Ausgabe 
27.6.1918
 
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Sem Angettagfett -ck frett ketzkge« TemenmgsverhLltRtffe« «fe» dings nicht möglich grvesen. feine Famitte mit täglich 11 «L z« ernähren, er habe stch also bei Begehung der DieMrhl» tn einer gewissen Notlage befunden. In Berückfichttgung dieser Umstände erkannte das Gericht nur auf eine Gefängnisstrafe von einer Woche, auch wurde der Verurteilte zur bedingten Begnadigung empfohlen. Was soll da ein Beamter machen, der, sagen wir 2400 Mark Gehalt, d. i. auf den Tag etwa 6# Mark, verdient?! , ^ i ,

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Ukikusulher imd KriegSNülheramt.

Von gute unterrichteter Seit wird derFranks. Zkg." gefchrieberr:

Es ist erstaunlich zu sehen, mit welcher Ruhe das Kriegs- wucheramt, oder wie fein offizieller Titel heißt: die volks­wirtschaftliche Abteilung des Kriegsernährungsanttes der mm schon Monate anhaltenden wilden Steigerung der Weinpreise zusieht, ohne irgendwelche Maßnahmen zu er­greifen, diesem grob wncherigen Unfug, denn als solcher müssen diese Vorgänge am Weinmarkte bezeichnet werden, Einhalt zu tun. Einmal allerdings versuchte das Kriegs- wiuheramt bei einer Versteigerung im Nheingau durch Be­schlagnahme einzugreifen, gab die betreffenden Weine aber auffallend schnell wieder frei. Warrrm solche Passivität die­ser sonst so rührigen Stelle? Es wird sicher jeder vernünftig Denkende demWeinbauer, der viele schlechteJahre hinter sich hat, einen angemessenen Preis für sein Erzeugnis gönnen. Man kann auch verstehen, daß ein guter Jahrgang gut be­zahlt werden muß, aber warum die geringsten Lagen das Zehn- und Fünfzehnfache und in einigen Wochen wahrschein­lich das Zwanzigfache des Normalpreises kosten sollen, ist rätselhaft. Schon heute kann sich nur der Kriegsgewinnler noch ein Glas Wein gönnen, in Kürze wird es nur noch der Ueberkriegsgewinnler können. Man kann sich des Ein­druckes nicht erwehren, daß Weinbau und Weinspekulation !* der Weinhandel steht diesen Vorgängen hilflos gegenüber außerhalb des Kriegswuchergesetzes stehen! Eine Ver­steigerung jagt die andere, und jede treibt die Preise höher! 'Innerhalb einiger Wochen sind die Weine infolgedessen um 1000 bis 2000 Mark die 1000 Liter weiter in die Höhe ge­trieben worden, wobei Domänen, städtische Weingüter usw. an der Spitze standen. So wurden bei Versteigerungen i-u Rheingau, der Pfalz usw. neuerdings für Winne, die in gric* denszeiten mit 800 Mark gut bezahlt waren, 9000 bis 13 000 Mark erreicht. Warum werden diese Versteigerungen. die in normalen Zeiten am Platze sein nrögen, lullst endlich boten? Warum hat man nicht im Herbst, als die Ernte zu übersehen war, klassifizierte Preise festgelegt? Der volks­wirtschaftlichen Abteilung des Kriegsernähr ungsamtes wur­den rechtzeitig entsprechende, gut durchführbare Vorschläge unterbreitet, weil man die Krisis sich entwickeln sah, aber

die Erzeuger hatten anscheinend larrtere Stimnurn! Soll dieser Taumel so weiter gehen, oder wird das Kriegswucher- amt endlich auch dieses Hebel an der Wurzel anfassen? An der Zeit wäre es endlich! Was sind alle die Tausende von kleinen Vergehen und WuchergÄvinne im Kleinen gegen diese Riesengewinne, die stch würdig denen der übrigen Großkriegsgwinner anreihen?

Schützt Getreide vor Mäuftfraß!

' (Wacholder als Mauseschuh.)

Ein äußerst wirksames Mittel als Schutz der Scheunen und Schober gegen Mäuse bildet der Wacholder. Bei Schobern wird das Getreide etwa 80 Ztm. hoch und der Erdboden um den Schober herum etwa 30 Ztnr. breit mit einer einfachen, jedoch dichten Wacholderschicht bekleidet. In den Scheunen säubert man vor Einbringen des Getreides die alte Sirohunterlage «nd legt den Wacholder so ans, daß es den ALäufen unmöglich gemacht wird, in die Schcnnenfläche von außen hinetnzukom- men, also etwa an den Riegeln und den Eingängen. Die Er­fahrung lehrt, daß derartig geschützte Schober und Scheunen­fächer frei von Mäusefraß bleiben, weil, wie anzunehmen ist, die Mäuse, di« diese hm und wieder verlassen, nicht wieder dorthin zurückgelangen können. Das Anbringen des Wachol­ders nzuß möglichst sofort stattfinden, sobald der Schober oder das Scheunenfach vollgefahren ist. Der Wacholder bildet für die Mäuse ein unüberwindbares und unzerstörbares Hinder­nis, denn bei dem Versuch, darüber hinweg zu lausen, kommen die Tiere stets mit ihrem ganzen Körper auf die Wacholder­stacheln zu liegen, und bei dem Versuch, einen Stachel abzu­nagen, stoßen sie mit Rase, Augen und Ohren gegen viele an­dere Stacheln. Unter solchem Schutze ist Getreide für Mäuse unzugänglich.

Irr 54. DerbauÄsjag der hck. !c.M. GeilosseMasieu

fünft am 25. Juni im Kaisersaal in Darmstadt unter dem Vorsitz des Geh. Oekonomierat W a l t c r - Lengfeld statt, der die zahlreichen Mitglieder, die Vertreter der Negierung, darunter Ministerialrat Schliephake begrüßte, der Helden «n der Front, der Kämpfer in der Heimat gedachte, und versprach, daß die Landwirtschaft voll und ganz ihre Pflicht erfüllen werde.

Den Geschäftsbericht erstattete Direktor Berg. Hier- »ach sind im letzten Jahre 5 Genossenschaften ausgetreten And 24 eingetreten. Die Zahl der Verbandsgenossenschaften ist auf 6-13 gestiegen. Der Gesamtumsatz im letzten Jahre betrug X Milliarde und 301 Millionen Mark gegen 659 Millionen im Vorjahre. Für die 8. Kriegsanleihe wurden iäO Millionen Mark gezeichnet. Der Gesaintumsatz der Zen- stralkasse betrug 40>Yi Millionen und hat sich um über 100%' Herbessert. Die sehr beklagenswerte Knappheit in Dünger- jmitteln wirtz lebhaft bedauert. Die Kreditgenossenschaften

haben sich befeskkgt, ftfe Bezugs- mrd Abfatzgenossenfchaffen ist befriedigender Weise entwickelt. Sehr ausgedehnt wurde dl« Beratung-- und RevifionStätigkeit. Es wurden 29V Verwaltung-- und Über 350 Rechnungsrevisionen vorge­nommen und 17 B^irksverfammlung«n abgehalten. Die Milchwirtschaft-Versuchsstation nahm etwa 55,000 Fettbee stimmungen vor. Die Landesmilch, und Fettsteüe setzte etwa 5,3 Millionen Mark um. Das Verbandsorgan nochm um 800 Abonnenten zu. Die ganze Arbeit erwies sich als kräf­tiger Eckpfeiler des Bauernstandes. Nach Bericht des Lehrers .H aller-Oscnthal wird dem Vorstand Ent­lastung erteilt.

Hierauf wurde eine Entschließung betr. die Mitwirkung der landwirtschsftlichen Genossenschaften bei der Erfassung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse:

Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen bildet für unsere Landwirtschaft die hauptsächlichste Stütze um die durch die Kriegsverhältnisse verursachten Schäden zu heilen, und die nachhaltige Erzeugungsfähigkeit ans allen Gebieten des landwirtschaftlichen Betriebs zu befestigen.

Die genossenschaftliche Kreditorganisation muß zeitig Vorsorge treffen um in ansreichender Weise den am Schluß des Krieges ein sie herantretenden Anforderungen aus Bereitstellung der dringend notwendigen Betriebs­fonds entsprechen zu können.

Die genossenschaftliche Warenvermittelung ist Voraus­setzung, daß die Landwirtschaft wieder aus die Höhe ihrer früheren Leistungsfähigkeit kommt. Ihr Ausbau ist zu fördern, es muß erwartet werden, daß die Selbsthilfeein­richtungen der Erzeuger bei Erfassung aller landwirt­schaftlichen Erzeugnisse nicht untätig beseite stehen. Ganz besonders gilt dies auch für die Uebergangwirtschaft."

Dr. Pietsch-Halle hielt hieraus einen beifällig ausgenom­menen Vortrag über:Die Notwendigkeit des genossen­

schaftlichen Zusammenschlusses nach dem Krieg."

In der Vorstandswahl wurden für die abgegangenen Mitglieder Stoll-Georgenhaufen und Kloeß-Vilbel, Guts­pächter Heil- Habitzheim und Landtagsabgeordneter Fen­chel- Oberhörgern gewählt.

Die Tagegelder der Vorstandsmitglieder wurden dann einstinrmig von Mark 10 auf Mark 15 erhöht.

Nach empfehlenden Worten des Direktors Mager zur Errichtung von Postscheckkonten durch die einzelnem Ge- uofsenschaften wurde die Tagung geschlossen.

Hieran sästoß sich mn Nachmittag 2^! Uhr, die 28. ordentliche Generalversammlung der Zentralgenossen­schaften der Hess, landw. Eonsumvereine, die im Namen des Aussichtsrates von Bürgermeister L ö sch-Waldülversheim eröffnet und geleitet wurde. Den Geschäftsbericht erstattet Direktor Berg. Aus diesem geht hervor, daß sich das Ar­beitsgebiet seit dem vorigen Jahre nicht wesentlich ge­ändert hat. Die Mitgliederzahl hat sich weiter entwickelt

die Tätigkeit hat sich vermehrt, a^is allen Gebieten wurde erfolgreiche Arbeit geleistet. Sowohl beim Diingerbezug, bei der Futtermittelverteilung, beim Getreideankauf, bei der Stroh und Henaufbringung, bei der Beschaffner von Oel- saaten, bei dem Viehankauf und bei der Hindenburg-Spende konnte die Organisation verdienstlich Mitwirken.

Die oberhessische Kornhausgesellschaft verkaufte ihre Lagerhäuser an die Zentral-Genossenschast und trat ihr als Bezirks-Genossenschaft bei. Auch der Geschäftsbetrieb der früheren oberhessischen Haupsgenossenschast zu Friedberg wurde übernommen.

Das Ergebnis der Jähresrechuung.ist befriedigend.

Es schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Das geringe Entgegenkommen der rheinhejsischen Kommnnalverbände wird kritisiert.

Denr Vorstand und Aufsichtsrat wird dann Entlastung erteilt. Dann wird das neu vorgelegte Statut, das de» Er­weiterungen entspricht einstimmig angenommeir.

Der ausgeschiedene Bürgermeister K e i nr - Wonsheim wird wieder, Mobs- Gettenau in den Vorstand neugewählt Auch die ausscheidenden Auffichtsratsmitglieder werden wie­dergewählt.

Nach weiteren Mitteilungen über den Zusammenschluß der süddeuffchen Genossenschaften zum gemeinsamen Bezug von Futtermitteln wird die anregend verlaufene Versamm­lung geschlossen.

Nom Leide

der Ehre.

Ober-Wöllstadt. Leutnant Schmidt, Sohn des Lehrers Schmidt dahier, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse.

Ossenheim. Der Unteroffizier der Reserve Georg Ste­phan, der schon seit Beginn des Krieges im Felde steht, wurde mit denr Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe und die Hess. Tnpferkeitsmedaille wur­den ihm bereits früher verliehen. Unseren herzlichen Glück­wunsch!

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Södel. Ersatzveservist August Beckel wurde bei der Be- fteiung Finnlands die finnische Freiheitsmedaille sowie dve hessische Tapferteitsmedaille verliehen. Gefreiter PH. La­me» t t e bei ein>er Eisenbahnbaukompagnie wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon 1914. Gefreiter Gustav Wagner wurde mit der heff. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Das Eifer ne Kreuz erhielt er schon früher. Wir gratulieren!

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Ans der Heimat.

Witzelte«. Rach einer Bekanntmachung des Danyrerium» des Inner« wird mit Wirkung vom 1. Juli ab die Hegezeit für Wildenten bis zum 15. Juli aufgehoben

Johannisschnee im Taunus. Im Hochtaunus sind am 23. Juni bedeutende Schneefälle niedergegangen. Wie vom Feldberg gemeldet wird, setzte der erste Schneefall bei sehr stürmischem Nordost, der den Aufenthalt aus der Kuppe nahezu unmöglich machte, mittags um 12 Uhr ein. Die Flocken sielen so dicht und schwer, daß in wenigen Minute« das Gebirge bis auf 600 Meter herunter in eine Winterland- schaft eingehüllt war. Zwischen 3 und 4 Uhr kam der zweite Schneefall mit gleicher Stärke. Das Thermometer zeigte 5 bis 6 Grad. Nach kurzer Zeit waren die Spuren der Schneestürme verschwunden.

Bad Nauheim. Viertes Philharmonisches Konzert de, Kurkapelle, Donnerstag, den 27. Juni, im Konzerthaus. Mitwirkende: Vera Schapira, Hofpianistin aus Wien.

Leitung: Hofrat Professor Hans Winderstein. Die an die­sem Abend erstmalig in unserem Konzerthaus mitwirkende Pianistin Vera Schapira hat in der letzten Saison einen richttgen Siegeszug durch die ersten Konzertsäle zurückge­legt. In Berlin mit der Königl. Kapelle unter Richard Strauß, in Wien mit Philharmonikern, im Leipziger Ge­wandhaus, im Museums-Konzert zu Frankfurt, in Dresden, München, Köln und in vielen anderen Städten spielte die noch junge Künstlerin mit dem gleichen, großen Erfolg. Ihr hiesiges Programm besteht aus dem Klavierkonzert von S. Rachmaninoff, und der bekannten ungarischen Fantasie, von Fr. Lißt, beides mit Orchesterbegleitung. Das Orchester spielt außerdem: Ouvertüre, Nocturno und Scherzo aus der Sommernachtstraummusik von Mendelssohn, sowie die reizende kleine Sinfonie für 9 Blasinstrumente von Ch. Gounod und das Vdxspiel zur OperMargarethe".

FC. Butzbach, 25. Juni. Die Großherzogin von Heffen be- suchte gestern zum erstenmale die hiesigen Lazarette. Jedem der Verwundeten überreichte die hohe Frau Zigaretten und ein Bild der Großherzoglichen Familie. Von hier begab sie sich im Wagen nach dem Teil-Lazarett Johanniter-Hospital nach Nie­dermeiser. Von dort aus fuhr die Eroßherzogin im Wage« nach Lich.

Obererlenüach. 25. Juni. Wir hatten kürzlich ekwähnt, daß 10 Acorgen hiesigen Geländes auf 19 000 Mark gekommen sei und daß die Steigerer Munitionsarbeiter gewesen seien. Dasselbe Gelände ist von denselben Leuten in der Zweiten Ver­steigerung auf über 25 000 Mark getrieben worden. Also über 2500 Mark fiir den Morgen. Da können unsere Bauern nicht mehr mit.

FC. Schotten, 25. Juni. Am 23. Juni fiel auf dem Hohe- rodskops bis herunter nach Brenngesheim Schnee. Seit Pfingsten 1891 ist eine solche Naturerscheinung nicht mehr beobachtet worden

FC. Schotte». 23. Juni. Das hiesige Kreisamt hat auf Veranlassung des Großh. Ministeriums des Innern besttmmt, daß Fremde in allen Gemeinden des Kreises zu Kur-, Erho- lungs- und Vevgnügungszwecken nicht länger als vier Wochen. Aufenthalt nehmen dürfen. Fremde, die bereits vier Wochen anwesend sind, haben den Ort zu verlaffen oder das vor geschrie­bene amtsärztliche Zeugnis einzureichen und bei dem Kreis­amt die Bewilligung eines längeren Aufenthalts schriftlich zu beantragen. Privathaushaltungen, die Fremde gegen Entgelt beherbergen wollen, haben nunmehr auch die kreisamtliche Ge­nehmigung einzuholen. Im Gesuch ist anzugcben, in wieviel Zimmern und an wieviel Tagen Fremde gegen Entgelt in je­dem der Jahre 1013 bis 1917 beherbergt worden sind.

FC. Frankfurt a. M., 25. Juni. Der 15jährige Schüler Walter Hummel aus Niederrad wurde aus dem Main bei der Niederräder Schleuse gelandet. Die Staatsanwaltschaft be­schlagnahmte die Leiche, da die Vermutung naheliegt, daß Hummel in den Main gestoßen wurde.

FC. Vom Main. 25. Juni. Unter donnerähnlichem Getöse stürzte in Fechenbach das ScheunendAch des Kellerschen An­wesens ein. Glücklicherweise kam kein Mensch zu Schaden und auch das Vieh kam mit dem Schrecken davon. Wegen ver. fchiedener Unregelmäßigkeiten im Dienste wurde der Bahn- agent vom Bahnhof Eschau-Mönchberg in Haft genommen.

Aus Starkcnburg.

FC. Groß-Gerau, 25. Juni. Infolge Ausscheidens des Pfarrers D. Fuchs-Rüffelsheim an der hessischen evangelischen Landeskirche wurde an dessen Stelle als Abgeordneter zur Lan­dessynode Pfarrer Allwohn-Nauheim gewählt.

Aus Rheinhcffen.

FC. Mainz, 25. Juni. Der Sergeaitt Sühre vom Artille. rie-Negiment Rr. 3 stürzte während der Fahrt' aus der Stra> ßenbahn von der Plattform aus die Sttaße. Die Verletzungei waren so schwer, daß er während des Transportes nach dem Lazarett verstarb.

FC. Mainz, 25. Juni. Eine 78jährige Frau, die stch vor einigen Wochen in ihrer Wohming die Pulsadern durchschnit­ten hatte, war vom Krankenhaus vor einigen Tagen als geheilt entlaffen worden. Zu Hause angekommen, verübte sie einen zweiten Selbstmordversuch, bei dem ärztliche Hilfe zu spät kam.

FC. Kostheim, 25. Juni. In der vergangenen Nacht bra­chen Diebe in das Geschäft von Bogt ein und entwendete«' große Posten Seidenstoffe sowie einen großen Butterweck.

FC. Osthofen. 25. Juni. In das hiesige Vereinslazarett vom Noten Kreuz wurde der eintausendste Verwundete einge- Uefert.

FC. Worms. 25. Juni. Im Rhein wurde hier die Leiche eines 1720 Jahre alten Mannes gelandet. Die Verwesung ist soweit vorgeschritten, daß eine nähere Körperbeschreibung nicht gegeben werden kann. Ueber die Persönlichkeit de» Toten ist noch nichts bekannt. '

Echzell. 27. Juni. Vor einigen Tagen konnte Gemeinderat Wilhelm Heller I. mit seiner Eheftau Katharina geb. Roos das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Glück auf! Der An­fang zur Vollendung des goldenen Ehejubiläums ist gemacht.

Verantwortlich fiir den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l . Friedberg; fiir den Anzeigenbeil: R. H e y n e r. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeifimg^. A- G., Friedberg i «8^ '