Ausgabe 
17.5.1918
 
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Neutrale« zu. Demgegenübek .mtTf'&arWe en$oS£r fefe, (A4 ~y/T (Zäßfafi* WOeML J

^ckKvedsschen Mitteilungen hingewiesen, daß die kürzlich ilN Kattegat gefundenen imfc sogar inrrerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer festgestellten Minen unzweifelhast eng* fischen Ursprungs waren. Jede wertere Erklärung der eng­lischen Heuchelei erübrigt sich

Stockholm, 15. Mai. (2323J Wie die schwedischen Blat­ter melden, hat das englische Minenfeld vor der schwedischen Westküste gestern ein neues Opfer gefordert. Vor Marstrand Itnurde gestern nachmittag ein Fischerboot in die Lust ge sprengt, wobei vier Mann getötet wurden. Die meisten ^führenden Zeitungen Schwedens drücken ihre Entrüstung aus. DasSvenska Dagbladet" schreibt: Der militärische und politische Angriff verläuft nebeneinander. Der- Raub des holländischen Schiffsraumes wie die angekündigte Minenlegung innerhalb der neutralen und schwedischen Küstengewässer gehen Hand in Hand mit den verschieden­artigen Versuchen, die neutrale Presse zu erfassen, worüber wir in der letzten Zeit einiges erfahren haben. Gerade in diesen Tagen soll das sogenannte Stockholms Telegram- byran durch etwas Eindruck machendes ersetzt werden. Wäre die Neuschöpstlng schon glücklich vollendet, so hätten wie sie jetzt gewiß vielstimmig verkünden hören, daß die Minen­legung der Ostküste geschehen sei, um die neutrale schwedische Fischerei vor deutschen Uebergriffen zu schützen. England legte seine Minen nicht nur in unsere Küstengewässer und trotz des Unglücks, das sie dort unserer Fischereibevölkerung zugefügt haben, sind dic^e Minen nicht gefährlicher als die anderen. DieStockholms Tidningen" meint, es sei wohl leicht verständlich, daß solche Handlungen mehr als etwas anderes die Stimmung in neutralen Ländern verbittern. DasStockholms Dagblad" weist besonders aus die auf- fallenden Bemiihungen der verüandssteundlichen Presse hin, den ganzen Vorgang möglichst bescheiden hinzustellen. Der Dagens Nyheter" findet das englische Vorgehen nur höchst erstaunlich. DerSozialdemokraten" meint ganz kurz, falls die Minen wirklich innerhalb der schwedischen Gewässer aus- gelegt feien, habe man es mit einer Verletzung der Neu­tralität zu tun, in einem solcher Fälle werde die Regierung wohl die nöfige Erklärung verlangen.

Sogar die verbandsfreundlichste ZeitungStockholms Aftontidningen schreibt: Die beiden Katastrophen vor

Gotenburg haben die schvedische Volksmeinung aufs tieffte erregt. Wir, die wir bisher gegen Deutschlands Vorgehen auf dem Meere Einspruch erhoben, haben keinen Grund, von unserem Urteil abzuweichen, weil jetzt England als blufiger Prrat des Meeres austritt. Dieser Uebergriff kommt von einer Seite, auf der man sonst behauptet-, man wolle sich cm menschliche Kampfweisen halten und den Sinn für Recht und Freiheit der kleinen Völker wahren. Sollen derartige Reden mehr als hohle, inhaltsleere Phrasen sein, so ver- pflickten sie auch zu etwas. Die Zeitung weist darauf hin, daß die wichtige Fischerei an der Westtzifte stillgelegt werden müsse, und daß dies besonders empfindlich sei, da das Land sich wegen des Fleischmangels der Hungergrenze mit Riesen­schritten nähert.

Die amtliche englische Ableugnung, in der behauptet wird, die Engländer hätten keine für die Handelsschiffahrt gefährlichen Minen ausgelegt, wird besonders scharf ver- urteilt. DasNya Dagligt Mllehanda" meint, diese Be- bauptung wirkte lächerlich, wenn sie nicht so zynisch wäre. DasAstonbladet" stellt fest, der englische Versuch, zu leug­nen, sei gänzlich mißglückt, für die Gefährlichkeit der Minen habe inan leider schon tragische Zeugen.

Kristiania, 15. Mai. (28B.) Das Minenfeld im Katte­gat, durch das die Versenkung des schwedischen Fischdampfers Agnes" verschuldet wurde, wird nach amtlichen schwedischen Feststellungen auch von der norwegischen Presse als nicht deutschen, sondern englischen Ursprungs bezeichnet. Dem ReederblattSjöfarts Tidende", das gestern mit sichtlicher Befriedigung die Stockholmer Privatmeldung, wonach die Minen als zweifellos deutschen Ursprungs hingestellt wur- den, besonders hervorhob und äußerem in einem Leitauf- sähe die Auslegung dieser Minen als einen neuen Völker- rechtsbruch Deutschlands bezeichnete, ist diese amtliche schwedische Feststellung offenbar sehr unwillkommen und wrrd deshalb von ihm totgeschwiegen

ÄkM-ijAmrilhilche Siindnis.

Weierle über das Bündnis.

«--dnpep IG. Mai. CSEEB.) Im Abgeordnetenhaus« fngie »raf Michael Karolyi wegen der Erneuerung des Bünd­nisvertrages mit Deutschland an und ersuchte den Erstminister, die beruhigende Erklärung abzugeben. daß die Vereinbarungen erm Abgeordnetenhaus- unterbreitet würden, damit nicht ohne vvs über uns entschieden werde. Der Redner steht auf dem Standpunkt, man muffe vermeiden, daß künfttg einzelne Staa- te?'gruppen einander feindlich gegeniiberftehen. Die Schaffung Mitteleuropas, das engestrebt wird, wäre ein großes Hinder- ms für die Wiederherstellung des Friedens. Sodann stagte ^rc-l^Karolyl nach einem Brief des Monarchen an den Prin­zen Sirius und ersuchte um Aufklärung, welche Haltung Czer- mn m dieser Angelegenheit eingenommen habe. Der Redner mte hinzu, daß Czernin die Aufmerksamkeit aus den Prinzen nL^ le ü H r Unb , m Berlin diese Tatsache auch zur Kenntnis Cb ^ abe ' J 0mit matC * s verfassungsmäßig richtig gewesen, daß der verantwortliche Minister die Krone deckte und nich umgekehrt. '

Erftminister Dr. Meter le beantwortete die Anfragen sagte: Ich kann den Ansrager kurz auf die amtliche Mel- mg verv^rsen, die nach der Zusammenkunft, die am 12. Mai im {£^u % Z0 }'uJ >aUVtqn<XÜitl Jur Unterrichtung der

mtbt " murb * l«b«. Lomrsjy. Stato, typattei. Darin -st M<b ts enthalten!) Darin ka,m auch nicht

Tatsache ist. daß anläßlich de» Besuches Seiner Majestät Be- fprechungen Wer Deutschland, Oesterreich und Ungarn und die ste gemeinsam angehenden Fragen statssanden. Diese Besprechun­gen führten M dem Entschluß, daß das zwischen uns bestehende Vnndesverhältms verlängert werde. (Beifall rechts und im Zentrum. Lärm und Bewegung auf der äußersten Linkem) Dir Herrscher sind zu dem Entschlüsse gelangt und haben sich darüber geeinigt, ihre Regierungen anzuweisen, daß sie in dieser Bezie­hung Verhandlungen aufnehmen und Vereinbarungen in fester Fokm tteffen. (Lebhafter Beifall rechts.) Ueber diese Ver­einbarung hinaus ist bisher keinerlei Vertrag zustandegekom- men Die Verhandlungen aber werden demnächst eingeleitet. (Lebhafter Verfall rechts und im Zentrum), und ich glaube, daß es nur der allgemeinen Zustimmung der großen öffentlichen Meinung Ungarns entgegenkommen wttd (lebhafte Zustim­mung rechts, Lärm auf der äußersten Linken), wenn das unse­rem Belangen so sehr entsprechende und in der letzten Zeit für Ungarn so sehr bewährte Bundesoerhältnis verlängert und vertieft wird. (Lebhafter Beifall rechts. Zwischenrufe auf der äußersten Linken. Rufe: Was ist Vertiefung?) Ich werde so­fort darauf zu sprechen kommen. (Hört, hört!) Zunächst wird asso das Bundesoerhältnis erneuert werden.

Es ist sehr natürlich, daß sich dies auch auf solche Einzel­fragen erfttecken wird, die mit dem Bundesverhältnis im un­mittelbaren Zusammenhänge stehen. Auch die militärische Frage wurde erwähnt. Wir können das doch nicht eine Militär, abmachung nennen, aber es ist sehr natürlich, daß auch gewiffe militärische Vereinbarungen zustande kommen werden. (Lärm auf der äußersten Linken. Abg. Graf Michael Karolyi ruft: Wahrend des Krieges?" Auch im Kriege kenn es Verein- barungen geben, die sich auf das gleiche Vorgehen und die Rüstungen beziehen, die aber in keinerlei Zusammenhang mit der Bildung des Heeres oder mit irgend etwas derattigem stehen. (Lärm auf der äußersten Linken.) Der Herr Abgeord­nete möge überzeugt sein, daß wir unser selbständiges Verfü­gungsrecht in jeder Beziehung aufrecht erhalten werden. (Leb­hafte Zusttmmung rechts und im Zentrum, Lärm links.) Was die wirtschsstliche Annäherung betrifft, so kann sich der Herr Abgeordnete diese nur so vorstellen, daß er immer von Mittel­europa spricht. Nun denn, Mitteleuropa ist ein sehr weiter Be­griff. Daß eine wirsschaftliche Annäherung oder engere Knüp­fung der wirtschaftlichen Beziehungen wünschenswett und auch möglich ist, leugnet wohl niemand, aber ich wiederhole, ohne daß unser selbständiges Entschließungsrecht in irgend welcher Beziehung berühtt wird. (Zustimmung rechts, Lärm und Zwi­schenrufe auf der äußersten Linken. Zuruf:Das ist fo unmög­lich l ) Im übttgen möge der Herr 2lbgeordnete überzeugt sein, daß wir bezüglich dieser wirtschaftlichen Fragen das Haus nicht vor einfatt accompli" stellen werden, sondern, daß die Eültig- kert der Vereinbarung von der Entschließung des Hauses ab­hangen wird. (Allgemeiner lebhafter Beffall.)

Der Herr Anftager sprach auch von den Kriegszielen und der polnischen Frage. Da ist sehr natürlich, daß. da Oesterreich-Un­garn und das Deuffche Reich gemeinsam berührende politische Fragen Gegenstand der Besprechung waren, auch bezüglich der polnischen Frage ein vollkommen etnvernehmliches Vorgehen festgestellt wird. (Lärm links.) Die Kriegsziele wurden jedoch nicht besprochen. Es kann doch im allgemeinen von Krtegsztelen keine Rede sein. Unser ganzes Bündnis mtt allem Zubehör sst ein Frtedensbündnis und ein Verteidigungsbündnis (Lärm auf d-er äußersten Linken), das nicht auf Kriegsziele sondern nur auf die Wahrung des Friedens in jeder Beziehung gerichtet ist und unsere Beziehungen vertiefen und ein engeres Band unter uns schaffen kann, das aber in keiner Weise ein Hindernis fein wcrd. mit anderen Völkern auch auf wirtschaftlichem Gebiete in Berührung zu treten, ja, auch kein HiWernis dafür, daß wir uns dem sogen. Völkerbund anschlichen. (Beifall rechts und links.) Eine Gewähr hierfür liegt darin, daß wir ein reines Verteidigungsbündnis und ein auf Sicherung des Friedens ge­richtetes Bündnis schaffen. (Beifall recht und im Zentrum.)

^luf die letzte Frage des Anfragers nröchte ich schr kurz ant. worben. Ich stelle fest, daß ein Privatbrief Seiner Majchät und zwar deshalb, weil er in einem wesentlichen Teile vollkom­men entstellt und falsch wiedergegeben wurde. (So ist es!" rechts und im Zentrum), eine gewiffe Unruhe, besonders in Deutschland hervorgerusen hat. Wenn ich aber im Abgeord­netenhaus betone, daß dieser Privatbrief -um Teil vollkommen entstellt wiedergegeben wurde, so kann, wenn wir von dieser Entstellung absehen, dieser Brief zu keinerlei Beunruhigung Anlaß geben. Ich kann behaupten, daß nach dieser Richtigstel- ung bezüglich des Privatbriefes auch in Deutschland die Un­ruhe vollkommen geschwunden ist. Damit können wir die An­gelegenheit als erledigt betrachten. Was das betrifft, daß der Mmsster des Aeußern für die Handlungen des Königs verant- wörtlich ist, so halte ich unverändert aufrecht, daß die Regie- rungsmanner unbedingt die Verantwortlichkeit für die Hand- lungen des Königs trifft. Ich glaube, der gewesene Minister des Aeußern wird diesbezüglich auch keinen gegenteiligen Stand­punkt emnehmen. (Abg. Hugo Lahne: Er hat geleugnet, daß er von dem Briefe wußte!) Aber er hat nicht geleugnet, daß Besprechungen mit dem Prinzen Sixtus geführt wurden und, so. fern diese Besprechungen politische Form hatten, übernimmt sicherlich der gewesene Minister des Aeußern dafür die politische Verantwortung. Von einem anderen Standpunkte des Mini- sters des Aeußern über diese Besprechung und diesen Bttef habe ich keinerlei Kenntnis. Ich bitte meine Antwort zur Kenntnis zu nehmen. (Lebhafter Beifall rechts un* im Zen­trum.)

Erntet der Jahre ims und 1919. BrotgetreM kamt 6 Pr^ent auch in Form von Mahlerzeugniffen geliefett werden. Die Kommission wird alsbald nach Ratifikatton des Friedens ixt Bukarest zusamentreten.

Artikel 2 sagt, daß für die auf das Jahr 1919 folgend« sie^n Jahve sich Rumänien verpflichtet, cm Deutschland, Oester- reich und Ungarn die lleberschüffe des Landes an Eetteide aller Art einschließlich Oessaaten. Futtermittel, Hülsenfrüchte, Ge* früffel, Vieh und Fleisch, Gespinstpflanzen und Wolle zu liefern.' falls Deutschland, Oesterreich und Ungarn dies verlangen. Von Brotgetreide kann bis sechs Prozent der Ausfallmengen ur Mahlprodukten geliefert werden. Wenn weder Deutschland noch- Oestereich noch Ungarn für ein Jahr von dem Uebernahmerechl gebrauch machen, erlsscht die Verpflichtung Rumäniens zur Lie^ ferung auch fiir die folgenden Jahre.

Im Artikel 3 wird bestimmt, daß für die übrigen im Ar- E * ^nannten landwirtschaftlichen Erzeugnisse, wie ^ besondere Vereinbarungen Vorbehalten bleiben, mit

der Maßgabe, daß Rumänien sich bereit erklärt, die Ueberschüffe des wahres 1918 an Deutschland. Oesterreich und Ungarn zu liefern. 0

Artikel 4 heißt es: Die Preise der Erzeugnisse, für di- Deutja;land, Oesterreich und Ungarn das Ankaufsrecht nach Artikel 2 zusteht, werden alljährlich von einer Kommission be­stimmt. Die Kommission besteht aus je einem Vertreter von Deutschland. Oesterreich und Ungarn, soweit sie am Bezüge be- tttligt sind und einer gleichen Anzahl von Vertretern Rumanieiis. Wird der Vorsitzende von der Kommission nicht einstimmig gewählt, fo soll der Präsident des schweizerischen Bundesgerichts um Ernennung des Vorsitzenden ersucht werden. Bei Stimmengleichheit beider Parteien gibt die Stimme de» Vorsitzenden den Ausschlag.

Artikel 5. Die vom rumänischen Staat erhobenen Zölle und Abgaben reder Att werden zu Lasten des Verkäufers in den Preis eingerechnet. /

tv \ ^mämen wird für fci« Erzeugnisse, die es nach

Deutschland. Oesterreich oder Ungarn nach diesem Vertrag zu liefern hat, Ausfuhrverbote erlassen, um die Erfüllung des Ver­trages sicherzustellen.

Artikel 7. Die Fessstellung der Ueberschüffe erfolgt durch die rumänische Regierung unter Mitwirkung der Vertteter des Deutschen Reiches und Oesterreich-Ungarns, soweit hinsichtlich des besetzten Gebietes nach dem Friedensvertrage keine anderen Be­stimmungen Platz greifen.

2lrttkel 8. Die Art und Wesse der Aufbringung der Ueber- nahme und Zahlung wird seitens einer von Rumänien zu et* richtenden Ausfichrstelle im Einvernehmen mit einer in Rumä­nien von Deusschland. Oesterreich und Ungarn zu errichtenden Stelle geregelt werden, deren Vertreter über alle Geschäft», vorgäwge der Ausfichrstelle dauernd auf dem Laufenden zu sein hoben.

.. DEel 9. Deusschland und Oesterreich-Ungarn werden be- ' " 0< * Möglichkeit die Ausfuhr aller in Rumänien verwttgten Waren. Ganz- und Halberzeugnisse. Rohstoffe ufw^ insbesondere der zur Hebung der landwirtschaftlichen Erzeuguua notwendigen Gegenstände, zu fördern.

Arttkel 10 fitzt die Zahlungsmittel fest.

Artikel 11 regelt den Warenverkehr.

Artikel 12 ordnet die Streitigkeiten.

Zn der Anlage wird bestimmte

Weizen und Roggen. . .

Gerste.

Hafer

Mais.

t trie...*1,1 ohnen .... I *

Erbsen.[

Raps (Rübsen, Senf aat) .

Leinsaat.

Sonnenblumenkeme. . .

Die Preise verstehen sich für gute, gesunde DZa're von Durch, schnittsqualität, lose, franko Waggon Station, oder franko Bord Schlepp- resp. -Dampfer, wenn die AZare direkt einem Hafen zu- geführt wird.

Lei 38 per 100 Kilo .. 29

29

29

31

47

42

85

75

55

Innig MinM an WrgWonmr.

Das rumänische RegienmgsorganSteagul" veröffentlicht folgendes Telegramm des Königs Ferdinand an den Minister- Präsidenten Marghiloman:

Bon dem in Brckarest abgeschlossenen Friedensvertrag Kenntnis nehmend, bin ich Ihnen und den anderen Delegier­ten danlbar für die schwer und aufopfernde Arbeit, die Sie bei der Wahrung unserer Rechte in diesem schmerzvollen Au. genblick geleistet hab^n. Als König und Rumäne bin ich vol­ler Hofsnung bezüglich der Zukunft meines braven und tapfi. ren Volkes. Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie in die Kraft und das Gedeihen des Landes unter der Führung meiner Dynastte haben.

Die crßen A«;cichcn van Frantttichg finanMÜcr Pevoiiitian.

Vm MltjchatlgMgMkn mit Ulimnikii

Berlin, 15. Mai. Das Wirsschaftsabkommen zwischen Deutschland und Rumänien hat folgenden Wortlaut:

Artikel 1 bestimmt: Rumänien verkauft an Deutschland, Oesterr- ich und Ungarn die Ueberfchüsse des Landes an Getreide aller Art. einschließlich Oessaaten. Futtermitel. HUssecffrüchte. GeMge-l, Vreh und Fl-ssch. GespinstpflalWen und Wolke filr die

Genf, 12. Mai. Die Ueberschwemmung Frankrelchs mit Banknoten hat bereits Zustände verursacht, die an die schlimm- sten Zeiten der Assignatenwirtschaft ettnnern. Der ftanzösische Bauer, dessen Geiz und Habsi'.cht sprichwörtlich sind, weigert sich, so weit dies möglich ist, Papiergeld anzunehmen und zieht Kleingeld vor, das übrigens schon völlig aus dem Verkehr ver­schwunden ist. Das allgemeirre Mißtrauen gegen die Produkte der Notenpresse nimmt so allgemein überhand, daß Raoul Pe- ret, der Präsident der Budgetkommission der Kammern, in einem imPetit Journal" veröffentlichten BeschwLchtigungsartikel da» Publikum mit dem Hinweise zu beruhigen sucht, die Metall- deckilng der Noten betrage fast drei Milliarden und fast der ge­samte Rest des Nofinutnlaufs fei durch Staatswechsel garam tiert. Tatsächlich wird dieser Beschwichtigungsversuch eher denk französischen Bürger beunruhigen, dem» es sst das unverhüllt» Eingeständnis, daß die Assignatenpresse da» hauptsächlichste fi­nanzielle AuEsmittet der französtscheu Regierung ist und bciti