Ausgabe 
17.5.1918
 
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de« Assignaten der Revolutionszeit. Die ersten Anzeichen der finanziellen Revolution machen sich auch bemerkbar: iN oislen - Läden werden die Preise der Waren für denjenigen, der in ! Silbergeld zahlt (Gold ist natürlich seit 1914 aus dem Verkehr verschwanden), beträchtlich herabgesetzt, so daß sich schon km In­land ein Agio zu llngunsten des Papiers festzusetzen beginnt.

Der Kchwurzeuge KichrrorvsKy.

London, 13. Mai. Reuter meldet: Der frühere britische Botschafter in Washington, Vryce, schreibt imDaily Chronicle" das M-s-uroran-dum Lichnowstys sei das wichtigste Dokument feit Ausbruch des Krieges. Es sei keine Verteidigung Englands, -sondern eine kritische Beleuchtung der Politik, durch die Deutsch­land sich an Oesterreich-Ungarn gebunden habe. Bei Ausbruch des Krieges sei versucht worden, den Anschein zu erwecken, daß der Krieg Deutschland durch England aufgezwungen worden sei. Der hierauf zurückzuführende plötzliche Ausbruch von Haß in einer so intelligenten Ration wie der deutschen habe die Eng- 'länder in Erstaunen gesetzt. Das englische Volk habe das deutsche Volk niemals gehaßt. König Eduard habe nicht Böses im Schilde geführt, als er und seine Mir'-^r Schritte unter­nahmen, um die Differenzen aus der Welt zu ^ ffen, die das Verhältnis zwischen England und Frankreich trübten, und als sie zu einer freundschaftlichen Verständigung mit Rußland ge­langten. Dies alles fei im Interesse des europäischen Friedens geschehen. Kein Teil des englischen Volkes habe eine Ahnung von den Gefahren gehabt, denen der Friede ausgesetzt war; darum habe England auch keine Vorbereitung für den Krieg ge­troffen und kaum daran gedacht, was es 511 Lande unternehmen müßte, wenn es in einen Krieg verwickelt würde. Das Memo­randum Lichnowskys sei ein Zeugnis für den friedl?5- n Geist des britischen Volkes, der britischen Regierung und Eoward Greys im besonderen. Niemals in seiner Geschichte habe Eng- larü» ein so völlig reines Gewissen gehabt, wie in diesem Kriege, und selbst, als der Krieg schon ausgebrochen war, habe England nichts mehr zu tun gewünscht, als Deutschland davon abzuhalten, Belgien zu zerstören und Frankreich tödlich zu verwunden.

DieDeutsche Tageszeitung" bemerkt dazu:

Dasreine Gewissen der Engländer" geht uns nichts an. Wir glauben gern, daß England, was dem Kriege ruhig zu- sehen zu können glaubte, nicht in der Weise Kriegsvorbereitun­gen getroffen hat, wie sie nachher nötig wurden. England hat «fe geglaubt, daß es in diesem Maßstabe gezwungen sei, an dem Kriege in höchsteigener Person teilzunehmen. Daher der fried­liche Geist der englischen Regierung, der in den Reisen Eduards VII. zum Ausdruck kam. Es waren Amverbungsreifen im Sinne der Werbeoffiziere der Potentaten des 18. Jahr­hunderts. Im übrigen verblüfft das Gerede von Bryce durch feine Naivität, die so gemacht ist, daß er auf einen Einfluß in Deutschland doch nur schlecht rechnen kann. Das Lob für Herrn Lichnowsky ist reichlich verdient; da er jenes seltene Exemplar eines Deutschen darstellt, das von der Friedensliebe Englands überzeugt gewesen ist. Die Ausführungen der von Haldane dem gefeierten Berstärrdigungsmann inspirierten Darlegung über die englischen Kriegsvorbereitunyen inThe vindication of Great Vritain" der Jichalt des englischen BuchesTruth and Ihe war" und die Ansichten Bernhard Shaws über den Sprung des Britischen Löwen scheinen Lord Bryce übrigens zur rechten Zeit unbekannt geworden zu sein.

Herabsetzung der Mehlraliorr.

Das Kriegsernähruugsamt teilt mit: Die Entwicklung der Getreidezufuhren aus der Ukraine gestattet es leider nicht, unsere Brotversorgung in den letzten Monaten des Erntejahres auf diese unsicheren, im voraus nicht genau zu übersehenden Einkünfte zu gründen. Wir sind daher, wenn wir sicher gehen wollen, für den Rest des Wirtschaftsjahres in der Hauptsache auf eine Deckung croS dem deutschen Jn- landvorrat angewiesen. Die zur Verfügung stehenden knappen Vorräte macken eine Einschränkung des Ver­brauches notwendig. Demgemäß hat das Kuratorium der Reichsgetreidestelle in der Sitzung vom 1. 6. unter Zustim­mung des Direktoriums mit Wirkung vom 16. 6. ab folgen­des beschlossen: Die tägliche Mehlmenge wird für Ver- sorgun.^berechtigte von 200 auf 160 Gramm herabgesetzt. Die bisherigen Zulagen an Schwer- und Schwerftarbeiter bestehen weiter. Die vom Selbstversorger zu verbrauchende Getreidemenge, die bereits mit Wirkung vom 1. 4. herab­gesetzt ist, erfähr-t keine weitere Aenderung. Die Wieder­herstellung der alten Nation wird erfolgen, sobald genügend Zufuhr aus der Ukraine in den Händen der Reichs getreide­stelle sind, spätestens aber, wenn der Frühdrusch aus der heimischen Ernte 1918 die Bestände der Reichsgetreidestelle aufgesMt hat. Für den Ausfall an Mehl Fleisch zu geben, ist diesmal ausgeschlosten. Nach der starken Verringerung unserer Schweinebestände bewirkt die. jetzige Fleischration bereits derart einen erheblickxen Eingriff in unsere Rindvieh- siapel, daß eine weitere Inanspruchnahme unsere Milch- und Fetwersorgung auf das Schwerste gefährden würde. Ersatz wird jedoch durch eine reichlichere Ausgabe von Zucker gewährt werden ebenso wird die Verteilung von Nähr­mitteln in den Wochen der Brotkürzung eine Verstärkung erfahren.

Erste öDMe Tagung der Pminipig

DmAeMer sMde!gkaM.ern.

Das Bedürfnis nach einer einheitlichen Zusammenfassung rmd wirksamen Vertretung der Interessen des südwestdeutschen Wirtschaftsgebietes wurde bei dessen starke Zersplitterung von jeher lebhaft empstrnden. Unter dem Druck der Kriegsver­hältnisse, die zu einer immer steigenden Zentralisierung der Kriegs- und Uebergangswictschaft in Berlin führten, schlossen sich schließlich die Handelskammern des üidwestdeutscben Wirt-,

<schaftsge«otös M M« Veren Ddeork

rmd GesthHtsMlo tte HandÄskammer Mannheim ist. Diese Vereimguvy ladt mmmehr M ihrer erste« öffentlichen Tagung «ach Frankfurt am Main auf de« 25. Mai d. I. et«, in welcher eine Reihe von brennenden Fragen, insbesondere das immer zu­nehmende Ueb er gewicht der Reichshauptstadt, frei oder Zwangs­wirtschaft, Handel, Industrie und Verkehr Südwestdeutschlands in der Übergangswirtschaft behandelt werden sollen. Es ist von der größten Bedeutung, daß die gemeinsamen Interessen des südwestdeutschen Wirtschaftsgebietes zum ersten Mal zu- sammengefaßt werden und die erste öffentliche Tagung der Ver­einigung kann daher ein besonderes Interesse für sich in An­spruch nehmen. Die Reichs- und bundesstaatliche« Behörden werden zu der Tagung Vertreter entsenden. Es ist zu hoffen, daß die Versammlung auch von den Angehörigen von Handel und Industrie aus allen Teilen des südwestdeutschen Gebietes eine zahlreiche Beteiligung findet.

Erhöhung der Wichen tzalamtsgebühreii.

Den Ständekammern ist eine Regierungsvorlage betr. die Kriegszuschläge zu den Gebühren der Eroßh. Hessischen Notare zugegangen. Danach erhöhen sich laut Art. 1 des neuen Gesetz, entwurfes im allgemeinen die Gebühren um, Fünfzehntel. Der Mlndestbetrag einer Gebühr wird, soweit nicht in der Ge­bührenordnung anders bestimmt ist. auf 2 Mark festgesetzt. Nach Art. 2 erhöht sich die Gebühr des Art. 33 der Gebührenordnung für die Notare um den Kriegszuschlag gemäß Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über Kriegszuschläge zu den Gebühren der Rechts­anwälte. Art. 3 bestimmt, daß sich die Schreibgebühr von 20 Pfg. auf 40*Pfg. für die Seite erhöht. Die Seite muß minde­stens 32 Zeilen von durchschnittlich 15 Silben enthalten. Die Schreibgebühr des Art. 39 erhöht sich von 50 P'g. auf 1 Mark für die Seite mit der Maßgabe, daß der Mindestbetrag 3 Mark beträgt. Art. 4 bestimmt, daß dieses Gesetz mit dem Tage sei­nes Erscheinens im Regierungsblatt in Kraft tritt. Für die Gebühren, die zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes schon ent­standen sind, findet es keine Anwendung. Innerhalb 5 Jahren nach Beendigung de Krieges soll eine gesetzliche Neuregelung der Gebühren der Notare stattfinden.

Uom Felde

der Ehre.

Wohnbach . Dem Musketier Adolf Graf, Sohn des Heinrich Graf, zur Zeit an der Somme, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Wir gratulieren!

Wohnbach. Der Unterosftzier Friedrich Bischofs der vor 2 Monaten zum Sergeanten befördert wurde, ist am 1. Mai wegen tapferem Verhalten vor dem Feinde zum Vizewachtmeister befördert wurden.

Ins

der ^chmtt,

Anderweitige Zusammensetzung des Vorstandes der Landes- Milch- und Fettstelle. Nach einer Veröffentlichung des Ministe­riums d. I. betr. die Milch- und Fettversorgung hat der Vor­stand der Lkndes-Milch- und Fettstelle, welcher in diesem Falle die Geschäfte des Kommunalverbandes führt, eine andere Zu­sammensetzung erfahren, und zwar sollen ihm angehören: Ei« vom Ministerium des Innern zu ernennender Vorsitzender, je ein Vertreter der Ersten und Zweiten Kammer, der Städte Mainz, Darmstadt, Gießen, Offenbach und Worms, der Land- wirtfchastskammer, der Hessischen Landw. Genossenschaften, der Vereinigung der Hessischen Molkereien, zwei Vertretern der Verbraucherinteressenten, und vier Vertretern der Erzeuger- interessenten, vornehmlich praktisch ausübenden Landwirten. Vorsitzender und VorstaiAsmitglieder versehen ihren Dienst ehrenamtlich. Reisekosten und Tagegelder werden von den Kör­perschaften getragen, die sie vertreten. Die Befugnisse der Lan­desstelle sind die bisherigen.

Zur Eierablieferung in Hessen. Das Ministerium d. I. erläßt eine Vekanntmachiurg über den Verkehr mit Eiern. Da­nach sind in teilweiser Abänderung und Ergänzung der Be- kanntnrachung vom Dezember 1917 folgende Bestimmungen er­lassen: Von jedem Geflügelhalter sind abzuliefern: spätestens im MärzApril 40 v. H., im Mai 20 v. H., JuniJuli 15 v. H.. AugustSeptember 10 v. H., im Oktober 1918 bis 28. Februar 1919 wieder 15 v. H. Diejenigen Geflügelhalter, welche späte­stens bis 30. September 1918 85 v. H. ihrer gesamten Abgabe­pflicht erfüllt haben, werden auf Antrag von der Abgabepflicht der restlichen 15 v. H. befteit.

Schützt Saat und Ernte 1918. Wer bei der Landung eines Freiballons oder Flugzeuges auf oder in der Nähe von bestell­ten Feldern durch deren Betreten Flurschaden anrichtet, gefähr- det die für die Ernährung erforderliche Bereitstellung von Brotgetreide und schädigt damit das Vaterland. Die Betreffen­den machen sich nach § 368 Ziffer 9 des R.-Str.-G.-B. strafbar. Die Besitzer der Felder, denen gegen die Zuwiderhandelnden ein Schadenersatzanspruch zusteht, wollen tunlichst zur Feststel­lung der Beteiligten beitragen.

Friedberg. Am 15. Mar unterzogen Herr Staatsrat Süffert, der Vorsitzende der Schulabteilung im Mini­sterium des Innern, und Herr Geheimer Oberschulrat Block die Schillerschule und ihre. Arbeit einer eingehenden Prüfung.

FO. Alsfeld, 14. Mai. Aus einer Weideviehhalle wurde unweit von Seibelsdorf nachts ein schweres Rind ^stöhlen und an Ort und Stelle geschlachtet. Kopf, Haut uud Eingeweide blieben liegen.

FO. Aus Oberhesse«. 14. Mai. In Laubach verstorben am gleichen Tage die 83jährige Frau Alsmamr und deren 57jährige Tochter. v s- v

mm Starkeuburg, i

Eberstadt. Genau wie in Griesheim wurden jetzt auch in Eberstadt eine ganze Agrzcchl Ettvwobnee. welche mit chvsr Fett»;

abgabe aus den Hausjchrakyvungnr im sWHflanb waren, vm teilweise recht erheblichen Geldstrafen belegt. Darunter befin/ det sich auch ei« Gemeinidobeamter, der Zurückhaltung und Richt- ablioftrung empfahl, auch selbst seinen Verpflichtungen nicht nachkam. (kr hat nun 130 Mark Geldstrafe zu zahlen.

FO. Lampertheim, 14. Mab Eine gemeinnützige Vau^ genösse «schaff G. m. b H. Lampertheim wurde hier gegründet. Pfarrer Unger wählte man als Vorsitzenden. Die Genossenschaft wird ihre Tätigkeit sofort beginnen und die Gemeinde mit einem nennenswerten Betrag ihr beitreten.

FO. Crumstadt, 14. Mai. Märchenhafte Preise brachte die Holzveffteigerung im hiesigen Eichenwäldchen. Es wurden für zwei Meter Eichenprügel^ mehr wurde an den Haushalt nicht abgegeben, durchschnittlich 140 Mark bezahlt.

AuS Rheinheffen.

FO. Nierstein, 14. Mai. Im Alter von 91 Jahren verstarb hier die älteste hiesige Botenfrau, Frau Weiß. Noch in der ver­gangenen Woche war sie in Mainz tätig. Der Winzer Fritz Mayer dahier ist gestorben. Er war der erste 118er, der das Schloß Chambord betrat, als es 1870 unter Hauptmann Ka­threiner gestürmt wurde. Mayer war Inhaber des Eisernen Kreuzes.

Aus Hessen-Rassau.

FO. Wiesbaden. 14. Mai. 52. Kommunallandtag. Die vierte öffentliche Sitzung befaßte sich vor Eintritt in die Tages­ordnung mit einem Anträge des Landesausschusses, der eine nochmalige Prüfung und Beratung der in der gestrigen Sitzung beschlossenen Vorlage betr. die Umwandlung der Nassauischen Lebensverstcherungsanstalt in eine Hessew-Nassauische Lebens­versicherungsanstalt verlangt. Einem Anträge Geier folgend wird beschlossen, die Vorlage nach einer nochmaligen gemein­samen Beratung dem Finanz- und dem Beamten- und Eingabe­ausschuß zu überweisen und in der morgigen Sitzung zu beraten. Ueber die Vorlage betr. Aenderung der Satzungen der Witwen- und Waisenkassen für die Kommunalbeamten des Regierungs, bezirks Wiesbaden berichtet Abg. Vogt-Biebrich. Der Antrag des Landesausfchusses lautet in der von dem Beamten- und Ein- gabenauschuß abgeänderten Form: Der Kommunallandtag

wolle beschließen, das aus der Witwen- und Waisenkasse für die Kommunalbeamten des Regierungsbezirks Wiesbaden zu ge­währende Witwengeld soll auf 50 Prozent (seither 40 Prozent) des Ruhegehalts des Mannes erhöht und die Zahlung des Wai- fengeldee bis zum vollendeten 20. Lebensjahre (seither 18.) für diejenigen Waisen, die sich in der Ausbildung zu einem Be­rufe befinden, ausgedehnt werden, jedoch unter der Bedingung, daß sich nach Bekanntgabe des Ergebnisses des versicherungs- technischen Gutachtens über den Stand der Kasse und über die voraussichtliche Wirkung der Erhöhung der Kassenleistung mehr als die Hälfte der Mitglieder, durch die mindestens drei Vier, tel des angeschlossenen Diensteinkommens vertreten wird, mit diesen Satzungsänderungen einverstanden erklärt. Rach länge, rer Aussprache wird ein Antrag des Abg. Bleicher-Frankfurt, die Vorlage von der Tagesordnung abzusetzen und eine sofor­tige Kriegs Leu erungszulage zu gewähren, abgelehnt, dagegen ein Antrag Graf-Frankfurt angenommen, der die sofortige Er. Höhung der Kassenleistungen gemäß der Vorlage verlangt, ohne erst das versicherungstechntsthe Gutachten und die Zustimmung der Kassenmilglieder zu der Satzungsänderung abzuwarten. Bei der notwendig gewordenen Ergänzungswahl für den Lan- descmsfchuß wählte das Haus die Abgeordneten Wedel-Frank- surl und Vogt-Biebrich als Mitglieder und die Abgeordneten Gräf-Frankfurt, von Heimburg-Wiesbaden, Schütz-Oberlahn- stein und de Neufville-Frankfurt als stellvertretende Mitglieder Als Beiräte der Direktion der Nassauischen Landesbank wurden die Abgg. Schmidt-Niederlahnstein, Arntz-Wiesbaden und Buch- sieb-Runkel bestimmt. Sodann genehmigte der Landtag die Wahl des Landesbankbeamten Gerichtsassessors Dr. Schlosser und des Regierungsassessors Ehlermann aus Oldenburg zu Landesbankräten. Nächste und Schlußsitzung Mittwoch, den 15. Mai.

Gimbsheim. Die 18 Jahre alte Tochter eines Landwirtes von hier tst seit einigen Tagen verschwunden. Anscheinend hat sie mit einem ebenfalls verschwundenen kriegsgefangenen Ruf- sen eine heimliche Reise angetreten.

FO. Eltville, 14. Mai. In vergangener Nacht verstarb da. hier der langjährige Stadtverordnetenvorsteher Dr. Josef Wahl, der Leiter der hiesigen Lateinschule. Mit ihm ist ein wahrer Mann des Volkes dahingegangen. Politisch gehörte er dem Zentrum an. Im Jahre 1907 kandidierte er für den Reichstag im 2. Nassauischen Wahlkreis. Er erhielt damals 5300 Stimmen.

FC. Wetzlar, 14. Mai. In einem hiesigen Gasthaus wurde geheim ein Rind geschlachtet. Eine Haussuchung förderte noch etwa einen Zentner Fleisch zutage. Ein Teil des Fleisches war in Portionen von mehreren Pfunden bereits zerlegt, an denen sich die Anfangsbuchstaben der Empfänger nrrd der Preis be­fanden.

FC. Limburg, 14. Mai. Heute früh geriet der Bahnhofs, arbeiter Maxeiner von hier auf dem hiesigen Bahnhof unter die Räder eines Zuges. Es wurden ihm beide Beine übersah- ren. Lebensgefährlich verletzt kam er ins Hospital.

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Offene Stellen:

Hilssdienstpflichtige, sowie Frauen und Mädchen aller Beruft für besetztes Gebiet. 1 Metterlehrling. 8 Kutscher. 1 Knecht, 1 Arbeitersamilie. 1 Knechtefamilie, 3 Schreiner. 2 Hausburschen. 1 Eutsschmied, 1 Müller. 2 Heizer, 9 Dienstmägde. 2 KUchenmädchen, 9 Hausmädchen, 2 Haushälterinnen, 1 Beiköchin, 1 Köchin.

Stellensuchende:

Mehrere Melkerfamiliev und ledige Melker. 2 Melkerinnen in einen Stall. 1 Bäcker. 3 Fräulein für Büro. 1 Eutsjekretärin. Näherin für Bataillon.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R.Heyner. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung, A. Friedberg l H,