Uitmmer 181 Nnstlyreis Montag, den 5. Angnst 1018 11 . Jahrgang.
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Soifsgns Von den Frnn^o^en besetzt. — Das
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meftllche Ancre Mr gsranmt. — 33 000 Tonnen versenkt.
I Der deutsche Genera!stad .. - --- meldet: - -
W. T. K. Großes KarrpZrzrmrrier, den 3. August Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Südtvestlich von Fpern schlugen wir gestern früh einen starken englischen Teilangriff ab. Im übrigen beschränkte sich die Gefechtstätigkeit aus Erkundungen und zeitweilig ausieöendes Artilleriefeuer.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Die großen Erfolge der Armee des Generalobersten v. Doehn in der Schlacht am 1. August trugen zum vollen Gelingen der gestern dnrckgeführten Bewegungen bei. Auf unserem alten Kampfgelände lag bis zum frühen Morgen <m einzelnen Stellen no^ch bis 11 Uhr vormittags Artillerie- feuer des Feindes. Seme Infanterie- und Kavallerieabteilungen folgten nur zögernd und vorsichtig unseren langsam ausweichenden Vorfeldtruppen. Im Kleinkampf fügten wir dem Feinde beträchtliche Derluste zu.
In der Champagne machten wir bei erfolgreichen Kämpfen nordwestlich von Souain etwa 100 Gefangene.
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Leutnant Udet errang seinen 41., 42. und 43., Leutnant Frhr. v. Nichthofen feinen 31. und 32., Vizefeld- webel T h o m seinen 20. Luftsieg.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Abeudbericht.
Berlin, 3. August, abends. (WTB. Amtlich.)' Keine Karnpfhandlimgen.
W. A. K. Großes Hanplqirarrier, den 4. August Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
Während der Nacht anslebende Artillerietätigkeit, die sich siidwestlich von Wern und beiderseits der Somme zeitweilig, zu großer Stärke steigerte. Beiderseits von Albert nahmen wir ohne feindliche Einwirkung unsere westlich der Ancre stehenden Posten auf das östliche Flußuser zurück. In erfolgreichen Vorfeldkämpfen südlich vom Lucebach und südwestlich von Montdidier machten wir Gefangene.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Kleine Kampfhandlungen. Wir stehen an der Aisne (nördlich und östlich von Soissons) und an der Vesle in Ge- fechtssühlung mit dem Feinde.
Leutnant B i l l i k errang seinen 28. Luftsieg.
Ter Erste Gencralguartiermclsicr: Ludendorff.
Abeudkerrcht.
Berlin, 4. Ang., abends. (WB. Amtlich.) An der Front nichts Neues.
Der österreichische Generalstnh ”:^-====: meldet: ==<
Wien, 3. August. (WB.) Amtlich wird verlantbart: An der venetianischen Gebirgssront dauert die lebhafte Ge- fechtstütmst'eit an.
Am 31. v. M hat im- Südwesten einer unserer erfolgreichsten Jagdflieger. Oberleutnant Frank Linke-Crawford. im Luf-kämpfe den Heldentod gefunden.
' w Albanien haben wir auch beiderseits des oberen Devo.i eineut Raum gewonnen.
Der Chef des Gkneralstabes.
Wien, 4. Ang. (WB.) Amtlich wird Verlautbart:
Italienischer Kriegsschauplatz: Auf der Hochfläche der sieben Gemeinden wurden wiederholte englisch-französische Erkundungsvorstöße abgewiesen. Auf dem Dosso Alto gelang es dem Feind, nach starker Artillerievorbereitung in Teile unserer Stellungen einzudringen.
Albanien: In der Linie Fieri—Berat bezog der Feind erneut Stellungen. Im oberen Devoli-Tal wurde der Feind unter Kämpfen weiter zuri'ickgedrängt.
Der Chef des Generalstabes.
Der lrrügnrische Generaistab meldet:
Sofia, 3. August. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbe- richt.
Mazedonische Front: Am Oberlaufe des Skuinbi drangen unsere Erkundungstruppen in vorgeschobene Gräben bcs Feindes ein, von wo sie verschiedenes Kriegsgerät zurückbrachten. In der Gegend von Bitolia war die Feuertätigkeit auf Leiden Seiten zeitweilig ziemlich lebhaft. Bei dem Dorfe Makowa im Gernabogen zerstreuten unsere vorgeschobenen Einheiten durch Feuer eine verstärkte Abteilung des Feindes, die sich unseren Drahthindernissen genähert hatte. In dem Dorfe Alt- schat Mahle nahmen unsere Angrisfstruppen mehrere Engländer gefangen. In der oberen Struma-Ebene für uns günstig verlaufene Patrouillengefcchte.
H^as türkische Hauptquartier
meldet:
Konstantinopel, 2. August. (WB. Nichtamtlich.) Gene- ralstabsbericht.
Palästinafront: An vielen Stellen der Front Artille
riekämpfe, die sich zeitweise zu großer Heftigkeit steigerten. Im Küstengebiet und westlich der Straße Jerusalem-Nabu- lns wurden feindliche Erkundungsabterlungen abgewiesen. Im westlichen Iordantal entspann sich ein heftiger Fener- kampf zwischen den feindlichen und unseren Postierungen, der ein lange anhaltendes Artilleriefeuer hervorrief. Auch auf dem Ostjordanufer war die Gefechtstätigkeit stärker als sonst. Ein eigenes Flugzeuggeschwader warf mit guter Wirkung viele Bomben auf ein Rebelleulager westlich von Maan.
Ostfront: In Nordwestpersien befreiten unsere Truppen die Gegend von Urmia von armenisch-nestorianischen, in enger Verbindung mit den Engländern stehenden Banden. Sichernngsabteilungen von uns besetzten die Stadt Urmia. — Auf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert.
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Konstantinopel, 4 August. (WB Nichtamtlich.) General, stabsbericht.
Paläftinafront: Der Engländer entwickelte gestern an vielen Stellen der Front lebhafte Artillerietätigkeit mit Jlioger- beobachtung. Im Küste nabschnitt uwd östlich des Jordan wurden feindliche Erkundungsabteilungen von uns abgewiesen. — Auf den übrigen Fronten keine Ereignisse von Bedeutung.
Die Knge im Westen.
Berlin, 3. August. (WB.) Die gestern gemeldete Los- lösung unserer Truppen vom Feinde bereitete diesem eine volle Ueberraschung. Unsere Bewegungen verliefen völlig ungestört vom Feinde, der nur mit größter Vorsicht, teilweise unter Entwicklung stärkerer Kräfte zu folgen wagte, wobei seine nachdrückenden Kräfte in unserem wirksamen Maschinengewehrfeuer beträchtliche Verluste erlitten.
In Erweiterung der gestern gemeldeten Vorseldkämpfe in der Champagne schoben wir unsere Linien trotz zähen Widerstandes in 5 Kilometer Breite vor. Die hierbei gemachten 100 Gefangenen, unter denen sich zwei Offiziere befinden, gehören zwei französischen Divisionen an.
Am 1. August 7 Uhr abends wurde das weitab von sonstigen militärischen Anlagen gelegene, deutlich durch das Rote Kreuz gekennzeichnete Lazarett Labry bei Conflans von feindlichen Fliegern mit Bomben angegriffen.
Die Kampfe am Hckenberg.
Berlin, 3. August. (WB.) Seit dein 27. Juli versucht der Franzose immer wieder aufs neue, aber vergeblich, am Hexenberge vorzudringen. So hat er denn am 27. vormittags nach tagelangem, vorausgehendem Vernichtungsfeuer überraschend im Morgennebel mit zwei Regimentern angegriffen. Es gelang ihm, unsere Vorposten zurückzudrücken und einige hundert Meter nachznstoßen. Ein Teil '
des gewonnenen Geländes wurde ihm sogleich im Gegenstoß wieder abgenommen. Um unnötige Verluste für uns zu vermeiden, wurden einzelne Punkte, in denen der Feind sich festgesetzt hatte, durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer sturmreif geschossen. Dann wurden sie fast ohne Verluste von niedersächsischen Truppen zurückerobert. In einem solchen Stützpunkt, im sogenannten Bombenbusch, lagen 40 Tote auf einer kleinen Stelle beisammen. Vor einer Koni- pagniefrent wurden über 100 Tote gezählt. Unser Artille- riefeuer harte eine solche Wirkrmg, daß die überlebenden Franzosen nach und nach mit hochgehobenen Händen und moralisch vollkommen gebrochen in unsere Linien überliefen. In diesen Kämpfen machte die Division über 300 Ge» fangene. Die französischen Offiziere sagen aus, daß sie Befehl gehabt hätten, die am 27. am Hexenberg erkämpfte Linie unter allen Umständen zu halten. Infolgedessen warertz ihre blutigen Verluste besonders hoch.
Englische „Erfolge".
Berlin, 4. Ang. (WB.) Die Zurücknahme unserer beiderseits von Albert nock auf dem westlichen Ancre-Ufer belassenen Posten geschah völlig unbemerkt vom Feinde und ohne jede Einwirkung des Gegners. Der englische Funk- sprmch Horsea vom 4. August. 2 Uhr vormittags, sucht zwar auch hier den englischen Waffen einen Erfolg anzudichten und behauptet, daß die englischen Truppen i# den verlassenen Gräben viele Tote vorgefunden hätten. Das ist, wie in letzter Zeit so viele Ententemeldungen. wieder ftei erfunden.
An der neuen Aisne—Vesle-Front boten marschierende Abteilungen und Fahrzeugkolonnen des Feindes unseren Batterien und Schlachffliegern wiederum lohnende Ziele. In Vorfeldgefechten brachten wir mehrere Gefangene ein.
Ein Urteil des „Bund".
Bern, 3. August. (WB.) Ctegemaim beurteilt im „Bund* die gegenwärtige Kriegslage als taktisch sehr interessant. Der Zwang der Umstände laste heute noch sichtbarer auf den Alliierten als am 31. Juli. Sie würden ihres Erfolges nicht sehr froh. Die Gegenmaßnahme der deutschen Heeresleitung außerhalb des abgesteckten Rahmens fei noch nicht zu erkennen. Offenbar handle es sich für sie zunächst darum, in die Verhältnisse zwischen Marne und Besle Ordnung zu bringen und das Gelände fowl« die rückwärtigen Verbindungen zu organisieren.
33000 Tonne» versenkt.
Berlin, 2. August. (WTB. Amtlich.) An der Westküste Englands wurden durch unsere U-Boote 20,000 Bruttorcgisrcriouncn
versenkt.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marino
Berlin, 3. August. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet! westlich England fielen weitere
13,000 Bruttoregistertonnen der Tätigkeit unserer U-Boote zum Opfer.
Der Chef des Admiralstabcs der Mariae.
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Keine Abnahme der Versenkung nu
Rotterdam, 3. August. Der „Manchester Guardian* schreibt zum Tanchbootkrieg^Ergebnis im Monat Juli: Dir Zahl der Versenkungen des englischen Schiffsraumes scheint auch im Monat Juli nur wenig znrückgegangen zu sein.
Versenkt!
Washington, 8. August. (Reuters Das Marine, departement gibt bekannt: Ein deutsches Unterseeboot versenkte am 27. Juli die portugiesische Bcnck „Porto" aus Havanna 560 Meilen von der atlantischen Küste. Tie aus 18 Mann bestehende Besatzung wurde von einem englischen Dampfer in einem amerikanischen Hafen gelandet. Die „Porto" wurde durch eine Bombe, die in die BauinwolladunG gelegt wurde, vernichtet.
Kopenhagen, 3. Ang. Der holländische Dampfer „Zwcmtz« Cornelis", auf der Reise Brovik-Hartlepool mit Grubenholz, wurde 40 Seemeilen von der norwegischen Küste von einem deuffchen U-Boot in Brand gesteckt. Das Schiff wurde mit 2. August in Kristiansfand eingefchleppt Und die Besatzung gelandet. ,


