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de» Obstgarten gehend
«So. so — ram, dmm müssen wir vms eBfie«. Das kleine Urselchen darf nicht ungeduldig werden. Ich glaube, warten ist nicht gerade ihre starke Seite, 4 *
„Das glaube ich auch."
Der Wagen stand bereits vor der Türe. Die beiden Herren stiegen ein und fuhren davon,
Roman von Co urths-Mahler.
43) Nachdruck verboten.
,.Du wirst mich bald, sehr bald verstehen lernen, mein kte- bsr Freund. Aber jetzt muß ich dich verlassen. Ich habe mich mit meinem Neffen verabredet, nach Frankenau hiirüberzufah- ren und bin schon unpünktlich. Joachim wird mich ungeduldig erwarten. Er scheint mit besonderem Verlangen nach Frairkemm zu fahren."
Herr von Virkenheim lächelte-
.-Za, ja, — ich sah, dag er sich sehr eifrig mit Ursula Frankenau beschäftigte."
Graf Rudolf lachte. V
»Zu meinem Erstaunen habe ich das auch bemerkt/
„Warum zu deinem Erstaunen?"
„Das will ich dir sagen. Ich glaube bemerkt zu haben, daß h\ Verlin die junge Freiin von Platen einigen Eindruck auf ihn gemacht habe. Unter uns — ich hätte nichts dagegen gehabt. wenn er sich um sie beworben hätte. Aber ich glaube doch nicht, daß diese beiden Menschen zusammenpaffen würden, und daß die junge Dame durchaus keine Neigung hat. mit Joachim näher zusammen zu kommen. Deshalb sehe ich es mit Freuden, mit welchem Eifer sich Joachim um die kleine Ursula bemüht. Ich würde mich freuen, wenn sich die beiden jungen Menschen zusammensinden würden. Ich werde heute ganz im Vertrauen einmal mit unserer verehrten Freundin. Frau von Frankenau, sprechen, wie fie über diesen Punkt denkt."
„Ich will hoffen, dag sich alles zu deiner Zufriedenheit fügt, denn Joachim gilt dir doch so viel wie ein Sohn."
„Allerdings, er ist meinem Herzen teuer wie ein solcher."
„Auf Wiedersehen. Rudolf. Und grüß mir die Frankenauer, Frau Sabine besonders."
„Das will ich tun."
Die beiden Herren trennten sich. Graf Rudolf wurde bereits :u der Holle von seinem Neffen sehnsüchtig erwartet.
„Gerade wollte ich dich rufen lassen. Onkel Rudolf. Ich dachte, du hättest es vergeffen, daß wir nach Frankenau wollten"
„Nein, mein Junge, ich habe es nicht vergeffen. Aber eilt es denn so sehr? Es ist noch früh am Tag."
„Ich habe es aber versprochen, um 12 Uhr in Frankenau in sein."
Graf Joachims Urlaub ging am tcklernachsten Tag schon zu Ende, und während er nun an der Seite seines Onkels nach Frankenau fuhr, dachte er daran, wie schnell es ihm klar geworden war. daß er Ursula liebte. Von ihrer Gegenliebe war er überzeugt. Sie war ein viel zu offener und ehrlicher Charakter, als daß fie ihm das hätte verbergen können.
Wenn er daran dachte, daß fie um ihn geweint hätte, wurde ihm ganz unruhig zumute. Er fühlte an seine Brust. Da barg er den kleinen Jasminzweig, auf den ihre Tränen niedergefallen waren. Es tat ihm leid, daß er ihr nicht hatte sagen können, wie grundlos ihre Tränen waren. Aber jedenfalls wollte er nicht abreifen, ohne ihr gesagt zu haben, was sie ihm war, und daß er fie zur Frau begehrte.
Auf dem Wege nach Frankenau beichtete er feinem Onkel. Als fie eine Weile schweigend dahingefahren waren, sagte er plötzlich:
„Lieber Onkel, du hast mir verschiedentlich zu verstehen gegeben, daß du es gern sehen würdest, wenn ich mich verheiratete."
Graf Rudolf nickte.
„Allerdings, mein Junge, ich wäre nämlich herzlich froh, wenn ich mein einsames Atter ein wenig an dem Herd wärmen könnte, den du gründen solltest. Für dich ist es ja freilich kein triftiger Grund zum Heiraten, daß dein alter Onkel solck^e Wünsche hat. Aber außerdem bist du dreißig Jahre. Das ist das rechte Alter zum Heiraten. Und ich bin selbst in meiner Ehe viel zu glücklich gewesen, als daß ich dir nicht ein gleiches Glück gönnen würde "
Graf Joachim faßte feine Hand.
„Ich bin willens deinen Wünschen nachzukommen, und will dir gestehen, daß ich bereits eine Wahl getroffen habe."
Statt besonderer Ameiqe.
Heme Na-fimitiag um Va-*» Uhr entschlief nach kurzem, ichwerem Leiden unsere liebe ©roßmuUer, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante
Frau
im 91. Lebensjahre.
Katharina Vaeth
geb. Roth
Darmstadt, den 26. Juni 1618
Moosbergstratze 9?.
In: tarnen der tran"rnden Hinterbliebenen:
Dr. med. Georg Vaeth, Hanau Tilly Butz, Darmstadt Fra» El e Vaeth, geb. Richter und zwei Urenkelrniie».
Die Beerdigung findet am Samstag, den 29. fXunt. nachmittag» 3V» Uhr auf dem ,nicdbofe in
Friedberg (Oberheffen) statt.
Bekanntmachung.
N^'ch'ten Montag, den 1. Juli, verkaufen wir in der alten Post durch die hiesigen Kolonialwarenhändier
Mäse.
Zeiteinteilung wie bei der Vutterverteilnng.
Für ieoe auf der Lebensmittelkarte verzeichnete Perjon werden
Ü8 Gramm zu 23 Pfennig
verabfolgt.
D>e Lebensmittelkarlen find als Ausweis vorzulegen. ' Friedberg, den 27. Juni 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister (ftädt. Lebensmittel- usschuß)
,_ 2. A.: Langsdorf.
Bekanntmachung.
Nächsten Dienstag, den 2. Juli, findet in der alten Post die Abgabe von
Speisefett
statt.
vormittags
von 9—10V 2 Uhr für Bezirk I von Nummer 301 aufwärts von 101/2—12 Uhr für Bezirk II von Nummern 1—500 Dte abzugebende Menge beträgt für Familien von 1-2 Personen V, Pfd. und kostet 0.55 Mk.
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** , » lim m n 1.65 „
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Die Lebensmittelkarten find als Ausweis vorzulegen. Rituell lebende israelitische Familien und Haushaltungen, die geschlachtet haben, find vom Bezug ausgeschloffen.
Frie-berg, den 27. Juni 1918. -
Der stell». Bürgermeister.
(ftädt. Lebensmittel-Ausschuß.)
2. A.: Langsdorf.
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Friedberg i. H.
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_ fTo zuckte humoristisch um tan Mund des alten Herrn.
4 ^ "So, so? Nun, ich glaube, ich weiß, auf wem deine Wahl' gckfallen ist. Mit Vergnügen habe ich bemerkt, daß du Fräulein' von Platen in Berlin sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt hast. Do meinst doch diese junge Dame?"
Graf Joachim machte ein etwas betretenes Gesicht, aber barm sah er seinen Onkel freimüttg an.
„Das war doch nichts Ernstes, Onkel Rudolf. Ich stelle ja' nicht in Abrede, daß ich Fkäulein von Platen sehr verehre, und man dentt hie und da, daß man sein Herz»verloren hat. Aber bisher habe ich noch nie das Empfinden gehabt, daß eine von! den jungen Damen, die ich verehrt habe, meine Frau werden! müsse."
Graf Rudolf amüsierte sich im Stillen über seinen Eifer..
„Nicht? Dann habe ich mich aber doch sehr getäuscht. Ich' dachte ganz sicher, du hättest dich Fräulein von Platen in reelle ster Absicht genähert. Mir scheint, du hast ihr durch dein Verhalten Hoffnungen gemacht."
Graf. Joachim erschrak erst, aber dann lächelte er Zuversicht- lich.
„Da bist du sehr im Irrtum. Fräulein von Platen macht sich durchaus keine Hoffnung auf mich, und hat mir auch deutlich genug gezeigt, daß ich bei ihr nichts zu hoffen habe. Im Grunde paffen wir auch garnicht zusammen."
„Nicht? Ich dachte doch, du hättest mir vor einigen Wochen als ich dieselbe Ansicht aussprach, erklärt, das fei ein Irrtum. Ihr paßt im Gegenteil vorzüglich zusammen."
Graf Joachim lachte verlegen
„Habe ich das gesagt?"
„Ganz gewiß."
„Nun, Onkel Rudolf, dann warst du eben, wie immer, der Klügere von uns beiden Also, Fräulein von Platen ist nicht meine Auserwählte, sondern — Ursula von Frankenau."
Graf Rudolf machte ein so erstauntes Gesicht, als hätte er nie an eine solche Möglichkeit gedacht.
„Das Urselchen? Aber Joachim — das ist doch noch das reine Kind."
„Sie ist achtzehn Jahre alt, lieber Onkel."
„Dann ist sie eben noch viel zu jung für dich."
Jetzt bekam Graf Joachim Oberwasser.
„Lieber Onke-l, wie alt warst du doch, als du dich verheil ratest?"
„Genau dreißig Jahre."
Fortsetzung folfrk
Betr.: Die Flerschversorgung und die Verbrauchsreaelung für die Stadt Fttedberg. '
Bekanntmachung.
Die nächste Ausgabe der
Reichsfleischkarten
erfolgt am Samstag, de« 29. Juni 1918, und zwar:
Bezirk *- Altes Pp'tgebäude L Stock.
fit. 1—150 von 8—9 Uhr, 151—300 „ 9—10 ..
301—450 _ 10-11 „
451—600 „ 11-12 l
601 u. höher n 12—1 „
Bezirk m.
Schule in Fauerbach.
Nr. 1—150 von 8—9 Uhr. „ 151 u. höher.. 9—10 ..
Bezirk II- Lefezimmer Haagstr. 16.
Nr. 1—150 von 8—9 UhL
„ 151-300 .. 9-10 ..
„ 301-450 „ 10-11
„ 451-645 H-12 ’
Bezirk II a.
Altes Postgebäude I. Stock. Nr. 646—800 von 8—9 Uhr.
.. 801-950 9-10 „
951—1100 „ 10—H "
„ 1101-1250 _ 12-1 -
Die vorstehende Zeiteinteilung ist genau zu beachten.
Die Fleischznfatzkarten für Schwerst- und Rü.tungsarbeiter werden am Montag, den 1. Juli l. Js. und zwar für den Bezirk II vormittags von 10-12 und für die Bezirke I und III nachmittags von 3—5 Uhr tn Zimmer Nr. 12 des Stadthauses gegen Vorlage der alten Stammkarten ausgegeben.
Die Fleischkarten sind an der kjiersür vorgesehenen Stelle mit dem Namen der Inhaber dieser unter Benutzung von Tinte zu beschreiben. Alsdann sind die Namen der Metzger und die Num- mern der Kundenlisten auf den hierfür vorgesehenen Linien auf der Vorder-eite der Stammkarte am zweckmäßigsten sofort nach Empfang derselben von diesen eintragen zu lassen. Erst hierdurch erlangt dre Karte ryre Giiltigk.it zum Fleischbezun.
D:e Metzger sind strengstens angewiesen. Inhaber von Karten, vie mu deren Namen, den Namen der Metzger und den Nummer»! der Kundenlisten nicht be chrieben sind, vom Fleischbezug insolange auszuichlietzen, bis dies erfolgt ist.
Die e Maßnahmen, die Mit der Führung der Kundenlisten, mit einer geregelien Angabe des Fleisches von den Metzgern an ihre Kunden und mit der p lizeiiichen An- und Abmeldung von Zu- und Müzinen von fleifchbe'.ugsberechligten Personen zusammen- )ängt. ist u 'ter allen Umständen einzuhalten.
Die Ausstellung der vleischbezugsscheine für Kranke und schwäch- iche Per oaen. sowie die Abgabe der Reichsfleischmarken an diese, erfol t unter Borweis der kreisamtlichen Ausweise nur am Montag Nachmittag jeder Woche von 3—4 Uhr.
Die Bezugsscheine nach den Passantenlisten und den hierzu gehörigen Reichsfleischmarken sind an denselben Tagen zwischen 11 nnd 12 ^lhr vormittags in Empfang zu nehmen und hierbei die in der ^orh -gehenden Woche gesammelten Fleischmarken pünktlich atzulieser i.
uöerunnen in den Reichsfleisckkarten über Zu- und Weg- üge von Familien, sowie der Umtausch auswärtiger Fleischmarken ür Fremde, die sich nur vorübergehend hier aufhallen, erfolgen am Montan jeder Woche, vormittags von 8—12 Uhr.
Säiiltliche Amräge, wie vorstehend ausgefühtt, erfolgen in Zimmer Nr. 12 des Stadthauses.
Für verloren gegangene Fleijchkarten wird von jetzt ab Ersatz nicht mehr geleistet.
Friedüerg, den 27. Juni 1918.
Eine Glucke
mit 9 Kücken hat zu verkaufen
Job. Cutermu41i,
Weckesheim.
Visitenkarten
Vl'lttTatzl'SuitllngAri! liiere: n.Nnl.-A.-G.
Der Bürgermeister.
Buchen- und Nadelholz, lang und kurz geschnitten, zu verkaufen bet
Fr. Schmitt
Schellnhof, Post Schotten Fernsprecher 216.


