Mm nie tmrd? Liebe Leid geschah.
Roman von CourihS-Mahler.
10) Nachdruck verboten.
„Ach — Sie paffen doch gar nicht zum Ehemann."
„Nein? Sind Sie deffen so sicher?"
„Ganz sicher!"
Er machte ein ganz betrübtes Gesicht
„Ach. das ist aber schade. Ich möchte wirklich sehr gerne heiraten."
Sie atmete unruhig und plötzlich schaffen ihr die Tränen in die Augen. Schnell wandte sie sich ab, daß er ihre Tränen nicht sehen sollte.
„Ja — wenn Sie es gern möchten, dann werden Sie es wohl auch tun," sagte sie, sich mühsam faffend. Abn die Trä. nen saßen ihr in der Kehle.
Ein zärtliches Empfinden stieg in ihm auf. Dies reizende junge Geschöpf, das sich so tapfer mühte, sich zu beherrschen, verriet sich ihm doch mit jedem Wort, mit jedem- Blick. Er hätte sie so gern in seine Anne genommen und sic getröstet und gestreichelt.
„Siißes, kleines Ursachen — ist es denn möglich, daß du dein goldenes Herz an mich verloren hast?" fragte er in seinem Znnern. Er sah sich nach Hans Ullrich und Baroneß Karla um. Sie folgten in einiger Entfernung Er fand, daß sie viel zu nahe waren. Mit einem Seufzer wandte er sich Ursula wieder zu.
„Ja. — ich werde es ganz sicher tun," erwiderte er.
Sie schluckte tapfer die Tränen hinunter und riß ein Zweiglein von einem Iasminstrauch.
Das betrachtete sie sehr angelegentlich, um ihre Tranen zu verbergen. Er sah aber doch, daß eine dieser Tränen auf den
Iasminstrauch hernkederfiL X ßk gebannt sicher den
Zweig.
„Sie haben wohl auch schon eine Wahl getroffen, Graf Joachim!" fragte Ursula.
Es sollt gleichgilttg klingen, aber die Tränen zitterten durch ihre Stimme.
„Ja — ich habe schon gewählt." erwiderte er. — Da mußte sie wieder ein Weilchen pausieren, bis ihre Stimme leidlich fest war.
„Kenne ich die junge Dame?" fragte sie, ohne aufzusehen.
„Ja, — Sie kennen sie sehr gut."
Wieder eine Pause. Endlich sagte Ursula:
„Ach, dann sagen Sie mir doch, bitte, ihren Namen."
„Nein — das kann ich nicht tun. Ich muß sie doch erst fragen, ob sie meine Frau werden will."
„Natürlich wird sie wollen," stieß Ursula in heißem Zorn und in tiefstem Schmerz hervor.
„Sind Sie deffen so sicher?" fragte er und ahnte wicht, wie sehr er sie quälte. Er meinte, sie müffe wissen, daß er nur an sie dachte.
Wie im Zorn über ihre eigene Schrväche richtete sich Ursula auf. „Danach sollten Sie mich nicht fragen. Sie werden Ihrer Sache schon selbst sicher sein."
„Wenn man in solchem Falle nicht das Jawort der betreffenden jungen Dame hat, kann man nicht sicher sein."
„Jedenfalls wünsche ich Ihnen viel Glück." kam es tonlos über ihre Lippen, und dann warf sie mit einer jähen Bewegung den Jasminzweig auf den Boden.
Graf Joachim hatte um keinen Preis den kleinen Zweig liegen lassen, auf den Ursulas Träne gefallen war. Schnell blickte er sich danach und hob ihn auf.
„Es ist schade darum." sagte er und steckte den Zweig zu sich. „Ich werde diesen kleinen Zweig aufbewahren und ihn als Talisman betrachten. Er ist geweiht."
Statt Karten.
Margarethe Wenzel Friedrich Wenzel
aur Zeit in Urlaub
Verlobte.
Gronati, den 24. Juni 1918,
»Wie meinen Sie das?"
„Das werde ich Ihnen ein andermal erklären, Fräuksg» Ursula. Ich traue diesem Zweiglein jedenfalls eine wunder- tätige Kraft zu. Also morgen vormittag komme ich nach Fron. rf 011 ' 9lbCX Sle mö ^ en mir versprechen, recht vergnügt zu ^ ro ° aen Ucf)t übermütig sein, wie in alten Zeiten Wissen Sie noch, wre Sie sich einmal in den großen Birnbaum verstiegen hatten und mit dem Kleide hängen geblieben waren?
konnten weder aufwärts noch abwärts und waren zwischen Hrmmel und Erde festgebannt."
Ursula nickte, aber sie tat es ohne Freudigkeit.
„Ja." sagte sie matt und klanglos, „ich weiß es noch. Sie kamen dazu und befreiten mich aus einer schlimmen Lage."
Er wollte sie aufheitern.
„Ja. es war eine febc schlimme Lage, denn auf dem Baum gab es nur noch wenig Birnen und in Ihrer Nähe nicht eins einzige mehr. Wenn ich Sie nicht gesucht und in den Aesten des Birnbaums entdeckt hätte, dann wären Sie dem Hungertod preisgegeben gewesen. Eigentlich hätte ich damals die Lebens, rettungsmedaille verdient."
Ursula sah mit ganz trostlosen Augen vor sich hin.
7 .- ^batten Sie mich nur ruhig verhungern kaffen!" streß sie tn schmerzlichem Zorn hervor.
Erschrocken 'sah er sie an.
„Aber Fräulein Ursula — wie können Sie so.etwas sagen'"
Sie erschrak mm vor sich selbst und zwang sich zn einem Lachen.
„Es war ja nur ein Scherz," sagte sie und blieb stehen.
„Ich glaube, wir kehren lieber um," sagte sie, Hans Ullrich' und Karla mit trüben Augen entgegensetzend.
Hans Ullrich sah sein Schwesterchen besorgt an. Sie war so blaß und hatte alle Frische aus ihrem Antlitz verloren. Fortsetzung folgt.
Todes-Anzeige.
Eott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Sohn und Bruder
Hermann
im Alter von 11 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen.
Die frauernDcu ^inlfrlilif&fitnt.
Georg Karl Kern u. Familie. Nisder-Florftadt, den 24. Juni 1918.
Dir Beerdigung findet Mittwoch, den 26. ^uni. Nachmittags 5 Uhr statt.
m
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben teueren Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfafter Baier und für die zahlreichen Blumenspenden sage herzlichen Dank.
2m Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Moscherosch.
Ossenheim und Nieder-Wöllstadt. den 25. Juni 1916.
Donnerstag, den 27. Juni 1918, vormittais 10 Uhr, werden im Geäst. Revier Wicksiadt in den Distrikten Dornberg und Ziegen» berg versteigert:
1 Fichten-Siamm 15 rm EichsnschälknüppeL 532 rm Eichenlaubreisig.
Zusammenkunft im Distrikt Dörnberg bet Nummer 844.
Affenheim. den 21. Juni 1918.
Gräfliche Nentkammer.
Gesucht wird ein
1
Für bie vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an dem großen Verluste, der uns durch das Hinscheiden unseres unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Neffen betroffen hat, sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank.
Assenheim, den 23. Juni 1918.
2m atainen der trauernden Angehörigen:
Wilhelm Riedel
Gräfl. Hosgärtner.
M e ]ka n sitm a eil n n g.
ftfatttyfcm * en28, 3 ” ni ' vormittags IV^Uhr, findet auf Schloß
Versteigerung von 20 holländischen Sohlen
vütt. Nur Landwirte, die sich durch Bürgermeisterei-Bescheiniguna t !- old)e L, un * als pferdebedürftig ausweisen können, werden zuge- gelagen. Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. Darmsta^t, den 24. Juni 1918.
LaudwirUchaftsksMmer jür das Ero'gherzogtrrm Hesse».
Holzversteigeruilg.
..^.?^ntag. den 1. ^iiu ds Js., werden aus den Domanialwald- dlstntten Schenkenwald 4 und j-lenderg 2 >owie Dürr- und Wind- lalltzol^ aus verschiedenen Distrikten der Forstwattei Rainrod versteigert:
Scheiter rm: 315 Buchen 1. Kl., 73 Buchen 2. Kl.. 5 Eichen 2. AI. Knüppel rm: 40 Buchen 1. Kl.. 10 Buchen 2. Kl 3 Hambuchen, 54 Fichten. Reisig rm: 124 Buchen. Stöcke rm: 12 Buchen I. 1,8 Buchen 2. Kl., 2 Fichten 2. Kl. Zummmeniunsr vormittags. Vi>9 Ü:r am Kreuzpunkt von RUcken- weg und Hauplweg an Schenkenwald 4. Das Holz aus Klenbera l wird etwa von 10 Uhr ab an Ort und Stelle verkauft Das E sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft durch Großh. oorstwar» Meyec zu Nainroo und die unterfertigte Stelle. Eichelsdor,. den 23. Juni 191 >4.
Grohh. Obersörsterei Eichelsdorf.
Guts-Verpachtung.
. Das Hofgut Haffelheck. gelegen in Gemarkung Haffelheck und Ober-Morlen. im Kre.se Friedberg in Oberheffen,
2 Kilometer von der Eisenbahnstation Bad-Rauheim. in Große von
130 ha «1,5« a
soll
Mittwoch, den 24. Juli 1918, vorm. 10 Uhr in Nüdesheim a. Rh., im Saalbau Nölz, Oberste. 18
für die Zeit vom 22. Februar 1920 bis dahin 1938 öffent- lich meiitMetenö verpachtet werden.
3)te Bierun siegeln und Pacht-Bedingungen können gegen Orn endung von Mk. 2.00 von der Unterzeichneten Stelle bezo en worden.
Rüdesheim. den 18. Juni 1918.
Die ELterverwaltung der Freiherren von Ritter zu Gruensteyn.
De'.Kz-ULuSirchnug
Jin Verkündigungskasten am Stadthaus ist eineBetanntmachung über
Tchmg einer Umsatz« ßcim auf LuMegeiMilSc
angeschlagen worden, auf die hiermit hingewiesen wird.
Friedberg, den 20. Juni 1918. Der Bürgermeister.
2. V.: Damm.
Rechnungen "
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Uhrmacher, in Nieder-Florstavt.
zum Ausdreschen der Frucht für die Gemeinde Rieder-Mörlen, (etwa 40 Dreschtage) Hieraus Reflektierende wollen sich bi^ rum 4. Juli 1918 bei dem
Vauernvereinsrechner Heinrich Möbs X.
peilänlitft oder Irfitlftlicft melden
Mittwoch,
üfn 26 Juni 1918, und), mittag» 3 Al,r. find-, in den Stallungen des Herrn Elias Hofmamr Friedberg Farbrrgajse 4, eine
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