Kampf bis nun Ende.
Valfour wandte sich im Unterhaus gegen die Ansicht, öfe cfo die Mittelmächte jemals ernstliche Friedensvorschläge gemacht hätten. Es seien nur Scheinvorschläge gewesen. £c schloß seine Rede:
Die Tatsache, daß Rußland im Kriege nicht mchr mttzähtt. hat den übrigen Alliierten eine schwere Bürde aufgeladen. Ich glaube, daß wir diese Last aushalten werden. Dies — sagte Valfour — sei der allerletzte Augenblick, in dem es wahrscheinlich wäre, daß die Alliierten den Mittelmächten Vorschläge machen würden, oder, soweit er es beurteilen könne, die Mittelmächte den Alliierten, es sei denn zu dem Zweck einer Friedensoffensive. (?) Soweit er sehen könne, beabsichtigten die Mittelmächte Folgendes: den.Alliierten zusammen unannehm
bare Bedingungen vorzuschlagen, aber einem bestimmten Mitglied der Alliierten Bedingungen zu stellen, die für dieses Mitglied. wetm es nur an seine eigenen Znteresien dächte und nicht an die Interesien des Earrzen. außerordentlich günstig wären. Die Mittelmächte beabsichtigten, auf diese Meise die Mitglie- t-er der Allianz voneinander zu trennen. Einige van ihnen würden »n isolierter Stellung völlig hilflos fein. Sie seien nur durch Einigkeit stark. Er tadle die Mitelmächte nicht, daß sie eine solche Falle legen. Wohl aber würde er die tadeln, die in diese Falle hineingingen. Am meisten tadle er seine pazifistischen Freunde von der Opposition. ..Wir alle" — sagte Valfour, — „wünschen eine gerechte Befriedigung der nationalen Bestrebungen auf der ganzen Welt. Wir alle haben den Wunsch, daß die Vereinbarungen auf der Friedenskonferenz, sobald es zu einer solchen Konferenz kommt, möglichst wenig von jenen ewigen Ursachen zur Reibung und Eifersucht übrig lasten, die die kleinen Nationen noch mehr trennen, als die großen. Wir wünschen einen ehrenhaften Frieden. Aber je mehr die Zeit vorschreitet, desto mehr sind wir davon überzeugt, daß dieser Friede nur durch einen Kampf bis zum Ende erreicht werden kann, und dadurch, daß wir darauf achten, daß es nicht mehr in der Macht einer Nation wie Deutschland liegen darf, eine Wiederholung der Uebel herbeizusühren, unter denen die ganze zivilisierte Gemeinschaft der Nationen in der alten und veuen Welt hoffnungslos seufzen muß.
Ws pillon mit deföJipiö bestraft.
Bern, 18. Jum. Bezeichnend für die drakonische Art, tvle in den Vereinigten Staaten derzeit jede der Negierung Anerwünschte Kritik unterdrückt wird, ist die durch die amerikanischen Blätter gehende Meldung, nach der der amerikanische Sergeant Flentje btt Ausbildungslager Camp Devens wegen unpairiotischer Aeußerungen zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden sei, weil er geäußert hätte, die Deutschen würden sich totlachen, wenn sie unsere Ausrüstung sähen.
„New Mrk Evening Post" vom 21. Wien bemerkt, der "Nrteilsspruch sei hart, aber man habe offenbar durch exemplarische Bestrafung allem Widerstand und aller Kritik ein für alle Mal Einhalt tun wollen. Auch Major Birkner von der Nebraska Nationalgarde, der sich für einen baldigen Friedensschluß ausgesprochen hatte, da die Alliierten die Deutschen doch nicht besiegen konnten, sehe einer ähnlichen harten Strafe entgegen. Dieselbe drohe aber, seitdem Wilson den Zusatz zum Spionagegesetz unterzeichnet habe, auch «cklen Zivilisten, die Ansichten ähnlicher Art äußerten.
fii «euer 15 M'mden-KrM.
Berlin, 23. Iunt. Wahrscheinlich wirb dem Reichstag, bevor er in die Sommerferien geht, auch eine neue Kriegskredit- vorlage über 15 Milliarden zugehen, und es dürste notwendig sein, angesichts der Unsicherheit über das Ende des Krieges, die Legislaturperiode des Reichtags um ein weiteres Jahr zu ver- länger».
Im Reichstag.
Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Haus- Trttts, des allgemeinen Pensionsfonds in Verbindung mit der ersten Lesung der Ergänzung des Kapitalabsindungsgesetzes und eines Kapitalabsindungsgesetzes für Offiziere.
Nachdeni die üblichen Reden gehalten wurden, wobei sich die Atgg. Giesberts (Zentr.), Meyer (natl.), von Winterfeld (konf.), Sivkorich (Freif.). Behrens und Werner (Deutsche Fr.) sich für die Vorlagen erklärt und der Sozialdemokrat sein Mitarbeiten in Aussicht gestellt hatte, überwies fie dieselben an eine Kommission.
DsthichUd als Germmreicheid.
In der „Voff. Ztg." finden wir unter dent Strich eine Skizze des Wiener Schriftstellers Alfred Polgar, der mit. seuten kritischen Ergüssen von der schönen blauen Donau ansonsten die Spalten der Jacobsohn'schen „Weltbühne" voll macht. Sie trägt den Titel „Notschild-Gärten" und behandelt die schönste Gartenftraße Wiens.' Was Herr Polgar sich da für eine verstiegene Lyrik von der bedrückten Seele redet, soll seine Sache und die Sache der Ullstein'schen Leser fern. Für die sonstige Umwelt aber gleichfalls von Interesse ist folgender Passus:
„Notschild", das klingt wie ein Jirdianertrame. Oder wie ein Name aus der germanischen Heldensage. Und E Legende dazu wäre beiläufig die: Irgendein Gott der Finsternis hatte es auf den herrlichen Necken so und so abgesehen. Deshalb schickte er seine drei unwiderstehlichen Drener wider ihn: Krankheit, Sorge, Zweifel. Der Necke (!) waffenlos, hatte nur seinen Schild aus rotem Golde zur Wehr Er hielt ihn den drei Gesellen entgegen, und die, vom «chnd glanz geblendet, konnten nichts wider ihn ans
richten .... Eine feste Burg ist unser Gold, ein' feste Wehr und Waffen. Die Nothfchild-Gärten auf der „Hohen Warte" aber sind eine gewaltige Allegorie: Huldigung der internationalen Flora vor dem Besitz. Festzug der Natur zu Ehren der Milliarde. Der Tanz um den goldenen Menschen."
So mußte es kommen: Rothschild — eine Name aus der gertnanischen Heldensage! Und das Trutzlied der evangelischen Christenheit in travestierter Form als bewundernder Jubelgesang auf die Macht des internationalen Goldes!
Die Kleiderenteignnngi.
Es komt nicht oft vor. daß in einer Frage, die einen Ausfluß des Kriegssozialismus darstellt, die öffentliche Meinung einmütig ist von ganz rechts bis ganz links. In bezug auf die Kleiderenteignung ist diese Einhelligkett in verurteilendem Sinne festzustellen. Der „Vorwärts" wendet sich heute an leitender Stelle gegen diese Maßnahme, in der alle bureauk^r- tische Verständnislosigkeit und Schema-F-Reiterei. alle Möglichkeiten, ein Höchstmaß von Unbilligkeiten und Harten durch eine Verordnung zu erzielen, sich ein Stelldichein geben. Er tut es mit genau den Gründen, die auch hier schon wiederholt geltend gemacht worden sind und sagt u. a.:
„Darüber aber darf man sich nicht täuschen, daß bei der großen Menge der Bevölkerung durchaus kein Ueberfluß an Bekleidungsstücken. sondern im Gegenteil fühlbarer Mangel herrsche. Das gilt durchaus nicht nur für die Arbeiterschaft. Auch weite Kreise der Angestellten, Beamten. Kleingewer. betreibenden, ja sogar solcher Leute, die man als „bester situiert" bezeichnet, sind weniger infolge der Bezugsscheinpflicht, als infolge der enorm gestiegenen Preise seit Jahr und Tag schon nicht ntehr in der Lage gewesen, ihre Garderobe zu ergänzen und leben im' wesentlichen von alt^n Beständen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden zaWerche Beamte, Angestellte, Kleingewerbetreibende und auch Arbeiter aus anderen als Rüstungsbetrieben, die in durchaus nicht guten Verhältnissen leben mit herangezogen werden."
Diesen gegenüber bedeutet eine Zwangsenteignung aber eine ungeheure Härte. Es wird kurzerhand dekretiert, daß der Mensch mit einem guten nnd einem Werktagsanzug auszukcmmen habe Ob ein solches Auskommen möglich ist, muß sehr bezweifelt werden. Im heutigen Kulturleben — es war übrigens niemals anders — stellen Kleider nicht nur ein rein technisches Mittel zur Abhaltung der Kälte, sondern ein wesentliches gesellschaftliches Mittel dar. Man mag das verwerfen, aber man kann sich der Tatsache nicht entschließen, daß in der heutigen Gesellschaftsordnung der Erwerb und Beruf vieler Leute mit einem gewissen Kleider- auftvand untrennbar verbunden ist. Der Handlungsgehilfe, der in der Joppe hinter den Ladentisch treten wollte, oder der Rayonchef, der im Warenhaus im Alltagsanzug herumliefe, fie würden von ihrem Chef unfehlbar auf die Straße gesetzt vrerdeii."
Man kann in der Tat eine Maßregel, die an sich vielleicht in irgendeiner Form nicht zu umgehen ist, nicht schlimmer zur Dexaticn und zum Fehlschlag gestalten, als es auf dem beabsichtigten Wege geschehen muß.
In einem offiziösen Waschzettel, der an die. Zeitttngen versandt wird, soll dieser neueste Blödsinn hirnversandeten Bureaukratismus' dem Volke etwas mundgerecht gemacht werden. Es heißt darin u. a., die Kleiderabgabe erweise sich als notwendig, da in der Landwirtschaft und Industrie Kleider gekauft würden. Wir sind bereit, einen Preis auszusetzen, dem. der uns einen leibhaftigen Bauern vorzcigt, der einen zur Abgabe gebrachten Anzug erhalten hat.
|?em Felde
der Ehre.
Gettenau. Dem Tambour Wilhelm Wenzel wurde bei der Befteiung Estlands das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen, selbiger wurde schon 1917 im Westen mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er ist seit Anfang des Krieges Soldat und nahm an den Kämpfen in den Karpathen teil, wo er schwer verwuundet wtlrde. Auch desien Bruder, Hermann Wenzel, welcher an den letzten schweren Kämpfen im Westen teilnahm, wurde wegen hervorragender Tapferkeit mit dem Eiserneir Kreuz zweiter Klaffe ausgezeichnet.
Wohnbach. Dem Vizewachtmeister Friedrich Bischofs im Feld-Art.-Regt. 71, Sohn des Bäckermeisters Fr. Bischofs wurde für bewiesene Tapferkeit vor dem Feinde eme Belobigung in Form eines Diploms vom kommandierenden General der 35. Infanterie-Division überreicht.
Garbenheim b. Wetzlar. Der Wehrmann Tambour Karl Hahn erhielt bei der Befreiung Estlands die Hessische Tapfer- keitsmedaille; auf dem Vormarsch gegen Reval wurde er bereits mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klaffe ausgezeichnet. Hahn steht bereits seit Kriegsbeginn im Feld, hoffentlich ist es ihm vergönnt, bald gesund in die Heimat zurückzukehren.
Ans der Heimat.
Friedberg. Kanzleirat Graulich tritt auf seinen Wunsch am 1. Juli in den Ruhestand. Die Anerkennung und der Dank der Stadtverwaltung für seine dieser geleisteten 44jährigen treuen Dienste, sollen ihm, laut Stadtverordnetenbeschluß, schriftlich ausgesprochen werden.
Die erste Fruchternte, der Raps- und Samenschnitt, hat allerorten begonnen. Die Ernte ist minderwertig, weil durch den Rapskäfer ein großer Teil des Blutenstandes abgefressen worden ist. Es wird schon Samen zum Schlagen in die Oel- mühlen gebracht — die Selbstversorger haben ihren Vorrat auf- gebraucht, jetzt in der Erntezeit muß für Gesinde und alle anderen Arbeitskräfte Fett zur Verfügung stehen. Täglich kommen schon jetzt aus den benachbarten preußischen Bezirken Leuts
mit Schlagscheinen, schweren Säcken voll Samen und Kannen nach Gießen zur Oolmühle, täglich sieht man dieselben Leute wieder ebenso beladen, teils fluchend, teils weinend, wieder heimfahren. — Die Preußen dürfen nicht, selbst wenn sie wie das benachbarte Dorf Krofdorf, eine Stunde von der Schlagmühle entfernt liegen und obfchon die nächste preußische Oel- muhle eine Tagreise entfernt ist, in Heffen schlagen lasten. — Roch mehr: Aus dem Kreis Schotten oder Alsfeld darf kein Samen im Kreis Gießen geschlagen werden. Die Schlagmühlen sind Dannmvhlen geworden. Jeder Kreis und Bezirk hat seine bestimmte Mühle, in der er schlagen lasten darf. In dem Kreise Friedberg liegt gar keine Schlagmühle, die dortigen Samenzüchter sind auf 3 Mühlen im Kreise Gießen angewiesen und wenn fie hier nicht ankommen. so sind ihnen andere Mühlen verschlosien. Also lauten die Kriegsvorschriften. Sie müs. sen den Leuten die Lust zur Samenzucht, die sich so günstig entwickelt hat, nehmen, das Publikum hat den Nachterl. Deshalb ist es mit Freuden zu begrüßen, daß die Landwirtschaftskammer in Derbindung mit den Oelmüllern eine Eingabe gemacht hat, in der im volkswirtschaftlichen Interesse die alsbaldige Auf. Hebung der Dorschrfft und die freie Wahl der Mühlen gefor- dert wird.
Was kommt, wird geraucht. Ein Herr in Neustadt (Schl^ Holst.) empfing von feiner in Hamburg wohnenden Tochter mit der Post ein Paket, das anscheinend. Tabak enthielt. Er stopfte sich davon eine Pfeife; wenn es auch nicht sehr schön schmeckte, so lieh es sich doch rauchen. Er bedankte sich später bei der Tochter für den Tabak; zu seiner Verwunderung antwortete diese, daß sie ihm keinen Tabak geschickt habe, sondern — Dörr, gemüse, das sollte gegeffen, aber nicht geraucht werden.
Unterliederbach, 20. Juni. Das vierjährige Töchterchen der Briefträgerin Kieler hat sich beim Absturz von einem Balkon lebensgefährliche Verletzur^en zugezogen.
Aus Starkenburg.
Darmstadt, 21. Juni. (Vorsicht bei Umzügen.) Schwer geschädigt wurde ein hiesiger Beamte bei der durch feine Versetzung nötigen Verladung seiner Möbel. Die Ehefrau hatte in großer Vorsicht etwa 50 Eier und andere Lebensmittel, die sie mit großen Opfern an Zeit und Geld zusammengehamstert hatte, zur Seite gestellt, um fie persönlich an den neuen Um- zugsort zu bringen. Ms die Möbel aber verladen waren, mußte sie zu ihrem Schrecken bemerken, daß die Eier verschwunden waren und fand man später das leere Gefäß, der Inhal» aber blieb verschwunden.
FC. Zrv'rngenberg, 21. Juni. Der in den letzten Tagen in Weinheim verhaftete falsche Leutnant, der 24jährige sahnen, flüchtige Gefreite Paul Wenzel aus Paderborn, soll derselbe sein, der sich kurz vorher mit einer hiesigen Dame verlobt hatte.
Aus Nheinhessen.
Budenheim, 20. Juni. In der Aufregung erschossen hat sich gestern nachmittag die 64 Jahre alte Ehefrau eines hiesigen angesehenen Bürgers. Wie verlautet, wurde die Familie durch das e'rgerre Dienstmädchen urn 1000 Mark bestohlen, was die Frau derartig aufregte, daß sie das Jagdgewehr ihres Mannes ergriff und sich eine starke Schrot ladung in die Brust schoß. Von ihrem Manne rasch naä dem städtischen Krankenhaus zu Mainz verbracht, starb die Frau alsbald nach ihrer Einlieferung.
FC. Osthofen, 24. Juni. In der hiesigen Papierfabrik kam der jugendliche Arbeiter Holzmann durch einen Uirglücksfall zu Tode.
Ans Hessen-Nafiair.
FC. Bon der Maruschiffahrt. Infolge der anhaltenden trockenen Witterung ist der Main immer weiter gefallen. Der inzwischen niedergegangene Regen vermochte eine Besserung nicht zu bringen. Wenn nicht bald beffere Wasserstandsverhält- niffe eintreten, so wird die Aufrechterhaltung der Obermainschiffahrt wohl in Frage gestellt.
FC. Wiesbaden, 21. Juni. Bei dem gestern Abend hier cinttesfenden Personenzug aus der Richtung Limburg wurde ein schwerer Korb mit Fleisch beschlagnahmt. Es wurde fest- gestellt, daß dieser Fleischschmuggel durch sogenannte Deckdekla- rierung von Hahn-Wehen ins Werk gesetzt worden ist. Di» Untersuchung ist eingeleitet.
FC. Wiesbaden, 21. Juni. Ludwig Renno, der Raubmorde» aus Ried, der sich am 26. und 27. d. Mts. vor dem Schwurgericht zu verantworten haben wird, saß heute wegen des Dieb, stahls eines Paar Stiefel in Eddersheim auf der Anklagebank der Strafkammer. Das Gericht erkannte gegen den rückfälligen Dieb auf ein Zusatz von vier Monaten Gefängnis.
FC. Wetzlar, 20. Juni. Die Ludendorff-Spende hat in Stadt und Kreis Wetzlar bis zinn 15. Juni die stattliche Summe von 226 509 Mark erreicht.
FC. Liwburg, 21. Juni. Am 15. Juli d. I. findet auf dem hiesigen Marktplatz die diesjährige Haupfftutenschau nebst Preisverteilung für den Regierungsbezirk Wiesbaden statt.
FC. Vom Westerwald, 21. Juni. Fürst Leopold zu Lippe hat Pfarrer Heckenroth zum Mitglied de Ehrenausschuffes der kürzlich eröffneten Fürst Leopold-Akademie für Verwaltung»- wisienschaften in Detmold berufen.
Aus Kurheffen.
Bad Orb. 20. Juni. Im Hause-des im Felde stehenden Landwirts Eeibel brach Fenier aus, das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete, wodurch dasWohnhaus des Landwirts Roll schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Als Frau Gei- bei das Feuer bemerkte, war ein Enttommen über die Treppe des Hauses bereits unmöglich. Mit Hilfe schleunigst herbeigeschaffter Leitern wurde die Frau mit ihren fünf kleinen Kindern aus ihrer Wohnung geschafft. Die FaulUie rettete aber nichts als ihr nacktes Leben.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otro Hirsche!, Friedberg; für >cn Anzeigenteil: N. Heyner.
Fiiedbera. Druck und Vertag der „Neuen Tageszeitung*, A. G., Friedbera. * **


