Ausgabe 
22.7.1918
 
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am. Ttef ^ßsftwcl mit frischem Kräften und zahlreichen Tank- peschwadern rannt« der Gegner gegen unsere Linien zwischen Aisne unid nordwestlich von Chateau-Thierry von neuem an. Mit einer Verschwendung von Menschenmaterial, wie seinerzeit Nckolai Nikolajewrtsch und Brujsilow, tcieb Foch immer wieder seine Sturmruppen in das mörderische deutsche Feuer hinein. Galt es doch für den EntentegeneralWmus aus innerpolitischen und persönlichen Prestige-Gründen hier unter allen Umständen einen Erfolg großen Stils zu erringen. Unser zufammengesaß- tes Artilleriefeuer schlug verheerend in die Reihen -des anstür­menden Feindes, wie oft mit ausgezeichneter Flankenwirtung treffend. Auf allen rückwärtigen Straßen jührle Fach stö'idtg neue Reserven heran. Auch diese faßte vernichtend unjcr gut liegendes Feuer Unter den feindlichen Truppenansammlungen, Bereitstellungen und Kolonnen räumten unsere Schlachtflieger durch fortgesetzte Bombenabwürfe entschlich auf. Hierbei wur« den zahlreiche in Geschwadern versammelte Tanks außer Gefecht gesetzt. Feindliche Marschkolonnen stoben fluchtartig auseinan­der. Der Morgenanstnrm des Feindes war um die Mittags­zeit teils im Feuer vor unseren Linien, teils nach heftigem Ringen im Gegenstoß zum Scheuern gebracht. Vor der ganzen Front liegen zahlreiche zusammengefchoffene Tanks umher.

Fm Verlaufe der ersten Nackmittagsstunden folgte ein von frischen Kräften geführter Angriff, der vor unseren Linien voll­ständig zusammenbrach. Um 6 Uhr 30 Min. abends lag wie­derum Trommelfeuer auf unseren südlich oer Aisne gehaltenen Linien. Der von uns rechtzeitig erkannte Angriff brach gleich­falls unter schwersten feindlichen Verlusten zusammen. Auch auf der Front weiter südlich bis nordwestlich Ehateau-Th-erry fetzten sich am Nachmittag die Anstrengungen unseres Feindes, die Linien zu durchbrechen, fort. Hier-richtete sich nachhaltig­ster feindlicher Druck vor allem gegen unsere Linien südlich Villenmoire. Durch kraftvollen Gegenangriff wurde der Feind über seine Ausgangsstellungen zurückgejagt. Auch südlich des Ourcq. wie ebenfalls südlich des Clignonbaches waren alle An­griffsbewegungen Des Feindes umsonst. Das Ergebnis des gest- rigen Kampftages, an dem der Feind andauernde, von stets frisch herangezogcnen Kräften genährte Angriffe auf der etwa 40 Kilometer langen Kampffront zu immer neuen Durchbruchs- verfuckien anfetzte, waren für ihn schwerste Verluste an Menschen und Material, ohne daß es ihm im enfferntesten gelungen wäre, seinem beabsichtigten Durchbruchsziel nahe zu kommen. Die Größe des Zieles, das sich Fach gesteckt hatte, geht aus der Be- rertftellung starker berittener Kavalleriekräfte hervor. Der 19. Juli, als einer der blutigsten Tage, dieses für die Entente so verlustreichen Jahres, brachte den Feind um alle feine Hoff­nungen und versagte dem Entenregeneralissimus den fchnltchst erwarteten Erfolg.

Sieg in der Abwehrschlacht.

Berlin, 2t. Juli. (WB.) Auf dem Schlachtfeld zwischen der Arsne und Marne haben die Deutschen am 20. Juli gegen emen Feind. der unter rücksichtslosestem Einsatz seiner franzö-" fischen, englischen, italienischen und amerikanischen Truppen im Verein mit seinen schwarzen Hilfsvölkern hier die Ent­scheidung suchte, einen neuen Sieg in der Abwehrschlacht ge. Wonnen. Zu den ungeheuren Opfern, die die Engländer und Franzosen seit dem 21. März durch die wiederholten sieg­reichen deuttck/sn Turchbruchsscblachten erlitten, treten neue schwer-e Verluste hinzu, ohne daß es dem Entente Generalis- simus Fach auch nur im entferntesten gelang seine weit ge» steckten Ziele zu erreichen.

Gegen 11 Uhr vormittags wurden starke Bereit­stellungen des Gegners südlich der Straße Villers-Gotterets Soissons erkannt. Desgleichen wurden feindliche Tank- geschwader im Anmarsch gesichtet. Mit voller Wirkung faß. ten unsere Batterien ihr Feuer gegen diese lohnende Ziele zusammen. Gegen 3 Uhr nachmittags steigerte sich das Feuer zu außerordentlicher Heftigkeit. Kurz darauf setzte der erwartete Angriff ein. In harteni Kampf wurde der niit tietgegliederten Kräften anrennende Feind unter hoben Verlusten, teilweise in erfolgreichen Gegenstößen, zuri'ck- gewresen. Erst gegen 9.30 Uhr abends konnte er sich nach erneutem Trommelfeuer zu nochmaligem Angriff aufraffen, fand aber nur noch Kraft zu Teilangriffen, die blutig in unserem Feuer zerschellten.

Weiter südlich begann der Gegner mit seinen Massen- angriffen bereits in den frühen Morgenstunden. Bei Berzy brach dev erste Ansturm des Feindes in unserem Feuer, das flankierend mit außerordentlicher Wirkung in die feind­lichen Sturmkolonnen schlug, zusammen. In Gegend nörd­lich Bille Monteire hatten die starken Durchbruchsversuche dasselbe Schicksal. Hier wiederholte der Feind bereits um M Uhr und um 11.30 Uhr vormittags mit frischen Kräften keinen Angriff. Seine zusammenschmelzenden Divisionen füllte er dauernd durch neue Reserven auf und lief den gan­zen Nachmittag über zum Sturm gegen unsere Stellungen an. Besonders blutig brach ein Mafsensturm des Feindes rnn 4 Uhr nachmittags in unserem verheerenden Feuer zu­sammen In den späten Abendstunden hoffte der Gegner immer noch aus Erfolg. Nach überaus starkem Trommelfeuer rannte er abermals an, wieder vergebens. Teilweise ge­wannen wir sogar im Gegenstoß Boden. Bis in die späte Nacht hinein setzte der Feind an einzelnen Stellen feine An- stürme fort. Trotz aller Rücksichtslosigkeit und trotz Ein­satzes stärkster Kampfkräfte und Kampfmittel blieb dem Feinde der erstrebte Erfolg versagt. Die Größe der nutzlos gebrachten Opfer des Angreifers ist gewaltig. Sie läßt sich mit den Verlusten keiner Schlacht dieses Krieges vergleichen. Tie Franzosen haben wieder die Hauj t> lust-

eichen Angriffe getragen.

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Zürich, 20. Juli. Französisches Commmnque un 19. Juli, Uhr abends (in der Uebermittelung verspätet): Die gestern -wischen der Aisne u-nd der Marne begonnene Schlacht dauerte mit äußerster Heftigkeit den ganzen Tag über fort. Der Feind operierte auf der gangen Linie mit beträchtlichen Reserven und

suchte unser Dorrücken auszuhaltrn. Trotz seiner Anstrengungen setzten wir unsren Vormarsch aus dem größten TeU der Front fort. Auf unserer Linken haben wir uns auf den Plateaus im Südcsten von Soissons und in der Gegend von Ehaduu bel^rup- tel. Im Zentrum haben wir die Linie Vaux an gewisien Punk« ten um drei Kilometer überschritten. Auf unserer Rechten haben unsere Truppen im Sturme das Plateau im Nordosten von Bonnes, die Höhen im Norden von Courchamps genommen und find über Torcy hinaus vorgerückt. Die Zahl der gegenwärtig gezählten Gefangenen überschreitet 17 000, darunter zwei Ober, sten mit ihrem Stabe. Wir haben mehr als 300 Kanonen er­beutet, darunter eine Batterie von 21-Zentimeter-Defchützen.

30300 Tonnen versenkt.

Berlin, 19. Juli. (WB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplätze sind durch unsere Unterseeboote

16,500 Bruttoregistertomren

vernichtet worden.

Berlin. 20. Juli (WB Amtlich.) Im Mittelmeer haben unsere U-Boote drei Dampfer von rund

14,000 Bruttoregisterts^vc^

versenkt.

Der Chef des Admiralstabkö der Marine.

Haag. 20. Juli. Reuter meldet aus Washington: Das

Marineamt teilt mit, daß das VerproviantierungsschiffWest­over" (5000 Tonnen) am 11. Juli in den europäischen Eewüssern torpediert wurde und saick. 82 Mann wurden gerettet. 10 Mann, , darunter 2 Offiziere, werden vermißt. Die ..Carpathia" de: Eunardlinie (13.603 Tonnen) wurde auf der Ausfahrt am 17. Juli im Atlantischen Ozean torp^iert. Die Geretteten wur­den ans Land gebracht. DieCarpathia" hatte weder Posia- giere noch Fracht an Bord. 5 Mann bit Besatzung wurden durch eine Explosion im Maschinen raum getötet, die übrigen. 50 an der Zahl, retteten sich in Booten und wurden später auf- gefffcht.

Feiner meldet Reuter: Das englische Transportschiff

Bartgan", mit invaliden Austtaliern noch Australien unter­wegs, wurde am 16 Juli torpediert und sank Am 16. Jutt wurde eine britische Schaluppe-torpediert und versenkt, nur 13 Mann wurden gerettet.

Basel, 21. Juli. DemMattn" wird aus Newyork gemel. det, oaß ern amerikanischer Transportdampfer. der mit einem Waffenttansport nach Frankreich unterwegs war, in der Kriegs­zone torpediert wurde. Zchn Offiziere und Soldaten find ver­schwunden.

ikiri nntfriliiiiiildirr ßmpr ^unfern.

Washington, 20. Just. Reuter. Das Drarinedeparftment meldet: Ein bewaffneter Kreuzer der Vereinigten Staaten ist heute morgen gesunken. Dampfer sind mit der Bergung der Ueberlebenden beschäftigt. Anscheinen- sind keine Menschenleben zu beklagen.

Amsterdam, 21. Juli. (WB.) Aus New York wird gemeldet: Die Ursache des Sinkens des Panzerkreuzers ist unbekannt. 335 Mann der Besatzung wurden gelandet. Das Marineministerinm berichtet von einer großen Anzahl weiterer Mannschaften an Bord von zwei Dampfern, welche mit unbekanntem Bestimmungsort weiterfuhren.

Orfäpeßnng Mko'.ons' II.

Berlin, 20. Juli. Die Boffchewikiregierung in Moskau hat zugegeben, daß der ehemalige Zar Nikolaus am 16. Juli erschossen worden ist. nnd zwar auf Befehl der Sowjetregie­rung in Jekaterinbnrg, die ihn nicht in die Hände der Tschecho-Slowaken fallen lassen wollte. Danach ist an dem gewaltsamen Tode des ehemaligen Herrschers des russischen Reiches nicht mehr zu zweifeln. (Die hiesige russische Bot­schaft hat auf Anfrage jetzt von neuem erklärt, das Gerücht dürfte jeder Grundlage entbehren.)

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" meint:

Die grausame Tat. welcher der ehemalige Zar zum Opfer gefallen ist wird in der gesamten Kultnrwelt die Ver­urteilung finden, die sie als politischer Mord finden muß. Kein Zweck ist so groß, daß er das Mittel des Mordes heiligt. Die Nachricht von der Tat wird in Deutschland mit Abscheu ausgenommen werden. Ueber die menschliche Schuld des Zaren muß die Geschichte richten. Jedenfalls waren die Täter von Jekaterrnburg nicht berufen, diesem Urteil vor­zugreifer. geschweige denn es zu vollziehen. Die Wolke, die "ber der Zukunft Rußlands lastet, wird durch die Tat noch dunkler, die Aufgabe der deuffchen Politik, das große Rüffel des Ostens scharf zu überwachen, noch schwerer und dringender."

Moskau, 20. Juli. (WB.) Der Exzar ist am 16. Juli laut Urteil des Uralsowjets in Jekaterinburg erschossen wor­den.Bjedneta" meldet die Ermordung in folgender Form: Durch den Willen des revolutionären VlkeS ist der blutige Zar aufs glücklichst in Jekaterrnburg verschieden! Es lebe der Rote Terror!

Ein Dekret vom 19. Juli erklärt das gesamte Eigen­tum des Erzaren sowie der Exzarinnen Alexandra und Maria und sämtlicher Mitglieder des ehemaligen Kaiser­hauses al?- Besitz der russischen Republick. Einbegriffen in die Konfiskation sind sämtliche Einlagen der Zarenfamilie in russischen und ausländischen Banken.

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Vormarsch ber Bolschewik im Nord Don-Gebiet.

ftieru, 20. Juli. Laut einer Meldung des Stabes der Don-Kosaken dauert der Vornrarsch der Bolschewiki im Nord-

Don-Gebiet an. Gegenangriffe ber Urjupinsk blieben erfolg­los. Dre Rote Garde besetzte im Bezirk Chober Swmtza und Ledininskaja und im Bezirk Ustmedweditskoje Ctanitzan. Lasunowskaja, Skurmi anskaja, Ardinskaja und Njepenskaja

Kittanen und Finnland.

Dafel, 18. Juli. Wie das litauische Jnformationsburea« in Lausanne mitteilt. hat der litauische Landtag beschlossen, di« Krone des Königreichs Litauen dem Herzog von Urach anzu­bieten. der ein Abkömmling der ehemaligen königlich-litauischen Dynastie der Mindowe sei. Eine Delegation des litauischen Landtags habe dem Herzog von Urach Mitteilung von diesem Entschluß gemacht. Der Herzog habe das Anerbieten angenom­men. Er werde den Namen Mindowe II. annehmen, um die Fottsetzung der ehemaligen Dynastie zu versinnbildlichen.

Monarchie oder Republik?

Stockholm, 19. Juli. (WB.) Die finnische Regierung hat einer Abordnung des Landtags mitgeteilt, daß sie gehen werde, wenn die monarchistische Regierungsform nickt durchgeführt werden könne. Die Regierung sei der Ansicht, daß allein durch die Einführung der Monarchie die Selbständigkeit des Lande»' verbürgt werden könne. Sie muffe daher bei abschlägiger En^ scheidung des Landtags die Verantwortung ablehnen.

Stockholm, 20. Juli. (WB.) Wie Rua Daglicft Alehavda" aus zuverlässiger Quelle erfährt, überbrachte der finnische G» sandte in Berlin, Staatsrat Hielt, bei seinem letzten Besuch irr der Heinrat dem dortigen Senat den Bescheid, daß Kaiser Wil­helm keinen seiner Söhne als Kandidaten für den finnischen Thron aufgestellt wisien wolle.

§aiinn für den Anschluß an die Türkei.

Konstantinopel, 18. Juli. LautSomon" sind bei der aut Grund des Friedensvertrages mit Vrest-Litowsk in den Bezirken Bcttum, Kars und Ürdahan vorgenommenen Volksabstimmung 83,000 Stimmen für und nur 2000 gegen die Angliederung an die Türkei abgegeben worden.

Die Hinrichtung Dnvals.

Wie demBerliner Tageblatt" aus Genf berichtet wird, melden die Pariser Blätter über die Hinrichtung des früheren Direktors desBonnet Rouge", Duval, daß der Verurteilte von dem Tage, an dem feine Begnadigung verworfen wurde bis zu seinem Tode vollkommen« Ruhe und Kaltblütigkeit bewahrte. Dt« Erschießung wurde in Vincennes von einem Kommando von 12 Freiwilligen vollzogen. Duval ließ sich die Hand« bin­den, lehnt« aber eine Augenbinde ab. Die Frage, ob er noch etwas zu sagen habe, verneint« er. Sofort nach der ersten Salve stürzt er tot tn dt« Knie, da er von sämtlichen Kugeln getroffen

war.

Take Ionesru.

Die Affäre des rumänischen Kriegshetzers Take Jones« wird immer sonderbarer. Deutschland hat den Buffchen au« Rumänien mit deutschem Geleit zur Schweiz reisen lassen, und dort übt der Schuft, dem wegen Unterschlagung, Veruntreuung und anderer schimpflicher Gesetzesverletzungen daheim Zuchthaus gebührt hätte, das ehrsame Handwerk des Hetzens gegen Deutschland aus, gegen dasselbe Deutschland, das ihm die Mög. lichkeit nicht vorenthalten hat, dem rumänischen Staatsanwalt zu entfliehen. Er treibt es sogar so toll, daß in der Schwei- lebhafter Unwille über sein Treiben herrscht.

DasBerner Togblatt" wendet sich in scharfen Worten da­gegen daß der frühere rumänische Minister Take Jonescu unter deutschem Schutz nach der Schweiz reiste und mit ihm eine ganze Anzahl jener verhängnisvollen Männer, die Rumänien in den Krieg und das Unglück gestürzt haben.Es berührt sonderbar," so schreibt das Blatt,daß die deutsche Regierung diese Leute unter ihren Schutz nimmt und ungehindert durch ihr Land pas­sieren läßt. Für die Schweiz ist es kein besonderes Vergnügen, diese Leute beherbergen zu dürfen. In unseren Augen sind es schwere Schuldige, die ihr Volk durch eine gewisienlose Politik rn's Unglück gestürzt haben. Da wir es hier mit g e f 8 h r « l i ch e n Agitatoren zu tun haben, die vielleicht den Boden unseres Vaterlandes dazu benutzen, um gegen die Feinde zu agitieren, sind wir umso weniger über ihren Besuch erfreut. Solche Leute gehören nicht in die Schweiz, son. dein nach Amerika, wo sie mit offenen Armen ausgenommen werde n!" Es ist in der Tat unbegreif, lich, warum man diesen Burschen ein freies Geleit gegeben hat.

Die Deutschen in Ostafrika.

Haag, 19. Juli. Im Rathaus von Kapstadt erklärte Gene­ral Northey, daß General v. Lettows Streitkräfle aus etwa 100 Europäern und 700800 Askaris bestehe, die eine vierjährige Kriegserfahrung haben, wogegen die Engländer nur eingebo­rene Truppen zur Verfügung haben, die erst während des Krie­ges zu Soldaten gemacht wurden. Die Tatsache, daß der Kampk noch nicht beendet ist. müsie erklärt werden durch die große Aus- dehnung des Landes und die dichte Bewaldung, fodaß der Feind fast noch entweichen kann, wenn er auf 50 Meilen Gntfernunfl umzingelt ist.

Der erste Anstauschtranspvrt.

Konstanz, 20. Juli. Heute vormittag 9 Uhr 50 Minuten, traf der erste Transport des großen Austausches, 750 Mann­schaften und Unteroffiziere, hier ein. Zum Empfang hatten sich auf dem festlich geschmückten Bahnhofe eingefundeU Prinz Oskar von Preußen, der Großherzog von Baden, Prinz Mar von Baden, der Stellv. Kommandierende General von Jsbert usw. In festlichem Zuge marschierten die Angekommenen, von der Bevölkerung begrüßt, durch dis