Nummer 132 _ Samslagi. den 8 . Juni 1918 11 . Aal-rg^ .
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Ein Erfolg beiderseits der Avre. 300 Gefangene. — TeUangriffe der Ctzn-ean-TKierry und nördlich der Aisne avgewiejen. — Lebhaftere Kampftätigkeit in Italien. — Weber 20000 Tonnen versenkt.
Der deutsche Generalstab . ==.— meldet: — ....
M. T. K. Großes Amtplquariier, de»
Juni. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz. /
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Zeitweilig auflebender Artilleriekampf. Rege Erkundungstätigkeit. Bei einem Vorstoß in die französischen Linien westlich vom Kemme! nahmen wir 2 Offiziere und 50 Mann gefangen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Auf deni Schlachtfelde blieb die Gefechtstäfigkeit auf örtliche Kampfhandlungen beschränkt. Nördlich der Aisne und nordwestlich von Ehateau-Thierry wurden Teilangriffe des Feindes abgewiesen. Südöstlich von Sarcy nahmen wir nach starker Arfillerievorbereitung die feindlichen Linien beiderseits der Avre. Wir machten 300 Gefangene.
Der Erste Gcneralquartiermeister: Ludendorff.
Abendbericht.
Berlin, 7. Ami, abends. (WB. Amtlich.; An &r Schlachtfront ist die Lage unverändert.
Der österreichische Generalstab ■■ meldet: _■■■
Wien, 7. Juni. (WB.) Amtlich wird verlautbart:
Im Südwesten gesellte sich gestern den Geschützkämpsen der letzten Tage wieder lebhaftere Jnfanterietäfigkeit bei. An der Piave bei Quero und Mori und auf dem Tonale wurden italienische Abteilungen zurückgewiesen. Auf dem Monte Spinuchia verbesserten wir durch ein Sturmtruppenunternehmen unsere Stellungen. Auf dem Monte Sisemol wurde der Angriff eines Bataillons im Gegenstoß abge- schlagen. Bei Asiago scheiterten zwei feindliche Vorstöße in unserem Feuer.
-> ■ -d / Der Chef des Generalstabes.
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Das türkische Hanptanartier i== meldet:
Konstantlnopel, 6. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Gene, ralstabsbericht.
Palästinafront: In der Nähe der Küste und östlich vom Jordan war das beiderseitige Artilleriefeuer zeitweise reger. Ein feindliches Flugzeug wurde durch unser Artilleriefeuer zur Landung dicht hinter den feindlichen Linien gezwungen — Auf den anderen Fronten keine Ereignisse von Bedeutung.
20000 Tonnen verkenkk.
Berlin, 6. Juni. (WB. Amtlich.) Im Mittelmeer versenkten deutsche und österreichisch-ungarische U-Boote fünf Dampfer und sechs Segler von zusammen über 20 000 Brt. Die Dampfer wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Einer von ihnen war ein Kriegsmaterial- transvorter.
Der Chef des Admiralstabcs der Marine.
Dik 0-Kl»!t not jUirriliii.
Rotterdam, 7. Juni. Londoner Blätter melden, daß in New Port Nachrichten von neuen Schiffsverlusten bekannt gegeben werden. Obwohl der Ueberfeeverkehr der großen Dampfer jetzt vorübergehend eingestellt worden sei, sei man über das Schicksal mehrerer seit 1. Juni ausgelaufener Transportdampfer in Sorge.
Amsterdam, 6. Juni. (WB.) In den Reutermeldungen aus New Aork werden gier amerikanische Segelschiffe „Hattit
Dun", „Huppuge", „Cole" und „Edna" als versenkt gemeldet.
New York, 6. Juni. (WB.) Neuter. Zum Untersee- bootangrifi wird noch gemeldet, daß 58 Personen umgekommen und vermißt word.en sind. Aus Levis wird berichtet, daß 16 von 35 Personen, die die „Carolina" in einem Motorboot verließen, dadurch ertranken, daß das Boot umschlug.
Annapolks, 7. Juni. (WB.) Neutermeldung. Marinesekretär Daniels sagte in einem Aufruf an die Kadetten der Marineakademie: Deutschland hat dadurch, daß es durch feinen Unterseebootfeldzug den Krieg bis vor die Tore der Vereinigten Staaten trägt, das amerikanische Volk nicht erschreckt 0), sondern hat das Feuer seiner Leidenschaft verstärkt und den Amerikanern die Notwendigkeit nahegelegt, noch größere Anstrengungen zu machen, »damit der Feind schneller und gründlicher fü* seine Anmaßung gezüchtigt wird.
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Prämien auf U-Boote.
Genf, 7. Juni. Ans Neuyork wird gemeldet, daß Prämien für das Anffinden feindlicher U-Boote ausgesetzt worden sind.
Luftangriffe in Amerika?
Amsterdam, 6. Juni. (WB.) Einem hiesigen Blatte zufolge meldet die „Finanzial News" in ihrer amerikanischen Börsenübersicht, daß Luftangriffe in den Vereinigten Staaten stattgefunden hätten.
Fliegerangriff ans Paris.
Paris, 7 Juni. (WB.) Reutermeldung. Amtlich Eine Gruppe von 20 feindlichen Flugzeugen kreuzte die französischen Linien und nahm die Richtung auf Paris. Die Abwehr trat sofort in Täfigkeit. Es wurden einge Bomben abgeworfen. Verluste: ein Toter, einige Verwundete. Materialschaden wurde nicht angerichtet.
Neutermeldung. Um 11 Uhr nachts wurde alarmiert. Um 12 Uhr 20 Min. wurde der Alarm wieder aufgehoben.
Erfolgreiches Fliegergefecht.
Berlin, 7. Juni. (WB.) Am 6. Juni hatten mehrere unserer Flugzeuge mit fünf englischen Curtiß-Flugbooten nordwestlich Terschelling ein längeres Gefecht, bei dem ein englisches Flugzeug abgeschossen wurde. Dieses Flugzeug verbrannte dicht unter der Küste. Drei Mann der Besatzung retteten sich an Land. Zwei weitere englische Flugzeuge wurden schwer besckädigt. Wie aus holländischen Pressenachrichten hervorgeht, sind diese Flugzeuge gezwungen worden, auf Terschelling zu landen. Die Insassen haben die Flugzeuge verbrannt und wurden interniert. An- scheinend ist ein viertes englisches Flugzeug auf Vlieland gelandet. Sechs englische Offiziere und drei Unteroffiziere wurden in Holland interniert. Von unseren Flugzeugen geriet während des Gefechts eines in Brand und wurde später von uns vernichtet. Die Besatzung wurde gerettet.
Die Schlacht im Westen.
Berlin, 6. Juni. (WB.) Für die künftige Versorgung unseres Heeres stellen die bisherigen Ergebnisse des Vor- bruches zur Marne eine willkommene Stärkung von rund 56 Kilometer Raum in einer Breite zwischen 70 und 54 Kilometer dar. Das bedeutet jenseits der militärischen Bedeutung, daß der land- und der forstwirtschaftlichen Ausnutzung weit über 3000 Quadratkilometer Boden zugeführt sind. Die Kampfzone am Damenweg scheidet in einer Breite von 3 bis 6 Kilometer als Brachstreisen aus. Hier ist der Boden durch die schwere Dauer der Artillerieaufwühlung bis auf weiteres für^eine geordnete Nutzung verloren gegangen und kann nur als dürftige Wiese dienen. Unmittelbar jenseits des Damenwegs aber bis hinunter zur Marne ist das Land weit und breit mit anerkennenswertem Eifer bestellt. Von großer Wichtigkeit sind die weit ausgedehnten Wiesenflächen, die für unsere Pferde und die Viehernähruna einen ganz
hervorragenden Weidegang bieten, und eine reiche Heuernte verheißen. Die Felder, auf denen hauptsächlich Gerste und Hafer, dazwischen auch Weizen stehen, sind im allgemeinen gut im Stande, nur in wenigen Gemeindebezirken steht das Getreide im Halme mäßig, offenbar als Folge von später Aussaat, Vestellungsschwierigkeiten und unzureichenden Saatguts. Für die Armeeversorgung sind die ausgedehnten Gemüsekulturen und Gärten besonders willkommen, der Etappenarbeit harrt in dem neueroberten Gebiete eine fruchtbare Tätigkeit.
„vorübergehender Stillstand."
Genf, 6. Juni. Der „Mafin" schreibt über die Lage im Westen: Die Schlacht zwischen Marne und Oise löst sich gegenwärtig als lokale Defensivaktion ans. Bis zu seinem äußersten Flügel hin hat der Feind seine Angriffe auswirken lassen. Der Stillstand der Offensive kann jedoch nur ein vorübergehender sein, und wir müssen uns deshalb auf einen weiteren, unmittelbar bevorstehenden Angriff auf einem anderen Teile der Front — vielleicht auf einen Ausdehnungsversuch der beiden Flügeln — gefaßt machen. „Libre Parole" meint: Man darf annehmen, daß diese
Schlacht zweifellos in zwei Abschnitten geschlagen wird. Die erste Phase ist berits zu Ende. In der zweiten Phase könnte der Feind die Absicht haben, die dicht bewaldeten Massive der Aile-Compiffgne und von Villers Cotterets zu Fall zu bringen. Der Feind wird aber aus größte Schwierigkeiten und auf eine Verteidigung des Abschnittes von Paris stoßen, die bereit ist, ihn zu empfangen wie er es verdient.
Der tlntmang der „ßnnigin Regenies".
Berlin, 7. Juni. (WTB. Amtlich) Laut Nachrichten aus Holland ist der Dampfer „Königin Regentes" auf der Fahrt von England nach Holland auf eine Mine gelaufen und gesunken. Der Dampfer gehörte zu den für den Austausch von Kriegsgefangenen und Internierten bestimmten Schiffen, für die auf bestimmten Kurslinien ffeie Fahrt im Sperrgebiet zugesichert ist. Bei dem Unfall, der den Verlust des Dampfers herbeigefiihrt hat, befand sich keine Austausch- Person an Bord. Von deutscher Seite sind auf der zua.e« sicherten freien Fahrstraße keine Minen gelegt worden
Ukraine.
Erplosion m einem Munitionßdepot.
Kiew, 6. Juni. (WB.) Heute Vormittag 10 Uhr brach in einem c>ißen ukrainischen Munitionsdepot im Vorort Sworinetz, westlick' der Lawra, Feuer aus Die sofort ange^ stellten Löschversuche blieben erfolglos, so daß das Feuer auf die zahlreichen Munitionsschuppen Übergriff die nach und nach in die Luft flogen. .Der Brand entstand aus vorläufig noch nicht festgestellter Ursache in der Näbe eines Sckuppens mit alten russischen Raketen. Bald nach 11 Uhr war die Hauptgefahr beseitigt. Durch den Luftdruck wurden in der Stadt zahlreiche Fensterscheiben zertrümmert. Tie anfängliche Panik legte sich bald. Am Mittag zeigte sich bereits das gewöhnliche Straßenbild. Die Zahl der Opfer unter der Bevölkerung beträgt etwa 60 Tote und mehrere hundert Verwundete, meist Ukrainer. Das gefährliche Gelände wurde durch die deutschen Truppen abgesperrt, die sich opferwillig an den Löschversuchen und Rettungsarbeiten beteiligten.
fnuiltrfiifi ein e-lngkg Waihaiis.
Herr Clemenceau hat sich in der französischen Kammer wieder einmal das Vertrauen bescheinigen lassen, nachdem er der Kammer allen demokratischen 'Traditionen zum Trotz erklärt hatte, daß er sich blutwenig um sie kümmern würde. In seiner Rede war die einzige Rettung: die Hilf« Amerikas!
Die „Zürcher Post" bemerkt dazu: „Greller als es
mit diesem Satz geschieht, kann die furchtbare Bcdränanis der verbündeten Armeen im Westen nicht belachtet werken. Gewiß werden die Anierikaner eingreifen, aber die Deutschen warten nickt, bis die fünf Millionen Amerikaner auf fram zösischem Boden stehen. Sie werden ihre furchtbaren Schläge wiederholen und die Lücken, die diese reißen, werden durch die Anierikaner nicht geschlossen weiden. Die Partie, in der Herr Clemenceau auf die Mithilfe der Amerikaner gesetzt


