Die Vsseußiit im MM u»d dik ftllnßßjche Ernte.
Seit Beginn des Krieges leidet Frankreich schwer unter vem Wegfall fruchtreicher Getreidegebiete. Die Besetzung weiter landwirtschaftlicher Strecken durch die deutschen Lappen hat eine sehr erhebliche Minderung der franzö- fischen Ewteertröge verursacht. In der Kammersttzung vom . ^nuar 1918 erklärte der ftanzösische Lebeusmiftel. mmrster. Laß d,e letzte Ernte Frankreichs bei einem Bedarf von 78 Millionen Doppelzentnern nur 31 Millionen Doppel- -«ftner betragen hatte. Danach war also schon im vorigen ^ahre Frankreich mtt wesenllich mehr als der Hälfte seines Getreidebedarfs auf Lieferungen des Auslandes angewiesen Dl« diesjährige Offensive im Westen nmtz die Getteidenvt Frankreilbs noch außerordentlich verschärfen. Wir vernäh- m«n aus der französischen Presse, daß die Bauern hinter der Front ahnungslos die Felder bestellt haben. Sie haben den Versicherungen der Regierung und der Zeitungen geglaubt und besttmmt angenommen, daß sie die diesMrige Ernte voll einbringen würden. Nunmehr sind sie Hals über Kopf von ihren Feldern und von ihrem Bieh geflohen und müssen, da die französischen Militärbehörden sie nicht recht- zeittg zur Räumung aufgeforüert haben, froh sein, wenn sie hier und da ein Stück Dich mit nehm-n konnten. Wieder hat Frankreich reiche Erntestriche verloren. Wer nicht nur die Ernte in den schon eroberten Gebiet-n, sondern auch die Ernte der dahinter liegenden Sttecken kann als entgangen angesehen werden, da bei der dauernden Bedrohung das Gebiet direkt hinter der Front nicht mehr als Erntegebiet zu bettachten ist. damit ist die Abhängigkeit der franzö- fischen Getreideversorgung vom Auslande von neuem verschärft worden. Diese Abhängigkeit ist um so peinlicher, als der U-Bootkneg die reguläre Verschiffung von Getreide nach Frankreich unmöglich macht.
Eine hvndgyemeine dkiiWMlilhe
hielt der Pastor Hermann Lunde am 16. Mai 1918 in der Dreifaltigkeltskirche zu Christiania. Also sprach der Herr Pastor: ^ „Der U-Bootkrieg ist kein ehrlicher Kampf, kein An- ffnff eines ritterlichen Kriegsmanns auf einen anderen Kriegsmann Nein, das Ganze ist tückischer Ueberfall, hinterlistiger Ueberfall vn Räubern und Wegelagerern aus Verteidigungslose Menschen. Auöspekuliert mit bewußter »nd bestimmter Bosheit.... Ueberfäüt man einen sried- nchen Mann auf der Landstraße und nimmt ihm Leben und Isut, so wird man gehängt. Aber wenn diese Torpedo- manner heimkommen, weiden sie wie edle Krieger empfangen und mit dem Ehrenkreuz geschmückt. Ja, was im Privatleben eine Schandtat ist, wird von Staats wegen zur Heldentat erhoben. Und der Herr im Himmel soll so- 6<rr auf Fürsten geh eiß hin diese großartigen Greuel segnen... Man sagt: Not kennt kein Gebot. Aber die
Not, die sich eine Großmacht selbst schafft, indem st« erst .yftematisch alle Gesetze bricht und vorwärts drängt mit einem Machthunger, der alles und alle unterjochen will, derartige Not beruht auf den verfluchten Lügen des Uebec* griffs und birgt keine Spur von Entschuldigung in sich. Das ganze ist die Frechheit der augenblicklichen Uebermacht... Amen!" Deutsche Zeitungen sind über diese Reden entrüstet, denn sie haben von einem gebildeten Norweger, zumal von einem Geistlichen, eine andere Sprache erwartet. Wir nicht. Wir haben die Norweger doch niemals für Deutschfreunde gehalten, da selbst der bei uns so viel ver- götterte und auf allen deutschen Theatern gespielte Henrik Ibsen im Jahre 1870 die deutsche Volkserhebung verspottet hat. Das deutsche Gedächtnis ist viel zu kurz, sonst hätten sie sich gemerkt, wie die Norweger dem Deutschen Kaiser für seine Nordlandsfahrten und seine fürstlichen Spenden mit. Teufelsdank quittiert haben.
zöslrnge wegen des Doms vov Reims uns als Barbaren beschimpft hat. Es war — man muß daran erinnern — ein öetoeig schändlicher Undankbarkeit und nebenbei gesagt ein- falftger Gedankenlosigkeit. Äenn wenn wir Barbaren toonm, so mußte die Kunst Hodlers, die weder in seiner schwerzerrschen Heimat noch in Frankreich, sondern einzig und allem ber uns rn Deutschland Beachtung und Wertschätzung gefunden hatte, barbarisch sein; Barbaren können nur einen barbarischen Geschmack haben. Damals — im Herbst 1914 — herrschte denn auch allgemeine Empörung über diele Handlungsweise Hodlers, aber man kennt ja seine Deutschen. Wie sie in der Schätzung fremden Wesens keinen Stolz zeigen vrelmehr stets die Leistungen von Ausländern — so auch bei Hodler — über Gebühr erheben so haben sie auch nicht den L>tolz der Selbstachtung gegen frenrde Beurteilung. Hodler hat sich u. W. nie entschuldigt, er hat sich gleich Sprtteler ruhrg die Lobeserhebungen gefallen lassen, die ihm nunmehr in Frankreich nicht wegen seiner Kunst, sondern wegen seines Ausfalls gegen Deutschland zuteil wurden. Trotzdem konnte sich jetzt bei seinem Tode die deutsche Presse, rmt wenigen Ausnahmen nicht enthalten, Hodler die eingehendsten. ehrendsten Nachrufe zu widmen. Da lasen wir, das „Deutschland" „mit Schmerz und aufrichtiger Trauer" vom Hinsä^iden dieses Künstlers böre, daß ,persönliche Bestimmungen" (!) an seiner Bahre schweigen'müssen, daß es „inferior" wäre, wegen der Kränkung, die er uns angetan, nun den Kiinstler Hodler anders einzuschätzen. Nem, „inferior", minderwertig ist es, ein Kunsturteil, das zudem mehr oder weniger Modesache und anfechtbar ist, dem Gefühle der Selbstachtung überzuordnen. Eine kurze Mitteilung, daß Hodler gestorben ist, das wäre unter den obwaltenden Umständen den Ehre gerade genug gewesen. Aber, man gebe dem Deutschen einen Fußtntt. und er wird,' wenn . ein ausländischer Stiesel den Tritt verabfolgt, „objektiv" genug sein, noch die elegante Frm dieses Schuhes zu bewundern!
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Die „Erlüge" des Herrn Egderner.
Was in DaMIM aßes möglich ift!
Müssen deutsche Mädchen vor farbigen Gefangenen auf- siehen? Diese enipörte Frage stellt ein tapferes deutsches Mädchen im Sprechsaal des „Lüb. General-Anzeigers", indem sie unter Hinweis auf die Berichte, wie unsere Feinde deutsche Gefangene zu behandeln Pflegen, mitteilt, wie es mit den fctr>gcÄ Gefangenen in Lübeck gemacht wird. Dort werden seit einigen Tagen mit dem ersten Morgenwagen der Straßenbahn" etwa zwanzig farbige Engländer bis zu rhrer Arbeitsstelle befördert, wozu eine Zeitlang ein be- sonderer Anhängewagen diente. Jetzt fehlt dieser Wagen, und so kam der Schaffner zusammen mit einem noch findigeren Kontrollbeamten auf den einfachen Ausweg, die Fahrgäste des Hauptwagens, in der Hauptsache Lehrerinnen, .junge Arbeiterinnen einer Werft, des Hochofenwerks ua.' aus dem Wagen hinauszMveisen. Soweit dann noch Platz in dem Raucherabteil sich befand, durften sie sich mederlassen oder sich auf die Plattform stellen, während die schwarze Gesellschaft, bis über beide Ohren grinsend, den Motorwagen in Besitz nahm. Auch dem begleitenden Wachtmann machte die Lösung der ursprünglich sehr schwierig erscheinenden Frage offenbar viel Spaß und Schaffner und Kontroll- beamte freuten sich gleichfalls über ihre Schlauheit und die sichtbare Mißvergnügtheit der hinausgesetzten weiblichen deutschen Lehr- und Hilfskräfte. Man hätte angesichts des Fehlens eines Anhängers sehr wohl die Gefangenen auch einmal zu Fuß gehen lassen können. Aber als ein öffentlicher Skandal sei es zn bezeichnen, daß man deutsche Mädchen gezwungen habe, vor farbigen Gefangenen aufzustehen.
Vom deutschen Stop.
Ist da Hodler gestorben, der Schweizer Maler, der durch ferne Unterschrift unter dem „Protest" der Genfer Frau-
Wie im Reichstagsbericht mitgeteilt wird, hat Mini- sterialdirektor Deutelmoser bei der Beantwortung Eier kleinen Anfrage des Grafen Westarp gesagt, der Abgeordnete Erzberger habe sich „in erfolgreicher Weise" bemüht, den amtlichen Presse- und Nachrichtendienst mit Hilfe des von ihm geleiteten Bureaus zu unterstützen; und ferner, Herr Erzberger habe sich um den Ausbau des Presse- und Nachrichtenwesens „anerkennenswerte Verdienste" erworben. Auf die ergänzende Anfrage des Grafen Westarp, worin denn die „Erfolge" der Tätigkeit des Abgeordneten Erz. berger im Auslande zu erblicken seien, hat Ministerialdirektor Deutelmoser leider zu antworten abgelehnt.
Diese Ablehnung ist gewiß insofern verständlich, als es dem Vertreter des Auswärtigen Amtes recht schwer gefallen sein würde, positive Angaben über die Erfolge der Tätigkeit des Abgeordneten Erzberger zu machen. Was man von diesen Erfolgen in der Öffentlichkeit wahrnehmen konnte, ließe sich doch nur etwa dahin kennzeichnen, daß mit der Tätigkeit des Herrn Erzberger eine immer weitere Vermehrung der Gegnerschaft gegen Deutschland in ftüher oder noch heute neutralen Ländern parallel gegangen ist, und das trotz der fortgesetzten Erfolge unserer Waffen. Uns scheint die deutsche Oeffentlichkeit hätte ein Anrecht darauf, etwas Näheres über die Ursachen dieser doch höchst seltsamen Un- stimmigkeit zu erfahren. Zugleich auch ein Anrecht darauf, zu wissen, wieviel etwa diese Erfolge des Herrn Erzberger dem Deutschen Reiche an Geld gekostet haben. Wenn aber eine öffentliche Klärung dieses zweiten Punktes jetzt noch nicht zweckmäßig erscheinen sollte, dann hat das deutsche Volk doch weiterhin ein offenbares Anrecht auf eine Aufklärung darüber, chie es kommen konnte, daß mit der Auslandspropaganda für Deutschland ausgerechnet ein Mann ßetraut werden konnte, der seit langem vor aller Welt zu erkennen gibt, daß er an den Sieg Deutschlands weder glaubt, . noch auch nur ihn wünscht, und der selbst die Gerechtigkeit der deutschen Sache mindestens nicht^zum Aus- druck bringt; es sei nur an Aussprüche wie den von dem belgischen „Liebling der Welt" erinnert. Daß ein Mann, der seit Jahr und Tag für seine Aufgabe ansieht, die Siegeshoffnung und den Siegeswillen in Deutschland zu untergraben, von vornherein nicht geeignet sein kann in neutralen Auslande für die deutsche Sache zu werben, lieg doch wohl auf der Hand.
Auf diese wichtigen Fragen also vermissen wir eim amtliche Antwort; wir halten es aber für unbedingt nötig daß diese Antwort dem deutschen Volke nicht dauernd vor enthalten wird. Es müßte sonst der Anschein entstehen, das Herr Erzberger, gerade deshalb als geignet für seine Tätige keit angesehen wurde, weil er gegen den deutschen Sieg arbeitete. Und diesen Anschein sollte doch das für seine Tätigkeit verantwortliche Auswärtige Amt schließlich zu vermeiden suchen.
Verbraiuhtr und EiMger csrmeinfani!
Brtten den Antrag Dr. R o e s i ck e einmal von Ende an zu lesen, beginnend mit Ziffer V: „Obst, Gemüse Eier bleiben von jeder Bewirtschaftung frei!" Ob nich, manches großstädtische Haussrauenherz hierbei aufatmeN Ob nicht weitere Derbraucherkreise in dem praktischer Kriegskursus über ökonomische Dinge nunmehr erkamn haben, wo die Grenzen öffentlicher Bewirtschaftung liegend Kann man nicht jetzt überall auf den Straßen der Großstadt die Klagen über die gefährUchen Höchstpreise hörend Selbst im Vorwärts schimmert sd etwas durchs indem es dort heißt: Was zu erwarten war, ist eingetroffen l Dei Obst- und Gemüsemanael uämlrch! Er warnt seine ßejei
»rrsen Meinung, bei Gemüse ohne Höchstpreise besser sei als Höchstpreise ohne Gemüse. Er mernt es sei nur Himdiertaktik und schließlich müßten di« Händler mit der so verderblichen Ware herauskmnmen. „^mmechm kann darüber einig« Zeit vergehen/ sagt der „Vorwärts", und eine ganze Menge War« nutzlos ver- derben, fügen wir hinzu. Auf freiem Markte ist es gerade die Gefahr des Verderbens, welche den P,»is herunterzieht. Aber unter Höchstpreis kann der Händler eben nicht handeln. Wir müssen uns von hem Mißtrauen freimachen, daß daS böser Wille sei. Wer es nicht glaubt, der versuch- es doch .er Wenn das deutsche Großstadtvolk den Mut hat/wolle wirkliche Obst- und Gemüfefreiheft wieder zu erlauben so wird es die Erfahrung machen, daß selbst in jetzigen Kriegs- zerftri die Freiheit billigere Preise schafft als der Zwang zinn rmnbeften auf diesem Gebiet, wo nun einmal die öffent* luche Bewirtschaftung sich ohnmächtig er-weist.
Wollen wir nicht diese höchst wichtigen und schwierige« Fragen rem sachlich, frei von jeder politischen Parteileiden. Schaft, behandeln? Wir haben die große Sorge, daß der Antrag Dr Roesicke, der aus dem Bewußtsein ernster und schwerer Verantwortung entstanden ist, verschlossene Ohren finden könnte, und vielleicht, weil er von landwirtschaftlicher Seite kommt, mit dem altgewohnten Maß von Mißtrauen gegen „Agrariertiim" aufgenommen wird. Wahrhaftig, es wird sich keiner leichten Herzens dazu drängen, die Verantwortung für den nächsten Winter zu übernehmen, so oder so! Es ist für keinen leicht, weder für den. der das System beibehält, noch für den, der es den Zeitverhältnisftn entsprechend ändert. Andererseits ist es klar, daß es ohne den rNrit zur Verantwortung weder Heerführer im Felde draußen noch Volksvertreter in beschließender Versammlung geben könnte.
Gewiß ist im Kriege, zumal wenn der Feind ihn als Aushungerungskrieg führt und demnach alles auf das Durch, halten des Volkes ankommt, das Verbraucherintei'esse obenan stehend, und die Erzeugung hat dem zu dienen, und hat die Pflicht, alles zu leisten, was sie kann. Aber daraus folgt noch nicht, daß die Erzeuger nicht auch etwas zur Sache sagen dürften. Im Gegenteil, es ist dies ebensogut auch ihre Pflicht je größer die Verantwortung ist, rnn se mehr. Ge- wiß sind die Verbraucher berechtigt, ihre Interessen, so wie üe sie verstehen, kräftig wahrzunehmen. Daraus folgt aber noch nicht, daß sie das Wie? allein verstünden sondern üe tun gilt, sich von den Erzeugern die Wahrheit über fo* «Produktion sagen zu lasten, die doch für ihr Fortleben entscheidend ist.
Es geht so nicht mehr weiter! Die Eingriffe in dir Produktion sind so erdrückend, daß die Verzweiflung — besonders der kleinen Landwirte — auf der Höhe angekomme« ist. Der Augenblick ist da. wo das den städtischen Verbraucherkreisen einmal gesagt werden mutz, damit sie nicht eines Tages überrascht werden, wenn ihr System des rücksichtslosen „Erfastens und Verteilens" an dem Ende ang«- langt ist. wo nichts mehr da ist. Das nämlich ist das Gefährlichste an der bisherigen Art, daß sie den Großstädter im unklaren darüber hält, wie es draußen steht, weil er den ^Rückgang der Produktion nicht sieht und nicht fühlt. Solange man eine blühende, reiche Landwirffchaft hat, ist das regellose Erfassen und möglichst billige Verteilen allerdings möglich. Sobald die Produktion ater auf dem Gefahrenpunkt angekommen ist, muß die Erhaltung der Produktion in den Vordergrund, weil doch schließlich der Ver- braircher davon lebt. Solange wir gtauben konnten, daß der Krieg kurze Zeit dauern werde und eines Täges sich der Weltmarkt öffnen und, wie einst, von seinem Ueberschust senden würde, war es unsere Aufgabe, dem Produzenten Opfermut und immer wieder Opfermut zu predigen. Nachdem wir erkannt haben, daß die Hoffnung auf Hilfe von außen hinfällig ist und wir nur mit der eigenen Produktion unsere Lage wirklich und wirksam bessern können, ist es unsere Pflicht, der Negierung und den Vetbrancherkreisen dis Notwendigkeit der Produktion zu predigen.
Notwendig ist, an Stelle der regellosen und rücksichtslosen Erlassung eine geordnete, planmäßige Erfassung zu setzen, welche die Produktionskraft nicht schädigt und darüber hinaus eine bescheidene Wirtschasts- und Verfügungsfrciheit wiederherstellt, ohne welche es kein Produzieren gibt. Das will der Antrag Dr. Roesicke und weiter nichts.
Sinn und Geist unserer bisherigen Kriegswirtschaft läßt sich in drei Worten ausdrücken: Preisreguliernng.
Sicherstellung (der Bestände), Rationierung (die gleicb- mäßige Verteilung). Nichts von dem soll aufgegeben werden. Es handelt sich um keine Aenderung des Prinzips, sondern nur um ökonomisch-technische Verbesserungen.
' Der größere Teil aller Nahrungsmittel wird weiterhin erfaßt, die größere Menge der Verbraucher wird weiterhin von der öffentlichen Stelle versorgt, die Preise des Hanpt- nahrnngsmittels, des Brotes, werden weiterhin festgesetzt.
Trotzdem bringt der Antrag Dr. Roesicke eine sehr wichtige Aenderung in unser ganzes Produktionssystem. Eben durch die Einschränkung, die Kontingentierung der öffentlichen Bewirtschaftung, stellt er auf dem einzelnen Wirt- schaftshofe erst einmal das bißchen Sicherheit und Freiheft wieder her. das unentbehrlich ist, wenn nicht das Wirtschaften erlahmen soll. Ein paar Atemzüge aus der Luft der Freiheit Wir haben alle erst im Kriege gelernt, was die Freiheit für die wirtschaftliche Leistung bedeutet. Regelloser ungeordneter Zwang wirkt auf die Dauer tödlich. Das gilt für de» Handel wie für das Urgewerb^, die Landwirtschaft. Wir verstehen durchaus, wenn vielen unserer Freunde und Sö* rufsgenossen die Bekämpfung des Zwanges nicht weit genun geht, wenn sie den Antrag Dr. Roesicke nicht radikal genus finden, weit sie der Meinung sin-, daß das Neue um


