichnungen im Kriege.

Anläßlich des jetzt in das fünfte Jahr gehenden Krieges sei nachstehend ein kurzer Aeborblick der an unsere heldenmütigen ' Truppen und auch an Angehörige der uns verbündeten Armeen . verliehenen Auszeichnungen gegeben. Die höchsten -Zahlen hat das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse'aufzuweisen. Erste- res ist an über 1400 000 Inhaber und letzteres an über 80 480 Ritter verliehen worden. Das Croßkreuz tragen folgende Heer , sichrer: Generalfeldmaischall von Hindenburg, 'Kaiser Wil­

helm, die Eeneralseldmarschcille von Mackensen und Prinz Leo­pold von Bayern und General der Infanterie Ludendorff. Nur einmal ist das Eiserne Kreuz mit Strahlen, und zwar an den Eeneralfeldmarschall von Hindenburg verliehen worden. Der Ovden Pour le Merite wurde 490 mal verliehen, und zwar a>>

, 472 Angehörige unserer Armeen und an 13 der österreichisch- ungarischen, 3 der bulgarischen und 2 der türkischen Armeen. Von diesen Rittern tragen auch 90 das Eichenlaub zu dem Orden, und zwar 88, die das Ritterkreuz im jetzigen Kriege erhalten haben und 2, die dasselbe schon vor dem Kriege besaßen. Mit dem als Kriegsauszeichnung äußerst selten verliehenen Orden vom Schwarzen Adler sind 12 Heerführer und 2 Staatsminister ausgezeichnet worden. Unzählig sind die Beförderungen wegen Tapferkeit vor dem Feinde. Außerdem erfolgte an 15 hervor­ragende Truppenführer die Verleihung von Chefstellon preußi. scher Truppenteile.

Offizier-Zivilversoryrmg.

Im Kriegsministerium und bei den Versorgungsämtern der Generalkommandos befindet sich \t eine Auskunftsstelle für Offiziers-Zivilverforgung. Die im Bereiche des 18 . Armeekorps eingerichtete Auskunftsstelle führt die Bezeichnung ..Auskunft-, stelle für kriegsbeschadigte Offiziere beim Versorgungsamt 18 . A.-K. in Frankfurt a. M." Ihre Tätigkeit umfaßt die Be­rufsberatung. Berufsausbildung, die Erschließung und den Nach­weis geeigneter Stellen für alle im Korpsbereich ansässigen Offiziere des Heeres, der Marine und der Schutztruppen, sowie der oberen Militärbeamten, die infolge einer Kriegsdienstbe­schädigung zum Ausscheiden aus dem Dienst und zu einem Wechsel ihres seitherigen Berufes gezwungen sind.

Offiziere, auf welche die vorstehenden Voraussetzungen nicht völlig zutreffen, sowie kriegsbeschädigte Fähnriche und Fahnen- junker, die einer Berufsfürsorge bedürfen, werden von der Be­ratung nicht ausgeschlossen.

Ratsuchenden wird empfohlen, bei der Auskunftsstelle nach vorheriger schriftlicher Anmeldung persönlich vorzusprechen. Bei Eisenbahnfahrten genießen kriegsbeschadigte Offiziere usw. Fahr. Preisermäßigung.

Auf dem Gebiete der Offizier-Zivilversorgung ist auch der deutsche Hilfsbund für kriegsverletzte Offiziere e. V. in Berlin W. 8, Leipziger Sttaße 104, tätig. Die vW ihm unter dem NamenDeutscher Hilfsbund herausgegebene Wochenschrift kann bei der Auskunftsstelle sowie in den Lazaretten eingesehen werden.

In den vom Kriegsministerium herausgegebenenAn­stellungsnachrichten" werden Bekanntmachungen (Amtliche Mit- teilungen, Stellenangebote und Stellengesuche) für kriegsbe­schädigte oder versorgungsbercchtigte Militärperssnen und Hinter­bliebene von Heeresangehörigen veröffentlicht. Diese Zeitschrift liegt bei allen Ersatztruppenteilen, Bezirkskommandos, Melde-, ämtern, sowie in den Lazaretten und Offizier^peiseanst alten aus.

Zur Deckung der Kosten der Vorbereitung mtf ettivn neuen Beruf können in geeigneten Fällen vom Kriegsministerium und deutschen Hilfsbund Beihilfen gewährt werden.

Urrr für Auslandsware.

Im Abendblatt derFrankfurter Zeitung" Nr. 206 vom 27. Juli in derRundschau" im Handelsteil finden sich folgende Lätze:

. . Indessen haben sich ja se:t damals die Dinge von Grund auf gründett. Vor allem sind die Produttionskosten heute wahrscheinlich um ein Mehrfaches gegen damals gestie­gen. Die Arbeitslöhne sind in den Baunrwollstaaton gerade gegenwärtig ungewöhnlich hoch, die Bodenpreise haben sich auk ein Mehrfaches erhöht usw. ..."

Was für Amerika recht ist, sollte fiir Deutschland billig sein. Es ist nur zu verwundern, daß dieFrankfurter Zeitung" bet den amerikanischen BaumwollPflanzern die Berechtigung einer erheblichen Steigerung der Preise der Erzeugnisse eiusieht und als richtig anerkennt, währen-,sie bei deutschen Erzeugnissen mit Höchstpreisen, Veschlagnahniungen, Strafen und arideren Ge­waltmitteln arbeiten will, um die Preise billig zu halten. Er sei nur nebenbei erwähnt, daß die billigen Höchstpreise, oder