Ausgabe 
12.6.1918
 
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zlummer 135

Mittwoch, den 12. Juni 1918 n. Jatzrgnng

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Der Feind auf die Aronde znrückgemorftn. Erneute Gegenongr ffe der Franzosen unter schwersten Verlusten geicheitert. Wehr als lOOOO Gefangene. Zwei italienische Dorstösze gescheitert. 26000 Tonnen versenkt. Das gleiche Wahlrecht für Preußen akermals akgelehnt.

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Der deutsche Generalstak ? ==. meldet:

W. T. K. Großes Aanplquartier» -en 11. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Die tagsüber mäßige Gefechtstätigkeit lebte nur beider­seits der Somme auf. Nach starker Feuervorbereitung griff der Feind am Abend zwischen Ancre und Somme an. Ocrtliä)er Einbruch des Feindes an der Straße Corbie Vray wurde durch Gegenstoß zuru Stehen gebracht. Vor der übrigen Front brach der Angriff blutig zusammen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In zwei Kampftagen hat der Angriff der Armee des Generals v. Hutier zu dem beabsichtigten Erfolge geführt ltnd uns in den Besitz des Höhengeländes südwestlich von Noyon gebracht. Der Stoß traf einen auf unseren Angriff vorbereiteten. tiefgegliederten Feind in stärkster Stellung. Die französischen Divisionen konnten trotzdem der unge­stümen Angriffskraft unserer Truppen nicht widerstehen. Auch die zu einheitlichen Gegenangriffen herangeführten Divisionen der französischen Heeresreserve wurden gestern in erbitterten Kämpfen zurückgeschlagen.

Auf dem rechten Angriffsflügel behaupteten Truppen des Generals v. Oetinger die südlich von Assainvillers ge­nommenen feindlichen Linien gegen heftige Gegenangriffe.

Die Truppen des Generals v. Webern stehen im Kample bei Courcelles und M6ry. Beiderseits der großen Straße Roye-Estr^es-St. Devis eroberten sie den Höhenrücken östlich von Mry. durchstießen die vierte feindliche Stellung und warfen den Feind auf die Aronde zurück.

Trotz zäher feindlicher Gegenwehr erkämpften sich die Truppen des Generals v. Schoeler den Uebergang über die Matz Nach Erstürmung der Höhe von Marqueglise und des Viguenwntberges drangen sie im unaufhaltsamen Angriff bis Autheuil vor.

Das Korps des Generals Hofmann hat in stetem Kampf das feindliche StellungZLewirr auf den Höhen süd- sich von Thiescourt durchstoßen. Auf den nach Süden zur Oise abfallenden Hängen drangen wir bis Ribocourt vor.

Die Gefangenenzahl hat sich auf mehr als 10 000 er­höht. Damit steigt die Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz seit 27. Mai eingebrachten Gefangenen auf etwa 75 000.

An der Front von der Oise bis Reims ist die Lage un­verändert. Erneute Angriffe des Feindes nordinestlich von Chateau Thierry brac^n verlustreich zusammen.

Oestlich der Cerna bei den Dörfern Stravina nd Grade, schniha, in der Umgebung des Dobropolje und westlich des Wardar war das Artilleriefeuer auf beiden Seiten zeitweise hcsüg. Ein englischer Sturmtrupp, der sich unteren Gräben bei dem Dorfe Kresteli südwestlich vom Doiran-See zu nähern versuchte, wurde durch Feuer vertrieben.

Das türkische Hauptquartier

melket:

Konstant!nopel, 9. Juni. (WB.) Amtlicher Tages- bericht.

Palästinafront: Am früh«! Morgen des 8. Juni setzte nach äußerst heftiger Artillerievorbereitung in dem Kllsten- abschnitt ein Angriff starker feindlicher Kräfte ein. Er­bitterte, wechselvolle Bajonett- und Handgranatenkämpse spielten sich im Vorgelände unserer Stellungen ab. Infolge der zähen Verteidigung unserer vorgeschobenen Postierungen gelang es dem Feinde nicht, seinen Angriff an unsere Stellungen heranzutragen. Da, wo der Feind im Borge- lände sich festgesetzt hatte, wurde er mittags durch tapfere Gegenangriffe unserer Truppen geworfen. Erneute feind­liche Angriffsversuche durch frisch herangeführte Reserven wurden durch unser wirksames Artillerisfeuer im Keime ersttckt Zwei zum Angriff berritgestellte Bataillone wur­den anseinandergetrieben. Unsere bisherigen Stellungen sind restlos wieder in unserer Hand. Die Verluste des Feindes sind schwer. Von den anderen Fronten nichts Neues.

B

Konstantinopel, 10. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Gene­ralstabsbericht.

Palästinafront: Nach der Niederlage, die sich der Feind gestern im Küstenahschnitt geholt hat, herrschte heute an der ganzen Front nur geringe Gefechtstätigkeit. Ein feind­licher Flieger wurde im Luftkampft abgeschossen.

Auf den anderen Kampffronten ist* die Lage unver­ändert.

26000 Tonne« verdenkt.

Berlin, 10. Juni. (WB. Amtlich.) Im Mittelmeer ver- senkten unsere U-Boote sieben Dampfer von etwa 26 000 Bruttoregistcrtonnen.

Unter ihnen befanden sich die englischen bewaffneten DampferCambrian King" (3601 Brt.) mit Flugzeugen und der DampferSnowdon" (3189 Brt.) mit 4000 Tonnen Kohle und 200 Tonnen Stückgut.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff.

Alrendberrcht.

Berlin, 11. Juni, abends. (WB. Amtlich.) Auf dem Kampffelde südwestlich Noyon sind erneute Gegenangriffe der Franzosen unter schwersten Verlusten gescheitert.

Der österreichische Generalstnd meidet:

Wien, 11. Juni. (WB.) Amtlich wird verlautbart:

An der unteren Piave scheiterten abermals zwei italie­nische Vorstöße. Auch in der Fronzelg-Schlucht wurden feindliche Erkundungsabteilungen abgewiesen.

Nordwestlich von Korea in Albanien haben die Fran­zosen ihre Angriffe wieder ausgenommen.

Der Chef des Generalstabes.

Der bulgarische Grneralstak =- meldet: .

, Sofia, 10. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs­bericht.

Mazedonische Front: Westlich vom Ochrida-See zer­

streuten wir durch Feuer französische Erkundungsabteilungen

Die Schlacht im Westen.

Die Kämpfe am 9. Juni.

Berlin, 11. Juni. (WB.) Am 9. Juni vormittags 6.20 Uhr war bereits von der gegen Orvillers verbrechenden Division das feindliche Grabensystem und der Ort selbst mit Hilfe von Tanks im heftigen Kampfe genommen. Das von Schluchten durchzogene waldreiche Gelände hat dos Aussehen eines großen Werkes. Es bot dem Feind hervorragende Stützpunkte zum Einbau von Maschinengewehren. Bei der Bekämpfung derielben leisteten deutsche Tanks und Flam­menwerfer Glänzendes. Durch die zerschossenen Trümmer der Ortschaft fuhren die Tanks vor und säuberten sie mit ihren Geschütze^ und Maschinengewehren. Ein Flammen­werfer vernichtete allein vier Maschinengewehr-Stützpunkte. Die Tanks stießen sodann südlich auf Ouvilly vor und erleich­terten der Infanterie die Einnahme des Dorfes. In Ouvilly arbeitete ein geschlossenes feindliches Bataillon an den Stellungsgräben der zweiten Stellung. Es wurde bereits bis auf den letzten Mann gefangen genommen. Westlich der Ortschaft wurden zahlreiche Geschütze erobert; auch andere Beute, wie Sanitätsautos, reichliches Telephongerät rnrd große Mengen Munition fielen in unsere Hand.

Gegen Abend tobte nach Gewinnung der Straße Mery Ressonssur-Matz der Kampf um das Dorf Lataule und um die Waldstücke östlich desselben. Lataule mit Schloß und

Park bildete einen starken Stützpunkt inmitten der feind­lichen, gut ausgebauten dritten Stellung. Der Ort wurde frühmorgens am 10. gestürmt. Bald daraus fiel Belloy. Hiermit hatte die Division das schwierigste Gelände über­wunden. Gegen Truppen von drei Divisionen hatte sie m dem ihr Angewiesenen Abschnitt zu kämpfen. Ueber 2500 Ge­fangene, eine große Anzahl Maschinengewehre und zahlreiche Geschütze sind erbeutet.

Die Tätigkeit unserer Flieger.

Berlin. 11. Juni. (WB.) Die letzten Nächte waren fuL die Tätigkeit unserer Bombengeschwader im allgemeinen günstig. Diese richteten ihre Angriffe gegen die feindlichen Flughäfen, auf denen sie durch unseren Vormarsch bis zur Marne aus ihren alten Häfen verdrängten feindlichen Ver­künde dicht gedrängt Zuflucht gesucht hatten, ferner gegen Bahnhöfe und Etappenorte des Gegners, die infolge der Heranziehung der Reserven und der Wiederordnung der durch unseren Ansturm verwirrten rückwärtigen Verbin­dungen eine dichte Bestellung aufwiesen, und gegen Paris. Ueberall konnte durch Brände und Explosionen festgestellt werden, daß die Bombengeschwader die ihnen befohlenen Ziele zu treffen wußten. Unsere anderen Fliegerverbände waren nicht weniger tätig. Besonders gute Erfolge erzielten unsere Jagdflieger im Angriff gegen Geschwader des Geg­ners. Es gelang ihnen allein am 6. und 7. Juni 29 feindliche Flugzeuge abzuschietzen. Unsere Verluste sind demgegenüber mit nur neun Flugzeugen erfreulich gering.

Die Nuilösnag der Fochschcn Manövrierarmee.

Berlin, 10. Juni. (WB.) Der große Sieg des Deut­schen Kronprinzen, der weitere bedeutende Teile der Kampf­kraft und Kampfmittel der Entente zertrümmerte, hatte zu­gleich die Auflösung und völlige Zertrümmerung der Foch- scheu Manövrierarme« herbeigeffihrt.. Zu Beginn der Schlacht an der Aisn« standen am 27. Mai im ganzen acht Divisionen des Feindes an der Front. Durch die Aus­dehnung des Angriffes wurden in kürzester Zeit sieben wei­tere Divisionen in die Schlacht mit hereingezogen. Die von Tag zu Tag wachsenden Erfolge führten schließlich dazu, daß der französischeFührer aufs n«ue 35 Divisionen in den Kampf werfen mußte. Im ganzen sind also 50 feindliche Divisionen an der von der deutschen Führung gewollten Front in kür­zester Seit zum Einsatz gezwungen. Die infolge der eng­lischen Niederlage nötig gewordene Abgabe von franzö­sischen Verbänden an die Front beiderseits der Somme und in Flandern entblößte die französische Front in gefährlichster Weise und ist schuld sowohl an der schweren Niederlage, die die Franzosen zwischen der Aisne und der Marne Tag für Tag erlitten sowie an der neuen Niederlage, die am 9. Juni den Franzosen wiederum auf der Front von Montdidier bis Noyon zugettigt wurde. Es wurden ihnen schon am ersten Tage 8000 Mann abgenommen. Der ungeheure Material­verlust. den die Entente arrf den ausgedehnten Fronten zwischen Apern und Noyon und zwischen Noyon und Reims erlitt, wird nur schwer zu ersetzen sein, vor allem, da die' breiten Lücken der Ententeheere durch vermehrten Einsatz aus der Heimat ergänzt werden müssen. Die Hoffnung der Entente auf einen entscheidenden Eingriff der großen Manövrierarmee ist endgültig gescheitert. Die stolze Reserve­armee. die der Kriegsrat von Versailles bei seinem Beschluß zur Fortsetzung des Krieges als Trumpf ausspielte besteht als solche nicht mehr.

Die Beschießung von Doris.

Genf. 11. Juni. Mit geringen Unterbrechungen dauerte die Beschießung von Paris aus Ferngeschützen von Samstag morgen bis Sonr>ag abend fort. Die Gesamtzahl der Schüsse bewies eine erhebliche Steigerung der deutschen Angriffsmiltel. Welche Bezirke am schwersten heimgesnchi sind, läßt sich aus den knappen Meldungen nicht entnehmen

Die ü=6ooff an der immkanilchen Küste.

Amsterdam, 11. Juni. (WB.) Einem hiesigen Blatt- zusolge erfährt dieT-mps" aus Washington: Der stell- vertretende Märinesekretär Franklin Roosevelt hat gegen- über dem Korrespondenten derTimes" erklärt: "Die aine-