Ausgabe 
22.7.1918
 
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Stadt auf den Kasernenhof, wo die offizielle Begrüßung erfolgte Namens des Kaisers begrüßte Prinz Oskar die Angekonrmenen. Auch der Großherzog von Baden hielt eine Ansprache und brachte das Hurra auf den Kaiser auS. Einer der Zurückgekommenen dankte mit einer kurzen Ansprache. Hierauf sandten die Angekommene« ein HuldigungStele- gramm an den Kaiser ab.

Sridlers Rücktritt.

Wien. 20. Juli. DieWiener allg. Zeitung" meldet: Wie tn gut inform intern parlamentarischen Kreisen verlautet, hat der Ministerrat beschlossen, dem Kaiser seine Gesamtdemis- sion zu unterbreiten.

Fliegerlod Kirfchsteins.

Posen, 20. Juli. Leutnant Hans Kirschstein, In­haber des Ordens Pour le m^rite. der älteste Sohn des hiesigen Regierungspräsidenten, ist den Heldentod gestorben. Er hat bekanntlich eine größere Anzahl feindlicher Flugzeuge ab geschossen.

Schweizer Stimmungen.

Von befreundeter Seite wird uns aus einem Schweizer

Brief von Mitte Juni mitgeteilt:-Trotz allem denke ich,

1914 entscheidet sich, was uns auf Erden das Wichtigste ist: Des deutschen Volkes Geschick! .... Bei uns sieht es bedenklich. Hier gabs in einer Woche drei arge Kravalle: Die Vosschewiki- partei ist den sogenanntenFührern" über den Kopf gewachsen. Rasende Weiber belagern das Rathaus und spucken den Kan- tonsräten ins Gesicht, wenn sie vor die Türe treten. Die Be­hörden geben echt demokratisch immer nach. Und doch kann man von Rot eigentlich nicht reden Die Löhne sind stark ge. stiegen. Aber es ist menschlich- Die Beschränkungen und Ein­schränkungen erträgt der Neutrale schwerer, weil er den Ernst der Lage nicht fühlt, wie der Kriegführende. Ueberhaupt die Menschen! Was sind es doch für Menschen . . Seit einiger

Zett war wieder viel von einem baldigen Frieden die Rede.

Niemand wünscht ihn mehr als ich, aber-so oft er

in Artssicht steht, kommen Angst und Unbehagen über mich: denn in Deutschland warten ja gewisse, sehr mächtige Leute nur auf die Gelegenheit zu sagen: Die lieben Freunde sind jetzt sehr nett geworden, laßt* uns ihnen nur ja nicht weh tun, und dann . . . Michel. Michel! Nichts ist leichter, als einen höhe­ren deutschen Beamten übers Obr zu hauen! Und auf deine Haut kommt es! ... Seit Amerika den Kriegidealisiert", ist es hübsch hier geworden. Allen größeren Zeitungen wurde riesiges Geld Angeboten.Was kostet ihre Zeitung? Diese in Amerika gang natürliche Frage hat bei uns verschnupft, denn

so ist man es doch in der Schweiz nicht gewohnt. -Run

warten wir auf den werten Vorstoß in Frankreich. Auch er wird sicher gelingen. Ich lebe nur auf die nächste Zeitung hin »nd habe wenig für alles andere übrig. Esten. Schlafen, Be» rufsarbeit. als gelte es nur. die Zeit bis zum nächsten General- stabsbericht auszufiillen.f Denn in diesen Berichten wird jetzt die Geschichte geschrieben, für Deutschland und seine Zukunft, für uns und für so wohl, für die Welt! --

Cfin MilMjünrhms bei kr öder

die krimiirnnychagen ha Reichstage.

©et den Abstimmungen des Reichstages hinsichtlich der Ernuhrungsftage in den letzten Tagen ist ein Mißverständ- vrs unterlaufen, auf das Graf Westarp alsbald aufmerksam machte, und dessen Richtigstellung durch Wiederholung der Absttmmung erforderte, was aber am Widerspruch von unabhängiger Seite scheiterte. Infolgedessen haben folgende Parteiführer aller Fraktionen, mit Ausnahme der Unab­hängigen Sozialdemokratie, nämlich die Herren Dr. Arendt, Wert, Gröber, Haegy, Müller-Meiningen.Seyda, Dr. Strese- niann und Graf Westarp dem Staatssekretär v. Waldow nachstehende Erklärung übersandt:

Die Unterzeichneten Fraktionsführer bestätigen, daß dre Ablehnung von Nr. 4 der Drucksache Nr. 1685 durch dte Majorität des Reichstages am Freitag, 12. Juli d. I., nur auf ein Mißverständnis zurückzuführen ist, während nach der Stellungnahme der von den Unterzeichern ge­führten Frakttonen auf eine Annahme dieser Nr 4 m rechnen war."

SXr Antrag ging dahin, den Herrn Reichskanzler zu erfüllen, dahin zu wirken, daß im Wege einer Bundesrats­verordnung bestimmt wird, daß das abzullefernte Getreide nur in gereinigtem Zustande abzuliefern ist und daß den Erzeugern hierbei' das Hinterkorn als Abgang aus dem Getreide zur Verwendung in der eigenen Wirtschaft zu ent­nehmen gestattet ist, bei einer Gesamternte bis einschließ- lich 10 Zentner 20 v. H. dieser Gesamternte, einschließlich 100 Zentner 10 v. H. dieser Gesamternte, einschließlich 1000 Zentner 5 v. H. dieser Gesantternte, bei einer Menge dort mehr als 1000 Zentrier 3 v. H. der Grsamternte, wobei bis fretzug-bende Menge des Hinterkorns der höheren Staffel zu entsprechen hat.

Bei richtiger Abstimmung würde also der Reichstag die von der konservativen Fraktion ausgegangene Anregung Len Landwirten bezüglich des sogenannten Hinterkorns, größere Freiheit zu lassen, mit großer Stimmenmehrheit an-

S^nomrnen habe».

Ans der Heimat.

FC. Friedberg. 21. Juli, «rauereibesitzer Ernst Win- ^ecker dahier vermachte dem Hilfsoerein für die Geistes- «kranken in Hessen 30000 Mart.

Kolomal-Kriegerspende. Zu Gunsten der schwer ge­schädigten Deutschen in unseren Kolonien werden im Laufe des SommerS Opfertage über ganz Deutschland stattfinden. Für Hessen werden diese Tage voraussichtlich im August ab- gestalten werden. Der Ertrag dieser Sammlung, der der amttich verwalteten Kolnialkrieger-Spende Kufließen soll, kommt den Kolonialkriegern, ihren Angehörigen und Hinter» tliebenen. aber darüber hinaus auch allen anderen Kolonial­deutschen zugute, die in den Schutzgebieten bei Ausbruch des Krieges ihr Hab und Gut verloren haben. Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der Kolonialkrieger-Spende. Berlin

Ferkelpreise. Aus dem hessischen und bayerischen Maintal und aus Rheinhcssen wird fast übereinstimmend Über rapides Fallen der Ferkelpreise berichtet. In Rheinhessen sind die Preise um fast die Hälfte innerhalb drei Wochen zurückge­gangen. Heute kann man Ferkel Überall schon zu 80100 Mk. erhalten.

FC. Obererlcnbach, 19 Juli. Am 21. Juli begehen hier die Eheleute Th. Franz Schmitt und Frau Katharina geb. Bender das Fest der goldenen Hochzeit

Budesheim. Das Präsidium der Kriogerkameradfchaft Hassia" hat, dem Ersuchen des Großh. Ministerium des Innern entsprechend, es übernommen, die für das ganze deutsche Reich vom Herrn Staatssekretär für die Kolonien ins Leben gerufene Kolonialttiegerfpene im Großherzogtum Hessen durchzuführen. Er hat zu diesem Zwecke eine besondere Kommission gebildet. Es gilt auf dem Gebiete der Wohltätigkeit. die Mittel zu be- schaffen, um den Tapieren, die ihre zweite Heimat da draußen vrloren haben, die für die Verteidigung ihrer Bodens Helden­taten vollbracht, welche erst die spätere Geschichte zu würdigen weiß, nach dem Kriege zu helfen und aufsubaueir, was feind­liche Unmenschlichkeit verwüstet und zunichte gemacht hat, wo­für die staatliche Hilfe nicht allein ausreicht. Am 17. und 18. August sollen im ganzen Lande von Haus zu Haus Sammlungen vcrgenommen werden. Die Bezirksvorstände sollen diese Samm­lungen durch ihre Vereine ausfiihren lassen. Wer weiß, was unsere Tapferen draußen, fern von der Heimat, für die Ehre des deutschen Namens getan haben, der öffnet gewiß gern Herz und Hand auch bei dieser Spende.

FC. Hanau, 19. Juli. In der Gemarkung Wilhelmsbad setzte ein lljähriger Junge das Gras eines Grabens in Brand. Die Flamme griff auf den nahen Kornacker Über und vernich-, tete einen Teil der Frucht. Einem hin^ikommenden Soldaten gelang es, durch Auswerfen eines Grabens das weitere Umsich- gr-eifen des Feuers zu hindern. Als der Junge sah. was er an­gerichtet hatte, nahm er Reißaus, wurde aber von einem Feld­hüter fesbgerwmmen. Wie sich bei seiner Vernehmung heraus­stellte, hatte er tags zuvor einen Kornacker angezüudot und junge Hühner in den Wald getrieben. abgefchlachtet und dort verscharrt.

FC. Frankfurt a. M 19. Juli. Auf dem Hofe der Haupt­post wurden einer hiesigen Firma mehrere Pakete Sammet- und Seiden bändern, Schleierstoffe und andere Waren aestohlen. Der Wert der Waren betragt 20 000 Mark. Für die Wiederherbei- schafstlng der Waren ist eine Belohnung von 1000 Mark aus­gesetzt. .

Aus Starkrvburg.

FC. von der Bergstraße. 19. Juli. Ganz bedeutend bleibt der Ertrag der Frühkartcffelernte in diesem Jahre gegen das Vorjahr zurück. Der Ertrag ist nicht einmal die Hälfte, die Knollen, sind klein und wenige nur hangen an den Stocken. Durch die Trockenheit haben sie zu früh abgestruwen und läßt dieserhalb auch die Güte zu wünschen übrig.

Aus Rheinhesiev.

FC. Mainz. 19. Juli. In einem Zigarrenladen in der Heidelbergerstraße dahier kauften zwei junge 17jährige Bur­schen Zigaretten. Als die gekauften Waren ihnen eingepackt wurden, überfielen die Burschen die Frau, stopften ihr ein Tuch in den Mund und plünderten die Ladenkasse, der sie 120 Mcrrk entnahmen. Von den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur. Ein Arbeiter, der in einem hiesigen Betrieb mit der elekttifchen Sttomleitung in Berührung kam, wurde getötet.

Ans Hessen.Nassau.

FC. Wiesbaden. 18. Juli. Im 46. Lebensjahre verstarb hier in seiner Vaterstadt nach langem schweren Leiden Dekan und Kreisschulinspektor Fasse!, Pfarrer von Epstein.

Wetzlar, 16. Juli. Zwischen Schwalbach und Vonbaden wurden in den letzten Tagen auf Frauen räuberische Ueberfällo verübt. Einer Frau nahm ein Mann einen größeren Geldbe­trag ab. Im anderen Falle wurde ein ISjähriges Mädchen, das auf einer Wiese bei Schwalbach Gras mühte, von zwei Burschen durch einen Schlag auf den Kopf betäubt. Dann band man ihm ein Tuch über den Kopf, schleppte es tn den Wald und mißhandelte es hier schwer. Das Mädchen wurde später von vorübergehenden Leuten ausgefunden. In beiden Fällen konnte man der Täter bisher nicht habhaft werden.

FC. Schierstein, 19. Juli. Wegen einer größeren Menge beschlagnahmten Metalls, das aus dem Lager einer hiesigen Fabrik entwendet wurde, wurde bei einer» früheren Arbeiter der Fabrik eine Haussuchung vorgenommen und nicht nu^ das Genannte gefunden, sondern ein ganze» Lager gestohlener Mi- litäreffekten.

FC. Limburg, 15. Juli. Aus Anlaß seines bevorstehenden goldenen Priesterjubiläums wurde Domdekan Prälat Dr. Hil- pifch vom Papst zum Apostolischen Protonotar ernannt. Die hohe Würde eines Protonotars wurde fett Bestehen des Bis­tums (1827) nur drei Priestern verliehen. Am vergangenen Samstag revidierte d-ie hiesige Polizei die Gepäckstücke sämtlicher einlreffender und abstehender Züge. Hierbei wurden beschlag­nahmt: 366 Eier, 50 Pfd. Fleisch ans Gebeimfchlach unaen,

6 Pfd. Wurst, 26 Pfd. Butter, 27 Brote. 22 Pfd. Käse. 150 P d. Mehl, Oel usw. Ferner eme große Anzahl von Schuhen und , Kleidungsstücken aus militärischen Beständen beschlagnahmt.

l ( . Draubach, 16. Juli. Beim Bahnübergang am Hotel Kaiserhos wurde die Witwe Hohl von hier von einem Zllge der Kleinbahn erfaßt und überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein.

FC. Branbach. 17. Juli. Seit zwei Jahren ist der Fisch­fang im Rhein nicht mehr lohnend, doch muß der diesjährig« Fang als äußerst schlecht bezeichnet werden. Der starke Rück- gang des Fischreichtums im Rhein ist ungetlätt.

Aus Kurhessen.

FC. Herefeld, 18 Juli. Rächtlickrerweile wurde aus der Trautwetterfchen Schlosserei drei wertvolle Troibriem-n gestoh- len. Aus der tn der Nähe befindlichen Schreinerei des fett Krivgsbeginn im Felde stehenden Schreinermeisters H. Baum- gardt wurde ebenfalls ein wertvoller breiter großer Treib» rimen entwendet. Beide Diebstähle scheinen von einer Hand ausgeführt worden zu sein.

FC. Hersfeld. 17. Juli. In Widdershausen wurden einem Landwirt nächtlicherweile sein« sämtliche Kühe von Spitzbube« avsgemolken.

FC. Marburg, 17. Juli. Die älteste Einwohnerin der Stadt, Freiin Emilie von Schützbar-Milchling, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Marburg, 16. Juli. Heute früh gelang es im Walde nörd­lich unserer Stadt bei dem Dorfe Werda einen in den 30er Jahren stehenden kräftigen Mann festzunehmen, der vermutlich zu der Diebesbande gehört, die in der letzten Zeit in der Fran­kenberger und Battenberger Gegend \o oi e! von sich reden macht« und die anscheinend in den Kreis Marburg gewechselt hat;

! denn auch aus dem Amt Wetter und von hier werden jetzt Dieb* j stähle gemeldet. Bei dem Verhafteten fand man nämlich außer ! vielen Lebensmrtteln und Kleidungsstücken, die sich als gestohlen herausstellten, etwa 400 Mk. Geld und zwei scharf geladene Re­volver. Da vermutet wird, daß sich die übrigen Mitglieder der Bande ebenfalls tn der Rahe befinde»!, ist man eiftig bemüht, auch diese hinter Schloß und Riegel zu bringen.

FC. Aus dem Kresse Marburg, 11. Juli. Seit dem 2. Juli i sind an verschiedenen Tagen eine Anzahl Frankfurter Kinder j zum Ferienaufenthalt in Wehrda. Marbach, Cölbe, Reddes Hausen, Betziesdorf, Schönstadt und Ginseldorf angetommen. Die Zahl gegen das Vorjahr ist bei wettein geringer.

FC. Krrchhain, 10. Juli. Im Abort des hiesigen Bahn­hofs wurde eine Kinderleiche gefunden. Der Tat dringend r«rdächttg ist eine Kriegerwitwe aus Rieder-Ofleiden.

FC. Kirchhaiu. 12. Juli. Zwei junge Burschen hatten m der Ohm zwei Enten erschlagen und sie mitgenommen. Das Schöffengericht schickte jeden eine Woche ins Gefängnis.

FC. Kirchhain, 19 Juli. Mit Genehmigung der Bezirks« fleifchstelle in Kassel können die hier angesetzten Schweinemärkt, in Zukunft wieder abgeholten werden. Der nächste Schweine- martt findet am 30. d M statt.

FC. Bo» der Schwalm. 11. Juli. Ein Sinken der Ferkel« preise macht sich in hiesiger Gsgend bemerkbar. Sechs Woche» alte Ferkel werden für 40 Mark abgegeben.

FC. Treysa, 18. Juli. Ein Korb mit 50 Pfund frischem Fleisch wurde einem Hamsterer aus dem hiesigen Bahnhof ab- genommen.

FC. Fulda, 19. Juli. Das Derdienstkreuz für Krregshilf» wurde dem Rentner Vinzenz Müglich im benachbarten Kerzell wegen pünktlicher »ad gewissenhafter MUchablieferung ver« liehen.

FC. Cassel, 17. Juli. Ein viertel Rind wurde dieser Tag» von einem Dieb mit größter Frechheit aus dem hiesigen Schlacht- Hof entwendet.

FC. Kassel, 16. Juli. Auf dem Bahnhof Oberstadt fiel eine« Schutzmann eineDame" auf. die einen Handschuh verlöre» halte. Wegen der auffallend ttäftigen und tätowierten Hand nahm der Schutzmann dieDame" fest die sich als ein aus dem Thüringischen entsprungener Engländer entpuppte.

FC. Cassel, 18. Juli. In hiesigen Zeitungen ist folgendes Inserat zu lesen: Meine Verlobung mit Fräulein Agnes Prüs- sing, Tochter des Postsekretärs Prüssing in Cassel. Kantsttaße 5, wurde von den Eltern der Braut, zehn Tage vor der Hochzeit, aufgehoben, da ich denselben inbezug auf Kleidung tn Cassel nicht nobel genug aufttat. Jul. Börnig, Lehrer, Lippold»« berg.

FC Eschwege, 18. Juli. Den nunmehr zurückgeherrde» Marktverkehr versucht der Magistrat durch weitgehendes Ent- gegenkommen neu zu beleben. Die Standplätze sollen kosten!« vergeben, bei besonders guter Anlieferung von Lebensmittel, waren im Werte von 50 Mark und mehr Prämien gewähtt und den Lieferanten die Kosten der Elfen bahn fahrt bezw. ftinj Pfennig für jeden Kilometer Landweg erstattet werden.

FC. Spangeubcrg. 18. Juki. Mit einer allzn Sille |af hier gebrochen werden. Der Magistrat verbietet das Schcrhen» werfen bei Verlobungen und Einschreibungen.

Meter Rosegger -j-.

Vergwald, du hast deinen Sänger verloren, ->

Bergvolk, dein Türmer entschlief!-

Verrauscht find die Brunnen, di« Leben geboren;

das Schweigen ist tief!-

Vergland. zur Sonnenwende hat ein Firnglüh'n ausgeblutet, fiel zu Asche. - was gegttitet, kam Gottsucher« Ende!-

Herauf, was eine Seele zeigch

- Dergfeuer. flammt und steigt. wir wollen ihn zu Grabe tragen: ein deutsches Herz hat ausgeschlagen,

Borqivald, dein Sänge, schweigt!--

Hellbraun. Altert Brenn ecke.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ott» Hi rschel. Friedberg: fiir den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen rageSzeitung^ A- G., Friedberg t. H.