Ausgabe 
5.8.1918
 
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Die siegreiche Kustjchlacht in Fothringe«.

Unbelehrt durch ihren letzten schweren Mißerfolg vor Koblenz am 10. Juli, versuchten unsere Gegner am 31. Juli wiederum mit starken Kräften einen Luftangriff auf das deutsche Heimatgebiet. Diesmal wählten sie Saar- brücken zum Ziel, um in der friedlichen Stadt Frauen und Kinder durch Bomben zu töten, wie es die Hetze ihrer Presse täglich von ihnen fordert. Mehrere Geschwader stie­ßen saarabwärts gegen Saarbrücken vor; sie haben ihr Ziel nicht erreicht. Frühzeitig von dem Späherauge des deut* scheu Flugemldedienstes erfaßt, wurden sie von einer kampf­bereiten Staffel des deutschen Heimatluftschutzes empfangen, die sie in rücksichtslosem Angriffsgeist sofort in einen schwe­ren Kampf verwickelte. Kaum war dieser entbrannt, als den bisher an Zahl unterlegenen deutschen Luftkämpfern von allen Seiten weitere Staffeln zu Hilfe eilten. Nun ent­wickelte sich eine Lufffchlacht, wie sie an Umfang und Hef­tigkeit über dem deutschen Boden noch nicht stattgefunden hat. Bald wandte sich der Gegner zur Flucht und suchte in der Schnelligkeit seiner Flugzeuge Rettung, aber vergebens. Das Geschwader, das die Deuffchen zunächst angegriffen hatte, wurde trotz zäher Gegenwehr restlos venrichtet.' Bei Saargemünd stürzten die ersten, bei Saaralben weitere feindliche Flugzeuge zu Boden. Um den dritten Teil ihres Bestandes geschwächt, erreichten die Trümmer der englischen Geschwader, immer noch von dem Feuer der deutschen Flug- zeuge verfolgt, die rettende Front. Sieben Flugzeuge hatten die feindlichen Geschvader bei uns zurücklassen müssen.

Der GelöndeMM der ZknIraluiWt.

Berlin, 2. August. (WB.) Die Mittelmächte haben seit Kriegsbeginn 770 000 Quadratkilometer feindlichen Landes besetzt, ü. h. etwa das eineinhalbfache Gebiet des gesamten Deuffchen Reiches. Der Geländegewinn hat sich im letzten Kriegsjahr um über 220 000 Quadratkilometer erhöht. Nicht eingerechnet hierin ist das durch die deuffche Waffenhilfe be­freite Gebiet der russischen Randvölker mit 851000 Quadratkilometer. Allein im Osten steten durch die Operationen bei Tarnopol, Riga und Oesel und durch die Operationen in Februar und März 1918, soweit diese nicht Gebiete der Randvölker betrafen, über 178 000 Quadratkilo- meter russischen Bodens in die Hände der Verbündeten. In Italien besteite die 12. Jnsonzoschlacht im Oktober und November 1917 2211 Quadratkilometer Oesterreichs vom Feinde und nahm diesem außerdem zwei blühende -Provinzen mit über 12 200 Quadratkilometer Flächeninhalt ab. Bei der deuffchen Westoffensive 1918 sind ca. 6200 Quadratkilo­meter in Frankreich und 198 Quadratkilometer in Belgien neu besetzt worden. Im einzelnen verloren die Staaten des Vierverbandes an ihre Gegner: Belgien 29 178, Frankreich 25 400, Italien 14 568, Rußland 478 705, Rumänien 100 000 Serbien 85 687, Montenegro 14 180 und Albanien etwa 17 000 Quadratkilometer. Diesem Geländegewinn von etwa 770 000 Quadratkilometer stehen nur 2039 auf seiten des Verbandes gegenüber.

Rußland.

Um die Schwarze M -r-Flotte.

Moskauer Blätter melden aus Odessa, daß zwffchem dem deuffchen Armee-Oberkommando und der Negierung in Kiew wegen der Uebergabe eines Teile» der Schwarze Meer-Flottr an die Ukraine verhandelt wird.

Moskau. 1. August. (WB.) Die Verpflegungsschwierig« keilen in Murman wachsen. Aus Moskau wird berichtet, daß der Murman-Sowjet sich mit dem englisch-französischen Kom. mando entzweit hat.

Beschießvng von Archangelsk.

Moskau, 3. Aug. DiePrawda" meldet, daß die Eng­länder von Kreuzern aus Archangelsk beschießen. Das Blatt bringt an der Spitze folgenden Austuf:

Die Kanonen des englischen Kapitals beschießen das Archangelsk der Sowjets. Sie werden auch das Arbeiter­viertel Moskaus^ zusammenschießen, wenn wir nicht die ffchecho-slowakischen Abteilungen des englischen Stabes ver­nichten."

Ein englischer Erfolg vor Murman.

Moskau, 4. August. WieJswestija" meldet, ist die Mud- irig-Jnsel nach Verteidigung gefallen Die Batterie wurde durch das Feuer englischer Kreuzer zusammengeschosten. Die Sowiettvuppen gingen auf Archangelsk zurück.

Die Vorgänge in Ostafien.

Haa-g. 4. August.Daily Expreß" erfährt. daß die Tschecho- Slowaken als Antwort auf den Aufruf Trotzkis in allen Distrik­ten, die ihrem Befehl untefflehen, die Mobilisation ungeordnet hoben. Chinesische und japanische Truppen bewachen die Eisen» ka-hn. General Horvat hat die sibirische Bevölkerung zur Un­terstützung der Tscheche-Slowaken, zur Bewachung der Eisen­bahn und zur Besorgung von Lebensmitteln aufgefordert. Er Erklärte, dag die japanische Hilfe bereits eingetroffen sei. In Dmsk haben japanische Ofsiziere Wohnungen für den amerika­nischen Generalftab gemietet. Die Tscheche-Slowaken bauen in Omsk Telezraphenlinien und drahtlose Stationen. Es sind dort auch bereits britische und französische Offiziere eingetroffen.

Im Aufträge der polnischen Regierung bitte ich Eure Exzellenz der Kaiserlichen Regierung wegen des neuerdings in Kiew an der Person des Generalfeldmarschalls v. Eichhorn und besten Adjutanten verübten ruchlosen Mordes den Aus­druck des stefempftlndenen Beileids übermitteln zu wollen.

Der Direktor des polnischen Staatsdepartements Prinz Radziwill.

Auf diese Drahtung erwiderte der Staatssekretär:!

Eure Durchlaucht und die polnische Regierung bitte ich, den wärmsten Dank der Kaiserlichen Regierung für die wohltuenden Worte der Teilnahme anläßlich der Ermor­dung des Generalfeldmarschalls v. Eichhorn und dessen Ad­jutanten entgegennch-men zu wollen.

gez. v. Hintze,^

Englisches Geld für Eichhorns Mörder.

Berlin, 4. Aug. (WB.) Aus Kiew wird gedrahtet: Die Untersuchungen über die Urheber des Attentates auf der: Feldmarschall nehmen ihren Fortgang und haben zu weiteren Verhaftungen geführt. Einzelheiten können zur Zeit nicht bekannt gegeben werden. Durch die bisherigen Feststellungen wird bestättgt, daß das Verbrechen auf eine Organisatton der unter dem Einfluß der Entente stehenden russischen Sozialrevolittionäre in Moskau zurückzuführen ist. Die Vermutting, daß bei der Dingung der Mörder englisches Geld eine Rolle spielte, gewinnt an Wahrscheinlichkit.

Beileidstelegramme des Reichstagspräsidenten.

Berlin, 4. Aug. (WB.1 Der Reichstagspräsident sandte an den Generalfeldmarschall vonHindenburg folgendes Telegramm:Ew. Exzellenz bitte ich, den Ausdruck der

schmerzlichen Trairer des Deuffchen Reichs über den plötz­lichen Tod des Generalkeldmarschalls von Eichhorn ent­gegenzunehmen. Dahingerafff nicht in blutiger Schlacht, sondern durch einen fluchwürdigen Meuchelmord, starb auch er den Heldentod in pflichtgetreuer Hingabe für das Vater­land." Ferner sprach der Reichstagspräsident dem tür­kischen Geschäftsträger das Beileid des Reichstags zum Ab­leben des türkischen Botschafters aus.

Ein vorläufiges -evilH-hMMlihes Abkommen

Haag. 1. August. (WV.) Das Korrefpondenzbureau meldet amtlich: Da es sich mit Rücfficht auf die zu erwartnede Bildung des neuen Kabinetts als unmöglich herausstellte, mit Deutsch- layd die wogen des Abschlußes eines allgemeinen Wittschafts­abkommens geführten Unterhandlungen zu Ende zu bringen» wurden Besprechungen abgehalten zum Zwecke der Erzielung eines vorlauft gen Einvernehmens, um die Zufuhr deuffcher Steinkohlen zu sichern. Ein diesb-cAi-gliches Abkommen wurde durch die beiderseitigen Bevollmächtigten unterzeichnet. Das Abkommen besagt, daß Deutschland vom l. August für den Zeit­raum von fünf Monaten 120 000 Tonnen Steinkohlen monattich liefern soll. Der in bar zu zahlende Preis für die Kohle ist auf 90 Gulden für die Tonne festgesetzt, während für wettere 30 Euldcn pro Tonne ein Kredit smgermlmt wird. Das Ab­kommen ist vom 15. Oktober ab mit vierzehn tägiger Frist künd­bar. Von deutscher Seite wurde mtt der Unterzeichnung ves Abtommens die Erwartung ausgesprochen, daß die Verhanv- lunyen über ein allgemeines Wirffchaftsabkomme« baldmöglich nach der Bildung der neuen Regierung wieder ausgenommen rmd vor dem 15. Ottober zu einem befriedigenden Ende geführt werden.

Der franMlchePferdelchlWer".

Es ist durch viele Zeugenaussagen einwandfrei festgestellt worden, daß zahlreiche französische Aerzte mit unerhörter Grau­samkeit deutsche Verwundete behandelt haben. Den Gipfel der Grausamkeit erreicht aber die Handlungsweise eines Arztes aus dem Lager Montaubcm. Der Reservist W. K. sagt unter Eid über diesen Rehling folgendes aus:Hier herrschten sehr

schlechte Zustände. Kranke mit schiveren Verwundungen lagen hier fast auf blankem Steinboden, worauf nur ganz wenig Stroh gestreut war. Die ärztliche Behandlung war hier ganz und gar menschenunwürdig. Wir hatten alle die feste Ueberzeugung. daß der Arzt mit offenkundiger Absicht darauf bedacht war, uns zu quälen und zu schikanieren. Bei Operationen, und waren sie auch noch so schwerer Natur» nahm er niemals eine Betäubung des Betreffenden vor. Selbst wenn bei einem Kameraden ein Knochen ausgr-meißelt werden mußte, gebrauchte er keine Rar» kose, sondern kratzte und meißelte an dem Kochen herum, ohne sich um das Jammern und Schreien der Verwundeten zu küm­mern. Wenn ein Kamerad mtt größter Energie und äußerster Willensanstrengung das Schreien zu unterdrücken suchte, dann kratzte und meißelte der Arzt so lange an dem Kochen herum, bis er ihn zum Schreien gebracht hatte. Wir nannten diesen brutalen Arzt nur denPferdoschlächter". '

Es kam sehr häufig vor, daß, wenn besonders hart gequälte und mißhandelte Kameraden laut schrien, sich an den Fenstern die Zivilbevölkerung anfammelte. Man konnte dann stets beobachten, daß die Leute sich über das Schreien der deuffchen Kriegsgefangenen unbändig freuten und laut lachten.

Daß ein Mann, der die Ehrenpflicht eines Arztes zu er- üllen hat, so tief sinken kann, ist ein Zeichen für den Abgrund der Verrohung in den der blinde Haß das französische Volk in diesem Kriege gestürzt hat.

Wiener Hofpolitik.

Zum Tode v. Eichhorns.

Der polnische Staatsrat zum Tode Eichhorns. Warschau, 3. Aug. Zwischen Staatssekretär v. H i wtths Gerung fand folgender Depe,

Ein Kenner des Wiener Hofes schreibt derSüdd. Ztg":

Kaffer Karl hat den Grafen Polzer-Hodic entlasten. Zwar mtt schmeichelhaften Worten des Danke» für rege, eifervolle und hingebende Arbeit. Aber entlasten.In Gnaden enthoben." Polzer ist nicht mehr Kabinettsdirvktor. Nicht mehr der all. mächtige, geheimnisvolle, unberechenbare Geist, der hinter den Kulillen des Wiener Loke» wallet. Sein Nachfolger wurde Dr.

v. Seidler» der bisherige Ministerpräsident, ein Mamn, von dem man. da er 13 Monate lang im hellsten Lichte der Oeffent- lichkett gestanden hat, manches und dieses weiß, und der schon deshalb m seiner neuen Stellung beliebter sein wird als sei» Vorgänger. Graf Polzer war der Urheber des vielbeklagte» Amnestie-Evlastes. Er tragt die Schuld dafür, daß ein Kra­marsch wieder sein Unwesen in Böhmen treibt. Er hat die Ver­antwortung für verschiedene andere Fehler, die begangen wur­den. Man bringt ihn in Verbindung mtt hen pazifistische» Quertreibereien des Hofvats Lammasch, mit dem Sixtusbrief und sonstigen unerquicklichen Dingen. Er ist ein deuffcher Apo­stat vom Schlage der Schwarzenberg und Thun. Er hat dom Grafen Czernin das Leben sauer gemacht. Er bekämpfte di« Deuffchen und liebte die anderen Völker der Donaumonarchie. Er war früher Kanzleidirektor des Herrenhauses, dann Chef der Zivilkanzlei. Als der alte Schießl, der schon 20 Jahre lang dem Kaiser Franz Josef tteu gedient hatte, ging, wurde Polzer Kriegssekretär in der Kabinettskanzlei. Es war im Februar 1517. Es war der erste große Wechsel in den Hofämtern unter dem neuen Monarchen. Fürst Montenuovo machte dem Prinze» Konrad zu Hohenkohe-Schillingsfürst auf dem Posten des Ersten Oberhosmeisters Platz. Graf Berchtold. der bisherige zweit» Oberhofmeister, wurde Obefftkämmerer. Das dauerte aber nicht viel mehr als ein Jahr. Im Mai 1918 nahm Prinz Konrad Hohenlohe aus Gesundheitsrücksichten feine Entlastung. An fein» Stelle trat Graf Hunyady de Kethely, ein Magyare, und Graf Polzer blieb.

Mit Recht beklagte man in deutsch-östorrei chischen Kreisen, daß der Apparat der Hofämter mtt dem Oele deuffchfremder Persönlichkeiten durchtränkt sei und daß dies leider auch auf di» Politik abfärben werde. Gewiß ist die Krone in der Wahl der Personen, aus denen sie ihren Hofstaat bildet, vollständig sou­verän und an keinerlei Beschränkurrg durch Recht oder Herkom­men gebun'oen. Der staatsrechtliche Unterschied zwischen Hos- und Staatswürdenttägern besteht ja gerade darin, baß die Hof- ch argen nur mit Hofangelegenheiten und dir Minister nur mit Politik sich zu beschäftigen haben. Aber nur reine Toren, denen Gott ihre Unkenntnis der wirklichen Dinar nicht erhalten möge, können der Ansicht sein, daß sich Staatswürdenttäger nur mit Staats-, und Hofwürdenttäger nur mit Hofangelegenhetten zu beschäftigen haben, und daß die Oberhofmeister, die Chefs der Militär- und Zivilkanzlei nur dekorative Unifornren sind, die man zur Ergötzung des Volkes bei fesllichen Ankästen hervorholl und im feierlichen Trab goldradriger Kutschen durch die Stra­ßen führt. Es wäre wett verfehlt, zu verkennen, daß diese Charon in ihren fabelhaften Märchenkostümen im alltäglichen Leben auch alltägliche Menschen mit ausgesprochenen Ueberzeug- ungen, polttffchen Glaubensbekenntnissen und ftaatsmännffchem Willen sind. In Deutschland hat man darum auch längst schon die schärfste Aufmerksamkeit gerade jenen Personen zugewandt, die gleichsam inoffiziell und hinter der spanischen Wand des Hofzermoniells die nächste Umgebung und der ständige Umgang des Monarchen sind. Nicht ohne Grund hat man sich in Deutsch­land mit Geheimrat v. Lucanus, mit Rudolf v. Valentmi i» heftigstem Meinungsstreit beschäftigt. Und der jetzige Chef de» Zivilkabtnetts Friedrich v. Berg wird zwar in der Oeffenttich- feit wenig genannt, ist aber doch in allen Kreisen, die von dem Zucken seiner Wimper abhängeu. Gegenstand ängstlicher Beobach­tung. Nicht anders ist es in Oesterreich. Von dem Kabinetts­direktor hängt fast alle» ab. Ist er ein kluger, weitblickender und unparteiischer Herr, so wächst das Vertrauen zur Krone und derAusgleich" der so leicht auseinanderstrebenden Stamm». Ist er eigensinnig, kurzsichtig und begunstlerisch, so schwillt der Unmut und die Zwietracht. Dr. v. Seidler, der neue Gewaltig» hinter den Hofkulisten, ist ein Deuffcher. Er hat sich in seinem polttischen Schwanengefang ausdrücklich zum Deutschtum als dem Rückgrat Oesterreichs bekannt. Er wird als Kabinetts- divektor doppelt vorsichtig zu Werfe gehen müssen, um die Volks­tümlichkeit der Krone und das in der Politik selber so sehr ge­störte Einvernehmen der österreichischen Völker zu erhalten.

Kntzlumnns Freunde.

Eins merkwürdige Jdeengemeinschaft. Mit Herrn vo« .Kühlmann befaßten sich in den letzten Tagen drei Faktoren, di» schon in ihrer Zusammenstellung nicht uninteressant sind. Con­rad Haußmann in derFrankfurter Zeitung", der Pariser ..Temps" und die ..Reue Zürcher Zeitung", deren Tätigkeit aber noch deswegen besondere Aufmerksamkeit erweckt, weil sie sich alle drei in demselben Gedankengang l'ewegen: mit Külstmanns Wisderkommen und seiner künftigen Wirksamkeit. Das gibt sich besonders deswegen auffallend, weil noch männiglich. we­nigstens aber allen polttischen Unterrichteten bekannt ist. daß Kühlmanns Verabschiedung nicht von der Att wat, daß mtt seiner baldigen Wiederverwendung im Reichsdienft zu rechne» wäre. Es ist also nicht die Erkenntnis der Unentbehrlichkeit Kühlmanns in den maßgebenden Kreisen, sondern lediglich da» Bestreben der treibenden demokratischen Kräfte diesem Mann« wieder den alten unheilvollen polttischen Einfluß zu sicher». Wenn es nicht anders geht, soll es, wie bekannt, zunächst auf dem Wege seiner Wahl in den Reichstag durch die Freisinnige» sein. Aber das Endziel ist höher gesteckt. Conrad Haußman» macht gar kein Hehl daraus, daß sich seme Kreise mit besondere» Hoffnungen und Absichten tragen. Er schreibt in derFrank­furter Zeitung" u. a.:

Kühlmann hat das Reich in einem wichtigsten Abschnitt bei hochpolitischen Akten und in bedeutsamen Friedens Ver­handlungen mit Erfolg und mit Elastizität vertreten. I« Wirklichkeit besaß Dr. R. v. Kühlmann die staatsmännische Befähigung eines Europäers, er besaß auch das Zeug m# die Fähigkeit, eine charakteristtsche Persönlichkeit zu werde». Es ist in hohem Grade wahrscheinlich, daß Herr v. Kühlman» nach, einer Pause zu den Geschüftel, zurückkehren wird. Bel den Verhandlungen mit Rumänien hat Kühlmann Cnischie» denheit und Gewandtheit in hervsrragrmdem Maße bewiese». Der geschiedene Staatssekretär hat durch die Vofftellungei^ die sich die Bevölkevrmg Über die Gründe seines Scheide»» gebildet hat, an Sympathie rttcht verloren, sondern gewönne». Das Volk schaut nicht mtt dem Mikrofloip und hat sich dl«

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