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Kl,immer 120 _ /Kantslag^den 25.' Mai 1918 11. Jahrgang.)

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Hkslip Kiimpk m kr itnliniif^rn frtaf.

Alle Angriffe der Italiener abgeschlagen. Kriillerietätrgüeit im Westen. 15000 Tonnen versenkt.

Der deutsche Generalstab :-- meidet: 1

W. T. K. Großes Hauptquartier, den 24. Mai. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Im Kemmel-Gebiet, beiderseits der Lys urrd der Scarpe, südlich von der Somme, sowie zwischen Moreuil urrd Montdidier lebte die Artillerietätigkeit am Aberrd aus und war auch wäh­rend der Nacht lebhaft. Die Infanterietätigkeit blieb auf Er­kundungskämpfe beschränkt. Eigene Unternehmungen südwest­lich von Bucquy und an der Oise brachten Gefangene ein.

Der Erste Eeneralquarliermeisier: Ludenvorff.

Ak'epi»l,rr-cht.

Berlin, 24. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

ll Der österreichische Generalstab r _.-,= ureldet: - j

Wien, 24. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Gestern griffen die Italiener unsere Stellungen auf der Zugna Dorta und im Etschtal nach starkem weitgreifenden Ee- schützfeuer zu wiederholten Malen an. Die beiden ersten Angriffe brachen schon in dem trefflrch wirkenden Feuer unserer Batte­rien blutig zusammen. Die Angreifer flüchteten in die Graben zurück. Beim dritten Ansturm kamen die Italiener bis knapp an unsere Stellungen. Kaiserschützen vom 3. Regiment dran­gen aus ihren Deckungen und warfen sich dem Feind mit ge­wohnter Tapferkeit entgegen. Der Nahkampf endete mit einem vollen Sieg der Unfrigen. Der Angreifer wurde überall zurück­geworfen, ein letztes Italienerneft noch in der Nacht gesäubert.

Zu gleichem Ergebnis führten drei Vorstöße, die der Feind gegen unsere Stellungen auf dem Monte Asolone versuchte. Auch hier wurde er jedesmal abgeschlagen.

So hat für die Italiener auch das vierte Jahr ihres Raub­krieges mit schweren Mißerfolgen begonnen.

Der Chef des Generalstabes.

P 11 . . 1 1

Der bulgarische Generalstab ====== meldet: --

Sofia, 23. Mai. (MTV.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: Westlich des Ochrida-Sees wurden

französische Kompagnien, die sich unseren Vorposten südlich vom Dorfe Nomeche zu nähern versuchten, durch Feuer vertrieben. Zwischen Ochrida-See und Prespa-See war die beiderseitige Feuertätigkeit lebhaft. Unsere Sturmtruppen drangen in die feindliche Stellung westlich vom Prespa-See ein und brachten einige französische Gefangene zurück. Nördlich von Bitolia, im Ecrnabogen, südlich Huma und bei Doiran nahm die beidersei­tige Artillerietätigkeit zeitweilig zu. Südlich von Doiran zer­sprengten wir eine verstärkte englische Abteilung. In der Ge­gend von Bitolia schossen deutsche Flieger drei feindliche Flug­zeuge ab. die vor unseren Stellungen niederfielen und durch un­ser Artillerieseuer zerstört wurden.

Das türkische Hauptquartier :- - meldet: ,=

Konstantinopel, 24. Mai. (WB.) Heeresbericht vom 22. Mai.

Zwischen der Küste und em Jordan drückten unsere Patrouillen an vielen Stellen feindliche Postierungen zurück: sie drangen teilweise in die feindlichen Stellungen ein. Auf dem Ost-Jordan°Ufer unterbanden wir erfolg­reich die feindliche Aufklärungstätigkeit. Große feindliche Truppenlager im Raume JordanJerichowadiAndsche wurden von unseren Fliegern mit gutem Erfolge ange­griffen. Bei Dschardur Arezu und Mezras, am Ostufer des State» Meeres, wurde» die Rebellen erneut vertrieben.

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15000 Tonnen versenkt.

Berlin, 24. Mai. (WTB. Amtlich.) Von unseren U-Booten wurden im Sperrgebiet um England wiederum 16,000 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffs- raumes vernichtet. Die Erfolge wurden vorwiegend an der Ostküste Englands bei starker feinMidjer Gegenwirkung erzielt. Zwei Dampfer wurden aus Geleitzügen heraus­geschossen.

Der Chef des Admiralstabcs der Marine.

Dom Seekriege.

Amsterdam, 24. Mai. (WB.) Rach einem heute in Nmuiden eingetroffenen amtlichen Bericht, ist der Schlepp­dampferAmuiden 362 Elisabeth" von englischen Seestreit' krästen nach Harwich aufgebracht worden.

Bern, 23. Mai. (WB.) DerMatin" meldet aus Washington: Ter amerikanische FrackstdampferMacev-

loungh" wurde in den europäischen Gewässern durch eine Mine oder einen Torpedo versenkt.

Stockholm, 24. Mai. (WB.) LautStockholms Tidningen" wurde der Dampfer der schwedisch-ostasiatischen KompagnieNew Sweden" (5319 Bruttotonnen) auf der Reise von Neapel nach Nordamerika versenkt.

Die fiittowlfff a-t Vns?§ und fo^iui.

Havas meldet amtlich.

Paris, 25. Mai. (WB.) Havas, amtlich: Gestern

abend überflogen feindliche Flugzeuge unsere Linien und wandten sich gegen Paris. Sie wurden durch unsere Wacht­posten gemeldet und durch heftiges Artilleriesperrfeuer empfangen. Kein einziges Flugzeug überflog Paris. Ein Flugzeug warf einige Bomben auf einen Punkt in der Um­gegend von Paris ab. Weder Sachschaden noch Menschen­opfer werden gemeldet. Um 1.24 Uhr wurde zum zweiten 'Male alarmiert. Mehrere Geschwader Flugzeuge nahmen nacheinander die Richtung ans Paris. Unsere Wachtposten eröffneten ein sehr heftiges Artilleriesperrfeuer gegen ffe. Unsere Flugzeuge stiegen auf. Eine Anzahl Bomben wurde auf das Häusermeer von Paris abgeworfen. Der Alarm endete um 3.30 Uhr.

Genf, 23. Mai. Unter den bis Mitternacht von deut- scheu Fliegern mit Bomben beworfenen Oertlichkeiten nächst Paris werden durch Andeutungen gekennzeichnet: St. Denis Aubervilliers. Bondy, Bincennes. Nach Mitternacht wurden beworfen Argenteuil, Montmorency, St. Germain. Die im Nordosten und Nordwesten operierenden deutschen Ab­teilungen hatten sich bis Morgengrauen in der Nähe von Compi^gne vereinigt. Weitere Spuren fehlen. Die franzö­sischen Beobachter, die vorzugsweise die Fesselballone be­dienten, signalisierten in der zweiten Morgenstunde, daß. kein feindliches Flugzeug in Sicht sei. Ueber das Ergebnis der Luftkämpfe, die sich in der verflossenen Nacht über Paris abspielten, dürfen die dortigen Blätter nichts mitteilen, auch nicht über Brände, die innerhalb der Bannmeile ausbrachen und nach den heute nachmittag abgesandten Telegrammen noch nicht bewältigt waren.

Gens, 24. Mm. Die Fernleitungen von Paris nach dem Osten und dem Nordosten sind seit dem letzten deutschen Fliegerangriff unterbrochen. Die Telegramme mußten infolgedessen rrmgeleitet werden und erleiden große Ver­zögerungen. Der Fernsprechverkehr ParisLyon konnte erst gestern wieder ausgenommen werden.

Genf, 24. Mai. Nach Meldungen aus Paris besichtigten am 23. Mai nachmittags der Präsident Poincare und der Mili­tärgouverneur von Paris die zahlreichen Trümmerstätten inner­halb des Pariser Stadtbildes. Die französischen Blätter schrei­ben, daß der Besuch des Präsidenten in den Trümmerstätten der deutschen Luftangriffe mehr als drei Stunden dauerte. Eine An­zahl deutscher Flieger beschoß, wie jetzt bekannt wird, auch die südlichen Vororte. Es wurde in einer langen Straße etwa jedes zehnte Haus getroffen. Der Sachschaden ist ganz ungeheuer.

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Schweizer Grenze, 24. Mai. Der Londoner Sonderbericht­erstatter derZürcher Post" telegraphiert über den ln der Nacht vom 21. Mai von den Deutschen auf London durchgeführten An. griff: Dieser zählt zu. den bedeutendsten und folgenschwersten, dis bisher stattgefunden haben. Die offiziellen Berichte melden bereits 50 Tote und 200 Verwundete. Die größten Opfer wer­

den aus dem Gebiet der Hauptstadt gemeldet. Es steht fest, daß die Zahl der Flieger, die zu dem Angriff auf London aufftiegen, ungewöhnlich groß war.

Ernstere Unruhen in England.

Rotterdam. 24. Mai. Rach umwegigen Londoner Meldun­gen haben am zweiten Pfinfttag in Manchester und Glasgow große Arbeiterunruhen stattgefunden. Obwohl über den Ver­lauf der Unruhen keine Nachrichten nach dem Festlande gekom­men sind, ist aus dem Ausbleiben der gesamten Post aus Man­chester und Glasgow seit dem Pfingstfeste zu schließen, daß die Unruhen ernste Formen gehabt haben.

Alle hier eintresfenden Nachrichten der letzten Zeit bezeich­nen die Wirkung des U-Bootkrieges der letzten Wochen auf Eng­land als sehr schwer. Die Nahrungsmittelschwierigteilen sollen in einigen Städten, besonders im Industriegebiet. zu sehr ern­sten Ausschreitungen der Arbeiterschaft geführt haben. Die letz, ten Arbeiterunruhen in Bristol am 20. Mai haben gleichfalls ihre Ursache in der Lebensmittelverteuerung, die gegenüber dem Jahre 1917 30 bis 50 v. H. beträgt.

Ueber die großen Arbeiterunruhen, die in Bristol stattstm- den, heißt es in weiteren Nachrichten: Zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung mußte Militär aufgeboten werden. Dabei kam es zu heftigen Straßenkämpfen. denen 14 Arbeiter, darunter der Vorsitzende des Verkehrsarbeiterverbandes zum Opfer fielen Größere Unruhen fanden auch in Swansea und Cardiff statt.

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Der russische Volkskommissar für auswärtige Ange^ legenheiten sandte einen Funkspruch nach Kiew, in dem die Sowjetregierung ihr Einverständnis erklärt, die Friedens­verhandlungen in Kiew am 22. Mai zu beginnen.

Dollzogene Foslösung.

Berlin, 24. Mai. Das deutsche Auswärtige Amt hat am 19. Mai dem hiesigen Vertreter der russischen Regierung Joffe eine Erklärung des Vorsitzenden der vereinigten Landesräte überreicht, in der die förmliche Loslösung der Provinzen Livland und Esthland von Rußland vollzogen wird.Die Bevölkerung Livlands und EÜhlands," so schließt die Joffe überreichte Note,hat durch die Erklärung ihrer Vertreter von dem Rechte, ihr Schicksal frei zu be­stimmen, Gebrauch gemacht und die Loslösung von Rußland vollzogen, wovon sie die russische Regierung in Kenntnis zu setzen die Ehre hat."

Kaller Karl in Delarad.

Belgrad, 23. Mai. Kaiser Karl und Kaiserin Zita wur­den bereits in Kusadac von dem Mlitärgouverneur von Serbien begrüßt, der den Hofzug bestieg und den Monarchen bis Belgrad begleitete. Beim Einfahren des Hofzuges in den Hauptbahnhof erdröhnten vom Kalimegdan Kanonenschüsse. Das Kaiserpaar entstieg dem Znge. Die Kaiserin trat auf eine Gruppe von Damen und Mädchen zu, die ihr durch die Ueberreichung von Blumen huldigten. Auf dem ganzen Wege über die Bahnsteige begleiteten die Kaiserin die herzlichsten Zurufe der Menge. Der Kaiser nahm indessen die Meldung der militärischen Funktionäre entgegen und begab sich sodann mit der Kaiserin auf den Platz vor dem Bahnhof, woselbst die Truppen Belgrads und seiner Umgebung aufgestellt waren. Nach dem Abschrciten der Front sprach der Kaiser zahlreiche Offiziere und Mann­schaften an und zeichnete mehrere von ihnen aus, worauf der Vorbeimarsch der ausgerückteu Truppen vor dem Kaiserpaar erfolgte. Hierauf bestieg das Kaiserpaar den Hofzug, um die Weiterfahrt nach Wien anzutreten.

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Wien, 24. Mai. Kaiser Karl und Kaiserin Zita sind von der Reise nach Sofia und Konstanffnopel zurückgekehrt und in Baden bei Wien eingetroffen.

Der Saaleustand in Rumänien.

Bukarest, 23. Mai. (WTB.) Nach dem amtlichen Saaten­standsbericht stehen in der Walachei die Herbstsaaten etwa mit­telgut, die Frühjahrssaatcn zwischen mittelgut und gut, die Pflaumen gut. Die reichlichen Regensälle in der lebten Wock».