Ausgabe 
18.5.1918
 
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mmt der UnSttwi-dlichkeit wrd Megeshafttgkeit iürer Sendung.

' Wenn int Wachsen des Frühlings kalte Nachtfröste Meich hemmende« Schranken sich einstelle«: wenn in der Ausbreitung ihrer Botschaft die Apostel auf wehrende Hin­dernisse in der umwohnenden Heidenwelt stießen: nichts kann den endlichen Sieg der steigenden Sonne aufhalten- über alle Hemmungen hinweg hat das Christentum seinen Weg gefunden Und so ist es ein herrliches Zeugnis glau- big« Ziwerstcht des deutschen Volkes, daß keine vorüber- gehende Stockung der Waffentaten an der Front, keine für die siegreiche Fortführung der Kampfhandlungen nötige ku^ere oder lang«? Atempause ihm die überzeugte Ge- ^be-t rauben kann: Der Sieg ist auf dem Marsch, mir m ®omt«f[f)Iagen zog der Lenz in die Welt; und 12 SWtT Sonnenstrahlen seines pfingstlichen Hoch-

zeitsfestes gießt « den Geist mutvoller Zuversicht in unsere Herzen daß sie fröhlich und swrk bleiben im Vertrauen aus den ba.digen Sieg unserer gerechten Sache. Das ist der Pflngstgeist der Deutschen, der uns in tiefster Kriegsnot

mende^ Wied«! b" unerschütterlichem Glauben an kom- Nlendes Wiedersehen eines völkerbefreienden deutschen

K 1 " 9 V" »ukunftssreudigen Mchterglauben^ Es

»st e,n großer Marentag der ganzen Welt beschieße" >»

Kricgsflcfanflructtansianich.

-v^ri dem öm 15. d. Mts. in Kraft getretenen Berner fotraiien ift eine besondere Vereinbarung über den dcutick». franzosisckien Knegsgefanir raus tausch enthalten welw- beMmm» v. kriegsLgene Lime'kn »nterniert, V offiztere und Mann!ck>aften

t2^n bezw. Frankreich entlassen

vereinbarten Bestimmungen werden nur

stens28bM°nat7b^'°''«Er bet'. ,n die sich seit minde- nens is Monaten in Krieasac- Vff ,, ,

Mannü^tt^°" bet ^oförderuug der Unteroffiziere und

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^und^AusL!' sich Ä d«'LL-

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£ tft S? 11 besetzen, die alte Familienväter Saften L st Ö Unteroffizieren und Mann-

bei den Transporten soll wie 15 zu 85 sein,

Äft/ Mannschaftszügen läuft jedesu^ em mit

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u 1 ÄnrjÄ si

Gefangene werden nach wie vor. gemäß der Bern« Verein- ^ungvom 15. Mörz 1918, in die Heimat entlassen oder ch der Schwer interniert.

A»gabe« mmU$ Brot- «6 Setrevepre^ P « äußerst

schwierig, et» genaues ML» wm dem teroeiligeir Stande gu geben. Dte nachstehende Ueberficht möge als Anhalt diene». Die Umrechnung in Reichsmark ist nach dem Friedenskurse et» folgt, was vor allem bei Rußland mit seiner völligen Entwer­tung des Papierrudels zu unglaubliche« Zahle» fuhrt. Die Getreidepreise für die Schweiz. Holland und Skandinavien find die gesch^en Preise für den eingeführten Weizen.- überall sonst stnd die Höchstpreise für inländisches Brotgetreide eingesetzt.

. Eetreideprei, Brotpreis

m Mark f. L. Tonne in Pfennig für

Deutschland.^IT *2T 1 f 1 *

Oesterreich. 340 340 22

England.329 __ 7§

Frankreich. 480 04

Italien.461 04

Schweiz. 600 2 fi

Holland ...... 600 04

Dänemark.600 __ -,«>

Schweden ...... 600 _ 49

Norwegen.60l) 42

Spanien.»1 15

Vereinigte Staaten . . 349 438 17

Kanada.341 _ 17

Rußland. 800 . 65» 100

Der der Beurteilung der obigen Vrotpreise ist noch zu be­achten, daß sie in sich nicht ganz vergleichbar find, weil das Brot je nach der vorherrschenden Eetreideart aus Weizen oder Roggen oder Gemisch von Brotgetreide mit anderem Getreide I oder anderen Zusätzen hergestellt ist. Immerhin - geht aus der | Ueberficht hervor, daß die höchsten Vrotpreise zurzeit in Echwe- den. Norwegen, der Schweiz, Holland und ferner in Frankreich und Italien bestehen. Wenn in manchen Ländern die Vrot- prerse den hohen Getreidepreisen nicht entsprechen, so liegt dies daran, daß verschiedene sowohl Neutrale als auch feindliche Staaten schon seit längerer Zeit dazu übergegangen find, ein-n ul * S ^Preises auf dte Staatskafie zu übernehmen. So zahlt Großbritannien jährlich etwa 800 Millionen Mark Zu­schuß. ebenso das kleine Dänemark allein gegen 100 Millionen Mark und ähnlich die Schweiz. Don besonderem Interesse dürfte aus der obigen Ueberficht noch der Roggenpreis in den Vereinig­ten Staaten sein, der fast, 100 Mark für die Tonne höher ist als der Werzenprers. Die Erklärung hierfür liegt darin, daß der Roggen keinen Höchstpreis hat, sondern frei gehandelt wird.

Die MchMdliMni m de» Frankfurter Kurorten

«nft« MUch" ist.' aver mtt 1,60 Mark per Liter bezaM wrrvef

W Grior, T U l n- - -- 20 Pfg. Do»,

^ "^ -Uicyyedel mit Ü-S Pfg, begnügen mttf.'

fett. Wahrend z. Zt. der Landwirt mit all' seine» Unkosten 32 Pfg. erhält, bleiben an der städti«' scheu Verteilung und an dem Zwisch enhandet 2 0 P f g. hängen, ja für die Magermilch muß der Verbraur cher 4 Pfg. mehr ausgeben, als der Landwirt für seine gute Vollmilch erhalt.

Wir wenden uns an Sie, hochverehrter Herr Regierungs, pichident. weil wir eingesehen haben, daß wir bei den städtische» Behörden doch kein Gehör finden. Uns leitet einzig die Sorge, daß die Kinder in der Stadt genügend mit Milch versorgt wer­den. Wir stnd uns dieser Pflicht vollauf bewußt und bereit, sie zu erfüllen, aber man darf nicht verlangen, daß die Opfer die wir neben unserer Pflichterfüllung bringen, zu groß werden. Verekts machen sich die Folgen im Stadtgebiet von Frankfurt om Main bemerkbar, indem der Bestand an Milchkühen in er- chreäender Weise zurückgegangen ist. Das wird noch mehr ge» fckiehen und schließlich die Milchversorgung de: Kinder in de:

«?anz in Frage gestellt werden, wenn unseren Forderungen nicht Gehör geschenkt wird.

Wir bitten um eine gerechte Preisfest, »etzung. die einigermaßen in Einklang steht m it den Preisen, für die wir die Produkte, die wir zur Milcherzeugung gebrauchen, jederzeit und mit Leichtigkeit erhalten können. Wir heben nochmals hervor, daß wir dies nicht in unserem sondern im Interesse der Allgemeinheit verlangen. Wir ersuchen Ew Hochwohlg.boren höflichst. Schritte in die Wege leiten zu wol­len. die zur Festsetzung eines gerechten 'Milchpreifes führen werden. ' '

Vom Felde

der G.,re.

Die Kritosfrmdkn in Fronkintt 0. M.

b-kannte schweizerische Milrtärkrttiker. Oberst

r fl r! I L^ e * 6t u6et f eine Fronteindrücke während seiner kurzlichen Reise an die Westfront: ^ ,etner

..Von Frankfurt habe ich einen peinlichen Eindruck mit-

toftlwtT'- gewissem Gegensatz steht zu der Opfer-

Willigkeit einfacher Volkskreise, Ich speiste einem !ebr

guten und nicht sehr billigen Restaurant zu Abend das recht gut besetzt war. Man sah den Gästen an. 2>ß sie die Not L noch nicht am eigenen Leibe verspürt hat ten. Wohlgenährte Herren und ebensolche Damen in kost- baren Kleidern ,mt funkelnden Steinen! Was auf den Tisch fani, war gut und teuer. Eine bescheidene, bleiche Fron kommt nnt der Sammelbüchse für das Rote Kreuz. Sie wrrd von fast all den satten Bürgern mit ihren Frauen ab-

ieb^wS ®i h 6! ö6c " Ji ' Listen von ihnen wohl schon lehr viel gegeben ihre Namen standen wahrscheinlich in den

fw 90 ? 7, ® eräeid ^ li? der großen Zeichner auf

Kriegsanleihe und nnt großen Beiträgen an der Spitze der Sammelliste für Kriegswohltätigkeit. Und doch bin ich der

kl rn^LÄr* etn ! arteS ® etä muß. um eine kleine Gabe für Verwr-ndetenpflege zu verweigern, wem,

ImmenH Th ^ ^ ««ff«» und getrunken hat und

namentlich einer Zeit, wo die großen Kämpfe im Gange

n%>s 61 ' ^ Reiches entscheiden. Wer

" .7?r für eine Flasche gut gekühlien Wein be- 1§ 10 dsennig verwehren denen, die »hi Blut auch für die Genießer im Hintsrlande gegeben

Cktrodk- m!d Sroipmie bei mis «nd m Alislgüök.

*? l#fcrt **** des

«.Lichts hat stärk« die alte Wahrheit «wiesen, baß das Brot dao wicht.gst. Nahrungsmittel des Volkes bildet, als der

'ZuSS'stte in ^ ter 9i >Hefle ' in die sie

itt t! ? d°t, lieber auf die Zufuhr von Muni-

m Zufuhr von Brot-

getreide. Aller verstmbare Schiffsraum wird jetzt in erster

lume dazu verwandt. Weizen und Weizenmchl und nochmals Weizenmehl und Weizen nach England, Frankreichnd Italien bL tt 0< f en - an9efi ^ i9 di«!« Sachlage spielt von allen Le-

hSK? bet St0tptei5 di- -rst- Ralle, Bei »ns in Denpchlmch kommt za ihm noch als fast ebenbürtig der Kar- toffelprers hrnzu. Bet den warlichen und vielfach mrzuverläj.

haben jlingst sine Besprechung in Frankfurt am Main abgehak. rew Ihre Wünsche wurden in der nachstehenden Eingabe fest- gelegt, die on den Herrn Regierungspräsidenten von Wies­baden gerichtet werden soll.

Frankfurt a. M., 10. Mai 191&

An Se. Hochwohlgeboren

ben Regier«ngspräsidenten Herrn Dr. 0. Meister

Wiesbaden.

Die mangelnde Versorgung der Großstädte mit Milch droht immer mehr zu einer ernsten Gefahr auszuwachsen. Leider müs­sen wir dabei die Erfahrung machen, daß die städtischen Bchor- den vielmals selbst die Schuld daran tragen, wenn sich die Ber- hältnifie so ungünstig gestaltet haben. Man erblickt das Ziel lediglich in einer schärferen Erfassung der Milch und strengen Koirtrollmaßregeln und übersieht, daß das beste Mittel wäre, um die Erzeugung der Milch Ai fördern, den Eifer an der Pro­duktion zu heben. Das kann und sollte in allererster Linie da­durch geschehen, daß man den Landwirten wenigstens einen Preis sichern würde, bei dem sie einigermaßen auf ihre Unkosten Die Landwirte sind sich ihrer vaterländischen Pfllcht bewußt und wollen bei der Milcherzeugung kein Ver­dienst machen, aber man darf ihnen auch nicht zumuten, daß sie bei ihrer Pflichterfüllung noch Geld zulegen sollen.

Auch in Frankfurt am Main niacht sich der Mangel an Milch immer mehr bemerkbar, so daß erst jüngst wieder eine Olnschrankung der Milchration stattfinden mußte. Trotzdem sieht Ü Milchbeschaffuugsstelle nicht veranlaßt, den

Landwirten in Bezug auf ihre gerechten Forderungen ent­gegenzukommen. Namentlich leidet darunter die Milchproduk- non in den eingemeindeten Vorortem Wir erhielten bisher 32 Pfg. für den Liter Milch. Wenn man bedentt, daß wir ohne Zukauf von frischmelkenden Kühen nicht auskommen können. e,ne solche aber heute beim Einkauf 18002000 Mark kostet und beim Verkauf der abgemolkenen Kuh höchstens 9001000 Mark erlöst iverden, so entsteht beim Ein- und Verkauf der Kuh schon ein Verlust von 900-1000 Mark. Rechnet man die Ergiebig- kert wahrend der Lactationsperiode mit 2000 Liter, so kommt uns auf diese Weise schon ein Liter Milch auf 45 Pfg. zu stehen. iBtr ctnp[urben es werter als eine Härte, daß die städtische Milchversorgung für Milch aus weiterentfernten Gegenden 40 Pfg.. also bedeutend mehr als an uns, bezahlt, während es doch auch ihr bekannt sein dürft«, daß dte Landwirte im ISroßstadt- grbiet wert höhere Produktivnskosten haben.

Wie wir erfahren haben, soll uns jetzt ein Pfennig mehr bezahlt werden, diese Erhöhung tst so dürftig, daß dainit kein Anreiz zur Mehrerzeugung von Milch gegeben wird. Auch durch dre Staffelung d« Preise wird das nicht erreicht. Wir erheben gegen die sog. Zusatzpräurie Einspruch, da hier­durch namentlich die kleinen Landwirt« in Nachteil versetzt

Ltt °^"ch d-n eigenen Haus-

halt zustchenden Milchnienge, und wenn man in Betracht zieht bei ih«n die Kühe als Eospannttcre gebraucht werden.'

von dn °b°r zwei Kühen im Verhältnis nicht eiern wie die größeren Kuhhalter. Die Hessisch«

Lnü>«s-M,lch- und Fettstelle, dte auf die Staffelung der Milch- BeWt batte, hat diese Maßnahme wie-

per aogeschafst.

, ^ '^ UR Milchpreisen, bi« an die Landwirte g«.

zahlt w«den. stehen die Preise, die von den Verbrauchern ver­langt werden, im schrMten Wid«spruch. Wir wollen hier gar *M« von der sogen. Kunnilch reden. Mt auch nicht beff« n>t«

Berstadt. D« Kanonier Karl Rau von hier, Sohn des Vi-lgeordneten Gg. Rau, wurde die Hessische Tapferkeits- Medaille verliehen. Das Eiserne Kreuz «hielt er schon früher.

Ans der

3ra«tfun am Main. (Betriebsetnstcllung des Hotels zum Schwan.)^ Eines der angesehensten Hotels Frankfurts, der Schwan" auf dem Steinweg. unter defien Dach am 10. Mai 1871 der Friede zwischen Deutschland und Frankreich abge­schlossen wurde, hat mit dem gestrigen Tirge seinen Betrieb ge­schlossen. DieFra,rkfurter Nachrichten" schreiben daM- Auch dieses vornehme Haus mtt einer alten, auf vergangene' Jahr, hunderte zurückreichenden Tradition ist etn Opfer des Krieges geworden, der gerade dem Hotelgewerbe übel mitspielt. In Berlin verschwinden die großen Herbergen des internationalen Verkehrs, um sich in Behausungen für alle möglichen Kriegs, gefellfchasten zu verwandeln, in den übrigen Städten des Rei­ches findet sich leider kein derartiger Ersatz. Die gesamte Innen, elnrrchtung an Möbeln und Gebrauchsgegenständen kommt mi Versteigerung. Das historische Friedenszimmer wird ziveifek. lcs erhalten bleiben. Jedenfalls sollte bei Zetten dafür ge­sorgt werden, daß dte Einrichtung des Friedenszimmers al« eme htswnsche Sehenswürdigkeit nicht mit zur Versteigerung ® efanntUd > wohnte auch das deutsche Kaiserpaar am

IL^ 01 « 1896 onl{t&lic & der Frankfurter Friedensfeier im Schwan.

Aus Starkenburg.

Neu-Isenburg. 12. Mai. (Die Aepfelweknkarte.) Der Ve. siher einer vielbesuchten Apfelwein-Wirtschaft hat die Apfel- Weinkarte eingeführt, jedoch nur für auswärtige Besucher Jeder Gast erhält fünf Marken, hat er das ihm auf diese Marken zu- slehende Quantum Apfelwein getrunken, so muß er das Lokal verlassen.

Aus Nheinhessen.

FC. Mainz, 15. Mai. Der Beigeordnete Geh. Kommerzien» rat Haffner ist heute im 75. Lebensjahre gestorben.

Aus Hessen-Nassau.

. FC. Wiesbaden, 15. Mai. 52. Kommmiallandtag. c>. öffentliche und Schlußsitzung. Heute befaßte sich der Kommunallandtag abennals mit der Erlveiterung der Naussauischen Lebensversicherungsanstalt in eine Hessen- Nassauische Lebensversichernngsanstalt, da die Verwaltung ihre Bedenken geäußert hatte, daß die Durchführung des Beschlusses des Hauses vom 13. Mai die Bildung der Anstalt eine unliebsame Verzögerung erfahren würde. Dis Vorlage wurde daher noch einnral dem Finanz-, Eingaben- rmd Beamten-Ausschuß überwiesen, der nach nochmaliger Prüfung dem Laiürtag folgenden Antrag unterbreitet und zur Annahme empfichlt:In Ergänzung und Abänderung des Beschlusses vom 13. Mai betr. die Satzungen der Hessen-Nassauischjen Lebensversicherungsanstalt beschließt der Kommunallandtag: die zu wählenden zehn stimmberechtigten Mitglieder zur Hauptversammlung und fünf Stellvertreter derselben werden zunächst auf die Dauer eines Jahres bis zur nächstjährigen Tagung des Komniunallandtages ge- tvählt. Dieselben erhalten hierdurch gemäß § 16 der Satz­ungen die bindende Weisung, Wer Anträge zu den in 8 18 Abs. 3, 6, 7, 8 der Satzungen erwähnten Gegenstände nur nach vorheriger Beschlußfassung des Kammunallandtags unb gemäß dessen Beschlusses abzusümmen. Einen Antrag auk AuÄrehnmrg der Geschäftstäügkeit der Anstalt auf das bwt des Großherzogtums Hessen und auf den zur Rhein- Provinz gehörigen Kreis Wetzlar rm Sinne des 8 3 und 8 18 Abs. 6 der Satzung sind diese Mtglisder berechtigt zuzuC MnMen^jchgch nur. dam und tofafem als hierdurch ein*?