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Wem nie dnrch Liebe Leid gejchch.

Roman von Courths-Mahler.

15) Nachdruck verboten.

Ach, manche Männer lieben das. Und sie wird eine anständige Mitgift haben, denn das Vermögen ihrer Mutter ist sehr groß, und ihr Bruder muß ihr doch auch abgeben."

Nun ja, das wird sich finden. Aber so lange Du noch nicht Frau von Franlenau bist, mußt Du vermeiden. Dich mit ihr zu Überwerfen. Ihr Bruder hält große Stücke ans sie und liebt sie sehr."

Leider. Nun ich werde mich tunlichst beherrschen."

Das ist recht- Seiner Mutter sind wir sicher."

Meinst Du wirklich, daß sie mich schon als Schwieger­tochter ins Auge gefaßt Hst?"

Ich bin überzeugt davon. Sie spricht in den schmeichel- Haftesten Ausdrücken von Dir."

Die Madonnenaugen der Baronesse leuchteten falsch und frohlockend.

Ich habe es mir auch schwer genug werden lassen, mir chre Zuneigung zu erringen. Ursula ist förmlich eifersüchtig auf niich. Es freut mich, daß sie sich darüber ärgert."

Suche lieber, Dir auch Ursulas Zuneigung zu ge­winnen. Wenn inan von einem Menschen geliebt wird, kann man ihn leicht beherrschen."

Ach, bei Ursula wäre das vergebliche Mühe. Ich habe schon alles versucht."

Jedenfalls mußt Du aber einen erträglichen Stand­punkt zwischen euch festhalten. Heute wird ja Herr von Frankenau angekommen sein. Nun bin ich gespannt, ob er

Unser lieber Sohn und Bruder

Gustav Wolf

Leutnant der Nes. und Vatterieführer,

Ritter des E. K. I, E. K. II und der Hessischen Tapferkeitsmedaille,

erlag am 25. April feiner am 24 . April erlittenen schweren Verwundung.

Wohnbach.

In namenlosem Schmerz:

fümilie Wilhelm Wolf IV.

Bekanntmachung.

Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Vundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichsgesetzblatt S. 327) die Vornahme einer Reichswohnungszählung angeordnet und zwar ist als Zählungstag für das Eroßherzoglum Hessen der 24. Mai besttmmt.

Für die Zählung kommen Hauslisten zur Verwendung. Für jedes Hausgrundstück mit mindestens einer Wohnung ist eine Haus, liste auszufullen, iu die alle Wohnungen, die bewohnten, die ander- weit benutzten und die leerstehenden, einzeln einzutragen find.

In der Liste ist folgendes zu beantworten:

1. Lage der Wohnung (ob Vorderhaus. Hinterhaus, Seiten­flügel, Quergebäude)

2. Stockwerk (ob Keller, Untergeschoß. Erdgeschoß eine Treppe usw)

3. Raine des Wohnungsinhabers (Haushaltungsvorstandes); leeutehende und anderweit benutzte Wohnungen sind als solche zu bezeichnen, auch ist anzugeben, seit wann sie leerstehender anderweit benutzt werden;

4 . Zahl der Wohnräume (heizbare oder nicht heizbare Zimmer und Kammern)

6. Ob außerdem eine eigene Küche vorhanden ist;

6. Vertraglicher Jahresmietpreis der Wohnung;

7. Falls sich der Mietpreis auf Wohnung und zugehörigen Eewerberaum bezieht, die Art des Gewerberaums (ob Laden, Kontor, Werkstatt ufw.)

8. Zahl sämtlicher Bewohner einschließlich der Kinder, Dienstboten, Schlafgänger usw.

9. Ob in der Wohnung außer der Ehefrau oder der Haus­haltführenden eine verheiratete oder verwitwete Frau sich aufhält, die zur Zeit keine eigene Wohnung hat und nach dem Kriege mit ihrem Ehemann oder ihren Kindern oder allein eine besondere Wohnung beziehen wird. Wenn ja, in welcher Gemeinde der Ehemann dieser verheirateten oder^verwitweten Frau zuletzt gewohnt hat (Gemeinde,

Die Hauseigentümer oder ihre Stellvertreter sind verpflichtet, die Hausirste die am 23. Mai zugestellt und am 25. Mai wieder avgeholt w'rd, sofort nach Empfang auszufüllen. Die Haushal­tungsoorstande oder ihre Stellvertreter sin) verpflichtet, dem Haus­eigentümer alle zur Ausfüllung der Hausliste erforderlichen An­gaben zu machen.

Wer sich weigert, die auf Grund dieser Verordnung vorgeschrie- venen Angaben zu machen, oder in die Hausliste einzutragen, oder wer vorsätzlich wahrheitswidrige Angaben macht, wird mit Geld­strafe bis zu 1500 Mk. bestraft.

Friedberg, den 15. Mai 1918.

Mrsermeister.

_ I. V.: Damm.

Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronpnnzenstratze 41. (Kronprinzenbau.) Fernruf L'.ömer 420». »urvstundkn: Monte», Dienstag, Donnerstaa. Freitag, nachmittags *" 6°.!ch°st»<>nzelg-n in diesem Raum nur für

Mitte Mitglied»»: dleseiben sind kostenlos, jedoch mutz bei Stuf» ga&e der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden.

Ein zugfest gelernter

Fahrochse

2V2 Jahre alt, zu verkaufen.

Zu erfragen in der Eeschästs- Pelle derReuen Tageszeitung".

wirklich, wre feine Mutter wünscht, sofort daran denkt, sich in Frankenau festzusetzen und sich zu verheiraten. Sicher wird ihm dann einleuchten, daß Du als die künftige Erbin von Birkenheim, eine sehr annehmbare Partie für ihn sein wirst."

Die Baronesse sprang auf und ttat ans Fenster.

Ich möchte nicht nur von diesem Standpunkt aus von ihm begehrt werden," stieß sie hervor.

In ihrem Charakter lag, trotz der zur Schau getragenen Sanftmut eine gewisse Leidenschaftlichkeit. Sie hatte schon vor Hans Ullrich von Frankenaus Abreise, wenn er auf Urlaub zu Hause war, mit begehrlichen Blicken nach ihm gesehen. Es lockte sie, den von den Frauen Verwöhnten für sich zu gewinnen. Wenn auch für sie am meisten maßgebend war, daß er der reiche Majoratsheer war, so sah sie doch auch in ihm den vielbegehrten, interessanten Mann.

Als er vor zwei Jahren auf Reisen gegangen war, ohne daß es ihr gelungen war, ihm näher zu treten, da hatte sie gefürchtet, er würde sich draußen in der großen Welt eine Frau suchen. Gottlob war das nicht geschehen, und nun er in Frankenau blieb, wollte sie mit allen Mit­teln versuchen, ihn zu fesseln. Sie war ganz fest entschlossen, seine Frau zu wedren.

Seiner Mutter hatte sie eine sehr berechnete Koinödie vorgespielt, und es war ihr gelungen, diese für sich zu ge­winnen. Und Hans Ullrich von Frankenau würde auch zu gewinnen sein. Jeder Mann ist an irgend einer Schwäche zu fassen. Urrd sie hoffte, daß auch er zu fassen sein würde. Es blieb eine Weile füll zwischen den beiden Damen.

Erblich! wandte sich die Baronesse wieder um. Sie sah daß ihre Mutter in ttefes Nachdenken verloren war.

Woran denkst Du, Mama?"

Die Baronin richtete sich mit einem Seufzer auf.

Ich dachte darüber nach, ob Maria von Platen wohl noch am Leben ist. Zu gern möchte ich das wissen."

Tie Baronesse setzte sich ihrer Mutter gegenüber.

Könntest Du das nicht in Erfahrung bringen?"

Wie sollte ich denn? Ich könnte höchstens ein Aus­kunftsbüro damit beauftragen und das ist auch nicht so einfach."

Ich denke. Du stellst Dir das schwerer vor, als es ist Du brauchest doch nur in Stockholm nachforschen zu lassen. Ihre letzte Nachricht kam doch von dort, nicht wahr?"

Die Baronin fuhr erschrocken auf und starrte ihre Tochter an.

Was willst Du damit sagen? Was meinst Du für Nachrichten?"

Die Baronesse lächelte iiberlegen.

Liebe Mama, vor mir brauchst Du wirklich nichts zu verbergen, ich weiß doch, daß Du Deine Gründe hast, eine Annäherung Deiner Kusine Maria an Onkel Heinz zu ver­hüten und weiß auch, daß Du deshalb nie jemand den Schlüssel zur Posttasche gibst. Jeder Brief, der in Birken- heim eintriftt und jeder, der hinausgeht, wandert, durch Deine Hand. Und das ist sehr klug von Dir. Aber ich habe viel von Dir gelernt, Mama, und ich habe beobachtet, daß Du mißliebige Briefe entweder zurückschickst oder ver- nichtest." (Fortsetzung folgt.)

Beiranntmachnng.

Nachdem das Großherzogtum von den vorge'ehenen erheblichen Lieferungen an die Heeresverwaltung und an Preußen in diesem Jahr befreit worden ist, hat Vas Großh. Ministerium des Innern durch Bekanntmachung vom 2 . Mai ds. Js. folgende Aenverunzen uno

Erleichterungen in der Eierabgabepflicht angeordnet. Die nach dem Aufforderungszettel zur Eierabgabe für den Monat Juni abzuliefernde Anzahl braucht erst spätestens bis Ende Juli, die für den Monat Juli abzuliefernde Anzahl erst spätestens bis Ende September und die für die Monate August, September und Oktober bis Dezember abzuliefernde Anzahl erst in der Zeit vom Oktober 1918 bis Februar 1919 abgegeben werden. Außerdem wird derjenige, der die bisher bis Ende Juli, jetzt erst brs Ende September abzugebende Menge ordnungsgemäß und recht- zertlg spätestens bis zum 30. September abliefert, auf Antrag von dem Rest seiner Ablieferungsvflicht befreit. Dieser Antrag ist recht­fertig. also spätestens bis zum 30. September ds. Js. an den Ge­meindevertrauensmann zu richten, lHermann Hanstein für Fried­berg, Joh. Wilhelm Sang für den Stadtteil Fauerbach).

^. 5 ro ^ erwartet, daß nunmehr sämtliche Geflügelhalter ihrer Ablieierungspflicht rechtzeitig Nachkommen, da diese Aenderung für alle eine ganz wesentliche Erleichterung bedeutet. Im Interesse eines jeden Geflügelhalters ist es jedenfalls dringend gelegen, die früher bis Ende Juli, jetzt erst bis Ende September abzugedenden Eier auch rechtzeitig abzuliefern, da er alsdann auf seinen Antrag von dem Rest völlig befreit wird. Weitere Erleichterungen werden nicht gewährt. Geflügelhalter, welche trotzdem noch glauben, sich ihrer Abgabepflicht entziehen zu können und dies auch bisher schon getan haben, werden unnachsichtlich zur Verantwortung gezogen.

Friedberg, den 21. Mai 1918.

Der Bürgermeister.

I. V.: Damm.

in Ziegenberg.

Dienstag, den 28. Mai, vormittags S Uhr werden

versteigert:

Stämme; Eichen: 3 I. Kl. = 5,81 fm, 2 II. Kl. = 2,74 fm,

2 IV. Kl. = 1,35 fm, 122 V. und VI. Kl. = 29,8lfm; Buchen: 70 111., IV und V. Kl. = 30,81 fm; ferner 2 Eschen III. und IV. Kl.

0.93 fm, 5 Linden II.IV. Kl. 2,79 fm,

3 Ahorn III. u. IV. Kl. = 1,08 fm, 8 and. Laub­holz (Akazie, Birke, Erle. Hainbuche, Ulme) Hl.IV. Kl. --- 3,17 fm, 34 Fichten V. Kl. = 9,17 fm.

Derbstangen r 8 Eichen = 0,95 fm, 73 Fichten = 3,69 fm. Rcisstangenr 994 Fichten = 7,52 fm.

Das Holz lagert in verschiedenen Forstorten hiesigen Reviers.

Zusammenkunft auf der Kreisstraße unterhalb Ziegenberg am Vogeltal.

v. Pasiavant'sche Forstverwaltung.

_ * Nothnagel.

BiiiM Bttinilich-Mkiis.

ca. 15 bis 20 VW Zentner !a Buchen-Brennholz,

brenn fertig. 20 bis 25 cm lang geschnitten und gehackt, auf Wunsch können auch andere Längen geschnitten werden, in gesamter oder waggonweiser Teillieferung, bei wöchentlicher Lieferung von 800 bis 1000 Zentner preiswert zu verkaufen.

__ Otto Adam, Schotten.

MI

«IGF

Mitglieder-Versammlung

Samstag, den 25. Mai 1918, nachm. 2 l / 2 Uhr

im Gasthause Zum Solmser Hof in Hungen. Tages-Ordnung: Vorlage der Rechnung pro 1917.

Entlastung des Vorstandes.

Wahl des Ausschusses.

Satzungsänderung des § 24, Abs. 2. Beratung von Vereinsangelegenheiten.

Ridda, den 16. Mai 1918. _ Der Vorstand.

Vrennmeister^

zum 1. Juli d. Js. vom Hofgut Utphe bei Station Berstadt Wohnbach gesucht.

Gehall zu erfragen in der Geschäftsstelle derReuen Tages­zeitung".

= Stuttgarter = \ Lebensversicherungsbank a. G.

(Alte Stuttgarter)

Gegründet 1854.

Versicherungsstand Ende i«n I Milliarde 195 Millionen M.

Bankvermögen. 524

Darunter Eitra- und Dividendenreserven 78

Ueberschuss im Jahre 1917. 19

Auskünfte erteilt in Friedberg:

Fr. Landau, Kaufmann.

Friedberg, Kaiierstr. 51, gegenüb. der Engel-Apoth.

Großes Lager

in

Dnmkn.nSlndkkMkll

Herr«,- n. Knabr«. KtroWk«

Weißen

ilttlertdillfit

Weißen

Jamelißrümpstn Weißen Hemden

LtrWpftnu.Zockkn

Hosenträgern

ufw.

Wir stricken Srümpfe an.

Bekanntmachung

In der Zelt vom 16. Mai bis 15. Juni 1918 wird gegen die Lieferungsabschnitte 18 und 17 d. SützstoffkartenH" (blau) u. gegen die Lieserungsabschnitte 1 u. 2 der neu auszugebenden Süß- stoffkartenG" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff ab­gegeben.

Es gelangen auf Abschnitt 16 und 17 je ein Briefchen bezw. 1 u.2je eine Schachtel zur Ausgabe. Mit d..Juni vertier, d. Abfchn. 18 und 17 bezw. 1 und 2 ihre Gültig­keit. Rach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dürfen von den Abgabestellen ftei ver­kauft werden.

Friedberg, den 8. Mai 1918,.

Der Bürgermeister

I. V.: Damm.

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bestes, für landwirtsch. Maschinen,

Wasserglas «S Salmiakgeist

Seifenpulver^U"'

loses und in Paketen

Llhmierskiskll- Ersatz Blkichhülse, Bums Trspelifliilke, Stiick-Krast

sowie and. bewährte Putz-, Wasch-, Stärke-Mittel, empfiehlt

Fr. Hilbrecht Wwe.,

Friedberg i. H.

1 Waggon

ist heule noch bei uns einge­troffen

«. Cilnl-GwUHill

Friedberg i H.

ÄlNuifttW

für den Sommer von Dame ge­sucht, die sich im Haushalt be­tätigen möchte. Vergütung wird gezahlt. Angebote unter Nr. 1018 an die Geschäftsstelle derNeuen Tageszeitung" erbeten.

Für sofort evtl. 1. oder 15. Juni solides fleißiges

Dienstmädchen

gesucht.

Frau Ernst Schneider, Firma Mack, Friedberg.

Suche für meinen 16jährigen» kraftigen Sohn

lunimi. Lehrstelle.

Dr. Heinr. Kautz, Mainkur

(Kr. Hanau), Maldstr. 33, Fernsprecher Offenbach 1567. ,

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Hugo Lindt. Weckesheim.

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Dr.Plate. Brügge iw.