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pmnmgv 176 __ Dienstag, -en 30. Jutt 1918 _ H Jahrgang

,'ßic ,Reue TascsMung" erscheint jeden Werktag. Regelmätzige BeilagenSer Sauer au» «essen".Die Sviirnssube». KrMg-prei-: Bei Len Postanstalten nierkeljührlich 'W 2 4U hinzu tritt noch Las BesteNgeld: de, den «aenten monailich 85 Psg. einlchliehlich Trägerlol,n. An,eigen: iSrnnd,eil° 2b Pjg^ lokale 20 Pjg, Ani-ig-n van auswärts «erde» durch voänachnamn - erhoben. Erfüllungsort griedberg. Schriftlcituna und Aerlag ,yrisdberg (Hessen,, r>anansrstratze 12. Herniprschsr 48. Postjcheck.Lonto Sir. 485», Amt ^rantjnrt a. M.

Schwere feindliche Angriffe bei Fere-en-Tardenois blutig gescheitert. Die Kämpfe in Albanien.

21000 Tonnen versenkt.

Der deutsche Generalffab !! ®=^= meldet: =====11

M. T. H. <^^otzes Kkrrrpt.iuarrLer', r-err 29. Inli. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz RupprechL.

Teilangrifse, die der Engländer nördlich der'Lys, nörd­lich der Scarpe und in breiterer Front cmf dem Nordufer Her Somme führte, wurden abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In den Kampfabschnitten südlich der Aisne ruhiger 'Vormittag. Am Nachmittage wurden nördlich von Villc- montoire Teilangriffe des Feindes, denen heftiger Artille- riekampf vorausging, im Gegenstoß abgewiesen.

In der Nacht vom 26. zum 27. 7. haben wir etwa zwi- fcfym Ourcq und Ardre unser vorderes Kampfgelände plan­gemäß geräumt und die Verteidigung in die Gegend Fere- en-TardenoisVille-en-Tardenois verlegt. Den: Gegner blieb unsere Beweaung verborgen. Am 27. lag noch bas Feuer seiner Artillerie auf unseren alten Linien. Nach­huten verhinderten feine erst am Nachmittag zögernd vor- Ählenden Truppen an kampfloser Besitznahme des von uns abgegebenen Geländes. Gestern versuchte die feindliche In- j fanterie, sich unter starkem Feuerschutz an unsere neuen Li­nien heranzuarbeiten. Schwache. im Vorgelände belassene Abteilungen empfingen den Feind auf nahe Entfernung mit Gewehr- und Maschinengewehrfeuer und fügten ihm empfindliche Verluste zu. Auch die seit dem Tage vorher eingerichtete Artillerie und Schlachtflieger fanden in ans­marschierenden Kolonnen und Panzerwagen des Feindes lohnende Ziele. Vor starken Angriffen des Gegners bei und südöstlich von Fere-en-Tardenois wich unsere Vorfeld­besatzung nach Erledigung ihrer Aufgabe befehlsgemäß auf ihre Linien zurück. Die mehrfach wiederholten Angriffe des Feindes führten zu heffigen Kämpfen, die mit Zurückwerfen des Gegners endeten. Hierbei haben sich unter Fiihrung bes Generals Pachelin oft- und westpreußische Regimenter, die schon ans den Höhen nordwestlich von Chateau-Thierry und seit Beginn der Schlacht fast täglich mehrfachen An­sturm französischer und amerikanischer Divisionen zum Scheitern brachten, auch gestern wieder besonders hervor­getan.

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Leutnant Loewenhardk errang seinen 45. Luft-

lieg.

Der Erste Generalquartiermcister: Ludendorff.

Aberrdberrcht.

Berlin, 29. Juli, abends. (WB. Amtlich.) An unse- -mt neuen L i n i e n westlich von Fere-en-Tard'enois sind schwere Angriffe des Feindes blutig ge­scheitert.

Wien, 29. Juli. (WB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front Geschützkgmpf und Geplänkel.

In Albanien wurde der durch unsere Vorstöße ausge- löfte Gegendruck des Feindes stärker. Unsere Stellungen im Seinenikuie waren fiinfmal das Ziel heftiger Angriffe, die dank der tapferen Haltung der von der Artillerie kräftig unterstützten Verteidiger durchweg blutig zusammenbrachen. Auch im Gebirge Mali Siloves griff der Feind viermal ver­gebens an, wurde aber teils durch Feuer, teils durch Gegen­stoß znrückgetrieben.

Der Chef des Generalstabes.

Das türkische Hauptquartier

« - meidet: - J

_ Konstnntiiioprl, 28. Juli. (WB. Nichtamtlich.) Tages- bericht. Palästinafront.' Beiderseitige Artilleriekämpfe vor:

geringerer Stärke und rege Fliegertäfigkeit. Eine starke feindliche Aufklärungsabteilung wurde gestern nacht östlich der Straße Jerusalem-Nabulus Vertrieben. Nene Kämpfe um Maan und die Bahnlinie nördlich davon führten am 26. 7. wiederum zu stolzen Erfolgen unserer Waffen. Meh­rere tausend Mann zahlende, von den Engländern mit vielen Geschützen und Maschinengewehren ausgerüstete Rebellen- verbärrde verbluteten sich unter persönlicher Führung ihrer Stamnwberhäupter in vergeblichen, von: frühen Morgen bis zum späten Abend anhaltenden Angriffen. Unsere tapferen Besatzungen schlugen alle Angriffe ab. Bei Oschar- dnnf faßten unsere Verstärkungen den Angreifer von Norden und Süden und schlugen ihn in regellose Flucht. Viele tote Rebellen bedecken das Schlachtfeld. Unsere Flieger griffen westlich von Maan ein großes feindliches Truppenlager mit zahlreichen Bomben und Maschinengewehren an. Auf den übrigen Fronten ereignete sich nichts Besonderes.

21000 Tonnen versenkt.

Berlin, 28. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Kanal Kur­den 21,000 Vrt. versenkt.

Ter Chef des AdmiralstabcS der Marine.

London. 28. Juli. (MV.) Meldung des Neuterfchen Bur. Ein englischer und ein belgischer Fischdawpser sind von einem Uirterseeboot versenkt worden. Ein Teil der Mannschaftei: wurde gerettet.

Die Sch rocht im Westen.

Genf, 29. Juli. DerTemps" meldet von der Front, unser Vorpostengelände bei Reims ist wieder unter deut­schem Feuer. Alle Anzeichen lassen erwarten, daß wir nicht mehr weit vom Gegenangriff des Feindes entfernt sind.

Aus den Auslassungen der englischen Militärkritiker geht hervor, daß sie mit einem weiteren Vorwärtskommen der Verbündeten nicht mehr rechnen, da sich die englischen Truppen angeblich bereits auf den Stellungskrieg einzurich­ten beginnen.

Die Amerikaner im Kampf.

ImVorwärts" schreibt der Kriegsberichterstatter Dr. A. Köster: In der Scklacht zwischen Aisne und Marne führte der Verband znm erstenmal amerikanische Massen ins Feuer. Die Amerikaner kämpften teils in geschlossenen Divisionen, teils als Lernkommandos, unter den Franzosen aufgestellt. Von den jetzt eingesetzten Regi­mentern waren die nieisten schon seit über einem Jahr in Frankreich. Andere sind in Amerika und auf dem Festland nur notdürftig allsgebildet, in die Schlacht geworfen wor­ben. d Die Ausrüstung war bei allen sehr gut. Die neue amerikanische Arnlee hat, wie die französische, eine ganze Anzahl Negerdivisionen, doch sind diese bisher nicht einge­setzt worden. Unter den gefangenen Amerikanern fällt der verhältnismäßig große Prozentsatz deutscher Namen aiff. Nach ihren Angaben müssen auch unter den Führern der amerikanischen Armee deutsche Mkömmlinge eine große Rolle spielen. Der Kampfwert der amerikanischen Solda­ten ist nach den: allgemeinen Urteil der Fronttruppen nicht zu unterschätzen.. Auf ihre numerische Starke pcchmd und gehoben durch die täglichen Lobhudeleien der französischen Oeffentlichkeit, gehen sie mit halber Tollkühnheit ins Feuer. Da sie aber noch nicht gelernt haben, in lichten Reihe,: zu kämpfen, um den: Artilleriefeuer geschickt auszuweichen, über- treffen ihre Verluste die aller anderen um ein Gewaltiges. Amerikanische Leichenfelder, wie z. V. vor der Höhe Mon- thiers, können nur mit den russischen Leichenfeldern bei der Gegenoffensive Brussilows verglichen werden. Ebenso draufgängerisch wie im Angriff, sind die Amerikaner mige- schlckt in der Verteidigllng. Alle Gegenstöße selbst kleinster deutscher Stoßtrupps haben den Amerikanern gegenüber bisher zum Erfolg geführt. Vom 21. Juli, wo die euer- glsche deutsche Gegenwirkung einsetzte, haben die Amerika­ner durch die meisterhaften deutschen Gegenstöße Verluste erlitten, d:e von verschiedenen an der Ablvehr beteiligten Of­

fizieren auf 5075 Prozent angegeben werden. Aus die» sein Grund mußten mehrere amerikanische Divisionen schon nach fünftägigen Kämpfen abgelöst werden.

45 000 Mann Verluste.

Bern, 28. Juli. DasBerner Jntellrgenzblatt" meldet ans Newyork' Gemäß den veröffentlichten Angaben belaufen sich die amerikanischen Verluste b'S Mitte Juli auf 12 718 Mann. Nach einer Meldung derMcwning Post" betrugen sie in der Zeit von Mitte Juli bis 25. Juli, wo erstinals größere amerikanische Einheiten an den Operationen teilnahmen, 33 700 Mann, insgesamt 15176. Der amerikanische Bericht betont, di, Verluste seien verhältnismäßig gering (!), sollten sie jedoch den­selben Umfang erreichen, wie diejenigen Englands und Frank« veichs, so würden dadurch die Vereinigten Staaten in ihrem Entschluß nur gestärkt, den Krieg bis zum endgültigen Siegs fortzusetzen.

Derrat im deutschen Heere.

Köln, 24. Juli. DieKölner Zeitung" bringt aus de« Felde eine auf zuverlässige Angaben gestützte Vorstellung dev letzten Offensive, worin gesagt wird, daß der Mißerfolg des letz­ten Angriffe dein Verrate von Ueberläufern zuzuschreiben sei. Es heißt dort:Unsere militärische Leitung ist vorsichtig ge­nug, um in jedem Falle von tatsächlichen Verhältnisien aus­gehend, ihre Entscheidungen zu treffen. Nun haben wir, nachdem wir es bestimmt wißen, keinen Grund, zu verschweigen, daß in den Reihen der deutschen Truppen sich Ueberlüufer befanden, die ihre Kenntnisse über die geplanten Kampfhandlungen zu schnödem Verrat an ihrem Vaterland und ihren Kampfgenossen ausgenützt haben. Cie hoben den Feind über die deutschen Pläne unterrichtet und dadurch hatten die Franzosen selbstver­ständlich einen gewissen Vorteil. Ein Blick auf die Landkarte in die man die Frontveränderungen der letzten Tage eingezeich- net hat, zeigt deutlich, wie der Feind östlich von Reims seine Front zurücknahm und umstellte. Dadurch schuf er dort eine neue Lage."

ll-Booi-Kneg mil» TriMiikllngMk.

Weshalb gelingt es unseren U-Booten nicht öfter» Truppentransportdampfer zu versenken und dadurch dia amerikanischen Zufuhren vom Kriegsschauplätze fernzu- halten? Diese Frage wird zweifellos von vielen gerade an« läßlich des großen Erfolges der Versenkung des 32 00$ Tonnen großen englischen TransportdampfersJustitia* an der irischen Küste gestellt werden. Es erscheint de« Laien so einfach, daß ein U-Boot gerade den Trrrppentränst portdanipfern an den Anlaufhäfen aufzulauern hätte, um unter ihnen reiche Ernte zu halten. In Wirklichkeit ist e- aber gerade so schwierig, eine bestimmte Art von Schiff« durch den U-Boot-Krieg zu treffen, wie in einem Teich aus einer großen Anzahl von Fischen gerade einige bestimmte herauszufangen, ja vielmehr noch schwieriger, da gerade dir Fisck)e, die man haben möchte, nämlich die Trichpentrans« Portdampfer, durch ihre Schnelligkeit, Bewaffnung, Sicke­rung und sonstige Umstände ganz besonders geeignet sind, sich dem Zugriff des fischenden U-Bootes zu entziehen Wegen des großen Wertes ihrer Ladung durchfahren sie das gefährliche Gebiet besonders rasch und möglichst zur Nacht« zeit, was den gewöhnlichen Frachtdampfern schon wegen chrer geringeren Geschwindigkeit nicht möglich ist. Trotz - der großen Zahl unserer im Sperrgebiet tätigen U-Boot^ rst aber eine völlige Absperrung des Meeres durch die U-Boot- Waffe nicht möglich. Hat doch nicht einmal die Entente mit dem seebeherrschenden England an der Spitze die verhält­nismäßig . enge Ausfahrt cmä der Nordsee sicher sperren können, wie die viermalige Durchfahrt derMöve", ferner der Durchbruch desWolf" und eine Reihe anderer Hilfs­kreuzer zeigt, obwohl die Ueberwasserschiffe für einen der­artigen Patrouillendienst sehr viel geeigneter sind, als di« Unterseeboote, schon wegen ihrer viel größeren Sichtweite. Man niuß sich darüber klar sein, daß der deutsche U-Boot- Krieg eben nur, wie etwa ein Netz, einen bestimmten Prozent­satz des Verkehrs erfassen kann mrd daß dieser Prozentsatz tom Glück und einer Reihe sonsfiger Umstände, besonders von der Witterung abhängt. Auch die von der Gegenseit« geübte Methode der Verlegung der Fahrstraßen und dek Ansuhrhäfen, besonders für wertvolle Labungen« spielt ein«